AKG K601 und Sennheiser HD600: Vergleich - und warum man 2 KH "braucht".

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rpnfan
Inventar
#1 erstellt: 24. Nov 2009, 21:17
In dem Bericht vergleiche ich den K601 und HD600 und warum ich beide "brauche" (alle Beschreibung logischerweise mMn!):



Zusammenfassung:
Etwas pointiert: die Gerüchte/Berichte zu beiden KH stimmen.

Der HD600 klingt (etwas) dumpf mit "Sennheiser-Teppich" und ist ein Schönfärber, der nichts schlecht macht, aber auch keine überragende Qualität liefert, aber mit dem man mit Spaß praktisch alle Musik hören kann.

Der K601 ist ein KH mit guter, aber nicht übertriebener Räumlichkeit, der etwas weicher/runder/voller, als der K701 abgestimmt ist. Mit ihm kann man ebenfalls alles hören, allerdings ist er speziell für akustische Aufnahmen (besonders Gitarre/Gesang) und gute Jazz- oder Popaufnahmen (wohl auch Klassik, aber die höre ich praktisch nicht) sehr gut geeignet. Er ist nicht der high-endigste KH, der jemals gebaut wurde und verzeiht ein wenig mehr, als der K701.

Die Geschichte und Details:

Seit ca. 2 Jahren höre ich mit dem K601. Ich halte den KH für ziemlich natürlich/echt klingend, was bei vielen (gerade technisch guten) Aufnahmen hervorragend klingt und Spaß macht. Bei schlechten MP3s und vor allem bei einigen Rock-Sachen kann man ihn zwar hören, aber er macht dann nicht immer soooo viel Spaß, da er dann manchmal zu dünn/leer klingen kann. Als Ergänzung hatte ich daher dann für etwa ein Jahr den MS1, der den Wunsch nach gelegentlicher Portion "Extra-Wärme" und etwas mehr "Wums", einfach mehr als Spaß-KH, sehr gut erfüllt hat. Ich hätte den MS1 noch heute, wäre mir die Auflösung -- speziell im Vergleich zum K601 nicht doch zu wenig gewesen. Der Verkauf des MS1 hinterließ aber eine Lücke, da ich recht viel Internet-Radio mit mittelprächtiger Klangqualität und auch recht viel Rock, Blues, Progressive usw. höre.

Nach Nicos Idee nochmal den HD600 zu probieren, ergänzt seit gut 3 Monaten der HD600 mein KH-Setup (praktischerweise gleichzeitig angeschlossen an den Eaton-KHV). Ich habe anfangs zur Eingewöhnung und "weil's neu ist" dann fast nur noch mit dem HD600 gehört. Mittlererweile hat sich ganz gut eingepegelt wann und für was ich welchen KH nehme.

Wie schon beschrieben, denke ich, dass es nicht _den_ KH für alle Aufnahmen und Musikrichtungen geben kann. Daher halte ich ein Setup mit 2 KH für überschaubar und bezahlbar, welches aber doch einen sehr großen klanglichen Bereich abdecken kann.

Jetzt aber zu den (Klang-)beschreibungen der beiden KH (jeweils im Vergleich zu dem anderen):

Räumlichkeit: HD600 deutlich direkter klingend, Bühne sehr stark links/rechts (nicht nach vorn), unangenehm z.B. bei Hendrix-Aufnahmen mit Vocals im rechten Kanal, während K601 weniger anstrengend klingt. Beim Wechsel von K601 auf HD600 "nervt" die fehlende Räumlichtkeit und der reine L/R-Klang (auch mit Default-Crossfeed ganz minimal)

Abstimmung: HD600 etwas mehr gefühltes "Volumen" (nicht im Sinne der Lautstärke, sondern im den Grundton/Midbassbereich herum!) durch HD600 ist dagegen eher im Mittel über alle Aufnahmen angenehm.

Komfort: AKG "kühler" im Sommer zu tragen, beide vom Komfort schon recht gut (HD600 ist schon lange "eingetragen", da gebrauchtt). AKG evtl. 'n bisschen im Vorteil, aber am Oberkopf drückt der AKG im Vergleich minimal (mal die Bügel feststellen könnte das noch optimieren..).

