JBL 18" Woofer sucht passende Tops

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cinejoe
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Jun 2008, 22:28
Hallo!

Folgendes Szenario:

Ich habe einen Woofer 18" Pro mit Belastbarkeit von ca. 800 Watt/RMS.



Weiters zwei Endstufen:

Behringer A500 mit 1x 500 Watt gebrückt an 8 Ohm

Fidek FPA 10A Ausgangsleistung 2 x 450 Watt an 8 Ohm
2 x 720 Watt an 4 Ohm
2 x 1000 Watt an 2 Ohm
1 x 1350 Watt an 8 Ohm
1 x 1800 Watt an 4 Ohm

Außerdem Marantz Model SR4300

WAS ICH WILL:

1. Ich möchte natürlich erstmal 2 Tops (Selbstbau zwecks Budgetschonung) die absolut mit dem JBL Woofer mithalten können und auch klanglich einiges bieten.

2. Habe noch einen zweiten JBL 18" Pro 2245H der noch ein Gehäuse sucht. Ebenfalls Selbstbau (oder jemand von euch hat eins rumstehen )

3. Wenn Punkt 1 + 2 abgehakt weitere Investition in Endstufen. Wieviele und welche wären für das System sinnvoll? Sind meine alten Endstufen dafür brauchbar?

4. Passendes DJ Equitment: 2 DJ-Cd-Player und einen Mixer


Meine Vorstellung/Erfahrung bis jetzt und Nutzen des Ganzen

Ich bin mitlerweile selber draufgekommen, dass die Behringer es nicht mit dem Woofer aufnehmen kann, deshalb wird der Woofer dann mit der Fidek (bekomm ich morgen oder übermorgen) in gebrücktem Zustand betrieben. Die Behringer möchte ich am Anfang noch für die Tops verwenden.

Viele werden jetzt den Kopf schütteln aber ich möchte meinen Marantz Surround Verstärker als Vorstufe verwenden da er für alle Kanäle PRE-OUTs hat und ich damit die Endstufe für den Woofer ohne zusätzliche Frequenzweiche ansteuern kann.

Budget für Selbstbau/zusätzliche Amps steht noch nicht fest aber ich muss das auch nicht neu kaufen. Darf gern auch gebraucht sein.
Das DJ Equitment ist mit ca. 1000 Euro bemessen. Hoffe ihr könnt da was empfehlen.

Bin im PA-Bereich noch neu, bisher nur im Hifi und Heimkinobereich tätig. PA mäßig hab ich nur kinotechnisch Erfahrung da ich in einem solchen arbeite.

So..jetzt seid ihr dran.

Was für Selbstbauboxen könnt ihr empfehlen.
Gibt es Pläne?
Wo bestellt ihr Einzelteile?
Verkabelung?
Welche Endstufen?
etc.

Achja...die PAX-Frage kann ich euch noch nicht beantworten. Möchte am Anfang Erfahrung sammeln und es geht mir vor allem um den Spassfaktor am Projekt Selbstbau.

Vielen Dank im Voraus
jogi59
Inventar
#2 erstellt: 03. Jun 2008, 01:19

cinejoe schrieb:
Ich habe einen Woofer 18" Pro mit Belastbarkeit von ca. 800 Watt/RMS.

Habe noch einen zweiten JBL 18" Pro 2245H der noch ein Gehäuse sucht. Ebenfalls Selbstbau (oder jemand von euch hat eins rumstehen

Nur zur Info

Ein JBL 2245H hat nicht ca. 800 Watt, sondern nur 300 Watt RMS, 600 Watt Program.
jbl2245H.pdf

Also sei ein bischen vorsichtig mit der Endstufenleistung
cinejoe
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Jun 2008, 01:37
Ok. Schon mal danke für die Info. Konnte keine Daten finden. Hat mir nur der Kinotechniker damals gesagt. Das heißt ja eigentlich wäre sogar meine Behringer gebrückt gut genug für den Woofer (theoretisch, bekomm ja die Fidek). Was weiters auch heißt, dass ich beide Woofer an der Fidek anschließen kann.

Frage @MODERATOR:
Wußte am Anfang nicht genau wo ich das Thema eröffnen sollte. PA oder Selbstbau. Kann man das Thema parallel in 2 Kategorien laufen lassen?

Danke.


[Beitrag von cinejoe am 03. Jun 2008, 01:42 bearbeitet]
kptools
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Jun 2008, 06:42
Hallo,

nein .

