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Erfahrungsbericht audiophile Soundkarten & D/A Wandler

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stoneeh
Inventar
#1 erstellt: 01. Jun 2010, 17:42
Hiho

Wenn ich neue Hardware bekomme schreibe ich immer einen kleinen Test, damit auch andere Menschen von meinen Erfahrungen profitieren können - so auch diesmal


Meine Kette: PC mit Windows Vista x64, Verstärker Sony TA-F808ES, Lautsprecher Infinity Kappa 90

Alle Softwarehilfen wie Bass Boost, irgendwelche Equalizer Einstellungen, dynamische Lautstärkeregelung, oder zb der X-Fi Crystalizer waren natürlich deaktiviert.

Ich beschreibe die Karten in der chronologischer Reihenfolge, ergo in der Reihenfolge in der ich sie gekauft/gestestet habe.


Zuerst mal meine Gedanken über eine der besten Mittelklasse Soundkarten, die aufgrund ihrer Neutralität hier in den Vergleich miteinbezogen wird:



Creative X-Fi Gamer (~60€): Eins der Einstiegsmodelle in die X-Fi Welt, etwa auf einer ebene mit der X-Fi Music. Aufpassen muss man nur bei der X-Fi Audio, die is keine echte X-Fi sondern emuliert den X-Fi Chip nur und hat in Wirklichkeit einen alten Audigy Chip an Bord.

Gegenüber meinen alten Soundkarten (Creative Soundblaster, Creative Soundblaster AWE 32, Soundblaster Live, Soundblaster Audigy 2, Soundblaster Audigy 4, und vielen vielen Onboard Soundkarten ;)) war dies die erste Karte wo ich eindeutig einen Unterschied hörte - diese Karte war die erste die meinen PC zur HiFi-Komponente machte. Das Klangbild war allgemein schöner, seidiger, aber besonders die Bässe waren auf einmal straff und voller Druck, ohne überbetont zu sein. Ich wusste zu der Zeit nicht dass meine Boxen solche Bässe konnten

Mit dieser Soundkarte begann dann der Rest der Aufrüst-Wut - ich ergänzte meinen Denon PMA-925R Vollverstärker erst mit einem Yamaha AX-1070 an den Bässen (-> bi-amping), danach wurde der Yamaha hergegeben und zwei Denon POA-6600 durften an den Bässen arbeiten. Danach kaufte ich aus Neugier (war in meiner Jugend Sony-Fan) einen Sony TA-F808ES, und hab seitdem die Denons hergegeben weil der Sony ihnen schlichtweg in den Arsch tritt - ein Hammer-Verstärker bei dem's weder an Leistung/Druck mangelt noch an Klang.

Hier noch ein Bild der X-Fi:





Auzentech Prelude (~150€): Diese Karte war meine erste audiophile Soundkarte. Ich nahm die X-Fi Gamer raus, steckte die Auzentech rein, installierte die Treiber, und los ging's. Anfangs, die ersten paar Lieder zumindest, habe ich ehrlichgesagt keinen Unterschied zur X-Fi Gamer gemerkt, ebenso hab ich sie mal einen Freund anhören lassen und auch der merkte keinen Unterschied. Die Karte bewegte sich eigtl durchwegs auf dem Niveau der Creative.

Ich hatte dann mit der Zeit irgendwie das Gefühl dass die Karte zuwenig Druck macht. Irgendwas fehlte. Wirkte irgendwie wie die Denon Monos, leise ziemlich flach, aber die denon haben bei hohen Lautstärken richtig aufgemacht und einiges an Druck gefördert. Da auf der Auzentech Karte ja andere/hochqualitative Operationsverstärker & Stromversorgung verbaut sind, dachte ich mir, ok, probieren wir halt das gleiche. Lautstärke am Verstärker zurückgedreht, Lautstärke auf der Soundkarte hoch.

Ich sag nur, so einen Punch in die Magengrube hatte ich bis dahin noch nie gespürt. Statt den Boxen oder dem Verstärker dominierte auf einmal die Soundkarte das Klanggeschehen. die Dynamik wird, je weiter du dich dem 100% Lautstärke im Windows Lautstärkereglers näherst, schlichtweg atemberaubend. Wie die Soundkarte aber bei diesen hohen Ausgangsspannungen noch Stimmen herausarbeitet und ihnen Kraft und Emotion gibt, war einfach ein Erlebnis wie ich es noch nie bei Musik hatte.

Dream Theater, Killswitch Engage, Fear Factory gewinnen an Druck und Emotion, wie ich es so mit dem Rest meiner Kette nicht für möglich gehalten hätte. Ich hatte geglaubt die Infinitys sind generell etwas bedeckt im Kickbass - weit gefehlt!

Mit der Auzentech muss ich übrigens wirklich meinen Verstärker viel weniger laut aufdrehn um auf den selben Pegel zu kommen, als mit allen anderen Soundkarten zuvor - das zeugt davon dass hier eine sehr kräftige Ausgangssektion am Werk ist, und wie gesagt das hört (bzw spürt :D) man auch.


Worauf man allerdings Rücksicht nehmen sollte: erstens bin ich mir sicher, ohne die kürzliche Ergänzung meiner Kette durch den Sony hätte ich ziemlich wenig von den Vorteilen der Auzentech gemerkt (der Sony war damals Referenzgerät der Audio und würde sich auch heute locker noch in der Spitzenklasse einordnen). Die Auzentech bringt erst Klanggewinne in Regionen in denen man, wenn man neu kauft, für Verstärker und Boxen schon mal etliche 1000€ liegengelassen hat.

Zweitens, der Sound der Auzentech ist evtl nicht für jedes Musikstück geeignet. Der Bereich um die 100 Hz kann leicht betont rüberkommen. Wenn einen das stört kann sollte man die Lautstärke im Windows unter 90% lassen, dann klingt's wieder relativ neutral, aber je weiter man die Lautstärke runterdreht, wie gesagt evtl auch etwas flach.


Allgemein kann ich aber keine wirklichen negativen Punkte nennen, der Sound ist meiner Meinung nach neutral-dynamisch, und ich habe eigtl keinen Bereich gefunden wo ich sagen würde "hier kenne ich was besseres" oder "hier wünsche ich mir was besseres".

Bild:





Asus Xonar Essence STX (~150€): Erstmal, dieses Knacksen beim Laden von Windows ist ein mechanisches Geräusch - klingt wie die Schutzschaltung beim Einschalten eines Verstärkers, also wird's wahrscheinlich auch sowas in der Art sein - auf keinen Fall aber ein Grund zur Sorge.

Zum Klang: das erste was auffiel ist das der Klang ausladender und wärmer ist als der der Auzentech - bzw auch als der der meisten anderen Karten die ich bis jetzt gehört hab. Die Karte ist also definitiv gesoundet.

Bässe (sowohl Kicks als auch Tiefbässe) haben den gleichen Druck und/oder Punch wie bei der Auzentech, also auf sehr hohem Niveau - hier sieht (hört) man dass ebenso eine gute Stromversorgung bzw Verstärkung am Werk ist. Ich hätte mir vorgestellt dass die Karte aufgrund des ersten Klangeindrucks etwas zierlicher zu Werke geht im Bass - das ist aber nicht der Fall.

Der Rest war wie erwartet - Pop u.ä. ist mit dieser Karte gut zu hören, nicht teils anstrengend oder überbetont wirkend wie mit der Auzentech.

Gleichfalls wirkt aber wiederum in manchen schnelleren Liedern der ausladende Klang der STX störend, und eine Überbetonung des etwas tieferen Bass-Bereichs um die 40-70hz machte sich bemerkbar, was bei Liedern die in diesem bereich von Haus aus schon laut sind absolut störend ist.

Die STX ist vom Sounding her eindeutig auf Musikrichtungen wie Pop und Klassik ausgelegt - der tiefere Bass und die Mitten sind betont, was ein warmes/angenehmes Klangbild in den genannten Musikrichtungen ergibt.

Ich habe dann noch den Tip eines anderen Testers befolgt und mal den Kopfhörerausgang versucht anstatt den Cinch - leider kein Unterschied zum Positiven, im Gegenteil, der Klang war noch etwas unklarer.

Die Karte zurück zum Shop und ich behielt mir die Auzentech Prelude, die zwar aufgrund der eventuellen Betonung im Bereich um die 100 Hz auch nicht ganz neutral ist, aber zumindest nicht klipp und klar gesoundet ist wie die Asus - was meinem Geschmack einfach besser zusagt.

Ein Bild der Karte:





ESi Juli@: Wie man später am Bild sehen ist ist die Platine zerlegbar, ergo man kann die Karte in mehreren Konfigurationen verwenden. In der einen hat mal als Ausgänge normale Cinch Ausgänge, in der zweiten Variante sind es 6,5mm Klinken.

Installation unter Vista x64 war problemlos.

Höreindruck: es sind schon HiFi-Qualitäten vorhanden, aber jetzt nix was mich vom Hocker haut. Die Karte wird von vielen als neutral beschrieben - ist sie eindeutig nicht. Die Karte ist der Loudness-King - besonders der mittlere Bassbereich ist sehr betont. Noch bei weitem mehr als bei der Auzentech, die hier schon dazu neigt etwas saftiger aufzutragen ;).

Allgemein würd ich sie mehr als eine Karte für Wumm-Wumm Musik als sonstwas beschreiben. Mit diversen Punk und schnellen Metal-Tracks macht sie Spass, mit Techno auch. Etwas komplexere Musik und Fehler machen sich bemerkbar - zumindest im Vergleich zur Auzentech. Der Bass ist nicht ganz so straff, die Stimmen nicht ganz so schön bzw die Trennung von Stimmen und Instrumenten nicht so deutlich, der Raum eng, und einfach nicht der Flow in der Musik den die Auzentech so schön kann.

Ich würde diese Karte etwa auf dem Level einer X-Fi Gamer einordnen, wobei ich, wenn ich keine Aufnahme-Features brauche, die X-Fi bevorzugen würde.

