Probleme mit Verstärker Revox B 750 II

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Til1967
Stammgast
#1 erstellt: 27. Mrz 2008, 16:56
Hallo zusammen,

seit kurzem habe ich ein Problem mit meinem geliebten Revox Verstärker:
Aus den Lautsprechern kommt in unregelmäßigen Abständen ein leises Kratzen, Sprotzen, Knistern - etwa wie wenn ein Sender wegdriftet oder eine Nadel etwas über eine Schallplattenrille rutscht oder ein Stecker . Wie geagt recht leise und unregelmäßig. Ich habe bereits andere LS ausprobiert, das Problem bleibt. Auch die Art der Quelle ist unabhängig, das Problem taucht bei CD ebenso wie bei Radio oder Platte auf.

Hat jemand von euch eine Idee, was hier das Problem sein könnte ? Ich würde gerne eure Meinung hören, bevor ich das Gerät einfach in eine Werkstatt gebe.

Viele Grüße

Til
garnixan
Stammgast
#2 erstellt: 27. Mrz 2008, 17:15
Hallo, ich habe auch ein paar ReVox-Klassiker im Einsatz. Darunter ist der dem B750 recht ähnliche B780. Die Geräte dürften jetzt ca. 30 Jahre alt sein. Aus diesem Grunde ist es fraglich, ob eine Reparatur ausreicht oder ob nicht besser eine Revision angebracht ist. Die Fehlersuche bei einer Reparatur benötigt ja auch Zeit und kostet Geld. Meines Erachtens sollte man das Geld lieber in den präventiven Tausch aller der Alterung unteriegenden Bauteile stecken, weil auf eine Reparatur zumeist eine weitere folgt und man insgesamt mehr Geld ausgibt als durch eine Revision. Ich kann Herrn Di Benedetto (http://www.revoxinperfektion.ch/) empfehlen, der meinen B780 wirklich liebevoll revidiert hat. Ich habe selten so saubere (Hand-)Arbeit gesehen.

Viele Grüße, garnixan
Til1967
Stammgast
#3 erstellt: 27. Mrz 2008, 21:53
Hallo garnixan,

vielen Dank für deinen Tip. Was kostet eine Revision deiner Meinung nach ca. ?

Grüße

Til
garnixan
Stammgast
#4 erstellt: 28. Mrz 2008, 02:22
Hallo, ich kann Dir leider keinen Preis nennen, da ich ihn erfolgreich verdrängt habe. Einige huntert Euro sind es umgerechnet aber schon. Ruf einfach an. ReVox selbst revidiert auch - genauso wie etliche andere Anbieter. Letztlich musst Du selbst wissen, ob Du den B750 am Leben erhalten möchtest und wie viel Geld Du investieren magst. Wenn Du ihn jetzt mit leichtem Defekt verkaufst, bekommst Du natürlich so viel Geld raus, daß Du Dir ein nagelneues modernes Gerät kaufen kannst. Ob das dann die selbe Qualität hat, sei mal dahingestellt. Mir sind es die Klassiker einfach wert und ich habe meinen Spaß daran, wenn sie einwandfrei funktionieren.

Grüße, garnixan
andisharp
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 28. Mrz 2008, 11:05
Eine Revision? Wozu das denn bei diesem Feld-Wald und Wiesenfehler? Ich bin mir sicher, dass die Ursache zu 99% das Relais ist. Die Kontakte müssen gereinigt werden, kein Wunder bei so ner alten Kiste. Bei der Gelegenheit alle Schalter und Potis reinigen und das Ding läuft wieder und zwar zum Nulltarif.
Til1967
Stammgast
#6 erstellt: 28. Mrz 2008, 16:14
Hallo Andysharp,

vielen Dank für den Hinweis. Wie erkenne ich denn das Relais ? Würde gerne deinen Tip ausprobieren und das Ganze Reinigen, bevor ich viel Geld in eine Revision investiere.

