Lautsprecher Denon SC-F109

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Gelegenheitshörer
Stammgast
#1 erstellt: 01. Sep 2013, 21:22
Hallo miteinander,

die Firma Denon bietet diverse Kompaktanlagen an. Neben den auf Netzwerkfunktionalitäten optimierten Anlagen der CEOL-Reihe, sind dies vor allem die kleine All-in-one-Anlage D-M39 und die etwas größere Komponentenanlage D-F109. Passend zu den beiden letztgenannten Anlagen bietet Denon die Lautsprecher SC-M39 und SC-F109 an, die sowohl als Bestandteil der jeweiligen Anlage als auch separat erhältlich sind. Äußerliche Ähnlichkeiten legen nahe, dass diese beiden Lautsprechermodelle eng miteinander verwandt sind.

Das Modell SC-M39 sollte nach den umfassenden Diskussionen hier im Forum inzwischen hinlänglich bekannt sein. Zum Schwestermodell SC-F109 fehlen hingegen bislang trotz vielfacher Nachfragen einschlägige Erfahrungsberichte. Aus diesem Grund griff ich kürzlich bei ebay zu und kaufte ein Paar SC-F109 als Retourenware für nur 89 EUR statt dem üblichen Online-Preis von 139 EUR. Dieser Thread soll nun der Vorstellung der Lautsprecher dienen.

Viele Grüße
Alexander
WiC
Inventar
#2 erstellt: 01. Sep 2013, 21:38
Hallo Alexander,

das ist ja sehr schön, ich würde den Thread aber nach " Test-/Erfahrungsberichte" verschieben lassen.

Gruß Karl
Gelegenheitshörer
Stammgast
#3 erstellt: 01. Sep 2013, 22:33
Teil 1: Konstruktive Unterschiede

Gehäuse
Die Gehäuse der SC-F109 unterscheiden sich nur in einem einzigen Punkt von denen der SC-M39, nämlich in der Gehäusebreite. Die Gehäuse der SC-M39 sind 14,5 cm breit, die Gehäuse der SC-F109 sind mit 16,5 cm genau 2 cm breiter. Alle übrigen äußerlichen Merkmale sind exakt identisch.

Die Verarbeitung kann für die Preisklasse als sehr gut bezeichnet werden. Die Gehäuse bestehen nicht aus Spanplatte wie ich es zuletzt bei einem anderen äußerlich durchaus ansprechenden Beipacklautsprecher entdeckt habe, sondern aus qualitativ hochwertigem MDF. Die Fräsungen für die hintere Gehäuseöffnung sind sehr sauber und passgenau ausgeführt. Trotz des insgesamt eher geringen Gehäusevolumens wurde nicht auf eine horizontale Gehäuseversteifung verzichtet:
SC-F109 Innenansicht

Frequenzweiche
Normalerweise würde ich diesen Aspekt später thematisieren, aber in diesem Fall ziehe ich ihn bewusst vor, weil es hier interessantes zu berichten gibt.

Die Weiche ist auf der Rückseite des Terminals aufgebaut und enthält insgesamt zehn Bauteile, was für einen "Beipacklautsprecher" wohl schon als recht aufwändig gelten kann:
SC-F109 Frequenzweiche

Bei genauerer Betrachtung erkennt man:

  • 2 Spulen (um 90 Grad verdreht ausgerichtet, um wechselseitige Beeinflussungen zu verhindern)
  • 5 Kondensatoren (davon einer in XPP-Ausführung)
  • 3 Widerstände


Da ich die Weiche nicht vom Terminal lösen wollte, ist es mir nicht gelungen, die Weichenschaltung 100% nachzuvollziehen. Ein paar wesentliche Aspekte konnte ich aber auch so erkennen: Es handelt sich um eine Standardweiche 2. Ordnung. Die Kondensatoren sind teilweise in Reihe geschaltet, um Kapazitätswerte zu realisieren, die so nicht als Standardbauteil erhältlich sind. Einer der beiden Widerstände ist im Hochtonzweig in Reihe geschaltet. Die beiden anderen Widerstände sind im Tieftonzweig verbaut. Hier konnte ich aber die genaue Schaltung nicht nachvollziehen, weil die Leiterbahnen an dieser Stelle der Rückseite sehr schmal und schlecht einsehbar waren.

