Wer arbeitet mit Netzfiltern für sauberen Strom/Klang

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4-Kanal
Inventar
#1 erstellt: 17. Feb 2021, 22:44
Man liest des öfteren von solchen Netzfiltern und deren positiven Auswirkungen auf den dann sauberen Klang. Ich selbst habe des öfteren den Eindruck, daß meine Anlage manchmal etwas unagenehm klingt und machmal wieder sehr gut. Das besonders in den Abendstunden oder am Wochenende Nach Meinung der Anbieter von solchen Netzfiltern soll es ggf. am unsauberen Strom bzw. der Verfälschung der Sinuskurvven im Stromnetz liegen - hervorgrufen von vielen Maschinen und Geräten, die alltags,im Haus, der Umgebung oder der ganzen Stadt in Betrieb sind. Da diese Neztfilter nicht billig sind, würden mich Erfahrungen und deren Wirkung interessieren.

Dietrich
George_Lucas
Inventar
#2 erstellt: 18. Feb 2021, 02:08
Ich habe in einem Test herausgefunden, dass Netzfilter durchaus positive Auswirkungen haben können, um von außen einstreuende Störungen zu filtern.
Konkret wurde Rauschen aus einem TV-Signal reduziert/beseitigt.
kempi
Inventar
#3 erstellt: 18. Feb 2021, 07:59

4-Kanal (Beitrag #1) schrieb:
.....in den Abendstunden oder am Wochenende.....
.....klingt es sehr gut, weil Du dann einfach entspannt bist!
Hans_Holz
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Feb 2021, 11:30
Ich sag mal so, es hat schon seinen Grund, warum vernünftige Spannungsstabilisatoren üblicherweise für den Rackeinbau und die Nutzung mit PA oder im Studio vorgesehen sind: weil man sie für HiFi zuhause nämlich nicht braucht. Wenn es denn tatsächlich Störungen gibt, die auf den Netzstrom zurückzuführen sind, helfen die vielleicht. Abseits davon sollte man sich keine Klangverbesserung versprechen. Und ich wäre um so misstrauischer, je schöner das Gerät aussieht und je größer die Versprechungen sind.


[Beitrag von Hans_Holz am 18. Feb 2021, 11:31 bearbeitet]
4-Kanal
Inventar
#5 erstellt: 18. Feb 2021, 14:42
Ja, das ist leicht möglich in Richtung Voodoo. Daher meine Umfrage hier nach eigenen Erfahrungen.

Aber daß der Klang zu verschiedenen Ziten - ggf. später abends - anders bzw. saubeer kommt, merke ich manchmal schon. Andere würden ggf. meinen, es liegt an der eigenen Psyche bzw. des jeweiligen Hörers.. Aleso alles ein weites Feld. Daher ist erstmal testen.besser.

Dietrich
ZeeeM
Inventar
#6 erstellt: 18. Feb 2021, 14:55
Es gibt durchaus auch physiologische Aspekte die Abends zu einem anderen Hörempfinden führen kann:
Der Hörapparat ist ja keine starre Angelegenheit und der Stoffwechsel redet auch noch mit.
Doppelsitzer
Stammgast
#7 erstellt: 18. Feb 2021, 15:51
wer 1 + 2 zusammenzählen kann sollte sich dem Voodoo entziehen können.
Aber der Wunsch ist halt des Menschen Himmelreich.

Ein unterschiedliches Klangempfinden zu unterschiedlichen Zeiten ist ganz natürlich.
Ich habe mich durchaus auch schon dabei ertappt das ich meinte Unstimmigkeiten in manchen Aufnahmen zu hören.
Zu anderer Zeit in anderer mentaler Verfassung ist dann alles wieder gut. Also erst einmal immer Ruhe bewahren.
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 19. Feb 2021, 12:07
Hallo

wenn ein Gerät sich von der "Qualität" des Netzstroms beeinflussen sollte ist das Gerät ganz einfach eins: Eine Fehlkonstruktion.

Dem Hersteller/Händler vor die Füße knallen und fäddisch.

