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Mini-Soundbar mit 2,5 bis 4 Zoll Breitbändern

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Ste_Pa
Stammgast
#1 erstellt: 13. Okt 2018, 10:38
Hallo Zusammen,

ich bin gestern im Netz auf einen Bauplan für eine Soundbar (oder 2 kleine PC-Boxen) von Udo Wohlgemuth (www.acoustic-design-magazin.de) gestoßen.
Das Projekt nennt sich MiniACL (Klick und Klick). ACL steht für Acoustic Chamber Line. Es wird mit einer Art Kammern und einem BR-Rohr. Hat jemand hier aus dem Forum so etwas schon mal gebaut ?
Im Netz findet man zum ACL-Prinzip nicht wirklich viel an Informationen.

Ich bin zwar aktuell immer noch an meinen kleinen Boxen mit 3FE25 aber das zuvor genannte Projekt hat mir in der Variante als Soundbar (in der Mitte könnte man einen Amp "verstecken") gefallen.

Da ich schon am Fragen bin ... Wie weit kann man Lautsprechergehäuse (in Bezug auf die Originalbaupläne) eigentlich verkleinern, ohne dass es "dramatisch" wird und die Hör-Ergebnisse sich zu sehr verschlechtern ? Ich las mal etwas von 15% Volumen, um die man Boxengehäuse ggf. verkleinern könnte.

Gibt es möglicherweise auch noch andere Bauvorschläge im Low-Budget Bereich für kleinere Soundbars, die sich auch für eine Wandmontage eignen ?

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 13. Okt 2018, 10:53 bearbeitet]
Kay*
Inventar
#2 erstellt: 13. Okt 2018, 12:10

Ich las mal etwas von 15% Volumen, um die man Boxengehäuse ggf. verkleinern könnte.

sofern man die akustische Umgebung nicht berücksichtig,
kann man auf die Zahl kommen

Wenn man aktive Unterstützung,
- Linkwitz-Korrektur
- Active -Servo (Yamaha)
- BR 6.Ord. (Panzer)
- oder irgendwelche anderen Filter
mit in Betracht zieht, so kann man durchaus auch z.B. auf 50% kommen.
Man sollte sich aber im klaren sein, dass man nur in Grenzen mit elektrischer Leistung
den mech. Schwingkreis LS/Gehäuse unterstützen kann.
(Ein Verkleinerung der Kiste bedeutet immer Wirkungsgradverlust)
Ste_Pa
Stammgast
#3 erstellt: 13. Okt 2018, 14:03
Hallo Kay,

Dank Dir für die Einschätzung.

Was hälst Du sonst so allgemein von der "Kiste" samt Monacor-Chassis und diesem ACL-Prinzip ?

Viele Grüße
Steffen
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#4 erstellt: 13. Okt 2018, 16:05
Hallo Steffen,


Was hälst Du sonst so allgemein von der "Kiste" samt Monacor-Chassis und diesem ACL-Prinzip ?


Was soll dir Kay jetzt antworten? Klar, er könnte jetzt meine Berichte zum ACL lesen, sich eine Meinung bilden, besser noch einen Bausatz nachbauen, ihn auch in einem "normalen" Gehäuse anhören und dir dann seine Meinung mitteilen. Abgesehen davon, dass es nur seine wär, ist es nicht an dir, dich schlau zu machen?

Gruß Udo
Kay*
Inventar
#5 erstellt: 13. Okt 2018, 16:30
Udo kann ich nur zustimmen,
aber
- es führen viele Wege nach Rom
- so klein finde ich die Konstruktion nicht
- ich würde eher auf Subwoofer-Unterstützung setzen, als kleine BB's zuquälen.
Dieses ist aber alles eine Frage der Zielsetzung, es muss nicht immer Rom sein

Zum ACL-Prinzip schreibe ich nichts, da ich es bisher nicht (selbst) ausprobiert habe
Ste_Pa
Stammgast
#6 erstellt: 13. Okt 2018, 16:42
Hallo Udo,

da antwortet mir tatsächlich der Erschaffer der Box, die mich gerade interessiert.

Mir ging es generell um Erfahrungen mit ACL (Acoustic Chamber Line). Ich selber bin ziemlich neu im Lautsprecherbau, bastele sonst eher mit Elektronik und/oder Röhren, aber Verstärker brauchen hin und wieder auch Lautsprecher.
Ein wenig gelesen habe ich zu BR (DBR) und auch TML, aber noch nicht (oder nur wenig) zum ACL-Prinzip. Im Netz fand ich zumindest (mit Ausnahme Deiner Dokumentationen) unter dem Suchwort ACL nicht all zu viel an Theorie, auch in meinem Büchlein wird dieses Prinzip nicht erwähnt. Daher dachte ich, frag ich einfach mal im Forum.
Für mich wirkt ACL, wie ein Kombination aus BR (da BR-Rohr ist ja vorhanden), ggf. auch Doppel-/ Mehrfach-BR (wegen der "Kammern") und TML, da sich auch eine Art Kanal erkennen lässt. Dies aber eben nur meine Laien-hafte Interpretation.

Dein Bauvorschlag hat mir schon gefallen, insbesondere in der Soundbar-Variante. Die Ausladung / Tiefe von 13,4 cm wollte ich evt. noch ein wenig verkleinern, darauf bezog sich auch eine meiner Fragen. Ich hatte mir gestern schon mal die Maße an der Wand über meinem Schreibtisch markiert und auch ein kleines Teil-Pappmodell gebastelt, um zu sehen, wie die Ausmaße wirken.
Aber wahrscheinlich sollte / muss man, wenn man die Mini-ACL-Box bauen will, schon besser bei den Originalmaßen bleiben, bei denen Du Dir sicher etwas gedacht und auch probiert hast.

