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Tapedeck-Entscheidungshilfe: Onkyo oder Denon

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Beitrag
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 26. Jun 2017, 14:17
Hallo liebes Forum,

ich denke derzeit darüber nach, meine Stereoanlage um ein Kassettendeck zu erweitern. Ich bin in den letzten Jahren zwar ganz gut ohne Tape ausgekommen, habe in den letzten Tagen aber mal wieder meine alten Aufnahmen hervorgeholt und irgendwie juckt es mich einfach in den Fingern...

In die engere Auswahl sind nach ausführlicher Recherche zwei Decks gekommen: Denon DRM800(A) und Onkyo Integra2570. Mir ist klar, dass das besser gepflegte und gewartete Deck wohl immer auch der bessere Kauf ist. Trotzdem würde mich interessieren, wie ihr die genannten Decks im direkten Vergleich einschätzt.

Mein derzeitiger Wissensstand:

Denon:
Pro: gutes Laufwerk, beschichtete Tonköpfe
Contra: weniger wertige Verarbeitung, kein Einmesscomputer

Onkyo:
Pro: bessere Verarbeitung, Einmesscomputer
Contra: keine beschichteten Tonköpfe (?)

Preislich liegen die Tapes meist recht nah beieinander. Könnt ihr ggf. aus eigener Erfahrung eine Empfehlung aussprechen? Ist der fehlende Einmesscomputer des Denon ein echter Nachteil?

Das Tape würde auf folgende Komponenten treffen:
Verstärker: Yamaha AX890
Lautsprecher: Magnat Quantum 905
CD-Player: Technics SL-PS7
Plattenspieler: Dual 1218

Ich danke euch im Voraus für eure Ratschläge

Gruß
J.


[Beitrag von jablonski am 26. Jun 2017, 14:37 bearbeitet]
busch63
Stammgast
#2 erstellt: 26. Jun 2017, 15:25
Ich denke Du solltest mal nach AKAI Ausschau halten. Da gibts SEHR gute Modelle
soundrealist
Inventar
#3 erstellt: 26. Jun 2017, 15:32
Mein Tip: Versuch doch mal irgendwie an ein gut erhaltenes Nakamichi Dragon ran zu kommen. https://de.wikipedia.org/wiki/Nakamichi
Das Ding hat eine Funktion, die den Tonkopfwinkel (Azimuth) dem Deiner ehemaligen Aufnahmegeräte individuell automatisch anpasst. Gerade die unterschiedlichen Tonkopfwinkel von Aufnahme- und Wiedergabegerät verursachten bei Cassetten stets Probleme. In den allermeisten Fällen war das der Grund für vermeidliche "Qualitäts- und Klangunterschiede": Gleiche Cassette, aber auf jedem Gerät klingt sie anders. Genau deshalb ist das Nakamichi so genial. Das Unternehmen baute in den frühen 80ern sogar Autoradios, mit einem Drehknopf an der Front, um den Tonkopf manuell an die jeweils eingelegte Cassette anzupassen.


[Beitrag von soundrealist am 26. Jun 2017, 15:41 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 26. Jun 2017, 19:51
Nabend !

Was für eine absurde Idee, hier ein Posting für das freakigste, überbewerteste Cassettendeck aller Zeiten zu machen.

Völlig am Sinn und Zwecke von gelegentlichen Aufnahmen und Wiedergaben vorbei. Außerdem ist nicht bekannt, mit welchen Rauschunterdrückungsverfahren J. die Cassetten bespielt hatte. Da helfen keine Azimuth-Spielerchen und auch viele andere Ausstattungsmerkmale nichts.

Ich würde " für gelegentlich " kein Cass.deck mit allzuviel altersempfindlicher Elektronik kaufen und sowieso nur werkstattgeprüfte mit Garantie.

Interessant wären evtl. Doppel-Cass.-Decks, die möglicherweise weniger genutzt wurden.

MfG,
Erik
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 26. Jun 2017, 20:33
Hallo nochmal in die Runde,

ich danke euch für eure Einschätzungen!

Tatsächlich ist es so, dass ich schon ziemlich auf eben diese beiden Modelle festgelegt bin, hat auch was mit "einfach-haben-wollen" zu tun. Sind halt zwei der Decks, die ich mir als Jugendlicher im Schaufenster des örtlichen Radiohändlers angeschaut habe, die aber absolut unbezahlbar schienen...

Hättet ihr denn in Bezug auf diese beiden Decks eine Präferenz?

Danke!

Gruß
J.


[Beitrag von jablonski am 26. Jun 2017, 20:34 bearbeitet]
dieselpilot
Stammgast
#6 erstellt: 26. Jun 2017, 20:45
Das Dragon dürfte zudem auch ein fettes Loch in die Portokasse reißen. Für ab und an mal alte Aufnahmen abspielen und vielleicht mal ein paar neue Aufnahmen machen, wird wohl ein günstigeres zunächst reichen.

Beide finde ich schick, sowohl das Denon wie auch das Onkyo. Ich würde es vom Zustand und Preis abhängig machen, wenn ich vor der Entscheidung stehen würde. Mir persönlich gefällt das Denon besser, aber das ist subjektiv und aus dem Bauch raus.


Edit: Das Denon meinte ich.


[Beitrag von dieselpilot am 26. Jun 2017, 20:47 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#7 erstellt: 26. Jun 2017, 21:16
also, die 25er Serie von Onkyo ist bei mir durch,

bei drei Geräten gab´s Probleme mit dem Balance-Regler, immer die linke Seite,
er ist zwar nur für die Aufnahme erforderlich, aber trotzdem.....

Eventuell dann die 27er Serie, sie ist etwas jünger und man hat vielleicht andere Poti´s eingebaut. Wenn Du kein Monitor brauchst, dann das 2750, ansonsten das 2760, beide sind auch preislich deutlich günstiger als deine Favoriten.

Sollte dein Yamaha-Amp aber in Titan sein, wäre ein Tape ebenfalls von Yamaha in der gleichen Farbe eine gute Wahl, z.B. KX-670,

Hans
gapigen
Inventar
#8 erstellt: 26. Jun 2017, 21:27
Es muss ja nicht das dragon sein. Damals hatte ich von Nakamichi das BX 300e und- ach, ich hätte es gerne wieder. Ein tolles Teil...
Marsilio
Inventar
#9 erstellt: 26. Jun 2017, 21:39
Bei Nakamichi - zumindest bei den besseren Teilen - zahlt man heute halt auch den Namen...