Peter
wummew
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2021, 12:56
Ich hatte mir hier mal eine solcher Steckerleisten angesehen, die eventuell irgendetwas mit dem heiß begehrten Strom machen soll.
4-Kanal
Inventar
#10 erstellt: 19. Feb 2021, 16:16
Ich finde Eure Reaktionen durchaus interessant. Heute klang es bei mir wieder schön sauber und durchsichtig. Ich kann mir nicht vorstrellen, daß es nur eine Sache der eigenen Psyche oder der Ohren ist. Wenn wir Corona wieder "geschafft" haben und die Geschäfte geöffnet sind, werde ich mal bei einem HiFi-Geschäft mit dem Thema vorstellig und kann ggf. vor Ort so einen A/B Vergleich machen. Zu meinen Verstärkern möchte ich sagen, daß es die McIntosch Modelle MA 6900 sind, also kein billiger Spielkram.
Wenn ich mehr (im Geschäft) herausgefunden habe, dann melde ich mich wieder. Ggf. je nach Antworten auch früher.

Dietrich
Hans_Holz
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Feb 2021, 16:27
Wenn sich bei einem Verstärker von der Gewichtsklasse was verbessert, wenn man ihn an einen Stromfilter anschließt, stellt sich die Frage, ob der Hersteller des Verstärkers seine Hausaufgaben gemacht hat.

Edit/Nachtrag: Über den Verstärker steht in einem Review geschrieben, er habe…


an electronically-regulated power supply to maintain stable operation 'even during "Brown Outs" or low line voltage'


Wenn ein Verstärker für > 4000€ so angepriesen wird, erwarte ich, dass da auch ohne Filter vernünftige Musik rauskommt; vorausgesetzt, man schickt vernünftige Musik rein


[Beitrag von Hans_Holz am 19. Feb 2021, 16:43 bearbeitet]
4-Kanal
Inventar
#12 erstellt: 19. Feb 2021, 18:46
an Holz,

es liegt doch nicht am teuren Verstärker, sondern am manchmal schwankenden Empfinden beim Musikhören oder vermutlich an den verschiedenen Verschmutzungsgraden des Stromes - ggf. je nach Tageszeit.Stufen der Sauberkeit des Stromes, der aus de Steckdose kommt, Das möchte ich mal ergründen. Was ist da dran - oder ist es Vodoo! Wie gesagt, es hilft nur ein A/B TEst. Eine Anschaffung solcher "Stromfilter" würde bei mir an die € 1.200 kosten. Daher wollte ich (auch) mal wissen, wer bereits solches bei sich installiert hat. Irgendwelche Sprüche helfen da nicht weiter.

Dietrich
Hans_Holz
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Feb 2021, 20:30
Lieber Dietrich, das sollte kein Spruch sein, sondern zum Nachdenken anregen: Wenn die Entwickler von McIntosh der Meinung wären, ein Stromfilter würde was bringen, hätten sie ihn schon ab Werk eingebaut! Immerhin reden wir hier von einer Geräteklasse, wo Geld keine Rolle spielt.
4-Kanal
Inventar
#14 erstellt: 19. Feb 2021, 23:49
Dieses Mal an Hans

ich will die Sache mal ganz einfach ausloten. Kennst Du die Zeitschrift STEREO? Dort ist es des öfteren ein heisses Thema. In eimem Heft wurden 6 dieser Netzfilter mit Preisen bis € 3.400 getestet. Das würde ich auch nicht investieren. Die Sache mit den manchmal "gehörten" Rauhigkeiten beim Hören ist aber doch recht interessant. Also bleibe ich mal dran. Meinungen gibt es viele, aber ich wundere mich, daß hier so wenige etwas Konkretes darüber wissen. Auf jeden Fall höre ich weiterhin entspannt Musik - bis auf eben diese Ausnahmen.

