Philips 686 mit Macken

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Besso
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Apr 2013, 09:25
Hallo,

ich habe schon seit 15 Jahren einen Philips 686 in täglichem Gebrauch und ich mag das Teil wirklich!

http://philips.pytalhost.com/philips79/philips79-09.jpg

Die Optik gefällt mir uneingeschränkt und Dampf hat der Opa auch noch mehr als genug.

Leider hat er auch so seine Macken und es wäre schön, wenn ich diese mit möglichst wenig Aufwand beseitigen könnte.
Z.B. funktioniert Stereo nicht mehr. Schalter auf Stereo: Es kommt nur noch Sound an einem Lautsprecher an. Schalter auf Mono: Der Sound liegt an beiden an.

Dann haben die beiden Tape-Umschalter und der Drehknopf für Phono, Aux, ... usw auch ihre Macken. Es kracht und raucht beim wechseln und oft muss ich mit Fingerspitzengefühl eine Pos. finden, in der das Knacken nicht permanent ist.

Ich nutze den Verstärker mittlerweile eigentlich nur noch über den Aux-Eingang und habe dort meinen PC angeschlossen.

Wenn der PC aus ist, der Verstärker aber noch an, dann raucht und kratzt es auch in unregelmäßigen Abständen am Lautsprecher.

Ich habe nun leider (noch) garkeine Ahnung von der Technik, würde das gute Gerät aber auch ungerne zum alten Eisen legen (spielte aber zwischendurch doch immer mit dem Gedanken an ein neues Gerät wegen der Fehler (und der fehlenden Fernbedienung)).

Aber vielleicht könnt ihr mir ein wenig helfen!
Zantic
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 10. Apr 2013, 11:32
Hallo,

also ich habe ähnliche Probleme mal an meinem Technics gehabt. Da waren die Kontakte und die Potis oxidiert oder verschmutzt. Habe Sie dann vorsichtig mit Tuner 600 behandelt und dann ging es wieder.

Eventuell auch mal die Lötstellen kontrollieren, ob da welche brüchig oder sehr verfärbt aussehen.

Wenn du den Balance Regler jeweils rechts und links drehst, kommt dann auch aus den Boxen was raus und klingt es Gleichmässig in der Lautstärke?
naka01
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 10. Apr 2013, 11:57
Hallo,

hier ist wohl eine Komplettreinigung angesagt!!

http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-5738.html

Außerdem schreibst Du , es raucht, Du meintest bestimmt rauscht!!!!

Gruß
naka
Besso
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 10. Apr 2013, 12:59
Lol, ja, es rauscht natürlich!

Es rauscht und knackst auch, wenn ich den Balance-Regler drehe, aber es kommt gleichmäßig Musik aus beiden Boxen. Aber eben nur, wenn auf Mono geschaltet. Auf Stereo kommt halt nur was an einer Box an.

Ich hoffe, dass das Stereo-Problem auch nur etwas mit Oxidation zu tun hat und mit Reinigung wegzubekommen ist, aber irgendwie glaube ich nicht dran.

Reinigung an sich ist kein Problem. Da muss ich mich mal einlesen, sowas mach ich auch gerne.
Nur wenns darum gehen sollte, irgendwelche Lötstellen aufzufrischen oder sogar Bauteile auszutauschen, dann lasse ich doch lieber die Finger davon. da müßte ich dann ne andere Lsg finden bzw. jmd der mir da weiterhilft.
Besso
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Apr 2013, 18:45
Hallo!

Habe den ganzen Verstärker nun mit Kontakt WL durchgespült und danach mit Kontakt 60 bearbeitet.

Alle Kontakte, Potis, Schalter usw. extrem, außerdem immer wieder hin und herbewegt.

Das Knacken und Rauschen ist tatsächlich viel besser geworden!

Auch Stereo funktioniert nun wieder

Aber, großes Aber: Der Tuner tut kein Mucks mehr. Antenne ist eingesteckt, aber ich bekomme keinen Sender mehr rein. Es kommt nicht mal ein Rauschen. Es bleibt totenstill im FM-Modus. auch die Regler für Signal und Tuning schlagen nicht mehr aus.
Mist.
Woran kann das liegen?
naka01
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 15. Apr 2013, 19:44
Hallo,
 
hast wahrscheinlich genau den verkehrten Reinigungsprozess hier im Forum erwischt. Kontakt 60 muss da schnellstmöglich wieder raus, da sehr aggressiv!!

Wie es richtig geht, schaue hier!
http://www.good-old-hifi.de/tipps/tipp04.shtml

gruß
naka
Besso
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 15. Apr 2013, 20:18
Sorry, hatte mich verschrieben!

