Vergleichstest Receiver: Denon DRA-700AE und NAD C 720BEE

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dogy90
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Jul 2011, 19:06
Abend!

Da ich selbst gerade auf der Suche nach einem neuen Stereo- Receiver bin, habe ich mir heute 2 Modelle vom lokalen Hifi Händler geholt. Warum also nicht bei dieser Gelegenheit ein kleines Review draus machen?


Die Testkandidaten:

- Denon DRA-700AE
- NAD C 720BEE
(- NAD C 525BEE, CD- Player)

DSC00296

Die beiden Receiver wurden miteinander verglichen sowie mit meinem bisheriges Gerät, dem 5.1 Receiver Yamaha RX-V 363. Ebenso habe ich einen nebenbei einen kleinen Vergleich gemacht zwischen einem teuren CD- Spieler (NAD C 525BEE) und meinem DVD- Zuspieler Pioneer DC-2750. Dieser spielt wohl in einer anderen Klasse und hat schon einige Jährchen auf dem Buckel (so 6-8), scheint mir aber dennoch kein schlechtes Gerät zu sein.

Getestet wurden die Kandidaten in einem 14 m^2 grossen Zimmer an einem Paar KEF iQ7 sowie teils am Kopfhörer Ultrasone HFI-580.

Das Testen möge Beginnen

Teil 1/2: NAD C 720BEE

Als erstes musste der NAD ran. Da ich bisher mit dem Einstiegsgerät von Yamaha Musik gehört habe, waren meine Erwartungen entsprechend hoch an dieses Gerät- schliesslich ist er auch fast dreimal so teuer!


Erst mal zur Verarbeitung:

das Gehäuse ist sehr robust, mit dickem Stahlblech rund herum. Die Frontplatte ist aus Metall und ebenfalls robust. Auffällig ist, dass die Gehäuseoberseite nur sehr wenige Lüftungsschlitze aufweist. Ob dies für eine hohe Energieeffizienz spricht? Wie die Leistungsaufnahme- Messungen weiter unten zeigen, nein.

Die Back- Anschlüsse sind allesamt vergoldet. Die Knöpfe an der Front sind aus sehr robust anmutendem Plastik und haben einen guten Druckpunkt. Sehr Negativ aufgefallen ist mir jedoch der Volume- Drehregler. Dieser ist ebenfalls aus Plastik. Da er jedoch recht gross ausgefallen ist und innen hohl, fühlt er sich billig an. Ausserdem besitzt er keine Rasterung. Wirklich störend hat er sich während dem Musik- Betrieb erwiesen.

Da die KEF recht empfindliche Boxen sind, reichte für die CD- Wiedergabe der Bereich zwischen 5% und 10% der Maximallautstärke völlig aus. Dreht man nun den Regler ein wenig, gibt es Stellen mit enormen Lautstärkesprüngen. Die Musik war dann entweder leiser als ich sie gerade hören wollte oder lauter, nur nicht wie gewünscht.

Die Fernbedienung ist, wie der Receiver selbst, äusserst stabil verarbeitet. Es ist völlig verwindungssteif und denkt nicht mal dran, Knarzgeräusche von sich zu geben. Auch der Druckpunkt der Tasten ist angenehm. Die Kehrseite davon ist, dass sie gross und sperrig ausgefallen ist.

Das Display ist leider recht klein, grob aufgelöst und nur einzeilig. Dadruch kann es nur sehr wenige Informationen darstellen.

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Die Klangqualität:

Wie gesagt, waren die Erwartungen an das Gerät hoch.
Als erstes wurde 'Ballbreaker' von AC/DC reingeschoben. Sofort fiel der präsentere Basspunch auf. Die iQ7 hat also durchaus noch etwas mehr drauf untenrum als bisher gedacht! Die Bässe waren strukturierter, Instrumente differenzierter und die Stimmen präsenter. Letzteres empfand ich jedoch nicht nur als positiv. Anscheinend kommt die NAD mit den iQ7 überhaupt sicht klar. Hat die iQ7 selbst schon betonte, helle Höhen, verstärkte die NAD dies ins störende. Egal ob AC/DC, Amy Macdonald oder Red Hot Chili Peppers: Die Höhen waren grell, hell und harsch. Das Musikhören bekam dadurch stets einen unangenehmen, störenden Beigeschmack.

Um herauszufinden, ob diese hellen Höhen nicht nur dem ebenfalls hellen Klang der Boxen geschuldet sind, wurde der Ultrasone HFI-580 angeschlossen. Dieser ist ein geschlosserer Kopfhörer und hat einen bassbetonten Klang mit gedämpften Höhen. Amy Macdonald, bei der der grelle Klang am deutlichsten war, hatte auch hier noch eine eher helle Stimme.