Dietrich.
love_gun35
Inventar
#15 erstellt: 19. Feb 2021, 23:58
Immer wieder keimt der Schwachsinn auf. Das ist schon zig Mal diskutiert und bringt null.
8erberg
Inventar
#16 erstellt: 20. Feb 2021, 03:09
Hallo,

es gibt einen ganz triftigen Grund: Geld

Thats all.

Peter
4-Kanal
Inventar
#17 erstellt: 20. Feb 2021, 08:57
Es ist interessant, aus welchen Richtungen man das Thema "sauberer Strom" betrachten kann. Ich bin hinsichtlich Vodoo auch mißtauisch. Da gibt es Geräte, die sollen die Luft für Klänge leitbarer machen - oer kennt jemand noch die Forke mit den Zinken nach oben oder die kleinen Klangschälchen? Aber diesen einen Punkt möchte ich mal ausloten. Daher hatte ich auch angenommen, daß es hier mehr Leute gibt, welche dieser These "sauberer Strom" auch anhängen. Für mich geht es erst nach Corona los in den HiFi-Geschäften. Aber nur zum Testen. Das die verkaufen wollen, kann man sich denken. Ansonsten lockert so eine Diskussion doch etwas auf.

Dietrich
8erberg
Inventar
#18 erstellt: 20. Feb 2021, 10:17
Hallo,

dann erklär mir bitte mal was denn eine "Stromreinigung" bringen soll?

Im Netzteil wird der Saft eh gleichgerichtet und gesiebt.

Danach sieht man nur noch eine glatte Gleichstromkurve.

Auf gut Deutsch: es ist Nonsens, nichts aber auch garnichts mehr.

Es gibt Leute die zuviel Kohle haben, gehörst Du dazu brech ich mal eine Lanze für notleidende Hifi-Händler - trag die Talers bitte da hin, am Besten schubkarrenweise, die Leute wollen auch noch bis zur Rente kommen und haben nix andständiges gelernt.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 20. Feb 2021, 10:18 bearbeitet]
Hans_Holz
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 20. Feb 2021, 10:53

4-Kanal (Beitrag #17) schrieb:
kennt jemand noch die Forke mit den Zinken nach oben


<scnr> Eine Stimmgabel? Ich dachte, da gäb's heutzuage ne App für, aber für's E-Piano brauch ich die eh nicht. </scnr>

Muss ich mich mal umschauen, klingt nach ner netten Belustigung. Es war eh schon lange kein neues Voodoo mehr hier im Thread.

Ansonsten volle Zustimmung für 8erberg.


[Beitrag von Hans_Holz am 20. Feb 2021, 10:55 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#20 erstellt: 20. Feb 2021, 12:19

8erberg (Beitrag #18) schrieb:
Hallo,

dann erklär mir bitte mal was denn eine "Stromreinigung" bringen soll?

Im Netzteil wird der Saft eh gleichgerichtet und gesiebt.

Danach sieht man nur noch eine glatte Gleichstromkurve.


Die Geräte modulieren doch nur den Strom und wenn der dreckig ist, dann kann die Musik nicht sauber sein.
Garbage in Garbage out. SO wird es gehört und auf X Workshops propagiert. LÄUFT!
Hans_Holz
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 20. Feb 2021, 13:24

ZeeeM (Beitrag #20) schrieb:
Garbage in Garbage out. SO wird es gehört


War ja auch ein gutes Debut-Album.


ZeeeM (Beitrag #20) schrieb:
LÄUFT!


Genau.


[Beitrag von Hans_Holz am 20. Feb 2021, 13:25 bearbeitet]
4-Kanal
Inventar
#22 erstellt: 20. Feb 2021, 13:26
an 8erberg und Zeeemen

Ich behaupte nicht, daß es mit der Stromreinigung besser klingt. Ich hintzerfrage die Behauptung, die man mancherorts liest- hier wohl weniger. Und ich bringe gerne die Sachen auf den Punkt. Das ist alles. Nur Meinungen zu hören, genügt mir nicht.