Aber je nach Verlauf ist auch ein Verschieben möglich.

Grüsse aus OWL

kp
dj_kebbi
Inventar
#5 erstellt: 03. Jun 2008, 08:04
Guck die für Selbstbau mal bei Jobsti um

www.jobst-audio.de

MT181 oder eine nummer größer MT1214

Beides sind reine Tops , da ist Fullrange eher schlecht

Bausätze sogar mit fertig aufgebauten Weichen gibt es alles auf jobst-audio


Und wenn du das Thema hier reinpostest reicht das auch aus
schubidubap
Moderator
#6 erstellt: 03. Jun 2008, 08:07
kann es sein das das Subgehäuse selbstbau ist?
wenn ja welches Tuning /Volumen?

wenn beides die gleichen Chassis sind, bau beide in das gleiche gehäuse. Wenn es sich um unterschiedliche Chassis handelt kannste das eh vergessen.

haste ne aktive Frequenzweiche?


als Tops reicht was kleines. vllt die neue 10/2er von Jobsti. Muss man schauen wie tief man die trennen kann.

zur not ne LMT121


auf jeden fall sollte erstma geklärt werden ob das Bass gehäuse stimmt. es sieht nämlich etwas nach "ohne Sinn und Verstand" gebaut aus. also ohne Simu usw (große schallwand, kleine Ports (strömungsgeräusche etc))

aber da können wir helfen


edit: MT181 könnte nicht tief genug kommen.
MT1214 ist overkill! dafür sind die subs zu schwach auffer brust.


[Beitrag von schubidubap am 03. Jun 2008, 08:08 bearbeitet]
dj_kebbi
Inventar
#7 erstellt: 03. Jun 2008, 09:06
Das Gehäuse ist kein Selbstbau!

Die älteren Gehäuse von JBL sind wirklich so

Die Ports (BR-Rohre/Löcher) sehen rieseig aus , da diese alten chassies ein recht großes Gehäusevolumen brauchen um arbeiten zu können

Ich glaube das sind sogar noch die Chassies
"desto größer das Gehäuse , desto besser" bin mir da aber nicht sicher




@schubi

Meinst du die MT181 können nicht Tief genug ??
schubidubap
Moderator
#8 erstellt: 03. Jun 2008, 09:08
ne ich würde schon andere bauen.
dj_kebbi
Inventar
#9 erstellt: 03. Jun 2008, 09:15
Ja ok!

Mir vielen die jetzt Spontan ein
Da sie klein und recht Laut sind


Wie siehts denn mit der PS12 aus??
schubidubap
Moderator
#10 erstellt: 03. Jun 2008, 09:23
die sollte gehen. wobei ich denke das die wieder etwas zu groß sind. man müsste schauen wie jobstis 10/2er werden.
dj_kebbi
Inventar
#11 erstellt: 03. Jun 2008, 09:26
Wir warten ab
cinejoe
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 03. Jun 2008, 17:44
Danke für die vielen Antworten und Ratschläge.

Es sind beides die gleichen JBL Chassis, 2245 H, 300 Watt RMS.

Das Gehäuse am Foto ist ein original JBL Gehäuse, ca 300 l und sehr schwer. Hätte das einfach kopiert.

2 x MT1214 hört sich schon mal gut an. Glaubst du wirklich meine 2 Woofer wären schlussendlich zu schwach auf der Brust? So quasi ich hab dann bei den Bässen nen Einbruch in der Kurve. Wäre es dann besser sich zwei stärkere Woofer anzuschaffen oder kann man eventuell einen 3. der schwächeren dazuschalten.

Bei Jobst-Audio bekomm ich ja den Komplett-Bausatz. Hat denn einer von euch Pläne zu ca. gleichwertigen Boxen mit ner Liste der Materialen und genauer Typenbezeichnung der Chassis?
Dann kauf ich mir Holz, Chassis etc. alles selber und kann da sicher noch einiges an Geld sparen.

Aktive Frequenzweiche hab ich keine. Wie gesagt, momentan hilft da noch mein Surround Verstärker für den Woofer die tiefen Frequenzen herauszufiltern. Wenn ich mir eine aktive zulege, bis wie weit soll der Woofer gehen und ab wann sollen die Tops übernehmen?

