Grundig Verstärker V7200 bockt

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der_tommy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Jan 2011, 17:50
Hallo,

alles gute für das Jahr 2011 wünscht euch der tommy.

Kaum ist das neue Jahr da, schon gibt es Probleme...
Meine Jungs haben eine Anlage mit einem Grundig V7200 Verstärker. In den letzten Tagen ist an diesem Gerät die komplette Beleuchtung ausgefallen. D.h. beim Einschalten leuchtet die rote Lampe über dem Schalter und die grüne für die gewählte Quelle nicht mehr. Auch die Pegelnzeiger leuchten bei Wiedergabe nicht mehr Sad
Heute habe ich das Teil mal geöffnet und festgestellt, das die Lampe am Einschalter defekt ist. Nachdem ich die kaputte Glühlampe entfernt habe brannten wieder alle anderen Lichter. ABER, seit dem schaltet das Lautsprecherrelais ständig an und aus. Egal welche Quelle ich einschalte, sobald ein Eingangssignal anliegt, schaltet das Relais die Lautsprecher ständig an und ab.
Da ich nicht einmal einen Schaltplan für den Verstärker finden konnte bin ich momentan völlig ratlos
Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee?

Viele Grüße

der tommy.
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 01. Jan 2011, 18:21
Hallo Tommy,

das SM ist hier zu finden: http://www.eserviceinfo.com/download.php?fileid=57740 (Achtung: zwei Teile) Der Download-Button ist etwas versteckt, weiter unten.

Gruß
PBienlein

EDIT: ich habe eben mal in die Unterlagen geschaut. Deiner Fehlerbeschreibung nach, war die Power-Lampe nicht defekt, richtig? Da wird noch ein Fehler in der Treiberschaltung sein. Vermutlich ist T701 hinüber (BC548 B) oder weiter vorn im Netzteil gibts ein Problem mit der 14 Volt Versorgung.


[Beitrag von PBienlein am 01. Jan 2011, 18:44 bearbeitet]
der_tommy
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 01. Jan 2011, 20:31
Hallo Professor,

Danke für den Link. Ich habe auch ohne Schaltplan noch etwas gesucht. Wenn ich die Anzeigeplatine abziehe läuft der Verstärker normal. Sobald ich sie wieder anstecke fallen die Lautsprecherrelais ab. Das gleiche passiert, wenn ich wieder eine Lampe für den Netzschalter einbaue - die Relais fallen ab, sobald die Glühlampe beide Kontakte berührt. Sitzt sie fest, ist ganz Ruhe. Die sechs Elkos auf der Platine sind nicht schuld, die habe ich schon mal getauscht. Ebenso habe ich den T701 gleich mit rausgeschmissen - ohne Reaktion. Sollte der sofort wieder hinübergegangen sein und der Fehler doch vor der Anzeigeplatine liegen?
An den Lampenkontakten messe ich übrigens gerade mal 5V, das sollten doch 14 sein, oder?

Ratlose Grüße

der tommy.
PBienlein
Inventar
#4 erstellt: 01. Jan 2011, 22:35
Hallo Tommy,

Platine abziehen und an den 14-Volt Anschlüssen messen, die vom Netzteil kommen. Liegt da die korrekte Spannung an, ist der Fehler auf der Anzeigeplatine zu suchen. Wenn nicht, gibt es ein Problem im Netzteil (T352 und Umfeld prüfen). Auf jeden Fall wird ein Kurzschluß verursacht, den die Schutzschaltung nicht mag.

Gruß
PBienlein
der_tommy
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Jan 2011, 10:56
Moin moin,

mit dem T meinst Du sicher den T332, ja? In dessen Umgebung sieht es so aus:

V7200 Platine

Der Transistor selbst und die Zehnerdiode D 316 sind heile (habe ich im ausgelöteten Zustand geprüft). Da können ja fast nur noch die beiden 10-er Elkos hin sein, oder?

Gruß

der tommy

der jetzt nach einem der DIN 0204 entsprechendem 33-er Wiederstand suchen geht...
PBienlein
Inventar
#6 erstellt: 02. Jan 2011, 11:15
Hallo Tommy,


mit dem T meinst Du sicher den T332, ja?