Wertigkeit: K601 etwas besser, vor allem einseitige Kabelzuführung _viel_ besser, als heute nicht mehr zeitgerechte beidseitige Kabelzuführung. Ingesamt bessere/clevere Konstruktion des K601(Verstehe auch nicht, dass der neue HD800 noch 'ne zweiseitige nervige Kabelzuführung hat :-/)

Ich nutze die KH für folgendes:

AKG:

  • gute/sehr_gute Aufnahmen
  • akustische Musik (mit eher kleiner Besetzung), speziell Gitarre (Natalia Zukerman)
  • Jazz
  • basslastige Aufnahmen

Senni:

  • mittelprächtige (leer klingende) Aufnahmen aus den 70ern/80ern (Toto, Weather Report...)
  • Rock, Blues (z. B. Joe Bonamassa)
  • ein wenig eher genutzt, wenn ich sehr leise höre, da er dann etwas mehr Fülle bringt, oder auch teilweise wenn ich ziemlich müde bin
  • am MP3-Player oder Notebook (mit miesem Sound-Chip) direkt angeschlossen klingt der Senni "besser" und verliert weniger, als der K601 von seinem Klangpotential

beide:

  • Pop je nach Stimmung/Aufnahmequalität


Wechselspielchen

Die obigen Beispiele gelten oft, aber nicht immer. Zum Beispiel höre ich akustische Gitarrenmusik (Michael Hedges live) auch durchaus schonmal lieber auf dem HD600. Das ist aber dann, wenn wieder der "Schönfärber" gefragt ist. Unterm Strich kann ich fast alle Musik mit beiden hören, aber je nachdem worauf ich gerade Lust habe, tendiere ich dann eher zu dem einen oder anderen. Ich wechsle dann aber nicht unbedingt für jede CD, sondern bleibe dann oft auch beim KH, solange bis mich etwas stört. Das ist beim HD600 dann manchmal der "mupfige" Klang, z. B. bei Akustikgitarre, wo ich weiß, dass die gaaanz anders klingen müsste und mir dann auch mehr Spaß beim Hören mit dem K601 macht. Auch der ausgeprägte KH-Klang, d.h. ein starkes Gefühl, dass die Musik nur von links/rechts kommt, stört mich öfters mal beim HD600 und ich wechsle dann zum K601.

Beim K601 macht es oft einfach Spaß Musik zu hören, bis ich dann auf eine Aufnahme stoße (Joe Jackson live), die mir "zu dünn" und damit extrem übertrieben gesagt ein wenig nervig klingt. Dann wechsle ich auf den HD600. Bin ich munter, höre ich auch tendenziel etwas lieber mit dem K601, wenn ich müde bin eher mit dem HD600.

Wenn ich von einem auf den anderen KH direkt wechsle (nicht damit zu hören anfange), denk' ich manchmal "jawoll so muss es sein", aber oft auch (je nach Aufnahme), dass dann beide KH nicht den für mich "optimalen" Klang bieten. Das liegt dann einfach an der Aufnahme als solches - aus "Schrott" macht auch die beste Anlage natürlich keine High-End-Aufnahme! Beim direkten Wechsel ist es auch relativ oft, so (nicht immer), dass "der neue" nicht zu gehen scheint, aber nach einem Weilchen (> 10min), dann "alles passt" und sich das Gehirn offensichtlich an die deutlich andere Grundcharakteristik angepasst hat. Beim Farbsehen gibt es die chromatische Adaption: weißes Papier wirkt unter Glühlampenlicht mit relativ hohem langwelligen (rotem) Anteil weiß und im Tageslicht mit viel höherem kurzwelligen Anteil im Spektrum (bläulich) auch weiß, während eine Digitalkamera ohne Weißabgleich die Unterschiede deutlich erfasst. Ähnlich haben wir wohl eine recht große Adaptionsmöglichkeit beim Hören, sonst könnte man ja auch morgens die (im Verhältnis miese) Klangqualität des MP3-Players im Bad nicht ertragen

Langzeiterfahrung und Einstufung der Klangqualität

Interessanterweise gibt es aber überhaupt Tage, wo der Senni "nicht geht" (oder _viel_ weniger gefällt und Tage an denen dagegen der Senni gefällt und der AKG extremst übertrieben gesagt "nervig" klingt. Man ist eben doch ein Mensch mit allen möglichen Einflüssen und kein Messinstrument!

