Enttäuschende / anfällige Klassiker

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50EuroKompaktanlage
Stammgast
#1 erstellt: 04. Dez 2011, 09:47
Hallo allerseits,

Da Klassikergeräte immer mehr in Mode kommen und ich auch schon etliche zuhause stehen habe, fragt man sich ja fast warum, die Hersteller überhaupt noch neue Geräte auf den Markt bringen .

Andererseits gibt es bei den "Klassikern" bestimmt auch einige Gurken, die entweder nicht gut klingen, schlecht verarbeitet sind oder schnell kaputt gehen bzw anfällig sind.

Kennt Ihr solche Exemplare?

Ich habe gehört, der Sansui Receiver 5000 und 5000x wäre mit Vorsicht zu genießen, da irgendein Bauteil meist zu einem Totaöausfall führt. Dazu zitiere ich mal "audiokarma":

"The 5000 came out with a problem on the driver boards. Sansui did a recall so most were modified, but not all! do a search for Sansui 5000 and I am sure you will find information on this".

und

"5000 (no suffix) is 50wpc. Has the F1040 driver boards stock, F-6013 if they have been recalled. Bias regulator diodes (black things on pre-drivers) need to be replaced with NTE-605a. If you don't then POOF!

5000a is 55wpc Has either F1040 of F1040-1 boards. Both share the same failure mode.

5000x is supposed to be around 60-70wpc (or something like that, sansui knoledgable cime in here!) Early versions have the F-1040-1 boards, later versions have the F-6013 boards".

Kennt Ihr weitere Beispiele ?
daStephen
Gesperrt
#2 erstellt: 04. Dez 2011, 10:46
Sind solche "Gurken " erstmal repariert, laufen sie meist über Jahre fehlerfrei. Meist sind das auch nur Cent-Beträge, die man dann dort investieren muß. Knallfrösche (Entstörkondensatoren) bei Dual-Geräten zum Bleistift. Die sind schnell getauscht und kosten nicht viel. Das gibt es auch bei Yamaha. Und dort tauscht der Yamaha-Service heute noch kostenlos.

Anfällig sind generell ältere Geräte, in denen Tantal-Kondensatoren verbaut sind. Die tauscht man am Besten prophylaktisch, denn der Ärger kommt bestimmt. Rotel-Receiver z.B. verweigern dann den Stereo-Empfang. Aber erst nach ein paar Minuten, manchmal erst nach einer halben Stunde. Da sucht man sich dann einen Wolf, wenn man es nicht weiß.

Sehr beliebt sind auch kalte Lötstellen bei Philips-CD-Playern der 2. Generation. Die verweigern dann auch gerne mal den Dienst. Entweder nur teilweise oder komplett.
niclas_1234
Inventar
#3 erstellt: 04. Dez 2011, 10:55
Ein Beispiel kann ich dir noch geben.

Der Grundig V 5000 welcher bei mir steht und an der Hauptanlage arbeitet ist so ein Kanidat.

Es gibt manche Exemplare die einfach mal ohne Grund dem Endstufentod zum Opfer Fallen. Oftmals sind die Siebelkos ausgetrocknet und müssen gemacht werden und dann wäre da auch noch das Problem mit den Tantal Elkos in der Vorstufe die ganz gerne mal einen Feinschuss bekommen.

Ein solches Gerät sollte man am besten einmal überholen lassen.

Ich selber wollte meinen auch schon zur überholung schiken aber mometan habe ich dazu noch nicht das kleingeld.

Aber nciht falsch verstehen der V 5000 ist trotzdem keine entäuschung. Wer ein funktionierendes Exempalr hat wird noch sehr lange freude an ihm haben.

daStephen
Gesperrt
#4 erstellt: 04. Dez 2011, 10:58
Nicht mehr einrastende Kippschalter bei Dual CV-1400 und CV-1600. Das wird dann aber richtig aufwendig!
Blechdackel
Inventar
#5 erstellt: 04. Dez 2011, 11:18
Ich könnte mir gar nicht mehr vorstellen irgendwann noch ein mal was Neues zu kaufen.

Vor 17/18 Jahren meine Fine Arts/Marantz/MB Quart Komponenten die ich neu gekauft habe und seither sind nur noch ein paar gebrauchte Klassiker dazugekommen, seit ich außerhalb des Hifi-Bereich(z.B VW Golf 2, Canon T 70)Erfahrungen gesammelt habe, das es mit alten Dingen oftmals halb so schlimm ist wie alle immer behaupten, bin ich da zuversichtlicher geworden.

