alte hifi-plattenspieler (70er) bzw. boxen empfehlenswert?

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schwerbert
Neuling
#1 erstellt: 11. Aug 2004, 16:50
hallo!

normalerweise lese ich mich eine zeitlang in ein forum ein, bevor ich selber beiträge zu schreiben beginne. diesmal mach ich das etwas überstürzt, gerade auf dieses forum gestossen, schon beginne ich zu fragen...
ich hoffe man nimmt mir das nicht übel.

in meiner nähe scheint ein (bisher unentdeckter) kleiner elektroladen die pforten für immer zu schliessen und verkauft eine ganze menge alter geräte (60er, 70er...).
vor allem ein alter plattenspieler (ferguson 3414) hat mirs angetan. holzvertäfelt, sieht nett aus, altes teil. auch ein alter philips-plattenspieler ist dabei. aber: können die teile auch was?
selbiges frag ich mich bei 2 boxenpaaren (b&0 beovox 50, jamo radionette), die es auch dort gibt, wo ich aber kaum abschätzen kann, wie alt die sind.
ich bin ja alles andere als hifi-experte, aber wie ist das mit so alten teilen? kann man sagen das solche teile generell nicht zu empfehlen sind, weil tonqualität damals noch nicht so gut war? oder hängt das einfach nur von marke/modell ab? oder von der nadel?

würde mich freuen könnte man mich bisschen beraten...
magnum
Stammgast
#2 erstellt: 11. Aug 2004, 16:59
Hallo ,



bin leider nur ein armer Irrer der hier durch das Forum geistert , aber Probleme bei so alten Geräten könnte ich mir natürlich bei Reparaturen vorstellen , Ersatzteile , wie z.B. Nadel vom Plattenspieler. Habe hier im Forum auch schon gelesen , das die Sicken von LS. nach einigen Jahren porös werden. Handelt es sich um "Neuware" oder gebraucht. Stelle mir gerade ein Geschäft vor , welches Lagerbestände aus den 60er und 70er Jahren hat. (z.B. die Dönerbude meines vertrauens .........)




MfG.
magnum
schwerbert
Neuling
#3 erstellt: 11. Aug 2004, 17:23
ich war noch nicht im geschäft, hatten (früher) zu. aber in der auslage standen da eben ein paar alte teile, und die machten einen eher unbenutzen eindruck. mh... ladenhüter aus den 70ern?

das mit den ersatzteilen ist sicher ein punkt...
das einzige was ich aber zu "ferguson 3414" über google rausgefunden hab ist, dass es da eine seite gibt, wo man zumindest die nadel nachkaufen kann.
BillBluescreen
Stammgast
#4 erstellt: 11. Aug 2004, 17:51
naja die nadel sollte nich so das problem sein, kannst ja das ganze system notfalls wechseln wenn's dein sein muss! Bei so alten Lautsprechern kann ich mir schon gut vorstellen das die Sicken da perös werden, den Plattenspieler kenn ich so zwar auch nicht, aber was soll er den kosten?
schwerbert
Neuling
#5 erstellt: 11. Aug 2004, 18:20

aber was soll er den kosten?


weiss noch nicht, aber morgen werd ich ichs wissen
(die boxen kosten 50/60 euro das paar, der plattenspieler war nicht angeschrieben)
trashman
Stammgast
#6 erstellt: 11. Aug 2004, 18:58
Mein Tipp: Im Internet recherchieren, ob die Teile nicht vielleicht sogar Sammlerwert besitzen. Falls ja: Sofort ab in den Elektroladen, die Dinger zu einem gescheiten Preis einkaufen und anschließend über eBay verhökern. Von dem eingenommenen Geld anschließend Geräte neueren Datums kaufen.

Ansonsten: Bei Plattenspielern kenn' ich mich nicht aus. Was die Lautsprecher betrifft: Sofern man nicht gerade auf dem nostalgischen Trip ist oder das Design besonders schätzt, kämen solch olle Kisten für mich nicht in Frage. Nach meiner Einschätzung - die Meinungen mögen da auseinander gehen - war/ist der klangliche Fortschritt bei keiner Gerätegattung so eklatant wie bei Lautsprechern. Insofern vermute ich, dass die klangliche Diskrepanz zu Modellen dieser Tage sehr deutlich ausfällt und würde daher vom Kauf zwecks eigener Nutzung abraten.


[Beitrag von trashman am 11. Aug 2004, 18:59 bearbeitet]
schwerbert
Neuling
#7 erstellt: 11. Aug 2004, 19:20

Mein Tipp: Im Internet recherchieren, ob die Teile nicht vielleicht sogar Sammlerwert besitzen.


hab ich versucht, aber keine infos gefunden (über google). gibts vielleicht linktipps, wo ich eventuell mehr rausfinden könnte? andere (englischspr.) foren zum beispiel?



Was die Lautsprecher betrifft: Sofern man nicht gerade auf dem nostalgischen Trip ist oder das Design besonders schätzt, kämen solch olle Kisten für mich nicht in Frage.


ok, vielen dank! so toll sehen sie eh nicht aus. dann lass ich das mit den boxen mal bleiben


[Beitrag von schwerbert am 11. Aug 2004, 19:21 bearbeitet]
trashman
Stammgast
#8 erstellt: 11. Aug 2004, 19:49
@ schwerbert:

hab ich versucht, aber keine infos gefunden (über google). gibts vielleicht linktipps, wo ich eventuell mehr rausfinden könnte? andere (englischspr.) foren zum beispiel?