Ansonsten hast Du schon Recht, Hören ist subjektiv und jeder hat andere Höransprüche. Daher bleibt letztlich eigentlich nur ein praktischer Aufbau der Box, um für sich zu entscheiden / festzustellen, ob man zufrieden ist. Die Bewertungen auf Deinen Seiten zur MiniACL waren, soweit ich feststellen konnte, alle durchweg äußerst positiv.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 13. Okt 2018, 16:48 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#7 erstellt: 13. Okt 2018, 17:02
Hallo Steffen,

das ACL-Prinzip ist bisher nur in meinem Magazin beschrieben, weil ich es mir vor ein paar Jahren ausgedacht und anschließend immer weiter verfeinert habe. Meinen Bericht dazu hier noch einmal einzustellen, halte ich für unnötig. Wer sich ACL interessiert, findet die Berichte per Google oder über meine Bausatzsuche. Nur nebenher: Die MiniACL sollte mittlerweile über ganz Deutschland verstreut sein. Wir haben davon einige Hundert Paar verkauft und bisher ist noch in keinem Forum negativ darüber geschrieben worden

Gruß Udo
Kay*
Inventar
#8 erstellt: 13. Okt 2018, 17:15
Steffn,
das, was ich meckern würde, wenn ich müsste,

Der BB hat einen Schwingspulenüberhang (Xmax) von 1,1mm
und
Udo erwähnt nicht die Notwendigkeit eines aktiven Hochpasses
(das Wort Subsonicschutz wäre hier etwas übertrieben)
Ste_Pa
Stammgast
#9 erstellt: 13. Okt 2018, 17:20
Hallo Udo,

Dank Dir für die Antwort. Ja viel fand ich via Google nicht zum ACL-Prinzip. Deinen Bericht hatte ich ja oben schon verlinkt.


Hallo Udo & Hallo Kay,

Das Thema Soundbar ist aktuell für mich interessant, da sich meine LogiTech-"Quäken" vorgestern verabschiedeten. Daher suche ich nach einem Ersatz und da ich noch einige Elektronik-Teile hier "rumliegen" habe, sollte es etwas Aktives mit IC-Verstäker (2x LM1875) werden. Ich habe zwar noch die andere "Boxenbaustelle" hier mit meinen kleinen Faital-Chassis, aber die Soundbar wollte ich nun vorschieben. Allerdings wollte ich mich diesmal an einem Bauplan orientieren, auch weil ich bei der anderen "Boxenbaustelle" noch nicht vorangekommen bin, aufgrund der immer noch nicht fertig gebauten Messtechnik (Messmikro und Mikrofonverstärker). So etwas hält immer sehr auf. Und die Dimensionierung von Saugkreisen macht doch viel mehr Arbeit, als ich zunächst vermutetet.

Generell suche ich jetzt Nichts High-Endiges, preislich soll es überschaubar bleiben. Die Monacor-Chassis liegen aber durchaus im Budget. Die Soundbar soll am PC betrieben werden und vorzugsweise direkt an der Wand ("über dem PC / Monitor) hängen. Tiefbass muss nicht wirklich sein. Ich verzichte hier lieber etwas auf Bass, habe dafür aber ein nicht zu groß wirkendes Gehäuse.

Die VIFAantastisch-Wandlautsprecher hatte ich mir auch u.a. angesehen. Diese sind flacher, aber insgesamt halt größer. Ein "Krux" mit dem Volumen.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 13. Okt 2018, 17:22 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#10 erstellt: 13. Okt 2018, 17:47
Hallo Kay,


Udo erwähnt nicht die Notwendigkeit eines aktiven Hochpasses


Natürlich hat der kleine BB Pegelgrenzen, aber ein dicker Kondensator würde die in Verbindung mit dem empfohlenen Nobsound-Amp nicht wirklich nach oben schieben. Außerdem kommt es mir bei soclhen Lautsprecher - nein, eigentlich gilt das für alle Bauvorschläge aus meinem Kopf - nicht darauf an, das Ohr schädigen zu konnen. Es gibt wichtigere Kriterien

Gruß Udo
achgila
Stammgast
#11 erstellt: 13. Okt 2018, 19:48
Hallo Kay,

HIER ein direkter Vergleich diverser Bass-Konstruktionen.
Kay*
Inventar
#12 erstellt: 14. Okt 2018, 00:20

aber ein dicker Kondensator ...

ein aktiver HP ist für mich was anderes


...nicht darauf an, das Ohr schädigen zu können

eine "Schädigung" des Ohr passiert eher ohne Begrenzung nach unten, wegen unnötig hohem Klirr
(einfach mal Victor Wooten, Miller Time, abspielen,
dann relativiert sich die Aussage mit der gehobenen Zimmerlautstärke auf 40qm )


ein direkter Vergleich diverser Bass-Konstruktionen.

falscher Link, oder ich habe was nicht verstanden ...
achgila
Stammgast
#13 erstellt: 14. Okt 2018, 09:07
Hallo Kay,

ist ein subjektiver, was sonst, Vergleich einer BR-Kiste (Bluestone Twin), TQWT (Needle) und der Mini-ACL.
Wobei die Bluestone Twin der ACL-Konstruktion schon entspricht...
Kay*
Inventar
#14 erstellt: 14. Okt 2018, 11:03
Hallo Achim,

mich hätten Kurven gefreut
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#15 erstellt: 14. Okt 2018, 11:36
Hallo Kay,

hier ist der Vergleich MiniACL zum geschlossenen Satellit der Mona 2.1



Gruß Udo
Ste_Pa
Stammgast
#16 erstellt: 14. Okt 2018, 11:46
Hallo Kay,

Kurven für die Mini-ACL sind in Udo Doku vorhanden (blaue Kurve in nachfolgendem Frequenzgang) ...

Frequenzgang MiniACL
[Quelle: https://acoustic-design-magazin: MiniACL - Kleine Box - Grosser Klang]

Ich habe gestern noch ein wenig im Netz "gefandet" und habe auch noch einen Bauvorschlag für eine Soundbar von Visaton gefunden ...
Hier wird im Entzerrrnetzwerk neben dem Sperrkreis mit einem 220µF Elko als Gesamt-Hochpaß gearbeitet.

Frequenzgang Visaton Soundbar
[Quelle: Visaton: Bauanleitung Soundbar]

Die Visaton-Soundbar ist von den Abmaßen her kleiner und setzt 2,3''-Chassis ein (FR 58 - 4 Ohm). Udo setzt auf 3''-Chassis (SPX-30M ). Bei den tieferen Frequenzen kommt bei der MiniCAL deutlich mehr als bei der Visaton-Soundbar.

Ich recherchiere heute Abend noch etwas weiter. Allerdings scheinen Soundbars im DIY-Bereich noch nicht so weit verbreitet, zumindest findet man nicht all zu viele Bauvorschläge (in überschaubarer volumenmäßiger Größe).

Viele Grüße
Steffen

PS: Hallo Udo, ich sehe gerade ... Du hattest gepostet, während ich auch am Schreiben war.


[Beitrag von Ste_Pa am 14. Okt 2018, 11:58 bearbeitet]
Kay*
Inventar
#17 erstellt: 14. Okt 2018, 12:01
Hallo Udo,
obwohl ich auch altersbedingt gerne mal etaws übersehe,
die Kurve habe ich schon gesehen,
Ich habe mir selbstverständlich den Linkinhalt angesehen!