Kontakt 61 habe ich genutzt, weil ich gelesen hatte, dass das 60er so aggressiv sein soll.
Das dürfte mit dem 61er kein Problem sein, oder?
naka01
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 15. Apr 2013, 21:14
Hallo,

61 ist Okay. Mit dem Tuner, da musst du auf andere Hilfe hier hoffen. Kenne das Teil nicht, habe auch kein Schaltbild von dem Teil. Auch bin ich nicht wirklich der Tunerfachmann!

Gruß naka
shabbel
Inventar
#9 erstellt: 17. Apr 2013, 06:47
Schau Dir mal den Quellenwahlschalter genau an. Vielleicht ist irgendein angelötetes Kabel ab. Dann den Schalter nochmal kräftig durchspülen. Falls Du Spiritus hast, benutzt Du besser den, als Kontakt 61. Schalter bewegen, durchpusten, 10 Minuten warten, Betriebstest.
Besso
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Apr 2013, 08:35
Hallo,

an dem Quellenwahlschalter scheint es nicht zu liegen.

Gestern Abend habe ich den Verstärker eingeschaltet und das Radio ging... teilweise:
Im Unteren Frequenzband so vielleicht bis 97MHz hatte ich Empfang. Mit Rauschen und allem drum und dran. Darüber war totenstille.
Ich habe daraufhin den Regler für die Frequenz mehrfach von Anschlag bis Anschlag gedreht, mit dem Ergebnis, das irgendwann über das gesammte Frequenzband wieder totenstille herrschte.

Was mir noch eingefallen, bzw. aufgefallen ist: Könnte es an diesem Bauteil liegen? Das vielleicht das Kontakt 61 Teile davon "verklebt" hat und das mit der Zeit wegtrocknet oder wegläuft, wenn ich den Regler aber dann wieder von Anschlag bis Anschlag bewege, ich das Zeugs wieder komplett über das Bauteil verteile?

philips
shabbel
Inventar
#11 erstellt: 17. Apr 2013, 09:02
Das große Teil ist der Drehkondensator. Der muß sauber sein, was Du am besten mit Spiritus und Pinsel hinbekommst. Direkt an der Drehachse gibt es kleine Kontaktbleche, die mit Kontakt 61 gereinigt werden können. Anschließend zwei Tropfen Öl auf jedes Kugellager. Ich gehe aber eher davon aus, daß die Radioplatine eine Komplettüberholung braucht.
Besso
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 17. Apr 2013, 11:28
Ok, danke, dann werd ich erstmal probieren den Drehkondensator zu reinigen.
Das müßte doch auch gut mit Isopropanol-Alkohol zu machen sein, oder?

Warum meinst du die Platine bräuchte eine Kompletüberholung?
Und was genau wäre darunter zu verstehen?


[Beitrag von Besso am 17. Apr 2013, 11:29 bearbeitet]
hf500
Moderator
#13 erstellt: 17. Apr 2013, 16:24
Moin,
lasst den Spiritus aus den Dingern, der ist nicht halb so wirksam, wie man glaubt.
Wenn man den Drehko mit K61 geflutet hat, waescht man ihn mit WL aus und gut. WL ist naemlich im Wesentlichen das Loesungsmittel von K60/K61 und daruberhinaus ein gutes "rueckstandsfrei" -Reinigungsmittel fuer viele Zwecke.
Zwischen die Platten des Drehkos darf nichts verbleiben, das hier ist ein Luftdrehko und der ist mit Luft isoliert ;-)
Einzig die Kontaktfedern, die die Drehkowelle an Masse legen, duerfen mit etwas K61 behandelt werden.

Isopropanol habe ich auch nicht als ein gutes Universalreinigungsmittel erlebt. Es kommt immer darauf an, was man reinigen will. Es funktioniert gut bei Glas und einigen (transparenten) Kunststoffen, auch bei Displayfenstern, die rosa-violett eingefaerbt sind, um die gruenen VFD-Anzeigen in blau umzufaerben. Die Einfaerbung ist oft ein Lack, der durch Spiritus oder WL abgewaschen wird. Manchmal werden auch die Kunststoffe von Spiritus oder WL angegriffen.
Bei Isopropanol sollte man immer die Verbrennungs- und Verdunstungsprobe machen, um festzustellen, was man da hat. Man kann naemlich auch Etwas bekommen, das einen relativ hohen Wassergehalt hat, daher auf die Konzentration achten. Im Labor gibt man dazu etwas auf ein Uhrglas und laesst die Probe verdunsten oder verbrennt sie. Es duerfen kaum/keine Rueckstaende bleiben.

73
Peter

irgendwie glaube ich, dass der Philips in Wirklichkeit ein Hitachi ist. zumindest ist jedes IC von Hitachi.
Philips haette einen Einkauf eigentlich nicht noetig gehabt, sie haben fast alles, was in dem Ding ist, auch selbst hergestellt.