Es soll hier aber nochmals erwähnt sein, dass der NAD auch einiges besser macht als die Yamaha. Der Klang ist dynamischer, die Details besser aufgelöst, die Stimmen präsenter und der Bass knackiger.

Schliesslich wurde auch mp3- Musik via Cinch- Anschluss vom iPod eingespiesen. Reichte bei den KEF's bereits 5% der Lautstärke, musste der Regler hier nun sowohl am iPod als auch am NAD (fast) ganz aufgedreht werden, damit die Fetzen flogen.

Seltsamerweise verstand sich der NAD recht gut mit dem mp3 Sound. 'Venus vo Bümpliz' von Patent Ochsner war mittreissend, Rocksongs hatten einen sauberen, ordentlich betonten Bass und klangen merklich besser als noch beim Yamaha. Eine leichte Sprach-/ Höhenbetonung blieb jedoch auch hier. Die durch die Komprimierung weggefallenen Höhenanteile scheinen der NAD gut zu tun


Der Tuner

Hier zeigte sich die deutlichste Verbesserung gegenüber der Yamaha. Die NAD spielte sehr dynamisch auf mit frischem Klang und gab eine ordentliche Portion Bass hinzu. In Popsongs kam dies sehr gut an, bei den Radiosprechern hingegen resultierten dadurch etwas harte Stimmen. Auch hier drückten übrigens die hellen Höhen etwas durch. Hier rächte sich das Display der NAD. Songtitel ect. konnten selten vollständig dargestellt werden, sondern mussten durch- scrollen.

Das Fazit:

An der Verarbeitung des NAD kann kaum etwas bemängelt werden. Einzig das kleine und mässig aufgelöste Display und der Volume- Knopf sind negativ aufgefallen. Letzterer wäre aber bei mir bei meinen empfindlichen Boxen bereits ein KO- Kriterium. Schliesslich will ich nicht entweder zu laut oder zu leise Musik hören müssen.

Vom Klang her bin ich, um ganz ehrlich zu sein, ziemlich enttäuscht. Von einem so viel teureren Gerät hätte ich einen deutlichen Klangunterschied erwarter und einen Klang, der in jeder Hinsicht überlegen ist. Zwar löste er Details sehr fein auf und spielte viel konturenreicher, eine merklich bessere Klangbühne als der RX-V363 vermochte er aber auch nicht aufzustellen. Wiso nun der Klang so harsch und unangenehm rüber kam, ist mir etwas schleierhaft. Ob es nun am Verstärker, den Boxen oder dem Raum liegt?

Der Test mit dem Denon DRA-700AE würde wohl mehr Klarheit liefern, aber der wird frühestens morgen ins Forum getippt

Edit
- Review des NAD wurde erweitert
- Review des NAD wurde inhaltlich angepasst


[Beitrag von john_frink am 08. Jul 2011, 19:21 bearbeitet]
dogy90
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 02. Jul 2011, 19:07
Nachdem ich so ziemlich das ganze Wochenende im Zimmer mit Musik hören verbracht habe, nun der zweite Teil des kleinen Reviews.

Teil2/2: Denon DRA-700AE

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Die Verarbeitung

Als erstes ist mir die sehr edle Front des Receivers aufgefallen. Diese kommt in Form einer dicken Platte aus gebürstetem Aluminium daher. Auch sind sämtliche Knöpfe aus Aluminium, inklusive des Volume- Reglers. Gerade dieser wirkt einiges wertiger als der Plastikregler des NAD. Ausserdem sind seine Lautstärke- Schritte viel gleichmässiger, wenn auch mit 0.5 db recht klein.

Es gibt aber auch Wermutstropfen: So sind die Anschlüsse nicht vergoldet und die Frontplatte ist seitlich nicht bündig eingepasst. Dies sieht man aber nur, wenn man von der Seite auf das Gerät schaut. Ausserdem ist das Stahlblech des restlichen Gehäuses nicht ganz so massiv, wie jenes des NAD (aber wertiger als jenes des Yamaha). Die Oberseite gibt bei mittigem Druck mit der Hand etwas nach. Dies könnte aber auch den vielen Lüftungsschlitzen geschuldet sein, welche den Deckel und die Seiten 'zieren'.

Das Display wiederum ist ein grosser Pluspunkt des Denon. Es ist viel besser aufgelöst als jene der beiden anderen Geräten. Ausserdem ist es breit und zweizeilig.