Wenn es manchmal _richtig_ gut und rund klingt (z.B. gerade bei Cinematic Orchestra) und einfach Spaß macht, ist es eigentlich immer der K601. Beim Senni klingts eigentlich meist o.k. oder auch "ganz gut", aber selten bis nie wirklich "super". Klingt's "fad" oder "leer" (z. B. Bozzio Leven Stevens) ist es aber auch wohl immer der K601, den man gerade auf der Rübe hat. Klingt's "matschig" oder "dumpf" (relativ häufig ein wenig!) ist es immer der Senni. Klingt es manchaml ein wenig "harsch" in den Höhen ist es auch der Senni... Generell klingt der Senni deutlich mehr nach "das ist eine Aufnahme", während der AKG eher echter und freier und mehr nach der "Musik selbst" klingt. Ich stufe also den K601 qualitativ auf jeden Fall (mindestens) eine Stufe besser als den HD600 ein. Das heisst aber natürlich nicht zwingend, dass ich immer und alles lieber damit höre!

Eventuell ist es für den einen oder anderen überraschend, aber beim Wechsel fällt auch auf, dass der K601 _mehr_ Tiefbass, als der HD600 hat. Der Midbasshump des HD600 dagegen fehlt (spiegelt sich auch im Graphen von headphones wieder). Der Tiefbass des K601 erscheint aber auf keinen Fall überbetont. Ingesamt finde ich, dass sich in ihm immer die Aufnahme wiederspiegelt, während der HD600 bei allen Aufnahmen seine Abstimmung "überstülpt". Die beiden KH haben eine doch deutlich unterschiedliche Abstimmung. Daher finde ich auch, dass sich die beiden sehr gut ergänzen. Ich höre recht viel mit beiden KH und bin im Moment noch nicht mal sicher, ob einer deutlich mehr Spielzeit als der andere bekommt, da das auch tageweise sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Müsste ich mich für einen KH alleine entscheiden, hätte ich echte Gewissenkämpfe. Vermutlich würd' ich ein wenig eher zum K601 tendieren (ggf. auch wegen des besseren Preis/Leistungsverhältnisses _und_ niedrigen Preises -- HD600-Preise steigen gerade mal wieder... :-/), aber zum Glück muss ich ja nicht ;-)



P.S.:Könnte mir vorstellen, dass der MS Pro/Ultimate evtl. die Rolle des HD600 noch besser für mich übernehmen könnte, aber nach den Beschreibungen (und dem mehrfach gehörten RS-1) ist da die geboten Klangqualität aber doch etwas überbezahlt und vielleicht ist er auch im Vergleich zum HD600 etwas weniger vielseitig?
holzohr33
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Nov 2009, 09:59
Sehr schönes review, gut lesbar,w eil gut geschrieben. Ich fand schon den Titel sehr prima, weil das ja ein Punkt ist der ausserhalb von KH Foren meistens auf Unverständnis stösst...
AM AKG K601 war ich lange Zeit auch interessiert. Wenn ich mir den K601 im aden unter suboptimalen Bedingungen (Lautstärke nicht regelbar) angehört habe, war der erste Eindruck positiv.
Aber dann kamen da die Gradessandros dazwischen...
Beste Grüsse
MArtin
Nickchen66
Inventar
#3 erstellt: 05. Dez 2009, 12:20

rpnfan schrieb:
P.S.:Könnte mir vorstellen, dass der MS Pro/Ultimate evtl. die Rolle des HD600 noch besser für mich übernehmen könnte, aber nach den Beschreibungen (und dem mehrfach gehörten RS-1) ist da die geboten Klangqualität aber doch etwas überbezahlt und vielleicht ist er auch im Vergleich zum HD600 etwas weniger vielseitig?

