Violectric V200: Mit DAC-Extension oder V800?

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oldpasha
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Sep 2018, 07:05
Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken einen Violectric V200 zu kaufen. Ich benötige dafür definitiv einen digitalen Zugang (USB, Coax oder Optical) mit 24/192. Nun gibt es diese Extensions als Option vom Hersteller. Ich habe jedoch kritische Anmerkungen gelesen, dass die Extension Card "weniger gut" klingen soll. Eine Alternative wäre natürlich der V800 als vorgeschalteter DAC. Damit ist die Mobilität des V200 aber fast schon dahin. Hat jemand einen direkten Vergleich zwischen den beiden machen können? Klingt die Lösung mit dem V800 - abzüglich des Hifi-Voodoo-Faktors - wirklich HÖRBAR BESSER oder nur ein wenig ANDERS?

Vielen Dank für eure Hinweise.
Jakari
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 25. Sep 2018, 08:58
Ich fürchte die Frage musst Du dir mittels Test selbst beantworten. Jeder empfindet/bewertet Klangqualität anders. Ich besitze den DAC rs 06 von Lake People und bin sehr zufrieden. Die Unterschiede bei den DACs sind in aller Regel sehr gering...
Im Vergleich zum CD Player Ausgang (Marantz CD 6002) empfinde ich den Klang in erster Linie besser aufgelöst. Mehr möchte ich nicht sagen, da dies jeder anders wahr nimmt.
Hier im Forum bewerten viele Klangunterschiede bei DACs als Vodoo. Teste deswegen selbst. Im Zweifelsfall würde ich auf den externen DAC verzichten und lieber in den KH oder Musik investieren.
oldpasha
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Sep 2018, 15:19
Das mit dem Testen beim Händler finde ich leider immer ziemlich schwierig. Ich habe immer das Problem, dass mir kleinere Soundunterschiede erst auf lange Sicht auffallen, meist zuhause mit viel Ruhe. Wenn dann in relativ kurzer Zeit KHs, KHVs und DACs gegeneinander getauscht werden vergeht oft so viel Zeit mit Umstecken, Lautstärkeanpassung etc, dass der Höreindruck des der vorigen Kombination schon wieder passé ist. :-)
Theoretisch bin ich auch der Meinung, dass ein DAC, der vernünftig rechnet, (fast) genauso klingen müsste wie jeder andere. Ich bin mir eher unsicher, ob sich das Umfeld, wie Verbau in einem engen KHV-Gehäuse oder das Teilen der Stromversorgung ungünstig auswirkt...
Jakari
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 25. Sep 2018, 17:01
Bestell doch einfach einen DAC wenn Du dich mit dem Violectric mittels des analogen Eingangs "eingehört" hast. Und vergleiche mit der Quelle am analogen Eingang. Innerhalb der Widerufsfrist ist eine Rückgabe ohne Problem (sowohl bei CMA audio wie auch Thomann) möglich. Gute Händler leihen Geräte übers WE aus...die interne DAC Platine lässt sich auch im nachhinein einbauen/bestellen.
oneforall
Stammgast
#5 erstellt: 25. Sep 2018, 17:12
Klingen tut die Karte nicht schlechter als andere Wandler, es sind ja auch nicht 0815 Bauteile da verbaut. Rate aber trotzdem davon ab, da der Spannungschip auf der Platine extrem heiß wird und sich durch die Kühlvariante auf die gesamte DA Platine überträgt. Im übrigen hat auch das gemeinsame Netzteil
mächtig Temperatur.
Gemessen habe ich an der Oberfläche des Chips über 80°.
Vermutlich stört das nicht weiter aber ob das auf Dauer gut ist kann ich nicht beurteilen.
Ich habe die Platine wieder entfernt.
Der Klang selber war aber top.


[Beitrag von oneforall am 25. Sep 2018, 17:19 bearbeitet]
oldpasha
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Sep 2018, 18:02
@Jakari:
Vielleicht keine schlechte Idee. Bräuchte nur ne vernünftige analoge Quelle. Um die wollte ich mich eigentlich erst später kümmern. Momentan steht hier nur ein Yamaha CD-S 300...