Dietrich
Reference_100_Mk_II
Inventar
#23 erstellt: 20. Feb 2021, 13:56
Dann befasse dich mit Elektrotechnik.
Ausbildung zum EGS oder einige Kapitel im Elektronik-Kompendium.
Dann weißt du, warum diese Geräte niemals das leisten können, was die Hersteller versprechen.
ZeeeM
Inventar
#24 erstellt: 20. Feb 2021, 14:27
Sind auch nur alles Meinungen. 😂 Die Kernfrage ist .... ... wer hört es?`
Ich kann unter bestimmten Bedingungen die Wirkungen eines Netzfilters hören, dann ist aber auf der Leitung schon herbe was los. Selbst mein DSO fängt das ein. Mit Klang hat das allerdings nichts zu tun und wenn so eine Störung dauerhaft wäre, dann kann man das eskalieren lassen.
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 20. Feb 2021, 17:17
Hallo,

Meinungen? ich würde Dir den Ratschlag geben "geh in Laden und check es". Aber nachdem ich zuoft zuviele linke Tricks auf Messen und in Läden erlebt habe trau ich den Händlern soweit wie ich nen Panzer schmeissen kann.

Wir haben in Deutschland Meinungsfreiheit aber keine Faktenfreiheit.

Bilde Dir selber Dein Urteil, Dein Recht und sogar Deine Pflicht, aber denk auch daran: was hätte ich davon zu lügen? ICH verdien damit nicht mein Geld

Peter
ZeeeM
Inventar
#26 erstellt: 20. Feb 2021, 17:33
Meinungen bekommt man an der YT-Universität z.B. in den Kursen zu audiophilen Anwendung einer Strickliesel.
hf500
Moderator
#27 erstellt: 20. Feb 2021, 21:17

4-Kanal (Beitrag #22) schrieb:
Ich behaupte nicht, daß es mit der Stromreinigung besser klingt.


Moin,
das einzige, was Netzstoerungen bewirken koennen, sind schlechte Stoerabstaende. Also hoerbare Nebengeraeusche.
Schalte den CD-Spieler/anderes Zuspielgeraet auf "Pause" und hoere hin: Wenn man nichts hoert, allenfalls ein sehr leises Rauschen, dann gibt es auch keine Netzstoerungen, die durchschlagen.
Ich habe in einem metallverarbeitenden Betrieb Netzstoerungen erlebt, die sich deutlich hoerbar in den Computernetzteilen im Konstruktionsbuero bemerkbar machten. Ursache war eine CNC-Maschine. Immer dann, wenn man da die Arbeitsspindel stillsetzte, ein "Bzzzz" aus den Computernetzteilen. Das nervte irgendwann. Ich habe es nachgemessen, steilflankige Stoerspitzen von 25V Amplitude, die auf dem Netzsinus "ritten". Solche Stoeramplituden kommen im allgemeinen Netz (Haushaltsversorgung) praktisch nicht vor.
Das doch eher einfach gestrickte Stereogeraet aus den 70ern, das die Leute dort "hintergrundbedudelte", war davon vollkommen unbeeindruckt. Es funktionierte einfach.
Und das erwartet man auch von einem Verstaerker der deutlich vierstelligen Preislage.

73
Peter
Uwe_Mettmann
Inventar
#28 erstellt: 20. Feb 2021, 23:30

4-Kanal (Beitrag #1) schrieb:
Man liest des öfteren von solchen Netzfiltern und deren positiven Auswirkungen auf den dann sauberen Klang. Ich selbst habe des öfteren den Eindruck, daß meine Anlage manchmal etwas unagenehm klingt und machmal wieder sehr gut. Das besonders in den Abendstunden oder am Wochenende

Genau, gerade in den Abendstunden sind alle LED-Leuchten, PCs, Fernseher usw. eingeschaltet, also Geräte, die mit ihren getakteten Schaltnetzteilen oder Vorschaltgeräten Störungen in das Stromnetz einspeisen. Tagsüber sind weniger Netzstörungen vorhanden, weil üblicherweise Industriebetriebe soweit entfernt sind, und an ganz anderen Trafostationen angeschlossen sind, dass sie kaum Netzstörungen in Wohngebiete einkoppeln können.

