Denon PMA 500V Defekt

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BeatMeikl
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Aug 2012, 18:07
Ich suche eine bestimmte Zenerdiode für einen Denon PMA-500V. Ich habe schon die Transistoren getauscht (waren alle vier Schrott), da er danach allerdings noch imer kein Signal ausgab, habe ich begonnen die Dioden zu prüfen und habe eine einzige Diode gefunden, bei der das Messgerät eien Kurzschluss Meldete. Die Bezeichnung der Diode ist HZ27B-3. Nun , da ich kein Elektronikprofi bin konnte ich mir aus diesem Datenblatt auch nichts herauslesen, was mir geholfen hätte eine eine gleichwertige zu finden. Vielleicht könnte mir jemand dabei helfen?

Mfg Michael.


[Beitrag von BeatMeikl am 03. Aug 2012, 18:07 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#2 erstellt: 03. Aug 2012, 20:48
Hallo zusammen,

so wie ich das sehe, ist das einfach eine 27V Zenerdiode mit 500mW max. Verlustleistung.
Quasi ein Feld-, Wald- und Wiesenbauteil.

Z.b. Conrad http://www.conrad.de/ce/de/product/180254/

Das wäre jetzt mein Tipp.

Gruß
Bernhard
bukongahelas
Inventar
#3 erstellt: 04. Aug 2012, 01:48
Eine Reihenschaltung von Z-Dioden , deren Summe der einzelnen Z-Spannungen = 27 (Volt) ist , geht auch.
Die Katode von ZD1 kommt an die Anode von ZD2 usw.
Letzens brauchte ich eine ZD32 , ersetzt durch 2x ZD16 .
So:
-----|>|-----|>|-----
ZD1 ZD2

bukongahelas


[Beitrag von bukongahelas am 04. Aug 2012, 01:50 bearbeitet]
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 10. Aug 2012, 15:31
Ok vielen dank für eure hilfe!
Bertl100
Inventar
#5 erstellt: 11. Aug 2012, 08:48
... hab jetzt auch einen PMA-500V hier...
Allerdings mit defekter Endstufe :-(

Gruß
Bernhard
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Aug 2012, 16:02
Schon die Transistoren überprüft?
Solltest du die Typennummer brauchen, kann ich dir bei meinem Vater nachfragen, was das für welche sind...
Außerdem hab ich das Service Manual (reperatur anleitung) in Englisch noch als PDF aufm PC.
Bertl100
Inventar
#7 erstellt: 12. Aug 2012, 11:38
Hallo zusammen,

beide Endtransistoren, ein Treiber und eine Zenerdiode defekt. Ferner die beiden Sicherungen.
Die originalen Endtransistoren scheint es nicht mehr zu geben.
Hab mir jetzt überlegt, ein Pärchen neuer Sanken 2SC4468/2SA1695 einzubauen.
Oder gleich ein Pärchen ST 2STC4468/2STA1695.
Da würde man zumindest mit Sicherheit Originalware bekommen.

Gruß
Bernhard
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Aug 2012, 12:28
Wenn ich mal so ne noob Frage stellen darf aber was ist ein "Treiber"?
Bei meinem Gerät war nämlich das gleiche defekt und auf die Transistoren und die Diode bin ich auch schon gekommen
Bertl100
Inventar
#9 erstellt: 12. Aug 2012, 13:40
Hallo zusammen,

mit Treiber sind die Transistoren gemeint, die VOR den Endtransistoren sitzen.
Die heißen Treiber, weil sie den Endsteuerstrom für die Endstufentransistoren "treiben" müssen.
Das sind kleiner Gehäuse, TO126. Im PMA500V sind es 2SC3421 und 2SA1358.
Der 2SA1358 ist kurzgeschlossen. Daher werd ich beide tauschen.
Leider hat der Kunde die defekten Sicherungen schon mal testweise getauscht, aber nicht flinke 5A sondern träge eingesetzt. Durch den hohen Stromstoß vor dem erneuten Durchbrennen könnte noch mehr kaputt gegangen sein, als ursprünglich defekt war. Aber das weiß man nicht.

Gruß
Bernhard
Bertl100
Inventar
#10 erstellt: 29. Aug 2012, 20:56
Hallo zusammen,

der Fall scheint abgeschlossen.

