Technics SL-23A Plattenspieler - Kabelanschluss

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JonasH
Stammgast
#1 erstellt: 28. Mai 2009, 15:31
Hallo zusammen,

ich habe einen Technics SL-23A Plattenspieler gefunden. Dem hat man aber leider die Kabel alle abgeschnitten

Ich habe das Netzkabel bereits erfolgreich ersetzt, aber mit dem NF-Anschluss will es nicht so recht klappen.
Der Vorbesitzer hatte auf der Anschlussplatine, an die auf der einen Seite mit superdünnen Kabeln das System angeschlossen ist, und auf der anderen Seite ans Ausgangskabel angeschlossen ist, schon herumgepfuscht und die Chassismasse mit der Systemmasse verbunden.

Ich habe jetzt ein Paar Chinchbuchsen an die Rückseite angebracht und eine Klemme für die Chassismasse.
Wenn man das so an einen Verstärker anschließt, dann brummt es leider. Nicht laut, aber hörbar und störend.

Meine Frage jetzt: Wie schließe ich das richtig an???

Aus dem Tonarmrohr kommen fünf Kabel, nur vier sind auf der anderen Seite ans System angeschlossen: Rechts positiv, rechts negativ, links positiv, links negativ. Wo das funfte bleibt, weiß ich leider nicht

Dann gibt es noch ein superdünnes Kabel, dass an den Tonarm, bzw. an die Tonarmhalterung angeschlossen ist, also Masse.
Dann gibt es noch die Chassismasse-Kabel, die sind alle grün.
Mit der Chassismasse bin ich mir ja sicher, die kommt separat an den Verstärker, aber muss da auch das dünne Massekabel vom Tonarm angeschlossen sein? Das ist bisher an links negativ angeschlossen
Wie werden die Kabel des Tonabnehmers angeschlossen?
Und was macht das fünfte Kabel? Das ist biher mit an rechts negativ mit angeschlossen, aber ist das richtig?



Wegen Brummschleifen: Wenn man das Chassismasse-Kabel vom Verstärker abschraubt, ändert sich am Brummen nichts, aber wenn man mit den Kabel den Masseanschluss nur berührt, dann knistert im Tonausgang


Bin für jede Hilfe dankbar, es muss auch nicht bei den Chinchbuchsen an der Rückseite bleiben, meinetwegen bringe ich auch wieder ein festes Kabel an.
hf500
Moderator
#2 erstellt: 28. Mai 2009, 16:51
Moin,
_alle_ Massekleitungen muessen mit dem Chassis und der Masseleitung zum Verstaerker verbunden werden.

Rechts und links "negativ" kommen an die Aussenkontakte der RCA-Buchsen, die "positiven" Adern an die Mittel- (Signal-)kontakte.

Die fuenfte Leitung sollte man mit einem Ohmmeter ausklingeln, um festzustellen, mit was die im Tonarm verbunden ist.

Ergaenzung :
Fuer den Fall, dass eine Tonleitung mit DIN-Stecker angeschlossen wird, wird die Abschirmung der Tonleitung mit dem Chassis verbunden, die Minusleitungen vom TA-System ebenfalls.

Die Tonleitung zum Verstaerker ist in ihrer Kapazitaet einigermassen kritisch, denn davon haengt der Frequenzgang des TA-Systemes ab. Man muss also herausfinden, welche Lastkapazitaet das System haben will und danach die Leitung auswaehlen. Aus dem Grund sind diese Leitungen meist fest angeschlossen, der Hersteller waehlt dafuer den mittleren Kapazitaetswert fuer die infrage kommenden Systeme.

73
Peter
JonasH
Stammgast
#3 erstellt: 30. Mai 2009, 10:55
Hallo,
ich habe jetzt noch mal alles durchgemessen und alles soweit richtig angeschlossen, das mysteriörse fünfte Kabel, welches aus dem Tonarm kommt, erdet den Tonarm.

Jetzt ist auch ein großer Unterschied, wenn man das Chassis-Erdungskabel vom Verstärker abklemmt, dann brummt es sehr laut, vorher knackte es ja nur kurz einmal.

Leider brummt es bei gewöhnlichem Betrieb immernoch ein bisschen, und das nervt mich

Ich habe bei den Anschlussbuchsen, die ich hinten eingebaut habe, eine Chinch-Buchsenkombination verwendet, so eine, wo linker und rechter Kanal kurzgeschlossen sind. Ist das vielleicht die Quelle des Übels, dass die Massen der beiden Kanäle zu früh kurzgeschlossen werden?

In normalen Verstärker wird das ja sowiso gemacht

Ich will noch mal testweise ein Kabel anschließen, was von einem anderen Plattenspieler kommt, so eines, das fest angeschlossen wird, mit Massekabel in der Mitte. Vielleicht geht's damit besser, dann fliegen die Chinchbuchsen wieder raus. Wenn nicht, dann weiß ich nicht mehr...

Es ist auf jeden Fall kein Netzbrumm, wenn man den Stecker rauszieht oder den Spieler ausschaltet, dann verändert sich absolut gar nichts.
killnoizer
Inventar
#4 erstellt: 01. Jun 2009, 13:56
Da hst du ja schon einen Teil der Diagnose erledigt , versuch mal mit einem an Masse gelegten Kabel ganz einfach durch Berühren diverser Bauteile herrauszufinden ob du dann weniger Brumm hast !

Ich lege selbst seit über 20 Jahren immer bei meinen Drehern die Masse direkt ans Gehäuse um mir den lästigen Klingeldraht zu ersparen , und ich hatte noch niemals ein einziges Brummen !


Das 5. Kabel aus dem Tonarm wird sofort innen an das chassis geschraubt , damit sollen statische Aufldungen abgeleitet werden , ausserdem bildet so das Tonarmrohr die Abschirmung für die Signalkabel , hier könnte evtl. dein Problem zu suchen sein ...


Buchsen sind grundsätzlich nicht verkehrt , allerdings hier am schwächsten Punkt der ganzen Anlage auch nicht zwingend sinnvoll .

Die Aussage mit den "kurzschliessenden Buchsen " ist mir aber auch nicht ganz klar ... ???


Gerrit
JonasH
Stammgast
#5 erstellt: 01. Jun 2009, 17:41
Hallo,


Die Aussage mit den "kurzschliessenden Buchsen " ist mir aber auch nicht ganz klar ... ???


Damit meinte ich, dass die zwei Buchsen nur einen gemeinsamen Masseanschluss haben, weswegen die Masse Links und die Masse Rechts vom Tonsystem kurzgeschlossen werden. Vielleicht verursacht das ja irgenteine Brummschleife?

Also ich denke, die Buchsen schmeiße ich wieder raus, sobald ich meine Werkbank wieder aufgeräumt habe. Da hast du wohl recht, die sind an der Stelle nicht unbedingt passend, wenn auch praktisch.
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 01. Jun 2009, 18:15

JonasH schrieb:
Damit meinte ich, dass die zwei Buchsen nur einen gemeinsamen Masseanschluss haben, weswegen die Masse Links und die Masse Rechts vom Tonsystem kurzgeschlossen werden. Vielleicht verursacht das ja irgenteine Brummschleife?

Kritisch ist so etwas dann, wenn die Massen am (im) System selbst nochmals zusammengeführt sind. Dann hast du eine Masseschleife in der Tonarmverkabelung, welche üblicherweise nicht besonders niederohmig ist (und die Masseleitungen laufen nicht zwangsläufig direkt nebeneinander). Damit kann man sich natürlich alles mögliche einfangen. Kannst ja mal die Masseleitungen ablöten und durchklingeln.
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