@oneforall:
80 Grad? Himmel! Ist das normal oder war bei Dir irgendwas defekt? Geplant war einen LCD 3 daran zu betreiben. Bin mir nicht sicher wieviel Leistung der frisst...
Jakari
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Sep 2018, 18:45
Meiner Meinung nach ist der Yamaha CD Player (zumindest für erste Vergleiche) eine vernünftige Quelle.
Violectric V100/200 sind sehr leistungsstark und treiben die Audeze LCDs problemlos an. Kenne die Kombo und finde die großartig.
hazel-itv
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Sep 2018, 18:58
Ich habe den LCD2C und den Violectric V200. Das ist wirklich eine klasse Kombi! Außerdem besitze ich den Fostex HP-A3 (DAC/KHV).

Zwischen den beiden KHVs gibt es schon einen Unterschied, der V200 öffnet das Klangbild noch etwas, schafft Transparenz und seperiert die Instrumente noch etwas besser und der Bass ist minimal konturierter. Der Unterschied ist allerdings wirklich sehr gering und fiel mir erst nach langem Hören und vielen AB-Vergleichen mit beiden Geräten auf. Manch einer würde das wohl schon in das Voodoo-Gebiet abtun und mich zu einem Blindtest herausfordern....

Wenn ich allerdings nur den DAC des HP-A3 benutze (der laut Testberichten angeblich weit oberhalb seiner Preisklasse spielt) und über die analogen Ausgänge in den Violectric gehe, merke ich trotz vieler und langer Hörabende wirklich keinen Unterschied zu dem DAC meiner Standard PC-Soundkarte, der normalerweise den Violectric speist...

Bin zwar auch schon am Überlegen gewesen, mir das Modul für den V200 zu holen, einfach weil man dann alles in einem Gerät hat, aber ob das soundmäßig wirklich Not tut, sei mal dahingestellt.

Andererseits gibt es natürlich auch immer Menschen, die ein besseres Gehör haben als ich...
oldpasha
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 26. Sep 2018, 06:57
OK, die LCD3/V200-Kombi scheint also nicht nur meinen Geschmack zu treffen. Mich würde aber das Temperaturthema noch mal interessieren: Kann man das allgemein bestätigen, oder betrifft das vielleicht nur hochohmige KH? Der V200 macht mit internem digitalen Interface eigentlich mehr Sinn, da ich oft in Hotels unterwegs bin und nicht unbedingt einen externen DAC dort hinschleppen will. Der V800 wäre eher eine zusätzliche Überlegung für zuhause - für den Fall, dass er nochmal viel besser klingen sollte als die Erweiterungskarte...
hazel-itv
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Sep 2018, 07:05
Mich überrascht das mit der Temperatur auch, zumal ich wie gesagt auch schon überlegt habe, mir das Modul zu holen... ich hab bisher noch nie etwas derartiges gelesen.

Nun haben wahrscheinlich nicht Nutzer viele diese Kombi. Vielleicht müsste man einfach mal Violectric anschreiben. Wäre mal interessant, wie die sich dazu äußern.
Jakari
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 26. Sep 2018, 14:59
Meiner Erfahrung nach werden alle Amps auf V100/200 Basis warm. Am Gehäuse gefühlte 50-60 Grad. An der Platine kanns dann schon mehr werden...
Im Zweifelsfall bei Lake People anfragen.
oneforall
Stammgast
#12 erstellt: 27. Sep 2018, 17:45
Das mit der Temperatur muss nicht unbedingt negativ sein, wollte das nur mal angesprochen haben.
Vielleicht können das andere Besitzer auch bestätigen.
Die erhöhten Temperaturen bleiben auch wenn kein Signal anliegt. Da auch das Netzteil ohne DAC wesentlich kühler bleibt, vermute ich das es mit DAC etwas an seine Leistungsgrenzen gerät.
Denn so groß ist es ja nicht wirklich.


[Beitrag von oneforall am 27. Sep 2018, 17:46 bearbeitet]
j!more
Inventar
#13 erstellt: 28. Sep 2018, 14:38
Mein V200 ist schon eine ganze Weile her. Ja, er wurde warm, aber nicht heiss. Der Lake People G99 wurde deutlich wärmer. 50 bis 60 Grad am Gehäuse erscheinen mir zu hoch, 80 Grad an dem für die Spannungsstabiliserung zuständigen Chip auch. Ich würde bei LP/Violectric nachfragen, ob das so sein soll. Wenn ja, wäre das ja auch ok, weil die wissen, was sie tun. Wenn nein, reparieren die sicher gerne.