Klar - war wohl schon a bisserl spät für mich


In dessen Umgebung sieht es so aus:


Das ist zunächst mal nicht ungewönlich. R444 muß immerhin fast 14 Volt vernichten - deshalb ist er auch schwer entflammbar. Was sagt er denn? Hat er noch die geforderten 33 Ohm? Falls er hinüber sein sollte: einen etwas größeren, als den hier verwendeten mit 1/4 Watt verwenden, schwer entflammbar sollte er ebenfalls sein und mit mehr Abstand von der Platine (1 bis 2 cm) einlöten.

Was mißt Du am Pluspohl von C388?

Die beiden Cs kannst Du augelötet auf Kurzschluß prüfen.

Gruß
PBienlein
der_tommy
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Jan 2011, 15:06
Hi,

der R444 hat 2,9K, das scheint mir ziemlich viel... Wie erkenne ich einen "schwer entflammbaren" Wiederstand? Ich habe einige in der Größe da, aber ob die schwer entflammbar sind???
Die C´s werde ich nach dem Familienkaffeetrinken mal auslöten und prüfen. Im Moment kann ich da gar nichts messen, weil T und D ausgelötet sind.
Als Spannung am Messpunkt B hatte ich übrigens -29V.

Gruß

der tommy.
PBienlein
Inventar
#8 erstellt: 02. Jan 2011, 17:45
Hallo Tommy,


Als Spannung am Messpunkt B hatte ich übrigens -29V.


Minus 29 Volt? Messpunkt B (im Dreieck) liegt an der positiven Seite des Gleichrichters (D318/D319). Da MUSS eine positive Spannung anliegen. +29 Volt wären also absolut noch im Rahmen.


der R444 hat 2,9K, das scheint mir ziemlich viel

Wie gemessen? Wenn alle Bauteile in der Schaltung waren, dürfte er nämlich hinüber sein. Gemessen hättest Du dann den Widerstand von R445 (1,2 K) + R438 (1 k) + R des eingebauten Ts. Das dürften zusammen ungefähr die 2,9 K sein.

Testweise würde ich erst mal einen x-beliebigen 33-Öhmer (orange-orange-schwarz) aus der Grabbelkiste als Ersatz für R444 nehmen. Für den Dauerbetrieb gehört aber der schwer entflammbare rein - sonst brennt eines Tages u.U. mehr als nur der Verstärker

Schwer entflammbare Rs sind i.d.R. Metallfilm- oder für höhere Leistungen auch Drahtwiderstände. Wichtig ist aber auch der Abstand zur Platine, wie oben beschrieben. Anderenfalls bekommt der R zu wenig Luft und es gibt häßliche, verkohlte Stellen

Gruß
PBienlein
hf500
Moderator
#9 erstellt: 02. Jan 2011, 19:01
Moin,
wenn ueber R444 mit 33 Ohm 14V abfallen sollen, dann fliesst knapp 0,5A und damit entsteht an ihm eine Leistung von 28W.
Ziemlich viel fuer einen 1/4W-Widerstand....

Lasst mich raten, dieser Widerstand liegt in der Kollektor-(Emitter-)leitung des dahinterstehenden Transistors.
Damit ist es ein Sicherungswiderstand, die sind einmal schwer entflammbar und haben ein definiertes Durchbrennverhalten. Sie sollen eine Schmelzsicherung ersetzen, die mit Halter zu teuer kaeme, ausserdem sind in diesem Schaltungsteil Defekte eher selten.

Auch ein Kohleschichtwiderstand wird den Verstaerker nicht abfackeln, wenn er abbrennt, aber er verabschiedet sich wenigstens mit einer dicken Rauchwolke ;-) Die Schwerentflammbaren haben statt der Lackierung eine zementierte Umhuellung, die nicht qualmt.

Der schwarze Fleck unter dem Widerstand ist fuer Grundig unueblich. Dieser Widerstand wurde lange Zeit an seiner Belastungsgrenze betrieben, und er lag womoeglich auch noch mit verbogenen Beinen auf der Platine auf. Normalerweise baute man bei Grundig solche Widerstaende mit Abstand ein.

73
Peter
Bertl100
Inventar
#10 erstellt: 02. Jan 2011, 22:50
Hallo,

auch T332 mal nachlöten! Bzw. seine Lötstellen kontrollieren!
Könnte es sein, dass Messpunkt B auf der Platine falsch eingezeichnet ist?