Da kenne ich leider keine speziellen Anlaufstellen; ich würde vor allem auchma entsprechende (oder ähnliche) eBay-Auktionen im Auge behalten und beobachten, was für Preise da gezahlt werden...


[Beitrag von trashman am 11. Aug 2004, 19:50 bearbeitet]
bergteufel_2
Inventar
#9 erstellt: 11. Aug 2004, 20:06

vor allem ein alter plattenspieler (ferguson 3414) hat mirs angetan.

Selbst als Grufti fällt es mir schwer, die einen Ratschlag über solch alte Geräte zu geben. Ferguson kenn ich nicht, gute Plattenspieler baute damals u.a.Dual, Thorens. Der Philips könnte was sein, leider hat Philips damals auch viel Sch.... gebaut. oder nimm schlechten (im Vergleich zu heute) Klang in Kauf und erfreu dich am "historischen" Klang und der Optik, ein Grammophon kanns auch nicht mit heutigen Anlagen aufnehmen.

40 Jahre alte Lautsprecher halte ich - auch als Liebhaber - für problematisch, es sei denn, die standen orginalverpackt in einer dunklen Ecke, schau dir halt mal mit ner Lupe die Chassis der Lautsprecher an. Oder stell sie dir zur Zierde hin.
bukowsky
Inventar
#10 erstellt: 11. Aug 2004, 20:08

Mein Tipp: Im Internet recherchieren, ob die Teile nicht vielleicht sogar Sammlerwert besitzen. Falls ja: Sofort ab in den Elektroladen, die Dinger zu einem gescheiten Preis einkaufen und anschließend über eBay verhökern. Von dem eingenommenen Geld anschließend Geräte neueren Datums kaufen.


ich mach das "immer" genau andersrum. Neuen Krams billig im Elektromarkt kaufen, bei eBay einem Dummen verscherbeln und anschließend für das Geld gute alte Geräte kaufen
schwerbert
Neuling
#11 erstellt: 11. Aug 2004, 20:53

Oder stell sie dir zur Zierde hin.


harhar. zum draufstellen für blumentopf.
dai
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 11. Aug 2004, 21:10
@bukowski
Deine Vorgehensweise scheint mir qualitativ logischer!
Habs so ähnlich gemacht.
Gruß
dai
Badhabits
Inventar
#13 erstellt: 11. Aug 2004, 21:28
Hallo Schwerbert

Also Ferguson kenn ich nicht und bei den andern von Dir genannten Geräten scheint mir der Überflieger nicht dabei zu sein. Es lohnt sich aber trotzdem mal in dem Geschäft vorbeizugehen.

@trashmen: Einen Klassiker zu kaufen um ihn dann zu verscherbeln und vom Geld ein Neugerät zu kaufen? Dass soll verstehen wer will. Mal angenommen Du findest einen schönen Marantz und verkaufst den über Ebäh für 200-300 Euro. Was bekommst Du den heute Neues für dieses Geld? Plastikschrott!! Wenn Du qualitativ höherwertiges willst, sprechen wir von mehreren tausend Euros die Du heute anlegen musst.

Bukowsky Du machst es richtig - auch wenn Du mir dadurch das eine oder andere Teil wegschnappst

An die Newbees hier und alle "bin doch nicht blöd Markt" Käufer: es gab in den letzten Jahrzehnten keinen Fortschritt was die Klangqualität betrifft. Aber gutes Marketing schafft auch diesen Trugschluss in die Köpfe zu pflanzen. Aber jeder muss da seine Erfahrungen selber machen.

Für einen tollen Klassiker lohnt sich eine Reparatur allemal und Ersatzteile sind meistens auch erhältlich. Defekte Sicken sind noch lang kein Grund eine gute HiFi-Box wegzuschmeissen. Aber macht das nur, dann kann ich für ein Appel und ein Ei HighEnd-Ware einkaufen.

Schau Dich mal hier im Klassikteil um, da findest Du genügend Infos welche Geräte Sammelwert besitzen.

Gruss Badhabits
comeonfc
Stammgast
#14 erstellt: 11. Aug 2004, 21:33
schau mal hier rein und frage mal nach: http://www.analog-forum.de vielleicht kann dir da jemand helfen
trashman
Stammgast
#15 erstellt: 11. Aug 2004, 22:32
Das hier:

An die Newbees hier und alle "bin doch nicht blöd Markt" Käufer: es gab in den letzten Jahrzehnten keinen Fortschritt was die Klangqualität betrifft. Aber gutes Marketing schafft auch diesen Trugschluss in die Köpfe zu pflanzen.

... erkläre ich hiermit zur Realsatire der Woche...


[Beitrag von trashman am 11. Aug 2004, 22:32 bearbeitet]
hammermeister55
Stammgast
#16 erstellt: 11. Aug 2004, 22:46

Das hier:

An die Newbees hier und alle "bin doch nicht blöd Markt" Käufer: es gab in den letzten Jahrzehnten keinen Fortschritt was die Klangqualität betrifft. Aber gutes Marketing schafft auch diesen Trugschluss in die Köpfe zu pflanzen.