Ich hatte seinerzeit das USB-DAC-Modul (24/96, damals) und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ich würde den V200 mit USB-DAC kaufen und bei Bedarf einen externen DAC dazunehmen. Dass es den wirklich braucht, glaube ich nicht.

Wenn es kein V200 sein muss, würde ich mir den ADI-2 DAC von RME anschauen und anhören. Der treibt auch alles sehr (sehr) ordentlich an und ist wandlermässig top.


[Beitrag von j!more am 29. Sep 2018, 06:17 bearbeitet]
hazel-itv
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Sep 2018, 17:43
Meiner wird definitiv auch keine 50 Grad heiß am Gehäuse, gerade mal leicht lauwarm bis handwarm, je nach Last und Dauer. Wenn kein Signal anliegt, ist er nahezu kalt...
Jakari
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 28. Sep 2018, 20:13
Kann auch sein, dass mein GEFÜHLTER Temperaturbereich zu hoch ist. Was ich mit Sicherheit sagen kann, dass es warm wird...
Jakari
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 29. Sep 2018, 07:29
Sorry! Ich hätte subjektive Temperatur-Zahlenwerte weg lassen sollen. Ich ordne Temperaturen bei Amps im genannten Bereich nicht als negativ ein...deswegen bin ich zu leichtfertig mit der Angabe umgegangen.
oldpasha
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 30. Sep 2018, 13:20
So, ich habe Jakaris Tipp mal ernst genommen und den V200 analog an den internen 24/192-AKM Wandler eines Onkyo C755 gehangen, um mich "einzuhören". Das Ensemble an einem geliehenen LCD 3 ist schon eine Macht. Wenn die Violectric XMOS DAC-Extension vergleichbar klingt, würde mich das völlig zufrieden stellen. Der Händler hat die USB-Version der Platine nun bestellt. Näheres erfahren wir Ende der Woche. Derweil ist wirklich beeindruckend, was so ein KVH schon bei deutlich günstigeren KH in der Lage ist herauszuholen. DT 770 oder 880 klingen schon recht ordentlich (wennauch nach der typischen Sennheiser-Badewanne), beim Oppo PM 3 ist die Steigerung schon regelrecht krass (wennauch die sehr gedrungene Bühne konstruktionsbedingt erhalten bleibt)...
oldpasha
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 15. Okt 2018, 09:14
Zwischenbericht:
Am WE wurde die 24/192 DAC-XMOS-Platine von Violectric in den V200 eingebaut und gegen den Stino-DAC eines CD-Players verglichen. Setup war also ONKYO C-755 über analog Cinch in den V200 gegen MacBook Pro über USB auf internen DAC des V200. Kopfhörer war ein Audeze LCD 3. Es wurden mehrere (meist Remastered-) CDs, wie Peter Gabriels "So", Genesis "Invisible Touch", DireStraits "Brothers in Arms", oder Elton Johns "Ice On Fire" zu ihren WAV-Rips parallel abgespielt und währenddessen zwischen analoger und digitaler Quelle hin- und hergewechselt. Nach Feinjustierung des Pre-Gains am V200 waren die Pegel beider Quellen nahezu identisch. Zwei parallel hörende Personen stellten dasselbe fest: Der Violectric DAC klingt, gemessen am analogen Signal des Onkyo viel kälter, da aggressiver und heller. In Stimmen fehlt die charakteristische Zeichnung in den Mitten, leise Klavierpassagen sind zu spitz und dünn, die Musik ist deutlich weniger dynamisch, Echos und Halls sind weniger wahrnehmbar. Alles wirkt eher kalt und analytisch, als warm, tiefengestaffelt und mitreißend. Im ganzen hat man eher den Eindruck von 2D als von 3D, eher wie ein Foto der Musik. Je voller die Aufnahme ist, desto deutlicher werden die Eindrücke. Auch leichte Anpassungen des Pegels nach oben helfen dem DAC-Signal nicht. Zufriedenstellend ist das nicht wirklich, angesichts dessen, dass eine 300€-Platine von einem 350-€-CDPlayer geschlagen wird. Ich will nicht sagen, dass die DAC-Platine unbrauchbar ist, aber wenn man den Analogeingang bei jeder Aufnahme deutlich besser findet, ist das doof.