Zwischen den 6,5mm Buchsen und den Cinch Ausgängen besteht imo ein kleiner, aber doch merkbarer Vorteil zugunsten der Cinch.

Ich muss gestehen, auf mich hat diese Karte von Anfang an unprofessionell gewirkt, auch von den technischen Daten, ergo der theoretischen Leistungsfähigkeit her hat sie mich kaum interessiert. Ich habe sie hauptsächlich deswegen getestet weil sie im deutschsprachigen Raum einen guten Ruf hat und ich sehen wollte was dahinter steckt. Ich gab ihr eine faire Chance und habe die Tests genauso durchgeführt wie bei den anderen Karten, und ich kann mit gutem Gewissen behaupten dass diese Karte nicht mit den internationalen Top-Produkten mithalten kann.

Wobei man dazu sagen muss dass ich denke dass der Loudness-Charakter über die Treiber geschaffen wird, und falls diese künstliche Klangbeeinflussung nicht vorhanden wäre, die Juli@ sicher nicht so schlecht wäre (wenn auch nicht Auzentech-Level). Leider hat man hier entschieden das klangliche Potential dieser Karte zugunsten von billiger Effekthascherei nicht auszunützen.

Bilder:





Audiotrak Prodigy HD2: Auch diese Karte kam über dieses Forum zu meiner Aufmerksamkeit. Die technischen Daten (Rauschabstand, Dynamik etc) liegen weit unter dem was die Auzentech kann, aber da sie wie die Auzentech DA Wandler der Marke AKM benützt, die allgemein den Ruf haben neutral zu klingen, hat sie doch mein Interesse geweckt.

Die Grundcharakteristik ist im Vergleich tatsächlich der der Auzentech ähnlich - leider hat die Prodigy ebenso ein Loudness Problem wie die Juli@. Ich habe im Moment einen zweiten Amp an den Bässen der Kappa (im Bi-Amping Betrieb), und den musste ich ein ganz schönes Stück zurückdrehn.

Eins ist mir ziemlich bald ins Auge gestochen - ein Schriftzug im Treibermenü der Karte: "Prodigy HD2 by ESi". Nun ja, da haben wir denk ich bereits die Wurzel des Übels: offensichtlich hat also ESi die Treiber für diese Audiotrak Karte geschrieben (das Treibermenü wirkt auch sonst SEHR dem der ESi Karte ähnlich), und der Loudness Charakter, der offensichtlich über die Treiber hinzugefügt wird, ist hier der gleiche wie bei der Juli@.

Allgemein gefallen mir die klanglichen Qualitäten dieser Karte aber besser als die der Juli@. Der Klang ist etwas klarer, Stimmen kommen etwas besser rüber. Also rein technisch gesehen scheint sie besser zu sein als die Juli@.

Bild:






Nun möchte ich noch eine Beurteilung der Karten im Vergleich versuchen:


Technische Beurteilung (die Leistungsfähigkeit der Karte in Disziplinen wie Dynamik, Schnelligkeit, Auflösung, Straffheit des Bass, was hauptsächlich technische Kriterien sind, ergo von der Qualität des DA Wandlers, der Verstärkung, der Stromversorgung etc abhängen und objektiv bewertbar sind):

1./2.: Auzentech X-Fi Prelude / Asus Xonar Essence STX
3.: Audiotrak Prodigy HD2
4./5.: ESi Juli@ / Creative X-Fi Gamer


Praxisbeurteilung (hier fliessen Kriterien wie Sounding mit ein - ergo wie gut klingt das ganze in der Praxis - natürlich ein subjektiver Eindruck):

1.: Auzentech X-Fi Prelude
2.: Asus Xonar Essence STX
3.: Creative X-Fi Gamer
4.: Audiotrak Prodigy HD2
5.: ESi Juli@


Zum Abschluss möchte ich auch noch erwähnen dass ich inzwischen CD-Player bis 1500€ probegehört habe - hier kriegt man auch nix das besser klingt. Also PC-Sound, besonders in Form der Auzentech, braucht sich schon lange nicht mehr hinter traditionellem HiFi verstecken, und man kann hier eine sehr gut klingende Kette zusammenstellen für deren Qualitäten man bisher einen weitaus höheren Euro-Betrag auf den Tisch legen musste.


Grüsse
Stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 02. Jun 2010, 19:03 bearbeitet]
Fidelity_Castro
Inventar
#2 erstellt: 05. Jun 2010, 23:29
Schöner Bericht, dass die Juli@ so schlecht weggekommen ist verwundert mich, ich finde die karte genial ( nur das digitale Board ).

Den Analogteil hab ich nur mal kurz ausprobiert.. das war nix > zurück in den Karton

Die ( auch extern synchronisierbare ) Masterclock macht im Vergleich zu den anderen karten den Unterschied wenn man digital ausgibt. Die niedrige Latenz von 48 samples bei Asio ist auch konkurrenzlos in der Preisklasse.

Als digitale Ausgabekarte an nen DAC Top, als Analoge karte flop.


[Beitrag von Fidelity_Castro am 05. Jun 2010, 23:30 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#3 erstellt: 06. Jun 2010, 01:56
hiho

der test bezieht sich rein auf die analogen ausgänge


grüsse
stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 06. Jun 2010, 01:57 bearbeitet]
fujak
Inventar
#4 erstellt: 06. Jun 2010, 07:38
Hallo stoneeh,

interessanter Bericht. Allerdings berichtest Du über Deine Klangeindrücke im Sinne von neutral, wärmer, gesoundet etc., ohne den Rest Deiner Anlage in diese Beurteilung miteinzubeziehen, vor allem Lautsprecher-Tonalität und Raumakustik. Wie stellst Du sicher, am Hörplatz einen linearen FG zu haben, um tatsächlich etwas über den tonalen Charakter einer Soundkarte sagen zu können?

Die Infinity Kappa 90 ist hinsichtlich des Bassbereich kein Kind von Traurigkeit. Bei einer nicht optimalen Aufstellung mit ausreichendem Abstand zu Rück- und Seitenwänden wird es immer zu einer Überbetonung des Bassbereiches kommen. Die von Dir beschriebene Überhöhung um 100Hz beispielsweise kann genauso gut eine Raummode sein, die durch die eine Karte stärker angeregt wird als durch eine andere. Das von Dir beschriebene Sounding ist also letztzlich eine Aussage über das Sounding Deiner Wiedergabekette (inkl. Raumakustik), das gilt auch für das von Dir angesprochene Loudness-Problem, was eher Deiner Wiedergabekette zuzuschreiben ist als der Soundkarte.

Ich habe einige Messungen an Sounddevices gemacht. Selbst der ALC 888 (Standard-Soundchip auf den meisten Motherboards) weist keine sog. "Badewanne" auf (Absenkung des Mittenbereichs, sodass die Kurve gegen Bass und gegen Höhen ansteigt), im Gegenteil: siehe Bild:



(erste linke gestrichelte Linie = 20 Hz, letzte gestrichelte Linie rechts = 20.000 Hz; Gesamtspektrum: 10 - 22.050 Hz)

Ich habe die Asus Xonar D2 im FG getestet (ein etwas weniger gutes Modell als die Asus Xonar Essence und die Auzentech Prelude). Sie weist eine pfeilgerade Linie im hörrelevanten Bereich von 20Hz-20KHz auf. Gleiches gilt auch für alle meine getesteten DACs.

Solange keine weitgehend tonale Linearität am Hörplatz herrscht, beschreibst Du letztlich die Klangeigenschaften einer ganzen Wiedergabekette von Zuspieler bis Raumakustik, bei der die Soundkarte ein klangbestimmendes Element unter einigen anderen ist.

Die Rangfolge Deiner getesteten Karten ist letztlich die Rangfolge, welche der Karten in Deiner Wiedergabekette plus Deiner Raumakustik am besten klingt.

Neben Deinen Beschreibungen zur Tonalität vermisse ich auch solche Kriterien wie räumliche Abbildung und Detailauflösung, da sie die eigentlichen Kerntugenden sind, an denen sich gute von schlechten Wandlern unterscheiden.

Damit ergeben sich leider nur wenig Anhaltspunkte für andere User, und das mag auch ein Grund dafür sein, das Fidelity-Castro über die Einstufung der Esi@Juli auf dem letzten Platz erstaunt ist (ich übrigens auch - v.a. im Vergleich zur Creative X-Fi Gamer).