In Sachen Vielseitigkeit nehmen sich die beiden IMO überhaupt nichts. P/L ist aber in der Tat katastrophal bei allen "großen" Gradessandros. Ich "mußte" ihn halt haben, da er deutlich beseelter zu Werke geht als ein HD600 und auch mehr auf dem Kasten hat (sweet mids), aber trotzdem niemals kekst oder unpassend klingt.

Daß Dein K601 ein feines Teil ist, glaube ich mittlerweile auch. Würde sagen, Du hast ein gutes Exemplar erwischt (im Gegensatz zu NoXters Resterampe-601er, der sich beim vorletzten Hessenmeet so blamiert hatte).
rpnfan
Inventar
#4 erstellt: 05. Dez 2009, 23:22

Nickchen66 schrieb:

rpnfan schrieb:
P.S.:Könnte mir vorstellen, dass der MS Pro/Ultimate evtl. die Rolle des HD600 noch besser für mich übernehmen könnte, aber nach den Beschreibungen (und dem mehrfach gehörten RS-1) ist da die geboten Klangqualität aber doch etwas überbezahlt und vielleicht ist er auch im Vergleich zum HD600 etwas weniger vielseitig?

In Sachen Vielseitigkeit nehmen sich die beiden IMO überhaupt nichts. P/L ist aber in der Tat katastrophal bei allen "großen" Gradessandros. Ich "mußte" ihn halt haben, da er deutlich beseelter zu Werke geht als ein HD600 und auch mehr auf dem Kasten hat (sweet mids), aber trotzdem niemals kekst oder unpassend klingt.

Daß Dein K601 ein feines Teil ist, glaube ich mittlerweile auch. Würde sagen, Du hast ein gutes Exemplar erwischt (im Gegensatz zu NoXters Resterampe-601er, der sich beim vorletzten Hessenmeet so blamiert hatte).


Bring mich nicht auf falsche Gedanken Ich befürchte ich (bzw. besser mein Geldbeutel) wäre in höchster Gefahr, wenn ich den MS Pro/Ultimate mal hören würde...

Noxter hat seinen 601 nicht mehr, oder? Vielleicht ergibt es ich ja mal den bei einem Meet zu hören. Über meinen gibt's ja schon ein paar Beschreibungen von dem Meet in Braunschweig und München. Nächstes M-Meet rückt ja auch langsam näher...
Nickchen66
Inventar
#5 erstellt: 06. Dez 2009, 11:14
Nee, NoXter hat seinen kurz nach dem Meet abgestoßen.
Eile
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Dez 2009, 09:17
Wirklich schön zu lesendes review, vielen Dank. Ich hatte auch bis vor kurzem den K601 und war auch sehr zufrieden. Ich habe ihn allerdings verkauft, als ich den DT 880 gekauft habe und dachte damit wäre alles erledigt, aber Pustekuchen. Ich suche auch noch einen KH mit einer wärmeren Abstimmung und mehr Midbass, damit gerade Live-Scheiben noch druckvoller klingen. Vielleicht checke ich mal den HD 600. Oder wäre der direkte Sprung zum HD 650 wohl der richtige Weg? Irgendeiner einen Tip?

Christian
drumboombass
Gesperrt
#7 erstellt: 11. Dez 2009, 09:41

Eile schrieb:
Wirklich schön zu lesendes review, vielen Dank. Ich hatte auch bis vor kurzem den K601 und war auch sehr zufrieden. Ich habe ihn allerdings verkauft, als ich den DT 880 gekauft habe und dachte damit wäre alles erledigt, aber Pustekuchen. Ich suche auch noch einen KH mit einer wärmeren Abstimmung und mehr Midbass, damit gerade Live-Scheiben noch druckvoller klingen. Vielleicht checke ich mal den HD 600. Oder wäre der direkte Sprung zum HD 650 wohl der richtige Weg? Irgendeiner einen Tip?


Ja. Sogar zwei:

1. Höre über längere Zeit nur mit einem KH, also in Deinem Fall mit dem 880. Längere Zeit = ca. 1..2 Jahre. Danach brauchst Du keinen neuen.