Der aus meiner Sicht interessanteste Aspekt, war aber die Platinenbeschriftung am unteren Rand der Weiche:
SC-F109 Weichenbeschriftung

Da steht also "DENON SC-M39". Die SC-F109 verwenden also ganz offensichtlich genau dieselbe Weiche wie die SC-M39. Entweder die beiden Lautsprecher wurden von Anfang an gemeinsam entwickelt, oder die SC-F109 stellen eine nachträgliche Modifikation dar.

Chassis
Bei dem Hochtöner mit der charakteristischen ovalen Frontblende kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um dasselbe Chassis wie bei den SC-M39 handelt:
SC-F109 Frontansicht

Der TMT ist bei beiden Lautsprechern 12 cm groß. Während der Rand des TMT bei der SC-M39 aufgrund des schmaleren Gehäuses seitlich angeschnitten wurde, ist er bei der SC-F109 kreisrund. Ob es sich davon abgesehen um das exakt gleiche Chassis handelt, lässt sich nicht genau sagen. Die Wiederverwendung der gleichen Weiche spricht aber sehr stark dafür, dass beide Chassis bis auf den Rand identisch sind.

BR-Abstimmung
Durch die Verwendung der identischen Weiche und wahrscheinlich auch der identischen Chassis stellt sich natürlich die Frage, inwiefern eine unterschiedliche Abstimmung der beiden Lautsprechermodelle überhaupt vorliegen kann. Hier bleibt eigentlich nur das Gehäusevolumen und die Länge des BR-Kanals als Anpassungshebel. Der BR-Kanal ist bei beiden Lautsprechern ca. 2,7 cm breit. Seine Länge beträgt bei der SC-F109 etwa 8 cm. Wenn man diese Werte gemeinsam mit der Gehäusegeometrie in das BR-Tool von Boxsim eingibt, kommt eine Resonanzfrequenz um die 50 Hz heraus. Hier wäre es denkbar, dass die Frequenz bei der SC-M39 höher liegt.


[Beitrag von Gelegenheitshörer am 03. Sep 2013, 00:46 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#4 erstellt: 02. Sep 2013, 07:43
Guten Morgen,

interessanter Bericht. Schön beschrieben.

Bin schon auf die Einschätzung des Klangs gespannt.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 02. Sep 2013, 07:44 bearbeitet]
airman1965
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Sep 2013, 21:46
Das klingt ja, als sei die Entwicklung so verlaufen:

Technik: Die D-F109 passt gut zu den Boxen SC-M39. Dadurch brauchen wir keine neuen zu entwickeln..
Marketing: Wir wollen die D-F109 teurer verkaufen, also brauchen wir größere Boxen.
Technik: OK, dann packen wir die SC-M39 in größere Gehäuse.

Auf die Klangeinschätzung bin ich jetzt auch gespannt...
Siebbi
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 02. Sep 2013, 22:08

Auf die Klangeinschätzung bin ich jetzt auch gespannt...


Nicht nur Du!
Gelegenheitshörer
Stammgast
#7 erstellt: 02. Sep 2013, 22:53

airman1965 (Beitrag #5) schrieb:
Technik: Die D-F109 passt gut zu den Boxen SC-M39. Dadurch brauchen wir keine neuen zu entwickeln..
Marketing: Wir wollen die D-F109 teurer verkaufen, also brauchen wir größere Boxen.
Technik: OK, dann packen wir die SC-M39 in größere Gehäuse.


Wobei die Vorgängermodelle SC-M38 und SC-F107 ähnliche Gemeinsamkeiten aufweisen. Insofern ist es auch denkbar, dass die Lautsprecher von Anfang an gemeinsam entwickelt wurden.


Auf die Klangeinschätzung bin ich jetzt auch gespannt...