Grüße
Fujak
stoneeh
Inventar
#5 erstellt: 06. Jun 2010, 08:55
hallo fujak

danke fürs interesse kollege

ich möchte hier nur nochmal auf den punkt der messungen eingehen:

ich habe bisher keinen test einer karte oder chip gefunden bei dem was anderes rausgekommen wäre als frequenzgänge wie mit dem lineal gezogen, von der billigsten onboard chips bis zu edel-lösungen wie prelude oder STX
in der praxis unterscheiden sich genannte chips aber teils wie französisch und deutsch. ich habe keine ahnung wie die ergebnisse dieser messungen zustande kommen, sie haben auf jeden fall keine praxisrelevanz - manche dieser chips könnten sich unterschiedlicher nicht anhören, und jeder der diese karten mal im vergleich gehört hat wird zustimmen

von einer (relativ) neutralen karte wie einer x-fi gamer zur ESi zb würde ich den klangeindruck ca so beschreiben:

x-fi gamer: du drückst am verstärker die "source direct" taste
ESi: du drehst den loudness-regler auf anschlag

das sind überbetonungen gewisser frequenzbereiche jenseits von gut und böse. eventuell werd ich's mir mal mit dem fireface UC (für die die's nicht wissen, professionelles USB D/A interface; hab ich mir heut bestellt und sollte nächste woche da sein) mal gönnen die auzentech an einen input anzuhängen und mal am PC den frequenzgang aufzuzeichnen, dann haben wir's mal schwarz auf weiss, aber es kann auch so als fakt angenommen werden, das wird mir jeder der diese karten im vergleich gehört hat bestätigen


kann übrigens auch einen praxisvergleich anbieten, wer eine juli@ rumliegen hat kann die gerne mal zu mir mitnehmen, die ist in 5 minuten reingeschraubt in den rechner und ich bin gerne bereit den unterschied zu demonstrieren. ist bei niederösterreich, wer in der nähe wohnt oder evtl mal in die gegend kommt


und nochmal, geht wie gesagt rein um die analogen ausgangssektionen. das sollte aber imo klar sein, kA warum die frage immer gestellt wird, aber der einzige grund sich eine höherwertige soundkarte zu kaufen ist doch die analogen ausgänge zu verwenden. digital, 0en und 1en korrekt ausgeben, kann eine 20€ karte auch


grüsse
stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 08. Jun 2010, 05:58 bearbeitet]
Fidelity_Castro
Inventar
#6 erstellt: 06. Jun 2010, 10:29

stoneeh schrieb:

und nochmal, geht wie gesagt rein um die analogen ausgangssektionen. das sollte aber imo klar sein, kA warum die frage immer gestellt wird, aber der einzige grund sich eine höherwertige soundkarte zu kaufen ist doch die analogen ausgänge zu verwenden. digital, 0en und 1en korrekt ausgeben, kann eine 20€ karte auch


Dass eine 20,-€ Karte bzw. Onboard bei digitaler Ausgabe gleichgut ist dachte ich früher auch, wurde ja schließlich hier im Forum oft genug erwähnt....

Ist aber leider nicht richtig. Auch auf die gefahr hin dass jetzt wieder einige zusammenzucken, es geht um Jitter.

Eine echte clock auf einer Soundkarte generiert den Takt selbst anstatt ihn wie bei den 20,-€ Karten oder Onboardsound vom Computer durch pll abzuleiten. Eigene clocks erzeugen ein exakteres Signal was bedeutet dass der DAC am anderen Ende es wesentlich einfacher hat den Takt wieder aus dem spdif Signal zu regenerieren.

Jitter bedeutet ja nichts anderes als der Unterschied zwischen dem was erwartet wird und dem was tatsächlich vorliegt.

Zudem bietet einige karten mit eigener clock wie zb. die juli@ die Möglichkeit auf ein externes clocksignal zu synchronisieren wenn vom externen Gerät ein kabel zurück an den digi in der karte geführt wird und umgeht somit praktisch die Taktregeneratoren der DAC´s und hat somit noch weniger Jitter.

Es gibt auch verschiedene Arten von Jitter, es gibt Jitter mit dem kein DAC fertig wird und zwar ist es der der entsteht wenn zb. eine Onboardkarte oder 20,-€ Karte per pll den Takt vom Computer ableitet. Der DAC kann nur den Jitter handlen der ensteht wenn das clocksignal bereits erzeugt wurde.


[Beitrag von Fidelity_Castro am 06. Jun 2010, 10:35 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#7 erstellt: 06. Jun 2010, 10:45
interessant. naja, den DAC den ich mir bestelle der hat ne eigene clock engine, und eine angeblich sehr gute, also hoffentlich muss ich mir um das thema keine sorgen mehr machen


grüsse
markus / stoneeh
Fidelity_Castro
Inventar
#8 erstellt: 06. Jun 2010, 10:57
Jupp, das Fireface ist 1A, die cleversten Lösungen ommen halt immernoch aus good ol Germany
fujak
Inventar
#9 erstellt: 06. Jun 2010, 12:37
Hallo stoneeh,

das was Fidelity_Castro hinsichtlich Jitter bemerkte, läuft auf genau das hinaus, als ich schrieb, dass mir die Beschreibung der Kerntugenden fehlt, die gute von schlechten Wandlern/Soundinterfaces unterscheiden. Räumlichkeit und Detailauflösung sind in erster Linie vom Faktor Jitter determiniert und nicht vom FG.

Der tonale Charakter eines DACs wird übrigens zu einem Teil neben Jitter auch von Intermodulation (Verzerrungen) bestimmt. Um das Ausmaß dessen zu beurteilen, müssen allerdings die anderen tonal bestimmenden Faktoren der Wiedergabekette weitgehend behandelt werden, wie in meinem Posting beschrieben. Es kann also durchaus sein, dass Du an Deiner Anlage auch das Fireface UC als gesounded oder flach oder sonstwie empfindest - je nach tonaler Abstimmung Deiner Kette.

Bei keinem meiner gestesteten DACs habe ich deren tonalen Charakter als unangenehm empfunden. In meiner DAC-Vergleichstabelle habe ich diese Rubrik ausdrücklich als Beschreibung und nicht als Bewertung angegeben. Erst wenn Jitter dazu kommt, kann ein wärmer klingender DAC als dumpf oder matschig erscheinen und ein hellerer DAC als schrill, steril oder nervig.

Es wird immer wieder vergessen, dass es "das Audiosignal" genaugenommen nicht gibt, sondern aus mehreren Komponenten besteht, die eine unterschiedliche Rolle in Bezug auf den Klang spielen. Zum einen die reinen Audiodaten; dort stellt sich das Problem, ob sie bitidentisch sind oder nicht (was bei entsprechender Konfiguration am PC kein Problem ist, da in den Griff zu kriegen. Weitaus schwieriger ist die Komponente Clock-Signal, welches im SPDIF-Format und Anverwandten zusätzlich zu den Audiodaten übertragen wird.

Das Clock-Signal gibt den Takt für das Ein- und Auslesen bzw. analoge Wandeln der Audiodaten vor. Das Clocksignal ist vereinfacht ausgedrückt ein Rechtecksignal mit der Frequenz der Samplerate. An den Flanken des Signals identifiziert der DAC den Impuls zur Taktung, jener Information, die dem DAC mitteilt, in welcher Geschwindigkeit die Daten ein- und ausgelesen bzw. gewandelt werden sollen. Je sauberer dieses Signal übertragen wird, desto eindeutiger kann der Wandler die Interpretation des Taktes und damit der Musikinformationen vornehmen. In dem Maße, wie die Flanken ungenau ausgebildet werden (z.B. durch schwaches, verzerrtes d.h. zeitlich schwankendes Clock-Signal), muss der Wandler "raten" bzw. fehlinterpretiert die Schaltimpulse - es kommt zu Phasenverschiebungen, genannt Jitter, und damit zu mehr oder weniger hörbaren Verfremdungen des Klangs.

Dieses Rechtecksignal ist der Grund, weshalb das oft gehörte Argument nicht greift, wonach am Computer alles digital und somit verlust- und fehlerfrei übertragen werde. Das Rechtecksignal wird nämlich analog übertragen (und hat dementsprechend auch Oberwellen) und kann damit sehr wohl eine bestimmte Qualität aufweisen. Ansonsten wäre es so einfach wie bei allen digitalen Signalen: Entweder man hätte ein Clocksignal anliegen und damit ein Jitter freies 1A-Signal oder eben überhaupt keines, weil zu schlecht.
So aber kann wie bei jedem analogen Signal durchaus auch ein Clock-Signal anliegen aber eben mit schlechter Qualität, was zur Fehlinterpretation der zu verarbeitenden / wandelnden digitalen Daten führt.

Mit dem RME Fireface UC mit interner Clock kannst Du einiges aus dem meist unsauberen SPDIF-Clocksignal des PCs oder der Soundkarte ausfiltern. Ob das für Dich hörbar sein wird, hängt davon ab, inwiewet Jitter für Dich der klangliche Flaschenhals Deiner Wiedergabekette ist.

Grüße
Fujak
stoneeh
Inventar
#10 erstellt: 26. Jun 2010, 17:39
Möchte nun den Erfahrungsbericht um einen externen D/A Wandler erweitern: das RME Fireface UC

Das Fireface UC ist ein über USB angeschlossener D/A Wandler, und im Prinzip eigtl ein Studio Aufnahme/Wiedergabegerät, da es jede Menge verschiedener Eingänge und Ausgänge besitzt. Also fast schon zu schade um ausschliesslich Musik drüber zu hören, aber ich finde die Anschaffung trotzdem gerechtfertigt, denn wenn man auch mal vorhat etwas aufzunehmen, hat man eine hochwertige Hardware für den Zweck.

Der Treiber ist schnell installiert und kommt mit einem Mischpult für alle Kanäle und einem Konfigurationsmenü in dem man grob die Levels für die Ein- und Ausgänge, die Samplerate, Buffergrösse etc einstellen kann.


Aber nun genug mit der groben Theorie - wie klingt das Ding nun?

Ich hatte anfangs den Eindruck dass der Klangcharakter dem der Auzentech Prelude ähnelt, aber dass eine leichte Badewannencharakteristik vorhanden ist - der mittlere Bass kommt etwas betont rüber und ebenso die höchsten Höhen (um die 15 KHz).
Inzwischen hatte ich die Möglichkeit das Gerät an die 2 Wochen probezuhören. In der Zeit habe ich auch einen Denon PMA S10 II Vollverstärker erhalten, konnte also das Fireface neben dem Sony Esprit auch noch an einem anderen Verstärker der Spitzenklasse hören. Der Denon hat einen anderen Klangcharakter, war also ideal um auszuloten wie sich das Fireface an verschieden klingenden Kombinationen macht.

Der erste Eindruck ist im Prinzip geblieben. Die Badewannencharakteristik lässt sich mit dem Ändern des Pegels der analogen Ausgänge auf den niedrigensten Wert (- 10 dbV) mildern. Ebenfalls hilfreich ist das Umschalten der Samplerate, auf 192 KHz klingt das Fireface doch deutlich weicher. Zur Klarstellung ist aber zu sagen dass die Badewannencharakteristik von Haus aus schon weniger ausgeprägt wie bei der ESi oder Audiotrak ist, und durchaus als im vertretbaren Rahmen gesehen werden kann.

