Frage KHV allg. und Lake People G103 - Räumlichkeit - Helft mir bitte ;-)

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McSaimen
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Jan 2013, 00:01
Hallo!

Ich habe den "Lake People G103-S". Dieser ist ja eigentlich überall hervorragend bewertet, weshalb ich ihn mir dann gekauft habe.
Was mich aber etwas stört, ist die enorme Räumlichkeit. Da fehlt mir manchmal die "Intimität", kleine Gruppen oder Einzelkünstler sind mir teils etwas zu distanziert und zu weit weg/auseinander.

Ist so eine Räumlichkeit bei hochwertigen Kopfhörerverstärkern normal?
Oder anders gefragt:
Gibt es einen KHV in ähnlicher Preis- und Qualitätsklasse, bei dem die Räumlichkeit nicht so ausgeprägt ist?

(Ich benutze übrigens den KH Beyerdynamic DT880.)

Vielen Dank für eure Tipps!
McSaimen
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 09. Jan 2013, 13:22
Kann mir jemand von euch weiterhelfen?

Würd mich sehr freuen.


LAKE PEOPLE selbst hat mir übrigens dies zurückgeschrieben:



Sowohl der G103 als auch unsere anderen KHVs ändern möglichst wenig am Signal.

Der räumliche Eindruck ist gewollt und wird während der Mischung zuweilen übertrieben,
um bei der üblichen Lautsprecherwiedergabe diese Effekte hörbar zu machen.

Mit freundlichen Grüssen


Die Räumlichkeit ist also demnach "zuweilen" gewollt übertrieben... Gibt es denn dann überhaupt einen guten KHV, bei dem die Räumlichkeit nicht so stark rüberkommt?
Azuri
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 09. Jan 2013, 13:37
Die Mischung, von der Lake People schreibt, geschieht bei der Herstellung des Tonträgers! Das hat nichts mit dem KHV zu tun, denn wie Dir geschrieben wurde:


Sowohl der G103 als auch unsere anderen KHVs ändern möglichst wenig am Signal.


Der KHV sorgt "lediglich" dafür, daß das Signal aus der Quelle möglichst ohne Brummen, Rauschen und Verzerrungen im Kopfhörer ankommt. Da dadurch auch leiseste Signale hörbar werden, kann die Räumlichkeit, wie sie auf dem Tonträger festgehalten ist, erst wiedergegeben werden. Das ist ein Qualitätsmerkmal.
Hast Du vielleicht bisher extrem verrauscht o.ä. gehört?
Hüb'
Moderator
#4 erstellt: 09. Jan 2013, 13:43

Azuri schrieb:
Die Mischung, von der Lake People schreibt, geschieht bei der Herstellung des Tonträgers! Das hat nichts mit dem KHV zu tun (...)

Genau so ist es.

Wenn Du bei der von Dir wahrgenommenen "Räumlichkeit" ein Störempfinden hast, dann solltest Du die Ursache beim KH oder aber den gehörten Aufnahmen suchen, ganz sicher aber nicht beim absolut neutralen G103.

Grüße
Frank
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 09. Jan 2013, 13:48

McSaimen schrieb:
Ich benutze übrigens den KH Beyerdynamic DT880.

Der DT-880 zieht die Stimmen nach meinem Empfinden auch zu weit vom Kopf weg. Du solltest die Schuld vielleicht nicht beim KHV suchen.
Azuri
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 09. Jan 2013, 13:55
Den DT880 hatte er aber ja schon vorher, oder?
steve_gorden88
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 09. Jan 2013, 14:05
Hör den beyer doch mal ohne khv mit gleichem quellmaterial.
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 09. Jan 2013, 14:09
Er wird an einer minderen Quelle, sofern laut genug, dicker und mächtiger klingen. Durch den stärkeren Grundton erscheint das Gehörte näher und intimer. Das ist reine Kopfsache, da man tiefe Töne näher an den Kopf bringt als hohe Töne.
Der DT-880 selber hat die Stimmen aber eher entfernt.

Zur Info: Ich bevorzuge beim DT-880 auch etwas mehr "Gewicht" als an einer fast 0 Ohm-Quelle.
McSaimen
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Jan 2013, 14:19
Erstmal danke für die Antworten!


Hast Du vielleicht bisher extrem verrauscht o.ä. gehört?


Den DT880 hatte er aber ja schon vorher, oder?


Ja, den DT880 hab ich seit 2 Monaten. Hatte aber bislang gar keinen KHV, hatte ihn direkt am CD-Spieler-KH-Ausgang angeschlossen. Da wars mir aber etwas zu leise (ich hatte davor nen AKG 66 - billiger gings kaum ).

Ich bin also vom Billig-KH auf den DT880 umgestiegen - und fand den Klang natürlich deutlich besser. Und jetzt also zusätzlich der LP G103-S - klanglich, finde ich, nochmals ein deutlicher Aufstieg.
Nur die Räumlichkeit ist eben für mich (noch) ungewohnt.