... erkläre ich hiermit zur Realsatire der Woche... :D



Vielleicht hat sich an der Technik viel geändert aber am menschlichen Gehör garnichts, von daher sind Boxen oder andere Hi-Fi Geräte, die vor Jahrzehnten gut geklungen haben auch heute noch erste Sahne.
Von daher kann ich Badhabbits nur zustimmen.
trashman
Stammgast
#17 erstellt: 11. Aug 2004, 23:43
@ hammermeister55:

Vielleicht hat sich an der Technik viel geändert aber am menschlichen Gehör garnichts, von daher sind Boxen oder andere Hi-Fi Geräte, die vor Jahrzehnten gut geklungen haben auch heute noch erste Sahne.
Von daher kann ich Badhabbits nur zustimmen.

Aha. Dann ist also die Arbeit von Technikern, Ingenieuren, Tonmeistern und Musikern der jüngeren Vergangenheit völlig für die Katz gewesen. Bemerkenswerte Sichtweise...

Der Kommentar von Badhabits ist de facto mit das dümmste Pauschal-Gesülze, das ich seit langem in einem Forum gelesen habe. Als wenn all diejenigen, die sich für den Fortschritt im HiFi-Bereich interessieren (und das dürfte die Mehrheit der HiFi-Gemeinde sein!), verblödet und/oder taub wären...

Der muffige Sound alter Lautsprecher beispielsweise kommt mir nicht mehr ins Haus. Was hat ein Kumpel von mir bis vor zwei Jahren noch die alten 160er von T&A aus Mitte der 80er vergöttert - bis ihm kürzlich mal sehr deutlich vor Augen geführt wurde, wie im wahrsten Sinne des Wortes alt sie gegen heute oft deutlich wohnraumfreundlicher gestaltete Boxen aussehen... äh, klingen.

Hier geht es nicht darum, jeden Technik-Hype mitzumachen und alle fünf Jahre neues Equipment zu kaufen - das wäre ja auch ein Armutszeugnis für die Hersteller. Aber wenn jemand ernstaft behauptet, dass sich seit Jahrzehnten klanglich nix (weiter)entwickelt habe, frage ich mich, wann der Betreffende denn das letzte Mal beim Ohrenarzt war...


[Beitrag von trashman am 11. Aug 2004, 23:44 bearbeitet]
Delta8
Stammgast
#18 erstellt: 11. Aug 2004, 23:58
Klanglich hat sich schon was weiterentwickelt, aber muss deswegen das alte Zeugs wirklich schlecht klingen ? Und wann gab es den letzten Quantensprung z.B. in der LS Technik der den Namen auch verdiente ? Frequenzgänge bis an die 100.000Hz die nun ganz neu als "SACD tauglich" angepriesen werden gibt es schon seit muffigen Jahrzehnten.

Und weitergehend, im unteren-gemäßigten Preissegment geht es eher rückwärts. Eine 70er/80er Jahre Bolide quer durch die Bank spielt in meinen Ohren (und auf dem Papier ebenso) besser als die Leichtbauweise die ich nun hauptsächlich in den großen Elektromärkten bekomme. Die Lohnkosten werden immer höher (Stundenkosten für einen Arbeiter in Deutschland an die 70.-), der Markt ist down, die Bauteile müssen immer billiger werden um konkurrenzfähig zu bleiben, die Ansprüche der Hauptkäufergruppe de facto immer niedriger (hauptsache 8000W pmpo und bunt).
hammermeister55
Stammgast
#19 erstellt: 12. Aug 2004, 00:04
Hallo Trashman,

Ist schön das du der Meinung bist, und dir Verstärkung von der Hi-Fi Gemeinde hohlst, die sich dir anschliessen sollen.
Wieso werden auch heute noch Boxen fast identisch gebaut wie vor Jarzehnten dazu Zählen z.B. Referenz Monitore wie die Spendor 3/5 etc.
Badhabits
Inventar
#20 erstellt: 12. Aug 2004, 01:13
Hallo Trashman

Also ich kann wirklich nicht sagen, dass meine QUAD ESL-54 Flächenstrahler oder meine Schallwand mit SABA-Chassis Jahrgang 1954 muffig klingen im Gegenteil. Ich hab noch nichts gefunden was z.B. Stimmen authentischer und präziser abbildet als diese alten Kisten. Auf jeden Fall nicht mit vernünftigem Preisaufwand.

Es mag sein, dass die Techniker weiter entwickelt haben nur fliesst das anscheinend nicht in die Produktion ein. Welcher Techniker kann schon ohne auf's Geld achten zu müssen "so vor sich her tüfteln". Ausnahme vielleicht HighEnd für zig-zehntausende von Euros. Wobei hier das Preis-/Leistungsverhältnis mehr als fragwürdig ist.

Weshalb gilt den z.B. ein MC-Intosh MR-74 oder ein MC-275 noch heute als absolute Referenz. Die Aufzählung kann beliebig fortgesetzt werden.

Glaub einem "alten" HiFianer wie mir. Auch ich hab den Umweg über teures HighEnd gemacht (z.B. CD-Player für 15'000 etc.) und bin jetzt bei den Oldies gelandet.

Wenn Schwerbert da im Laden einen tollen Oldie für kleines Geld findet ist das doch Klasse, freu Dich für Ihn!