Viele Grüße

Til
andisharp
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 28. Mrz 2008, 16:34
Benutze mal die Forensuche. Es gibt hier einen Thread, da ist die Reinigung ausführlich mit Bildern erklärt. Man kann es komplett auseinandernehmen, oder aber mit Kontaktspray getränktes Löschpapier durch die Kontakte ziehen. Das Relais ist ein Kästchen mit Plastikdeckel, oft durchsichtig. Man sieht es sofort.

Hier sind die Relais eines B780 zu sehen: http://images.google...%26hs%3DZbG%26sa%3DN
Ähnlich sieht es auch in deinem aus.
Til1967
Stammgast
#8 erstellt: 01. Apr 2008, 11:04
Hallo,

vielen Dank für die Gebrauchsanleitung.
Ich habe die Relais gefunden und die Platine auch ausgebaut. Leider sind die Dinger unter Plastikhäubchen untergebracht, welche sich mit sanfter Gewalt nicht entfernen lassen. Mit viel Kraft wollte ich es nicht probieren, aus Angst etwas zu zerstören. Da ich auch nicht mit einem Lötkolben umgehen kann, bleibt mir wohl nur die Suche nach einer Werkstatt im Großraum Stuttgart.

Dennoch nochmals vielen Dank und Grüße

Til
Bertl100
Inventar
#9 erstellt: 01. Apr 2008, 11:34
Hallo!

Du müßtest am unteren Rand die Kappe seitlich etwas abheben.
Das geht natürlich im eingelöteten Zustand u.U. nicht so leicht.

Gruß
Bernhard
Wolfi65
Stammgast
#10 erstellt: 01. Apr 2008, 18:26
Hello !

Als Besitzer zweier B739 darf ich mitreden

Mach dir eine Freude, bau das Relais aus, kauf ein neues, löte es ein und gut ist es.

Das sind Standardrelais die gibts beim Conrad oder zur Not bei Revox.

Grüße aus Wien
norman0
Inventar
#11 erstellt: 02. Apr 2008, 06:25
Hallo, am besten ist es das Relais gegen ein neues auszutauschen (habe ich neulich bei meinem Marantz 4300 auch gemacht). Zum Reinigen solltest Du es auch auslöten. So bekommst Du den Deckel auch besser ab.
Til1967
Stammgast
#12 erstellt: 02. Apr 2008, 06:55
Hallo,

leider habe ich bisher noch nicht gelernt, mit einem Lötkolben umzugehen. Das ist mir dann doch zu heikel, nacher ist mehr kaputt als ganz.

Bleibt also nur ein Händler oder eventuell ein Forumsmittglied aus dem Großraum Stuttgart - natürlich gegen Aufwandsentschädigung, Kaffe, Bier, etc.

Viele Grüße

Til
Bertl100
Inventar
#13 erstellt: 02. Apr 2008, 08:29
Hallo!


Bleibt also nur ein Händler oder eventuell ein Forumsmittglied aus dem Großraum Stuttgart


Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung. Das Gerät wäre dazu ja auch zu wertvoll. Man muß ja nicht alles selber machen können :-)

Gruß
Bernhard
norman0
Inventar
#14 erstellt: 02. Apr 2008, 08:46
Hallo Til,

hier in Stuttgart gibt es Ried. Wenn die es nicht machen, melde Dich mal bei mir. Ich wohne in Fellbach.


[Beitrag von norman0 am 02. Apr 2008, 08:47 bearbeitet]
Til1967
Stammgast
#15 erstellt: 02. Apr 2008, 10:57
Hallo Norman,

die Fa. Ried kenne ich, habe aber bisher keine tollen Erfahrungen dort gemacht. Unfreundlich, je nach Mitarbeiter, und nicht sehr engagiert. Tauschen gerne komplette Baugruppen aus, echte Reperatur scheint nicht so derren Ding zu sein.
Ich schaue mich mal um und würde ansonsten gerne mal auf Dich zukommen per PM.