Da werdet ihr euch leider noch etwas gedulden müssen, weil ich einen direkten Vergleich zu den SC-M39 von meinen Eltern vornehmen möchte. Das wird aber unter der Woche leider nicht klappen.

Edit: Eines kann ich vielleicht doch schon verraten: Die Lautsprecher machen auf jeden Fall Spaß. Sie sind ebenso wie die SC-M39 keine Analytiker, die schonungslos jede Schwäche des Quellmaterials offenlegen, sondern tendieren eher zur Schönfärberei.


[Beitrag von Gelegenheitshörer am 03. Sep 2013, 00:45 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#8 erstellt: 03. Sep 2013, 09:53

airman1965 (Beitrag #5) schrieb:
Das klingt ja, als sei die Entwicklung so verlaufen: ...


Da müssen wir auf keine Signale warten, die Rollenverteilung sieht so aus:

Entwicklung: Fink Audio Consulting http://www.fink-audio.com/
Vertrieb/Marketing: D & M http://www.denon.de/

Das war auch bei der SC-F 102 schon so.

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 03. Sep 2013, 09:56 bearbeitet]
Gelegenheitshörer
Stammgast
#9 erstellt: 03. Sep 2013, 10:13
Wobei es durchaus realistisch ist, dass es entsprechende Größen- bzw. Kostenvorgaben aus dem Marketing/Vertrieb gegeben haben könnte. Aber das ist ja überall so.

Und durch die Ausnutzung von Skaleneffekten kann eine Gleichteilestrategie am Ende durchaus zu höherer Qualität führen als wenn man beide Lautsprecher völlig unabhängig voneinander entwickelt.

Die eigentliche Frage ist halt, ob sich die 2 cm zusätzliche Gehäusebreite klanglich auszahlen. Um das zu beurteilen muss ich die Lautsprecher aber zwingend direkt miteinander vergleichen. Ich kenne die SC-M39 zwar recht gut und habe sie auch schon bei mir daheim gehört, aber allein aus dem Gedächtnis heraus, kann ich das unmöglich beurteilen.

Die Verwendung der gleichen Weiche und wahrscheinlich auch der gleichen Chassis hat für mich immerhin den Vorteil, dass ich vermutlich keine Pegelanpassung vornehmen muss. Mein Plan ist momentan, beide Lautsprecherpaare an einen Verstärker mit A/B-Ausgängen zu hängen, und dann im laufenden Betrieb umzuschalten. Da sollten sich etwaige Unterschiede eigentlich recht schnell aufspüren lassen.
CarstenO
Inventar
#10 erstellt: 03. Sep 2013, 10:23
Die bisherigen Indizien lauten ja, dass die Weichenplatinen identisch sein könnten und dass die Größe der Chassis überstimmen.

Wäre tatsächlich nur das Gehäuse der SC-F 109 anders, wäre mit einer angepassten BR-Abstimmung immerhin eine tiefere untere Grenzfrequenz machbar, die katalogwirksam angebracht werden kann.

Aus meiner Erfahrung mit der SC-F 102 und anderen (Magnat-/Tannoy-) Boxen aus der Fink Audio-Schmiede würde ich die Einspielzeit oberhalb von 40 Std. ansetzen. Dann wird´s auch in den Höhen recht detailliert.
Gelegenheitshörer
Stammgast
#11 erstellt: 03. Sep 2013, 10:36
Hallo Carsten,


CarstenO (Beitrag #10) schrieb:
Die bisherigen Indizien lauten ja, dass die Weichenplatinen identisch sein könnten und dass die Größe der Chassis überstimmen.


Richtig. Wobei ich mir hinsichtlich der Weiche schon ziemlich sicher bin, dass die identisch ist. Welchen Sinn sollte es machen, die gleiche Platinenbeschriftung zu verwenden, wenn die Bestückung unterschiedlich ist? 100% ausschließen kann man das natürlich nicht, aber ich halte es zumindest für sehr unwahrscheinlich.