Mich würde ja sehr interessieren welche technischen Ursachen das haben kann, denn man sagt ja im allgemeinen, dass an der Algorithmik zur Decodierung eines 44KHz-Signals kaum mehr etwas zu verbessern ist. Was also kann im Post-Processing des berechneten Schallwellensignals noch solche Unterschiede produzieren? Kapazität des Netzteils? Spezielles Equalizing? Bewusste herstellertypische Färbung? Gerade bei letzterem ist dann die Frage, ob ein Weitertesten in Richtung des V800 überhaupt Sinn macht.
oneforall
Stammgast
#19 erstellt: 16. Okt 2018, 09:51
Du vergleichst hier 2 völlig unterschiedliche Signalwege und verurteilst die Violectric Platine als den Schuldigen!...weil?.
Versuch es doch mal mit dem Onkyo digi Ausgang!


[Beitrag von oneforall am 16. Okt 2018, 09:54 bearbeitet]
Forenmitglied
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 16. Okt 2018, 16:25
Das wird wohl eher ein Treiber/Softwareproblem sein. Denn die beschriebenen Unterschiede sind zu dramatisch. Das liegt keinesfalls am DAC des Violectric.
oldpasha
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 16. Okt 2018, 16:36

oneforall (Beitrag #19) schrieb:
Du vergleichst hier 2 völlig unterschiedliche Signalwege ...


Nein, ich versuche herauszufinden, ob die interne DAC-Platine oder ein externer V800 als Wandler die bessere Lösung darstellen, siehe Titel des Threads. Daher vergleiche ich - als Zwischenbericht - den internen DAC des Violectric, mit einem beliebigen anderen externen, hier dem eingebauten DAC des Onkyo. Die Outputs beider DACs landen nach meinem technischen Verständnis in derselben Endstufe. Dass zwischen dem Onkyo und dem Violectric noch 30cm Oehlbach-Chinchkabel und zwischen der DAC-Platine und dem Violectric ein 10cm-Bandstecker hängt, ist da wahrscheinlich zu vernachlässigen. Angesichts dessen, dass der V800 ebenfalls über die analogen Eingänge des V200 eingespeist würde, finde ich den Versuch durchaus legitim.


oneforall (Beitrag #19) schrieb:
... und verurteilst die Violectric Platine als den Schuldigen!...weil?.


Schuld an was genau? Der Output der Platine klingt klar dünner, kälter und weniger plastisch als der Output des Wandlers im Onkyo, mehr wurde nicht behauptet.


oneforall (Beitrag #19) schrieb:
Versuch es doch mal mit dem Onkyo digi Ausgang!


Ähm, und was soll das bringen, zwei digitale Quellen durch dieselbe DAC-Platine zu jagen? Darüber hinaus hat der CD-Spieler natürlich wenn überhaupt nur Coax/Opto- und keinen USB-Ausgang...
oldpasha
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 16. Okt 2018, 16:43

Forenmitglied (Beitrag #20) schrieb:
Das wird wohl eher ein Treiber/Softwareproblem sein.


Hmm, laut Homepage von Violectric braucht man keine Treiber für MacOs. Es gibt auch keine zum Download. Der DAC wurde sofort erkannt. Hätte man sonst noch was falsch konfigurieren können?
oneforall
Stammgast
#23 erstellt: 16. Okt 2018, 17:48

oldpasha (Beitrag #21) schrieb:


Ähm, und was soll das bringen, zwei digitale Quellen durch dieselbe DAC-Platine zu jagen? Darüber hinaus hat der CD-Spieler natürlich wenn überhaupt nur Coax/Opto- und keinen USB-Ausgang...


Da frag ich mich ob du verstehst was du miteinander vergleichst.
oldpasha
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 16. Okt 2018, 18:39

oneforall (Beitrag #23) schrieb:

oldpasha (Beitrag #21) schrieb:


Ähm, und was soll das bringen, zwei digitale Quellen durch dieselbe DAC-Platine zu jagen? Darüber hinaus hat der CD-Spieler natürlich wenn überhaupt nur Coax/Opto- und keinen USB-Ausgang...


