Lenco L833 DD Endabschaltung

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ArLo62
Stammgast
#1 erstellt: 03. Mrz 2026, 16:39
Hallo zusammen!
Ich habe einen L833DD in eigentlich guten Zustand.
Gut. Er braucht eine Zeit, bis er die Nenndrehzahl erreicht hat. Aber es ist ja auch ein Direkttriebler ohne Quarz bzw PLL.
Problem ist die Endabschaltung. Die funktioniert nämlich nicht mehr. Mir fehlt die Tonarmlehre und auch die Einstell Testplatte habe ich leider nicht. Hat jemand da schon einmal die Endabschaltung eingestellt bei so einem Gerät. Ich habe keine Ahnung, wie ich vorgehen soll außer wild an den Einstellpotis rumzudrehen. Das Service manual liegt mir vor. Über Tipps wäre ich dankbar.
Grüsse und Danke im Voraus
Arnim
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 03. Mrz 2026, 19:47
Moin,

Eigentlich steht dazu ja alles im SM. Viel mehr kann ich da jetzt auch nicht zu sagen ausser, dass es in beiden Fällen (Endabschaltung + Nenndrehzahl) womöglich an ausgetrockneten Elkos liegen kann.
Zumindest würde ich zuerst die 6 Elkos auf der Platine erneuern und falls er danach immer noch keine korrekte Endabschaltung vornimmt, dann erst eine Justage versuchen.

Die Motor-Steuerung befindet sich im Motor selbst und dort die Elkos erneuern kann man zwar machen, aber so richtig Spaß macht was anderes (habe ich schon getätigt).
ArLo62
Stammgast
#3 erstellt: 03. Mrz 2026, 19:49
Ha, an die Elkos habe ich noch gar nicht gedacht. Danke für den Tipp!
ArLo62
Stammgast
#4 erstellt: 08. Mrz 2026, 04:09
Hab jetzt die Teile bestellt die ich bekommen könnte bei Reichelt. Eine Tantalperle nicht da, Trimmer, no! Egal!
Das Gerät ist super servicefreundlich und robust. Die Platine hält wahrscheinlich auch Beschuss aus. Wesentlich einfacher als Dual, macht dafür keine Tonarmrückführung. Bin gespannt ob ich das Teil wieder schön bekomme. Bekomme keine Bilder eingestellt. Ah ja die Steckleiste der Netzteil/Steuerungsplatinen war ziemlich anoxydiert, hab ich erstmal wieder gereinigt.
Schönes Wochenende
Arnim
Rabia_sorda
Inventar
#5 erstellt: 08. Mrz 2026, 11:23

Eine Tantalperle nicht da, Trimmer, no!


Einen Tantal-Kondensator kannst du auch gegen einen Folien-Kondensator ersetzen.
Aber eigentlich gibt es Tantal-Cs noch, nur sind sie heute in SMD-Bauart zu finden. Diese kann man ja auf der Lötseite der Platine anbringen.
Und Trimmer gibt es auch in verschiedenen Ausführungen. Hierbei ist eigentlich die Bauart "egal". Es müssen halt die Werte übereinstimmen und das man sie mechanisch noch gut auf der Platine unterbringen kann.
ArLo62
Stammgast
#6 erstellt: 08. Mrz 2026, 11:31
Du hast vollkommen Recht. Viel Luft ist da aber nicht. Ich habe den Angriff der Trimmer Marginal hin und her bewegt. Falls da eine Oxidschicht war, ist die jetzt hoffentlich weg. Ich könnt allerdings SMDs mit Drähtchen belöten. Die Spannung ist allerdings mit 50 Volt angegeben.
Rabia_sorda
Inventar
#7 erstellt: 08. Mrz 2026, 11:38

Die Spannung ist allerdings mit 50 Volt angegeben.


Steht es auf dem Tantal drauf oder liegen sie tatsächlich auch an?
Welche Platinenposition hat er?