Wenn aber die Weiche identisch ist, kann man bei einem seriösen Entwickler eigentlich auch davon ausgehen, dass sich die Chassis zumindest im Übergangsbereich sehr ähnlich verhalten.


Wäre tatsächlich nur das Gehäuse der SC-F 109 anders, wäre mit einer angepassten BR-Abstimmung immerhin eine tiefere untere Grenzfrequenz machbar,


Genau das ist meine Vermutung, die ich im direkten Vergleich überprüfen möchte.


Aus meiner Erfahrung mit der SC-F 102 und anderen (Magnat-/Tannoy-) Boxen aus der Fink Audio-Schmiede würde ich die Einspielzeit oberhalb von 40 Std. ansetzen. Dann wird´s auch in den Höhen recht detailliert.


Ja, die lange Einspielzeit kenne ich schon von den SC-M39. Habe die SC-F109 auch schon vergangenen Mittwoch erhalten. Sie hatten also schon ein paar Abende und das ganze Wochenende, um sich einzuspielen.

Viele Grüße
Alexander
Gelegenheitshörer
Stammgast
#12 erstellt: 08. Sep 2013, 17:40
Teil 2: Direkter Vergleich SC-F109 und SC-M39

Nachdem ich bereits Freitagabend die SC-M39 von meinen Eltern abgeholt hatte, bin ich heute nun endlich dazu gekommen, diese direkt mit meinen neu erworbenen SC-F109 zu vergleichen. Meine Eltern müssen derweil mit den Kenwood LS-K731 Vorlieb nehmen, die ich seit dem Erwerb der K-731 herumstehen habe.

Bilder des Setups

SC-M39 auf SC-F109 ohne AbdeckungenSC-M39 auf SC-F109 mit Abdeckungen

Hier sieht man die Lautsprecher im direkten Vergleich (SC-F109 unten, SC-M39 oben). Wie man erkennt, ist der Größenunterschied alles andere als extrem.

Erste Höreindrücke machten schnell klar, dass die Unterschiede zwischen den Lautsprechern so subtil sind, dass sich ohne Umschalten im laufenden Betrieb schwer verlässliche Aussagen treffen lassen. Da ich keinen externen Umschalter besitze, musste ich also einen Verstärker mit zwei Lautsprecherausgängen nutzen. Die Kompakt-Receiver, die ich normalerweise im Alltag verwende, haben leider nur jeweils einen Ausgang, so dass ich für diesen Vergleich meine ansonsten nur noch selten genutzte Technics-Kombo ausmotten musste:

Technics SU-610 und SL-PG200A

Nicht ganz ideal ist sicherlich, dass die Lautsprecher übereinander Platz nehmen mussten. Als Ausgleich habe ich jedoch auf einem Bürostuhl mit Höhenverstellung Platz genommen und meine Sitzhöhe des öfteren variiert, um systematische Verfälschungen durch den unterschiedlichen Abhörwinkel auszuschließen.

Eine Pegelanpassung habe ich nicht vorgenommen. Aufgrund der im ersten Teil beschriebenen Gemeinsamkeiten schien mir dies nicht notwendig, und auch subjektiv wirkten Lautsprecher insgesamt stets gleich laut auf mich.

Klangliche Unterschiede

Wie schon oben angedeutet (und aufgrund der Konstruktion zu erwarten) klingen die Lautsprecher insgesamt sehr ähnlich. Insbesondere im Hochtonbereich konnte ich überhaupt keine klanglichen Unterschiede ausmachen.

Am unteren Ende des Frequenzbereich kann man aber im direkten Vergleich durchaus Unterschiede ausmachen:

Zunächst einmal klingen die SC-F109 insgesamt stets eine Spur dunkler. Dies heißt aber nicht, dass die SC-M39 grundsätzlich weniger Bass haben. Es gibt sogar bestimmte Frequenzbereiche im Oberbass, die von den SC-M39 lauter wiedergegeben werden. Besonders gut nachvollziehen konnte ich das bei der Bassline von "Abba - Gimme! Gimme! Gimme!". Hier konnte ich hinten an den BR-Ports beim Umschalten auch ganz konkret einen unterschiedlichen Schalldruck spüren (entsprechenden Pegel vorausgesetzt). Vermutlich liegt die Bassline dieses Tracks ziemlich genau im Bereich der BR-Resonanzfrequenz von den SC-M39. In diesem Bassbereich spielen die SC-F109 also sogar leiser als die SC-M39.