Meine Präferenz wäre das Denon DRM800: Gute Verfügbarkeit, günstig, solide, optisch nett...

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 26. Jun 2017, 21:39 bearbeitet]
Christoph71
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Jun 2017, 21:45
Das DRM800 schnitt seinerzeit hervorragend in den Testberichten ab, da kam Onkyo nicht ran.

Von der Haptik her ist es so lala, für meinen Geschmack etwas viel Plastik, aber das ist wie gesagt, Geschmackssache. Das DRM800A hat meiner Erinnerung nach gegenüber dem DRM800 den Vorteil, daß die Zählwerksposition nach dem Ausschalten gespeichert bleibt, Beim 800 ohne "A" wird sie dagegen stets gelöscht.

Ciao
Christoph
soundrealist
Inventar
#11 erstellt: 26. Jun 2017, 22:10

dieselpilot (Beitrag #6) schrieb:
Das Dragon dürfte zudem auch ein fettes Loch in die Portokasse reißen.
.


Wir sprechen hier über eine uralte Gerätegattung die im Gegensatz zu alten betagten Plattenspielern, CDP´s oder eines Amps kaum noch einen Nutzwert hat. All zu viel darf ein solches Gerät deshalb natürlich nicht kosten. Ganz unabhängig davon, daß es Zeitgenossen gibt, die das Dragon gnadenlos überteuert anbieten. Zu mehr als zum Abspielen von alten, vorhandenen Cassetten dürfte ein Cassettendeck - so wie im vorliegenden Fall - in der heutigen Zeit ohnehin nicht mehr taugen. Ich kann mir kaum vorstellen, daß tatsächlich noch jemand die Aufnahmefunktion nutzt. Warum also nicht versuchen, ein Dragon für kleines Geld irgendwie zu beschaffen ?
dieselpilot
Stammgast
#12 erstellt: 26. Jun 2017, 22:22
Das wissen wir beide, ändert aber nichts daran, das kein Dragon in dem in Beitrag #3 beschriebenen Zustand für ein paar Euro zu bekommen ist.

Edit: Das günstigste der letzten Tage ging bei ebay für 882,00 Euro, das teuerste für 2.222,00 Euro weg. Ob uns diese Preise nun gefallen oder nicht, irgendwer bezahlt sie.


[Beitrag von dieselpilot am 26. Jun 2017, 22:26 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#13 erstellt: 26. Jun 2017, 23:08
Ach du Schande...... wer zahlt denn solche Horrorpreise ? Vor allem: aus welchem Grund ?
2222,- € = 4444,- DM. Das ist mehr als der Neupreis..... für ein jahrzehntealtes Gerät.
Da stimmt doch was nicht.


[Beitrag von soundrealist am 26. Jun 2017, 23:13 bearbeitet]
müllkramer
Stammgast
#14 erstellt: 27. Jun 2017, 01:02
nee...da "stimmt" alles...die jungs,die sich vor 30 jahren die nasen an den schaufenstern der hifi-buden plattdrückten und mühe hatten,nicht mit dem harten inne hose das glas einzudrücken...diese jungs sind heute um die fuffzich,haben oftmals mehr kohle als gedacht, zudem sind die gören aus dem haus,die scheidung verdaut...und bevor die prostata dem ganzen durch mutation ein ende setzt,wird sich flugs die "jugend" herbeigekauft.

zumindest meint derjenige das.

auf der retrowelle surfen einige anbieter sehr erfolgreich durch das wertschöpfungsmeer. alte uhren,alte porsches...muss man nur haben.verkauft sich von selbst.

es ist jede menge geld im umlauf,welches bei den banken nichts mehr einbringt.also wird konsumiert,als gäbe es kein morgen.wird zeit,dass die zinsen steigen-dann hört der spuk auch wieder auf.

längst vergessene formate kommen zu neuen ehren.so auch die compact cassette.vermutlich morgen der vhs-recorder.hätte meine lieber nicht in die tonne gehauen...am besten noch röhrenfernseher einlagern.kommt sicher auch wieder.

meine denons stehen seit jahren im rack und werden alle halbe jahre mal bewegt.zum abspielen oder gar aufnehmen? da gibt es besseres und bequemeres.


[Beitrag von müllkramer am 27. Jun 2017, 01:05 bearbeitet]
gapigen
Inventar
#15 erstellt: 27. Jun 2017, 07:47
....und ich habe vor kurzem ca. 100 Audiokassetten entsorgt. Vermutlich ein Fehler. Ich hebe jetzt alles auf, kommt alles wieder. .
Schwergewicht
Inventar
#16 erstellt: 27. Jun 2017, 12:35

jablonski (Beitrag #5) schrieb:

Hättet ihr denn in Bezug auf diese beiden Decks eine Präferenz?
.


Ja, nach eigenen Erfahrungen sollte das Denon DRM 800 der "bessere Kauf" sein.

Der Klang ist hervorragend und das Gerät ist normalerweise robust und zuverlässig.

Allerdings sollte man das 800 A bevorzugen, denn das 800 ohne A verliert nicht nur, wie hier bereits geschrieben, die Zählwerksposition, sondern leider auch nach jedem Ausschalten die Dolby-Einstellung. Das ist (sehr) lästig, denn das in diesem Gerät hervorragend "ausgelegte" Dolby C empfiehlt sich unbedingt für eventuelle neue Aufnahmen.

Hier mal ein "interessantes" Angebot. Ich vermute mal, dass da vielleicht auch ein Preis von vielleicht sogar 50,00 - 60,00 € möglich ist, denn das Angebot "schmort" bereits 4 Wochen im Netz.

https://www.ebay-kle...n/660357891-172-1287
soundrealist
Inventar
#17 erstellt: 27. Jun 2017, 18:44

Schwergewicht (Beitrag #16) schrieb:

jablonski (Beitrag #5) schrieb:

Hättet ihr denn in Bezug auf diese beiden Decks eine Präferenz?
.


Ja, nach eigenen Erfahrungen sollte das Denon DRM 800 der "bessere Kauf" sein.