Peter hat ja schon erklärt, dass sich das durch ein leises Rauschen im Audiosignal bemerkbar macht. Dieses Rauschen, wenn es kaum oder nicht bewusst wahrnehmbar ist, nimmt das Ohr als Vergleichspegel, an dem es die Dynamik von Musiksignalen erfassen kann. Das ist genauso wie ein Gegenstand auf einem Foto. Die Größe des Gegenstands kann man nicht abschätzen, erst, wenn ein bekannter Gegenstand daneben liegt.

Wir kennen das auch von unseren alten analogen Platten und das ist ein Grund, warum wir die Wiedergabe durch diese alte Technik klanglich als positiv empfinden.

Gerade also die Netzstörungen in den Abendstunden sorgen also dafür, warum wir den Klang als besser empfinden. Und damit erklärt sich auch, warum häufig davon berichtet wird, dass Netzfilter einen negativen Einfluss auf die Dynamik haben, klar, sie beseitigen die klanglich positiven Netzstörungen, die eben erst die Dynamik fühlbar machen, wie oben von mir erläutert.

Soweit eine Theorie. Ist sie Wahrheit oder Fiktion?
Jedenfalls, wenn man an den klanglichen Einfluss von Netzstörungen glaubt, ist dies „die plausible“ Erklärung, wie dieser klangliche Einfluss zustande kommen könnte.


Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 20. Feb 2021, 23:30 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#29 erstellt: 20. Feb 2021, 23:47

Soweit eine Theorie. Ist sie Wahrheit oder Fiktion?


Klar das letztere, weil wie Peter auch schon schrieb, die Störungen auf dem Netz gar nicht mehr abgebildet werden, in den Versorgungen der Quellen/Verstärker.
Bei Gelegenheit werde ich es demonstrieren.

Wohin die Reise geht, kann ich anhand eines immer wiederkehrenden Beispiels anführen:

Morgens bei Antritt der Fahrt zur Arbeit habe meinen Player recht laut am Start.
Zum Feierabend, wenn es wieder nach Hause geht, muss ich dessen Pegel deutlich reduzieren, sonst geht es mir auf die Nerven.
Wenn ich zuhause Musik höre, dann eher am Sonntag, weil es solange dauert, bis ich soweit "runter" gekommen bin, um mich darauf voll einlassen zu können.
Dann macht sie Spaß, man erfreut sich an jedes kleinste Detail.
Diese Tagesform Geschichte ist klar bei sich selbst zu suchen und nicht beim Netz.
Dazu kommt noch:
Nahezu 99% aller kaufbaren Netzfilter wirken in einen Bereich, der für die Musik mal so richtig gar nicht interessant ist.
Die entfalten ihre Wirkung erst im MHZ-Bereich, auch die sündteuren High-End Dinger.
Musik ist dagegen quasi DC...
ZeeeM
Inventar
#30 erstellt: 21. Feb 2021, 08:10
Man sollte aber erwähnen, das HF-Störungen, bei hinreichenden Pegel in Geräten demoduliert werden können. Das Pulsen vom Mobiltelefon kennt fast jeder, ist mir aber in letzter Zeit aber nicht mehr begegnet. Dann hört man das als Störsignal.
Im Allgemeinen stellt schon die Leitungsinstallation einen Tiefpass dar.
Wer meint, das er sicher hören kann, das der Strom schlecht ist, kann ja damit mal ein Protokoll führen und damit bei der Bundesnetzagentur vorstellig werden.
Uwe_Mettmann
Inventar
#31 erstellt: 21. Feb 2021, 09:21
Ich sehe es genauso wie @_ES_, dass die Musik sich abends besser anhört, hängt wohl eher mit der Tagesform zusammen. Abends fällen der Stress und die Hektik des Tages ab, es kehrt Ruhe auch in uns ein und man ist besser in der Lage, sich auf Feingeistiges, also Musik einzulassen.

Mit meiner Netzstörungstheorie habe ich nur aufgezeigt, dass eben abends die Störungen auf dem Stromnetz nicht weniger, sondern im Gegenteil höher sind.

