Fellboxen mit eingebauter Bar

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sonic_empire
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Nov 2008, 17:11
Warum müssen Lautsprecher eigentlich immer gleich aussehen und nur einem Zweck dienen??

Nachdem ich meinen Vollverstärker im Design einer alten Aktentasche ersteinmal zur Seite gelegt habe, war Platz für das folgende Projekt:

Die ultimative Partybox, die [u]garantiert kein anderer hat.[/u]


Nicht labern - machen!
Wer sowas braucht?? Zweitrangig; Vorangig ist die Vision. Fragt mal eure Oma, wer Heavy Metal oder Free Jazz braucht.
Bin ich überhaupt im richtigen Forum oder besser unter der Rubrik "Partyboxen"?

"WOOKI" beim Aufwärmen:


Das Projekt wurde anders als geplant weder einfach noch billig.
Das musste schon Hand und Fuß haben, wenn es nicht rufschädigend in der Kellerecke landen sollte.

Da aber auch der Klang nicht zu kurz kommen soll und eine Party zuverlässig bei höchsten Pegeln überstanden wird, wollte ich keine Experimente machen und habe mich an einen sehr günstigen Bauvorschlag von Udo Wohlgemuth (der mittlerweile bekannte „Mystery-PA“) erinnert. Hörner wollte ich schon immer mal probieren; und wenn´s nicht sooo gut klingt, ist das investierte Geld auch zu verschmerzen.



Die fertigen Viecher sehen neben den auch nicht gerade zierlichen „Empire“ aus wie Riesenbabies – das sind so ziemlich die größten 2-Wegelautsprecher, die man sich vorstellen kann.
4 Bässe mit zwei Hochtonhörnern kosten zusammen etwa halb soviel wie ein Eton Hochtöner ER4, kann das überhaupt was taugen?
Auf jeden Fall! Der Klang ist erstaunlicherweise auch bei sehr geringer Lautstärke detailreich und natürlich, alles andere als grobschlächtig und billig. Die Verarbeitung ist ebenfalls recht gut.
Irgendwer im Forum schreibt hier immer was von Piezohochtönern, das stimmt aber nicht: es ist eine gepresste Phenol-Membran mit anhängender 25 mm Schwingspule.



Messtechnik: sehr linearer Mitteltonbereich ohne irgendwelche Überhöhungen, allerdings mit Senke zwischen 1500 und 3000 Hz, darüber kräftige Höhen je nach Ausrichtung. Wegen geschlossenem Gehäuse unter 80Hz stetiger Pegelabfall, das heißt bei dieser Bestückung kein Tiefbass aber Belastbarkeit ohne Ende, ein zusätzlicher Subwoofer macht den Klang wesentlich substanzieller.



Die hifidelen Bedenken, ob 2x12“ funktionieren zerstreuen sich recht schnell. Im Gegenteil: Zusammen mit dem geschlossenen Gehäuse und den hart aufgehängten Chassis stellt sich ein herrlich straffer und markanter Bass-/Grundtonbereich ein. Das Klangbild ist insgesamt eher schlank, was man bei diesen Brocken erstmal nicht erwartet. Man muss auf nennenswerten Tiefbass verzichten, was aber bei der Aufstellung einige Freiräume lässt. Durch die Richtwirkung des Horns sollte man bei normalen Hörbedingungen ein wenig experimentieren, aber auf Festen mit mehreren Metern Abstand wird sich das erübrigen. Am besten klingt´s bei mir auf audiophil abgesegneten Jeverkisten (Flaschen bitte voll oder mit Sand gefüllt (ich muss vorsichtig sein, manch einer glaubt das)). Direkt an der Wand dröhnt es dann doch zu sehr.


Bruder "LEO":


Der Vorschlag auf Udo´s Seite, eine Surroundanlage mit diesen Tieren aufzubauen, halte ich für durchaus reizvoll. Es wird eher die Akzeptanz der Mitbewohner hinsichtlich der Optik strapazieren.



So laut wie die Hörner können die Eton Empire zwar auch (fast), aber da bekommt man Angst um das teure Equipment, so wie ein Bentley auch mit Vollgas auf dem Feldweg einiges zu Wege bringen mag. Mit einem Landrover geht das aber sorgenfreier.



Es macht einfach wahnsinnigen Spaß beim Schlagzeugsolo (Ginger Baker, Royal Albert Hall) oder bei Actionfilmen noch mal ´ne Kohle nachzulegen, bis man meint, der ganze Laden fliegt einem um die Ohren – wie Live. Wenn dann der Hochtöner kaputtgehen sollte (er wird es nicht!), wären sagenhafte 27,- € fällig – also gib Gas!! Auf größeren Feiern habe ich die Boxen noch nicht betrieben, glaube aber den im Netz vorhandenen positiven








Zuletzt "LEO" und "WOOKI" zusammen in Aktion



Mal sehen, was als nächstes kommt?!?
Nach fast einem Jahr vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung hab ich mir erstmal ´ne Pause verordnet.

Liebe Grüße
Volker
New_one
Stammgast
#2 erstellt: 16. Nov 2008, 17:29
Einen guten Geschmack muss ich dir attestieren (Lagavulin, Laphroaig)
terrence.phil
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Nov 2008, 19:46
Super Projekt
Kranke Idee, die mir aber super gefällt und sehr gute Umsetzung. Sieht wirklich gut aus mit dem Fell.
Ich hoffe mal, die Pause wird nicht zu lang, da ich gerne nochmal sowas sehen würde
sonic_empire
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 16. Nov 2008, 19:51
Gut erkannt. Geschmacklich nicht für jeden ("Torfsack unten"), aber sehr viel Charakter.
Bei einigen Gläsern Lagavulin kam meinem Schwager und mir auch der Plan für diese Geräte.

Die Frequenzweiche habe ich übrigens gegen meine Gewohnheit unverändert übernommen. Das Gehäusevolumen ist auch bei beiden wie im Bauvorschlag, also ca. 100 Liter, aber mit leivcht geänderten Maßen - die Bar braucht eben Platz.

Am Hörplatz habe ich folgenden Frequenzgang gemessen.



Damit sind die Viecher gut 5 dB lauter als meine Eton Empire, welche mit 91 dB/W/m angegeben sind.

Die Felle sind um die Gehäuse gespannt und mit Klettbändern fixiert. Wenn also mal Bier drüberläuft oder mal ein anderes Kleid angezogen werden soll (ich hatte noch giftgrünen Zottelplüsch oder lila Milka-Kuh in die engere Wahl gezogen) kann es jederzeit gewechselt oder gewaschen werden.

Bei der ersten Begenung mit den Teilen hauen sich die meist an den Kopf oder vor die Augen. Gelacht wird aber immer ("Du hast´se nicht alle! Geil!!!").
Die Boxen sind wie spaßmachende Individuen, es sind scheinbar immer zwei Mann mehr im Raum.

Gruß
Volker
Acurus_
Inventar
#5 erstellt: 16. Nov 2008, 21:22

New_one schrieb:
Einen guten Geschmack muss ich dir attestieren (Lagavulin, Laphroaig) :*

Eben das wollte ich auch gerade feststellen ...
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