JVC KD-A55

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WillScarlett
Stammgast
#1 erstellt: 18. Okt 2008, 14:26
Hallo zusammen,
mein Vater hat sein Kassettendeck, das JVC KD-A55, vor kurzem zur Reperatur gebracht, weil es nicht mehr funktionierte. Es hat immer von allein gestoppt, schon lange zuvor war die Abspielgeschwindigkeit nicht mehr richtig.
Das Deck kam heute, für knapp 60€ repariert, mit neuem Riemen und gereinigtem System zurück. Die Abspielgeschwindigkeit stimmt meiner Meinung nach wieder, aber das Problem mit dem Stoppen tritt weiterhin auf. Jetzt allerdings immer erst nach einigen Minuten Abspielen (weshalb der Techniker vermutlich einen erfolgreichen "Testlauf" bescheinigt hat).

Genauere Beschreibung des Problems: Immer eins der beiden "Drehdinger", die das Band bewegen, bleibt einfach stehen, das andere dreht erstaunlicherweise noch weiter. Im nächsten Moment springt das Deck dann auf Stopp.
Drückt man dann wieder auf Play, beginnt nur das linke Drehding sich zu bewegen, das Rechte bleibt starr.
Beim Spulen kommt dann auch nur langsam Bewegung in die Sache, auch da wird gerne einfach sofort auf Stopp gesprungen.

Nun meine Fragen:
Woran kann das liegen?
kann man das selbst reparieren?
Sollte ich dem Techniker in den Hintern treten, weil er behauptet hat, dass es funktioniert? ( :-) )

An und für sich würde ich ja sagen: wer zur Hölle braucht noch dieses Kassettendeck? mein Vater besitzt gerade mal 5-10 bespielte Kassetten aus seiner Jugend, die er sich wieder anhören möchte. Aber er hat dafür jetzt schon so viel Geld ausgegeben, also scheint ihm das Ganze wirklich
wichtig zu sein.

Vielen Dank schonmal für eventuell hilfreiche Antworten ;-)
esla
Stammgast
#2 erstellt: 18. Okt 2008, 18:31

WillScarlett schrieb:
... JVC KD-A55, vor kurzem zur Reperatur gebracht, weil es nicht mehr funktionierte. Es hat immer von allein gestoppt, schon lange zuvor war die Abspielgeschwindigkeit nicht mehr richtig.


Die Abspielgeschwindigkeit wird nur am Capstan-Motor eingestellt, ein simpler Eingriff, wenn man eine Testkassette und einen Frequenzzähler hat. Wenn diese nun stimmt, ist soweit ja auch alles klar.


...aber das Problem mit dem Stoppen tritt weiterhin auf. Jetzt allerdings immer erst nach einigen Minuten Abspielen (weshalb der Techniker vermutlich einen erfolgreichen "Testlauf" bescheinigt hat).


Aus den JVC-Katalogen sehe ich, dass sich das KD-A55 nur unwesentlich vom KD-A33 unterscheiden dürfte. Dieses steht bei mir im Keller und zwar völlig funktionsfähg.


Genauere Beschreibung des Problems: Immer eins der beiden "Drehdinger", die das Band bewegen,


Du meinst also die Wickeldorne.


bleibt einfach stehen, das andere dreht erstaunlicherweise noch weiter. Im nächsten Moment springt das Deck dann auf Stopp.
Drückt man dann wieder auf Play, beginnt nur das linke Drehding sich zu bewegen, das Rechte bleibt starr.
Beim Spulen kommt dann auch nur langsam Bewegung in die Sache, auch da wird gerne einfach sofort auf Stopp gesprungen.


Wenn es so wie beim KD-A33 ist, dann wird die Drehbewegung durch einen Hallgenerator in Zusammenhang mit einem sich drehenden Magneten abgefragt. Wo der nun sitzt, also unter Abwickeldorn unter Aufwickeldorn, ist mir im Moment nicht bekannt. Daraus resultiert auch das Autostop am Kassettenende: keine Impulse mehr, der Hallgenerator gibt an den Auto-Stop-Circuit kein Signal mehr, dieser schaltet dann nach einer gewissen Pause ab.


Woran kann das liegen?


An einem eventuell lockeren Magneten, einer fehlerhaften Steck- oder Lötverbindung, am Hall-IC, an der Steuerlogik, die Ursachen können mannigfaltig sein. Schwer zu finden ist es sicher nicht, wenn man über etwas Erfahrung und über ausreichende Messmittel verfügt.


kann man das selbst reparieren?


Ich schon. Ob Du es Dir zutraust, weiss ich nicht. Scheinbar hast Du darin noch keine besondere Erfahrung?


Sollte ich dem Techniker in den Hintern treten, weil er behauptet hat, dass es funktioniert? ( :-) )


JA!


An und für sich würde ich ja sagen: wer zur Hölle braucht noch dieses Kassettendeck?


Ich! Passt so gut zum KD-D2 und dem KD-A33...

Gruß Jens


[Beitrag von esla am 18. Okt 2008, 18:40 bearbeitet]
WillScarlett
Stammgast
#3 erstellt: 20. Okt 2008, 17:41

Ich! Passt so gut zum KD-D2 und dem KD-A33...