Da frag ich mich ob du verstehst was du miteinander vergleichst.


Als Informatiker kenne ich leider nur die Binärseite, offensichtlich entgeht mir daher etwas wichtiges. Worin besteht für Dich die Chance, dass ein binärer 16Bit/44KHz PCM-Stream über SP/DIF eines CD-Players anders klingen wird als ein identischer binärer 16Bit/44Khz PCM-Stream über USB eines PC? Über denselben DAC, versteht sich.
Forenmitglied
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 16. Okt 2018, 19:35

oldpasha (Beitrag #22) schrieb:


Hmm, laut Homepage von Violectric braucht man keine Treiber für MacOs. Es gibt auch keine zum Download. Der DAC wurde sofort erkannt. Hätte man sonst noch was falsch konfigurieren können?


Spezielle Treiber sicher nicht. Aber eventuell besteht hier eine Diskrepanz mit dem Systemtreiber. Ich habe einen Samsung Player, den Galaxy 5.0 (kein Handy, reiner Player) und de zeigt ein ähnliches Verhalten. Leise Pegel versacken schlicht im Grundrauschen und es klingt abgehackt, unsauber und substanzlos. Auch hier vermute ich ein Softwareproblem.

Frage mal beim Hersteller nach, ob es mit bestimmten Versionen Probleme gibt oder gegen könnte. Wenn die Digitalsektion so klingt wie beschrieben, im Vergleich zur analogen Ansteuerung, sehe ich nur zwei Möglichkeiten. Entweder einen Defekt des DAC oder eine softwareseitige Problematik. Die Violectrics sind technisch eigentlich sehr gut.
oneforall
Stammgast
#26 erstellt: 17. Okt 2018, 14:39

oldpasha (Beitrag #24) schrieb:


Als Informatiker kenne ich leider nur die Binärseite, offensichtlich entgeht mir daher etwas wichtiges. Worin besteht für Dich die Chance, dass ein binärer 16Bit/44KHz PCM-Stream über SP/DIF eines CD-Players anders klingen wird als ein identischer binärer 16Bit/44Khz PCM-Stream über USB eines PC? Über denselben DAC, versteht sich.
Der PCM Stream unterscheidet sich nicht, aber der Inhalt.Schau doch mal in deiner Soundkarte nach ob das Signal 1:1 durchgeschlauft oder manipuliert wird.


[Beitrag von oneforall am 17. Okt 2018, 14:46 bearbeitet]
hazel-itv
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 17. Okt 2018, 14:50

oneforall (Beitrag #19) schrieb:
Du vergleichst hier 2 völlig unterschiedliche Signalwege und verurteilst die Violectric Platine als den Schuldigen!...weil?



oneforall (Beitrag #26) schrieb:
Der PCM Stream unterscheidet sich nicht, aber der Inhalt. Schauh doch mal in deiner Soundkarte nach ob das Signal 1:1 durchgeschlauft oder manipuliert wird.


Kannst du uns nicht einfach mal mit deinem Wissen erhellen, anstatt immer nur ein-Satz-Antworten zu schreiben, die mehr Rätsel aufwerfen, als alles andere?

Welchen Inhalt meinst du, den Inhalt des Streams? Wieso sollte die Soundkarte den Stream manipulieren, vorausgesetzt alle Klangverbieger wie EQ o.ä. sind ausgeschaltet?

Und jetzt bitte mal eine vernünftige, ausführliche Erklärung. Wie oben schon geschrieben, bin ich auch am überlegen mir die Platine zu holen und bin gerne bereit dazu zu lernen
arizo
Inventar
#28 erstellt: 17. Okt 2018, 15:01
Ich habe auch einen V200 mit optischem Eingang.
Dabei stört mich ein bisschen, dass sich die Eingänge nicht manuell umschalten lassen.
Bei Eingang eines optischen Signals wird automatisch der Digitaleingang ausgewählt.
Wenn ich lieber den analogen Eingang nutzen möchte, muss ich das optische Kabel abziehen.
Deshalb nutze ich zur Zeit einen anderen Kopfhörerverstärker, der mehrere auswählbare Eingänge besitzt.
Diese Flexibilität hättest du dann bei den vorgeschlagenen Geräten von Violectric nur, wenn du den V800 nutzt.
Das solltest du bei deiner Auswahl vielleicht auch bedenken.
kamikaze7777
Stammgast
#29 erstellt: 17. Okt 2018, 19:33
Wobei man noch folgendes zu den analog-Eingänge anmerken kann: bei gleichzeitiger Benutzung von XLR und Cinch wird Cinch priorisiert.
oneforall
Stammgast
#30 erstellt: 18. Okt 2018, 09:35

hazel-itv (Beitrag #27) schrieb:

oneforall (Beitrag #19) schrieb:
Du vergleichst hier 2 völlig unterschiedliche Signalwege und verurteilst die Violectric Platine als den Schuldigen!...weil?



