QUICK VIEW - FOCAL

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DallaPo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Nov 2020, 12:16
FOCAL ELEAR - FOCAL ELEGIA - FOCAL CLEAR - FOCAL STELLIA

weitere Rezension zu In-Ears und Over-Ears findet ihr im World Wide Web unter CHI-FIEAR

Erklärung: Der QUICK VIEW stellt im Gegenansatz zur vollen Rezension nur einen kurzen klanglichen und funktionalen Überblick dar. Entweder habe ich nicht genügend Zeit mit dem Kopfhörer verbringen können, wo die Bewertung dann etwas unter Vorbehalt zu genießen ist, oder ich halte ihn klanglich nicht für sonderlich lohnenswert. Welche der beiden Varianten zutrifft, werde ich mit "Time", oder "Average" kennzeichnen. Die Gewichtung von Klang und Handling ist 2:1.


FOCAL ELEAR
Frequenzbereich: 5 - 23000 Hz | Schalldruckpegel: 104 dB | Impedanz: 80 Ohm | dynamisch

FOCAL ELEAR - 1
ELEAR R

Quick View-Grund: Time

Intro
Der FOCAL ELEAR ist von den ausgepriesenen Heim-Kopfhörern der Firma zusammen mit dem ELEGIA (geschlossen) noch der günstigste Vertreter mit knapp 1000 € UVP, auch wenn die Preise stark schwanken und man sich nach Angeboten umschauen sollte.

Die Marke FOCAL besticht mit einem edlen Design und der Verwendung von hochwertigen Materialien. Dazu lässt sich auch ohne Probleme eine Haussignatur ausmachen, welche sich weitestgehend als warm & neutral beschrieben lässt, auch wenn es Ausnahmen gibt (z. B. STELLIA).

FOCAL ELEAR - 2

Handling
Der ELEAR sieht von außen wertiger aus, als er sich anfühlt. Man merkt auf den ersten Blick eventuell nicht den Einsatz von Plastik am Kopfband oder die doch recht „schmuddeligen“ Pads.
Schmuddelig meine ich in dem Sinne, dass diese schnell Staub und Schmutz aufnehmen werden durch die weiche und raue Microfaserpolsterung.
Mein Ohr stößt leicht an das Innenleben (Plastikumrandung des Treibers), was auf Dauer etwas unangenehm wird.
Dennoch ist der ELEAR sicherlich was für das Auge sowie in der Verarbeitung hervorragend und er trägt sich in Summe sehr bequem, auch wenn das gut gepolsterte Kopfband fest aufliegt.

Das Kabel ist etwas dick, schwer und lang (3m – 3.5mm Klinke mit beiliegendem 6.3mm Adapter). Durch die offene Bauweise ist er sicherlich nichts für unterwegs, auch wenn er mit 80 Ohm und einer Empfindlichkeit von 104 dB durchaus an portablen Playern und USB-DACs gut funktioniert. Durch die beidseitige Zuspielung (Mono-Klinke – 3.5mm) lässt sich der ELEAR an einem balancierten Ausgang betreiben, mit einem entsprechenden Kabel.

Klang
Klanglich lässt sich der ELEAR als warm/neutral bezeichnen. Für mich gibt es nichts, was besonders heraussticht, was aber nichts Schlechtes bedeutet, da er das gesamte Frequenzspektrum qualitativ hochwertig abdeckt. Dabei finde ich ihn vor allem tonal überzeugend.

Allerdings fehlen mir die Lebendigkeit und die Brillanz. Er klingt fast langweilig und zu brav, vor allem in den Mitten, welchen es ein bisschen an Biss fehlt. Tonal sind sie für mich jedoch korrekt, nur nicht sonderlich musikalisch.
Der Bass ist für seine neutrale Ausrichtung angenehm präsent, aber der Kick könnte gerne fester sein und in Summe etwas direkter. So ist er von der weicheren Sorte und äußerst linear.
Im Hochton hat der ELEAR eine gute Transparenz und Auflösung, allerdings stört hier ein wenig die einseitige Betonung um die 6 kHz und die Pegelabnahme um die 4-5 kHz, was ihn leicht unausgeglichen gestaltet und manchmal fast schon zu hell wirken lässt, auch wenn das sehr songabhängig ist.

Die Separation könnte aufgrund der gedämpften Mitten differenzierter sein und die Bühne erscheint zwar groß, aber die Bildgebung nutzt dieses Potenzial nicht ganz aus.

FOCAL ELEAR - 3

Outro
Für mich ist der ELEAR ein kleiner FOCAL CLEAR, da sie sich klanglich sehr ähneln. Allerdings hat der CLEAR in allen Bereichen die Oberhand.

Ein tonal und technisch sehr guter Kopfhörer, allerdings muss man die entspannte und (man verzeihe mir profane Ausdrucksweise) teilweise langweilige Klangpräsentation mögen.
Als Gesamtprodukt ist mir der FOCAL ELEAR zu teuer, auch wenn Preis-Leistung in der Bewertung nicht berücksichtigt wird.

_____________________________________________________________________________________

FOCAL ELEGIA
Frequenzbereich: 5 - 23000 Hz | Schalldruckpegel: 105 dB | Impedanz: 35 Ohm | dynamisch

FOCAL ELEGIA - 1
FOCAL ELEGIA - 2

Quick View-Grund: Time

Intro
Der ELEGIA scheint auf dem Papier die geschlossene Variante des ELEAR zu sein. Einen offenen Kopfhörer 1 zu 1 in einen geschlossen zu transformieren geling nur in den seltensten Fällen mit einem annehmbaren Ergebnis und so ist der ELEGIA tonal für mich nicht gerade das Gelbe vom Ei geworden.