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 03. Jan 2011, 10:13
Moin moin,

ich habe das Problem erst einmal gelöst, es scheint der durchgebrannte R444 gewesen zu sein (den habe ich übrigens im ausgebauten Zustand gemessen).
Im Moment habe ich einen normalen 27-er Wiederstand drin, denn sollte ich wohl noch die Tage gegen einen schwer entflammbaren austauschen...
Ansonsten spielt der Amp erst einmal wieder gut, die Lämplein leuchten und die Lautsprecherrelais bleiben dran - Danke euch für die Hilfe und Unterstützung!

Viele Grüße

der tommy.

PS: Wie kritisch ist eigentlich die genaue Größe der Netzschalterlampe? Ich habe nur 19V 0,133A Lampen da.
Bertl100
Inventar
#12 erstellt: 03. Jan 2011, 13:04
Hallo Tommy,

in solchen Fällen, wo eine Lampe von einem Stabilisierungstransistor/-IC versorgt wird, ist schon sehr entscheidend, dass die Lampe nicht MEHR Strom zieht!
Deine zieht jetzt wohl an die 100mA (nicht 133mA wie bei 19V).
Die originale zieht aber nur 50mA.
Die restliche Schaltung, die an den 14V hängt, wird verglichen dazu fast nichts verbrauchen.
D.h. die Verlustleistung in T332 und dem R444 hängt hauptsächlich von dem Strom durch die Lampe ab!!!

Ich würde unbedingt so eine 30mA Lampe besorgen. Diese sind noch recht gut erhältlich.

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 04. Jan 2011, 09:31
Moin Bernhard,

da kann ja wohl auch die falsche Glühlampe die Stromversorgung abgeschossen haben, oder?
Ich werd auf alle Fälle beim blauen C mal nach den Lämpchen schauen.

Viele Grüße

der tommy.
Bertl100
Inventar
#14 erstellt: 04. Jan 2011, 10:29
Hallo Tommy,

genauso ist es!

Der Conrad hat die Lampe unter der Best.Nr. 729020.
Prüfe nochmal den Sockel. Müßte aber eigentlich passen.

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 22. Jan 2011, 10:19
Moin moin,

jetzt habe ich das eine Problem geklärt und offensichtlich ein zweites losgetreten...
Seit der Verstärker wieder in Betrieb ist knackt es ab und zu mal recht laut und unangenehm aus den Lautsprechern (ev. auch nur aus dem linken). Und beide LS haben sich auch schon mal kurz abgestellt.
Anschließend funzt das Teil wieder für unbestimmte Zeit.
Ich habe den Ruhestrom geprüft - der passt.
Habt ihr eine Idee für mich???

Viele Grüße

tommy.
Bertl100
Inventar
#16 erstellt: 22. Jan 2011, 13:22
Hallo,

da würde ich doch als erstes mal vermuten, dass irgendwelche Lötstellen durch das Hantieren gerissen sind.
Kann man an die Platine von unten ran, um die Lötstellen zu kontrollieren?

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 22. Jan 2011, 18:22
Hallo Bernhard,

klar kommt man ran. Man muss halt den Amp wieder auseinandernehmen...
Das werde ich dann morgen mal in Angriff nehmen. Da ich ja auch die Ruhestrompotis gewechselt habe werde ich dort beginnen.

Schönen Abend

tommy.
Bertl100
Inventar
#18 erstellt: 23. Jan 2011, 10:55
... ich meinte das so, ob man LEICHT ran kommt.
Endstufenplatine ausbauen, um die Lötstellen zu kontrollieren, ist zwar wohl hier nötig. Aber schön ist es nicht ...

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 23. Jan 2011, 22:56
Hallo Bernhard,

es war nicht schön aber es scheint geholfen zu haben.
Seit gut zwei Stunden läuft der Amp ohne Aussetzer.

Gruß

der tommy.
der_tommy
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 24. Jan 2011, 21:01
´n Abend,

nach dem der Verstärker gestern Abend einwandfrei gelaufen ist, gab es heute Nachmittag beim zweiten Einschalten wieder einen lauten Knacks aus der linken Box.
Jetzt bin ich doch etwas am Ende mit meinem Latein...

Schönen Abend noch

der tommy.
Bertl100
Inventar
#21 erstellt: 25. Jan 2011, 14:09
Hallo Tommy,

zeitweilige Knackgeräusche sind immer lästig zu finden.
- Wie oft tritt es denn auf?
- Hast du die Platinen mal abgeklopft, um evtl. Erschütterungsempfindlichkeiten aufzuspüren?
- Evtl. mal mit Kältespray auf die Suche gehen.
- Balanceregler auf den nicht knacksenden Kanal drehen. Wird das Knacksen dann leiser -> Klangregelstufe. Falls nicht -> Endstufe.