Angestachelt von dieser Erkenntnis habe ich dann nach weiteren Unterschieden in unteren Frequenzbereichen gesucht. Zunächst probierte ich die wenigen Alben aus dem Bereich der elektronischen Musik aus, die besitze, musste aber schnell feststellen, dass sich die Unterschiede dort nicht so gut festnageln ließen, wie zunächst gedacht.

Ein Aha-Erlebnis hatte ich dann bei "Tracy Chapman - Talkin' Bout a Revolution". Bei dem Abba-Track war mir ja nur aufgefallen, dass die Bassline auf den SC-M39 einen Tick lauter war. Bei dem Tracy-Chapman-Track beschränkten sich die Unterschiede im Bassbereich aber nicht allein auf die empfundene Lautheit, sondern es klang auch wirklich leicht unterschiedlich. Der Bass klang hier auf den SC-M39 im direkten Vergleich irgendwie topfig, d.h. oben überbetont und nach unten hin wie abgeschnitten. Auf den SC-F109 klang der Oberbass zwar weniger betont, aber dafür lief der Bass nach unten hin weiter aus, so dass sich insgesamt ein natürlicheres, weniger topfiges Klangbild ergab.

Ähnliche Unterschiede wie bei Tracy Chapman konnte ich dann später auch bei Buena Vista Social Club und einigen anderen eher akustisch geprägten Alben identifizieren.
jd17
Inventar
#13 erstellt: 09. Sep 2013, 09:59
Hervorragender Bericht, vielen Dank!

Die gleiche Weiche hatte ich ehrlichgesagt schon fast erwartet. "Complexity" ist nunmal DER Feind von Wirschaftlichkeit und da offensichtlich die gleichen Treiber verwendet werden, liegt eine identische Weiche nahe.

Für mich hört sich der Bericht so an, als wären die SC-F109 definitiv den kleinen Aufpreis wert, denn die "Topfigkeit" im Bass konnte ich mit den SC-M39 auch vernehmen - und zwar ebenfalls bei Tracy Chapman.
Mit ist es besonders bei "Crossroads" aufgefallen.

Damit wären die SC-F109 auch noch bessere Spielpartner in Verbindung mit einem Sub.
Gelegenheitshörer
Stammgast
#14 erstellt: 09. Sep 2013, 11:21

jd17 (Beitrag #13) schrieb:
Für mich hört sich der Bericht so an, als wären die SC-F109 definitiv den kleinen Aufpreis wert, denn die "Topfigkeit" im Bass konnte ich mit den SC-M39 auch vernehmen - und zwar ebenfalls bei Tracy Chapman. :)


Kommt darauf an, was man erwartet. Jedenfalls haben die SC-F109 nicht pauschal "mehr Bass", sondern sie laufen nach unten hin etwas neutraler bzw. natürlicher aus. Bei dem oben erwähnten Abba-Track klingen die SC-M39 z.B. im direkten Vergleich sogar ein bisschen druckvoller, weil sie eben den Oberbass stärker betonen. Es gibt bestimmt auch Hörer, die das bevorzugen.


Damit wären die SC-F109 auch noch bessere Spielpartner in Verbindung mit einem Sub.


Das vermute ich auch, denn die Oberbassbetonung von den SC-M39 wird wohl in Kombination mit einem Sub i.d.R. oberhalb der Trennfrequenz liegen und wird somit im Gesamtfrequenzverlauf einen Buckel verursachen. Um den weg zu bekommen, müsste man vermutlich so hoch trennen, dass es schon in den ortbaren Bereich geht.