Viele Grüße

Til
norman0
Inventar
#16 erstellt: 02. Apr 2008, 11:16
Genau, mach das
**StaS**
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 23. Jul 2011, 07:28
Verschoben


[Beitrag von **StaS** am 23. Jul 2011, 08:14 bearbeitet]
Intonator
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 25. Dez 2013, 11:26
Guten Morgen,

gestern gab es am Heiligabend eine schöne Bescherung mit unserem B750 II...

Nach ca 3 Stunden dezenter Weihnachtsmusik knackte es kurz im Gerät und Rauch stieg aus dem mittlerweile 32 Jahre alten Teil... Stank ziemlich verbrannt.
Witzigerweise spielte die Musik unbeirrt weiter, der Ton veränderte sich auch keineswegs...

Ich habe das Gerät sofort ausgeschaltet und vom Netz getrennt und zum ausstinken auf die Terrasse und hinterher in den trockenen Keller gestellt.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was kaputt ist, wieviel eine Reparatur kostet bzw. ob sich eine solche lohnt.... Bzw. vielleicht weiß auch jemand eine Adresse in der Umgebung von Köln/Bonn, wo man eine Reparatur in Auftrag geben kann...!? Den Hifi-Händler, bei dem meine Eltern das Ding vor 32 Jahren erwarben, gibt es natürlich schon ewig nicht mehr...

Weihnachtliche Grüße...
barchettarz
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 25. Dez 2013, 13:35
Hallo,

kenne das Teil zwar nicht, aber wenn Du Glück hast, hat sich nur ein Entstörkondensator verabschiedet, in Fachkreisen auch Knallfrösche genannt. Das defekte Teil sollte in der Nähe des Ein-Ausschalter zu finden sein.

Weihnachtliche Grüße
p_st
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 25. Dez 2013, 15:01
Hallo,

beim B750 befindet sich der verdächtigte Entstörkondensator direkt am Spannungswähler. Von vorne gesehen an der Rückwand direkt hinter dem Trafo. Ist das Teil defekt, dann ist das sehr gut sichtbar.
Vor dem Öffnen des Gerätes bitte das Netzkabel ausstecken.

Viel Erfolg
hf500
Moderator
#21 erstellt: 25. Dez 2013, 15:56
Moin,
grosse Rauchwolke, spielt weiter....
Wenn die Wolke nach verbranntem Papier riecht, dann haben meine Vorredner recht, es ist ein Metallpapier-Entstoerkondensator, der sich da harmlos (muss er), aber spektakulaer verabschiedet hat.

73
Peter
Intonator
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 25. Dez 2013, 16:14
der Rauch kam definitiv aus dem hinteren Gehäusebereich, das könnte also gut sein :top:

verbranntes Papier könnte hinkommen, bei dem ganzen Geräuchere an weihnachten will ich mich da nicht festlegen.

Sollte man das Teil beid er Gelegenheit generell mal revidieren lassen?
barchettarz
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 25. Dez 2013, 23:19
Hallo,

„Sollte man das Teil bei der Gelegenheit generell mal revidieren lassen?“

Klar, wenn Du Geld zuviel hast, dann ein eindeutiges ja!!

Oder andere Frage, bringst Du dein Auto auch zur Werkstatt wenn nichts kaputt ist???
(normale Inspektionen ausgeschlossen)

Klar, viele werden das hier anders sehen, leben ja schließlich davon!!

Ne ernsthaft, wenn das Teil ansonsten zu deiner Zufriedenheit funktioniert, belasse es bei dem Austausch des Kondensators. Und mit ein klein wenig Lötkenntnisse kann man das selber wieder ins Lot bringen. Schraube das Teil mal auf und schaue, ob es wirklich der besagte Entstörkondensator ist, der die Rauchzeichen gegeben hat, dann kann man weiter sehen!
Vorher Netzstecker ziehen, allgemeiner Sicherheitshinweis!

Grüße
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