Der Klang ist hervorragend und das Gerät ist normalerweise robust und zuverlässig.

https://www.ebay-kle...n/660357891-172-1287


So wie ich das verstanden habe, geht es um das reine Abspielen der vorhandenen Cassetten. Da ist die Ton-Qualität in erster Linie von den Azimuth-Abweichungen abhängig. Ich würde - da das Nakamichi aufgrund des Preises offensichtlich ausscheidet - folgende Vorgehensweise empfehlen:


1. Soweit am Verstärker kein Kopfhöreranschluß dran ist, ein Gerät mit KHV wählen. Auf jeden Fall auf Autoreverse verzichten (= die Tonkopf-Lager sind da so gut wie immer ausgeschlagen, eine geeignete Justage somit nicht mehr möglich)

2. reinen Alkohol aus der Apotheke besorgen
3. Verkleidung der Cassettenklappe nach oben hin abziehen
4. Ton und Löschköpfe mit alkoholgetränkten Wattestäbchen reinigen

5. Andruckrollen und Capstanwellen reinigen, funktioniert wie folgt:
- Wattestäbchen in Alkohol tränken
- Gerät einschalten
- Cassettenfühler am oberen Rand über dem Fach mit dem Finger gedrückt halten, gleichzeitig die Abspieltaste drücken. Andruckrollen und Capstanwellen beginnen sich zu drehen. Mit der anderen Hand das Wattestäbchen an die Rolle hinter die Welle halten (nicht davor, sonst wird die Watte eingewickelt). Fühler loslassen, der Tonkopfschlitten fährt nach unten. Nun mit den Wattestäbchen die Capstanwellen reinigen
Vorgang so lange wiederholen, bis keine Schmutzpartikel mehr aufgenommen werden

6. Tonkopf entmagnetisieren: Entmagnetisierungskassette besorgen, Funktion testen (Kontakt unten drücken und darauf achten, ob die Kontroll-Lampe leuchtet, notfalls Knopfzelle wechseln). Verstärker unbedingt ausschalten, Entmagnetisierungscassette einlegen und Vorgang per Play-Taste starten

7. Tonkopf-Justage:
- Cassettenfachverkleidung entfernen gemäß Punkt 3
- Cassette einlegen und abspielen
- Kopfhörer anschließen und aufsetzen
- links und rechts vom Abspieltonkopf befinden sich kleine Stellschräubchen mit Federn. Mit einem kleinem Schraubenzieher während des Abspielvorgangs vorsichtig justieren, bis beide Cassettenseiten gleich gut klingen. Normalerweise erfolgt dieser Vorgang messtechnisch in der Werkstatt, allerdings genormt. Im vorliegenden Fall ist das aber nicht die Referenz, sondern die vorhandenen alten Cassetten. Das Ziel ist es, nach Gehör die Position des ehemaligen Aufnahmekopfes zu erreichen.

Saubere Köpfe, Wellen und eine passende Justage sind für den Klang viel wichtiger als das Abspielgerät selbst. Allerdings ist eine gute Mechanik der Garant dafür, daß die Justage auch langfristig so bleibt, wie eingestellt. Außerdem sollte man beim Kauf auf Geräte verzichten, bei denen der Kopf schon eingeschliffen ist und/oder dieser keine ausreichende Härte aufweist. Begriffe wie "Hard Permaloy" o.ä. sind Anhaltspunkte dafür, daß hier kein billiger Schrott verbaut ist. Eine Aussage bzgl. dessen aktuellen und künftigen Zustandes ist das aber natürlich keinesfalls, hier sollte man auf jeden Fall sehr genau hinsehen. Denn damit steht und fällt die Zufriedenheit nach dem Kauf.

dieselpilot
Stammgast
#18 erstellt: 27. Jun 2017, 20:28

soundrealist (Beitrag #13) schrieb:
2222,- € = 4444,- DM. Das ist mehr als der Neupreis..... für ein jahrzehntealtes Gerät. Da stimmt doch was nicht.


Na ja, nicht ganz. 4.345,85 DM wären das (nicht inflationsbereinigt). (Klugscheissmodus aus)
Aber ich denke auch, da stimmt alles. Pflichte "müllkramer" da voll bei. Mir geht es mitunter nicht anders und ich gebe heute Summen für Sachen aus, da hätte ich vor 20 Jahren selbst nur mit dem Kopf geschüttelt. Aber es ist halt so, dass das letzte Hemd keine Taschen hat und ich mir aus gutem Grund gerne ab und an was gönne.

Edit:
Zum Denon/Onkyo habe ich ja schon meine Meinung geschrieben. Wenn ich das hier so sehe, steht es aktuell "Advantage Denon".


[Beitrag von dieselpilot am 27. Jun 2017, 20:31 bearbeitet]
gapigen
Inventar
#19 erstellt: 27. Jun 2017, 21:20
Warum sollte man mit einem Tape heutzutage nicht aufnehmen wollen?

Wenn man es sich zum Spaß haben kauft, dann will man es sicher auch hören. Warum also sollte man seinen Kassettenbestand nicht durch eigene Aufnahmen anreichern. Das wäre doch nur folgerichtig-oder?
dieselpilot
Stammgast
#20 erstellt: 27. Jun 2017, 21:26
Das kann sich auch noch entwickeln mit dem "Aufnehmen wollen"!
Ich habe zum Beispiel Jahre gar nichts aufgenommen und mittlerweile nehme ich gerne Konzertmitschnitte auf Tape auf und habe mir mittlerweile eigens dafür wieder einen stattlichen Vorrat Kassetten zugelegt. Die alten Bänder von "damals" will ich ja nicht überspielen!