Hast du auch eine Kurve für die Membranauslenkung bei 1W unter 200Hz deiner ACL?
(oder den Klirr bei 1W, selbstverständlich auch unter 200Hz,
da du eben auf einen HP verzichten willst!!)
Bei 88dB/1m/200Hz liegt der Klirr bei 4%, aber für alles unter 80Hz, ist die Kiste hinten komplett offen.
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#18 erstellt: 14. Okt 2018, 12:34
Hallo Kay,

das ACL-Prinzip will ich nicht zum Patent abmelden, deshalb gehe ich das Ganze auch nicht allzu wissenschaftlich an. Die 35-Euro-Kisten in einen reflexionsarmen Raum zu bringen und dort den tatsächlich unter 200 Hz vorhandenen Klirr aufzuzeichnen, tu ich mir nicht an. Zudem ist diese Darstellung für den "normalen" Nutzer recht egal, solang ihm der Klang imponiert. Und gerade im Tiefton darf auch etwas höherer K2 dabei sein, das macht den Bass schön rund

Gruß Udo
Ste_Pa
Stammgast
#19 erstellt: 14. Okt 2018, 15:58
Hallo Udo,

eine Frage beschäftigt mich ... Ich habe mal grob überschlagen ... wenn ich mich nicht "verzählt" habe stehen in jedem Lautsprechergehäuse der Soundbar-Variante der MiniACL ca. 4,8 Liter zur Verfügung. Wenn ich nun die Tiefe der Soundbar um, mal angenommmen 2 cm verringere, hätte ich ca. 3,9 Liter. Würde ich dadurch das Gesamtverhalten der Box (dramatisch) verschlechtern oder müsste ich ggf. "nur" weniger Bass befürchten.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 14. Okt 2018, 16:08 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#20 erstellt: 14. Okt 2018, 16:24
Hallo Steffen,

aus welchem wirklich zwingenden Grund willst du die Kiste verkleinern? Wenn die Tiefe nicht passt, kannst du recht leicht mit BxHxT die Kammerinhalte auf andere Maße umrechnen. Das halte ich bei dem Vierkammersystem für sehr viel sinnvoller als das Ersparen von weniger als einem Liter Gesamtvolumen, zumal dabei auch die Länge des Reflexrohres angepasst werden muss.

Gruß Udo
Ste_Pa
Stammgast
#21 erstellt: 14. Okt 2018, 18:07
Hallo Udo,

Dank Dir für die Einschätzung. Ich hatte mir gestern mal die Maße der Soundbar an die Wand gezeichnet und die Seiten mit einem Papiermodell nachgebildet. Die Tiefe/Ausladung von 13,4 cm wirkte doch "irgendwie" etwas wuchtig. Länger als 1 Meter geht nicht, weil mein Tolex-Bezug, den ich noch hier liegen habe und den ich als Frontbverkleidung verwenden will, 1 Meter misst, auch sind die 1 Meter über dem Tisch schon Okay. Bliebe mir also nur die Option die Höhe der Soundbar etwas zu vergrößern, um in der Tiefe etwas einzusparen.

Die Volumina werde ich dann so belassen, neu abstimmen wollte ich ja nicht, wegen meiner immer noch nicht fertigen Messtechnik, die aber auch wenn sie fertig ist, eher einem Schätzeisen gleichen wird (Elektretmikro, unkalibriert mit selbstgebautem Mikrofonverstärker und USB-Soundkarte + ARTA).

Insgesamt ein schlankerer "Eindruck" der Soundbar wäre mir zwar lieber, aber die ca. 4,8 Liter werden ja meist auch bei kleinen PC-Schreibtischboxen mit "normalem" BR-System meistens erreicht.
Die auch von mir verlinkte Visaton-Soundbar wäre von den Abmaßen zwar deutlich "angenehmer", aber ich denke, die Werte der Übertragungswerte MiniACL sind deutlich besser und ich denke wenn ich schon mal etwas baue, dann sollte ich mich dann auch an der besseren Lösung orientieren, auch wenn sie baulich größer ist.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 14. Okt 2018, 18:09 bearbeitet]
Big_Määääc
Inventar
#22 erstellt: 15. Okt 2018, 06:11
jetzt seh das doch nicht so esotherisch und Bier-ernst.

die gefaltete Line hat Vorteile durch weniger harte StörResonanzen,
aber auch iwo Strömungsverluste, mit glück nicht so wo sie stören.

Messungen gibts in der HobbyHifi zum Thema TransmisdionLine.
Black-Devil
Inventar
#23 erstellt: 15. Okt 2018, 07:32
Im Prinzip kannst du aus nahezu jedem Bauvorschlag für Breitbänder so eine Soundbar bauen, indem du die beiden Gehäuse am Boden miteinander verbindest.
Ohne Tieftonunterstützung würde ich persönlich eher 4-Zoll Chassis ins Auge fassen, die spielen im Bass einfach deutlich souveräner. Viele Freunde hat hier zum Beispiel CT-237 gefunden. Halb so tief und dafür doppelt so lang dürfte das auch sehr gut deinen Größenvorstellungen entsprechen.
Ste_Pa
Stammgast
#24 erstellt: 15. Okt 2018, 17:00

Big_Määääc (Beitrag #22) schrieb:
... jetzt seh das doch nicht so esotherisch und Bier-ernst. ...

Hallo Big_Määääc, keine Sorge, ist alles Hobby, daher nicht Bier-ernst (auch wenn es manchmal evt. etwas anders rüberkommt.


Big_Määääc (Beitrag #22) schrieb:
... die gefaltete Line hat Vorteile durch weniger harte StörResonanzen, aber auch iwo Strömungsverluste, mit glück nicht so wo sie stören. Messungen gibts in der HobbyHifi zum Thema TransmisdionLine. ...

Ja zum Falten hatte ich bei TML mal ein wenig gelesen, aber das war mir in Summe doch zu wissenschaftlich (bzw. für ein oder 2 mal Boxen bauen zu zeitintensiv sich dort einzuarbeiten), zumal ich nur BoxSim habe und nicht AJHorn. Vielleicht finde ich in der HobbyHifi einen verständlicheren Artikel. Ich suche da noch mal.


Black-Devil (Beitrag #23) schrieb:
Im Prinzip kannst du aus nahezu jedem Bauvorschlag für Breitbänder so eine Soundbar bauen, indem du die beiden Gehäuse am Boden miteinander verbindest.