Das Problem ist, dass einem diese bösen Netzstörungen versucht werden einzureden. Misst man aber mal die hochfrequenten Netzstörungen in der Wohnung nach (nur gegen die wirken Netzfilter), wird man meist überrascht sein, wie gering diese denn ausfallen. Das ist auch praktische Erfahrung, denn natürlich habe ich mir auch die Mühe gemacht, die hochfrequenten Netzstörungen in zwei Wohnungen mal nachzumessen.


Gruß

Uwe
hf500
Moderator
#32 erstellt: 21. Feb 2021, 11:22

Uwe_Mettmann (Beitrag #28) schrieb:
Peter hat ja schon erklärt, dass sich das durch ein leises Rauschen im Audiosignal bemerkbar macht.


Moin,
da habe ich mich wohl missverstaendlich ausgedrueckt. Das "leise Rauschen", das ich meinte, ist ganz einfach das Verstaerkerrauschen. Die meisten Verstaerker haben allerdings Stoerabstaende, die sie praktisch rauschfrei erscheinen lassen.
Durchschlagende Netzstoerungen sind da deutlicher hoerbar, als Summen, Sirren etc.
Hatte ich hier in "jungen Jahren", als ich mit der Audiobastelei anfing. Da hatte ich besonders Samstags Geraeusche, die verdaechtig nach Handbohrmaschine klangen. So ein "Huiiiii" in unregelmaessigen, aber kurzen Abstaenden. Das hier war da noch Neubaugebiet, da wurde an den Wochenenden gewerkelt und die Entstoerqualitaet so mancher Bohrmachine duerfte auch nicht so das Wahre gewesen sein. Und mein Verstaerkergebastel war gut genug, zu funktionieren, das war wohl auch empfaenglich gegenueber eingeschleppten Stoerungen.

Die ueblichen Netzfilter haben uebrigens nennenswerte Filterwirkung erst ab etwa 100kHz. Man kann von ihnen nicht erwarten, dass sie alles oberhalb 50Hz sperren, das wuerde erheblichen Aufwand bedeuten.

73
Peter
ZeeeM
Inventar
#33 erstellt: 21. Feb 2021, 11:32
So ein Trafo mit nachgeschalteten Gleichrichter und Siebung ist schon mal recht gut darin 50Hz zu unterdrücken.
sealpin
Inventar
#34 erstellt: 21. Feb 2021, 11:35
Bzgl. Netzstörungen im Haushalt: viele machen die sich aber selber (ich auch), z.B. wenn man PowerLan nutzt.

Letztes Jahr bin ich verzweifelt auf der Suche nach der Ursache für ein sporadisches leises „Spratzeln“ gewesen, wenn ich meinen SPL PSD3000 im Signalweg aktiv hatte. Diese Störungen haben nicht das Klangbild verändert, sondern sich nur durch Strögeräusche bemerkbar gemacht.

Der PSD ist auf symmetrische Anschlüssen umgebaut, so dass ich eigentlich die Leitung von und zum Gerät ausschließen konnte.

Ich habe div. Filter vor den Stromeingang geschaltet, aber nichts half.

Bis mir auffiel, dass die Stereonlage mit dem PSD an einer Fritz PowerLan Dose hing. Also mal einfach das Fritz PowerLan entfernt et voilá, Störungen weg. PowerLan an eine andere Steckdose und seit dem ist Ruhe.

Meine pers. zwei Erkenntnisse:
Netzfilter helfen im Zweifelsfall nicht gegen selbst verursachte Störungen
PowerLan ist für „sauberen“ Strom schädlich.

Btw.: nur dieses zugegebenermaßen alte analoge Gerät hat sich am PowerLan Schmutz gestört, alle anderen Geräte blieben völlig unbeeindruckt.
Die anderen Geräte sind auch deutlich neuer und haben i.d.R. Schaltnetzteile.
_ES_
Administrator
#35 erstellt: 21. Feb 2021, 11:36

Man kann von ihnen nicht erwarten, dass sie alles oberhalb 50Hz sperren, das wuerde erheblichen Aufwand bedeuten.