[Beitrag von dieselpilot am 27. Jun 2017, 21:27 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#21 erstellt: 27. Jun 2017, 22:02
Aber warum ? CD-Recorder bekommt man inzwischen "nachgeschmissen", kein Autoradio hat heute noch ein Cassettenfach und die Qualität vom Magnetbändern leidet mit jedem Jahr, wo sie herumliegen. Ist das der reine Spaß an der Sache ?
gapigen
Inventar
#22 erstellt: 27. Jun 2017, 22:08
Ich denke, es ist der reine Spaß. Hin und wieder schmeiße ich eine Schellackplatte auf das Grammophon und ab geht es Dann sollte das doch auch bei einem Tape gelten...
dieselpilot
Stammgast
#23 erstellt: 27. Jun 2017, 22:12
Na klar, wegen des Komforts mache ich das bestimmt nicht.
Einfach aus Spaß an der Freud. Allerdings nehme ich nicht wirklich oft auf. Letztes Jahr waren es vielleicht 10-15 Kassetten. Da muss ich dann wirklich extrem viel Zeit und Lust haben.
Lass_mal_hören
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 27. Jun 2017, 22:12

müllkramer (Beitrag #14) schrieb:
nee...da "stimmt" alles...die jungs,die sich vor 30 jahren die nasen an den schaufenstern der hifi-buden plattdrückten und mühe hatten,nicht mit dem harten inne hose das glas einzudrücken...diese jungs sind heute um die fuffzich,haben oftmals mehr kohle als gedacht, zudem sind die gören aus dem haus,die scheidung verdaut...und bevor die prostata dem ganzen durch mutation ein ende setzt,wird sich flugs die "jugend" herbeigekauft.


Sehr schöne Schreibe, danke.
dieselpilot
Stammgast
#25 erstellt: 27. Jun 2017, 22:22
Anders macht es auch keinen Sinn!
Wenn man mit allem wartet, bis man Rentner ist, wird es für einige zu spät sein. Wie viele Siebzigjährige gibt es denn, die sich z. B. noch ihren Jugendtraum vom Porsche erfüllen oder ständig auf Reisen gehen? Ich weiß aus eigenem Umfeld, dass die Gesundheit (die eigene oder die des Partners) hier schnell Grenzen setzen kann.

Also denke ich an später und sorge vor, aber ballere auch gerne mal was für unvernünftige Sachen raus.


@TE: Das irgendwo hier verlinkte Denon für 75 Euro sieht gut aus. Kaufen und wenn es nicht gefällt, gleich wieder verkaufen.
Da machst du keinen (großen) Verlust.


[Beitrag von dieselpilot am 27. Jun 2017, 22:25 bearbeitet]
8bitRisc
Stammgast
#26 erstellt: 27. Jun 2017, 22:32
Jaja, wenn ich an das Nakamichi Dragon denke, werden Erinnerungen an unerfüllte Träume der Jugend wach.
Damals (ca. 1985) stand das Tapedeck im Schaufenster eines Oldenburger HIFI Händlers. Der Preis: unglaubliche 4000DM
Ich habe mir die Nase am Schaufenster plattgedrückt und konnte das irgendwie nicht glauben.
Von Träumen erfüllt fuhr ich wieder nach Hause und hörte weiter Musik mit meinem Nordmende Mono-Cassettenrecorder (Eine richtige Anlage war zu der Zeit erst in Planung).

Ich habe hier diverse Tapedecks u.a. auch von Denon (DR-M44HX).
Leider bestehen Bodenplatte und Rückwand aus Kunststoff. Beim DRM-800(A) sind zusätzlich auch noch die Seitenteile aus diesem Material.
Wenn die Haptik also keine allzu große Rolle spielt kann man zum Denon greifen.
Meiner Erfahrung ist, dass die Denon-Laufwerke sehr zuverlässig sind.
Onkyo hatte oftmals Laufwerke vom japanischen Spezialisten Sankyo verbaut. Diese leiden oftmals unter Ausfall der Wickel- oder Servomotren.
Beim Gebrauchtkauf sollte man auf den Zustand der Tonköpfe und insbesondere der Andruckrollen achten. Die Antriebsriemen müssen oftmals erneuert werden.
gapigen
Inventar
#27 erstellt: 27. Jun 2017, 22:32

Also denke ich an später und sorge vor, aber ballere auch gerne mal was für unvernünftige Sachen raus.


ist zwar off topic, Völlig richtige Lebenseinstellung, dem ist nichts hinzuzufügen.
soundrealist
Inventar
#28 erstellt: 27. Jun 2017, 22:39
Es sei Euch von Herzen gegönnt. Was im Endeffekt zählt, ist der Spaß an der Sache, da heiligt der Zweck jedes Mittel. Definitiv
dieselpilot
Stammgast
#29 erstellt: 27. Jun 2017, 22:43

8bitRisc (Beitrag #26) schrieb:
Leider bestehen Bodenplatte und Rückwand aus Kunststoff. Beim DRM-800(A) sind zusätzlich auch noch die Seitenteile aus diesem Material.

Oha, stimmt. Siehe hier:
https://www.google.d...mgrc=bgf9QvfITi8roM:

(Bild hier aus dem Forum entliehen. Ich hoffe, Bernd verzeiht es mir. )
Das hätte ich nicht vermutet. Aber andererseits, wenn es sonst ordentlich spielt...


[Beitrag von dieselpilot am 27. Jun 2017, 22:46 bearbeitet]
8bitRisc
Stammgast
#30 erstellt: 27. Jun 2017, 23:00
Leider sehen die Denon Tapes von aussen nicht allzu wertig aus. Da habe ich vor einigen Jahren gestaunt, dass auch mein gebraucht gekauftes DR-M44-HX davon betroffen ist. Das war Denons Spitzendeck in den 80ern und kostete damals immerhin 1500DM beim Händler.
Andere Denon Komponenten aus der Zeit waren aber immer grundsolide gebaut.
Ich kann mich daran erinnern, dass Denon die Komponenten in unterschiedlichen Ländern gefertigt hat; also Tapedecks aus Land A und Verstärker aus Land B usw. Wahrscheinlich hatte man unterschiedliche Qualitätsstandards oder Fertigungsprozesse in den einzelnen Ländern.
In damals noch aussagekräftigen und glaubwürdigen Testberichten der Fachzeitschriften bekamen Denon Tapes immer gute Noten.
Dr.Death
Stammgast
#31 erstellt: 27. Jun 2017, 23:15

soundrealist (Beitrag #3) schrieb:
Mein Tip: Versuch doch mal irgendwie an ein gut erhaltenes Nakamichi Dragon ran zu kommen (....) Genau deshalb ist das Nakamichi so genial. .