FOCAL ELEGIA - 3

Handling
Die Bauform des ELEGIA gleicht der des ELEAR, ebenso die „Ausstattung“. Das heißt, wir bekommen die gleichen bequemen Ohrpads (welche Staubmagneten sind und wohl nicht lange optisch für Freude sorgen), wo mein Ohr ebenfalls das Innere der Ohrmuschel leicht berührt. Die Kopfbandpolsterung macht auch nicht den langlebigsten Eindruck.
Vom Design ist der ELEGIA nett anzuschauen, aber der Schein trügt etwas, da er sich in der Hand nicht zu 100% premium anfühlt. Dennoch ist die Verarbeitung top und ebenso die Isolation, vor allem durch die geschlossene Bauform. Mit 35 Ohm und einer hohen Empfindlichkeit eignet er sich auch sehr gut für unterwegs. Der ELEGIA ist im Vergleich zum ELEAR gut 100 Gramm leichter, was einem aber nicht direkt (positiv) auffällt.

Das Kabel hat eine schwarz-weiß gestreifte Stoffummantelung und misst 1.2m (3.5mm Klinke). Im Lieferumfang ist neben einem Hardcover-Transportcase noch ein Adapter auf 6.3mm enthalten. Durch die beidseitige Zuspielung (Mono-Klinke – 3.5mm) lässt sich der ELEGIA auch gut an einem balancierten Ausgang nutzen, mit einem entsprechenden Kabel.

Klang
Ist der ELEAR schon nicht der spritzigste in der FOCAL-Familie, setzt der ELEGIA noch einen drauf. Er klingt etwas stumpf und uninspiriert und scheint nicht unbedingt den Anspruch zu haben, einen musikalisch entertainen zu wollen. Er ist zwar ein absolut stressfreier Kopfhörer, der sich auch für lange Sessions eignet, aber für den eigenen HIFI oder besser gesagt audiophilen Anspruch des Kopfhörers, bzw. von FOCAL finde ich den ELEGIA erstaunlich durchschnittlich.
Der Bass hat einen guten Punch, ist für einen geschlossenen Kopfhörer aber überraschend zurückhaltend. Hier hätte ich mir nach dem offenen ELEAR etwas mehr versprochen. Dir Mitten und Höhen klingen gleichermaßen gedämpft. Ebenso kann ich keine hohe Detailvielfalt oder Transparenz ausmachen. Ich habe das Gefühl, dass der Klang unterdrückt wird und sich nicht frei entfalten kann. Da fehlt es an Offenheit in der Bühnendarstellung und die Luftigkeit in der Separation. Imaging und Bühne sind zwar auf einem guten Level, aber bei dem Preis war ich etwas euphorischer im Vorfeld. Stimmen sind zurückgesetzt und es fehlt ihnen an Lebendigkeit, auch wenn sie nicht unbedingt falsch klingen.

FOCAL ELEGIA - 4

Outro
Ordentlich, aber nichts besonders. Das beschreibt den ELEGIA ganz gut. Hier gibt es deutlich günstigere Vertreter, die mit dessen Performance locker mithalten können und übertreffen.
Mir fehlt die Auflösung und etwas das Gefühl von Freiheit, was mir schon ein BEYERDYNAMIC DT770 PRO (geschlossen) besser vermittelt, auch wenn dieser es im Hochton gerne übertreibt.

_____________________________________________________________________________________

FOCAL CLEAR
Frequenzbereich: 5 - 28000 Hz | Schalldruckpegel: 104 dB | Impedanz: 55 Ohm | dynamisch

FOCAL CLEAR - 1
FOCAL CLEAR - 2

Quick View-Grund: Time

Intro
Nach dem ELEGIA und teilweise auch nach dem ELEAR (der mich mit seinem Preisschild nicht vollends überzeugen konnte), hatte ich ein bisschen den Glauben in FOCAL verloren, da dies doch die Hifi-Kopfhörer-Marke schlechthin darstellen soll. Doch dann kam der CLEAR und belehrte mich eines Besseren! Er ist für mich durchaus ein Kopfhörer, an dem sich andere Messen lassen müssen, wenn es um einen neutralen und angenehm warmen Klang geht. Allerdings muss man dafür auch tief in die Tasche greifen.

FOCAL CLEAR - 3

Handling
Mittlerweile habe ich verstanden, dass FOCAL an ihrem Design festhält und ich in diesem Bezug keine großen Überraschungen erwarten darf. Der Grundaufbau gleicht dem ELEAR, ELEGIA, oder STELLIA und es gibt nur kleine Unterschiede, zum Beispiel die Pads. Diese haben zwar immer noch den schnell verschmutzenden Microfaserbezug und mir ist ein Rätzel, wie man das auch noch mit "weiß" oder besser gesagt nach kurzer Zeit "grau" hervorheben kann, aber die Pads haben abgesehen von ihrem guten Komfort durch ihre Löcher eine bessere Atmungsaktivität. Am Kopfband lässt sich auf dem Foto ganz gut erkennen, was eine häufige Benutzung bewirken kann. Wenn man schon auf diesen Polsterbezug setzten möchte, ist denke ich, eine dunklere Farbgebung angebracht.

Das Design ist aber wie bei allen "Home-Kopfhörern" von FOCAL ansehnlich und die Verarbeitung sehr zufriedenstellend, auch wenn ich mir einige Elemente ebenfalls aus Metall wünschen würde. Das Gewicht ist mit 450 Gramm auf dem Datenblatt zwar recht hoch, aber das fällt durch die gute Polsterung nicht sonderlich negativ auf.

Das Kabel hat eine schwarz-weiß gestreifte Stoffummantelung und misst 1.2m (3.5mm Klinke). Im Lieferumfang ist neben einem Hardcover-Transportcase noch ein Adapter auf 6.3mm enthalten. Durch die beidseitige Zuspielung (Mono-Klinke – 3.5mm) lässt sich der CLEAR auch gut an einem balancierten Ausgang nutzen, mit einem entsprechenden Kabel.