Weil etliche an den Aussagen punkto dieser Klangcharaktere gezweifelt haben, ich habe mir inzwischen ein paar andere Fremdmeinungen eingeholt und meinen Eindrücken wurde ziemlich bedingungslos zugestimmt. Ebenso kommt die nächsten Tage ein User aus dem Hifi-Forum bei mir vorbei und hat auch die Gelegenheit sich die Sache mal anzuhören, und wird mich hofftl wiederum bestätigen :).

Um mit den klanglichen Eigenschaften fortzusetzen: ähnlich der Auzentech sind meiner Meinung nach die Klangfarben recht neutral, die Bühne wird nicht künstlich erweitert, und allgemein ist an dem Gerät so gut wie nichts gekünstelt, ergo die Wiedergabe so ziemlich jeder Musikrichtung ist ohne Einschnitte möglich. Die allgemein neutrale Abstimmung war aber bei einem Studiogerät zu erwarten.
Allgemein würd ich das Fireface auf ein Level mit der Auzentech stellen - ich hab viel hin und hergeschalten, und jedesmal wenn ich zurückschalte auf die Auzentech kann sie mehr als mithalten, weder punkto Bühne noch Auflösung noch Details sind schlechter. In ein paar der genannten Punkte übertrifft sie sogar das Fireface, das wiederum evtl mit einem etwas strafferen Bass punkten kann. Sonst is wie gesagt kaum was um.

Warum behalte ich mir das Fireface? 1. da klanglich zumindest kein Nachteil zu meiner bisherigen Lösung besteht 2. da ich es auch mal an einen Laptop anhängen kann wenn ich mal im Garten Party machen will 3. da das Gerät soviel Verstärkung bereitstellt dass ich auf einen Vorverstärker verzichten kann, wenn ich mir mal ein paar dicke Endstufen leiste - die Lautstärke werd ich dann alleine mit dem Fireface regeln.


Random Facts:

- Das Gerät wird sehr heiss (grade noch möglich es anzugreifen), wenn es ständig eingeschalten ist, obwohl es inzischen schon nicht mehr direkt am Tisch steht sondern auf zwei kleinen Holzleisten steht, damit auch von unten Luftzufuhr gewährleistet ist.
- Ich spiele so die ein oder andere Sache und schaue ebenso Filme über den PC - überall wurde mit dem Fireface problemlos Ton wiedergegeben, sogar in Spielen die Direct-Sound verwenden. Ich habe aber so ne Ahnung dass das aufgrund des unterschiedlichen Soundtreiber Models nur in Windows Vista und 7 möglich ist.
- Zwischen Audiowiedergabe per Windows Sound und ASIO merkte ich keinen Unterschied.


Hier noch ein Bild des guten Teils, eingeklemmt zwischen Monitor und Denon ;):




Grüsse
Stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 26. Jun 2010, 17:46 bearbeitet]
ta
Inventar
#11 erstellt: 26. Jun 2010, 17:55
Das mit dem klangbeeinflussenden Jitter halte ich für ein Gerücht.

Wird doch von jedem brauchbaren Wandler der Eingang eh gepuffert.

Einfacher Test: Eine Soundkarte gibt 44kHz-SPDIF-Signal aus (WAV oder FLAC, am besten über native ASIO-Treiber), eine andere nimmt es digital mit 44 KHz auf (ebenfalls mit nativem ASIO). Mit einem halbwegs vernünftigen Waveeditor kann man die Aufnahme dann samplegenau zuschneiden.

Dann einen Dateivergleich durchführen. Sollte bei Equipment nach 1995, nicht mehr als zwei Geräten und vernünftig kurzen, passenden Kabeln keine Unterschiede geben....

SPDIF ist einfach eine Schnittstelle.
fujak
Inventar
#12 erstellt: 26. Jun 2010, 18:13
Hallo stoneeh,

tut mir leid, dass ich mich diesbezüglich nochmal melde: aber solange Du keinen linearen Frequenzgang am Hörplatz sicherstellen kannst, halte ich die von Dir gehörte Badewannecharakteristik durch das Fehlen eben dieser Linearität an Deinem Hörplatz (Raumakustik!) verursacht.

Da ich bei mir am Hörplatz genau diese (weitgehende) Linearität mit Acourate und Convolving sicherstellen kann, kann ich nur konstatieren, dass dieses RME Interface absolut linear klingt. Etwas anderes würde ich in meiner Kette auch nicht akzeptieren, nachdem ich schon viele DACs und Interfaces im Vergleich beim mir gehört habe.

Dazu gibt es übrigens jede Menge Tests von Fachzeitschriften aus dem Studiobereich, die eben das unterstreichen. Eine Auswahl findest Du bei Thomann und/oder testberichte.de.

Grüße
Fujak
fujak
Inventar
#13 erstellt: 26. Jun 2010, 18:18
Hallo ta,

es gibt noch einen einfacheren Test: Mal einen billigen und einen hochwertigen Wandler im Vergleich an gleicher Kette hören.

Grüße
Fujak
ta
Inventar
#14 erstellt: 26. Jun 2010, 23:18

fujak schrieb:
Hallo ta,

es gibt noch einen einfacheren Test: Mal einen billigen und einen hochwertigen Wandler im Vergleich an gleicher Kette hören.

Grüße
Fujak


das hat mit Jitter aber auch nix zu tun, sondern mit der Konstruktion des Wandlers bzw. was er aus den Daten macht. Und ggf seiner Analogsektion und den Daten des Analogausgangs.


fujak schrieb:

Das Clock-Signal gibt den Takt für das Ein- und Auslesen bzw. analoge Wandeln der Audiodaten vor. Das Clocksignal ist vereinfacht ausgedrückt ein Rechtecksignal mit der Frequenz der Samplerate. An den Flanken des Signals identifiziert der DAC den Impuls zur Taktung, jener Information, die dem DAC mitteilt, in welcher Geschwindigkeit die Daten ein- und ausgelesen bzw. gewandelt werden sollen. Je sauberer dieses Signal übertragen wird, desto eindeutiger kann der Wandler die Interpretation des Taktes und damit der Musikinformationen vornehmen. In dem Maße, wie die Flanken ungenau ausgebildet werden (z.B. durch schwaches, verzerrtes d.h. zeitlich schwankendes Clock-Signal), muss der Wandler "raten" bzw. fehlinterpretiert die Schaltimpulse - es kommt zu Phasenverschiebungen, genannt Jitter, und damit zu mehr oder weniger hörbaren Verfremdungen des Klangs.

Warum sollte von all den Komponenten nur der Clock-Signal-Teil mies sein? Dann ist in der Regel nämlich auch der Rest so schlecht, dass ein Wandler nichts mehr erraten kann, wahrscheinlich ist dann das Kabel total kaputt...

Mit halbwegs brauchbaren (normgerechten) Kabeln ist das konstante Digitalsignal mit ebenso konstantem Clocksignal da.
Digitalgerät und Wandler sind vielleicht nicht 100% gleichlaufend, und auch gerade das wird mit dem Clocksignal ausgeglichen. Die Eingänge sind bei allen halbwegs modernen Geräten gepuffert, die Daten strömen inkl Clocksignal etc. in den Puffer und werden dann als sauber strukturierte Pakete verarbeitet.

Dass das in der Regel sauber funktioniert, siehst du auch daran, dass über SPDIF auch komprimiertes AC3 und DTS übertragen wird. Wenn da das reine PCM-Signal durch Jitter so verfälscht wäre, dass man es hört, würde eine Surroundübertragung irgendwann scheitern..

SPDIF ist einfach eine Form von serieller Schnittstelle. Du darfst das dir nicht so vorstellen, dass da einfach die Pits der CD 1:1 auf der Glasfaser oder dem 75-Ohm-Kabel landen. SPDIF verwendet eine Art fortgeschrittenes Protokoll, die Daten werden in Frames verpackt, ähnlich AES-3...

Vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sony/Philips_Digital_Interface
http://de.wikipedia.org/wiki/AES/EBU

Im AES-Artikel sind auch genau die Probleme beschrieben, die Auftreten können:

1) verwenden ungenormter Kabel / zu langer / verbastelter Kabel
2) verwenden und zusammenführen mehrerer digitaler Signalquellen erfordert Masterclock.

Aber in der einfachen Konstellation CD-Player -> Digitalkabel ->DA-Wandler darf es normalerweise keine Probleme geben, wenn sich alles Geräte an die Normen halten.


[Beitrag von ta am 26. Jun 2010, 23:22 bearbeitet]
fujak
Inventar
#15 erstellt: 27. Jun 2010, 05:34

ta schrieb:
Aber in der einfachen Konstellation CD-Player -> Digitalkabel ->DA-Wandler darf es normalerweise keine Probleme geben, wenn sich alles Geräte an die Normen halten.

Das ist eine sehr oberflächliche Theorie mit vielen Weglassungen wichtiger Aspekte. Deshalb sieht auch die Praxis leider anders aus.
Die Probleme in dem von Dir verlinkten Artikel sind schon gröberer Natur. Hier geht es aber nicht um Knackser und Aussetzer des digitalen Audiosignals sondern um das analog übertragene Rechtecksignal, welches die Verarbeitung des digitalen Audiosignals steuert. Phasenverschiebungen durch ungenau übertragene Flanken des Clocksignals führen nur im Exteremfall zu Aussetzern. Meistens kommt es "lediglich" zu Phasenverschiebungen, die zur Fehlinterpretation im Wandlerprozess führen (genannt Jitter). Hörbar nicht durch Aussetzer oder Knackser sondern Verlust an Räumlichkeit, "Ruhe" und Klarheit im Klang etc. Wer den Unterschied mal gehört hat, weiß wovon ich spreche.

Aber ich möchte es an dieser Stelle bewenden lassen, da es a) schon genug Threads (allen voran der "Jitter-Thread") gibt und b) sonst zu sehr ins OT geht.