Zwecks Kopie bei JBL Gehäuse: Da es sich da um reine Tischlerarbeit handelt, welches Holz wird da verwendet und wie dick. Ich finde JBL hat mit dem Gehäuse übertrieben, das ist nämlich sehr schwer, da sollten ja dünnere Platten auch gehen. Welche Dämmwolle ist ratsam?

Fragen über Fragen, hoffe ihr habt Geduld mit mir.

Grüße aus dem verregneten Baden bei Wien.
schubidubap
Moderator
#13 erstellt: 03. Jun 2008, 17:49
MPX 18mm

vllt lohnt sich sogar ein anderes gehäuse? gerade wenn das ding fürs Kino eingesetzt wurde ist es eher auf Tief als auf laut getrimmt. (ist vllt auch einfacher als das gehäuse zu kopieren.

kannst du bitte die TSP raussuchen?


ich würde die LMT121 nehmen. die können laut genug.
so wirkungsgrad stark werden die nicht sein das die da nicht hinterherkommen.

ideal wäre ein digitalcontroler! kostet 200€ aufwärts.

grüße aus dem Sonnigen Steinfurt bei Münster.
cinejoe
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 03. Jun 2008, 19:08
TSP Parameter des Lautsprechers: JBL - 2245H

Hauptdaten:
Qts: 0,27
Fs (Hz): 20
Vas (l): 817

Erweiterte Hauptdaten:
Qms: 2,305995432
Qes: 0,305805581

Sonstige Daten:
SPL (dB): 95

Elektrische, Mechanische Parameter:
RMS (P): 300
Re (Ohm): 8
Mms (g):
Cms (vm/N):
BL (TM):
Dd (cm):
Le (mH): 1,070469422

Mit mehr kann ich momentan nicht dienen. Hoffe das ist so brauchbar.
cinejoe
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 03. Jun 2008, 19:43
Achja: Digitalcontroler:

BEHRINGER DCX2496 ULTRADRIVE PRO, wurde hier im Forum als
eins der Behringer Produkte beschrieben die nicht so schlecht sind.

So...bisjetzt bin ich ja mit meinem HIFI Wissen ausgekommen aber da die Schalthirachie im PA anders verläuft folgende Anfängerfrage:

Digitalcontroler wäre sozusagen mein Vorverstärker bei dem ich den Frequenzgang und die Lautstärke eines jeden Output zur Endstufe regulieren kann. Ist das richtig?

Da ja sowieso DJ-Equitment angeschafft wird übernimmt dann nicht der Mixer diese Aufgabe bzw. wenn nicht gibts sowas nicht in Einem?

WilliO
Inventar
#16 erstellt: 06. Jun 2008, 14:27
Hallo cinejoe,
zunächst gratuliere ich dir zu diesen Basslautsprechern!
Ich habe selbst in meinem DD-Studio den 2245H an einer
Studioendstufe (Roland SRA5000 gebrückter Modus bei 800W/8 Ohm) im Einsatz.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung folgendes mitteilen:
Der 2245H fühlt sich in einem 220L (gem. WinsD-Simulation) am wohlsten, s.h., 220L netto stellt den günstigsten Wert
zwischen Frequenzgang und Gehäuseverlusten dar.
1 BR-Rohr= 150mm ca. 20-23 cm lang, je nach Geschmack und
Verwendung.
Der seitens JBLpro empfohlene Verwendungszweck ist Studio
resp. Hifi. Für prof. DJ-Einsatz würde ich diesen Bass nicht verwenden. Dafür gibt es m.E. bessere, sowohl von JBL (2241H) als auch von Beyma, EV, etc., mit u.a. höherer Belastbarkeit und harter Membranaufhängung.
Der vorher beschriebene Verwendungszweck klassifiziert
den 2245H eindeutig für die edleren Bereiche wie Studio,
Highend-Hifi und natürlich Home Cinema.
Auf jeden Fall braucht der Bass einen gestandenen Verstärker. Mit Billigteilchen bekommst du entweder schnell
das gefürchtete "Clipping" oder aber Membrananschlag mit
negativen Folgen für den Speaker. Und reconen ist beim
2245H besonders teuer....
Noch etwas: Die Box sollte in Heavy duty-Ausführung gebaut
werden. Ich habe meine Subbox z.B. mit einer 60mm starken
Sandwich-Schallwand ausgestattet. Die restlichen Wände sind 40mm stark und mit einer 12mm Weichfaserplatte auf der Innenseite gedämmt. Innen-Verstärkungen aus Birke-MPX.
Die Box wiegt mit Speaker ca. 100 Kg aber der hohe Aufwand zahlt sich aus!
Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 06. Jun 2008, 14:30 bearbeitet]
cinejoe
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 08. Jun 2008, 19:31
Vielen Dank für die Info!


