Problem Grundig R 48

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L4SS1T3R
Neuling
#1 erstellt: 19. Nov 2013, 18:42
Moin Moin...habe folgendes Problem mit meinem Schätzchen:

Ich schalte das Gerät ein und es kommt kein Ton aus den Boxen. Manchmal funktioniert es eine kurze Zeit, dann schalten sich die Boxen ab.
Zwischenzeitlich war auch mal die Tuning - Anzeige dauerhaft auf 8 und die beiden roten Leuchtdioden haben dauerhaft geleuchtet (man konnte das auch durch manuelles tunen nicht ändern).

Jetzt funktioniert wieder die Frequenzeinstellung, nützt aber nix, weil ja kein Ton mehr aus den Lautsprechern kommt

Kann mir wer helfen?

Gruß aus Hamburg
hf500
Moderator
#2 erstellt: 19. Nov 2013, 20:35
Moin,
willkommen im Forum.
Zuerst die Frage, wieviel Erfahrung mit Elektronik?
ein R48 kann wie seine Verwandten eine menge Zipperlein entwickeln. Die Lautsprecher werden abgeschaltet, weil die schutzschaltung fuer die Lautsprecher eingreift.
Die Fehlerursachen sind meist kalte Loetstellen, ausgetrocknete Elkos (die im weinroten Kunststoffbecher) und seltener weitere Schaeden.

73
Peter
L4SS1T3R
Neuling
#3 erstellt: 19. Nov 2013, 22:17
Hallo Peter,

Danke für die Antwort und Begrüßung. Meine Elektronikerfahrungen sind eher mau.... trotzdem würde ich gerne was dazulernen und ggf. auch selber "basteln".

Habe das Gerät "geerbt" und würde es gerne instandsetzen, da ich mich noch gut an die Zeit erinnern kann in der ich mir die Nase am Grundig-Katalog plattgedrückt habe....

Das mit dem Schalter habe ich auch schon vermutet, mich wundert nur, dass es manchmal kurzzeitig funktioniert....

Wenn ich es selbst nicht hinbekomme, muß ich es wohl machen lassen...am besten hier in HH (vielleicht hat da ja jemand einen Tip für mich!?

Gruß
Thorsten
hf500
Moderator
#4 erstellt: 19. Nov 2013, 22:34
Moin,
da waeren gute Bilder vom Inneren erstmal hilfreich, damit man sieht, was fuer Bauteile verwendet wurden.
Das Geraet aus dem Gehaeuse nehmen (es ist von hinten hineingesteckt):
Alle kleinen Drehknoepfe abziehen. Auf der Unterseite die mit einem Kreis gekennzeichneten Schrauben herausdrehen. Wenn es hinten an der Oberkante drei kleine Schrauben gibt, diese etwa 5mm herausdrehen, nicht ganz. Sie halten eine Schiene, die in die Lueftungsschlitze greift. Die Schiene aushaengen und das Geraet nach hinten aus dem Gehaeuse herausziehen.

73
Peter
L4SS1T3R
Neuling
#5 erstellt: 19. Nov 2013, 22:46
Hier die Bilder:
20131119_223901_resized20131119_223913_resized20131119_223929_resized
L4SS1T3R
Neuling
#6 erstellt: 19. Nov 2013, 22:54
20131119_223901_resized

20131119_223913_resized

20131119_223929_resized


[Beitrag von L4SS1T3R am 19. Nov 2013, 22:55 bearbeitet]
hf500
Moderator
#7 erstellt: 20. Nov 2013, 16:07
Moin,
ein paar potentielle Unruhestifter sind drin.
Da gibt es 6 "Weinrote" um die beiden grossen Elkos auf dem Endverstaerkermodul. Die sollten alle getauscht werden, sie sorgen teilweise fuer dei Stabilitaet der Endverstaerker. Der Rest darf drinbleiben, solange die Becher nicht rissig sind. Die beiden Klangstellermodule sollte man mal herausnehmen, damit man sie sich genauso wie das Modul darunter ansehen kann.

73
Peter
L4SS1T3R
Neuling
#8 erstellt: 20. Nov 2013, 16:33
Ohje.....

Was sind das für welche? Hast Du eine genaue Bezeichnung?