OK...


soundrealist schrieb:
Wir sprechen hier über eine uralte Gerätegattung die im Gegensatz zu alten betagten Plattenspielern, CDP´s oder eines Amps kaum noch einen Nutzwert hat


Ja was denn nun, geniales Gerät oder überteuerter Schrott, der keinen Nutzwert mehr hat....


soundrealist schrieb:
So wie ich das verstanden habe, geht es um das reine Abspielen der vorhandenen Cassetten. Da ist die Ton-Qualität in erster Linie von den Azimuth-Abweichungen abhängig. Ich würde - da das Nakamichi aufgrund des Preises offensichtlich ausscheidet - folgende Vorgehensweise empfehlen:
(....)




Der TE sucht ein Tapedeck, eigentlich die Entscheidung zwischen Denon oder Onkyo - Du kommst mit Nakamichi um die Ecke, weil "genial".
Fanden andere nicht so genial, hast Du die ganze Tapedeck-Nummer als uralt mit nahe null Nutzwerk deklariert.
Der TE sucht immer noch eine Entscheidungshilfe, Onkyo oder Denon - Du kommst mit einer Reinigungsanleitung um die Ecke.

Wird noch besser:


soundrealist schrieb:
Aber warum ? CD-Recorder bekommt man inzwischen "nachgeschmissen", kein Autoradio hat heute noch ein Cassettenfach und die Qualität vom Magnetbändern leidet mit jedem Jahr, wo sie herumliegen.




CD-Recorder....


soundrealist schrieb:
Was im Endeffekt zählt, ist der Spaß an der Sache, da heiligt der Zweck jedes Mittel.


Hä?

Nochmal zusammen gefasst:

TE sucht Entscheidungshilfe zwischen Denon oder Onkyo Tapedeck.
Du "empfiehlst" Nakamichi Dragon, weil "genial".
Dann Rolle rückwärts, weil eigentlich Tapedecks zu kaum was Nutze sind und das Dragon zu teuer.
Dann kommst Du mit einer Reinigungsanleitung um die Ecke.
Dann fragst Du Dich, warum nicht CD-Rekorder.
Final "gönnst" Du anderen, die hier offensichtlich TATSÄCHLICH wissen, um was es hier geht, ihren Spaß.

Wenn ich eigentlich nichts von der Thematik weiß, dem TE somit auch nicht helfen kann, dann ist es eher der Sache dienlich, einfach mal still mitzulesen...

Achja, zur Sache :
Ich würde das TA-2570 nehmen, hatten mein Bruder und ich in den 90ern quasi im täglichen Dauerbetrieb- sehr wertig, sehr gut im Klang mit fast jeder Kassette und das Display fand ich als Teen einfach nur geil...

DD
Marsilio
Inventar
#32 erstellt: 27. Jun 2017, 23:39
Aufnehmen macht doch riesig Spass. Ich habe hier ein Revox B215 - das Echtzeitspielchen Eingangssignal/Aufnahme ist echt klasse auf dem Teil.
Pro Jahr bespiele ich wieder ca. 30 Kassetten, hauptsächlich Mixtapes von meinen Schallplatten. Weil's super klingt und noch komplett ANALOG ist.

Mein Alltag spielt sich primär in digitalen Welten ab; in der Freizeit ist das quasi mein analoger Gegenpol.

LG
Manuel
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#33 erstellt: 28. Jun 2017, 06:46
Guten Morgen zusammen,

ich danke euch herzlich für die ganzen Tipps!

Ich habe zwar schön häufiger gelesen, dass die Nakamichi Tapes ganz hervorragend sein sollen, ebenso liest man sehr viel Gutes über die Akais (GX75/95). Diese Tapes sind aber doch eher uninteressant für mich, da sie mir in gutem Zustand schlicht zu teuer sind für gelegntliches Abspielen/Aufnehmen.

Ich bilde mir ein - unterm Strich - bei den bisherigen Beiträgen eine leichte Tendenz zugunsten des Denon herauszulesen. Wie sieht es denn bei der Aufnahme aus? Hat der Einmesscomputer in Kombination mit den Kalibrierungsreglern des Onkyo hier echte Vorteile oder sind dies eher vernachlässigbar?

Nochmals vielen Dank im Voraus!

Gruß
J.


[Beitrag von jablonski am 28. Jun 2017, 06:47 bearbeitet]
Schwergewicht
Inventar
#34 erstellt: 28. Jun 2017, 12:49

Hat der Einmesscomputer in Kombination mit den Kalibrierungsreglern des Onkyo hier echte Vorteile oder sind dies eher vernachlässigbar?


Vernachlässigbar.

Ich habe übrigens mein DRM 800 (ohne A) 1989 neu gekauft und es ist immer noch in meinem Besitz. Da ich sicherlich in meinem Hifi-Sammlerleben um die 100 Tapedecks aller Klassen in meinem "Keller" hatte, kann ich auch die klanglichen Eigenschaften untereinander/im Vergleich "sehr gut" beurteilen/einordnen. Es waren z.B. auch einige Nakamichi-Dickschiffe dabei.

Das 800er Denon spielt klanglich so etwas von marginal unterhalb der ehemaligen DM 3.000,00 - DM 4.000,00 Klasse, wovon längere Zeit speziell ein Nakamichi ZX 9 meinen "Keller" zierte.

Rein klanglich war beispielsweise das ZX 9 Tapedeck dem 800er Denon so etwas von nur marginal überlegen, dass dies auf einer nicht ganz so hochwertigen Anlage schlichtweg überhaupt nicht zu unterscheiden war.

Solche Aussagen kann man natürlich rein klanglich nur halbwegs aussagekräftig einordnen, wenn man an solche "Vergleichsgeschichten" zumindest subjektiv-objektiv herangeht und nicht beispielsweise schon bei Nennung des Namens "Nakamichi Dragon" vor Ehrfurcht erstarrt. Dies mit der Voreingenommenheit gilt bei anderen Hifi-Komponenten auch für Hersteller wie z.B. Mc Intosh, Accuphase, Mark Levinson usw..

Beurteilt man also vollkommen unvoreingenommen nur die Klangeigenschaften, so ist ein Tapedeck aus grob der ehemaligen DRM 800 Neupreisklasse, unabhängig vom Hersteller, der heute "optimale Kauf", wenn man einen Gebrauchtkaufpreis von etwa 50,00 - 100,00 € zugrunde legt.