WilliO schrieb:

Ich kann dir aus eigener Erfahrung folgendes mitteilen:
Der 2245H fühlt sich in einem 220L (gem. WinsD-Simulation) am wohlsten, s.h., 220L netto stellt den günstigsten Wert
zwischen Frequenzgang und Gehäuseverlusten dar.
1 BR-Rohr= 150mm ca. 20-23 cm lang, je nach Geschmack und
Verwendung.

Noch etwas: Die Box sollte in Heavy duty-Ausführung gebaut
werden. Ich habe meine Subbox z.B. mit einer 60mm starken
Sandwich-Schallwand ausgestattet. Die restlichen Wände sind 40mm stark und mit einer 12mm Weichfaserplatte auf der Innenseite gedämmt. Innen-Verstärkungen aus Birke-MPX.
Die Box wiegt mit Speaker ca. 100 Kg aber der hohe Aufwand zahlt sich aus!


So...damit kann ich schon mal arbeiten..

Welche Abmessungen hast du für die Box verwendet?
Bekomm ich das alles im herkömmlichen Baumarkt?
Bzw. hast du sogar nen Plan davon?
Würde das sehr gern verwirklichen!!!!


WilliO schrieb:

Der seitens JBLpro empfohlene Verwendungszweck ist Studio
resp. Hifi. Für prof. DJ-Einsatz würde ich diesen Bass nicht verwenden. Dafür gibt es m.E. bessere, sowohl von JBL (2241H) als auch von Beyma, EV, etc., mit u.a. höherer Belastbarkeit und harter Membranaufhängung.
Der vorher beschriebene Verwendungszweck klassifiziert
den 2245H eindeutig für die edleren Bereiche wie Studio,
Highend-Hifi und natürlich Home Cinema.


Naja...jetzt hab ich ja schon mal meinen 2245H und für meine Zwecke wirds reichen. Es ist mein Startprojekt und ich will dadurch Erfahrung sammeln.

Kannst du mir noch passende Tops dazu empfehlen. Es wurden ja schon die LMT121 von Jobsti genannt zu denen ich tendiere.

Danke.

lg Cinejoe
WilliO
Inventar
#18 erstellt: 10. Jun 2008, 08:12
Hallo cinjoe,
sorry für die späte Antwort!
Die Unterlagen habe ich zu Hause.
Ich melde mich heute Abend noch einmal.
Gruß
Willi
WilliO
Inventar
#19 erstellt: 10. Jun 2008, 20:31
Hallo Cinejoe,
nachstehend die Maße meiner Subbox die speziell für meinen
wandbündigen Einbau konstruiert wurde:
Breite: 101 cm
Höhe: 71 cm
Tiefe: 47 cm
Die Schallwand wurde wie folgt aufgebaut:
19 mm Span, 19 mm MDF, 22 mm MPX-Buche (von innen nach außen)
Alle restlichen Wandungen: 12mm Weichfaser, 19 mm Span,
19mm MDF, ebenfalls von innen nach außen.
Desweiteren eine gelochte, horizontal eingeleimte, Ringversteifung aus 19mm MPX Birke, zusätzlich weitere vertikale MPX-Stützen an der Rückwand zwischen Ringversteifung und Boden resp. Deckel. Alle Platten sind vollflächig miteinander verleimt.
Dazu benötigt man unbedingt eine prof. Presse. Alle Boxkanten sind komplett auf Gehrung gesägt wodurch großflächigere Kantenverleimungen möglich werden.
Sowohl der Speaker als auch die BR-Öffnung sind asymetrisch
auf der Schallwand (versenkt) eingesetzt.
Das BR-Rohr ist in der Box ebenfalls mit einer kleinen
"Schallwand" aus Buche-MPX fixiert wodurch Schwingungen des
PVC-Rohres ausgeschlossen werden und auch Verwirbelungen
an der inneren Rohröffnung durch zusätzlich gerundete Kanten weitestgehend vermieden werden.
Die Zuschnitte habe ich prof. von einem Boxenschreiner anfertigen lassen. Den Rest habe ich selbst machen können
(müssen)

Gruß
Willi
cinejoe
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 10. Jun 2008, 21:27
WOW.. da sag ich schon mal vielen Dank.