Aber Folien sind oftmals auch hoch-spannungsfest.

Edit:
Bist du da gerade in der Motorelektronik?
Dies müsste dann ja C12 sein.
Dort wird er mit 0,68 µF und 35 V angegeben.
Aber mehr als 20 V dürften daran eh nicht anliegen, weil der Motor selbst nur mit knapp 20 V betrieben wird.

Der Motor stammt übrigens von Matsushita (National-Panasonic/Technics)


[Beitrag von Rabia_sorda am 08. Mrz 2026, 11:47 bearbeitet]
ArLo62
Stammgast
#8 erstellt: 08. Mrz 2026, 12:39
Find ich sehr nett, dass Du dich kümmerst.
Tatsächlich habe ich den 0,68 Tantal bekommen. Der 1uF ist der den ich nicht bekomme, ist Tantal obwohl das nicht explizit in der Schaltung steht. Ich hab gedacht ich mach "platina rasa" . Tatsächliche ist das der aufgedruckt Nennwert. Ich denke auch das Vmax um 26V liegt. Und ja, der würde wohl auch bei anderen Top Geräten verbaut. Er hat kein PLL, kann ein Vorteil seindrnke ich, da dann die Regelung nicht auffällig wird. Dafür braucht er seine Zeit bis er seine Drehzahl hat. Seltsam, die Dinger bekommt man immer sehr günstig wegen der verrundeten 70's Kanten.
Die Lonarmlagerung ist oft verschliessen. Ich habe die Nadellager aus dem Gummi rausgeprockelt und entsprechend geschnittene Silokonschlachstücke verpresst. Läuft super. Jetzt nur die doofe Endabschaltung mit der induktiven Abschaltung. Könnte drauf verzichten aber wurmt im Hintergrund doch. Das blöde wird hinterher das Einstellen ohne entsprechende Lehren und dann auch noch von unten
Gruß
Arnim


[Beitrag von ArLo62 am 08. Mrz 2026, 12:42 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 08. Mrz 2026, 13:06

Das blöde wird hinterher das Einstellen ohne entsprechende Lehren und dann auch noch von unten


Dazu habe ich damals (habe schon ewig keinen PS mehr repariert) immer Bücher oder Klopapierrollen auf dem Tisch gestapelt und den geöffneten PS mit seinen beiden Gehäuseseiten dazwischen abgestellt, sodass ich gut von unten zum Einstellen heran kam.
Bei Kumpels zu Hause nahm ich auch schon mal 2 Stühle und legte mich dann auf dem Boden dazwischen.
Natürlich gab (gibt?) es auch sowas wie "Hebebühnen" für solche Arbeiten zu kaufen.
Aber Möglichkeiten gibt es dazu ja reichlich ..... die müssen einem nur einfallen
ArLo62
Stammgast
#10 erstellt: 08. Mrz 2026, 13:12
Jau, ich habe mir ein Holzgerüst für Duals gebaut. Aber der Trümmer ist viel größer.
Ich werde das auch mit Klang und Ton Heften und einem kleinen Spiegel machen.
Dabei fällt mir ein, das ich mich mal um meinen Dual CS731 kümmetn muss. Die ganzen Kunststoffteile werden langsam spröde. Ehrlich gesagt wriß ich gar nicht welchen Vintage PS man kaufen kann der keine Macken hat und gut aussieht. Sonst haut mich Fräuchen...
Grüße aus Erftstadt.
Rabia_sorda
Inventar
#11 erstellt: 08. Mrz 2026, 13:27

ich habe mir ein Holzgerüst für Duals gebaut



Wollte ich früher auch mal, aber dann waren Plattenspieler irgendwann doch nicht mehr so angesagt und viele sind auf CD-Player umgestiegen, sodass es sich dann doch nicht mehr lohnte sowas zu bauen.


Ehrlich gesagt wriß ich gar nicht welchen Vintage PS man kaufen kann der keine Macken hat und gut aussieht.