Jetzt verbaut:
Endtransistoren: 2STC4468/2STA1695 von ST
Treiber: 2SC3421-Y/2SA1358-Y von Toshiba (wie original)
des weiteren ersetzt:
D507, D508 (Ersatz durch 7.5V Zenerdiode), D527, D529 (Ersatz durch 1N4148).

Ergebnis: Reparierter Kanal läuft stabil, Ruhestromverhalten über Temperatur identisch zum originalen Kanal. Auch Klirrfaktor fast gleich.

Die Ersatzendtransistoren scheinen also geeignet zu sein.

Gruß
Bernhard
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 29. Aug 2012, 22:44
Vielen Dank, Bernhard, ich werde auch mal besagte Teile genauer unter die Lupe nehmen
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 26. Jul 2013, 23:44
**Alten Thread hervor kram*

Gut nachdem bisher nichts gekommen ist Probier ich mal das Problem vollkommen von null weg anzugehen.

Als erstes möchte ich anmerken dass ich kein Osziloskop, dafür aber ein Voltcraft True RMS Multimeter (M-3860M) besitze.

Also was bisher gemacht wurde:

Alle vier Endtransistoren wurden bereits getauscht, die beiden Linken sind schon wieder abgeraucht. Des weiteren habe ich beim letzten mal vergessen die Schrauben zum befestigen selbiger vergessen zu isolieren.(ich würde sagen, dass hier der Hund begraben lag...) Die vier Treibertransistoren sind noch original und 2 von 4 sind definitiv defekt, welche ich mit den 4 Endtransistoren Tauschen werde. Die Quellwahl hat nun auch den Geist aufgegen und blinkt/leuchtet nur noch. Hierbei habe ich überhaupt keinen Plan woher der Defekt kommen könnte. Allerdings könnte man den Quellwahl IC (toshiba TC9152) tauschen. Zu kaufen gäbs den in der Bucht für 10-20€. Allerdings Frage ich mich wie dieser kaputt gehen konnte. Und zu Allem Überfluss kann ich zwischen den äußeren kontakten der Video-Umschalt Elektronik und dem Gehäuse eine Gleichspannung von 25V messen... Allerdings kann ich mir nur schlecht vorstellen woher diese Spannung kommen soll... Das Gehäuse selbst ist allerdings als Masse zu Messen.

Zu den Endstufen: Wenn ich die Endtransen tausche, möchte ich sichergehen, dass sie sich nicht wieder in Schall und Rauch auflösen. Auf der Platine sind 4 Stück 1 Watt Widerstände mit 0,22 Ohm verlötet diese sind nicht kaputt, sollte ich sie sicherheitshalber trotzdem tauschen? Oder wo sonst könnte ich noch nach Fehlern suchen?

Zu den 25V: Tja was soll man da großartig sagen? Der Steckverbinder oder besser gesagt das Kabel hat sich über die Jahre gebogen -> Schlussfolgerung: dieser kann nicht falsch herum eingesetzt sein. Ansonsten könnte ich mir nicht vorstellen woher eine Spannung kommen könnte. Außerdem kommt die Spannung nicht direkt vom NT, da dieses entweder 54V oder 108V hergeben könnte.

Zum Input-IC: wie zum Teufel konnte der Kaputt gehen? Tja hilft ja eh alles nichts... Hat irgendjemand nur annähernd eine Idee wo man den, außer bei ebay, noch bekommen könnte? Reichelt und Conrad haben den Erwartungsgemäß nicht im Sortiment. oder könnte man den vielleicht in irgend einem anderem Elektrogerät finden?