Der KH-Ausgang am CD-Spieler ist garantiert nicht hochwertig. Alles klingt dort auch etwas "verwaschener".



Zur Info: Ich bevorzuge beim DT-880 auch etwas mehr "Gewicht" als an einer fast 0 Ohm-Quelle.

@ HuoYuanjia: Wie hast du das gelöst? Was ist dein Tipp?
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 09. Jan 2013, 14:33

McSaimen schrieb:
Wie hast du das gelöst? Was ist dein Tipp?

Es gibt sehr viele KHV die nicht 0 Ohm haben.

Ich hatte mir für den DT-880 extra einen Meier-Audio Corda Rock gekauft. Dort kann man neben der Gain-Spielerei auch den Ausgangswiderstand verändern. Die genauen Werte habe ich nicht mehr im Kopf, aber es soll so zwischen 4 und 30 Ohm sein, glaube ich. Dort gefiel mir die höhere Impedanz einfach besser.
Diese habe ich jedoch auch ausgiebig mit meinem Vollverstärker (vermutlich 100 Ohm) verglichen und dort konnte ich dann keinen Unterschied mehr erkennen. Vielleicht war ja mein Quellmaterial das Limit, aber ich bin total zufrieden mit dem Klang direkt am Yamaha-Verstärker. Spart Strom und Kabel.
McSaimen
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Jan 2013, 14:27

Er wird an einer minderen Quelle, sofern laut genug, dicker und mächtiger klingen. Durch den stärkeren Grundton erscheint das Gehörte näher und intimer.
(...)
Zur Info: Ich bevorzuge beim DT-880 auch etwas mehr "Gewicht"...


Könnte es denn helfen, wenn ich vom DT880 auf den DT990 umsteige? Der hat ja etwas mehr (Bass)Fundament? Wäre der Klang dann etwas mächtiger und intimer?

(Der LP-KHV gefällt mir übrigens inzwischen sehr gut, bei den ersten CDs war die Räumlichkeit etwas übertrieben. Aber bei anderen CDs fällts gar nicht so auf.)
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 10. Jan 2013, 15:45
Hmm... Ich denke Intimität rührt hauptsächlich von den Stimmen her und diese treten beim DT-990 noch ein ganzes Stück zurück.
cr
Inventar
#13 erstellt: 02. Sep 2015, 19:38
Weiß wer vielleicht die Ausgangsimpedanz? Sie scheint recht hoch zu sein (Spannungsabfall zx 600 Ohm und 200 Ohm KHs ist 25%) 60 Ohm?

> 17.8 Veff in 600 ohms = 530 mW
> 16.0 Veff in 300 ohms = 850 mW
> 13.7 Veff in 200 ohms = 940 mW
> 7.5 Veff in 50 ohms = 1130 mW
> 3.7 Veff in 16 ohms = 890 mW


[Beitrag von cr am 02. Sep 2015, 19:44 bearbeitet]
kopflastig
Inventar
#14 erstellt: 02. Sep 2015, 19:49
<0,1 Ohm.
Quelle: Fried Reim auf head-fi.
cr
Inventar
#15 erstellt: 02. Sep 2015, 19:56
Wie kommts denn dann zu den hohen Spannungabfällen, woraus man 60 Ohm errechnet?
Begrenzung durch Netzteilleistung?

Alles unter 20 Ohm wäre für mich brauchbar, würde also passen....
kopflastig
Inventar
#16 erstellt: 03. Sep 2015, 05:13
Fried Reim ist auch hier im Forum unter fdg aktiv. Ich denke, er kann das am ehesten beantworten.
audiophilanthrop
Inventar
#17 erstellt: 06. Sep 2015, 18:07

cr (Beitrag #15) schrieb:
Wie kommts denn dann zu den hohen Spannungabfällen, woraus man 60 Ohm errechnet?
Begrenzung durch Netzteilleistung?

Klar. Aus der Clippinggrenze den Ausgangswiderstand ableiten funktioniert nur dann, wenn quasi unbegrenzt Strom zur Verfügung steht bzw. der Ausgangswiderstand relativ hoch ist und die Versorgungsspannungen geregelt. Bei Soundkarten ist dies meist der Fall, bei "ausgewachsenen" Leistungsverstärkern dagegen nicht. Bei Lautsprecherverstärkern würde ja auch keiner auf so eine Idee kommen.
cr
Inventar
#18 erstellt: 06. Sep 2015, 19:39
KHV ist ja nicht gerade Großverbraucher ................
aber passt schon......
auf jeden Fall sollte er für den K1000 wohl ganz gut gehen
Das tut zwar jeder Endverstärker auch, aber ich möchte einfach das große Teil, wo er zum Einsatz kommt, weghaben und wo anders verwenden.