2. Kaufe Dir einen billigst KH für ein paar Euro und höre damit ein paar Wochen. Danach wieder mit 880 und dann nur noch 880.

Ernst gemeint.
Eile
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 11. Dez 2009, 12:58
Schön, dass du an meinen Geldbeutel denkst ,
aber ich weiß schon, was du meinst.
Nickchen66
Inventar
#9 erstellt: 11. Dez 2009, 13:12
Mehr Wärme? Das war auch NoXters & mein Problem beim ansonsten sehr geliebten DT880. Kannst Du in den Griff bekommen, entweder NoXters "closed back" Mod in aktueller Ausbaustufe (mal nachfragen), oder aber, viel einfacher, mit Vorwiderstand fahren (je nach Gusto 100, 120, 150 oder 200 Ohm).
Eile
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 11. Dez 2009, 13:20
Vorwiderstand hört sich gut an, mußt du mir aber näher erklären. Wo bekomme ich sowas her? Wird der aufgesteckt oder wie wird der integriert?
Bisher höre ich einfach über Klinke und CDP.
ZeeeM
Inventar
#11 erstellt: 11. Dez 2009, 13:51

Eile schrieb:
Vorwiderstand hört sich gut an, mußt du mir aber näher erklären. Wo bekomme ich sowas her? Wird der aufgesteckt oder wie wird der integriert?
Bisher höre ich einfach über Klinke und CDP.
:hail


Kann man natürlich auch in den KH einbauen.
Ansonsten ein Adapter, in dem der Widerstand in die Signalleitung eingeschleift wird. Pro Kanal versteht sich.
Reichen tun 1/4W Metallafilmwiderstände mit 1% Toleranz.
Nickchen66
Inventar
#12 erstellt: 11. Dez 2009, 13:56
So ein Vorwiderstand wird einfach in die jeweilige Plusphase eingebracht. Enweder lötest Du ihn oben in der Hörmuschel dazwischen (so hab ich's gemacht), oder Du baust Dir einen Adapter (6,3mm Junge -> 6,3 Mädchen), den Du einfach zwischen Klinke und KH) steckst.
Eile
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 11. Dez 2009, 14:47
Lieber letzteres. Danke.
rpnfan
Inventar
#14 erstellt: 11. Dez 2009, 20:58

Eile schrieb:
Wirklich schön zu lesendes review, vielen Dank. Ich hatte auch bis vor kurzem den K601 und war auch sehr zufrieden. Ich habe ihn allerdings verkauft, als ich den DT 880 gekauft habe und dachte damit wäre alles erledigt, aber Pustekuchen. Ich suche auch noch einen KH mit einer wärmeren Abstimmung und mehr Midbass, damit gerade Live-Scheiben noch druckvoller klingen. Vielleicht checke ich mal den HD 600. Oder wäre der direkte Sprung zum HD 650 wohl der richtige Weg? Irgendeiner einen Tip?

Christian


Da du den 880er eh' hast, ist dei Idee mit einem Vorwiderstand ja relativ einfach und günstig und könnte schon etwas sein. Sonst würde ich tatsächlich mal HD600 _und_ HD650 hören. Welcher der beiden besser gefällt ist mehr Geschmackssache und weniger "Qualitätsfrage". Etwas neutraler wird, wie ich finde zurecht, in der Regel der HD600 angesehen. Der HD650 kann durchaus auch etwas haben, aber ich schätze, dass er mir auf Dauer auf den Keks gehen würde, da der Bass doch schon relativ deutlich angehoben ist -- andere lieben das oder kaufen sich gleich 'nen Denon...

Wie findest Du den K601 im Vergleich zum DT880 (aus Erinnerung oder auch im direkten VErgleich)?
Eile
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 11. Dez 2009, 23:08
Ich hatte die beiden nicht gleichzeitig und konnte daher keinen direkten Vergleich anstellen. Der DT 880 hat mich auch anfangs leicht enttäuscht und ist erst mit der Zeit gewachsen, vielleicht lag es am "Einspielen", vielleicht an einer Anpassung meinerseits. Ein Vergleich aus der Erinnerung wäre nicht sehr fundiert, daher lasse ich es besser.
Christian
Yo_La_Tengo
Neuling
#16 erstellt: 12. Dez 2009, 09:27

Nickchen66 schrieb:
(...) oder Du baust Dir einen Adapter (6,3mm Junge -> 6,3 Mädchen), den Du einfach zwischen Klinke und KH) steckst.