Die Fernbedienung besteht aus silbernem Plastik und wirkt auf den ersten Blick fragil. Sie hat in etwa die gleiche Länge, wie jene des NAD, ist aber nur halb so dick und sehr viel leichter. Doch man sollte davon nicht auf die Stabilität schliessen: Sie ist absolut verwindungssteif und gibt auch unter Druck keinerlei Knarzgeräusche von sich. Negativ aufgefallen sind mir allerdings die Tasten. Sie sind recht klein und bestehen aus weichem Gummi mit schwammigem Druckpunkt. Schade!

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Nun aber das Wichtigste, nämlich...

Der Klang

Zuerst wurde das Album Stadium Arcadium der Red Hot Chili Peppers durch den CD- Player gejagt. Der Song 'Tell Me Baby' beginnt mit butterweich angeschlagenen Tönen, die langsam wieder verklingen. Auch das Schlagzeug des Refrains ist deutlich herauszuhören und wird sehr detailliert herausgearbeitet. Ganz anders der Klang der Yamaha. Den Klängen zu Beginn fehlt die Tiefe; Sie sind abrupt da und gehen ebenso unvermittelt im Gesamten wieder unter.

Oder der Song 'Hard to Concentrate'. Der Basspunch kommt mit viel Tiefgang und klingt staubtrocken- ohne jegliches Dröhnen. Nicht so bei der Yamaha: Der Bass klingt hier viel oberflächlicher und ist konturenärmer. Ein anderes interessantes Detail, an welchem die Unterscheide auffallen, sind die dort spielenden Handtrommeln. Sowohl beim Denon als auch beim NAD meint man zu hören, wie mit den Händen auf eine Ledermembrane geklopft wird. Bei der Yamaha ist das Trommeln viel weniger detailliert herausgearbeitet und klingt wie ein eingefügter Computereffekt. Überspitzt gesagt, hört es sich an, als ob jemand mit geschwollenen Wabbelfingern auf einer Spielzeug- Plastiktrommel rumklopft

Amy Macdonald's Saiteninstrumente werden beim Denon hörbar angezupft und klingen natürlich, ihre Stimme wirkt kräftiger und hat mehr Tiefe. Gerade bei Saiteninstrumenten konnte ich einen rechten Unterschied zwischen dem Denon und der Yamaha feststellen.

Anhand vieler solchen Stellen ergab sich folgendes Klangbild:

Der Denon arbeitet feinste Details klar aus den Songs heraus und zeigt einen sauberen, trockenen Bass. Die Stimmen sind viel dynamischer und präsenter als bei der Yamaha. Gerade aufeinanderfolgende feine Geräusche werden von der Yamaha oft als einzelnes vereinfachtes Geräusch wiedergegeben. Aus natürlich klingenden Instrumenten beim Denon werden bei der Yamaha synthetisch klingende Computereffekte.


Tuner

Radiostimmen drangen sehr klar und präsent aus den Boxen, Musikstücke klangen detailreicher und spielfreudiger als bei der Yamaha. Eine klare Verbesserung.


Fazit

Der NAD löst Details meiner Meinung nach genau gleich gut auf wie der Denon. Auch die Stimmen sind etwa gleich präsent und dynamisch. Es ergaben sich aber zwei deutliche Unterschiede: Erstens ist der NAD noch etwas bassbetonter, was an den KEF angeschlossen nicht immer gut ankam. Zweitens sind seine Höhen recht hell. Diesen zwei Unterschieden ist es geschuldet, dass sich der Denon bei mir einiges besser angehört hat als der NAD.

Einige Klangunterschiede sind teilweise subtil und fielen mir nicht immer sofort ins Auge...bzw. ins Ohr. Sobald ich allerdings auf die vielen kleinen Details zu achten begann, fielen die Unterschiede längers je mehr auf. Am stärksten bemerkbar machte sich dies beim Radio und bei hochqualitativen Musikstücken, welche durch's Band hindurch besser klangen. mp3- Musikstücke hingegen zeigten nur kleinere Klangverbesserungen.