[Beitrag von cr am 06. Sep 2015, 19:40 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#19 erstellt: 06. Sep 2015, 19:46
Der LP G103 ist ja auch ein stinknormaler Audioverstärker, der nur ein auf Kopfhörerzwecke reduziertes Netzteil hat.
Aufs Herz geblickt:

cr
Inventar
#20 erstellt: 06. Sep 2015, 20:06
Welche Leistung würde das IC liefern, wenn das Netzteil kein Flaschenhals wäre und bei ausreichendem Kühlkörper; nur aus Interesse...


[Beitrag von cr am 06. Sep 2015, 20:07 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#21 erstellt: 06. Sep 2015, 20:11
30W pro Kanal und die Versorgungsspannung darf laut Datenblatt zwischen 20 und 64 Volt betragen. ... Bei Reichelt 4.50€
cr
Inventar
#22 erstellt: 06. Sep 2015, 20:12
Merci
ZeeeM
Inventar
#23 erstellt: 06. Sep 2015, 20:17
Das Thema KHV wird halt, weil man damit Geld verdienen kann, marktgerecht aufgeblasen. Ein Lehman BCL ist schaltungstechnisch auch so banal, das er einem Schülerpraktikum entsprungen sein könnte. Den "verstärkenden Draht" kann man heute preiswert bauen, aber die tun eines nicht, sie manipulieren nicht den Klang und das ist dann auch nicht das, was mancher will.
cr
Inventar
#24 erstellt: 01. Mrz 2016, 19:17
Mich würde v.a. interessieren, wie stark der Einschalt-Plops ist.
Die relaisgeschützte Alternative wäre der G109 (Special Edition oder Variante P), der allerdings rund das Doppelte kostet (ab 415,-). Ist diskret aufgebaut (was der Vorteil des diskreten Aufbaus ist, erschließt sich mir nicht, denn schon die Daten vom G103 sind sehr gut)....
ZeeeM
Inventar
#25 erstellt: 01. Mrz 2016, 19:48

cr (Beitrag #24) schrieb:
Mich würde v.a. interessieren, wie stark der Einschalt-Plops ist.


http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm1876.pdf

Bei symmetrischer Stromversorgung sollte er sich recht gutmütig verhalten.
cr
Inventar
#26 erstellt: 01. Mrz 2016, 22:32
Jede Menge interessanter Diagramme.

Interessant, dass man diesen Verstärkerchip zwar als KHV wiederfindet oder in TVs eingebaut, aber nicht als fertigen Stereo-Kleinleistungsverstärker. Da findet man nur Class D Tripath
ZeeeM
Inventar
#27 erstellt: 01. Mrz 2016, 22:38
War nur zu faul den Abschnitt Pop & Click sauber rauszukopieren.
Vermutlich sind Class-D Verstärker billiger. Wo der LM einen Kühlkörper brauch, brauch irgend ein D-Amp bei gleicher Leistung nix. Mir sagte mal, das in bestimmten Bereichen die genutzte Chipfläche den Preis macht.
audiophilanthrop
Inventar
#28 erstellt: 14. Mrz 2016, 23:22
Ende der 90er wurde der LM1876 mal ganz gern auf Soundkarten als Lautsprecherverstärker verbaut. In der Zeit wird man ihn wohl auch anderswo (z.B. TV) verbaut haben. Für "echtes" HiFi ist der Chip dann doch zu schwach, auch im Selbstbau setzt man eher auf die stärkere Verwandtschaft (LM3886, LM4766, LM4780). Inzwischen ist er übrigens EOL.
ZeeeM
Inventar
#29 erstellt: 14. Mrz 2016, 23:28

audiophilanthrop (Beitrag #28) schrieb:
. Inzwischen ist er übrigens EOL.


?

http://www.ti.com/product/LM1876/samplebuy
audiophilanthrop
Inventar
#30 erstellt: 19. Mrz 2016, 22:31
Da steht doch: "Status: LIFEBUY". Sprich, wer noch welche braucht, sollte sie jetzt kaufen, danach werden sie definitiv eingestellt. Ich gehe mal davon aus, daß der Bedarf an LM1876 überschaubar genug sein wird, daß TI das noch eine Weile aus Lagerbeständen bedienen kann, selbst wenn die Die-Produktion schon ausgelaufen ist.

Hintergrund:
http://www.eevblog.c...ocolypse-is-coming!/
http://www.diyaudio....ntinue-many-ics.html

Betroffen sind auch LM4562 und Verwandte in DIP, LM49710 und andere.
ZeeeM
Inventar
#31 erstellt: 19. Mrz 2016, 22:34
Ich denke das in solchen Anwenungen eh immer mehr D-Amps eingesetzt werden, zumal auf gleicher Fläche man noch einiges an anderen Funktionen packen kann.
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