70er-Jahre Receiver als Tuner?!

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The_FlowerKing
Stammgast
#1 erstellt: 25. Mai 2005, 16:22
hallo hifi-freunde

ich bin seit kurzem begeistert von der optik und haptik diverser geräte aus den goldenen 70ern8)

besonders angetan haben es mir receiver von marantz, sony, pioneer usw mit großer, beleuchteter frequenz-anzeige sowie dicker metallfront, wie mans heutzutage grade mal von geräten a la ML, Accuphase usw her kennt

es liegt mir sehr viel an der optik, weniger des klangs! daher liebäugel ich vorwiegend mit geräten von marantz mit dem berühmten blauen display

ich möchte die tuner-funktion dieser alten boliden separat nutzen und die lautsprecher aber über meine kombi z.b. hören oder meinen modernen marantz-receiver.
frage: wie geht das? haben die alten geräte solche ausgänge??

und worin unterscheiden sich diese alten receiver eigentlich wirklich, wenns auf klang und power nicht ankommt? empfiehlt mir bitte bitte mal einige modelle, die nicht zu teuer sind (bis 100€ max!!), sehr solide gebaut sind, übersichtlich, möglichst blau beleuchtet und einfach edel, kultig aussehen.

einfache beratung bitte - danke

viele grüße,

mirco

ps: wenns bei ibäh einen receiver mit kaputten endstufen gibt, kann ich den dann gebrauchen, wenn die endstufen gar nicht belastet werden??
Genau
Stammgast
#2 erstellt: 25. Mai 2005, 16:55
Hallo
Bei Receivern mit Cinchanschlüssen (haben alle die von dir genannten Marken) ist das kein Problem, da brauchst du einfach nur einen Tape Ausgang mit einem beliebigen Hochpegeleingang deines Verstärkers verbinden. Bei Geräten mit DIN Buchsen ist es schwieriger.

Aber wenn du nur einen Tuner brauchst, dann such doch einfach mal danach, sie sind zwar seltener als die Receiver, stehen ihnen von der Optik allerdings nicht nach.

Ein Receiver mit kaputter Endstufe würde es im Prinzip auch tun, aber bei teilweise defekten Geräten wäre ich bei eBay eher vorsichtig.
wegavision
Inventar
#3 erstellt: 25. Mai 2005, 16:57
Warum dann nicht gleich einen Tuner? Receiver waren ja immer nur ein Kompromiss. Und wenn du eh nur den Empfang haben willst... Sind auch viel günstiger als Receiver!

edit: Wer zu spät kommt, den bestraft der Chat!


[Beitrag von wegavision am 25. Mai 2005, 17:01 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#4 erstellt: 25. Mai 2005, 17:10
Hallo!
@lulabu
Das stimmt so nicht, noch in den 70gern waren die Reciver die Aushängeschilder der großen Firmen, der Vollverstärker war zu der Zeit eine bloße "Auskopplung" d.h. er war im Prinzip der Verstärkerteil des jeweiligen Recivers in der gleichen Leistungsklasse.
MFG Günther
wegavision
Inventar
#5 erstellt: 25. Mai 2005, 17:15
Vielleicht wurden eben weniger Abstriche beim Verstärker gemacht, als beim Empfang.
The_FlowerKing
Stammgast
#6 erstellt: 25. Mai 2005, 18:32
also die meisten alten geräte haben ja diese tape-out-buchsen. würde es damit also funktionieren?

muss man sonst denn auf nichts achten?
wie teuer sind reparaturen im vergleich zu modernen geräten? muss man aufschlag zahlen wegen hohen alters, gibts bei z.b. marantz probleme mit ersatzteilen?
The_FlowerKing
Stammgast
#7 erstellt: 25. Mai 2005, 22:59
da ich von der elektrotechnik kaum etwas verstehe (habe mir mal einige threads hier durchgelesen zum thema marantz 22xx usw), wollt ich mal auf nummer sicher gehen:

ich will es unmöglich machen, mir wegen eines alten receivers einen oder beide lautsprecher zu killen!! (in zusammenhang mit marantz-relais irgendwie irgendwas) kann ich dieses risiko gegen null minimieren, indem ich per tape-out (oder pre-out) das signal an den modernen receiver und die externen monoblöcke leite??