Das ist ja wirklich ein sehr gewichtiges und mächtiges Gehäuse das du dir da gebaut hast.

Was hat dich das schlussendlich gekostet?

Welchen Vorteil bringt das "Sandwich-Schallwand-System", und in wie weit würde sich das auswirken wenn ich einfachhalber nur ne dickere mdf oder mpx Wand mit Innendämmung nehme (wie es ja JBL selber gemacht hat ).

Wo du jetzt genau das BR eingebaut hast und vor allem wie du das da drin gestützt/fixiert hast ist mir noch nicht ganz klar. Und das ist ein gewöhnliches PVC-Rohr oder brauchts da was spezielles? Kannst du mir bezüglich Ringversteifung noch einen Tipp geben wie ich das am besten hinbekomme

Aber ansonsten steht der Verwirklichung nichts mehr im Wege. Hast vielleicht ein paar Fotos von deinem Projekt die du hier posten kannst. Das würd glaub ich nicht nur mich interessieren.

Na werd gleich morgen mal schauen wo ich das Material auftreiben kann.

Vielen Dank.
Schüler12345
Inventar
#21 erstellt: 10. Jun 2008, 22:17
Hi,
also diese aufgedoppelten Wände sind ziemlich unnötig, wenn man bedenkt, dass professionelle Gehäuse in der Regel nur einer Schicht mpx (zwischen 15 und 29mm) bestehen.
cinejoe
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 10. Jun 2008, 22:40
Also die Sandwich Variante ist mir in dem Fall auch etwas zu aufwändig (auch Budget mäßig), da reicht für meinen Zweck sicherlich ne normale mpx Schicht. Von den Maßen her und der Konstruktion werd ich mich aber an den Plan von Willi halten.
Schüler12345
Inventar
#23 erstellt: 10. Jun 2008, 23:17
Mach das. Vielleicht noch 1-2 zusätzliche Versteifungen verwenden.
WilliO
Inventar
#24 erstellt: 11. Jun 2008, 09:37
Hallo Cinejoe,
ich versuche nachstehend deine Fragen der Reihe nach zu beantworten:
Klar, die Box wiegt, wie ich schon schrieb, ca. >100 Kg und ist damit natürlich nur für eine Festinstallation und keinersfalls für eine mobile Verwendung geeignet!
Sie liegt auf einem, mit Quarzsand gefüllten, Vierkantrohrständer. Raumseitig wandbündig, wodurch abstrahlungstechnisch eine s.g. Halbkugelcharakteristik
entsteht.
Die aufwändige (Schall)-Wandkonstruktion hat zur Folge, daß sich Vibrationen, wenn überhaupt, nur noch vernachlässigbar feststellbar sind. Beim 2245H wird, wenn er richtig gefordert wird, eine Menge Energie freigesetzt. Während im Hifibereich stark schwingende Boxenwände äußerst unerwünscht sind, spielt dies um PA oder Discobereich keine gewichtige Rolle. Durch die unterschiedlichen Materialien und der unterschiedlichen Resonanzfrequenzen bekommt man
Resonanzeleminierungen die neben der höheren Dichte zur
weiteren Stabilität der Box beitragen.
K & T hat vor Jahren mal einen sehr guten Test diesbezüglich veröffentlicht und das Ergebnis bei meiner
Box bestätigt dies zu 100%.

Das BR-Rohr ist ein dickwandiges organges Kanalrohr aus dem Baumarkt. Die innere "Schallwand" mußt du dir wie folgt vorstellen:
Quadratisches Brett aus 38mm Buche-MPX (Restmaterial was ich rumliegen hatte)in dem das Rohr einseitig eingesetzt
wird. Auf der Einströmungsseite wird die MPX-Plattenkannte mittels Oberfräse abgerundet. Weil es spiegelbildlich
zur sichtbaren Schallwand ist, stelle ich heute Abend mal
ein Foto ein. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...
Die Ringsversteifung /-verstärkung ist ein alle 4 Seiten
der Box verbindendes Brett. Ich habe dieses wichtige
Element im langen Weg, direkt unterhalb des Speakers,
eingeleimt. Damit die Luft im Innern der Box ungehindert
strömen kann, wurde dieses Brett mit einer Vielzahl an
8 cm Bohrungen mit gerundeten Kanten versehen.
Die zusätzlichen Verstärkungen an der Rückwand verbinden
die Ringverstärkung sowohl mit der Boden- als auch mit
der Deckelplatte. Diese habe ich ebenfalls mit 19mm
MPX-Birke in 10 cm Breite angefertigt.