Gruss Badhabits
bukowsky
Inventar
#21 erstellt: 12. Aug 2004, 05:41

Das hier:

An die Newbees hier und alle "bin doch nicht blöd Markt" Käufer: es gab in den letzten Jahrzehnten keinen Fortschritt was die Klangqualität betrifft. Aber gutes Marketing schafft auch diesen Trugschluss in die Köpfe zu pflanzen.

... erkläre ich hiermit zur Realsatire der Woche... :D


stimmt, denn eigentlich hat es im Konsumermarkt einige Rückschritte im Klang gegeben, Stichwort: Leuteverdummung.
bukowsky
Inventar
#22 erstellt: 12. Aug 2004, 05:46

@ hammermeister55:

Vielleicht hat sich an der Technik viel geändert aber am menschlichen Gehör garnichts, von daher sind Boxen oder andere Hi-Fi Geräte, die vor Jahrzehnten gut geklungen haben auch heute noch erste Sahne.
Von daher kann ich Badhabbits nur zustimmen.

Aha. Dann ist also die Arbeit von Technikern, Ingenieuren, Tonmeistern und Musikern der jüngeren Vergangenheit völlig für die Katz gewesen. Bemerkenswerte Sichtweise...

Der Kommentar von Badhabits ist de facto mit das dümmste Pauschal-Gesülze, das ich seit langem in einem Forum gelesen habe. Als wenn all diejenigen, die sich für den Fortschritt im HiFi-Bereich interessieren (und das dürfte die Mehrheit der HiFi-Gemeinde sein!), verblödet und/oder taub wären...

Der muffige Sound alter Lautsprecher beispielsweise kommt mir nicht mehr ins Haus. Was hat ein Kumpel von mir bis vor zwei Jahren noch die alten 160er von T&A aus Mitte der 80er vergöttert - bis ihm kürzlich mal sehr deutlich vor Augen geführt wurde, wie im wahrsten Sinne des Wortes alt sie gegen heute oft deutlich wohnraumfreundlicher gestaltete Boxen aussehen... äh, klingen.

Hier geht es nicht darum, jeden Technik-Hype mitzumachen und alle fünf Jahre neues Equipment zu kaufen - das wäre ja auch ein Armutszeugnis für die Hersteller. Aber wenn jemand ernstaft behauptet, dass sich seit Jahrzehnten klanglich nix (weiter)entwickelt habe, frage ich mich, wann der Betreffende denn das letzte Mal beim Ohrenarzt war...


hihi ... dann bist Du ja in meinen Augen voll auf die Marketingstrategen der letzten 20 Jahre reingefallen.

Du solltest Dich vielleicht fragen, WAS bzw. in welche Richtung denn die Entwickler entwickelt haben ...
lumi1
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 12. Aug 2004, 09:22
"Wohnraumorientiert"
Neue designte LS besser als ordentlich gebaute...

Egal wie alt oder neu nicht designte sind, sie sind besser als durchgestylte Säulen.
Nur so zum Bsp......



Mir fällt nichts mehr ein...

Wenn jemand der das behauptet, nur einmal mit einem jahrzehntelangen LS-Entwickler sprechen würde(So wie ich).

Und ihm zuhören würde......

Aber noch besser, vorher anständige LS RICHTIG hören würde/könnte. Selbst wenn sie 30 Jahre auf den Membranen haben.....

Ich lasse noch durchgehen, daß diverse neue Materialien entwickelt wurden. Ein Meilenstein war allerdings nicht dabei. Und das neueste nützt nichts, wenn designorientiert....

Nicht alles falsch verstehen, auch heute werden sehr gute LS gebaut. Nur werden es immer weniger. Und die immer unbezahlbarer.....

Zum Schluß:

"Herr vergib´ manchen, denn sie wissen nicht was sie tu´n, reden, schreiben.....hören

Django8
Inventar
#24 erstellt: 12. Aug 2004, 09:40
Ich würde sehr vorsichtig sein mit Geräten, die aus der Zeit vor 1970 stammen. Nicht, dass damals nichts Gutes gebaut wurde – aber zu Beginn der 70er gab es bei vielen Herstellern einen grossen Innovationssprung. Die damals neuen Geräte waren einfach in den meisten Punkten klar besser (was danach leider nicht mehr immer unbedingt der Fall war) als die Vorgänger. Bei den Geräten der meisten (japanischen) Hersteller lässt sich so um 1970 und um 1980 jeweils eine klare Trendwende erkennen, eine kleine Revolution sozusagen, während in den 70ern lediglich eine Evolution stattfand. In den 60ern steckte "richtiges" HiFi für den Heimgebrauch noch im Anfangsstadium. Brauchbare Transistorverstärker und -tuner ("Solid State") gab es z.B. erst ab ca. Mitte der 60er. Diese Technologie war daher erst Anfang der 70er vollkommen ausgereift und perfektioniert. Auch vom Design her kommen die Geräte der 70er m.E. deutlich besser rüber als die der 60er. Die meisten 70er-Jahre Sachen sind irgendwie zeitlos.
Dominik_Zingali
Stammgast
#25 erstellt: 12. Aug 2004, 09:51


Das hier:

An die Newbees hier und alle "bin doch nicht blöd Markt" Käufer: es gab in den letzten Jahrzehnten keinen Fortschritt was die Klangqualität betrifft. Aber gutes Marketing schafft auch diesen Trugschluss in die Köpfe zu pflanzen.