also was genau macht die boxen denn dann kaputt: die endstufen eines 70er jahre-receiver oder sein signal, was nur weitergeleitet wird...
Schwergewicht
Inventar
#8 erstellt: 26. Mai 2005, 06:09
Hallo,
wenn man über tape-out eines alten Marantz-Receivers geht, ist das Risiko absolut null !!!! Allerdings dürfte man wie angegeben für bis zu 100,-- Euro bei Ebay sehr schwer einen schönen 22xx bekommen. Eine diesbezügliche Anregung: die reinen Marantz Tuner 2050 und 2020 verfügen auch über dieses schöne Display und gehen bei Ebay wenn sie mal angeboten werden auch schon für 30,-- bis 50,-- Euro weg.

Gruß
Django8
Inventar
#9 erstellt: 26. Mai 2005, 07:11
Das Risiko, die Lautsprecher zu zerstören ist bei einem alten Gerät im Prinzip nicht höher als bei einem neuen. Ein Gefahr besteht eigentlich nur dann, wenn an einem Gerät dilettantisch herumgepfuscht wurde. Daher sollte man alte Geräte vor der definitiven Inbetriebnahme zuerst auf Gleichspannungen messen und danach mit einem "Testlautsprecher" prüfen. Über Tape-Out kann (wie bereits gesagt wurde) ohnehin nichts passieren.
Ich schliesse mich meinen Vorrednern an: Kauf Dir einen Tuner, keinen Receiver. Die Tuner hatten nämlich das gleiche Design – d.h. die gleiche blaue Skala – wie die entsprechenden Receiver (Sieh z.B. mal hier: ). Es wäre doch echt schade, sich einen teuren Receiver zuzulegen, um dann lediglich dessen Tuner zu verwenden.... Schliesslich sind die Verstärkerteile der Receiver i.d.R. top und klingen verdammt gut (Mach mal eine Hörprobe, dann weisst Du, was ich meine!).


[Beitrag von Django8 am 26. Mai 2005, 07:14 bearbeitet]
The_FlowerKing
Stammgast
#10 erstellt: 26. Mai 2005, 09:10
hallo,

alles klar. werde mir dann denke ich gleich nen tuner besorgen .... allerdings find ich ja die receiver sehr sehr schön, die ich bisher gefunden habe.

meine favoriten sind jetzt ganz klar
- die marantz 22xx (die quadro 42xx find ich ziemlich überladen, dennoch sehr schön!)
- sony str 7055
- nad 140, 160a und 300
- pioneer S 525, SX 690
- grundig r1000 (80er mit 70er stil vermischt)


sind bisher alles receiver... tuner sind wesentlich seltener, wie ichs bisher gemerkt habe. einer dieser oberen kandidaten soll es jedenfalls werden

wenn ihr noch andere gebrauchtquellen für so alte geräte wisst außer ibay, sagt bitte bescheid. danke für eure hilfe
Passat
Moderator
#11 erstellt: 26. Mai 2005, 09:46
Ich kann mich da den Vorrednern nur anschließen: Warum einen Receiver, wenn du davon nur den Tunerteil nutzen willst?
Den Tunerteil des Grundig R-1000 gibts z.B. als T-1000.

