Klangregelpotis linear oder logarithmisch?

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marais
Stammgast
#1 erstellt: 12. Aug 2007, 10:49
Moin Forum,
ich bin ja immer noch auf der Suche nach Klangregelpotis für zwei meiner Klassiker...ich war bislang der Meinung, dass ich nach logarithmischen Potis suchen muss, aber jetzt hörte ich, dass Klangregelpotentiometer IMMER linear sind. Weiss jemand hier mehr? Ich hatte mir die Frage auch gestellt; linear klingt plausibel, da man ja eine Mittenstellung realisieren muss, die bei einem logarithmischen Poti eben nicht bei der Hälfte des Widerstandswerts wäre. Andererseits ist beim Klang doch alles logarithmisch, irgendwie...eine Messung an einem intakten Poti (allerdings in eingebautem Zustand) deutete eher auf ein logarithmisches Verhalten hin.

Gruss
A.
Hörbert
Inventar
#2 erstellt: 12. Aug 2007, 14:18
Hallo!

Das hängt im Einzelfall von der Machart der Klangregelung ab. Bei den beliebten Kuhschwanzregelschaltungen sind die Potis für gewohnlich Lineare Typen. Allerdings gibt es noch andere Möglichkeiten eine Klangregelungsschaltung aufzubauen. Es gibt unter anderem die Möglichkeit die Klangregelung über einen Frequenzabhängigen Spannungsteiler in der Gegenkoppelung zu realisieren, dabei müssen die verwendeten Potis nicht unbedingt Lineare Typen sein sondern könen auch einen gänzlich anderen Verlauf aufweisen. Zumindestens kenne ich einige Parametrische (Klangregel)Schaltungen die logarithmische Potentiometer verwenden.

MFG Günther
Zweck0r
Moderator
#3 erstellt: 13. Aug 2007, 02:02
Mahlzeit,

soweit ich weiß, benötigt die passive Klangreglerschaltung (Absenkung: Kurzschluß gegen Masse) logarithmische Potis und die aktive Variante im Gegenkopplungszweig lineare.

Das ist auch schon zu erahnen, wenn man die Kondensatoren und Vorwiderstände betrachtet: bei der passiven Schaltung sind die Kapazitäten in Richtung Masse ca. um den Faktor 10 größer, die Vorwiderstände kleiner. Bei der aktiven Schaltung sind die Werte ähnlich oder gleich.

Grüße,

Zweck


[Beitrag von Zweck0r am 13. Aug 2007, 02:04 bearbeitet]
marais
Stammgast
#4 erstellt: 14. Aug 2007, 22:41
...das würde heissen, das alle nach 1975 gebauten Geräte lineare Potis verwenden?

A.
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 19. Aug 2007, 16:25
Erstens: Bei dem passiven Kuhschwanz hängt es von den Bauteilwerten ab, ob eine lineare oder logaritmische Kennlinie oder irgend etwas anderes optimal ist. Darüber gibt eigentlich nur das Schaltbild Auskunft.

Zweitens gibt es Geräte bis in dei 80er, die nicht mal über einen richtigen Kuhschwanz verfügen, etwa die kleineren Kompaktanlagenvon Grundig. Da gibt es eine feste Anhebung und eine mehr oder weniger stark wirkende, regelbare Absenkung. Da ist dann alles möglich.

Worauf Du Dich verlassen kannst sind die Aussagen des Schaltbildes. Alles andere ist Spekulation. Und es gibt neuerdings Receiver von Sony, die den Klangregler wie zu alter Väter Zeiten in die Haupt-Gegenkopplung eingefügt haben und im Stil der alten Grundig eine "undurchsichtige" Schaltung verwenden. Was es da dann sein soll, ist ???
marais
Stammgast
#6 erstellt: 21. Aug 2007, 09:02
Na dann muss ich wohl doch auf Schaltplansuche gehen. Es handelt sich um einen Pioneer SX-838, der Schaltplan sollte aufzutreiben sein.

A.
ruesselschorf
Inventar
#7 erstellt: 21. Aug 2007, 16:26
Im SX-838 sind (mehr oder weniger)lineare Potis in der Klangregelung, ein lin Poti 'von der Stange'mit entsprechendem Ohm-Wert wird also elektrisch passen.
Probleme machen die mech Abmessungen, passende Länge und Ausführung der Achse (18-Stern bei Pioneer) damit der Drehknopf auch wieder passt.

Gruß, Helmut
marais
Stammgast
#8 erstellt: 21. Aug 2007, 19:13
Ja, das scheint wirklich schwierig zu sein. Ich hatte gehofft, bei farnell Ersatz zu finden, aber diese Steckachsen scheinen so nicht erhältlich zu sein. Werden diese Potis noch hergestellt, oder hilft da nur das Schlachten eines Altgerätes?

A.
ruesselschorf
Inventar
#9 erstellt: 22. Aug 2007, 01:24
Potis waren schon 'damals' fast immer Sonderanfertigungen für den jeweiligen HiFi Hersteller und als Ersatzteil nur über diesen zu beziehen.
Das Aufkommen der Fernbedienung und später, digitaler sound - controller chips, hat dem poti dann ganz den Garaus gemacht.
Ein paar standard Potis mit 18-stern Achse gibts übrigens bei MONACOR, auf die Pio. Platine passen die aber nicht, sind nämlich kleiner, aber wenn die Achse lang genug ist, könnte man es versuchen. Die Anschlüße dann eben frei verdrahten.
Ansonsten hilft nur ein Schlachtgerät...

Gruß, Helmut
marais
Stammgast
#10 erstellt: 22. Aug 2007, 19:13
Danke, Monacor hat tatsächlich eine Liste. Ich werde mal einen Distributor kontaktieren und versuchen, so ein Poti zu kaufen. Mit der freien Verdrahtung kann ich leben; ob die Achse lang genug ist, muss sich zeigen.
Ich hatte neulich interessante Poti von Alps gesehen, sehr hochwertig, aber eben mit runder Achse.

A.
ruesselschorf
Inventar
#11 erstellt: 22. Aug 2007, 21:38
...ein paar von den Monacopr Potis hab ich noch rumliegen, mail mal den Widerstandswert?

Gruß, Helmut
marais
Stammgast
#12 erstellt: 24. Aug 2007, 00:20
Ich habe leider keinen Schaltplan von dem Gerät - ich habe 60k (in eingelötetem Zustand) gemessen, also müsste es ein 100k Poti sein.

A.
ruesselschorf
Inventar
#13 erstellt: 24. Aug 2007, 01:30
...Monacor Poti hab ich keins mehr, aber einen 838 Teilespender! Es ist ein 100k Poti, bei Interesse PM an mich....

Gruß, Helmut
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