Du kannst -und solltest- für deinen Verwendungszweck
eine andere Konstruktion wählen. Buche-MPX ist sehr
schwer, deshalb vielleicht Birke-MPX in guter Qualität
(möglichst viele Schichten) zwischen 22 und 30mm Stärke,
zusätzlich innen mit 12mm Weichfaser gedämmt. Das Volumen
der Box wird durch diese Maßnahme nicht verringert.

Noch was: Mein 2245H läuft nur bis ca. 70 Hz, JBL hat ihn
z.B. im Monitor 4345 bis 200 Hz laufen lassen.

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 11. Jun 2008, 09:38 bearbeitet]
WilliO
Inventar
#25 erstellt: 11. Jun 2008, 18:05
Hallo cinejoe,
wie versprochen, habe ich ein paar erklärende Bilder
hochgeladen.
Ich denke, daß damit meine Beiträge verständlicher werden.

Gruß
Willi
cinejoe
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 11. Jun 2008, 19:54
Also da bin ich jetzt richtig neidisch

Sieht super aus! Würd ich gern mal live hören !!

Genau so wie du das gemacht hast werd ich das nicht machen, da ich den Woofer nicht fest installiere und 100 kg schon mächtig viel sind. Da muss ich noch Kompromisse schließen!!


WilliO schrieb:


Du kannst -und solltest- für deinen Verwendungszweck
eine andere Konstruktion wählen. Buche-MPX ist sehr
schwer, deshalb vielleicht Birke-MPX in guter Qualität
(möglichst viele Schichten) zwischen 22 und 30mm Stärke,
zusätzlich innen mit 12mm Weichfaser gedämmt. Das Volumen
der Box wird durch diese Maßnahme nicht verringert.



Das zum Beispiel ist schon sehr naheliegend!

Meinen Dank für die sehr unterstützende Hilfe und mein Kompliment zu deiner schönen Anlage.

lg
schubidubap
Moderator
#27 erstellt: 11. Jun 2008, 19:58

WilliO schrieb:
Hallo cinejoe,
wie versprochen, habe ich ein paar erklärende Bilder
hochgeladen.
Ich denke, daß damit meine Beiträge verständlicher werden.

Gruß
Willi

sachma haste bei dem mini BR Port keine probleme mit Strömungsgeräuschen?!?
cinejoe
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 11. Jun 2008, 20:10


sachma haste bei dem mini BR Port keine probleme mit Strömungsgeräuschen?!?


Du glaubst also, dass das dröhnt?

Was würde da helfen, falls es wirklich so ist? Ein weiteres BR, ein kleineres?

Gruß aus dem noch immer verregneten Baden bei Wien.
schubidubap
Moderator
#29 erstellt: 11. Jun 2008, 20:17
nee dröhnen ist was anderes


Strömungsgeräusche sind ganz einfach erklärt: Luft die sich Bewegt


sowas lässt sich durch größere Ports vermeiden
cinejoe
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 11. Jun 2008, 20:39

schubidubap schrieb:

Strömungsgeräusche sind ganz einfach erklärt: Luft die sich Bewegt


Ok..eigentlich hätte ich mir das ja denken können

Was mich jetzt wundert: Sind diese Stömungsgeräusche dann wirklich so unangenehm laut? Dürfte doch im PA Bereich vernachlässigbar sein?

Dröhnen: Durch welche Fehlkonstruktion wird das dann verursacht?

Ich werde einfach ein Rohr mit mehr Durchmesser einbauen. Dann sollte ich ja auf der sicheren Seite sein.

Werd auch mal bei Jobsti anfragen was die LMT121 kosten, dann hätte ich ja das Boxensystem schon beieinander und dann werd ich euch mit den restlichen Fragen quälen !

Danke.

(...und es regnet noch immer)
schubidubap
Moderator
#31 erstellt: 11. Jun 2008, 21:00
fürs dröhnen gibts viele ursachen. von schlechter aufstellung über ungeeignete räumlichkeiten bis zu fehlern in der Gehäusearchitektur.


Das mit dem Rohr ist nicht so einfach! die fläche und die länge müssen stimmen! (gehäusetuning)
cinejoe
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 11. Jun 2008, 21:37

WilliO schrieb:

1 BR-Rohr= 150mm ca. 20-23 cm lang, je nach Geschmack und
Verwendung.


Nun ich denke, dass die Angaben von Willi da sicher Hand und Fuß haben. Warte da mal ab was er selber über die Strömungsgeräusche seiner Box zu sagen hat.