Auch wenn da relativ viel Kunststoff verbaut wurde, bin und bleibe ich bei Technics.
ArLo62
Stammgast
#12 erstellt: 08. Mrz 2026, 13:43
Japp, Technics gibt's ja sogar noch neu. Aber soviel Platten habe ich nicht (und das obwohl der Schwiegervater meines Sohnes einen An- und Verkauf für Platten in Köln hat). Aber mit CD Playern wird es langsam auch eng. Ich habe mir gerade noch einen CD-S 700 von Yamaha in Reserve gelegt. Und nicht jeder CD Player lässt sich mir nichts dir nichts reparieren. Ein Freund von mir hat hat einen SONY CDP-XA50ES der schon jede Werkstatt gesehen hat und nur in der Ecke verstaubt. Ich schätze mal Netzteilfehler aber ich trau mich nicht dran.
Rabia_sorda
Inventar
#13 erstellt: 08. Mrz 2026, 14:08

Technics gibt's ja sogar noch neu.


Das sind neue PS mit alter Technik, nur übertrieben teuer.
Dazu würde ich definitiv einen gebrauchten Technics aus der letzten Ära bevorzugen.


Ich kenne jetzt das genaue Fehlerbild des CDP-XA50ES nicht, aber er besitzt einen Gold-Cap und dieser kann oft Probleme machen.

Joes Technologieblog

Zudem hatte ich Netzteildefekte eher "nie" in einem CD-Player vorgefunden, sondern zu 95 % nur defekte Lasereinheiten.
1x fand ich aber eine durchgebrannte Miniatur-Sicherung (in Transistorform) eines IC-Schutzes sekundärseitig im Netzteil.
Nach deren Erneuerung lief er aber wieder.
Natürlich können mittlerweile auch so einige andere Fehler auftreten. Die Geräte werden ja nicht jünger und gerade Elkos sind da die Übeltäter. Man erinnere sich an den Sony CDP-X33ES mit seinen ausgelaufenen ELNA Duorex II Elkos.
Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

Sony CDP-X33ES

Von den Dingern hatte ich auch schon ein paar hier und die Schäden waren daran noch viel größer.


Übrigens befindet sich in dem CDP-XA50ES eine KSS-273A / B Lasereinheit.


[Beitrag von Rabia_sorda am 08. Mrz 2026, 14:14 bearbeitet]
ArLo62
Stammgast
#14 erstellt: 11. Mrz 2026, 21:55
Moin, ich wieder.
Obwohl bei uns alles rumsteht weil wir eine Wärmepumpe bekommen habe ich heute die Teile getauscht die von Reichelt gekommen sind.Zuerst Enttäuschung, die Abschaltung will immer noch nicht. Ich muss also den Abschaltpunkt einstellen. Aber er läuft geschwindigkeitsmäßig nicht mehr weg.War ne gute Idee mit den Kondensatoren, danke nochmal. Ich melde mich sobald die Abschaltung wieder läuft. Gruß Arnim
ArLo62
Stammgast
#15 erstellt: 23. Mrz 2026, 12:04
So, es ist ein neues Cinch Kabel noch dran gekommen und eine neue Netzschnur.
2 LS3/5 dienten rechts und links zum hochbocken, die Endabschaltung ließ sich ganz leicht einstellen. Alles wie neu. Bin total Happy.
Wird nächstes Jahr 50 Jahre alt der Dreher. Wenn man sich so einrn kauft, muss man auf die Tonarmlager achten. Die sind tatsächlich in Gummi gelagert und das Gummi bröselt irgendwann nur noch raus bzw. passt nicht mehr in die Buchsen in die die Lager gedrückt werden. Passende Schläuche aus Silikon helfen, das Problem zu lösen.
Gruß
Arnim


[Beitrag von ArLo62 am 23. Mrz 2026, 12:06 bearbeitet]
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