[Beitrag von hf500 am 17. Apr 2013, 16:37 bearbeitet]
Besso
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 18. Apr 2013, 06:15
Hab mir jetzt nochmal ne neue Dose WL geordert.

Brennspiritus finde ich immer etwas seltsam zum Reinigen, der schmiert doch schon auf Glas wie sau, da muss wohl noch was anderes drin sein.
Werde einfach mal den Drehkondensator hübsch abschotten von der Umgebung und dann mit WL fluten.
Dann bekommen die Schleifkontakte nochmal nen Spritzer Kontakt 61 und ich hoffe, das wars dann.

Hätte ich mal gewußt, dass das Zeugs so ne Auswirkung hat. Ich bin bei der Reinigung vorgegangen nach dem Moto: Viel hilft viel. Und hab erst alles mit WL geflutet und danach mit 61.
hf500
Moderator
#15 erstellt: 18. Apr 2013, 18:48
Moin,
WL taugt nicht richtig als Reinigungsmittel fuer Kontakte, dafuer ist K61 oder in schweren Faellen, K60 da.
Dafuer taugt es fuer fast alles andere, auch fuer Magnetbandgeraete. Funktioniert da besser als jeder Tonkopfreiniger.
Und ja, in Spiritus ist "nochwas drin". Damit man das Zeug nicht trinken kann (es ist Aethanol, genau der Alkohol, der von Bier bis Vodka ein Inhaltsstoff ist ;-), wird aus steuerlichen Gruenden Spiritus vergaellt. Sonst muesstest Du Alkoholsteuer (Branntweinsteuer) dafuer bezahlen, bei "physikalisch reinem" Alkohol (zieht gerne Wasser und kann daher nicht mit 100% dargestellt werden) duerfte da was zusammen kommen.
Was da als Vergaellungsmittel genommen wird, weiss ich jetzt nicht, ich habe mal was von Mineraloel gelesen. Sowas kippen sich selbst Junkies ungern hinter die Binde ;-)

73
Peter
shabbel
Inventar
#16 erstellt: 18. Apr 2013, 19:42
Die Branntweinsteuerverordnung läßt verschiedene Vergällungsmittel als Zusätze zu. Die meisten Mittel verdampfen schnell und rückstandslos. Sauberer Spiritus sollte demnach keine Rückstände hinterlassen. Man kann ja selber sehen, wie gut Spiritus im jeweiligen Einsatzbereich den Schmutz löst. Ich habe so gute Erfahrungen mit Spiritus aus dem DM-Markt gemacht, daß ich nur im Notfall auf teuerere Mittel umsteige.
naka01
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 18. Apr 2013, 20:30
Hallo an alle,

selbst der Verzehr von „sauberen“ Spiritus macht auf Dauer blind!! Dann mal
Besso
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 28. Dez 2015, 15:12
So, fast zwei Jahre ist es her, leider hatte die Aktion damals nicht viel gebracht.

Wie gesagt hatte zuerst mit Kontakt WL gespült und danach mit Kontakt 61 bearbeitet.

Problem sind:
Wenn der Verstärker an ist, z.B. auf Aux, aber keine Musik läuft, dann knackst und rauscht es die ganze Zeit in beiden Boxen. Mal mehr mal weniger laut, manchmal aber einfach zu laut.
Und einer der beiden Ausgänge für die Boxen fällt bei leiser Musik manchmal aus bzw. hat nen Wackler, wenn ich die Musik dann kurz aufdrehe und dann wieder leiser mache funktionierts wieder ne ganze Zeit lang.

Woran könnte der Spaß noch liegen bzw. was könnte ich noch tun?
Die oben beschriebene Reinigung hatte ich schon recht gründlich durchgeführt. Doch mal mit dem aggresiveren Kontakt 60 ran?
DB
Inventar
#19 erstellt: 28. Dez 2015, 17:03
Hast Du kalte Lötstellen gesucht und in Ordnung gebracht?

MfG
DB
Besso
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 28. Dez 2015, 20:24
Hi, das hatte ich komplett überlesen, ne, danach hatte ich nicht geschaut.
Kenn das aber auch nur von kalten Lötstellen, dass das Gerät (oder ne Funktion) dann eben garnicht mehr geht. Oder bei Bewegung nen Wackler hat.
Aber nicht das solche wie von mir beschrieben Phänomene bei stationärer Lagerung auftreten können.
Rabia_sorda
Inventar
#21 erstellt: 29. Dez 2015, 03:07
Kalte Lötstellen sind unberechenbar. Diese verhalten sich nicht so wie du vermutest. Durch Erwärmung/Abkühlung/Stromfluß des Gerätes haben sie ein Eigenleben. Bitte nachschauen.
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