Hallo Oli, das ist in der Tat ein sehr naheliegender Ansatz, hätte ich auch selber drauf kommen können , zumal die Soundbar-Version der MiniACL ja genau dem entspricht (die Soundbar besteht quasi aus 2 nebeneinander angeordneten Einzel-Lautsprechern der Mini-ACL).
Somit habe ich dann natürlich sehr viel mehr Auswahl an Bauplänen und kann meine gespeicherten Ordner mit Bauvorschlägen für kleinere Breitbandlautsprecher noch mal durchstöbern.


Black-Devil (Beitrag #23) schrieb:
Ohne Tieftonunterstützung würde ich persönlich eher 4-Zoll Chassis ins Auge fassen, die spielen im Bass einfach deutlich souveräner. Viele Freunde hat hier zum Beispiel CT-237 gefunden. Halb so tief und dafür doppelt so lang dürfte das auch sehr gut deinen Größenvorstellungen entsprechen.
:prost

Danke, das schaue ich mir auch mal an. Bei 4-Zoll käme evt. auch der FR10 (CT247) in Frage. Wobei ich mich aktuell zunehmend mit Udo's-MiniACL angefreundet habe. Aber mal schauen, was ich letztendlich dann baue.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 15. Okt 2018, 17:03 bearbeitet]
Nille78
Neuling
#25 erstellt: 15. Okt 2018, 19:16
Moin!

Tatsächlich bin ich jemand der die Mini ACL im Betrieb hat und ein wenig darüber sagen kann. Aktuell stehen die bei mir im Wohnzimmer und werden für den Fernsehton genutzt. Also das was Du möchtest. Nur nicht als Soundbar.
Und Fakt ist tatsächlich, ich kann wenig negatives über die kleinen Kistchen sagen. Was sofort zu sagen ist, dass die sehr, sehr angenehm klingen. Nicht nerven, nicht zischen, nicht wummern und auch sonstwie eine sehr natürliche Wiedergabe haben. Gerade Stimmen klingen absolut gut. Effekte wie riesige Explosionen sind nicht ihr Dingen, wobei sie einen gut hörbaren jedoch nicht spürbaren Bass von sich geben. Musik hören geht auch, jedoch sind die hier eher für gemächliche Musik in sparsamer Besetzung geeignet. Das Metalbrett ist jetzt nicht so deren Metier... Aber was will man bei so kleinen Kisten erwarten.
Ich kann die wirklich für den Preis empfehlen. Und wenn es für den Fernsehton nicht reicht stellen die immerhin die Grundlage für ein angemessenes Küchen/ Werkstattradio...
Grüße! Nils
Ste_Pa
Stammgast
#26 erstellt: 16. Okt 2018, 11:37
Hallo Nils,

hab vielen Dank für die ausführliche Einschätzung. Im Grunde suche ich genau das, was Du beschreibst. Und ja in Bezug auf die Bässe und auch sonst, muss man ja immer auch das Volumen und die Kosten der Box in Relation sehen. Ansonsten bin ich auch nicht so der Fan von überpresenten / unnatürlichen Bässen z.B. aus modernen Subwoofern, die mich (fast) "vom Stuhl fegen".

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2018, 11:40 bearbeitet]
Nille78
Neuling
#27 erstellt: 16. Okt 2018, 11:43
Hi!
Wenn ich so durchlese, was ich geschrieben habe kommt es mir schon fast negativer vor als es gemeint ist.
Was ich sagen wollte, die Box stellt das Material sehr sauber und angenehm ( gefärbt?) dar. Musik kann man tatsächlich sehr gut darüber hören, wenn es im Rahmen mit der Lautstärke bleibt. ( etwas mehr als Zimmerlautstärke, so dass man schon gut hören kann)
Es fehlt halt im Endeffekt nur etwas wenn es halt " fett" klingen soll...
Eine gute Räumlichkeit wird auch dargestellt, jedoch bin ich aufgrund einer Taubheit auf einem Ohr nicht so gut in der Lage das einzuschätzen...
Ich mag die kleinen Dinger...
Ste_Pa
Stammgast
#28 erstellt: 16. Okt 2018, 11:56
Hallo Nils,

nein nein, ich fand Deine beschriebenen Höreindrücke ganz und gar nicht negativ, im Gegenteil eher "objektiv & positiv". Im Augenblick tendiere ich dazu mir bei der nächsten Völkner-Bestellung zwei Monacor SPX-30 mit zu ordern.

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2018, 11:57 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#29 erstellt: 16. Okt 2018, 13:29
Hallo Steffen,


Im Augenblick tendiere ich dazu mir bei der nächsten Völkner-Bestellung zwei Monacor SPX-30 mit zu ordern.


Ich gebe zu, dass der Preis bei Völkner verlockend ist, immerhin kosten die Breitbänder dort weniger als ich bei Monacor im Einkauf bezahle. Doch ob du für die gesparten 7 Euro auch das Korrekturglied selbst hinbekommst, wag ich zu bezweifeln. Bei mir musst du nicht anfragen, ob ich meine Arbeit verschenke. Diese "Geiz ist geil"-Mentalität find ich richtig gut, Ich kauf irgendwo billig und hol mir dann vom blöden Entwickler alle Infos für Umme. Viel Spaß mit dieser Einstellung im weiteren Leben.

Gruß Udo

PS: Nicht dass du denkst, ich sei auf dein Geld angewiesen. Es ist die Denkweise, die so fürchterlich ist.
Ste_Pa
Stammgast
#30 erstellt: 16. Okt 2018, 18:31
Hallo Udo,

die Kritik möchte ich so nicht stehen lassen. Ich bin in mehreren Foren aktiv und ein Forum lebt meiner Meinung nach vom Geben und Nehmen. Gerade DIY-Foren betrachte ich im Sinne des Open-Source-Gedankens. Röhrenverstärker, die ich aktuell aufbaue und an denen ich "feile", bis ich zufrieden bin, veröffentliche ich auch vollständig inklusiver aller Schaltbilder (z.B. Klick oder Klick oder Klick). Somit kann jeder, der mag, die Amps nachbauen und ggf. auch verfeinern. Ich bastele, weil es mir Freude bereitet und auch um mein Wissen zu verbessern. Und wenn jemand meine Schaltungen (die vielfach nach Diskussionen in den Foren selbst wachsen) nachbaut, würde mich das sogar freuen.