Klang
Klanglich sind alle FOCALs in der Grundidee nicht weit auseinander, vor allem was den ELEAR und CLEAR betrifft. Beide haben eine neutrale und angenehm warme Ausrichtung und eine ähnlich gute räumliche Darstellung. Hier kommt es mehr auf Kleinigkeiten an, wo sich der CLEAR dann aber schlussendlich auch klar abheben kann. Er ist solch ein Kopfhörer, den man so schnell nicht wieder absetzten möchte, da es absolut nichts gibt, was einem unangenehm in der Signatur auffallen würde. Man könnte es ihm natürlich auch negativ auslegen, dass er keine Ecken und Kanten besitzt, aber für mich ist er ein äußerst stimmiger und authentischer Kopfhörer, dem es hier und da vielleicht etwas an Brillanz fehlt und der manchmal gerne noch etwas engagierter sein könnte, aber in Summe habe ich wenig zu kritisieren, vor allem was das Tonale anbelangt. Er klingt ausgesprochen natürlich und schafft es Details zu offenbaren, ohne dabei aufdringlich oder angestrengt zu sein. Durch eine Absenkung um die 4-5 kHz geht ihm vielleicht etwas die Spritzigkeit verloren und der Hochton ist sicherlich nichts für Trebleheads, aber dafür sehr angenehm, transparent und samtig weich, mit ordentlichen Reserven wenn der Pegel steigt.
Ein bisschen mehr Festigkeit im Bass und einen Tick mehr Sub-Bass wären wünschenswert. Der Bass überzeugt aber mit einem natürlichen Ansprechverhalten, Detailtreue und einer ausgezeichneten Dynamik.

Im Gegensatz zum ELEAR hat er nicht nur klanglich, sondern auch technisch die besseren Eigenschaften. Bühne und Imaging sind ausgereifter und plastischer. Er spielt die Vorteile seiner offenen Bauweise voll aus und erzeugt ein stimmiges 3D-Bild, was trotz der Ausmaße noch natürlich wirkt. Ein AKG K812 schafft für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr Räumlichkeit und auch mehr Platz zwischen den Instrumenten, aber dafür klingt der CLEAR realistischer.

FOCAL CLEAR - 4

Outro
Auch wenn der CLEAR eine sehr entspannte Signatur besitzt, verschleiert er nichts oder wirkt gedämpft (wie beim ELEAR teilweise der Fall), sondern präsentiert einem tonal authentisch alles, was man hören muss und möchte, ohne Kompromisse. Der CLEAR ist zwar teuer und man muss sich durchaus überlegen, ob einem der Schritt von einem Sennheiser HD600/650/6XX diesen Aufpreis wert ist, aber ungeachtet vom Preis ist der FOCAL CLEAR ein grandioser Kopfhörer.

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FOCAL STELLIA
Frequenzbereich: 5 - 40000 Hz | Schalldruckpegel: 106 dB | Impedanz: 35 Ohm | dynamisch

FOCAL STELLIA - 1
FOCAL STELLIA - 2

Quick View-Grund: Time

Intro
Mit dem STELLIA beweist FOCAL nach dem eher semigelungenen ELEGIA, dass sie auch geschlossene Kopfhörer bauen können. Er weicht etwas von dem klanglichen Grundkonzept der anderen FOCALs ab, da er auf eine Betonung des Basses und der oberen Mitten wert legt, was mich ein bisschen an IEM-Vertreter von MOONDROP, oder TANCHJIM erinnert und daher das Wort HARMAN aufploppen sollte.

FOCAL STELLIA - 3

Handling
Die baulichen Ähnlichkeiten zum ELEGIA, oder CLEAR sind nicht von der Hand zuweisen, allerdings bekommt der STELLIA einen frischen Anstrich in Bronze (okay, von FOCALs Seite aus heißt es: Cognac- und Mokka-Finish). Ebenso tauschen sie die Microfaserbezüge der anderen Modelle in eine reine Leder-Variante, sowohl beim Kopfband als auch bei den Pads, die sich im Komfort mit den Microfaserpads aber nichts nehmen. Dennoch scheint mein Ohr nicht die beste Partie für die FOCAL-Modelle zu sein, da es hier und da an die Ohrmuschel stößt.

Mit 435 Gramm ist er dezent leichter als der ELEAR, oder CLEAR. Der Lieferumfang besteht aus einem "Cognac- und Mokka" gestreiften 1.2m Kabel mit einem 3.5mm Anschluss und einem 3m Kabel mit 4-Pin XLR Anschluss in selbiger Farbgebung. Dazu liegt der Kopfhörer in einem Hardcover-Transportcase und und wir erhalten noch ein weiteres hochwertiges Transportetui für die Kabel sowie ein 6.3mm Adapter.
Ein bisschen Schnickschnack darf man für 3000 € UVP aber auch erwarten.
Die Isolation ist soweit gut, könnte aber besser sein, vor allem nach außen.

Klang
Der Bass hat einen festen Punch und klingt sehr organisch, dabei aber nicht brummig oder überladen, trotz der klaren Anhebung. Dazu finde ich ihn sehr texturiert und dynamisch.
Dieser schnelle und treffsichere Bass ist wohl auch dem verwendeten Treibermaterial (Beryllium) geschuldet.
Ich bin der Meinung, etwas HARMAN aus dem STELLIA raus zu hören. Er ist spritziger und lebendiger als der CLEAR, vor allem in den Mitten. Manchmal übertreibt er es mir aber etwas und kann ins Schrille oder Grelle abrutschen. Das macht ihn bei Stimmen etwas inkonstant in der Natürlichkeit und hier und da zu sehr "In Your Face"
Der STELLIA klingt heller und schlanker als zum Beispiel der CLEAR, oder ELEAR, aber durch die Bass- sowie Mittenbetonung kommt Spaß in die Bude und man fühlt sich von lebendiger Musik umgeben.
Eine willkommene Abwechslung in der FOCAL-Serie ist er allemal. Zudem kann der Hochton mit feinen Details, gekonnter Umgehung der Sibilanten und Pegelfestigkeit überzeugen. Zum Teil erinnert mich der STELLIA hier ein bisschen an den den CAMPFIRE SOLARIS, auch wenn der Vergleich Kopfhörer und IEM natürlich immer etwas schwerfällt.