Ich habe die SC-M39 allerdings noch nicht in Kombination mit einem Sub gehört. Insofern handelt es sich eher um Spekulation.
Tywin
Inventar
#15 erstellt: 29. Sep 2013, 16:03
Nach dem heutigen Hören der SC-F109 schließe ich mich den Ausführungen von Gelegenheitshörer an. Ich empfinde die SC-F109 als einen "Hauch" voller und tiefer spielend als die SC-M39. Die Unterschiede sind aber minimal und zu vernachlässigen. Hier die weiteren Eindrücke des heutigen Vergleichs:

http://www.hifi-foru...d=52989&postID=59#59
GokuSS4
Stammgast
#16 erstellt: 10. Okt 2013, 23:58
Hat jemand die Denon SC-F109 mal gegen die Dali Zensor probegehört?
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 11. Okt 2013, 00:04
Die haben miteinander gar nichts zu tun. Die Dali ist ein Wand/Regal/Schrank-Lautsprecher der quasi keinen Tiefton abgibt und die Denon muss wandfern auf Ständer positioniert werden um gut klingen zu können. Insbesondere wenn es mal etwas lauter werden soll.

Wenn die Denon gut positioniert ist, bekommt die Dali in meinen Ohren keine Schnitte.

VG


[Beitrag von Tywin am 11. Okt 2013, 00:17 bearbeitet]
Turbochris2
Stammgast
#18 erstellt: 25. Okt 2013, 11:05
Hi,
wäre toll gewesen die beiden Boxen mit den (mitgelieferten?) Schaumstoff Stopfen im Reflexkanal zu vergleichen.

Sonst aber sehr gut gemacht, Danke!
LDGAL
Neuling
#19 erstellt: 07. Feb 2014, 23:03
Hat eigentlich mal jemand die SC-F107 gehört und nennenswerte Unterschiede festgestellt?
Tomtom16
Neuling
#20 erstellt: 24. Feb 2014, 19:17
Ich habe beide gehört und mir ist absolut kein Unterschied aufgefallen!
theluxdiver#
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 02. Aug 2014, 11:00
Hallo,
möchte jemand bitte mal ein Bild von der Unterseite der LS reinstellen, also der Standfläche?
Danke
Tywin
Inventar
#22 erstellt: 02. Aug 2014, 11:05
Wo zielt deine Frage hin? Die SC-M39 und die SC-F109 sehen von unten so aus wie von oben. Wenn Du sie auf den Ständern befestigen willst, nimm Blu-tack.


[Beitrag von Tywin am 02. Aug 2014, 11:08 bearbeitet]
Dj_GerarD
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 24. Aug 2015, 23:37
Hat einer schon Höreindrücke von dem neuen Denon SC-M40 machen können ?
Tywin
Inventar
#24 erstellt: 25. Aug 2015, 08:58
Optik und technische Angaben sind nach meinem Eindruck mit den SC-M39 identisch. Die neue Bezeichnung der Boxen ist wohl der Bezeichnung der "neuen" Kompaktanlage geschuldet. An den Boxen etwas zu ändern macht unter Preis/Klang-Gesichtspunkten aus meiner Sicht auch gar keinen Sinn.


[Beitrag von Tywin am 25. Aug 2015, 08:59 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 25. Aug 2015, 12:04
der TMT ist ein anderer, er kann besser oder schlechter sein, ich denke aber, dass man keine merkbare unterschiede merken wird.
KubikRubik
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 04. Okt 2015, 10:57
Hallo allerseits!

Habe im Forum lange als stiller Leser mitgelesen und habe mich nun doch entschlossen hier anzumelden.

War in der letzten Zeit auf der Suche nach einer Kompaktanlage, das Thema hier war ein große Hilfe.
Habe mir gestern auch die Denon D-F109N bestellt und bin schon auf die ersten hoffentlich positiven Eindrücke gespannt.