Verfolgt man nun kommerzielle Interessen, z.B. als gewerblicher Anbieter, mag und wird dies anders aussehen. Das ist klar. Allerdings habe ich in meinem Ausgangspost an keiner Stelle davon gesprochen einen Lautsprecherbausatz kaufen zu wollen. Auf die Dokumentation und Berichte zur Mini ACL bin ich via Google-Suche gestoßen. Ich habe mittlerweile einen ganzen Ordner mit gesammelten Bauvorschlägen an kleineren PC-Lautsprechern, die im Netz öffentlich dokumentiert sind, die meisten davon als Open-Source (also Nachbauen ausdrücklich erwünscht, siehe MBU, DAU, etc.) Ich habe auch kein Problem damit Entwicklungsarbeiten zu honorieren. Wenn mich bestimmte DIY-Lautsprecher bzw. deren Bauanleitungen (oder ansonsten generell lesenwerte Artikel) interessieren, kaufe ich mir diese ja auch, z.B. die Zeitschriften Klang&Ton oder die Hobby-Hifi, in denen ich gleichzeitig i.d.R. meistens weiteres Lesenswertes und auch Grundlagenkapitel zum Lautsprecherbau erhalte. Bücher zur Röhrentechnik erwerbe ich ebenfalls käuflich, um eben diese Bücher auch in Zukunft zu ermöglichen. Der Autor muss auch seine Brötchen kaufen.

Den Link auf den Komplett-Bausatz der Mini-ACL im Acoustic-Design Shop hatte ich auch gesehen, sah dies aber eher als Option statt "Verpflichtung", vergleichend mit den Bausätzen, welche es sonst auch in diversen Lautsprecher-Spezial-Shops zu erwerben gibt, die dann die Bauteile von Bauvorschlägen aus Klang&Ton oder Hobby-Hifi enthalten.

Wie gesagt ich habe überhaupt kein Problem damit Entwicklungsleistungen zu honorieren, ganz im Gegenteil. Zum Beispiel würde ich durchaus für einen Bauplan der Mini-ACL im Stile der genannten Zeitschriften (quasi als PDF on demand) zu einem mit den Zeitschriften vergleichbaren Preis käuflich erwerben.
Ungern jedoch erwerbe ich Bauteile und / oder Lautsprecher in Shops, bei denen ich überlicherweise auch nicht kaufe. Ich bastele ja im Wesentlichen sonst Verstärker und diverse andere Elektronikgeräte, daher bestelle ich IMMER bei Komplettanbietern (Völkner, Pollin, Kessler-Electronic, etc.), die außer Lautsprecherzubehör auch andere elektronische Bauteile verkaufen. Und für die Frequenzweichen, Sperrkreise, etc. will ich generell Standardbauteile (Standard-Industrie-Kondensatoren von WIMA, Panasonic, etc.) nutzen. MKP- und MKT-C's habe ich jede Menge in meiner Bastelkiste, Lastwiderstände ebenfalls. (Hochlast-R's würde ich z.B. generell niemals einzeln kaufen, weil das absolut unwirtschaftlich ist). Da ich mir Ringkerntrafos zuweilen selbst wickele (zumindest Sekundärseitig) ist so eine Luftspule im mH-Bereich auch kein Problem, Lackdraht liegt genügend hier. Ich bin halt DIY'ler (und gerade deswegen auch im DIY-Bereich dieses Forums unterwegs) und ja ich muss auch auf das Kosten-Budget schauen. Das ist sicherlich nicht verboten. Ich weiß daher nicht so recht, warum Du mich so "angehst".

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2018, 19:23 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#31 erstellt: 16. Okt 2018, 18:55
Hallo Steffen,

im Titel lese ich MiniACL, so heißt mein Bausatz und du willst ihn nachbauen. Nun ist das aber nicht mehr so, weil du dir selbst einen Bausatz basteln möchtest. Dann ändere bitte den Titel, damit niemand zukünftig unsere Bauvorschläge verwechselt. Gegen die Nutzung meines Bauplans habe ich natürlich keine Einwände, der ist öffentlich. Den Urheber solltest du aber auch dranschreiben, damit auch der nicht verwechselt wird.

Gruß Udo


[Beitrag von Udo_Wohlgemuth am 16. Okt 2018, 19:23 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#32 erstellt: 16. Okt 2018, 19:10
Hallo Udo,

ich würde dann den Thread-Titel von "MiniACL Soundbar mit Monacor SPX-30" auf "Mini-Soundbar mit 2,5 bis 4 Zoll Breitbändern" ändern wollen. Vielleicht übernimmt dies ein Admin für mich, da ich aktuell in der Forensoftware die Rechte dazu nicht habe ("Sie können diesen Beitrag nicht mehr bearbeiten oder löschen, da entweder schon eine Antwort existiert oder der Beitrag ein bestimmtes Alter überschritten hat!").

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2018, 19:10 bearbeitet]
Udo_Wohlgemuth
Inventar
#33 erstellt: 16. Okt 2018, 19:21
Hallo Steffen,

da musst du wahrscheinlich einen Moderator um Änderung des Titels bitten.

Gruß Udo
OSwiss
Administrator
#34 erstellt: 16. Okt 2018, 19:31
@ Ste_Pa
Die Änderung des Titels ist durch den Themenersteller via
    Titel ändern . (links oben, direkt unterhalb des Threadtitels)
jederzeit und ohne Zeitlimit möglich.


Gruß OSwiss
Administration HIFI-FORUM
Ste_Pa
Stammgast
#35 erstellt: 16. Okt 2018, 19:37
Ahja, diese Forenoption hatte ich glatt übersehen. Danke OSwiss für den Hinweis.

@Udo:

Ich habe den Threadtitel entsprechend geändert.


Udo_Wohlgemuth (Beitrag #31) schrieb:
... Den Urheber solltest du aber auch dranschreiben, damit auch der nicht verwechselt wird.


Dies ist für mich generell absolut selbstverständlich. Ich achte auch ansonsten bei allen Dingen, die ich "fremdverlinke", z.B. Schaltungen und Schaltungsausschnitte (auch bei Open Source), sehr genau darauf die Urheber zu nennen und auch darauf was und wie ich zitiere. Dies in Form einer Quellenangabe mit Autor, Thema und Quelle (Buch oder Link). Zum einen gehört sich das so und zum anderen ist dies auch die Grundlage von jedem wissenschafts-/technischen Arbeiten.

Ansonsten hatte ich jetzt aber nicht vor Deinen Mini-ACL Bauplan mit anderem Volumen und anderem Sperrkreis als meine grandiose Idee zu verbreiten. Ich hätte ggf. die Box entsprechend dem veröffentlichtem Bauplan nachgebaut, aber wie dargestellt mit Bauteilen, die ich eh hier liegen habe (bis auf die Chassis), ohne den Bausatz zu kaufen. Aber wenn dies so nicht erwünscht ist, lasse ich es halt und baue mir einen anderen Lautsprecher, entweder einen nach Open Source oder einen für den ich via Zeitschriftenpreis die Entwicklungsleistungen entsprechend bezahle (wobei ich ja unter honorieren / würdigen auch anderes verstehe als 6,50 Euro für eine Zeitung, aber egal).