... erkläre ich hiermit zur Realsatire der Woche... :D



Vielleicht hat sich an der Technik viel geändert aber am menschlichen Gehör garnichts, von daher sind Boxen oder andere Hi-Fi Geräte, die vor Jahrzehnten gut geklungen haben auch heute noch erste Sahne.
Von daher kann ich Badhabbits nur zustimmen.


Ich bin der Meinung, dass die Möglichkeiten für guten Klang heute besser sind, als vor Jahrzehnten. Man bedenke nur Materialen, Verarbeitungstechnik, Messtechnik. Ob diese jedoch konsequent eingesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt.

Sicher gibt es ganz klasse Komponenten, die schon uralt sind (Quad, McIntosh, Nagra-Bandmaschinen...). Diese klingen auch heute noch super. Man muss aber bedenken, dass diese Komponenten dazumals zum absoluten Top-Highend gehörten!

Was jedem sofort auffallen muss und zu denken geben muss, ist der Fakt, dass es Aufnahmen der 50er-Jahre (!) gibt, die klanglich 99% der heutiegn Aufnahmen deklassieren (man denke an das Label Mercury, RCA). Als Beispiel kann z.B. Belafonte At Carnegie Hall hinhalten!

Gruss
Dominik
SystemPanic
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 12. Aug 2004, 11:36
So, mal wieder on-topic: Dieses Beovox Modell kenne ich selber nicht, aber ich habe selber alte B&O Boxen von 1975. Bei denen sind die Bässe noch ok, die Hochtöner ( Alukalotte ) wie neu und die Mitteltöner dank Schaumstoffsicke Schrott. Klanglich sind die nicht ganz up to date, der Bass eher schwammig, aber immer noch besser als vieles aktuelles in den Mediamärkten. Wenn sie ok sind, Dich optisch nicht zu sehr abschrecken und Du sie ausprobieren kannst, bekommst Du vielleicht für kleines Geld ein paar Einsteigerboxen.

Siehe auch

http://www.beoworld.co.uk/ ( contents klicken ), da findest Du die Lautsprecher bestimmt.
drollo
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 12. Aug 2004, 12:09
Simple Weltbilder, die hier rumgeistern .
Eine alte schlechte Box, ist immer eine schlechte Box. Sie war es früher und sie ist es heute. Ein guter LS von früher ist, sofern technisch ok, auch heute noch ein guter Lautsprecher! Aber nicht alle alten Boxen sind gut.

Gerade bei Lautsprechern besteht das aktuelle, moderne, designte Angebot hauptsächlich aus fehlkonstruierten Standboxen, schmal, zu niedrig und möglichst mit seitlich angebrachten Chassis. Rein das Design zählt. Und es muß schön räumlich klingen... .
Das ist die heutige Spitze in der Hifi-Wiedergabe.

Thema Materialien: was bitte hat sich als modernes Membranmaterial durchgesetzt? Irgendwelcher HiTech Quark kam mit großem Hype - und ging kleinlaut wieder. Was übrigbleibt ist: Pappe. Wie vor dem Krieg .
Alle "bahnbrechenden" Erfindungen in der Hinsicht erwiesen sich als längst nicht soooo toll...
Man hat langsam begriffen, das bestimmte Probleme zwar mit Material A zu lösen sind, aber dafür dann oft genug schnell andere Probleme auftauchen. Sonst hätte sich vieleicht das Wundermaterial schon durchgesetzt....

Es gibt Entwickler, die nehmen mit Bedauern zur Kenntnis, daß es heutzutage von den großen Chassisherstellern keine Qualitäten mehr gibt, die noch mit dem vor 15 Jahren gelieferten vergleichbar wäre. Für das normale, nicht gepaarte Boxenangebot reicht auch Mittelmaß. Jedenfalls qualitativ. Preislich nicht .

Fazit: alte gute Lautsprecher sind auch heute noch gut, aber leider oft altersbedingt kaputt. Und es gibt oft keine Ersatzteile mehr.
Und neue gute Lautsprecher sind ...

Michael
Oliver67
Inventar
#28 erstellt: 12. Aug 2004, 13:26

Der muffige Sound alter Lautsprecher beispielsweise kommt mir nicht mehr ins Haus. Was hat ein Kumpel von mir bis vor zwei Jahren noch die alten 160er von T&A aus Mitte der 80er vergöttert - bis ihm kürzlich mal sehr deutlich vor Augen geführt wurde, wie im wahrsten Sinne des Wortes alt sie gegen heute oft deutlich wohnraumfreundlicher gestaltete Boxen aussehen... äh, klingen.


Als Besitzer dieser alten Schiffe (früher Hauptanlage, jetzt Zweitanlage) ein kurzer Kommentar:

Die 160er klingt nicht muffig (es sei den jemand hat die Hochtöner zerstört) sondern auch heute noch sehr gut. Sie klingt allerdings warm und füllig, denn der Bassbereich ist leicht überbetont (viele mögen so was, gibt es auch bei neuen Boxen).

Wohnraumfreundlichere Boxen gibt es viele, auch welche die für die Frau/Freundin schnuckeliger aussehen.

Aber es gibt IMHO immer noch nur sehr wenige Boxen, die für diesen Preis (ich meine jetzt den Neupreis, durchaus auch inflationsbereinigt), solchen Tiefbass haben und auch sonst so gut klingen.