Ja..grad wegen dem Gehäusetuning stell ich soviele Fragen weil meine Mittel (und auch mein momentaner Wissensstand) begrenzt sind.

Weil wir grad beim Thema sind: Glaubt ihr denn JBL hat bei seinem eigenem Gehäuse "gepfuscht". Vor allem die Reaktion von schubidubap


schubidubap schrieb:

auf jeden fall sollte erstma geklärt werden ob das Bass gehäuse stimmt. es sieht nämlich etwas nach "ohne Sinn und Verstand" gebaut aus. also ohne Simu usw (große schallwand, kleine Ports (strömungsgeräusche etc))


ist da nicht sehr positiv

lg
WilliO
Inventar
#33 erstellt: 12. Jun 2008, 08:56
@schubidubap:
Vielleicht täuscht ja das Foto etwas, aber der "Mini-Port"
hat 15 cm Durchmesser!
Nein, es gibt keine hörbaren Strömungsgeräusche.
Die Box wurde nach einer original JBL-Simulation gebaut. Bei WiniSD habe ich seinerzeit das gleiche Ergebnis erhalten. Weil ich mir der Strömungsgeräusch-Problematik
aber durchaus bewußt war, habe ich den ungewöhnlich großen
Aufwand mit der "inneren Schallwand" betrieben. Einerseits
wurde dadurch das Rohr fixiert und andererseits gibt es durch die sauber gerundeten Kanten beidseitig keine Verwirbelungen.



@cinejoe:
Wie "schubidubap" schon schrieb hat Dröhnen andere, vielfältige Ursachen. Die häufigsten Ursachen sind:
1. Falsche Aufstellung und damit verbundene Reflexionen
z.B. bei Eckaufstellung, in Kombination mit
Frequenzüberhöhungen.
2. Zu hoher Pegel gegenüber der restlichen Anlage.
3. Ganz wichtig: Unterdimensionierte Endstufe, wodurch
die große und oftmals schwere Membran nicht sauber
gesteuert wird. Dies schreibe ich aus eigener Erfahrung.
Ich hatte anfangs ein s.g. 300 Watt leistendes Hifi-
Submodul als Steuereinheit. Bei leisem Pegel kein
Problem, ab ca. 80dB und entsprechender Tiefbassquelle
(z.B. Genesis-DVD "Live at wembley") eine wummernde,
dröhnende Katastrophe. Mit der aktuellen Endstufe ist
das alles kein Problem.
4. Hörplatzposition direkt vor einer (reflektierenden)
Wand.

Live hören...
Nach Terminabsprache kein Problem, sehr gerne.
Bei mir gibt noch mehr JBLpro's zu hören.
Ich wohne in der Nähe von Aachen, zwischen Aachen und Maastricht.
Danke für's Kompliment!

Gruß
Willi
schubidubap
Moderator
#34 erstellt: 12. Jun 2008, 09:25
ok das dsa ganze doch so groß ist hätte ich nicht gedacht. Täuscht warscheinlich durch das große gehäuse


aber ist doch super wenn sich das ganze auch noch genial anhört.
WilliO
Inventar
#35 erstellt: 12. Jun 2008, 11:10
@schubidubap:
Ich dachte mir gleich, daß eine optische Täuschung
vorliegen muß. Kein Problem... zur Klärung solcher Dinge
ist das Forum ja da.
Der knochentrockene und sehr präzise Sound des 2245H ist über jeden Zweifel erhaben und stellt eine echte Bereicherung für die (jede!) Anlage dar.
Bei objektiver Betrachtung muß man natürlich auch sehen,
daß eine derartig große Box für ein durchschnittliches Wohnzimmer kaum geeignet ist.

@cinejoe:
Ich hatte eine deiner Fragen noch nicht beantwortet:
Die Rechnung des Boxenschreiners (Hifi-Atelier, Seulingen) habe ich gestern auch noch gesichtet. Im Feb. 2003 habe
ich für das beschriebene hochwertige Plattenmaterial, die Zuschnitte auf Gehrung und das vollflächige verleimen der Platten 329 Euro gezahlt.
Ich weiß: Preiswert ist das nicht, aber unterm Strich war's doch jeden Cent wert.