Das sieht dann ungefähr so aus:



(Elektor 10/2007)

Nicht so stylish wie andere Büchsen, aber wirkt ab ca. 100Hz


[Beitrag von _ES_ am 21. Feb 2021, 11:36 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#36 erstellt: 21. Feb 2021, 11:47
Ok, so ein Teil hatte ich nicht zur Hand
ZeeeM
Inventar
#37 erstellt: 21. Feb 2021, 12:04

sealpin (Beitrag #34) schrieb:

PowerLan ist für „sauberen“ Strom schädlich.


Nun, Powerlan liegt > 2MHz und sollte Audiogeräte nicht beeinflussen.

Allerdings: https://bremerfunkfreunde.de/index.php/funk/emv/plc-stoerungen

Übrigens: Amateurfunker sind auch nicht von Schaltnetzteilen, Mikrowellen oder Induktionskochfeldern begeistert.

hf500
Moderator
#38 erstellt: 21. Feb 2021, 15:01

ZeeeM (Beitrag #37) schrieb:

Übrigens: Amateurfunker sind auch nicht von Schaltnetzteilen, Mikrowellen oder Induktionskochfeldern begeistert.


Moin,
Ach?
;-)

Wir hatten mal ziemlich strenge Funkschutzvorschriften. Die fuer Powerlan und aehnlichen Unfug gewaltig aufgeweicht wurden, sonst haette das Zeug kaum funktioniert. Seitdem habe ich den Eindruck, dass sich fuer Funkschutz so niemand mehr recht interessiert. OK, es gibt hin und wieder Berichte in der "CQ DL", wo Funkamateure zusammen mit der Netzagentur nach hartnaeckigen Stoerern suchten, aber im grossen und Ganzen ist da gefuehlt wenig los.

Das Problem besonders bei Powerlan ist, dass es Breitbandstoerer sind und dass Stromversorgungsleitungen nur sehr schlecht fuer die Uebermittlung von hochfrequenten Signalen geeignet sind. Das Ergebnis ist die Vermuellung des Kurzwellenbereiches.

73
Peter
ZeeeM
Inventar
#39 erstellt: 21. Feb 2021, 16:25
Mich interessieren da um welche Bandbreite man redet und welche "Sendeleistung"
Praktisch ist Dlan mittlerweile eh suboptimal. WLAN aber eigentlich kein bisschen besser.
Es reicht ein einfacher Empfänger mit ZN414 und ner Ferritantenne um zu zeigen, wo es stört und wo doch Stille sein sollte, oder?
Eigentlich ist das Gerät, das ich hier zum Schreiben dieses Beitrags nutze, schon als Störer kaum akzeptabel.
Uwe_Mettmann
Inventar
#40 erstellt: 21. Feb 2021, 18:43

ZeeeM (Beitrag #39) schrieb:
Mich interessieren da um welche Bandbreite man redet und welche "Sendeleistung"

Frequenzbereich 1,6 bis 30 MHz, Pegel maximal 105 dBµV, was 0,18 V entspricht
Es gibt noch den Frequenzbereich 30 – 87,5 MHz, in dem maximal 80 dBµV (0,01 V) zulässig ist.

Ob der Frequenzbereich oberhalb von 30 MHz überhaupt häufig genutzt wird, weiß ich nicht.

Die Frequenzbereiche dürfen nicht durchgehend genutzt werden, sondern es sind Frequenzbereiche ausgespart (Amateurfunk, Flugfunk, CB-Funk und teilweise Rundfunk).

Die Pegelwerte gelten für eine Messbandbreite von 9 kHz unterhalb von 30 MHz und 120 kHz oberhalb von 30 MHz. Daher ist der Summenpegel des gesamten Signals natürlich höher.


Gruß

Uwe
_ES_
Administrator
#41 erstellt: 21. Feb 2021, 23:15

Ok, so ein Teil hatte ich nicht zur Hand


Ich war einst kurz davor, es zu realisieren, aus Neugierde.