Ich mach das zum ersten Mal, will es aber unbedingt versuchen ... Gibt es was Besonderes zu beachten?

Gruß
hifibastler2
Stammgast
#9 erstellt: 24. Nov 2013, 16:51
Hallo, Klangstellermodule ganz links entfernt man, indem man die kleinen schwarzen Schrauben bei den Potiachsen entfernt und die entsprechenden Stecker zieht. Vorsicht, die festgelöteten Enden der Steckverbindungen lösen sich leicht und fast nicht sichtbar. Grundig hat damals recht brüchige Kabel dort verwendet. Ganz unten kommt dann das LS-Relais zum Vorschein.
Sollte aber nach Tausch der 6 Weinroten und dem fast immer notwendigen Nachlöten dieser Platine im Bereich thermisch und mechanisch beanspruchter Bauteile alles tiptop laufen, kann man das Gerät auch wieder zusammenbauen.
Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#10 erstellt: 24. Nov 2013, 17:21
Moin,
so bruechig war das Kabel damals nicht ;-) Grundig hat da eine Sorte Kabel verwendet, die nach einiger Zeit den Weichmacher aus der Isolation "ausblutet", das Kabel wird oelig-schmierig.

73
Peter
hifibastler2
Stammgast
#11 erstellt: 24. Nov 2013, 17:48
Ach daher kommen die versifften Kabel, auch bei V5000ern und so. So wie bei Geräten aus der Küche, da halt nur die Kabel. Wie macht man die Schmiere am Besten weg? Isopropylalkohohl? Waschbenzin?
Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#12 erstellt: 25. Nov 2013, 16:39
Moin,
mein Mittel der Wahl ist da immer wieder Kontakt WL, dazu hier noch Papiertaschentuecher und Wattestaebchen.

73
Peter
hifibastler2
Stammgast
#13 erstellt: 26. Nov 2013, 19:00
´n abend,
also Isopropylalkohol ist ja doch das, woraus Kontakt WL zu 100% besteht oder?
5l Isoprpylalkohol kosten bei ebay 16.95 incl. Versand :-)

Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#14 erstellt: 26. Nov 2013, 21:08
Moin,
Isopropanol ist vielleicht ein Bestandteil, aber wenn, dann nicht der alleinige Inhalt.
WL reinigt jedenfalls besser als Isopropanol, wobei man bei dem auch noch aufpassen muss, die hoechste Konzentration zu bekommen, es sollte den Uhrglastest bestehen.
WL ist universeller als Isoprop. besonders gut kann man damit auch Magnetbandgeraete aller Art reinigen. So gut ist Isoprop auch wieder nicht, aber bestens geeignet fuer Skalen- und Displayfenster aus Glas und Kunststoff. Da muss man mit WL sogar etwas vorsichtig sein.


73
Peter


[Beitrag von hf500 am 26. Nov 2013, 21:12 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#15 erstellt: 26. Nov 2013, 21:19
Hallo zusammen,


wobei man bei dem auch noch aufpassen muss, die hoechste Konzentration zu bekommen,

Wenn es etwas teurer sein darf, kauft man den Spray IPA von Kontakt-Chemie.
Das ist dann - angeblich - hochrein.

Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#16 erstellt: 28. Nov 2013, 13:30
Was ist denn der Uhrglastest???
Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#17 erstellt: 28. Nov 2013, 17:04
Moin,
etwas von der zu untersuchenden Fluessigkeit auf ein Uhrglas geben und das Verdunstungsverhalten beobachten. So ein fluechtiger Kohlenwasserstoff muss in relativ kurzer Zeit rueckstandsfrei verdunsten. Wenn die Fluessigkeit brennbar ist, kann man sie auch anzuenden. Sie muss rueckstandsfrei verbrennen. Mein Versuch mit niederkonzentriertem Isopropanol war da sehr deutlich.
Im Labor ist das Uhrglas eine flache gewoelbte Schale, eben so geformt wie das klassische Uhrglas. Es kommt letztlich bei dem Test nur darauf an, mit einfachen Mitteln gut das beschriebene Verhalten beobachten zu koennen.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 28. Nov 2013, 17:07 bearbeitet]
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