Geräte wie ein Dragon, oder auch mein ehemaliges ZX 9, wofür man voll funktionsfähig bei Ebay auch schon sicherlich grob etwa 1.000,00 € auf den Tisch legen muss machen da unter Kosten-Nutzen-Aspekten selbst im Ansatz keinen Sinn. Lediglich steigert es bei einigen Leuten ihr "Selbstwertgefühl".

Gut, wenn man sich allerdings als Kind am Schaufenster die Nase für eine preislich "unerreichbare" Gerätschaft plattgedrückt hat und man sich später seinen Jugendtraum erfüllen will, warum nicht.

Auf der anderen Seite sollte man sich kein ehemaliges "Einstiegstapedecks", eventuell sogar noch nur mit einem Kombikopf ausgestattet, zulegen, auch wenn man die schon für vielleicht 5,00 - 20,00 € bekommt. Der "Klangunterschied" zwischen so einem "Einstiegsgerät" und einem beispielsweise DRM 800 ist bei relativ kleinem "Gebrauchtpreis-Unterschied" erheblich größer, als zwischen einem DRM 800 und irgendeinem X-tausend Euro Tapedeck.

Will man übrigens das absolute Klanglevel der heute so hoch gehandelten Tapedecks komplett erreichen bzw. ein Tapedeck kaufen, was beispielsweise dem Dragon klanglich sogar noch überlegen ist, dann sollte man sich nach dem Kenwood KX-9050 S umsehen. Sicherlich rein klanglich das Ende der Kassettentechnik-Fahnenstange und bereits je nach Ebay-Laune schon für 100,00 - 150,00 € zu bekommen.


[Beitrag von Schwergewicht am 28. Jun 2017, 17:27 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#35 erstellt: 28. Jun 2017, 15:43

Schwergewicht (Beitrag #16) schrieb:

jablonski (Beitrag #5) schrieb:

Hättet ihr denn in Bezug auf diese beiden Decks eine Präferenz?
.


Ja, nach eigenen Erfahrungen sollte das Denon DRM 800 der "bessere Kauf" sein.

Der Klang ist hervorragend und das Gerät ist normalerweise robust und zuverlässig.

[/url]


Bei Doppel-Capstan ist es extrem wichtig, daß beide Wellen exakt gleich schnell laufen. Wenn eine der beiden auch nur minimal "hinterherhinkt", gibt es sofort Bandsalat.
Gerade bei gebrauchten Geräten sollte das auf jeden Fall vorher in einer Werkstatt geprüft werden. Eine solche "Altersschwäche" rächt sich bitter.
soundrealist
Inventar
#36 erstellt: 28. Jun 2017, 15:50

Dr.Death (Beitrag #31) schrieb:



[
Nochmal zusammen gefasst:

TE sucht Entscheidungshilfe zwischen Denon oder Onkyo Tapedeck.
Du "empfiehlst" Nakamichi Dragon, weil "genial".
Dann Rolle rückwärts, weil eigentlich Tapedecks zu kaum was Nutze sind und das Dragon zu teuer.
Dann kommst Du mit einer Reinigungsanleitung um die Ecke.
Dann fragst Du Dich, warum nicht CD-Rekorder.
Final "gönnst" Du anderen, die hier offensichtlich TATSÄCHLICH wissen, um was es hier geht, ihren Spaß.

Wenn ich eigentlich nichts von der Thematik weiß, dem TE somit auch nicht helfen kann, dann ist es eher der Sache dienlich, einfach mal still mitzulesen...

DD


Dafür dann aber eine kilometerlange Inquisition ?
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 28. Jun 2017, 17:22

Will man übrigens das absolute Klanglevel der heute so hoch gehandelten Tapedecks komplett erreichen bzw. ein Tapedeck kaufen, was beispielsweise dem Dragon klanglich sogar noch überlegen ist, dann sollte man sich nach dem Kenwood KX-9010 S umsehen. Sicherlich rein klanglich das Ende der Kassettentechnik-Fahnenstange und bereits je nach Ebay-Laune schon für 100,00 - 150,00 € zu bekommen.



Was macht denn das 9010 so gut? Nur mal so aus Interesse

Gruß
J.
Schwergewicht
Inventar
#38 erstellt: 28. Jun 2017, 17:51
KX 9050 S (bereits abgeändert).

Nun, dieses Tapedeck repräsentiert das klanglich Machbare bei "Consumer-Tapedecks". In der haptischen Wahrnehmung kann so ein Tapedeck für ehemals DM 1.300,00 natürlich nicht mit den ehemals extrempreisigen Tapedecks mithalten, keine Frage. Aber die Haptik beeinflusst ja nicht den Klang.

Allerdings hat das KX 9050 S klanglich damit kein Alleinstellungsmerkmal, sondern teilt sich diesen klanglichen absoluten Spitzenplatz in dieser Technologie mit einigen anderen Tapedecks von Herstellern wie Revox, Nakamichi und vielleicht noch etwa 5 anderen Herstellern mit ihren besten je gebauten Tapedecks.

Ich habe das 9050 S nur deswegen als Empfehlung alleine genannt, weil es auf dem Gebrauchtmarkt eigentlich das mit Abstand billigste Tapedeck aus diesem erlauchten "Klangkreis" ist.

Aber switche jetzt nicht um, Dein 800 A wäre klanglich nur unwesentlich schlechter und dafür in der Relation viel preiswerter.


[Beitrag von Schwergewicht am 28. Jun 2017, 17:55 bearbeitet]
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#39 erstellt: 28. Jun 2017, 18:09
OK - ich habe gerade nur zufällig gesehen, dass es bei mir in der Nähe ein gut gewartetes und dabei recht günstiges KX9010 gibt. Wäre dieses jetzt ernsthaft besser oder zumindest gleich gut, hätte es durchaus auch in die engere Auswahl kommen können

Gruß
J.
Schwergewicht
Inventar
#40 erstellt: 28. Jun 2017, 18:21
Was heißt "günstig"?