Bühne und Imaging sind für einen geschlossenen Kopfhörer beeindruckend. Ich würde mir noch ein bisschen mehr Weite wünschen, aber man hat nicht das Gefühl, einen geschlossenen Kopfhörer zu hören, sobald man die Dimensionen der Bühne wahrnimmt. Das Imaging ist klasse und die scharfe Separation sorgt für eine ausgezeichnete Ortung. Ehrlich gesagt nehmen sich die technischen Eigenschaften nichts vom offenen CLEAR.

FOCAL STELLIA - 4

Outro
Ich bemühe mich stets, einen Kopfhörer unabhängig vom Preisschild zu betrachten. Manchmal fällt es mir aber wirklich nicht leicht, das komplett auszublenden, daher sage ich es mal frei heraus: Für die Leistung ist mir der STELLIA aufgrund der Alternativen definitiv zu teurer. Vor allem die Mitten sind manchmal ein kleiner Dealbreaker durch die teilweise etwas aggressive Stimmenpräsentation.

Für die Hälfte ist der CLEAR für mich das wesentlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn dieser schon absolut kein Schnäppchen darstellt. Klar geht es hier ein bisschen um klangliche Vorlieben, sicherlich auch um die Marke FOCAL und der STELLIA ist ungeachtet dessen ein sehr potenter um kompetenter Kopfhörer, nur erscheint mir der Preis doch übertrieben.

Danke an K55.ch für die Zurverfügungstellung der Kopfhörer und den spannenden Tag im Showroom.


[Beitrag von DallaPo am 19. Nov 2020, 19:51 bearbeitet]
RunWithOne
Inventar
#2 erstellt: 22. Nov 2020, 18:20
Ein feine knackige Zusammenfassung. Ich habe alle 4 testen können. Clear und Elear sind bei mir auch auf den ersten beiden Plätzen.
Hüb'
Moderator
#3 erstellt: 23. Nov 2020, 10:30
Den Eindruck habe ich auch, wobei ich von den genannten KH nur den Clear kenne (habe).
Einen "Mangel an Brillanz" würde ich ihm jedoch nicht attestieren wollen.
RunWithOne
Inventar
#4 erstellt: 23. Nov 2020, 12:07

Hüb' (Beitrag #3) schrieb:
Einen "Mangel an Brillanz" würde ich ihm jedoch nicht attestieren wollen.
:prost

Das sehe ich auch so.
civicep1
Inventar
#5 erstellt: 26. Nov 2020, 12:32
Danke für die kompakte Übersicht der Focal Hörer. Ich besitze mittlerweile sowohl Clear als auch Elegia. Gerade der Elegia wird von Focal mit angezogener Handbremse verkauft. Die original Polster sehen zwar schön aus, limitieren aber. Es hat sich beim Elegia bewährt, diesen mit Volllederpads zu nutzen. Bei Stellia hat Focal da auch reagiert.
Ich nutze den Elegia mit Dekoni Elite Sheepskin Polstern, diese führen zu kleinen aber guten Verbesserungen. Der Bass wird minimal voller, ohne seine Dynamik zu verlieren. In den Mitten verliert der Elegia einen Großteil seiner leichten „Dosigkeit“ und der Hochton wird minimal präsenter. Nichts, was den Charakter des Hörers grundlegend verändert, aber doch ins positive wirkt. Noch besser soll der Elegia dem Sagen nach mit den Brainvavz Polstern aufspielen. Dann leider ohne die proprietäre Polsterbefestigung, was etwas Bastelaufwand bedeutet.


[Beitrag von civicep1 am 26. Nov 2020, 12:35 bearbeitet]
Ghoster52
Inventar
#6 erstellt: 26. Nov 2020, 18:15
Ein kleiner Einwurf....
Die Brainwavz Polster würde ich nicht für einen Focal benutzen.
Sie sind im Prinzip suboptimal, auf den meisten Dynamikern fängt man sich fiese Hochtonpeaks ein.
Das klingt dann irgendwo zwischen 4-6 kHz schräg und aufdringlich.
zuglufttier
Inventar
#7 erstellt: 27. Nov 2020, 11:28

RunWithOne (Beitrag #4) schrieb:

Hüb' (Beitrag #3) schrieb:
Einen "Mangel an Brillanz" würde ich ihm jedoch nicht attestieren wollen.
:prost

Das sehe ich auch so.

Ich kann schon verstehen, wenn man das sagt. Denn z. B. der HD650 hat mehr Hochton hier und da - beim Clear sticht da nichts hervor.
DallaPo
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 01. Dez 2020, 15:23

civicep1 (Beitrag #5) schrieb:
Danke für die kompakte Übersicht der Focal Hörer. Ich besitze mittlerweile sowohl Clear als auch Elegia. Gerade der Elegia wird von Focal mit angezogener Handbremse verkauft. Die original Polster sehen zwar schön aus, limitieren aber. Es hat sich beim Elegia bewährt, diesen mit Volllederpads zu nutzen. Bei Stellia hat Focal da auch reagiert.
....