oneforall (Beitrag #26) schrieb:
Der PCM Stream unterscheidet sich nicht, aber der Inhalt. Schauh doch mal in deiner Soundkarte nach ob das Signal 1:1 durchgeschlauft oder manipuliert wird.


Kannst du uns nicht einfach mal mit deinem Wissen erhellen, anstatt immer nur ein-Satz-Antworten zu schreiben, die mehr Rätsel aufwerfen, als alles andere?

Welchen Inhalt meinst du, den Inhalt des Streams? Wieso sollte die Soundkarte den Stream manipulieren, vorausgesetzt alle Klangverbieger wie EQ o.ä. sind ausgeschaltet?

Wer soll denn wissen das du erhellt werden willst.
Fragst mich was ich meine und beantwortest z.T. selber die Frage Wenn es einen signifikanten Hörunterschied gibt kann das nur an der Soundkarte selber oder der benutzte Mediaplayer sein.
In beiden kann man den Sound anpassen. Da ich diese Violectric Platine selber besitze und keinen Unterschied zum analogen Eingang über eine andere digitale Quelle habe denke ich das irgendwo am Rechner das Problem ist.
Wo genau kann ich auch nur vermuten.
Außerdem handelt es sich hier soweit ich das verstanden habe um die 24/192 DAC-XMOS-Platine die geht ja über USB .


[Beitrag von oneforall am 18. Okt 2018, 09:44 bearbeitet]
j!more
Inventar
#31 erstellt: 18. Okt 2018, 09:52
Zumindest früher einmal hat iTunes auf dem Mac das Audiosignal nicht eins zu eins durchgereicht sondern was auch immer damit veranstaltet. Deshalb wurden für den Mac alternative Player entwickelt, die eine bitgenaue Wiedergabe ermöglichen. Ich kenne den aktuellen Stand nicht, würde die Ursachen für Klangunterschiede aber an dieser Stelle vermuten.

Ich bin kein Freund von Audirvana, aber ein Versuch erscheint mir lohnend. Unter Windows braucht es das nicht. Dort reicht es in der Regel, die Audioausgabe für bitgenaue Wiedergabde auf wasapi umzustellen.
oldpasha
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 18. Okt 2018, 15:11

arizo (Beitrag #28) schrieb:

Diese Flexibilität hättest du dann bei den vorgeschlagenen Geräten von Violectric nur, wenn du den V800 nutzt. Das solltest du bei deiner Auswahl vielleicht auch bedenken. :prost


Ja, das ist tatsächlich wahr - das Rausziehen des USB-Steckers ist schon etwas unbequem. Punkt für den V800...
oldpasha
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 18. Okt 2018, 15:28

j!more (Beitrag #31) schrieb:
Zumindest früher einmal hat iTunes auf dem Mac das Audiosignal nicht eins zu eins durchgereicht sondern was auch immer damit veranstaltet.