Grüße
Fujak
stoneeh
Inventar
#16 erstellt: 02. Jul 2010, 06:57
Die letzte der Soundkarten die bisher übrig geblieben ist, die Auzentech Prelude, ist jetzt zu haben - siehe Sig.


Grüsse
Stoneeh
krixekraxe
Stammgast
#17 erstellt: 09. Jul 2010, 10:07
hallo stoneeh und "Konsorten"

bin gerade auf diesen Fred gestossen und finde ihn sehr interessant, wenngleich ich kaum was davon verstehe (bin dummer Kaufmann)!

Mein Anliegen, vieleicht könnt Ihr mir was dazu sagen:

Ich bin ein paar Jahre vor der Rente alt und habe von Anfang an CDs gekauft, hab somit mehrere Tausend davon. Stilmäßig von Anfang an Rock/Pop und seit gut 20 Jahren auch Klassik, mit gleicher "Kaufintensität"

Kaufte mir auch seit gut 40 Jahren immer wieder etwas "Besseres" und bin jetzt bei Erstanlage Martin Logan/McIntosh und Anlage im anderen Zimmer Infinity RS1/Audio Classé/McIntosh angelangt.

Mich störte schon seit langem der Anblick des "Haufens CD" und angeregt durch den WAP 2000 Hype hab ich mir diesen gekauft und begonnen, meine CDs in FLAC zu rippen, 2500 Stück hab ich schon geschafft.

Jetzt habe ich leider zwei "Rückschläge" erlitten!
Beim Workshop in einem anderen Infinity-Fred war eine nahezu mit allem Nützlichen und Nutzlosen Features gepimpte Superanlage aufgebaut (alleine Kabel und Netzfilter hatten einen UVB -von "Wert" will ich nicht sprechen- in Höhe von gut €10.000 (!!) Ziel dieses WS war es, auf meinen Vorschlag hin, "Hören" lernen. Deshalb wollte der "Master of the Ceremonie" möglichst alles einbauen, wovon HiFi Puristen vermuteten, daß es Klang beeinflussend sei; wie Filter und armdicke Kabel. Ganz "nebenbei" konnte man andere, sonst stark bezweifelte Unterschiede hören - das führte zu Rückschlag Nummer Eins:

1.Zwischen FLAC und CD gibt es einen hörbaren Unterschied. Bei FLAC ist die Räumlichkeit eingeschränkter, die Bühne nicht so transparent und tief. ALLE 12 Teilnehmer konnten/mussten das bestätigen! Wohlgemerkt: immer mit den gleichen Musikstücken und eingepegelter gleicher Lautstärke. Ein vorab häufig gewünschter Vergleich Mp3/FLAC/CD entfiel folgedessen einvernehmlich!

Zweiter Rückschlag: Ich liess mir einen PC bauen, nur zum Zwecke des Rippens meiner CDs in FLAC und deren Speicherns. Jetzt lese ich hier bei diesen Beiträgen, daß die Soundkarte einen so großen Einfluss hat - ich schlafe schon schlecht.
Ich hab also einen PC, mit einer Soundkarte Xonar D2X, rippe mit EAC in FLAC, gebe es bei der Wiedergabe mit dieser Karte digital Koax aus, in einen Proceed AC/DC Wandler (hat auch mal DM 8000 gekostet)hinein und von dort geht´s analog in die McIntosh Vorstufe.

Für mich klingts tadellos, ich könnt´ damit leben. Aber jetzt nagt natürlich das Wissen, das es "noch besser" gehen könnte und zwar mit einer anderen Soundkarte.

Geh´ ich recht in der Annahme...? -Danke-
fujak
Inventar
#18 erstellt: 09. Jul 2010, 13:30
Hallo krixekraxe,


krixekraxe schrieb:
1.Zwischen FLAC und CD gibt es einen hörbaren Unterschied. Bei FLAC ist die Räumlichkeit eingeschränkter, die Bühne nicht so transparent und tief. ALLE 12 Teilnehmer konnten/mussten das bestätigen! Wohlgemerkt: immer mit den gleichen Musikstücken und eingepegelter gleicher Lautstärke. Ein vorab häufig gewünschter Vergleich Mp3/FLAC/CD entfiel folgedessen einvernehmlich!


Einen klanglichen Unterschied hast Du sicherlich gehört. Doch die Schlussfolgerung scheint mir noch zweifelhaft. Denn was Du im Vergleich hörst, ist nicht nur das Medium CD versus FLAC sondern bei beiden auch das jeweilige Abspielgerät, mit dem Du das entsprechende Msdium gehört hast. Und das ist in erster Linie das klangentscheidende. Wenn der CD-Player erstklassige Wandler eingebaut hat und das FLAC-Abspielgerät / PC nur eine mittelmäßige Soundkarte, ist es klar, dass die CD besser zu klingen scheint. Würde man einen billigen CD-Player aber ein hochwertiges Abspielgerät, wie z.B. von Linn nehmen, dann würde es so scheinen, als ob FLAC besser als die CD klingt. Fazit, die Technik, die das Medium verarbeitet, ist das klangentscheidende und nicht das Medium selbst.


krixekraxe schrieb:
Zweiter Rückschlag: Ich liess mir einen PC bauen, nur zum Zwecke des Rippens meiner CDs in FLAC und deren Speicherns. Jetzt lese ich hier bei diesen Beiträgen, daß die Soundkarte einen so großen Einfluss hat - ich schlafe schon schlecht.
Ich hab also einen PC, mit einer Soundkarte Xonar D2X, rippe mit EAC in FLAC, gebe es bei der Wiedergabe mit dieser Karte digital Koax aus, in einen Proceed AC/DC Wandler (hat auch mal DM 8000 gekostet)hinein und von dort geht´s analog in die McIntosh Vorstufe.

Für mich klingts tadellos, ich könnt´ damit leben. Aber jetzt nagt natürlich das Wissen, das es "noch besser" gehen könnte und zwar mit einer anderen Soundkarte.

Geh´ ich recht in der Annahme...? -Danke-


In Deiner Konfiguration ist die Soundkarte nicht klangentscheidend, da die Wandlung extern durch Deinen Proceed vorgenommen wird und Du aus der Soundkarte nur das SPDIF-Signal herausholst. Die Soundkarte wird erst dann klangentscheidend, wenn Du statt dem Proceed die Soundkarte die D/A-Wandlung vornehmen lässt und aus der Soundkarte analog in den MacIntosh gehst.

Grüße
Fujak


[Beitrag von fujak am 09. Jul 2010, 20:12 bearbeitet]
krixekraxe
Stammgast
#19 erstellt: 09. Jul 2010, 14:44
nächst sage ich Danke für die beruhigende Antwort!

Die Musikbeispiele, die wir hörten, waren schon sehr anspruchsvoll! Aus Musorgskys Bilder einer Ausstellung z.B. Das "Große Tor von Kiew" oder eine Live-Aufnahme aus der Westminster Kathedral, mit 9,5sec Nachhall, oder einer kleinen Kirche in Spanien mit 3,5 sec. Nachhall (Misa Criolla).

Alle Beispiele, die CD, FLAC und WAF wurden wiedergegeben von einem Gerät, mit eingbauten Festplatten (die Festplatten, die man zum Gerät zukaufen muß, kosten alleine € 2000) Das Gerät, dessen Namen mir entfallen ist und ich nachfragen müsste, ist jedenfalls ein beeindruckendes "WAP2000 (TEAC)für Millionäre"

Wie natürlich die Daten dort draufkommen, ob das Gerät selber wandelt, muss ich erst erfragen.
fujak
Inventar
#20 erstellt: 09. Jul 2010, 19:04

krixekraxe schrieb:
Wie natürlich die Daten dort draufkommen, ob das Gerät selber wandelt, muss ich erst erfragen.


Klaus, das würde auch mich interessieren. Und 2.000€ für eine Festplatte, das kommt mir wie Abzocke vor, zumal dann auch noch die FLAC-Dateien schlechter klingen. Wozu dann eine solche Investition? Der Hersteller würde mich schon interessieren; vielleicht kannst Du auch das Fabrikat und Modell herausbekommen.

Grüße
Fujak
stoneeh
Inventar
#21 erstellt: 09. Jul 2010, 20:06

fujak schrieb:
In Deiner Konfiguration ist die Soundkarte nicht klangentscheidend, da die Wandlung extern durch Deinen Proceed vorgenommen wird und Du aus der Soundkarte nur das SPDIF-Signal herausholst. Die Soundkarte wird erst dann klangentscheidend, wenn Du statt dem Proceed die Soundkarte die D/A-Wandlung vornehmen lässt und aus der Soundkarte analog in den MacIntosh gehst.



So ist es - mit Einschränkungen.

Evtl könnten dich im Moment Geräte wie der Ayre QB9 interessieren die über den asynchronen USB Modus laufen, was den PC als klangbeeinflussende Komponente komplett eliminiert. Das ist ja bei dir noch nicht der Fall, da erst mal die Soundkarte ein "reines" digitales Signal produzieren muss dass dein D/A Wandler dann bearbeiten kann, und bei der Asus Xonar hab ich da evtl kleine Zweifel, da sie denk ich nicht auf digitale Ausgabe getrimmt ist.

Oder du probierst ein paar andere Soundkarten durch und schaust ob sich Unterschiede ergeben. In der Praxis kann ich hier nix dazu sagen weil ich bei allen Karten nur die analoge Ausgabe getestet hab, aber zb die ESI Juli@ soll eine gute digitale Ausgabe haben.

.. auch wenn die Unterschiede meiner Meinung nach minimal sein sollten, aber ab einer gewissen Qualität des Rests der Kette sind ja auch minimale Verbesserungen lohnend, weil sie in so einer Umgebung auch eindeutig zu hören sind.

Zu der Theorie hinter der Sache sollte dir btw der Fujak noch viel mehr erzählen können.


Grüsse
Stoneeh
krixekraxe
Stammgast
#22 erstellt: 09. Jul 2010, 21:14
Danke für die Infos!