Gerne Ja die Erfahrung mit "geschlossenen" Pads habe ich auch gemacht. Beim Elegia kann ich mir das sogar gewinnbringend vorstellen, allerdings habe ich meist dadurch schrillere Mitten und mehr Hochton, was ich suboptimal finde. Den Elegia mag das aus seinem Schneckenhaus locken, beim Stellia ist dies genau ein Punkt den ich etwas kritisiere (forsche Mitten - harmantypisch), wo ich denke, dass die Pads vom Clear, oder Elegia Abhilfe schaffen könnten.


[Beitrag von DallaPo am 01. Dez 2020, 15:24 bearbeitet]
Midgardsven
Stammgast
#9 erstellt: 17. Jan 2021, 18:14
Damit ist der Elegia als Ergänzung zu meinem Elear raus. Sehr schöne Übersicht
bornesen
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Mrz 2021, 21:09
Vielen Dank fuer den coolen Bericht, der mich u.a. dazu verleitet hat einen Focal Clear gebraucht von einem Haendler zu kaufen. Als ich den zu ersten Mal auf dem Kopf hatte, bin ich fast vom Hocker gefallen. Gebenueber meinem HD 6XX und Hifiman Ananda spielt der einfach in einer ganz anderen Liga. Erst mit ihm habe ich den Eindruck alles, was mein ADI 2 DAC FS herausgibt auch hoeren zu koennen. Dann noch ein wenig EQ im Subbass + Bass, und das Ganze ist perfekt. Mit ihm kann ich auch bei einigen Stuecken blind sagen ob es Spotify oder Tidal ist (Billy Gibbons - Perfectomundo). Das ist allerdings auch die einzige Nummer - wo der Clear dann mal clippt und an 2 Stellen knackt. Solange das die einzige Nummer ist schicke ich ihn nicht zur Wartung. Auf jeden Fall ein Tolles Teil - ich habe Schwierigkeiten, mit vorzustellen, wie das noch besser fuer meinen Geschmack gehen koennte.
trashman
Stammgast
#11 erstellt: 25. Mrz 2021, 21:44

bornesen (Beitrag #10) schrieb:
Das ist allerdings auch die einzige Nummer - wo der Clear dann mal clippt und an 2 Stellen knackt. Solange das die einzige Nummer ist schicke ich ihn nicht zur Wartung.

Genau das ist aber der Punkt, den ich im Laufe der Zeit schon mehrfach über den Clear gelesen habe und der mich abhielt, den für mich in Betracht zu ziehen. Hat der also tatsächlich im Bassbereich ein Problem bei höheren Pegeln?
Leranis
Stammgast
#12 erstellt: 25. Mrz 2021, 22:15
Wenn du den Bass boostest dann hast, je nach Boost und Laustärke, ein Problem mit dem Clipping. Im täglichen Gebrauch ist das zu vernachlässigen, sofern du nicht ein Basshead bist und den gesamten Bereich bis 200 Hz um 10 dB anhebst.

Der Clear hat genug Bass und muss eigentlich nicht angehoben werden. Wenn du nach der Harman-Kurve gehst, dann senkst du bei 90 Hz den Kopfhörer um ganze 5 dB.
frix
Inventar
#13 erstellt: 26. Mrz 2021, 15:15
Der thread hier bietet sich an ein paar worte über den neuen celestee zu schreiben, den ich seit 2 tagen hier habe. D.h. es sind nur ersteindrücke.

Diese ersteindrücke sind schon sehr ernüchternd. Wirklich sehr seltsame kleine bühne. Das klang erstmal als ob man mit viel zu viel crossfeed oder gar mono hört. Dabei klingt er seltsam hohl. Bietet recht direkte stimmen hat dabei aber wenig luftigkeit. Obwohl der bass ja etwas betont sein soll, so richtig überzeugend kommt der nicht daher. Positiv ist, dass die auflösung ordentlich ist. Ok tonaltität lässt sich ja mit nem EQ anpassen. Hab ihm versucht mehr wärme, bass und hochton zu verpassen. Macht es etwas besser, aber ändert leider nix an der echt miesen räumlichkeit. Auch dieser topfige, hohle eindruck verschwindet dadurch nicht so richtig. Bin schon mehr als enttäuscht.


[Beitrag von frix am 26. Mrz 2021, 15:40 bearbeitet]
bornesen
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Mrz 2021, 19:36
[quote="trashman (Beitrag #11)"][quote="bornesen (Beitrag #10)"]Hat der also tatsächlich im Bassbereich ein Problem bei höheren Pegeln?[/quote]

Hallo, na ich weiss nicht, ob das nur bei hoeheren Pegeln des Fall ist - denn das bleibt auch, wenn ich das Stueck sehr lese hoere - nur ist es dann eben nicht so deutlich. Da passiert meiner Ansicht nach etwas Anderes. Der Effekt der wohl bei der Aufnahme erzielt werden soll, ist vergleichbar mit einen Surround-Erdbebengrollen. Mein anderen Kopfhoerer ist ein Meze 99 Classic - der bekommst das natuerlich auch nicht hin - aber er clippt nicht.

Ich werde mal Focal anschreiben, was die dazu meinen.
Twinguin
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 09. Apr 2021, 16:56
Interessanter (und aktueller) Vergleich zwischen Elegia und Celestee von DMS. Mit interessantem Ergebnis, für mich total nachvollziehbar.

Hans_Wilsdorf
Inventar
#16 erstellt: 04. Jul 2021, 17:24
In einem US amerikanischen Forum hatte ich den Tipp gelesen, dass der Elegia mit den Celestee Polstern optimal spielen würde. Hat das schon mal jemand probiert?