Sonstiges

Aufgrund der wenigen Lüftungsschlitze des NAD habe ich vermutet, dass dieser energieeffizient sein könnte und darum einmal die Leistungsaufnahme gemessen. Dies im ausgeschalteten Zustand, im Standby (sofern vorhanden) und im einggeschalteten Zustand (mittlere Lautstärke, ohne Musikwiedergabe. Die Ergebnisse sind durchaus überraschend:

-Yamaha RX-V363: Aus: 0W --- Ein: 45W
-Denon DRA-700AE: Aus: 0W Standby: 0W Ein: 28W
-NAD C 720BEE: Aus: 0W Standby: 14W Ein: 36W

Der NAD geht recht verschwenderisch um mit dem Strom. 14 Watt im Standby empfinde ich als schlechten Wert. Positiv hingegen hat, trotz der vielen Lüftungsschlitzen, Denon überrascht. Selbst im Standby war der Wert so gering, dass das Messgerät (etwa auf 1 W genau) nichts anzeigte. Als Hifi Receiver mit mehr elektronischen Bauteilen ist der Verbrauch der Yamaha im Betreib verständlicherweise höher.


Rauschen und Kanaltrennung

Sowohl beim NAD als auch Denon war kein Rauschen feststellbar- Auch wenn auf einem leeren Eingang die Lautstärke voll aufgedreht war.

Die Kanaltrennung hingegen fiel sehr unterschiedliche aus. Bei der Yamaha hörte man auf zwei der 8 Eingängen bei voller Lautstärke das Radiosignal durch, bei den anderen jeodch nichts. Sobald ich allerdings meine als Cinch- Ersatz benutzten digitalen Koax. Kabel an einen solchen Eingang angeschlossen habe, war nichts mehr zu hören vom radio. Dies war übrigens auch der Fall bei den anderen zwei Geräten.

Die NAD zeigte ein seltsames Verhalten: Vom FM- Input, auf welchem ein Radiosender lief, war das Radioprogramm beim Umstellen auf JEDEM anderen Eingang zu hören. und das bereits ab 25% der Lautstärke. Habe ich allerdings ausgehend vom AM- Input, auf welchem kein Sender eingestellt war, auf andere Inputs umgeschaltet, war nichts zu hören. In Anbetracht, dass der NAD das weitaus teuerste Gerät der drei ist, ein recht unbefriedigendes Resultat.

Sehr erfreulich war der Test beim Denon: Auf keinem Eingang war das Signal des Tuners durchzuhören, egal bei welcher Lautstärke.

Bei allen 3 Geräten war folgendes feststellbar: Obwohl der CD-/ Tuner- Eingang aktiv war, hörte man beim Einstecken des V-Aux Cinch- Kabel in den Laptop jeweils ein leichtes Knarzgeräusch. Sind denn die Eingänge nicht sauber voneinander getrennt?!



Damit wäre mein kleines Review auch schon am Ende. Der NAD geht morgen zurück an den lokalen Hifi Händlder, der Denon hat ein neues Zuause gefunden und der Yamaha muss nun ein ebensolches suchen

Hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen und freue mich auf eure Kommentare.

Gruss
André


[Beitrag von john_frink am 08. Jul 2011, 19:22 bearbeitet]
züri
Stammgast
#3 erstellt: 03. Jul 2011, 07:30
Hallo!

Interessanter Vergleich!

Bin gespannt, wie sich der Denon schlägt.

Sehr gut, dass Du auf den Volumen Regler geachtet hast!

Bei den meisten Vergleichen fehlt dieser Faktor, wäre aber im Alltag eminent wichtig!

Die schlechte Qualität des Volumenreglers wäre auch für mich ein absolutes No Go, egal wie gut der Rest des Gerätes ist.

Hast Du auch auf die Kanaltrennung bei leisen Lautstärken geachtet?

Die Erwartung, dass sich Verstärker klanglich gross unterscheiden habe ich schon lange nicht mehr.

Von daher ist das Kriterium für mich Verarbeitungsqualität, Leistung und Ausstattung und natürlich auch die Optik.

Gruss

züri
dogy90
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 03. Jul 2011, 09:09
Danke, Danke!


Hast Du auch auf die Kanaltrennung bei leisen Lautstärken geachtet?


Was meinst du damit genau? Kann ich sonst aber gerne noch nachholen.

Der NAD wäre schon das bessere Gerät vom Klang her, im Vergleich zum Yamaha. Er löst feiner auf, trennt den Bass sauberer ab usw. All dies färbt er jedoch mit dem genannten, hellen und harschen Klangcharakter ein, wodurch das Resultat störend klingt.

Werde heute den NAD noch mal etwas unter die Lupe nehmen und besonders den Denon. Wenn ihr noch irgendwas spezielles getestet haben wollt, schreibt es! Habe die Geräte heute noch den ganzen Tag.

Gruss
André
züri
Stammgast
#5 erstellt: 03. Jul 2011, 13:32
Hallo!