Das Gerät, von dem wir beim Workshop hintereinander, vom selben Gerät und eingemessener Lautstärke, nacheinander die gleichen Musikbeispiele, einmal CD Original, dann WAF, dann FLAC, hörten hieß: "Caleidescape - Integrated Movie and Music Server" Google unter "Caleidesape", dort findest Du das Gerät - ich weiß gar nicht, ob und wer das in D vertreibt!

Sagt mir vieleicht Euere Meinung dazu.

Übrigens sind von diesem Ding 42 Stück in Abramovics neuer Yacht verbaut!
fujak
Inventar
#23 erstellt: 10. Jul 2010, 05:53
Hallo Klaus,

ich habe mal nach dem Ding gegoogelt. Kaleidescape scheint nicht so verbreitet zu sein. Selbst im großen amerikanischen Forum Head-fi.com gibt es wenige Postings, in denen das Gerät erwähnt wird - und da lediglich am Rande.
Das Konzept macht einen durchdachten Eindruck und erinnert noch am ehesten an Linn-Player/Streamer - m it dem Unterschied, dass Kaleidescape auch Video in den meisten Produkten anbietet. Die technischen Specs sind so dürftig, dass auch daraus nicht hervorgeht, warum man so viel Geld ausgeben sollte. Ich bin der Meinung, für gutes Hifi gibt es preiswertere Lösungen.

Grüße
Fujak
ta
Inventar
#24 erstellt: 28. Jul 2010, 19:22

stoneeh schrieb:

Evtl könnten dich im Moment Geräte wie der Ayre QB9 interessieren die über den asynchronen USB Modus laufen, was den PC als klangbeeinflussende Komponente komplett eliminiert. Das ist ja bei dir noch nicht der Fall, da erst mal die Soundkarte ein "reines" digitales Signal produzieren muss dass dein D/A Wandler dann bearbeiten kann, und bei der Asus Xonar hab ich da evtl kleine Zweifel, da sie denk ich nicht auf digitale Ausgabe getrimmt ist.


Du meinst damit jetzt nicht ernsthaft, dass die Frage des USB-Modus das Digitalsignal am Digitalausgang der Soundkarte in irgendeiner Weise beeinflusst??
fujak
Inventar
#25 erstellt: 28. Jul 2010, 19:35
ta
Inventar
#26 erstellt: 28. Jul 2010, 22:31
USB ist

1) auch ein Protokoll.
2) darauf angewiesen, die Daten 1:1 korrekt zu übertragen.

Gäbe es Jitter, würde sich das Problem auch auf die Protokolldaten des USB auswirken. Spätestens hier sollte es zu keinen Fehlern kommen. Sonst deaktiviert der USB-Host das Gerät mit einem USB-Fehler (USB funktioniert ja in zwei Richtungen). Deswegen gibt es alle möglichen Sync-Tricks und Puffer, die genau das verhindern.

Ich finde es unglaublich, wie man allen Arten von Digitalverbindungen einfach mal Jitter unterstellen kann. Der sich natürlich nur auf die Nutzdaten selbst auswirkt, im geringen Maße aber dafür kontinuierlich (länger dauernde Klangunterschiede), und den Protokolloverhead in der Übertragung unangetastet lässt...

Wenn das so wäre hätte das ja tolle Konsequenzen...

(C)->FUUUJAK!!

(F)->Was gibts, Chef?!

(C)->Das Handout, was Sie für die Präsentation morgen erstellt haben, ist ja voller Tippfehler!

(F)->Aber nein Chef, da sind bestimmt keine Tippfehler drauf!

(C)->Soll ichs Ihnen zeigen?!!

(F)->Schuld ist mein neuer ARBEITSPLATZDRUCKER!

(C)->

(F)-> Doch, denn offenbar unterstützt dieser keinen asynchronen USB-Modus, weshalb es im USB zu Jitterproblemen kommt! Das beeinflusst den Text und gibt ihm eine sächsische Note!

fujak
Inventar
#27 erstellt: 29. Jul 2010, 05:25
Hallo ta,

interessant Dein Dialog. Erzähl doch mal mehr aus Deinem Arbeitsleben.

Zur technischen Seite: Für reine Datenübertragung stimme ich Dir zu. Hier aber geht es um ein Audiosignal, dass eben nicht nur aus reinen digitalen Daten sondern auch einer analogen Zeitinformation (Clocksignal) besteht. Daraus ergeben sich andere Konsequenzen für die Übertragung (z.B. über USB).

Grüße
Fujak
ta
Inventar
#28 erstellt: 29. Jul 2010, 13:17

fujak schrieb:
Für reine Datenübertragung stimme ich Dir zu. Hier aber geht es um ein Audiosignal, dass eben nicht nur aus reinen digitalen Daten sondern auch einer analogen Zeitinformation (Clocksignal) besteht. Daraus ergeben sich andere Konsequenzen für die Übertragung (z.B. über USB).


Die Audioübertragung unterscheidet sich aus Sicht des USB nicht von einer Übertragung von Mausdaten oder von Daten einer externen Platte.
Fidelity_Castro
Inventar
#29 erstellt: 29. Jul 2010, 14:18

ta schrieb:


Die Audioübertragung unterscheidet sich aus Sicht des USB nicht von einer Übertragung von Mausdaten oder von Daten einer externen Platte.


Fujak hat es schon richtig erklärt, scheint aber irgendwie nicht in dein Hifi Weltbild zu passen
stoneeh
Inventar
#30 erstellt: 29. Jul 2010, 23:06
führt doch bitte grundsatzdiskussionen in einem eigenen thread

thx


grüsse
stoneeh
ta
Inventar
#31 erstellt: 30. Jul 2010, 18:22

Fidelity_Castro schrieb:
[
Fujak hat es schon richtig erklärt, scheint aber irgendwie nicht in dein Hifi Weltbild zu passen ;)


Passt nicht in mein Computerweltbild!


stoneeh schrieb:
führt doch bitte grundsatzdiskussionen in einem eigenen thread


Bitte:

http://www.hifi-foru...m_id=33&thread=13485
Rodny
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 26. Aug 2010, 16:12
Ich finde deinen Erfahrungsbericht sehr gut. In meinem Rechenknecht werkelt auch eine Prelude und demnächst will ich mir einen PC ausschließlich zur Musikwiedergabe zusammen bauen. Natürlich nicht ohne meine Prelude. Bestimmt werde ich eines Tages auch mal Oamps tauschen. Leider habe ich bis jetzt nur das Angebot von Auzen gefunden und das ist nicht gerade billig.
stoneeh
Inventar
#33 erstellt: 13. Dez 2010, 00:45
Creative X-Fi Titanium HD:

Dies ist die aktuelle Top-Karte von Creative. Den Ansatz hat Creative ganz dreist von Auzentech geklaut - eine interne Soundkarte mit hochwertigsten D/A Wandlern und hochwertigen aber trotzdem austauschbaren Op-Amps. Ebenfalls ist ein EFI-Schirm verbaut der vor Interferenzen schützen soll.

Die D/A Wandler die zum Einsatz kommen sind Burr Brown PCM1794 die mit Daten wie um die 130db Dynamik aufwarten und werden schon durchaus mal in CD Playern der 5000€ Klasse eingesetzt.

Aber die Daten selbst kann man eh googlen - wie klingt das Ding nun?

Ich würde die Titanium HD ca auf einem Level mit der Auzentech Prelude einordnen. Die Titanium klingt einfach rundherum richtig - neutral aber trotzdem bassstark, dynamisch aber trotzdem gut auflösend. Die Auzentech löst Stimmen und Instrumente besser auf, dafür sind die Höhen der Titanium HD differenzierter, feiner - eindeutig die besten Höhen die ich bis jetzt gehört habe. Ebenfalls ist die Titanium HD einfach rundherum neutraler und hörfreundlicher abgestimmt - jede Musikrichtung, jedes Lied hört sich damit gut an.

Die Titanium HD hat nun mein Fireface UC abgelöst. Das Fireface hatte, nachdem ich es vor einiger Zeit auf Akkubetrieb umgestellt hatte, zwar eindeutig den ruhigeren Klang - bei der Creative hört man schon dass sie eine interne Soundkarte ist und ihre Stromversorgung von einem stinknormalen PC-Netzteil bezieht, das eben nicht wirklich HiFi-Ansprüchen genügt. Trotzdem hat die Creative einfach ihre Stärken und der Unterschied insgesamt in der Klangqualität ist einfach so gering dass die Entscheidung zwischen der 160€ Soundkarte und dem 880€ Studiointerface nicht schwer fiel.

Bild:

P1010580



Creative X-Fi USB HD:

Kurz: es wurden geringfügig minderwertige Komponenten verbaut, und genau so hört sich's auch an. Klangcharakteristik gleich wie die der Titanium HD, aber etwas dumpfer, weniger gut auflösend, nicht ganz so gut im Hochton - allesamt trotzdem noch immer eine sehr gute Soundkarte.

Bild:

P1010572


Grüsse
Stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 13. Dez 2010, 08:19 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#34 erstellt: 13. Dez 2010, 01:27
RME ADI-2:

Nachdem mir das RME Fireface UC durchaus gefiel, ich es aber nur für Stereo D/A Wandlung gebraucht habe, fiel meine Aufmerksamkeit auf das ADI-2, einen spezialisierten D/A Wandler von RME.

Von Seite RME's wird behauptet dass das ADI ähnlich neutral wie das Fireface UC abgestimmt sein soll, nur die analoge Ausgangssektion höherwertig ausgeführt sein soll. Diese Aussagen, und Daten wie 119db Dynamik beim ADI-2 vs 113db beim Fireface UC, trieben die Erwartungen dementsprechend hoch.

Nun, per Toslink an den PC gehängt, per hochwertigem Neutrik Klinge-zu-XLR Kabel an den Verstärker, und für nen guten Vergleich an die selbe 12V Akku Stromversorgung wie das Fireface angeschlossen, gings an den Hörtest.