Oliver
bukowsky
Inventar
#29 erstellt: 12. Aug 2004, 14:44

Ich würde sehr vorsichtig sein mit Geräten, die aus der Zeit vor 1970 stammen. Nicht, dass damals nichts Gutes gebaut wurde – aber zu Beginn der 70er gab es bei vielen Herstellern einen grossen Innovationssprung. Die damals neuen Geräte waren einfach in den meisten Punkten klar besser (was danach leider nicht mehr immer unbedingt der Fall war) als die Vorgänger. Bei den Geräten der meisten (japanischen) Hersteller lässt sich so um 1970 und um 1980 jeweils eine klare Trendwende erkennen, eine kleine Revolution sozusagen, während in den 70ern lediglich eine Evolution stattfand. In den 60ern steckte "richtiges" HiFi für den Heimgebrauch noch im Anfangsstadium. Brauchbare Transistorverstärker und -tuner ("Solid State") gab es z.B. erst ab ca. Mitte der 60er. Diese Technologie war daher erst Anfang der 70er vollkommen ausgereift und perfektioniert. Auch vom Design her kommen die Geräte der 70er m.E. deutlich besser rüber als die der 60er. Die meisten 70er-Jahre Sachen sind irgendwie zeitlos.


eine kleine Revolution der meisten japanischen Hersteller? Welche meinst Du da? Die Revolution hin zu Billigprodukten mit teilweise erheblichen Klangeinbußen? Was ab etwa Ende 70er/Anfang 80er Jahre aus Fernost auf den Massenmarkt kam, war meines Erachtens leuteverdummender Plastikmüll mit schrecklichem Klang.
Django8
Inventar
#30 erstellt: 12. Aug 2004, 14:58
Anfang der 70er war's eine Revolution, die eine klare Verbesserung der Geräte bewirkte. Was in den 80ern passierte, wissen wir leider alle.... eine Revolution mit negativen Auswirkungen halt.
Hersteller: Z.B. Pioneer oder Kenwood - besonders gut erkenbar anhand der Receiver.
DrNice
Inventar
#31 erstellt: 13. Aug 2004, 15:51
Moin!

Sonst hätte sich vieleicht das Wundermaterial schon durchgesetzt....


Das "Wundermaterial" hat sich durchgesetzt: Zellstoff, sprich: Pappe

Wo sich wirklich was getan hat, ist der Hochtönerbereich: Die frühen Kalotten klingen nicht so präzise wie die modernen Chassis; allerdings ist mir dieser Unterschied keine paar hundert euro pro Box wert.

Hat eigentlich jemand Erfahrungen mit den japanischen "Superboxen" der 70er und frühen 80er Jahre? Also die mit riesigem Basschassis und den scheinbar willkürlich auf der Schallwand verteilten und reichlich vorhandenen Hoch- Mittel- Mittelhoch- Tiefmittel- Hochsuperhoch- Superhochtönern, etc? Gerne wurden auch Hörner oder Linsenaufsätze verwendet. Sieht jedenfalls bombastisch und chaotisch aus mit den vielen Chassis. Weiß jemand wie die klingen?
marjorie
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 13. Aug 2004, 16:16

selbiges frag ich mich bei 2 boxenpaaren (b&0 beovox 50, jamo radionette)


"beovox 50" gips nicht, nur beovox p50 (1974-81), beovox s50 (1980-82) und beovox cx50 (1984-99). letztere werden es wohl nicht sein, vorletztere sind absolut kaufenswert wenn der preis stimmt, und erstere sind auch okeee, wenn man solches mag. anhören macht da schlauer.


[Beitrag von marjorie am 13. Aug 2004, 17:22 bearbeitet]
micha_D.
Inventar
#33 erstellt: 13. Aug 2004, 18:14
Hallo

Ferguson kenne ich eigentlich aus den 80,s...
Radiowecker,Videorecorder und billigstanlagen ala "Plastikbomber"Sharp und Crown.....

Gruß,Micha
schwerbert
Neuling
#34 erstellt: 13. Aug 2004, 18:22
so, war jetzt endlich in dem laden. ich hab eher eine grössere auswahl erwartet (die der zettel in der auslage ankündigte), was aber nicht der fall war. der ferguson-plattenspieler rotierte etwas zu langsam, wie ich nach dem probehören feststellte. ausserdem waren die preise, wie mir nach ebay-recherche erscheint, dort ohnehin etwas zu hoch. bei den b&o lautsprechern hab ich mich vertippst: beovox 1001 ist die korrekte bezeichnung, also schon etwas ältere teile.

ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich bisher mit meiner anlage (denon, vielleicht 10 jahre alt, eher so die einstiegseinzelkomponententeile) zufrieden war, aber mehr und mehr faszinieren mich diese alten teile. wenn ich zb so einen marantz receiver seh (http://www.classic-audio.com/marantz/4230.html) bekomm ich schon grösseres verlangen, so ein teil zu besitzen und es gegen den eher schlicht-langweiligen denonverstärker auszutauschen. nicht so sehr aus soundgründen, sondern eher aus ästhetischen. so ein teil sieht man einfach gerne an, schaltet es gerne an, und es lädt zum verweilen / kopfhörer-musikhören nebenbei ein. find ich.
marjorie
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 13. Aug 2004, 18:33
schade... die 1001 sind nicht sonderlich kaufenswert.
micha_D.
Inventar
#36 erstellt: 13. Aug 2004, 21:11

Anfang der 70er war's eine Revolution, die eine klare Verbesserung der Geräte bewirkte. Was in den 80ern passierte, wissen wir leider alle.... eine Revolution mit negativen Auswirkungen halt.
Hersteller: Z.B. Pioneer oder Kenwood - besonders gut erkenbar anhand der Receiver.