Die großen Stärken vom Elegia sind mit Sicherheit nicht die weite Bühne aber Durchhörbarkeit, Ausgewogenheit und Neutralität sind meines Erachtens für das Preisniveau sehr gut (Immer im Hinblick darauf, dass es sich um einen geschlossenen Kopfhörer handelt, der auch für mobile Anwendungen gut geeignet ist) . Ich finde für den dreifachen Preis kann sich daher Stellia da z. B. nicht wirklich entscheidend absetzen.
trashman
Stammgast
#17 erstellt: 04. Jul 2021, 20:36

Hans_Wilsdorf (Beitrag #16) schrieb:
In einem US amerikanischen Forum hatte ich den Tipp gelesen, dass der Elegia mit den Celestee Polstern optimal spielen würde. Hat das schon mal jemand probiert?

Marc aka "miniklangwunder" empfiehlt - auch im Vergleich zu den "Celestee"-Polstern - in diesem Video eher die "Stellia"-Polster von Dekoni für den Elegia (entscheidende Stelle ab 13:52):

https://www.youtube.com/watch?v=Y0fBpwuNdH8

Diese Pads sind das:

https://shop.wodaudi...ition-focal-stellia/

Überlege noch, ob ich mir den Spaß mal gönne ... Aber vielleicht möchtest du das ja vorher schon testen?


[Beitrag von trashman am 04. Jul 2021, 20:42 bearbeitet]
Hans_Wilsdorf
Inventar
#18 erstellt: 05. Jul 2021, 18:29

trashman (Beitrag #17) schrieb:

Diese Pads sind das:

Überlege noch, ob ich mir den Spaß mal gönne ... Aber vielleicht möchtest du das ja vorher schon testen?


Super danke für den Hinweis. Im Moment sind die Polster noch ok. Sobald sie gewechselt werden müssen, mache ich das und berichte dann auch gerne dazu.
Hans_Wilsdorf
Inventar
#19 erstellt: 22. Jul 2021, 21:53
Ach und noch etwas: ich kann nur empfehlen, die mitgelieferten Kabel einem kritischen Test zu unterziehen. Bei Focall sind vor allem die gummiummantelten Kabel fast schon eine Unverschämtheit. Das mit der ersten Serie des Utopia mitgelieferte Kabel fällt stark ab gegen die jetzt beigepackten mit der Textilummantelung.
Bevor man den Kopfhörer einer Komplettbewertung unterzieht, sollte man ihn auf jeden Fall zum Beispiel mit einem Cardas light oder ähnlich gehört haben. Das gilt auch für den Elegia, der auch davon bereits erheblich profitiert.
killertiger
Inventar
#20 erstellt: 23. Jul 2021, 03:50
Was klingt denn mit einem Cardas light oder ähnlich bitte anders?
Hüb'
Moderator
#21 erstellt: 23. Jul 2021, 08:23
Halte ich auch für nicht zielführend. Wobei das Kabel des Clear von der Flexibilität her nicht das Wahre ist. Dennoch würde ich keinesfalls empfehlen, Unsummen für irgendeine Eso-Strippe auszugeben.

Steven_Mc_Towelie
Inventar
#30 erstellt: 25. Jul 2021, 09:49
Knackig kurze und informative Reviews, gefällt mir sehr gut


[Beitrag von Steven_Mc_Towelie am 25. Jul 2021, 17:27 bearbeitet]
Dadof3
Moderator
#31 erstellt: 25. Jul 2021, 16:31
Eine Diskussion über Kabelklang gehört nicht hierher. Über das Thema gibt es genügend Threads. Daher habe ich zahlreiche entsprechende Beiträge entfernt. Bitte fokussiert euch auf die vorgestellten Kopfhörer.
Jogitronic
Inventar
#32 erstellt: 04. Aug 2021, 00:03
Focal Clear MG Review - A Mixed Bag
(ein Review von GoldenSound)

RunWithOne
Inventar
#33 erstellt: 23. Dez 2021, 01:31
Konntest du den Celestee schon hören David. Mir gefällt er deutlich besser als der Elegia, den ich damals nur zur Probe hier hatte. Den Celestee hingegen gefällt mir sehr gut. Auch besser als der Stellia, den ich im Fachhandel testen konnte.
HOT6BOY
Stammgast
#34 erstellt: 26. Mrz 2022, 17:07
habe mir den Clear MG Bei SG Akustik bestellt (letzte Woche Donnerstag und sofort mit Pay Pal bezahlt) als in der darauf folgenden Woche Mittwoch noch kein Lebenszeichen kam hab ich sie angeschrieben , mir wurde gesagt das meine Bestellung übersehen wurde und das ich dafür einen Nagelneuen Hörer anstatt die bestellte B Ware bekomme...... hat alles geklappt und kam gestern an.


die hatten den Hörer dort 14 mal als B ware im Angebot ...jetzt sind es schon weniger ...kann mir garnicht vorstellen das die soviele gebrauchte haben ....dort steht auch mit dabei das es Inventurverkauf ist ...vieleicht sind ja doch alle neu ?

jedenfalls für 999 euro ist das ein Schnäppchen.... und als ich den Out of the Box angehört habe fand ich den ganz Ok...die sagen aber 24 Stunden Warm laufen lassen...also Mittagschlaf gemacht und danach nochmal reingehört...das hat mich dann schon umgehauen wie gut das ist...wurde richtig emotional

also sind die hohen Bewertungen bei Miniklangwunder ( zwar vom alten Clear ) nicht umsonst so hoch
Dadof3
Moderator
#35 erstellt: 28. Mrz 2022, 12:58
Nicht selten wird nagelneue Ware als B-Ware angeboten, um keinen Ärger mit den (illegalen) Preisvorgaben des Herstellers/Vertriebs zu bekommen.
HOT6BOY
Stammgast
#36 erstellt: 27. Mai 2022, 22:20
Focal Clear MG Vergleich mit 5000 EURO Audeze LCD 5 : https://www.bonedo.de/artikel/audeze-lcd-5-test/2/
Hans_Wilsdorf
Inventar
#37 erstellt: 29. Mai 2022, 12:54

Hüb' (Beitrag #21) schrieb:
Halte ich auch für nicht zielführend. Wobei das Kabel des Clear von der Flexibilität her nicht das Wahre ist. Dennoch würde ich keinesfalls empfehlen, Unsummen für irgendeine Eso-Strippe auszugeben.