Ist das ein Kaufangebot?
Vielen Dank erstmal für die Antwort, sie wirft aber natürlich weitere Fragen auf ;-)

Also die Reperatur traue ich mir tatsächlich nicht selbst zu, ich stamme aus einer Generation, die mit einem Lötgerät nix mehr anfangen kann ^^.
Ich habe so langsam das Gefühl, dass die Kiste einfach etwas eingerostet ist, denn wenn die "Wickeldorne" (danke, dass du den Dingen Namen gibst! ) erst mal in Gang kommen, bleiben sie nun auch nicht mehr stehen (soweit ich das auf die Schnelle testen konnte...) Ich denke mal ein durch Alter und seltene (höchst seltene...) Benutzung gebremster Wickeldorn löst ebenfalls den Auto-Stop-Circuit aus.
Sind meine Gedanken da richtig oder ist es Blödsinn, dass ein Wickeldorn (jetzt kann ich das Wort gar nicht oft genug gebrauchen ^^) von allein anfängt, nich mehr richtig zu drehen? Vielleicht kann man da ja etwas gegen tun?

Mir ist da noch eine Mögliche Ursache eingefallen... das Deck war bis vor einiger Zeit mit einem DIN-Kabel am Verstärker angeschlossen, das führte aber irgendwann, nach Jahren des Nicht-Gebrauchs des Kassettendecks, zum Auslösen der Notfallsicherung am Verstärker, wenn man am Deck auf Play gedrückt hat (oder sogar beim einschalten? ich weiß nicht mehr...). Das Problem habe ich damals gelöst, indem ich Cinch-Kabel statt der DIN-Kabel eingestöpselt habe. Danach wurde das Deck aber eh nicht mehr gebraucht, weil wie gesagt auch die Abspielgeschwindigkeit nicht stimmte... Ich wollte es damals zum Überspielen einer Kassette auf den PC benutzen...

Also ich denke, da ist auch irgendwas mit der internen Elektronik nicht ganz in Ordnung. Da die Wickeldorne aber wie gesagt mit einigem Hin- und Herspulen zu Beginn des geplanten Hörgenusses zum Spielen überredet werden können frage ich mich, ob es lohnt, noch einmal zu dem Techniker zu gehen, der ja vermutlich noch einmal Geld für weitere Reperaturen haben will...

Wofür ist eigentlich dieser Riemen da, der ja scheinbar ausgetauscht werden musste, wenn man mal davon ausgeht, dass man dem Techniker trauen kann? ;-)
esla
Stammgast
#4 erstellt: 20. Okt 2008, 19:17

WillScarlett schrieb:

Ist das ein Kaufangebot?


Ich schreibe dir noch eine PN dazu.



Ich denke mal ein durch Alter und seltene (höchst seltene...) Benutzung gebremster Wickeldorn löst ebenfalls den Auto-Stop-Circuit aus.


Das wäre denkbar. Das würde dann heissen, das komplette Laufwerk ausbauen, die Wickeldorn-Oberteile abziehen, Wickeldorne raus und untersuchen, innen und auch die Lager reinigen (mit Isopropylalkohol), leicht einfetten, zusammenbauen und wieder testen. Oft ist noch genügend Originalfett (so eine weissliche Masse) im Gerät.


Sind meine Gedanken da richtig oder ist es Blödsinn, dass ein Wickeldorn (jetzt kann ich das Wort gar nicht oft genug gebrauchen ^^) von allein anfängt, nich mehr richtig zu drehen? Vielleicht kann man da ja etwas gegen tun?


Unmöglich ist es nicht, siehe oben.



Mir ist da noch eine Mögliche Ursache eingefallen... das Deck war bis vor einiger Zeit mit einem DIN-Kabel am Verstärker angeschlossen, das führte aber irgendwann, nach Jahren des Nicht-Gebrauchs des Kassettendecks, zum Auslösen der Notfallsicherung am Verstärker, wenn man am Deck auf Play gedrückt hat (oder sogar beim einschalten?


Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die JVC-Decks wurden niederspannungsseitig ein-/ausgeschaltet, der Trafo war m.W. ständig am Netz. Damit kann es nichts zu tun haben - oder man belehre mich eines Besseren.


Da die Wickeldorne aber wie gesagt mit einigem Hin- und Herspulen zu Beginn des geplanten Hörgenusses zum Spielen überredet werden können frage ich mich, ob es lohnt, noch einmal zu dem Techniker zu gehen, der ja vermutlich noch einmal Geld für weitere Reperaturen haben will...


Wie sieht es mit der Gewährleistung auf seine Reparatur aus? Habt ihr den Fehler exakt so angegeben, existiert ein Nachweis über die durchgeführten Arbeiten? Nur darauf kannst Du Dich dann beziehen.


Wofür ist eigentlich dieser Riemen da, der ja scheinbar ausgetauscht werden musste, wenn man mal davon ausgeht, dass man dem Techniker trauen kann? ;-)


Ich gehe davon aus, er hat den Riemen, der die Capstanwelle antreibt, getauscht. Das ist normal, wenn ein älteres Gerät lange stand, denn dann sind die Riemen meist etwas "lapperich". Oder auch "ausgeleiert".

Gruß Jens
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