Hi

Die 80er haben eine ganze Menge absolut erstklassiger Geräte hervorgebracht.Sei es Luxman,Harman,Sony...die Liste ließe sich beliebig erweitern.Auch hat der RET in den 80ern einzug gehalten..Die Basis für erstklassige Verstärkertechnik.Die 90er waren vom Computer geprägt.
Die Berechnungen komplexer zusammenhänge im Chassis und Frequenzweichenbau ermöglichte..Jetzt ist auch die Berechnung hervorragender Mehrwegeweichen möglich,was vorher nur unzulänglich konstruiert werden konnte.

Was mit der Technik gemacht wird und wie sie eingesetzt wurde steht auf einem anderen Blatt.
Auch unsere Zeit hat Komponenten hervorgebracht,wo man vor 20Jahren nicht mal ansatzweise dran dachte.
Jedoch spielen sich Innovationen nicht im Niedrigpreissegment ab. Dieses war in den 70ern aber auch nicht der Fall.

Die Klassiker die heutzutage preiswert zu bekommen sind...dafür musste Mann ne Menge Malochen um sich unsere heutigen Klassiker leisten zu können.

Wer heutzutage auch noch den Sinn hat,lange Zeit auf gutes Hifi zu sparen kann mit aktuellen Geräten noch einige Überraschung erleben...Gute Geräte kosten gutes Geld..das war immer schon so. Vergleicht mal alte Levinsons mit neuen..die alten Marantz mit aktuellem Gerät, Accuphase,Dynaudio,Quadral,Mac,Audio-Agile....u.s.w. Die alten Geräte haben keine Chance in klanglicher hinsicht gegen hochwertige Neugeräte.Eine Alternative sind sie nur aus Kosten und Designgründen..Klassiker sollte man nicht im vergleich mit den Plastikbombern unserer Zeit sehen.

Die Plastikbomber hiessen früher "Mr.Hit" z.B. Den 80,s haben wir auch den CDP zu verdanken...ein Grundstein der heutigen erstklassigen Digitaltechnik auf dem Hifi-Sektor.

Gruß,Micha


[Beitrag von micha_D. am 13. Aug 2004, 21:20 bearbeitet]
supremo
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 13. Aug 2004, 21:43
Richtig " klasse" finde ich es, wie locker hier einige Herrschaften Ihren Müll bei ebay an "Dumme" verkaufen und dies dann auch noch im Forum als ultimative Tips anpreisen.

Kann nur hoffen, daß auch diejenigen einmal ihren Meister finden und dort richtigen Schrott angedreht bekommen.

Bei dieser Einstellung wundert es mich nicht, daß die Sitten bei ebay immer mehr verwildern und man dort bald gar nichts mehr kaufen kann.
doc_relax
Inventar
#38 erstellt: 13. Aug 2004, 23:19
Hi Schwerbert,
das Look&Feel war auch der Grund warum ich mir meinen ersten Klassiker zugelegt habe (einen Luxman R-1030 Receiver in Top-Zustand, der nur etwas Kontaktspray benötigte, für 25 EUR bei ebay) - aber nachdem ich gehört hatte, wie gut auf einmal meine Boxen klangen, war ich überzeugt auch klanglich die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Und ss muß nicht gleich ein 4er Marantz sein! Auch die der 22er-Reiher sind schon sehr gut. Laß dich von den niedrig anmutenden Watt-Angaben nicht verwirren, die wurden damals viel konservativer gemessen (RMS-Werte) als heute.
Tipp: falls du dich bei ebay reinwühlen solltest, poste vorher hier evtl. das ein oder andere Angebot (Links), das du ins Auge gefasst hast... ich bin auf diese Weise auch zur Entscheidung gelangt.
Gruß
doc
schwerbert
Neuling
#39 erstellt: 13. Aug 2004, 23:45

Und ss muß nicht gleich ein 4er Marantz sein!


hi!
aber genau diesen marantz-receiver hab ich jetzt bei ebay entdeckt, steht bei 35€. mal schauen wie hoch der preis in den nächsten übrigen paar tagen noch rasselt. aber so wie du über dieses teil schreibts scheints nicht so schlecht zu sein.

grüsse
marantz-fan
Stammgast
#40 erstellt: 16. Aug 2004, 14:05
Hallo,

4er oder 22er-Marantz hat nichts mit gut oder schlecht zu tun. Die "4er" sind Quadro-Geräte (42xx,4300,4400 optional auch Stereo, 44xx nur Qudro), die 22xx sind die Stereo-Pendents (die ich für reinen Stereo-Betrieb auch bevorzugen würde).