Es kann von Vorteil sein einfachere Sachen auch selbst machen zu können. Ein Digital-Multimeter habe ich vor kurzem gekauft, ein Oszilloskop werde ich aber sicher nicht anschaffen, da muss man dann eine verständnisvolle-faire Werkstatt finden.

Der teuerste Klassiker war ein alter Beyer DT 990 Pro für 75 € bei Ebay, alles andere unter 50 € auf dem Flohmarkt oder über Kleinanzeigen.

Am auffälligsten zeigten sich bis jetzt bei mir die Telefunken RT 200, die Speicherbatterie/Niedervolt-problematiken die bekannt sind. Aber so ein RT 200 empfängt ganz ohne Antenne schon alle UKW-Ortssender in Mono und rauschfrei. Und dann das übliche der alten Dual-Plattenspieler, Mechaniken teilweise verharzt und der "Steuerpimpel".

Bis jetzt sind mir höchstens die Standardprobleme untergekommen.

Heiko


[Beitrag von Blechdackel am 04. Dez 2011, 11:22 bearbeitet]
MacPhantom
Inventar
#6 erstellt: 04. Dez 2011, 11:45
Bekanntes Beispiel: Technics SE-A3.
Da wurden sog. "DLPT"-Transistoren verwendet – im Prinzip zwei Transen in einem kleinen Plastikgehäuse. Bei einer Leistung von stark untertriebenen 200 W an acht Ohm und Benutzung bei höherer Leistung über längere Zeit sind da angeblich schon etliche dieser Dinger durchgebrannt. Das Beste: es gibt sie nicht mehr zu kaufen. Stattdessen bieten gewisse Händler (ich weiss von einem japanischen) einen Umbau auf Sanken- oder Toshiba-Transistoren an, oder man weicht auf die (viel seltenere) SE-A3Mk2 aus, bei der das Problem behoben wurde.

Mehr dazu: http://www.adrian-kingston.com/SE-A3.htm
DB
Inventar
#7 erstellt: 04. Dez 2011, 12:16
Enttäuschende Klassiker:
Technics SA-800. Viel dran, viel drin, mäßiger Klang, rauscht, dünnes Empfangsteil.

MfG
DB
germi1982
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 04. Dez 2011, 17:04

MacPhantom schrieb:
Bekanntes Beispiel: Technics SE-A3.
Da wurden sog. "DLPT"-Transistoren verwendet – im Prinzip zwei Transen in einem kleinen Plastikgehäuse....



Unter dem Begriff Darlington-Transistoren werden die eher bekannt sein, und die bekommt man heute auch noch. Ist nur die Frage ob man auch den passenden Typ oder einen passenden Ersatztyp findet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Darlington-Transistor

Und die gabs nicht nur bei Technics, die Dinger gabs auch bei anderen Herstellern...
TBJ
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 04. Dez 2011, 19:27
Moin

meine größte Enttäuschung war bisher ein Marantz 2265B.

Ich war bis zu seiner Anschaffung nur Pioneer-Qualität aus der Zeit gewohnt. Besonders erschüttert haben mich diese billigen Lampenkästen mit den (ehemaligen) Rastnasen und diese hauchdünnen Dubbing-Buchsen. Das war auch damals schon einfach nur billig herzustellen.
Der gesamte Eindruck war nach kurzer Zeit der, dass es sich um lieblos zusammengeklöppelte Elektronik mit einer imposanten Front handelt. Da hatte ich von dem, was man so liest, mehr erwartet.

Bei Dual 1600 sind die Tantalkondensatoren auf der Vorverstärkerplatine anfällig und ziehen Totenstille nach sich, wenn sie kurzschließen. Etwas ärgerlich, weil eher aufwändig zu beheben aber sonst ein tolles Gerät wie ich finde.

Gruß
Tobi
daStephen
Gesperrt
#10 erstellt: 04. Dez 2011, 19:29

germi1982 schrieb:

Und die gabs nicht nur bei Technics, die Dinger gabs auch bei anderen Herstellern...


Stimmt. Selbst habe ich Grundig R-3000 und Pioneeer SX-890, die mit Darlingtons bestückt sind. Für beide habe ich noch Ersatztypen bekommen.
MacPhantom
Inventar
#11 erstellt: 04. Dez 2011, 19:37
Ihr habt nicht genau gelesen.

Ich weiss schon was eine Darlington-Schaltung ist. Aber in der SE-A3 sind besonders anfällige, stinknormale Doppeltransistoren verbaut, die so aussehen:
daStephen
Gesperrt
#12 erstellt: 04. Dez 2011, 19:39
Na gut, die sind dann doch etwas spezieller. Aber, wenn man weiß, was drin ist, kann man sich sicherlich mit Standardtypen was passendes nachbauen.
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