Viele Grüße
Steffen


[Beitrag von Ste_Pa am 16. Okt 2018, 20:11 bearbeitet]
Kay*
Inventar
#36 erstellt: 17. Okt 2018, 00:45
Steffen,

Aber wenn dies so nicht erwünscht ist, lasse ich es halt und baue mir einen anderen Lautsprecher,

verstehe ich nicht.
Wenn du dein eigenes Filter aufbaust, ist es doch völlig legitim.

auf der anderen Seite hat der Visaton FRS8-M eine ähnliche Resonanzfreq., mehr Hub + Wirkungsgrad.
Ansonsten finde ich die Geschichte mit dem FR58-4 nicht uninteressant, wenn man einen Subwoofer verwendet.

p.s.
ich verstehe Udo.
habe aber heute erfahren, das mein Kater gestorben ist.
Somit werde ich den ersten Winter seit langer Zeit allein bewältigen müssen.
Ich sehe also im Moment mache Problem sehr relativ
Ste_Pa
Stammgast
#37 erstellt: 17. Okt 2018, 17:02
Hallo Kay,

das mit Deinem Kater tut mir leid. Und ja viele sog. "Probleme" sind sehr relativ, wenn man es genauer betrachtet oder mit anderen größeren Problemen vergleicht.

Mit dem FRS8-M sagst Du was, den hatte ich auch immer noch auf meinem "Radar". Für dieses Chassis gibt es auch eine ganze Reihe an Bauvorschlägen für Lautsprecher, auch von Visaton selbst.
Mir geistern aber auch immer noch "meine" Faital 3FE25 3''-Chassis im Kopf herum. Diese haben einen relativ hohen Wirkungsgrad, bei kompakter Größe (Sensitivity (1W/1m): 91 dB, Fs: 110 Hz, Qts: 0.7, Vas: 1.13 dm^3, Xmax: 1.83 mm, Xdamage: 7.9 mm). Davon liegen zwei sogar hier auf dem Tisch, die eigentlich kleine Tischlautsprecher werden soll(t)en für einen RöhrenAmp. Aber evt. kämen sie auch für eine Soundbar an der Wand in Betracht. Schade ist halt, dass ich keine Simulationdaten der Chassis für BoxSim habe, sonst wäre ich auch mit den Tischlautsprechern schon weiter voran gekommen.

Viele Grüße
Steffen

PS: Das Problem mit dem Sperrkreis in oben genannter Mini ACL sehe ich so nicht wirklich, zumindest nicht, wenn man sich die Diagramme in der Veröffentlichung anschaut. Dort sind alle gemessenen Frequenzgänge der Box ausführlichst geplottet (mit und ohne Sperrkreis), so dass man sich, sofern man dies wollte, relativ schnell die Parameter für R,L und C ausrechnen kann, was ich jedoch nicht tun werde.

Daher verstehe ich auch Udos Reaktion auf meine Post nicht so wirklich. Entweder man stellt einen Boxenbauplan ins Netz, geht nicht weiter auf (Nachbau)Details ein und verweist klar und deutlich auf den ("verpflichtend") käuflich zu erwerbenden Bausatz oder man macht alle Daten als Open Source zugänglich oder aber bietet einen kostenpflichtigen Download an oder aber integriert einen Donate-Button. Zumindest sollte klar ersichtlich sein, woran man als Leser und/oder geneigter Nachbauer nun ist. Dieses "Vermischen" finde ich nicht gut, weil es zu Mißverständissen führen kann, wie hier geschehen. Und wie gesagt, ich bin der Letzte der etwas dagegen hat, dass Entwicklungen auch, wie auch immer geartet, bezahlt werden, sofern man gewerblich agiert. Heutzutage muss jeder sehen, wie er seine täglichen Brötchen bezahlt (die werden ja auch nicht verschenkt), das ist absolut klar.

Ich baue mir die nächsten Tage doch erst einmal meinen Mikrofonverstärker und dann sehe ich weiter.


[Beitrag von Ste_Pa am 17. Okt 2018, 17:31 bearbeitet]
Kay*
Inventar
#38 erstellt: 17. Okt 2018, 17:33

Dieses "Vermischen" finde ich nicht gut, weil es zu Mißverständissen führen kann, wie hier geschehen.

sehe ich auch so

mir ist das heute untergekommen:
http://www.hifi-foru..._id=104&thread=31408
sicherlich allgemein lesens- und nachdenkenswert

edit:
Vorsicht!
Die Konstruktion von Udo ist mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mit dem erwähnten Class-D entwickelt worden!
Das pass. Filter müsste bei Class-AB sehr wahrscheinlich angepasst werden!
Begründung:
Impedanzkurve auf Udo's Seite (30ohm bei 8kHz, 22ohm bei 20kHz)
und
Fgang des Class-D (Tpa3116 nehme ich mal an) an unterschiedlich Lasten


[Beitrag von Kay* am 17. Okt 2018, 17:51 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#39 erstellt: 24. Okt 2018, 01:44
Hallo Zusammen,

ich habe mich nun mal ein wenig mit SPL-Trace (VituixCAD2) beschäftigt.
Zielchassis: Faital Pro 3FE25 8Ohm (Datenblatt, Amplituden- und Impedanzgang)

Die Diagramme des Amplitudenganges (0 Grad) und des Impedanzganges habe ich als Bilddateien SPL-Trace zugeführt, um die Wertepaare der Kurven numerisch zu generieren. Das klappte so weit sehr gut. Ich habe anschließend die Datendateien in BoxSim eingelesen und die TSP für die Chassis eingetragen.

 3FE25 BoxSim Amplituden- und Impedanzgang Datenimport

Anvisiert ist ein Gehäusevolumen von 3,4 Liter. (H: 12cm, T: 7cm, L: x 40cm). Abstimmfrequenz für BR mal angenommen: 90 Hz

3FE25 Chassis_Menue2_Gehause BoxSim
3FE25 Chassis_Menue2_Schallwand_u_Position

Unbeschaltet zeigt mir BoxSim Folgendes:

3FE25 unbeschaltet in 3,4L BR Box

Ich habe nun zunächst versucht die Überhöhung (ca. 7dB) im Bereich 5100 Hz bis 7500 Hz durch einen Sperrkreis (R=10Ohm, C=4,7µF, L=0,12mH) zu beseitigen.