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 25. Jan 2011, 19:50
Hallo Bernhard,

ich habe heute den Knacks auch beim Ausschalten des Verstärkers verursachen können. Es knackst auf beiden Seiten und es wandert mit dem Balanceregler - das sollte nach Deiner Aussage auf die Klangregelplatine hindeuten, oder?
Wie soll ich das mit dem Kältespray machen, nach und nach ein Bauteil nach dem anderen besprühen und so den Übeltäter ausfindig machen?
Letztendlich könnten es vielleicht auch die Steckervebindungen auf der Hauptplatine sein. Auf der Klangregelplatine habe ich bei der letzten Reparatur gar nichts gemacht...

Schönen Abend noch

der tommy.
Bertl100
Inventar
#23 erstellt: 25. Jan 2011, 20:24
Hallo Tommy,

sind auf der Klangregelplatine noch Tantal-Elkos?
Falls ja, sind sie mögliche Kandidaten, die Krachen verursachen können.
Ferner die Transistoren der Klangregelstufe.

Also Tantals (falls vorhanden) und Transistoren der Klangregelstufe mal besprühen. Durch Thermoschock, kann man oft (leider nicht immer) solche Kandidaten "erschrecken" und zum Krachen bringen.

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 26. Jan 2011, 17:22

Bertl100 schrieb:
Hallo Tommy,

sind auf der Klangregelplatine noch Tantal-Elkos?


Hallo Bernhard, nein, auf der Platine sind nur Elkos.

Bertl100 schrieb:
...
Ferner die Transistoren der Klangregelstufe.

Also Tantals (falls vorhanden) und Transistoren der Klangregelstufe mal besprühen. Durch Thermoschock, kann man oft (leider nicht immer) solche Kandidaten "erschrecken" und zum Krachen bringen.

Gruß
Bernhard


Die sieben Transistoren der Klangregelplatine haben sich leider nicht erschrecken lassen und den Amp zum Knacken gebracht

Gruß

der tommy.
Bertl100
Inventar
#25 erstellt: 27. Jan 2011, 11:08
tja, was machen wir jetzt?
Wie gesagt, solch gelegentliche Fehler sind generell schwer zu finden.

Ich habe z.B. letztes Jahr einen SXV6000 zur Seite gestellt, der so ca. alle 2h mal gekracht hat. Alle Tantals gewechselt - ohne Erfolg.
Jetzt hätte ich natürlich einfach alle Transistoren des betr. Kanals tauschen können ....

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 01. Feb 2011, 09:20

Bertl100 schrieb:
tja, was machen wir jetzt?
...
Jetzt hätte ich natürlich einfach alle Transistoren des betr. Kanals tauschen können ....

Gruß
Bernhard


Moin Bernhard,

das scheint ja nun auch für mich das Einzuge zu sein, oder soll ich mit den Elkos beginnen???

Ratlose Grüße

der tommy.
Bertl100
Inventar
#27 erstellt: 01. Feb 2011, 16:51
Hallo Tommy,

also ich würde erst die Transistoren tauschen.
Aber nicht schlagen, wenn es danach nicht hilft!!



Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#28 erstellt: 01. Feb 2011, 20:20
Wenn weinrote Kondensatoren von Roederstein drin sind, würde ich die auch raushauen. Ich hatte mal einen beidkanalig total verreckten Grundig V20, der lediglich nach dem Austauschen aller weinroten Roedersteins bis heute spielt wie ein junger Gott
Bertl100
Inventar
#29 erstellt: 01. Feb 2011, 20:25
... stimmt, solche könnten auch noch im Gerät sein.
An die hab ich gar nicht gedacht!

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 02. Feb 2011, 10:16
Moin moin,

da werde ich mich mal auf die Suche nach den Weinroten Giftzwergen machen und ne Hand voll Transistoren für den Plan-B vorhalten.

Viele Grüße

tommy.
hf500
Moderator
#31 erstellt: 02. Feb 2011, 17:13
Moin,
m.W. starben die "Weinroten" schon in der Vorgaengerserie (100mm-Serie) aus. Es wuerde mich jedenfalls wundern, wenn die 7000er Serie noch welche haette.