Das KX 9010 sollte zumindest die Klangqualitäten des Denon haben. Zumindest lag es im Neupreis 50% über dem 800er Denon.
.
Selbst hatte ich das 9010 im Gegensatz zum 9050 S aber nie. Im Test der "Fachzeitschriften" war es klanglich minimal besser als das 800er. Bis zu etwa 70,00 € würde ich das 9010 gegenüber dem Denon auf jeden Fall nehmen.
Lass_mal_hören
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 28. Jun 2017, 19:13

gapigen (Beitrag #27) schrieb:

Also denke ich an später und sorge vor, aber ballere auch gerne mal was für unvernünftige Sachen raus.


ist zwar off topic, Völlig richtige Lebenseinstellung, dem ist nichts hinzuzufügen. :prost


Eben. Aber das hatte meine EXfrau nicht verstanden. Jetzt ist sie wech... (schon länger), und ich habe einiges an HiFi-Geraffel, ein paar günstige Oldtimer und freue mich seitdem über meine Unvernunft.
dieselpilot
Stammgast
#42 erstellt: 28. Jun 2017, 19:51
Eigentlich hast du ja die freie Auswahl und kannst auf dem Gebrauchtmarkt in Ruhe ausschau halten. Die Optik wird sicher auch eine Rolle spielen. Mir gefällt zum Beispiel das Kenwood KX-9010 von der Optik her besser als das 9050s. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Aus eigener Erfahrung kann ich beisteuern, dass ich mich eigentlich nur ein einziges Mal im Nachhinein geärgert habe, ein Tapedeck verkauft zu haben und das war beim Philips FC870. Überlege auch, ob du alle Komfortfunktionen eines Decks wirklich brauchen wirst. Ich hatte mal ein Akai GX-52, eigentlich ein recht einfaches und schlichtes Deck mit Direktantrieb, wie es mir heute mehr zusagt. Aber das motorisierte Kassettenfach machte irgendwann Probleme und der Spaß war dann nicht mehr so groß. Also weg damit, nachdem ich das Problem zwar weitestgehend beheben könnte, aber dennoch nicht mehr so zufrieden damit war.

Heute nutze ich drei einfache Zweikopf-Decks von Nakamichi (Oh Gott, schon wieder dieser Name! ), nämlich das CR-2E und bin in allen Belangen sehr zufrieden. Aber bitte nicht als Empfehlung auffassen - im Sinne von "andere Mütter haben auch schöne Töchter" kann ich nur sagen, dass es eine Menge Tapedecks gibt, die sehr empfehlenswert und auch bezahlbar sind.
tinnitusede
Inventar
#43 erstellt: 28. Jun 2017, 20:53
Hi,

auch dieses Denon kannst Du dir mal anschauen,

https://www.ebay-kle.../668900300-172-16735

Hans
soundrealist
Inventar
#44 erstellt: 29. Jun 2017, 13:10

dieselpilot (Beitrag #42) schrieb:

Heute nutze ich drei einfache Zweikopf-Decks von Nakamichi (Oh Gott, schon wieder dieser Name! ), nämlich das CR-2E und bin in allen Belangen sehr zufrieden. Aber bitte nicht als Empfehlung auffassen - im Sinne von "andere Mütter haben auch schöne Töchter" kann ich nur sagen, dass es eine Menge Tapedecks gibt, die sehr empfehlenswert und auch bezahlbar sind.
:prost




Genau so siehts aus. Durch zusätzliche Empfehlungen werden die "Favoriten" ja nicht wegdiskutiert.

Auch das Luxman K230 wäre ein solcher Kandidat. Ebenfalls ein Zweikopf-Gerät (sogar noch mit mechanischem Zählwerk), aber mit robuster Alpine-Technik und einem kleinen Loch vorne in der Klappe, um den Kopf justieren zu können, ohne die Blende abnehmen zu müssen. Als K260 gibt es das Gerät auch als 3-Kopfversion und digitalem Zählwerk.
gapigen
Inventar
#45 erstellt: 29. Jun 2017, 14:21

Heute nutze ich drei einfache Zweikopf-Decks von Nakamichi

Drei??? Respekt
Wuhduh
Inventar
#46 erstellt: 29. Jun 2017, 19:19
Locker bleiben ! Sagt gar nix aus !

Mann kann auch zwei der Geräte als Ersatzteilspender " nutzen " . Ist bei den Fräsen seit Jahrzehnten üblich.

,
Erik
soundrealist
Inventar
#47 erstellt: 29. Jun 2017, 19:39
Oder mit verschiedenen Tonkopf-Justagen
dieselpilot
Stammgast
#48 erstellt: 29. Jun 2017, 20:05

gapigen (Beitrag #45) schrieb:

Heute nutze ich drei einfache Zweikopf-Decks von Nakamichi

Drei??? Respekt :hail


Ich nutze drei, weil ich damit ein Dreikopfdeck habe! EDIT: SECHSKOPF wollte ich schreiben!


Nee, Erik hat schon recht. Eines im Wohnzimmer, ein weiteres im Musikzimmer und eins eingepackt auf dem Dachboden (als Ersatzteilspender). Im Esszimmer ist noch eine Kompaktanlage mit Tape.


[Beitrag von dieselpilot am 29. Jun 2017, 20:08 bearbeitet]
hf500
Moderator
#49 erstellt: 29. Jun 2017, 21:40

soundrealist (Beitrag #17) schrieb:

So wie ich das verstanden habe, geht es um das reine Abspielen der vorhandenen Cassetten. Da ist die Ton-Qualität in erster Linie von den Azimuth-Abweichungen abhängig. Ich würde - da das Nakamichi aufgrund des Preises offensichtlich ausscheidet - folgende Vorgehensweise empfehlen:


1. Soweit am Verstärker kein Kopfhöreranschluß dran ist, ein Gerät mit KHV wählen. Auf jeden Fall auf Autoreverse verzichten (= die Tonkopf-Lager sind da so gut wie immer ausgeschlagen, eine geeignete Justage somit nicht mehr möglich)

2. reinen Alkohol aus der Apotheke besorgen
3. Verkleidung der Cassettenklappe nach oben hin abziehen
4. Ton und Löschköpfe mit alkoholgetränkten Wattestäbchen reinigen