Zuerst Trance - D-Trance 10, ein Sampler mit schönen melodischen Trance/Hardtrance Liedern die sehr gut aufgenommen/abgemischt wurden. Nach 1, 2 Liedern mit verschiedenen Bassdrums und Basslines wurde klar dass der Bass nicht so betont ist wie beim Fireface. Egal, Bass am Verstärker (Denon PMA S10 II) raufgedreht, und hat gepasst (bzw gebasst ;)). Egal welches Lied, die Auflösung und Musikalität überzeugte, und war von der Qualität das beste was ich bis jetzt hören durfte. Nostrum - Brilliant kam einfach genial rüber.

Die nächste CD war Tiesto - Search for Sunrise. Ein Klassiker bei dem ebenfalls Musikalität als auch Klangqualität von höchster Güte sind. Die Lieder wurden aber oft heller abgemischt als auf der D-Trance, was mir bei vorigen Abspielern/DA-Wandlern nie so wirklich auffiel oder gar störend wurde. Beim ADI-2 schon. Hier fiel mir das erste mal die im oberen Mittelton durchaus sehr grelle Abstimmung auf, und einige Lieder waren deswegen laut gar nicht auszuhalten.

Na gut, dann aufgrund der auftretenden Besorgnis gleich mal auf Metal gewechselt, wo ein nerviger Mittelhochton auf jeden Fall eindeutig rauszuhören sein müsste. Und das war er. Meiner Meinung nach gut abgemischte Sache wie Devin Townsend klangen auf einmal nur mehr nervig. Die Balance war imo komplett daneben. Bässe waren kaum mehr rauszuhören und die Stimme Devin's, besonders wenn er schrie/kreischte, sehr nervig.

Diese Höreindrücke setzten sich leider fort und ich fand in meiner Rock/Metal Sammlung dann noch viele Lieder bei denen das ADI-2 sich einfach nicht richtig anhörte.

Ich hab dann nochmal probiert statt dem Akku das mitgelieferte Netzteil anzuhängen, um hier vll den "Fehler" zu finden. Leider brachte das gar nix, im Gegenteil, mit dem mitgelieferten Netzteil hörte sich das ADI-2 für meine derzeitigen Ansprüche eigtl richtig schlecht an.

Im Nachhinein fiel auch auf dass die Creative Titanium HD eindeutig die klareren, feineren Höhen hatte. Hi-Hats und ähnliche Instrumente kommen auf der Karte einfach ganz anders rüber. Da erwart ich mir von einem externen D/A Wandler, speziell von Akku-Stromversorgung unterstützt, ein anderes Niveau.

Allgemein also mixed Feelings: das ADI-2 kann eindeutig etliche Sachen sehr gut, andere aber weniger, und ist imo nicht so neutral abgestimmt wie man es sich von einem Studiogerät erwarten sollte. Ich würde sagen, das Gerät hat auf jeden Fall Qualitäten - am besten ausprobieren ob es zur eigenen Kette & Musikgeschmack passt. Ich selbst ziehe die 160€ Creative X-Fi Titanium HD diesem 520€ externen Wandler vor.

Bild:

P1010579


Grüsse
Stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 13. Dez 2010, 08:23 bearbeitet]
Fidelity_Castro
Inventar
#35 erstellt: 14. Dez 2010, 01:22
Hast du denn mal mit "echter" Musik getestet ? Ich mein ich höre ja auch querbeet, aber das Rock und Elektrogelump eignet sich doch nicht wirklich um treffende Aussagen zu machen was natürlichkeit etc. angeht, also die faktoren die bei nicht so billigen Wandlern das Verkaufsargument sind. Denn mit solcher Musik testest du praktisch nur für dich selbst, andere im Forum können daraus keine Rückschlüsse auf die wirkliche performance ziehen

Das kann ich dir zum testen empfehlen, richtig richtig gut http://www.linnrecor...D-Major-Haffner.aspx
riesenspass
Stammgast
#36 erstellt: 22. Dez 2010, 06:23
Hi,
Ich habe im meinem PC 3 Soundkarten
-Onboard für die PC Lautsprecher
-Creative X-Fi für Ausgang an die Stereoanlage
-M-Audio Delta 24/96 für Eingang aus der Stereoanlage, Midi und 24Bit/96 Khz Sampling.

In der Reihenfolge sind die auch qualitativ.

Die X-Fi hat bei mir immer wieder mit Hardwareproblemen zu kämpfen, eine fiel aus mit Pegelunterschieden bei der Aufnahme.

Für Musikaufnahmen ist die M-Audio Delta 24/96 DAS günstige Modell, da sie sehr geringe Latenzen hat (ca. 4ms) und hervorragende Werte.


[Beitrag von riesenspass am 23. Dez 2010, 08:09 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#37 erstellt: 22. Dez 2010, 20:14
Ich hab nur zwei Soundkarten. Beide schon etwas älter.
Eine Audigy 2ZS und eine Audiotrak Prodigy 7.1 HiFi.
Beide unter Win7/64 als normale Stereokarten betrieben.
Also kein Surround Setup. Und mit einem Sennheiser HD595.

Die Audigy 2ZS ist eine zufriedenstellende Allroundkarte
imho. Sie bietet guten Stereosound und guten Spielesound.
Natürlich ist sie keine Topkarte mehr. Veraltete codecs und
keine Möglichkeit Opamps gegen bessere zu wechseln etc..
Allerdings versieht sie klaglos ihren Dienst auch unter
Win7/64.

Die Prodigy HiFi bietet besseren Stereosound als die Audigy.
Sie löst besser auf wie man so schön sagt. Allerdings kommen
Spiele nicht so toll (kein positional 3D Audio) und sie
bietet unter Win7/64 nur minimale Funktionalität was etwa
90% der Möglichkeiten des VIA-Sooundchips brach liegen
lässt. Trotzdem ist sie zum reinen Stereo Musik hören die
bessere Wahl.

Eingebaute nicht abschaltbare Klangverbieger gibt es bei
beiden Karten nicht.

Mit FLAC hab ich vor einiger Zeit auch experimentiert und
bin zu demselben Ergebniss wie ein Vorposter gekommen.
FLAC ist nicht gleich WAV - qualitativ. Die Unterschiede
sind zwar nicht so ohrenfällig wie bei durchschnittlichen
MP3s zu WAVs,aber sie sind da. Besonders bei Musik die man
gut kennt fällt das dann doch auf.
Und ausserdem bei den Preisen für Festplatten kann man sich
doch eh jegliche Kompression sparen mittlerweile.

Just my 2 cents.
stoneeh
Inventar
#38 erstellt: 23. Dez 2010, 09:26

Smoke_Screen schrieb:
Und ausserdem bei den Preisen für Festplatten kann man sich
doch eh jegliche Kompression sparen mittlerweile.


das is mal richtig


grüsse
stoneeh
lotharpe
Inventar
#39 erstellt: 22. Jan 2011, 14:09
Hallo Stoneeh,

die Titanium HD hat sich mittlerweile auch bei mir eingefunden, zum einbauen und testen werde ich allerdings erst nächstes Wochenende kommen.
Die Karte wird eine alte DMX 6fire 24/96 in einem meiner Rechner ersetzen, testen werde ich sie mit dem Violectric V200 KHV und dem HD800 Kopfhörer.

Grüße, Lothar
stoneeh
Inventar
#40 erstellt: 22. Jan 2011, 17:24
na bin ich neugierig was man mit hochwertigen KH so heraushört


grüsse
stoneeh
lotharpe
Inventar
#41 erstellt: 22. Jan 2011, 18:52

stoneeh schrieb:
na bin ich neugierig was man mit hochwertigen KH so heraushört


Einiges, bin selbst gespannt wie die Karte klingt.
Über Nebengeräusche mache ich mir noch keine Gedanken, bei der alten Karte hört man auch nichts.
Die Hardware in dem PC ist zwar schon etwas älter, aber hochwertig.

Erstaunlich, dass du die HD den beiden RME Geräten vorziehst, ich lass mich mal überraschen.


[Beitrag von lotharpe am 22. Jan 2011, 18:59 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#42 erstellt: 18. Feb 2011, 12:59
Arcam rDAC:

Tja, die Tests fallen inzwischen kurz aus, da es bei mir klar ein Kriterium gibt - ein Wiedergabegerät muss zumindest grösstenteils neutral klingen.

Getestet wurde der rDAC über USB, und ich würde den Klang des rDAC an und für sich für absolut akzeptabel bezeichnen. Für manche Anlagen und Hörgeschmäcker mag er sich absolut eignen. Ich würde den Klang subjektiv als hell, "frisch" bezeichnen. Der rDAC löst sehr gut auf, und das Klangbild ist sehr stabil - die Stabilität erinnert an's Fireface mit Akku-Stromversorgung. Der Bass ist straff. Ein guter Allrounder eigtl.

Für meinen Geschmack ist das Gerät etwas betont in den mittleren und hohen Mitten.. das hätte mich noch nicht allzu sehr gestört.
Der Bassbereich ist mir wichtig und als ich Lieder mit verschiedenen Bassdrums und Bassläufen getestet habe fiel mir neben einer leichten Unterbetonung im Kickbass, die sich locker mit dem Bassregler am Verstärker ausgleichen lässt, eine massive Betonung im unteren Bassbereich (30, 40Hz) auf die ich so noch nie gehört hab.

Mag sich auf manchen (besonders kleineren) Anlagen toll anhören weil Tiefbassschwäche gutgemacht wird, auf einer hochwertigen neutralen Anlage zumindest in meinem Buch nicht.

Die X-Fi Titanium HD hat im Vergleich ein allgemein etwas schmutzigeres Klangbild (PC Netzteil sei dank), gibt aber jedes Lied bedingungslos so wieder wie es vom Künstler gedacht war.
Hab die Karte noch bei keinem Lied auf den falschen Fuss erwischt. Somit bleib ich ihr treu.