:prost

Nun ja, „Unsummen“ ist wenig aussagefähig. Für viele mag ein vierstelliger Betrag für einen Kopfhörer schon eine “Unsumme“ sein. 10-20 % davon für ein Kabel, ist für mein Dafürhalten okay. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst abwägen.

Testen ist einfach und viel leichter reproduzierbar als bei Lautsprecherkabeln, da man den Kopfhörer auf und die Hörposition beibehält. Und wer dann bei dem oben genannten Setup Unterschiede nicht hört, der braucht sich m. E. auch keinen Kopfhörer für 1000 € zu kaufen. Ob es ihm den Aufpreis fürs Kabel Wert ist, muss natürlich trotzdem jeder für sich entscheiden aber zu hören ist ein Unterschied auf jeden Fall recht deutlich.

Ja, das Cardas Light ist eher nicht zu empfehlen für mobile Nutzung, da es recht filigran ist. Preiswertere und gute Produkte gibt es aber auch zum Beispiel v. Silent Wire.
RobN
Inventar
#38 erstellt: 29. Mai 2022, 20:10
Warum soll man sich keinen Kopfhörer für 1000+ Euro kaufen dürfen, nur weil man sich keine vermeintlichen Klangunterschiede durch Wunderkabel herbeiphantasieren kann?


[Beitrag von RobN am 29. Mai 2022, 20:11 bearbeitet]
HOT6BOY
Stammgast
#39 erstellt: 29. Mai 2022, 21:01
da das Clear MG Klinke Kabel nur 1,2 Meter Misst habe ich dieses Wunderverlängerungskabel dazu geholt https://www.amazon.d...01_s00?ie=UTF8&psc=1

schön biegsam nicht starr


[Beitrag von HOT6BOY am 29. Mai 2022, 21:03 bearbeitet]
Hans_Wilsdorf
Inventar
#40 erstellt: 29. Mai 2022, 21:21

RobN (Beitrag #38) schrieb:
Warum soll man sich keinen Kopfhörer für 1000+ Euro kaufen dürfen, nur weil man sich keine vermeintlichen Klangunterschiede durch Wunderkabel herbeiphantasieren kann?

Na klar darfst du! Jeder wie er kann und will.
Hüb'
Moderator
#41 erstellt: 30. Mai 2022, 17:40

HOT6BOY (Beitrag #36) schrieb:
Focal Clear MG Vergleich mit 5000 EURO Audeze LCD 5 : https://www.bonedo.de/artikel/audeze-lcd-5-test/2/

Mit einem mal erfrischend ehrlichen Fazit:

Der Audeze LCD-5 ist ein Liebhaberstück, dass man vielleicht am besten eher emotional als rational bewerten sollte, wie es bei vielen Luxusartikeln eben der Fall ist. Der komfortable „Leichtbau-Magnetostat“ sieht umwerfend aus und ist entsprechend seines Preises im edlen Materialmix hochwertig verarbeitet. Die Wiedergabeeigenschaften sind exzellent und sollten den Geschmack ambitionierter Musikliebhaber wie Tonprofis gleichermaßen treffen. Allerdings findet man eine solche Wiedergabequalität, wenn auch vereinzelt, bereits in deutlich günstigeren Preisregionen – das ist aus eigener Erfahrung einfach mal ein Fakt! Wer fähig und bereit dazu ist, knapp 5000 Euro in einen Kopfhörer zu investieren, der erhält auf jeden Fall ein Top-Produkt mit hohem Prestige-Faktor!

Vielleicht war das Kabel des Audeze einfach zu mies?

frix
Inventar
#42 erstellt: 30. Mai 2022, 19:02
Prestige faktor?
Hans_Wilsdorf
Inventar
#43 erstellt: 30. Mai 2022, 19:48

Hüb' (Beitrag #41) schrieb:

Vielleicht war das Kabel des Audeze einfach zu mies?

:prost


Stimmt da hast du vermutlich Recht das könnte tatsächlich so sein.
killertiger
Inventar
#44 erstellt: 30. Mai 2022, 20:51

Hans_Wilsdorf (Beitrag #43) schrieb:
Stimmt da hast du vermutlich Recht das könnte tatsächlich so sein.

Ich weiß gerade nicht mehr ob es Ironie, Realsatire oder tatsächlich ernst gemeint ist.
Hans_Wilsdorf
Inventar
#45 erstellt: 30. Mai 2022, 21:00

killertiger (Beitrag #44) schrieb:

Ich weiß gerade nicht mehr ob es Ironie, Realsatire oder tatsächlich ernst gemeint ist.

Siehst du und das macht das Leben ebenso interessant wie geheimnisvoll
RobN
Inventar
#46 erstellt: 30. Mai 2022, 23:10

Hüb' (Beitrag #41) schrieb:
Vielleicht war das Kabel des Audeze einfach zu mies?

Ich glaube auch

Da macht man nix, außer vielleicht einen KHV für 2-3k€ dazustellen?

Ich habe mir ja schon lange die Frage gestellt: funktioniert das mit den Wunderkabeln eigentlich auch in die andere Richtung? Also, technisch gesehen ist ja ein Mikrofon so ziemlich das selbe wie ein Kopfhörer, nur dass es keinen Strom in Schall wandelt sondern umgekehrt. Wenn man da in ein vernünftiges Kabel für sagen wir 5-600€/m investiert, klingt dann Mickie Krause wie Luciano Pavarotti?
Hans_Wilsdorf
Inventar
#47 erstellt: 30. Mai 2022, 23:32

RobN (Beitrag #46) schrieb:
Wenn man da in ein vernünftiges Kabel für sagen wir 5-600€/m investiert, klingt dann Mickie Krause wie Luciano Pavarotti?