Ich meine, ob die beiden Kanäle unterschiedlich laut sind, insbesondere bei leisen Lautstärken.

Hatte einen Denon 1500AE und einen Cambridge Audio 650A, bei denen war bei leisen Lautstärken ein deutlicher Unterschied zwischen den Kanälen zu hören.

Gruss

züri
dogy90
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 03. Jul 2011, 14:47
also ich hab jeweils nur den linken oder den rechten Kanal vom DVD Player mit dem Receiver verbunden und das gleiche Stelle eines Musikstücks mehrmals abgespielt. Dies bei niedrigen Lautstärken.

Sowohl der Denon als auch der NAD spielte auf dem linken Kanal ein wenig lauter als auf dem rechten, aber wirklich nur minimal. Könnte aber auch am CD- Player liegen, oder? Mich stört es auf jeden fall nicht.
ricotronic
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 19. Jul 2011, 08:49
Hallo und dankeschön für die aufwendige und nachvollziehbare Beschreibung.
Ich kenne die Kef auch ganz gut und empfand sie eigentlich immer als eher sachlich/tieftonarm, mitteltonvordergründig. Daraus schlußfolgerte ich eigentlich bisher das ein sehr leistungstarker oder warm abgestimmter Verstärker die richtige Ergänzung wäre. Den Denon hätte ich nicht als Spielpartner vermutet...
Hochinteressant wäre noch der Vergleich zum Yamaha Stereo Receiver R-S 700 gewesen. Mit 2x160W zum ähnlichen Kurs ist das Gerät in dieser Klasse mein heimlicher Favorit.
dogy90
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Jul 2011, 19:02
Auch ich empfinde die KEF's als sachlich bis analytisch, mit betonten Mitten und Höhen. Bass kommt eher in Form eines trockenen- mehr oder minder starken- Hustens als einer dröhnenden basswelle. Aber mit dem Denon ist es doch recht ansehnlich. Bei basslastigen Songs wackeln wohl nicht die Wände, aber der Bass kommt sehr trocken, knackig und merklich raus. Dies ist mir bei meiner Raumakustik lieber, da der Bass sonst deutlich dröhnt (war so bei den Yamaha NS-777 vorher).

Der R-S700 könnte auch interessant sein. Allerdings sehe ich nicht so auf sein Retro Design und schätze das grosse und hochaufgelöste Display des Denon zu sehr Mit seinen musikalischen Leistungen hat das allerdings nix zu tun, die kenne ich nicht.
Wilke
Inventar
#9 erstellt: 21. Jul 2011, 09:34
Schöner Vergleich!

An meinen Nuberts klang der Denon verstärker zu hell und
der NAD war optimal. Man sieht mal wieder, dass man unbedingt Verstärker und Boxen im Zusammenhang hören muss.!!
dogy90
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Jul 2011, 19:03

Wilke schrieb:
Schöner Vergleich!

An meinen Nuberts klang der Denon verstärker zu hell und
der NAD war optimal. Man sieht mal wieder, dass man unbedingt Verstärker und Boxen im Zusammenhang hören muss.!! ;)


Dank dir! Und, wie einem hier immer wieder gesagt wird, natürlich den Raum nicht vergessen

habe beim Überlesen des Reviews gerade bemerkt, dass ich den CD Spieler C 525BEE mit keinem Wort erwähnt hatte. Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und darum ein paar Worte zu ihm:

Die Klangverbesserung zu meinem Pioneer DVD Player sind hörbar, aber deutlich geringer als zwischen dem Yamaha und dem Denon Verstärker. Sie Stimmen sind nochmals einen Tick präsenter und klarer, der Bass noch etwas satter.
Als etwas störend empfand ich die Ladezeiten, wenn man eine CD einlegte. Gerade wenn man nicht beim Titel 1 anfängt zu spielen, dauerte es manchmal recht lange.

Im Vergleich zur Klangverbesserung durch den neuen Verstärker ist jene durch den CD-Spieler etwas mager, gerade wenn man die Anschaffungskosten betrachtet. Viel interessanter finde ich einen DAC. Hatte letztes Wochenende Gelegenheit, den Arcam R-DAC zu testen. Hat mich teilweise recht beeindruckt. Der grosse Vorteil gegenüber einem tueren CD Player ist halt, dass man beliebige Geräte digital anschliessen kann und dann bei allen einen guten Klang bekommt.

Noch ein Wort zum Review-Teil des Deonon: Nicht alle Knöpfe sind aus Metall, sondern nur die grösseren. Die kleinen sind aus Hartplastik. Ich entschuldige mich für den Fehler.
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