Was die Sitten bei ebay anbetrifft: Dort gibt es wie überall schwarze Schafe, die natürlich bei Versand entsprechend leichtes Spiel haben. Mit etwas Geduld auf einen Verkäufer in der Nähe warten, dann kann nix schief gehen! Außerdem gibt es auch Verkäufer, die sehr gute (Detail-)Fotos machen, die Geräte überholen und z.T. sogar Garantien geben. Und da schaue ich mir dann die Bewertungen mal genau an, ob die Verprechungen auch eingehalten werden. Ok, ist natürlich ein bisschen teurer, aber dafür kann man kaum auf die Nase fallen.

Gruß, Dirk
Django8
Inventar
#41 erstellt: 16. Aug 2004, 15:05
@ Micha D.

Klar – in den 80ern wurden auch gute Sachen gebaut und die Entwicklung der CD ist für mich einer der grössten Meilensteine der HiFi-Geschichte, da vom Prinzip her klanglich nicht mehr zu überbieten (ausser aus Sicht von Vinylfans vielleicht). Wie auch immer: Die Qualität nahm in den 80ern in den meisten Fällen eindeutig ab. Holz und gebürstetes Alu mussten billigem schwarzen Plastik und dünnem Blech weichen. Für mich eine grauenhafte Entwicklung. Mikroprozessoren sind gut und recht, aber ich bin überzeugt, dass sie von der Haltbarkeit her nicht mit den aufwendigen 70er-Jahre Schaltungen mithalten können. Andererseits ermöglichten Mikroprozessor und Konsorten auch eine Kostenreduktion im HiFi-Bereich ohne dass das Klanergebnis negativ beeinträchtigt wurde. Und dies ist schliesslich auch ein positiver Aspekt.


[Beitrag von Django8 am 16. Aug 2004, 15:08 bearbeitet]
vinylrules
Inventar
#42 erstellt: 16. Aug 2004, 20:50
@DrNice1984


Wo sich wirklich was getan hat, ist der Hochtönerbereich: Die frühen Kalotten klingen nicht so präzise wie die modernen Chassis;


Hallo doc,

ähmm bist Du da wirklich so sicher? Wenn es um das Wandlerprinzip geht gab es z.B. damals auch schon die ESS-Töner, die ja direkte Vorläufer der Heil-Wandler sind. Vielleicht damals nicht wirklich gut eingesetzt aber durchaus auch heute noch konkurrenzfähig.
Aber auch im klassischen Segment der Töner hat sich IMHO nicht wirklich (gar nichts) getan. Bin seit einigen Jahren glücklicher Besitzer einer Rogers Studio1-LS3/6. Im Grunde eine BC1 mit anderem SHT und anderer Abstimmung. Habe diverse neue LS seitdem gehört. Ok, der Hochtonbereich mag irgendwie anders sein – lauter/leiser/brillanter (Abstimmungsfrage?!) – aber präziser? Ich denke auch da hat sich eher wenig getan.

Gruß

Matthias
bergteufel_2
Inventar
#43 erstellt: 17. Aug 2004, 20:36

und die Entwicklung der CD ist für mich einer der grössten Meilensteine der HiFi-Geschichte, da vom Prinzip her klanglich nicht mehr zu überbieten (ausser aus Sicht von Vinylfans vielleicht)

hi @ all,
wieso wird zwischen CD und Venyl immer mit entweder oder argumentiert? Ich war zwar der erste Besizter eines CD-Players in meinem Kreis, aber für mich war CD immer eine Ergänzung - nie ein Ersatz. Auch Jahre später noch (was läuft denn da für eine CD) können viele klanglich Venyl und CD nicht auseinanderhalten. Sicherlich kann man (Knackser, Rauschen etc) Venyl u.U. heraushören - aber die Aussage CD ist klanglich nicht zu überbieten, halte ich für sehr gewagt - ich stelle eher fest, dass die Klang-Qualität gerade von CD´s gewaltig abnimmt.
Die Welle mp3 hat ebenfalls nicht gerade zur Verbesserung der Klangkultur beigetragen - Mist wird Standard!!!
Auch versuchen viele Verbraucher aus Zigaretten-schachtelgroßen Lautsprechern (mit einem Sub kombiniert) Hifi zu hören - auch wenn das physikalisch nicht möglich ist (sieht halt schick aus!!)
bergteufel_2
Inventar
#44 erstellt: 17. Aug 2004, 20:43

Holz und gebürstetes Alu mussten billigem schwarzen Plastik und dünnem Blech weichen.

Wenn ich mir meinen Verstärker und CD-Player anschaue und diese anhebe, kann ich deine Aussage nicht nachvollziehen, außer dass sie in der Tat schwarz und nicht mehr champagnerfarben sind, was ich bisher immer auf einen Wechsel im Geschmack bezog.
Django8
Inventar
#45 erstellt: 18. Aug 2004, 05:45

stelle eher fest, dass die Klang-Qualität gerade von CD´s gewaltig abnimmt

Das ist in letzter Zeit leider immer häufiger der Fall. Das liegt aber nicht am Medium, sondern daran, dass die Aufnahmen von irgendwelchen unfähigen Toningenieuren derart bearbeitet werden, dass die Dynamik zugunsten der Lautstärke (!) bis übers Limit hinaus reduziert bzw. komprimiert wird. Aber wie gesagt: Mit der CD als Medium hat dieses Problem nichts zu tun. Es liegt ja schliesslich auch nicht an der Kassette oder am Tape-Deck, wenn man eine Aufnahme bewusst übersteuert bis es masslos verzerrt.
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