5. Andruckrollen und Capstanwellen reinigen, funktioniert wie folgt:
- Wattestäbchen in Alkohol tränken
- Gerät einschalten
- Cassettenfühler am oberen Rand über dem Fach mit dem Finger gedrückt halten, gleichzeitig die Abspieltaste drücken. Andruckrollen und Capstanwellen beginnen sich zu drehen. Mit der anderen Hand das Wattestäbchen an die Rolle hinter die Welle halten (nicht davor, sonst wird die Watte eingewickelt). Fühler loslassen, der Tonkopfschlitten fährt nach unten. Nun mit den Wattestäbchen die Capstanwellen reinigen
Vorgang so lange wiederholen, bis keine Schmutzpartikel mehr aufgenommen werden

6. Tonkopf entmagnetisieren: Entmagnetisierungskassette besorgen, Funktion testen (Kontakt unten drücken und darauf achten, ob die Kontroll-Lampe leuchtet, notfalls Knopfzelle wechseln). Verstärker unbedingt ausschalten, Entmagnetisierungscassette einlegen und Vorgang per Play-Taste starten

7. Tonkopf-Justage:
- Cassettenfachverkleidung entfernen gemäß Punkt 3
- Cassette einlegen und abspielen
- Kopfhörer anschließen und aufsetzen
- links und rechts vom Abspieltonkopf befinden sich kleine Stellschräubchen mit Federn. Mit einem kleinem Schraubenzieher während des Abspielvorgangs vorsichtig justieren, bis beide Cassettenseiten gleich gut klingen. Normalerweise erfolgt dieser Vorgang messtechnisch in der Werkstatt, allerdings genormt. Im vorliegenden Fall ist das aber nicht die Referenz, sondern die vorhandenen alten Cassetten. Das Ziel ist es, nach Gehör die Position des ehemaligen Aufnahmekopfes zu erreichen.

Saubere Köpfe, Wellen und eine passende Justage sind für den Klang viel wichtiger als das Abspielgerät selbst. Allerdings ist eine gute Mechanik der Garant dafür, daß die Justage auch langfristig so bleibt, wie eingestellt. Außerdem sollte man beim Kauf auf Geräte verzichten, bei denen der Kopf schon eingeschliffen ist und/oder dieser keine ausreichende Härte aufweist. Begriffe wie "Hard Permaloy" o.ä. sind Anhaltspunkte dafür, daß hier kein billiger Schrott verbaut ist. Eine Aussage bzgl. dessen aktuellen und künftigen Zustandes ist das aber natürlich keinesfalls, hier sollte man auf jeden Fall sehr genau hinsehen. Denn damit steht und fällt die Zufriedenheit nach dem Kauf.



Moin,
1. Die Kopfhoereranschluesse sind bei den meisten Decks ziemlich arm (leise), hoffentlich reicht es, dass man ueberhaupt was hoert.
Ein Grundig CN1000 hatte wenigstens noch einen "echten" Kopfhoererverstaerker, der mit 24V gespeist wurde und dementsprechend Ausgangspegel liefern konnte.... Sowas starb ziemlich schnell aus, der KH wurde oft von der Treiberstufe fuer die Anzeigeinstrumente mitbetrieben.
2. Kontakt WL funktioniert besser. Hervorragend fuer Magnetbandgeraete aller Art geeignet.
3.
4.
5.
6. Entmagnetisierkassetten wurden seinerzeit mal getestet (ich meine in der Audio oder Stereo). Fazit: Die meisten waren Magnetisierungskassetten, das Rauschen war nach der Anwendug staerker als vorher, wenn es ueberhaupt eine Wirkung gab. Eine sachgerecht angewendete Entmagnetisierungsddrossel ist da die bessere Wahl.
7. Achtung: Denkfehler. Es wird nicht auf gleichmessige Wiedergabe beider Seiten eingestellt (waere nur bei Drehkopf-Reverse moeglich), sondern auf bestmoegliche Hoehenwiedergabe.

Koepfe: Hardpermalloy ist so ziemlich das Standardmaterial fuer Koepfe. Persoenlich bevorzuge ich da Sendust, oder fuer mich besser, Glas-Ferrit. Die sind wirklich sehr verschleissfest. Typisch fuer Akai, andere Fabrikate hatten sie etwa Anfang der 80er zeitweise.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 29. Jun 2017, 21:41 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#50 erstellt: 29. Jun 2017, 22:03
Sendust...... stimmt, die gabs ja auch noch Lang ist´s her.

Entmagnetisierungscassetten hatte ich damals verwendet, weil sie so schön praktisch waren. Daß es zu den Drosseln einen Unterschied gab/gibt, wusste ich gar nicht. Wieder etwas dazugelernt.

Irgendwie ist dieser Faden hier eine wunderschöne Zeitreise in die gute alte Zeit
jablonski
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 30. Jun 2017, 18:58
Guten Abend in die Runde,

als Themenstarter melde ich mich jetzt auch mal wieder zu Wort. Ich habe etwas - vielleicht - Verrücktes getan: Ich habe in der näheren Umgebung sowohl ein Denon DRM800A, als auch ein Kenwood KX9010 aufgetan. Da sie mir beide sehr gut gefallen, habe ich sie beide gekauft. Unvernunft fühlt sich einfach herrlich an Ob ich beide behalte, weiß ich noch nicht. Ich werde mich den Beiden morgen mal in Ruhe widmen... aufnehmen, hören, genießen...

Auffällig ist, dass das Kenwood sich zumindest um einiges wertiger anfühlt als das Denon. Auch scheint es besser verarbeitet als die Kenwood-Gerätschäften, die ich Mitte der Neunziger mein Eigen nennen durfte und die alle nur wenige Jahre gehalten haben... Ich hatte bei beiden Tapes die Möglichkeit, sie in Ruhe auszuprobieren, beide scheinen einwandfrei zu funktionieren, stammen aus HiFi-affinen Haushalten und wurden scheinbar ordentlich gepflegt und gewartet.

Ich danke euch ganz herzlich für eure rege Anteilnahme an meiner Entscheidungsfindung und natürlich auch für den Tipp mit dem Kenwood KX9050, über das ich ja überhaupt erst auf das 9010 aufmerksam geworden bin. Ein tolles Forum ihr seid!

Gruß
J.


[Beitrag von jablonski am 30. Jun 2017, 19:07 bearbeitet]
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