Daran, dass der Player das File nicht bitgenau wiedergibt, hatte ich noch gar nicht gedacht. Aber wozu sollte er das auch tun, wenn "Durchreichen" viel einfacher ist? Jedenfalls ist es einen Versuch wert, ich probiere das Audirvana mal aus. Ich hatte bei den Versuchen Quicktime verwandt. Dort gibts zumindest keine Optionen auf Equalizing o.ä.
Morgen hab ich wieder ein wenig Zeit für die Geschichte, sodass ich auch noch mal die Audio/MIDI-Settings des angestöpselten DACs anschauen werde. Hab ihn gerade nicht da. Aber bei allen anderen Geräten des Mac stehen die auch auf 24bit/44,1 KHz - also nichts groteskes.
oldpasha
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 21. Okt 2018, 15:24
Ich hatte nun am WE Gelegenheit den V800 mal zu testen. Leider überwiegende Zeit nur per Coax, weil der Tenor-Chipsatz an meinem MacBook total instabil war. Mal ging das USB, mal gings nicht. Immerhin zeigte mir das viele Hin- und Herschalten zwischen den DACs und das Wechseln zwischen verschiedenen Playern, dass die von mir wahrgenommene Helligkeit/Dünnheit - im Vergleich zur analogen Quelle des CD-Players -interessanterweise nur auf einigen Aufnahmen klar zu hören ist, auf anderen wiederum gar nicht. Stattdessen hat der CD-Player-Output fast immer ein relativ warmes Klangbild, egal welches Material man ihm gibt.
Besonders interessant: Über den V800 klingt das genauso - bis man das Resampling auf "Best" stellt. Dann ist der Soundeindruck fast identisch mit dem der CD. Die Höhen sind etwas weniger harsch und die Stimmen etwas besser gezeichnet. Ob ich den Sound insgesamt besser finde weiß ich (noch) nicht, dazu war zu wenig Zeit. Ich hab mich bisher zu wenig mit Resampling beschäftigen können, aber vielleicht liegt hier die Ursache? Die "Best"-Einstellung befüttert nach meinem Verständnis den Converter-Chip mit einem rekalkulierten 96KHz-Signal (mit 24Bit?), anstatt des ursprünglichen 44.1 KHz mit 16Bit. Und in dem Onkyo befindet sich ein Resampling-DAC, der 24/192 aufnimmt. Ob die interne DAC-Platine auch resampelt steht zumindest nicht in der Spec, also gehe ich eher mal von Nein aus. Aber irgendwas ändert das Resampling definitiv am Klangbild. By the way: Kann jemand verständlich erläutern, wieso eine Verdoppelung der Samples eines Tonsignals durch "künstlich" berechnete Zwischenwerte eine veränderte Wiedergabe genau dieses Tons bewirken können? So richtig erschließt sich mir das nicht...
Jakari
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 21. Okt 2018, 15:36
Unter www.lake-people.de

Bei FAQ gibts die Antwort. Schreibe mit dem Handy...

Schönen Sonntag allerseits!
oldpasha
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 21. Okt 2018, 16:11

Jakari (Beitrag #35) schrieb:
Unter www.lake-people.de
Bei FAQ gibts die Antwort.


Die hatte ich bereits gelesen. Aber genau das meinte ich mit "erschließt sich mir nicht". Ich denke, dass das Jitter-Problem bei USB 2.0 eine eher untergeordnete Rolle spielt. Also hat es wohl hiermit zu tun:

Zitat:
Das sich die Qualität des ursprünglichen Signals dabei verbessert ist hingegen ausgeschlossen.
"Verbesserungen" im Klang sind lediglich auf auf die veränderten Rahmenbedingungen ("musikalischere" Filter durch höhere Sample Rate/Jitter Eliminierung) zurückzuführen.

Aha. :-(
Wieso steht Verbesserung in Anführungszeichen? Weil's keine wirkliche ist - oder auf Kosten von irgendwas geht? Was ist denn ein musikalischerer Filter? Und wieso kann der erst eingesetzt werden, wenn ich doppelt soviele Samples habe, die aber dieselbe Amplitude beschreiben?
Jakari
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 21. Okt 2018, 17:47
Natürlich wollen Lake People/Violectric ihre Produkte verkaufen...
Ich verstehe die Antwort in erster Linie in dem beschriebenen verminderten Jitter. Ob man reduzierten Jitter via Resampling überhaupt detektieren kann sei dahin gestellt...Und ob das besser klingt muss jeder selbst entscheiden. Bei mir ist das Resampling angeschaltet. Der Mehrwert eines externen Wandlers besteht für mich auch eher in der erweiterten Funktionalität. Wenn Du die nicht brauchst rechtfertigt für mich nicht die Anschaffung (insbesondere hinsichtlich des hohen Preises). Die marginale Klangveränderung ist zu gering.
Ich würde bei Lake People direkt anfragen. Vielleicht kann Fried Reim (CEO) die Frage genauer beantworten. Hatte schon mehrmals Mail Kontakt und immer eine Antwort erhalten.
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