[Beitrag von BeatMeikl am 27. Jul 2013, 00:48 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#13 erstellt: 27. Jul 2013, 20:35
Ich empfehle mal wieder meine sehr aufwändige aber risikolose "Single-Step" Strategie.
Netzstecker ziehen , 24H abwarten weil restgeladene Elkos die Meßgeräte irritieren.
Jeden Halbleiter und jeden Widerstand getrennt von der Schaltung isoliert ,
also (einbeinig) ausgelötet prüfen.
Alle Lötstellen nachlöten , Platine reinigen und Lötwerk kontrollieren keine ungewollten Kurzschlüsse.
Beide Kanäle.
Dann die stereo Signalverbindung zwischen Pre und Main Amp auftrennen und direkt Sinus von Tongenerator in die Endstufen einspeisen.
2 Bias Meter anbringen.
Die 2 Powersignal Ausgänge mit Oszilloskop oder 2 weiteren DC Voltmetern darstellen.
Die 2 Railspannungen an Hauptsiebelkos bzw Kollektoren der Endtransistoren ebenso.
Keine Last (Shunt oder Boxen) anschließen , erster PowerOn Test im Leerlauf (nur Spannungsverstärkungstest).
Nun Netzspannung langsam steigern oder NetzVorschaltGlühlampenTrick benutzen.
DC Out und Bias müssen im grünen Bereich bleiben bis die Protection das Relais einschaltet. Dann ist man übern Berg und auch der anschließende Test mit Last geht dann zu 90% durch.
Bei Anomalien bzw Kanalunterschieden sofort abbrechen und Fehler suchen.
Schutzbrille tragen und die Schaltung nach Wärmequellen "abriechen".
Temperatur des Kühlkörpers beobachten , mehr als 50° sind auf Dauer zuviel.
Sonst zerstören (übersehene) Fehler viele neue Bauteile immer wieder und die Rep wird zum Endlosspiel.
bukongahelas
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 30. Jul 2013, 23:06
Gut, erstmal vielen Dank für den Tip!

Ich habe heute das ganze Board mal nach defekten Dioden/Transistoren durchsucht und habe folgende Bauteile gefunden:


Dioden:

Diode 507: HZ7B-3 (Zener) (so eine habe ich noch irgendwo rumfliegen)
Diode 527,530: 1SS133 (Ersatz: Diese?)

Transistoren:

Transistor 503/504 (Treiber): 2SC3421 ( Diese als Ersatz)
Transistor 505/506 (Treiber): 2SA1358 (Diese Als Ersatz)

FETs:

FET 211,212: 2SK381 Datenblatt

Sowie die Endtransistoren und der IC, der Für die Inputwahl zuständig ist. Die End-Ts bekommt man für knapp 1€ bei Reichelt, aber der IC ist leider nirgendwo (außer ebay) zu bekommen. Muss ich wohl dort bestellen.

Könnte mir jemand helfen einen Ersatz für den FET zu finden? Wenns möglich wäre würde ich das ganze bei Reichelt bestellen.

Eine Kleingkeit wäre da noch: Kann ich eine Platine mit Industriereiniger (aus dem Baumarkt) reinigen oder tut das den Bauteilen nicht gut? Industriereiniger sollte ja wohl kaum Rückstände hinterlassen - und wesentlich schneller trocknen als Wasser. Die Platine meines Denon ist nämlich ziemlich dreckig und wenn ich das ding schon repariere, dann richtig.

mfg Michael


[Beitrag von BeatMeikl am 30. Jul 2013, 23:42 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#15 erstellt: 31. Jul 2013, 02:54
Lötseite mit Isopropanol Alkohol und alter Zahnbürste
und dann Löt+Bestückungsseite mit "Bref" Backofenreiniger behandeln.
Bref mit Pinsel einmassieren , mit viel Wasser nachspülen.
Trimmpotis nach der Wäsche mit Teslanol Oszillin T6 nachbehandeln.
Wenn man sofort nach der Klarwäsche mit Fön trocknet , schadet es keinem Bauteil.
bukongahelas
Bertl100
Inventar
#16 erstellt: 31. Jul 2013, 13:10
Hallo zusammen,

Elektronik hält normalerweise das kurzzeitige Waschen gut aus.
Nur Bauteile wie Relais und vor allem Filterspulen (HF, ZF) sollte man nicht nass machen.
Relais kann man ggfs. ja dann noch tauschen, die Filterspulen aber nicht.

Gruß
Bernhzard
BeatMeikl
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 09. Aug 2013, 19:48
Nun da sich schon seit mehreren Wochen absolut nichts mehr tut will ich den thread mal wieder nach oben schaffen.

Ich suche nach wie vor folgenden FET:

FET 211,212: 2SK381 Datenblatt

durch welchen könnte ich diesen ersetzen??

hat keiner eine Idee??
mfg Michael
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