3FE25 Sperrkreis 1.Versuch

Das Ergebnis präsentiert sich wie folgt:

3FE25 Sperrkreis 1.Versuch Ergebnis

Nun habe ich aber immer noch eine recht gewaltige und vor allem sehr breitbandige Überhöhung (ca. 7dB) im Frequenzbereich ca. 220 Hz bis 16000 Hz. Was könnte ich hier tun, um die Sache ein wenig zu "beschönigen" ? Ein normaler Tiefpaß würde über den großen Frequenzbereich, besonders bei den höheren Frequenzen, die Amplitude viel zu stark und zu abrupt absenken. Für einen Sperrkreis scheint mir die Überhöhung irgendwie auch viel zu breitbandig.

Generell auch noch die Frage, ob die Simulationsergebnisse so überhaupt plausibel sind ... wie gesagt mein erster Versuch mit SPL-Trace in Verbindung mit BoxSim.

Viele Grüße
Steffen

PS: Die BoxSim Projektdatei habe ich mal hier abgelegt.


[Beitrag von Ste_Pa am 24. Okt 2018, 15:38 bearbeitet]
Reference_100_Mk_II
Inventar
#40 erstellt: 24. Okt 2018, 06:20
So richtig "gut" funktioniert BoxSim nur mit den Visaton Chassis.
Oder du misst das gewünschte Chassis in deinem Proto-Gehäuse selbst.

Das mit dem Tracen hab ich auch mal gemacht, die Abweichung von der Realität ist teils leider doch recht stark.
Wie ist denn z.B. die Mess-Situation bei FP gewesen? Weist du das? Ich finde dazu jedenfalls keine Infos. Ist aber schon "recht wichtig" für eine akkurate Simu...
Cspg6
Stammgast
#41 erstellt: 24. Okt 2018, 07:08
Hi Steffen,

da ich den 3FE25 selber habe, habe ich Dir heute Morgen auf die Schnelle mal eine Schallwand gesägt und das Teil eingebaut, aber CB mit einem HT Rohr.

3FE25_12x40

Grüße
Christian
IMG_0823


[Beitrag von Cspg6 am 24. Okt 2018, 07:09 bearbeitet]
MK_Sounds
Stammgast
#42 erstellt: 24. Okt 2018, 08:31
Boxsim funktioniert vorzüglich auch mit nicht Visaton Chassis, allerdings ist eine Messung im Protogehäuse unter korrekter Erfassung der Phasen unabdingbar.

Das ganze Kurve-abtracen ist eher so eine semi-Lösung, um einen Anhaltspunkt zu bekommen und ersetzt keine Messungen im Endgehäuse. Problematisch dabei ist:
- Messbedingungen nicht angegeben --> macht die Messung eigentlich komplett unbrauchbar
- wenn Messbedingungen angegeben, müssen die auch zu den Optionen in Boxsim passen (z.B. Normschallwand), um dort weiterarbeiten zu können
- Messschriebe in den Datenblättern oft unvollständig (Phasen fehlen z.B.)

Wenn Cspg6 dir jetzt eine ordentliche Messung des Chassis mit gefügter Nah- und Fernfeldmessung mit akust. Phase und Impedanz mit Phase macht, könnte man damit schon recht zielführend arbeiten.
Cspg6
Stammgast
#43 erstellt: 24. Okt 2018, 08:53
Hi Markus,

sehe ich genauso wie Du, aber es gibt nun mal sehr viele Leute, die was bauen wollen, aber nicht messen können. Da finde ich die Simu Programme schon ganz hilfreich für. Aber es kann und wird nie so gut werden, wie wenn man misst und die Weiche simuliert und entwickelt.

Anbei mal der schnelle Versuch einer Weiche, mir ist das noch zu viel bei 2,5kHz. Hier die horizontalen Winkel (lange Seite):

3FE25_Weiche_horizontal

Vertikale Sicht (kurze Seite):

3FE25_Weiche_vertikal

@Steffen: Wenn Du mir per PN Deine email Adresse nennst, schicke ich Dir die Messungen, dann kannst Du selber Dir eine Weiche simulieren.

Grüße
Christian
Kay*
Inventar
#44 erstellt: 24. Okt 2018, 13:06

Nun habe ich aber immer noch eine recht gewaltige und vor allem sehr breitbandige Überhöhung (ca. 7dB) im Frequenzbereich ca. 220 Hz bis 16000 Hz

mit oder ohne Raumeinfluss?
Ste_Pa
Stammgast
#45 erstellt: 24. Okt 2018, 15:36

Reference_100_Mk_II (Beitrag #40) schrieb:
... Wie ist denn z.B. die Mess-Situation bei FP gewesen? Weist du das? ...

Hallo Reference_100_Mk_II,

hier musste ich erst mal schauen, was mit FP gemeint ist. Wie gesagt ich bin Neuling im Bereich des Lautsprecherbaus. Google meint FP ist die Druckkraft und FE die elektromechanische Kraft, durch die in Summe die Membranbewegung resultiert.
Mit BoxSim ist etwas schade, da ich mit diesem Programm recht gut zu Recht komme und auch weil es kostenfrei zur Verfügung steht. Aber klar es ist von Visaton und daher mit Visaton-Chassis-Daten ausgestattet.
Mit dem Tracen wollte ich zumindest versuchen einen Anhaltpunkt zu haben, wie ich die Sperrkreise bemesse. An der realen aufgebauten Box will ich auch noch Messungen durchführen, allerdings mit einem unkalibrierten Elektretmikro. Ich muss hierzu aber noch den Messverstärker bauen, ich denke das wird nächste Woche etwas. Allerdings habe ich dann vermutlich auch nur Anhaltspunkte und Tendenzen, von denen ich jedoch hoffe, dass sie halbwegs ausreichen, um die Sperrkreise zu verifizieren.


Hallo Markus,

zu den Meßbedingungen steht leider Nichts im Datenblatt der 3FE25. Amplitudengänge sind für 0 Grad und 45 Grad geplottet, wobei ich bisher nur den Amplitudengang für 0 Grad getract und weiter verarbeitet habe. Daher würden mich die realen Messdaten von Chrisitan sehr freuen. Dann könnte ich versuchen, mit weiterer Hilfe hier, die Sperrkreise zu dimensionieren.


Hallo Christian,

Wow, da hast Du Dir ja richtig Arbeit gemacht ... Extra für mich eine Schallwand gesägt und Messungen durchgeführt. Das finde ich richtig Klasse. Hab vielen Dank dafür!!!.
Hab auch vielen Dank für die Frequenzweichen-Entwürfe. Den Schwingkreis (links) vor dem klassischen Sperrkreis werde ich mir noch genauer ansehen.