Das vielleicht nicht aber dafür hört man das Blödbräsige der Produktion gewiss noch differenzierter heraus.
Was ist los? Gehen euch die Themen aus?

Beim KH-Vergleich sollte man mal ganz klar differenzieren, dass ein geschlossener Kopfhörer nicht das leisten kann, was ein Offener kann. D.h. man kann Elegia, Celestee u. Stellia in einer Klasse mit den Denons vergleichen. Aber Clear (MG) und Utopia sind einfach eine andere Kategorie. Mit denen kann man nicht in der Öffentlichkeit hören ohne andere Leute zu stören und alle Umweltgeräusche mitzuhören. Dafür bringen Sie aber eine Klangqualität, die ich bei noch keinen geschlossenen Kopfhörer jemals gehört habe.

Allein durch den Austausch der Originalpolster beim Elegie z. B. gegen die Dekonis entsteht zwar mehr Luftigkeit und Räumlichkeit, Außengeräusche dringen dann aber auch leichter ein. Klarerweise muss man sich also genau überlegen, welche Anwendung man präferiert.

Unter den Geschlossenen sehe ich den Stellia als eines der besten Produkte am Markt. Gleichwohl zu einem extrem hohen Preis, der aus meiner Sicht mit der immer kompromissbehaftetten Anwendung unterwegs nicht zu rechtfertigen ist.
killertiger
Inventar
#48 erstellt: 31. Mai 2022, 03:10

Hans_Wilsdorf (Beitrag #45) schrieb:

killertiger (Beitrag #44) schrieb:

Ich weiß gerade nicht mehr ob es Ironie, Realsatire oder tatsächlich ernst gemeint ist.

Siehst du und das macht das Leben ebenso interessant wie geheimnisvoll

Ne, du meinst das alles todernst mit den Kabeln, das ist ja das bizarre.
RobN
Inventar
#49 erstellt: 31. Mai 2022, 09:24

Hans_Wilsdorf (Beitrag #47) schrieb:
Dafür bringen Sie aber eine Klangqualität, die ich bei noch keinen geschlossenen Kopfhörer jemals gehört habe.

Was ja per se erstmal nichts mit dem Bauprinzip zu tun hat. Klar, gewisse Dinge wie Luftigkeit und Räumlichkeit sind mit Offenen einfach prinzipbedingt besser zu bewerkstelligen. Aber das sind ja nicht die einzigen Kriterien für "Klangqualität". Aber ja, ein direkter Vergleich offen zu geschlossen ist schwierig.

Abgesehen davon, dass es natürlich bei beiden Bauformen gute und schlechte gibt. Den Elegia fand ich z.B. von der Abstimmung einfach nur mies und extrem unkomfortabel war er für mich noch dazu, daher habe ich gar nicht erst mit Polstertausch angefangen.
Hans_Wilsdorf
Inventar
#50 erstellt: 31. Mai 2022, 20:11

RobN (Beitrag #49) schrieb:

Was ja per se erstmal nichts mit dem Bauprinzip zu tun hat.


Doch durchaus. Während offene Kopfhörer außer der schlechten Isolation gegen Außengeräusche keine weiteren Nachteile haben, kämpfen geschlossene Kopfhörer immer mit Natürlichkeit bedingt durch Resonanzen und Reflektionen, die das Klangbild verfälschen sowie mangelnder Räumlichkeit, bedingt durch das geschlossene Gehäuse. Das sind dann meiner Meinung nach schon die wesentlichen Attribute guter Klangqualität. Ein weiterer Nebeneffekt des geschlossenen Gehäuses ist auch oft ein zu stark betonterer Bassbereich. Nicht umsonst sind daher die Spitzenmodelle aller HighEnd Hersteller stets offene Konstruktionen.

Unter dem Gesichtspunkt all dieser Widrigkeiten finde ich den Elegia sehr neutral und den Bassbereich angenehm „passend“. Aber das ist natürlich Geschmackssache und wenn er auf deinem Kopf nicht gut sitzt, dann hat das natürlich wenig Zweck.
RunWithOne
Inventar
#51 erstellt: 31. Mai 2022, 21:43
Da würde ich mich Hans hinsichtlich open vs. closed komplett anschließen.
Den Elegia fand ich auch nicht so dolle. Der Celestee macht da einiges besser. Der Elegia hatte für mich fast einen leichten Hang zur Dose. Tonal war er trotz guter Bass- und Höhenwiedergabe not my cup of tee.
Klanglich treffen Focal in der Regel sehr gut meinen Geschnack. Pad Rolling ist hier leicht mit Dekoni möglich.
RobN
Inventar
#52 erstellt: 31. Mai 2022, 23:01

Hans_Wilsdorf (Beitrag #50) schrieb:
Doch durchaus. Während offene Kopfhörer außer der schlechten Isolation gegen Außengeräusche keine weiteren Nachteile haben

Auf das generelle Prinzip heruntergebrochen mag das natürlich stimmen. Aber generell gibt es ja auch einerseits genug schlechte offene Kopfhörer und ebenso gute Geschlossene.


Unter dem Gesichtspunkt all dieser Widrigkeiten finde ich den Elegia sehr neutral und den Bassbereich angenehm „passend“.

Der Bassbereich war tatsächlich das Highlight des Elegia, aber leider auch das einzige. Die Höhen fand ich verhangen und deutlich zu stark abgesenkt, die Mitten merkwürdig telefonisch/dosig verfärbt. Aber ja, natürlich Geschmackssache.
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