Gruß
Willi
cinejoe
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 12. Jun 2008, 17:55
Find jetzt 329 Euro nicht so schlimm! Wennst die Box von nem Händler kaufst zahlst ein Vielfaches.

Jobsti hab ich auch mal angeschrieben zwecks LMT121. Dann kann ich schon mal sagen was mich das alles in allem kostet.

Digicontroller kommt mir auf Empfehlung von schubidubap auch noch ins Haus dann werd ich da schon mal ein paar Ergebnisse vorliegen haben. Gespannt bin ich wie sich denn die Endstufen schlagen werden. Die Behringer (gebrückt) geht ja bei meinem Woofer schon gern ins Clipping.

Grüße aus dem jetzt sonnigen Baden.


[Beitrag von cinejoe am 12. Jun 2008, 17:58 bearbeitet]
cinejoe
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 13. Jun 2008, 21:55
http://h-audio.de/sh...=48&products_id=1052

Was sagt ihr zu dem Angebot? Da brauch ich nur noch das Holz fürs Gehäuse und los gehts!!
Kann ich da eigentlich viel falsch machen, nicht das ich das Geld dann in den Sand setze mit meinen linken Händen

@Willi: Würd deiner Einladung gern Folge leisten nur Wien ist halt ein bisschen weit weg von dir
WilliO
Inventar
#38 erstellt: 14. Jun 2008, 11:26
Hi Cinejoe,
oh mann, das sind etwa 1100 Km Distanz...
Ein bischen viel, finde ich auch!
Zu der angezeigten Box kann ich dir mangels Detailwissen nicht viel sagen.
Die alterativ angebotene RCF-Version würde ich auf jeden Fall anstreben. Die RCF-Horn/Treiber-Kombination, x-over bei 1500 Hz oder höher, ist auf jeden Fall das Geld wert!
Zu Oberton fehlt mir Detailwissen, daher

Ich bin gespannt, wie dein Set letztlich ausschaut und vorallem wie es arbeitet. Daher wäre es schön wenn du nach
Fertigstellung ein paar Bilder einstellst.

Good luck!

Gruß und schönes WE
Willi
cinejoe
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 18. Jun 2008, 21:09
Ja..werd dann sicher auch ein paar Fotos posten.

Muss jetzt mal Räumlichkeiten und Werkzeug organisieren und mir Zeit für das ganze nehmen.

cinejoe
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 23. Jun 2008, 21:50
Hab heute erst die Fidek FPA-10A bekommen die ich für den Bass gekauft habe und gleich getestet.

Kein Vergleich zu der Behringer. Man merkt im Brückenbetrieb sehr deutlich den Leistunsgsunterschied. Hat mir sehr gut gefallen und ich hab genug Reserven, die ich dann ja auch für den 2. Woofer brauche. Erfreulich ist die eingebaute aktive Frequenzweiche mit der ich eine Trennfrequenz von 40-200Hz stufenlos einstellen kann.

Ideal für meine Zwecke.

Achja..CD-Player hab ich auch: Denon DN-2000F MK III mit der dazugehörigen Kontrolleinheit.
Wer kann mir dafür einen anständigen Mixer 200 - 400 Euro empfehlen?

Die Woche oder nächste solls endlich mal zum Baumaxx gehen. Mal sehen was der in Sachen Holz so bietet.

Danke!

lg
WilliO
Inventar
#41 erstellt: 24. Jun 2008, 15:58
Hallo cinjoe,
ich kann zwar die erwähnte Endstufe nicht bewerten komme
aber zu dem Schluß das deine Erfahrungen deckungsgleich
mit meinen Erfahrungen sind. Der 2245H braucht definitiv
eine gestandene Endstufe als steuerndes Element.
Ich bin nur mal gespannt, wie sich die Endstufe mit 2x
2245H verhält.

Auf jeden Fall: Good luck -bei Boxenbau.

Gruß
Willi
cinejoe
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 24. Jun 2008, 16:25
Da bin ich auch schon sehr gespannt und befürchte fast, dass die Endstufe mit beiden ungefähr so zurecht kommt wie die Behringer mit einem Woofer:

Man vergleiche:

Behringer gebrückt: nicht ganz 500 Watt/8 Ohm
Fidek gebrückt: ca. 1350 Watt/ohm hat aber nur 2x450 Watt/8Ohm

Das heißt die Fidek wird gegen zwei Woofer zu kämpfen haben.

Hoffe ich kann das bald praxistauglich machen!!

lg
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