Bilder:

P1020148 P1020157


Grüsse
Stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 18. Feb 2011, 13:06 bearbeitet]
fujak
Inventar
#43 erstellt: 18. Feb 2011, 19:03
Hallo stoneeh,

ich weiß, dass wir unterschiedliche Herangehensweisen an die Beurteilung von Geräten in klanglicher Hinsicht haben.

Doch nachdem ich den rDAC mittlerweile selbst hören konnte, muss ich hier meine 2 Cents loswerden: Was Du als Senke im Kickbass-Bereich bei gleichzeitiger Betonung des Tiefbass-Bereichs <40Hz beschreibst, ist ein typisches Phänomen, was üblicherweise bei einer sauberen (= jitterreduzierten) Wandlung zu hören ist: Der Bass klingt schlanker und zugleich tiefer. Es hat also nichts mit tonalen Unlinearitäten der Ausgangsstufe des DAC zusammen (die FG-Schriebe zeigen eine schnurgerade Linie im hörrelevanten Bereich), sondern hängt vor allem mit der saubereren Impulswiedergabe zusammen, ein Effekt, den man übrigens auch bei sensorgeregelten Bass-Chassis hören kann.

Entgegen Deiner Ansicht, ist übrigens genau dieses Phänomen auf kleineren Anlagen eher von Nachteil. Sie leben ja klanglich genau davon, dass der Kickbass-Bereich betont wird, um zu überdecken, dass unter 50 Hz meistens nicht mehr viel kommt.

Ich respektiere allerdings, wenn Du klanglich das - wie Du treffend schreibst - "schmutzigere" Klangbild Deiner Soundkarte bevorzugst.

Grüße
Fujak
lotharpe
Inventar
#44 erstellt: 18. Feb 2011, 19:12

stoneeh schrieb:

Die X-Fi Titanium HD hat im Vergleich ein allgemein etwas schmutzigeres Klangbild (PC Netzteil sei dank)..


Kann ich bei meiner Titanium HD nicht feststellen, der Klang ist absolut sauber und ohne Nebengeräusche.
stoneeh
Inventar
#45 erstellt: 18. Feb 2011, 19:49

fujak schrieb:
Was Du als Senke im Kickbass-Bereich bei gleichzeitiger Betonung des Tiefbass-Bereichs <40Hz beschreibst, ist ein typisches Phänomen, was üblicherweise bei einer sauberen (= jitterreduzierten) Wandlung zu hören ist: Der Bass klingt schlanker und zugleich tiefer. Es hat also nichts mit tonalen Unlinearitäten der Ausgangsstufe des DAC zusammen (die FG-Schriebe zeigen eine schnurgerade Linie im hörrelevanten Bereich)



naja fujak, das bezweifle ich, das fireface UC mit bestätigt jitter-reduzierender steadyclock klang hier genau umgekehrt - betont im mittleren bass und etwas schwächer ganz unten rum. ich weiss dass du viel wert legst auf frequenzgang schriebe und respektiere deine meinung in der richtung, aber ich glaube dass die schriebe hier nicht die ganze wahrheit verraten

wieso, möchte ich jetzt keine vermutungen abgeben, das dient eh nur immer als vorwand für seitenlange diskussionen/streits, ich persönlich vertraue halt seit jeher immer mehr meinen ohren als trockener theorie

aber um deinen argumenten entgegen zu kommen, als den stein der weisheit im bereich neutralität würd ich rein technisch gesehen weder rDAC noch fireface beschreiben, nur weil sie dank diverser massnahmen grossteils jitterfrei sind. dazu ist einfach der technische aufbau allgemein zu schwach, von den winzigen externen netzteilen angefangen über die nicht gerade hochwertigsten D/A bauteile über die ebenfalls bei beiden verbesserungswürdige vorverstärkung



lotharpe schrieb:
Kann ich bei meiner Titanium HD nicht feststellen, der Klang ist absolut sauber und ohne Nebengeräusche.



hast halt ein besseres netzteil :D. ne keine ahnung, das ist dein eindruck, ich denke man kann es jedenfalls als fakt ansehen dass pc netzteile üblicherweise die schlechtere (unruhigere) stromversorgung abgeben als hifi-taugliche teile oder gar akkus. beim fireface und adi-2 mit den kleinen externen netzteilen war der unterschied klar zu merken. wäre neugierig was bei den internen soundkarten so herauszuholen wäre wenn sie für die stromversorgung für die D/A wandlung (das rein digitale muss sowieso intern über pci-e angesteuert werden) eine möglichkeit für externe versorgung anbieten würden

aber ja, die sb xi hd bewegt sich allgemein auf sehr hohem niveau. kannst ja auch den rest deiner erfahrungen reinschreiben, wäre sicher interessant für so manchen hier


grüsse
stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 18. Feb 2011, 19:55 bearbeitet]
lotharpe
Inventar
#46 erstellt: 18. Feb 2011, 20:24

stoneeh schrieb:
..aber ja, die sb xi hd bewegt sich allgemein auf sehr hohem niveau.


Kann ich nach einem kurzen Test über den V200/HD800 nur bestätigen, die Karte klingt wirklich ausgezeichnet.
Einen direkten Vergleich zu meinen anderen Geräten konnte ich mangels Zeit und Ruhe noch nicht anstellen, es wird auch noch eine Weile dauern.
Dabei ist ein größerer Umbau nötig, steht der PC mit HD nicht in Reichweite zu den anderen Komponenten und ich könnte dann nicht mehr fernsehen und Blu-rays schauen.
Einen intensiven Vergleich kann man nur stundenweise und über mehrere Tage durchführen, auch müssen etliche Aufnahmen und Musikrichtungen dabei berücksichtigt werden.
Das Hörempfinden variiert je nach Stimmungszustand und Tagesform erheblich.

Es ist aber schon erstaunlich, wass bei sehr hochwertigen Aufnahmen aus der HD herauskommt, habe bei dem relativ kurzen Test nicht schlecht gestaunt.
Sie scheint sehr neutral zu wandeln, alles klingt glasklar und sauber gestaffelt, ohne jegliche Nebengeräusche.

Eine schöne Karte und an den verbauten OP-Amps braucht man auch nichts zu ändern, das passt schon.


[Beitrag von lotharpe am 18. Feb 2011, 20:42 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#47 erstellt: 18. Feb 2011, 20:53
freut mich dass sie gefällt, und besonders dass du ihr die gleiche neutralität bescheinigst die ich so an ihr schätze


grüsse
stoneeh
lotharpe
Inventar
#48 erstellt: 18. Feb 2011, 21:34
Mir gefällt auch der Ton bei Film und Fernsehen, das war ja der eigentliche Grund für den Kauf.
Mit dem Einbau der Karte wurde Windows 7 aufgespielt, diverse Programme erneuert, so kann der Rechner noch Jahre seinen Dienst verrichten.


[Beitrag von lotharpe am 18. Feb 2011, 21:37 bearbeitet]
Kakapofreund
Inventar
#49 erstellt: 21. Feb 2011, 21:15
Hatte den Beitrag bis heute noch gar nicht gesehen.

Schönes Review!

Momentan hängt mein HD650 an der X-Fi Gamer.
Ohne KHV oder sonstiges.
Geht absolut problemlos.

Bei der Xonar hatte ich damals auch Sounding vermutet.

Sie schien mir den Aufpreis zur X-Fi nicht wert und ich finde, sie wird zu Unrecht überall über den grünen Klee gelobt, OBWOHL ich gerade immer nur mit Kopfhörern höre und sie doch eigentlich dafür prädestiniert sein sollte.


[Beitrag von Kakapofreund am 21. Feb 2011, 21:25 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#50 erstellt: 11. Jan 2013, 23:37
So - der Ayre QB9 24/192 trifft demnächst bei mir ein. Ein bischen dauert's, da die Geräte auf Kundenwunsch gefertigt werden.

Ich werde das Gerät meinen üblichen Tests an meiner üblichen Kette (Denon PMA S10-II, Infinity Kappa 90) unterziehen. Bin schon sehr gespannt was ~3000€ gegenüber den ~150€ in Form des Soundblaster X-Fi HD können. Dass Equipmentkosten so gut wie nix über die Qualitäten des jeweiligen Geräts aussagen ist eine der grossen Lektionen die ich bis jetzt in der HiFi gelernt habe. Also bin ich neugierig ob man hier auch für den Ruf bzw die Testberichte zahlt, oder ob wirklich was dahinter steckt. Die Tests werden trotz einer gewissen Erwartungshaltung dennoch objektiv wie immer geführt werden. Ich bin kein Händler, kein professioneller Tester, und habe auch sonst keine Agenda.

Ich meld mich hier bereits so früh weil dann viele Gelegenheit haben die Ankündigung zu lesen, und mir mitzuteilen wenn sie etwas bestimmtes über das Gerät wissen wollen, oder sonstige Wünsche/Anregungen.

Ebenfalls könnt ihr mir Musikmaterial empfehlen. Ich hab zwar etliches wo der Konsensus ist dass die Aufnahmen audiophil sind, und auch ein paar Sachen in 24 bit. Speziell in 24 bit könnt ich aber mehr gebrauchen.

Grüsse
Stoneeh
Matzemax
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 18. Jan 2013, 19:01

Die STX ist vom Sounding her eindeutig auf Musikrichtungen wie Pop und Klassik ausgelegt - der tiefere Bass und die Mitten sind betont, was ein warmes/angenehmes Klangbild in den genannten Musikrichtungen ergibt.


Kann ich gar nicht nachvollziehen.
In meinem Vergleich zwischen Auzentech X-Fi Forte, Terratec Phase X24, Asus Xonar Essence StX unterscheiden sich zwar alle Qualitativ an meinem AKG 701, ich würde aber keine der Karten als in irgendeine Richtung gesoundet bezeichnen.

M
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