Mir stellt sich nur eine Frage, in der Artikelbeschreibung steht USB: JA
Aber wo ist der Anschluss? Auf der Rückseite?
Bei der Version F109C ist am Vorderteil des CD-Players ein USB-Anschluss zu sehen, bei der F109N hingegen habe ich nichts finden können.
Kann mir hier wer weiterhelfen oder habe ich nur etwas übersehen?

Danke und viele Grüße,
KubikRubik


[Beitrag von KubikRubik am 04. Okt 2015, 10:58 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 04. Okt 2015, 11:02
auf der denon website kann man sich die BA runterladen.
grindling
Stammgast
#28 erstellt: 04. Okt 2015, 11:03
KubikRubik
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 04. Okt 2015, 11:06
Danke sehr!
Auf die Idee war ich nicht gekommen.
thewas
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 01. Dez 2015, 00:17
Da es sie letztens im Angebot bei Amazon gab habe ich aus Neugier auch ein Paar gekauft. Zu dem Klang brauche ich nichts zu den schönen vorigen Posts hinzufügen, wirklich sehr ausgewogen, was sogar sich bei deutlich höheren Preisklassen nicht verstecken bräuchte. Dafür werde ich nur paar primitive Eigenmessungen beitragen.


Nahfeldmessungen direkt an den Chassis (die sind unkorrigiert und somit mit steigendem Fehler zu höheren Frequenzen, darum Abfall nach oben ignorieren) und dem Bassreflexport zeigen sehr saubere Flanken, BR Port ist wie vom Threadersteller simuliert um 50 Hz abgestimmt und die Trennfrequenz von TMT und HT passt auch gut zu der Herstellerangabe von 3 kHz:
Unkorrigierte Nahfeldmessungen Denon SC-F109


Primitive ungefensterte Winkelmessungen (1/12 Oktaven Glättung) bei ungefähr 50cm Messabstand zeigen auch erstaunlich gutmütiges Abstrahlverhalten obwohl es kein Coax ist und der HT kein Waveguide hat, der Vorteil der kleinen Treiber und Chassisabstände.

0°, 30° & 60° horizontal:
Ungefensterte Winkelmessungen horizontal Denon SC-F109

Ähnliches Verhalten hatte auch die Messung der Hifi-Test gezeigt (0°, 15° & 30° horizontal):
Denon SC-F109 Frequenz

Nach oben und nach unten 15° vertikal:
Ungefensterte Winkelmessungen vertikal Denon SC-F109


Auch die Klirrverteilung ist unkritisch bei üblichen Wohnzimmerhörpegeln:
Klirrverhalten Denon SC-F109


Platziert auf 50cm hohen Ständern, 50cm von der Rückwand und 80cm von den Seitenwänden in meinen kleinen aber akustisch optimierten Hörraum ergibt als Durchschnitt von mehreren Messungen an meinen Hörplatz (gleichseitiges Stereodreieck mit ungefähr 160cm) einen ausgewogenen Frequenzgang der schon ziemlich ähnlich an der JBL Synthesis Zielkurve (grün) ist, außer einen auch aufstellungsbedingten Oberbassdip und einen Präsenzdip der Aufnahmen unangestrengter klingen lässt und durch das vertikale Abstrahlverhalten von nicht-coaxen unterstützt wird:
Durchschnitt von Hörplatzmessungen Denon SC-F109 Vs. JBL Synthesis Zielkurve

Durch mehr Wandnähe könnte man den Bass noch etwas erheben, man muss aber aufpassen oder Equalizer benutzen damit der 50 Hz BR Peak nicht zu dominant wird. Die mitgelieferte Schaumstoffstopfen würde ich nur wenn kein EQ verfügbar ist bei starker Wandnähe benutzen, weil der Bassreflexport bei solchen kleinen Tieftöner den Hub und somit auch Klirr und Intermodulationsverzerrungen um die Abstimmungsfrequenz reduziert. Wer einen EQ hat kann auch einen Hochpass um 40 Hz setzen wo eh kaum noch signifikant hörbarer Output kommt für die gleichen Gründe. Das gleiche gilt natürlich auch bei der Nutzung eines oder mehr Subwoofer, da könnte man sogar die Trennfrequenz beiseitig abhängig von der Subqualität, Aufstellung und Einmessmöglichkeiten zwischen 80 und 200Hz setzen und stark in Pegelreserven und Sauberkeit (da quasi drei Wege) gewinnen. Mittels EQ (z.B. Equalizer APO) kann man natürlich auch durch REW berechnete Filter anwenden und die Linearität noch weiter verbessern, die gehörten Unterschiede sind jedoch abhängig von Musik eher gering aber nach Meinung fast immer in die richtige Richtung:
Denon SC-F109 mit Equalizer