Meine E-Mail-Adress habe ich Dir per PM geschickt. Hab nochmals vielen vielen Dank für die großartige Hilfe.

Viele Grüße
Steffen


PS: Der 3FE25 hatte mir eigentlich optisch, von den Maßen, dem Wirkungsgrad und auch preislich eigentlich sehr gut gefallen. Daher hoffe ich sehr damit meine kleinen Lautsprecher für den Röhrenamp fertig bauen und auch die Soundbar neu bauen zu können.


[Beitrag von Ste_Pa am 24. Okt 2018, 15:49 bearbeitet]
Ste_Pa
Stammgast
#46 erstellt: 24. Okt 2018, 15:46

Kay* (Beitrag #44) schrieb:
... mit oder ohne Raumeinfluss?

Hallo Kay,

da bin ich mir nicht so ganz sicher. Gibt es in BoxSim eine Einstelloption für den Raumeinfluss? Ich hatte bisher lediglich die Chassiskurven getract und BoxSim samt den manuell eingegebenen TSP zugeführt, anschließend die Gehäuse- und BR-Kanaldaten eingegeben, simuliert und einen ersten Sperrkreis entworfen. Die Parameteriermenüs, zumindest die, die ich genutzt habe sind oben als ScreenShot abgebildet (sofern ich keines vergessen habe) .

Viele Grüße
Steffen
Cspg6
Stammgast
#47 erstellt: 24. Okt 2018, 16:14
Hi Steffen,

Ich finde, wenn man die Welligkeit außer Acht lässt, ist Dein Trace sehr nah an der Messung dran. Ich maile Dir die Messungen spätestens Morgen.

Grüße
Christian
Ste_Pa
Stammgast
#48 erstellt: 24. Okt 2018, 17:20
Hallo Christian,

das freut mich zu hören und ich freue mich auf die realen Meßdaten. Mit Deinen Weichenmodellen probiere ich nacher noch ein bißchen umher.

Viele Grüße
Steffen
MK_Sounds
Stammgast
#49 erstellt: 24. Okt 2018, 18:47

Ste_Pa (Beitrag #45) schrieb:

Reference_100_Mk_II (Beitrag #40) schrieb:
... Wie ist denn z.B. die Mess-Situation bei FP gewesen? Weist du das? ...
...hier musste ich erst mal schauen, was mit FP gemeint ist.


FP = Faital Pro, erschließt sich eig aus dem Kontext.

Wenn man die ärgerliche, meines Wissens nach nicht einstellbare, Glättung in Boxsim außer Acht lässt, sieht das in der Tat ziemlich nah an der Messung aus. Ich denke mal damit kann man schon arbeiten.
Das Problem ist eben, wie die Messungen von Christian zeigen, dass das Teil in einem flachen, breiten Gehäuse, unter horizontalem Winkel wohl unangenehm klingen wird (Überhöhung bei ca. 2 kHz). Schau dir beim Simulieren am besten dazu den Energiefrequenzgang an.
Cspg6
Stammgast
#50 erstellt: 24. Okt 2018, 19:44
Hi Markus,

volle Zustimmung. Ab ca, 1,8kHz - 2,5kHz gefällt mir das horizontale Abstrahlverhalten so gar nicht. Vertikal sieht das alles viel Besser aus. Wenn man das Teil als Center betreibt, könnte das noch i.O. gehen, wobei mir es bei 2,5kHz immer noch zu viel wäre. Da würde ich noch was rausnehmen wollen, was sowohl dem horizontalen als auch dem veritkalen Abstrahlverhalten zu Gute käme.

Grüße
Christian
Ste_Pa
Stammgast
#51 erstellt: 25. Okt 2018, 00:34
Hallo Markus,

ups, jetzt wo Du es schreibst, ist es klar, FP = Faital Pro. Da habe ich beim gestrigen Lesen nicht an das nahe Liegenste gedacht.

Mit der Überhöhung muss ich nun schauen. Vielleicht finden wir einen Weg diese "auszubügeln" ...


Hallo Christian,

die Messdaten sind nun alle hier. Hab vielen Dank dafür !!!


Hier noch mal eine kleine Skizze (man verzeihe mir die nicht 3D-mäßigen Lochaussparungen für BR-Kanal und Chassis ) ...

Soundbar Schema (Maßskizze)

Faital3FE25_TechnicalDrawing

So in etwas hatte ich mir das vorgestellt bzw. wäre es optisch ideal und würde nicht zu wuchtig wirken. Allerdings wenn es wegen der Optik bzw. den Dimensionen "mies" klingt, kann man auch noch Vieles verändern. Noch habe ich ja Nichts gebaut.

Viele Grüße und Danke
Steffen

PS: Eigentlich habe ich ja 2 Baustellen ... die beschriebene Soundbar (dringender) und auch noch meine beiden kleinen Tischlautsprecher (weniger dringend), die zu einem kleinen Röhrenamp "dazu sollen". Ich habe 2x die Faital 3FE25 8Ohm, die eigentlich für die Tischlautsprecher des Röhrenamps angedacht waren, hier liegen. Die Tischlautsprecher hatte ich auf B:11,6, H: 20,6, T: 18,6 cm (~4,5 l) ausgelegt. Für diese BR-Boxen benötige ich auch noch eine Filterschaltung. Wenn ich das richtig interpretiere, wäre hier die Ausgangslage gehäusetechnisch günstiger als bei der Soundbar.
Diese Anmerkung soll nicht der Verwirrung dienen , sondern nur "meinen", dass ich bei der Wahl der Chassis für die Soundbar (eigentliches Threadtema) generell noch offen bin, wenngleich ich die Faitals auch dort gern verwendet hätte. Sollten aber technische / bauliche Gründe sehr dagegen sprechen, könnten es auch andere Chassis sein, da ich hier eh noch zwei Chassis kaufen muss/will.

Tischlautsprecher mit Faital 3FE25 (Aufbau)

Tischlautsprecher mit Faital 3FE25 (Gehäuse)

(Tischlautsprecher mit 3FE25 8 Ohm, fertiges Gehäuse am "Küchentisch" gebastelt, aber noch mit offenem BR-Kanal-"Loch" und ohne Sperrkreis Vielleicht etwas verfrüht als Gehäuse gebaut, aber ich war vor 2,5 Wochen eh gerade am Röhrenamp Gehäusebau mit Holz und dabei hatte ich die Gehäuse mitgebaut, da auch noch etwas Tolex übrig war. )


[Beitrag von Ste_Pa am 25. Okt 2018, 01:13 bearbeitet]
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