Habe es aber gelassen, die Kosten übersteigen nicht nur den fragwürdigen Nutzen, sondern auch meinen Grad an Neugier.
Darüber hinaus war die Konstruktion afaik etwas gefährlich, weil es keine Entladewiderstände für die Filterkondensatoren gab.

Ein Verrücken der Boxen im Raum hat einen Effekt, wie Kabel, Elektronik und Netzfilter es nie hergeben würden.
Das ist so schade wie dramatisch, das nicht wenige vom Black Box Gedanken überzeugt sind.
Sieht man schon in der Überschrift:


....mit Netzfiltern für sauberen Strom/Klang


Das ist wirklich traurig, bzw macht zumindest mich etwas traurig.

Sauberer Strom...gleichgesetzt mit sauberen Klang.
Bühnen werden weiter, Stimmen werden präsenter, Räumlichkeit wird noch räumlicher...
In den man Stecker dreht, sündteure Leitungen kauft, Filter die bei hohen Frequenzen weit jenseits der Musik erst wirken einsetzt.
Das ist grausam vom Gedanken her.
Es wird sich nie gefragt, wie das alles gehen soll, es wird so hingenommen was der Schlangenöl Verkäufer erzählt und bis zur Lächerlichkeit verteidigt.
Ja nichts am räumlichen Setup verändern, die Kabel und Filter müssen es richten, eine Stufe weiter die Bauteile.
Manchmal kann ich es nicht abwarten Rentner zu sein und den ganzen Ölverkäufern richtig auf den Sack zu gehen.
In ca. 20 Jahren ist es soweit.
sealpin
Inventar
#42 erstellt: 21. Feb 2021, 23:19
Bei mir noch ca. 5 Jahre, aber selbst als Rentner wäre mir meine Zeit zu schade mich mit Schlangenöl Verkäufern zu befassen.
Eher gehe ich öfter mal ins Studio zu den Pros

_ES_
Administrator
#43 erstellt: 21. Feb 2021, 23:26
Stimmt, Rentner haben nie Zeit...

grautvOHRnix
Stammgast
#44 erstellt: 22. Feb 2021, 10:33
Dilbert
Stammgast
#45 erstellt: 22. Feb 2021, 11:25
Hallo

bei meinem Monitor-System mit eingebautem Phone-Pre (eingestellt auf +60 dB für MC) hatte ich ein regelmäßiges Spratzeln, so im 2-3 Sekunden-Rhytmus. Auch der Trenntrafo (sorry, Störschutztrafo) hat da nichts gebracht, erst als ich den DLAN-Adapter rausgenommen habe, war Ruhe (Steckdosen hingen am selben Strang, ca. 5m auseinander)

Grüße

Frank
sealpin
Inventar
#46 erstellt: 22. Feb 2021, 11:34

Dilbert (Beitrag #45) schrieb:
...regelmäßiges Spratzeln, so im 2-3 Sekunden-Rhytmus. ...



genau so war er bei mir auch ... DLan verlegt und Ruhe ist.
BugFixX
Stammgast
#47 erstellt: 23. Feb 2021, 11:31
Wo wir hier gerade so schön bei Netzfilter und Störungen sind...
Ich habe ein Problem mit Netzstörungen bei LED Leuchten. Und das nur, wenn diese gedimmt sind.
Immer zur vollen Stunde fangen die LED Leuchten langsam an zu flackern. Es sollen wohl die Steuersignale der Energieversorger für die Smart-Stromzähler sein. Kennt jemand dieses Problem und hat es gelöst?
Ein Netzfilter vor dem LED Leuchten Trafo bringt nichts.
Die Musik und deren Klang lässt sich davon nicht beeinflussen - um beim Thema zu bleiben.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#48 erstellt: 23. Feb 2021, 13:54
Hallo,

das Feld LED und Dimmer ist weit und aus der Ferne lässt es sich schlecht abschätzen.


Peter
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