73
Peter
der_tommy
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 02. Feb 2011, 22:41

hf500 schrieb:
Moin,
m.W. starben die "Weinroten" schon in der Vorgaengerserie (100mm-Serie) aus....

73
Peter


Hi Peter,

da kann ich ja mit der handvoll BC550/560 nichts falsch machen.

Gruß

Tommy.
der_tommy
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 05. Feb 2011, 14:41
Mahlzeit,

bevor ich den Lötkolben zum Transistorentausch schwingen konnte hat sich heute die Endstufe des V7200 verabschiedet. Ein letztes Knacken links und dann waren die Lautsprecher aus Über Kopfhörer hört man rechts noch Musik und links nur noch brummen - zumindestens die rechte scheint ganz geblieben zu sein...

Traurige Grüße

der tommy.
hf500
Moderator
#34 erstellt: 05. Feb 2011, 20:37
Moin,
einen Vorteil hat es, jetzt ist er _richtig_ kaputt und man kann den Fehler finden. "Halbkaputte" Geraete sind eine Pest, man findet keine Ansatzpunkte zur Fehlersuche.
Bertl100
Inventar
#35 erstellt: 05. Feb 2011, 22:07
... au weh!

Hoffentlich gibt der Tommy jetzt nicht auf!

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 06. Feb 2011, 12:56
Mahlzeit!

Aufgeben werde ich wohl nicht, aber der V7200 verarscht mich momentan
Ich habe ihn heute auf den OP gelegt, geöffnet und angeschaltet - er geht!!!!
Beide LS-Relais ziehen an und ich höre einwandfrei über KH BEIDE Kanäle. Das wars dann wohl mit dem eindeutigen Fehler... Ich werde jetzt erst einmal alle möglichen Spannungen laut SM und an den Transistoren der Endstufe nachmessen, mal sehen ob ichda einen Schuldigen finden kann.

Gruß

Tommy.
Bertl100
Inventar
#37 erstellt: 06. Feb 2011, 13:19
Hallo Tommy,

für mich klingt das eher nach Nachlöten, oder?

Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#38 erstellt: 06. Feb 2011, 17:00
So ist es. Kandidaten sind 1. Bauteile, die an irgendwelchen Kühlblechen festgeschraubt sind, 2. die Lötnasen von Kühlblechen, welche als Leiter dienen sowie 3. Bauteile, die sehr heiß werden.
PMPO
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 06. Feb 2011, 21:29

Bertl100 schrieb:
Hallo Tommy,

für mich klingt das eher nach Nachlöten, oder?

Gruß
Bernhard



Würde ich auch so unterschreiben, hatte letztes Jahr einen Marantz Amp der mich sowas von geärgert hat (ähnlich wie der hier besprochene Grundig).

Nur mit einer Kompletten Nachbearbeitung aller Lötpunkte war endlich Ruhe !

Gruß Daniel
der_tommy
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 06. Feb 2011, 21:59
Hallo,

die Aktion "Nachlöten" habe ich vor ein paar Tagen ja schon einmal durch. Zwar habe ich nicht alles nachgelötet, aber Anschlüsse und Endstufentransistoren waren dabei
Denkt ihr wirklich das alle Lötstellen dran müssen?

Gruß

Tommy.
hifibastler2
Stammgast
#41 erstellt: 06. Feb 2011, 22:04
Gutes Licht + gute Augen + Erfahrung = 20-30 Stellen nachlöten und die Kiste läuft.
der_tommy
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 10. Feb 2011, 22:10
´n Abend,

heute gab es dann den Supergau - die linke Endstufe ist hin. Sie sagt keinen Mucks mehr und alle drei Transistoren (GP140/145 und BD135) liefern völlig komische Spannungswerte. Aber der Reihe nach:
Ich habe die Platine wieder einmal ausgebaut und angeschaut/nachgelötet. Dabei habe ich den Riss einer Masseleiterbahn festgestellt und behoben. Anschließend wieder alles zusammengebaut und angesteckt - die Relais zogen sofort an. Dann habe ich bei gedrückter Tunertaste den laufenden Tuner angeschlossen. Zuerst den Steckker verkehrt herum gehalten und beim Kontakt Stecker/Buchese oder/und Gehäuse gab es einen kleinen Schlag und es stank nach Elektrik. Na ja, das Ende vom Lied kennt ihr
Muss ich jetzt überhaupt weitermachen oder gibt es die GP´s sowieso nicht mehr?