Grüsse
Roman
Jeremy
Inventar
#12 erstellt: 26. Mai 2005, 11:11
Rein logisch betrachtet, ist es sicher sinnvoller, sich einen reinen Analog-Tuner aus dieser Zeit zuzulegen, sofern man eben nur am Empfangsteil (und dem 'blue glow') interessiert ist, die blaue Skala haben diese Tuner, wie v. Django8 per Foto dokumentiert, ja auch. Aber wie Django8 ebenfalls angemerkt hat, klingen die Verstärkerteile der 70er Jahre Receiver wirklich sehr gut. Ich betreibe z. B. meine B&W Nautilus 803 u. a. mit einem Marantz 2330B - und das klangl. Ergebnis ist durchaus sehr gut (und so anspruchslos sind diese LS nun auch nicht). Ein (am Besten generalüberholteres) - vielleicht etwas leistungstärkeres Receiver-Modell v. Marantz oder Pioneer böte Dir die Möglichkeit des Vergleichs zu Deiner aktuellen Verstärkerelektronik und das könnte durchaus reizvoll sein (und 'zwischen den Zeilen' Deiner Beträge lese ich ein wenig heraus, daß genau das Dich auch interessiert). Bei den Marantz Modellen käme natürl. auch noch ein 2325 oder eben der 2330B (den 2330 ohne 'B' kriegt man praktisch nicht auf dem Gebrauchtmarkt - ist sehr rar) in Betracht. Bei Pioneer kann man den SX-939 (da wurde gerade einer auf eBay versteigert) und den noch leistungsstärkeren SX-1010 (auch sehr rar) oder die Folgemodelle SX-1050/80 und SX-1250/80 empfehlen. Das sind dann allerdings alles schon regelrechte Monster-Receiver mit reichlich Leistung - u. sehr guten Empfangsteilen! an Bord. Diese Modelle treiben auch schwierigere LS (wenns nicht grad 'ne Infinity Kappa 9 o. ä. ist) souverän an.

Gruß

Bernhard
Django8
Inventar
#13 erstellt: 26. Mai 2005, 14:10
@ Jeremy: Apropos SX-1010: Hast den SX-1010 auf Oaktree Vintage schon gesehen (Hier: http://www.oaktreeent.com/Stereo_Receivers.htm)? Wow ! Okay, mit $ 499.- ist es nicht gerade ein Sonderangebot – dafür gibt's aber auch Top-Exemplar mit Garantie. Klanglich soll der SX-1010 ja angeblich der beste Pioneer Receiver aller Zeiten sein. Zudem ist der SX-1010 auch zweifellos einer der Schönsten (oder gar der Schönste?). $ 499.- snd somit durchaus ein guter Preis (Was sind denn schon $ 499.- für einen ultimativen Klassiker?). Also, wenn ich mir einen Monster-Receiver zulegen möchte und im Ami-Land leben würde, dann....
Man muss sich aber bewusst sein, dass es mit der Anschaffung eines derartigen Receivers noch nicht getan ist: Um so ein Teil richtig nutzen zu können, benötigt man auch entsprechende (d.h. grosse, gute) Lautsprecher. Und die kosten ja auch noch einmal eine ganze Stange Geld. Daher bevorzuge ich die etwas "kleineren" Receiver. Die passen zudem auch eher in ein "normales" HiFi-Rack.
Zweck0r
Moderator
#14 erstellt: 26. Mai 2005, 16:56
Hi,

wenn es ein Grundig Receiver sein soll, dann besser der R2000. Der sieht fast genauso aus, aber der Verstärker rauscht deutlich weniger. Außerdem besitzt er eine Schutzschaltung, die das Lautsprecherrelais abschaltet, wenn Gleichspannung am Ausgang liegt. Und er hat einen Hochpegelausgang, der R1000 nicht.

Der T1000 wird übrigens deshalb selten angeboten, weil er meist nicht viel Geld einbringt. Gute Gelegenheit für ein Schnäppchen Ähnliches dürfte für die billigeren Marantz-Tuner gelten, astronomische Preise erzielen nur die Spitzenmodelle mit Oszilloskop.

Grüße,

Zweck
DB
Inventar
#15 erstellt: 26. Mai 2005, 19:26

astronomische Preise erzielen nur die Spitzenmodelle mit Oszilloskop.


Wobei auch hier der 2110 maßlos überteuert ist, da er m.W. vom Innenleben einem 2100 entspricht, vom Mäusekino mal abgesehen.

MfG

DB
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