Insgesamt würden also auch die Messungen einem deutlich teureren Lautsprecher nicht schlecht stehen, gut gemacht Denon und Fink Audio-Consulting.


[Beitrag von thewas am 01. Dez 2015, 01:30 bearbeitet]
KubikRubik
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 03. Dez 2015, 12:18
Hatte die Anlage zwischenzeitlich hier.
Leider ging der Netzwerk Receiver nur kurz an und danach nicht mehr, somit konnte ich die
Anlage nicht testen. Ging daher auch direkt zurück.


[Beitrag von KubikRubik am 03. Dez 2015, 12:18 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 03. Dez 2015, 12:30
In diesem Thread geht es aber nicht um die Anlage, sondern alleine nur um die Lautsprecher (SC) die man auch einzeln erwerben kann.


[Beitrag von thewas am 03. Dez 2015, 12:30 bearbeitet]
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 03. Dez 2015, 14:33
danke theo für die messungen, wie würdest du sie mit der LS50 vergleichen?
thewas
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 03. Dez 2015, 15:25
Die LS50 sind natürlich klanglich schon was anderes, kosten aber auch fast das Zehnfache und so groß ist der gehörte Unterschied bei weitem nicht. Obwohl die LS50 nicht perfekt linear auf 0° Achse abgestimmt ist, generiert sie durch ihr gleichmäßigeres Abstrahlverhalten (vor allem vertikal, da ist ein Coax stark überlegen) einen gleichmäßigeren Frequenzgang an meinem Hörplatz

Hörplatzmessungen Denon SC-F109 vs. KEF LS50

und hat durch ihren Größenvorteil natürlich auch mehr Tiefgang und Pegel/Klirrreserven.
black_lancelot
Stammgast
#35 erstellt: 03. Dez 2015, 16:05
Ich habe mir eine Denon D-F109C DAB gekauft, aber ohne Boxen. Zu der Anlage kaufte ich mir ein Paar Quadral Argentum 420.
Hat jemand schon mal die Denon SC-F 109 oder Denon SC-M 39/40 gegen die Argentum 420 vergleichen können?
*Paul2*
Neuling
#36 erstellt: 11. Feb 2016, 15:17
Hab auf Grund Testberichte im thread beiden sets neu gekauft.
Testurteile hier sind konform was ich gehört habe .
Der 109 musste sehr lange eingespielt werden,Streicher/Piano klingen etwas dünn,immer nog ein bisschen.Selbst Jessye Norman ,kolossaler Stimme, klingt etwas dünn,aber schön.Das Klangbild ist etwas breiter ,aber nicht viel mehr als beim 39.
Was mich am meisten aufviel,die 39 klingen von anfang ab sehr gut,und ,surprise surprise ,Piano und Stimme und eben raue Shostakovich Symphoniën ,klingen direkt gut und mit vollem Klang...
Es fehlt etwas an lowen Mitten und hoheren Basse hab ich den eindrück beim 109,was ein etwas kühlere Klang generiert.
Verursacht durch den '' töpfigen Bass'',wovon hier gesprochen würde?

Beide Modelle sind jedoch eine verbesserung im vergleich zu meiner Kenwood LS-K711 ,der had jedoch eine etwas raueTweeter ,und was zuviel Basse.

Verzeihung for vielleicht mein Fehler im Deutschen ,ich bin einer aus die Niederlande ...


[Beitrag von *Paul2* am 12. Feb 2016, 02:14 bearbeitet]
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