Traurige Grüße

der tommy.
der_tommy
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 11. Feb 2011, 09:29
Moin moin,

der erste Ärger ist verflogen und die Suche nach Ersatzteilen hat begonnen. Für die GP-Transen kann ich ja wohl BDW83/84 oder BDV64/65 verwenden, oder?
Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Warum ist die Endstufe beim Einstöpseln des Tuners abgeraucht
Kann mir da ein Schaltplanlesekundiger helfen???

Viele Grüße

der tommy.
Bertl100
Inventar
#44 erstellt: 11. Feb 2011, 17:37
Hallo,

ja, die genannten Ersatztypen sind geeignet.
Aber Achtung - auf die Suffixe achten!
BDW83B C oder D dürften geeignet sein.
- müßte ich aber nochmal kontrollieren.
BDW83 ohne Suffix jedoch nicht!

Gruß
Bernhard
der_tommy
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 11. Feb 2011, 17:46
Hallo Bernhard,

wenn ich es richtig recherchiert habe sollten die 83/84 ab c gehen.
Leider haben die meisten Anbieter immer nur einen Typ im Angebot ( und das blaue C, welches fast vor der Haustür steht, gar keinen passenden ).
Jetzt muss ich nur noch die Ursache des Ganzen finden. Ich befürchte fast selbstgemacht - wird wohl irgendeine zugepappte Leiterbahn sein... Ansonsten wäre es auch schwer zu erklären.

Gruß

der tommy.
Bertl100
Inventar
#46 erstellt: 11. Feb 2011, 20:52
Hallo Tommy,

ok. Dann wäre durch das Einstecken die Platine geringfügig bewegt/verbogen wurden, und daher die Korrelation zwischen Einstecken und Endstufenausfall.

Gruß
Bernhard
hifibastler2
Stammgast
#47 erstellt: 12. Feb 2011, 11:33
Ich hatte mal ein Tape in einen Amp eingesteckt, und als ich auf Rec gedrückt hatte, hat sich der Amp brutalst aufgeschwungen. Vielleicht kann man, wenn der Tuner geerdet ist und der Amp am Trenntrafo hängt irgendeine gefährliche Schleife erzeugen. Grundsätzlich sind 3 und 5 sind bei Din-Ausgängen zu schwach, um bei verstöpseln Schaden anzurichten.
der_tommy
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 19. Feb 2011, 14:13
Hallo,

heute habe ich mir mal die Platine zur Brust genommenund nach einem Fehler gesucht - aber nichts auf dem linken Kanal gefunden
Auf der rechten Seite war die Kombination aus C372/R402 loker, aber der Kanal funktionierte ja noch...
Nach dieser Prüfung habe ich sämtliche Transistoren der linken Seite ausgelötet und geprüft - ALLE sind OK
Somit sind nur die beiden GP140/145 defekt (sogar der BD135 ist noch heile).
Jetzt bin ich schon etwas ratlos. Es gibt keinen richtigen Fehler, die Endstufentransen sind hin und ich weis nicht warum...
Gibt es irgend eine Schutzschaltung die ich nach dem wechseln der Transistoren einbauen kann ("Angstwiederstände oder so)? Nicht das mir die beiden gleich wieder um die Ohren fliegen.

Schönes Wochenende wünscht

tommy.
Toni_
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 19. Feb 2011, 15:01
Hallo Tommy,

mit einem regelbaren Trenntrafo langsam die Spannung hochfahren und die Stromaufnahme beobachten.
Es geht auch mit einer 230 Volt Glühlampe in Reihe
dazwischen setzt.

Habe ich kopiert von bukongahelas :

Inbetriebnahme: Eine 230V/60-100Watt Glühlampe in die
Netzleitung zwecks Strombegrenzung schalten.
Reihenschaltung von Lampe und Gerät.
Beim PowerOn Ruheströme und Ausgangsspannungen der Endstufen kontrollieren. Leuchtet die Lampe, die RS
sind zu hoch oder DC am Ausgang, sofort aus und weitersuchen, sonst brennen neue Teile wieder durch.

-----

Es können aber auch defekte Lautsprecher- und kabel zum Tot der Endstufe geführt haben.
Das ist vorher umbedingt zu prüfen, auch die Frequenzweiche im Lautsprechergehäuse nicht vergessen !



Gruß
Toni
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