Ich würde auch mal gerne mit Vorwiderständen und DT 880 herum experimentieren, hab aber leider keine Ahnung, wie so ein Adapter gebaut wird.

Gibt es soetwas schon 'fertig' zu kaufen? Falls ja, wäre ich für einen Link dankbar.

Habe die letzte Wochen die Erfahrung gemacht, dass sich bei Musik, bei der der Gesang im Vordergrund steht, der Beyer an der CDP - Klinke angenehmer als am 0-Ohm-KHV anhört.
Wilke
Inventar
#17 erstellt: 18. Jan 2010, 19:55
schau mal bei conrad oder thomann im Internet nach. vielleicht haben die so etwas?
m00hk00h
Inventar
#18 erstellt: 18. Jan 2010, 20:35
Du kannst dir einfach eine Verlängerung mit eingebautem Lautstärkeregler kaufen. Das ist nichts weiter, als ein regelbarer Widerstand.

m00h
denkprekariat
Inventar
#19 erstellt: 25. Okt 2010, 21:28
Damit der T1 Thread nicht zugemüllt wird, frage ich hier ein bisschen weiter.


Was meinst du mit englischen Höhen? Eher dezent?

Würdest du sagen, der 601 und der 600 hängen den großen Drei technisch hinterher?

Dankeföööhn
Wilke
Inventar
#20 erstellt: 04. Apr 2011, 09:17
Hallo rpnfan:

Wie empfindest Du den Unterschied zwischen Akg 601 und 701?

gruß Wilke
rpnfan
Inventar
#21 erstellt: 08. Apr 2011, 21:07

Wilke schrieb:

Wie empfindest Du den Unterschied zwischen Akg 601 und 701?


Hatte ich irgendwann schonmal geschrieben. _Der_ umfassende Vergleich steht allerdings noch aus, wobei ich schon 'ne kleine Ecke Erfahrung mit dem 701er habe. Ich hatte den 701er beinahe mal gekauft, aber dann noch innerhalb der zwei Wochen zurückgeschickt. Danach hab' ich den KH noch ca. 5 oder 6 in einer ruhigen Hörsession hören können.

Ich fand, dass der 701er wirklich 'ne Einspielphase hat (was ich vorher für Quatsch hielt). Wenn er dann 'n paar Stunden (> 50 müsste wohl o.k. sein) hat, dann _kann_ der 701 bei mancher Musik viel Spaß machen. Bassschwach, wie er oft bezeichnet wird ist Quatsch, da er sogar 'ne leichte Bassanhebung drin hat (sieht man auch in den Frequenzgängen). Der 601 ist dagegen linearer im Bassbereich. _Beide_ KH können aber manchmal etwas "dünn" klingen, wenn die Aufnahme so ist. Außerdem ist es kein "Bumshörer" für Freunde (in meinen Ohren übertriebenen) Basses. Schön beim 701 ist für mich die enorme Räumlichkeit. _Allerdings_ ist wohl genau dies der Punkt, warum er bei mancher Musik (z. B. Pop / Rock, z. B. bei B52) für mich nicht stimmig klingt und dann der Spaß in der Musik nicht rüberkommt. Der 601 klingt für mich runder und universell nutzbarer. Es gibt keine Musik, bei der er "versagt", im Unterschied zum 701. Manche Stücke mögen auf dem 701 'n Tick begeisternder rüberkommen, aber ebenso kann der 701 dann manchmal auch langweilig oder sogar beinahe etwas nervig klingen oder dieses "begeisternde" kann dann evtl. nach einer WEile hören als "zuviel" erkannt werden (z. B. Räumlichkeit). Der 601 hat dies Problem nicht. Es gibt Aufnahmen, die auf dem 601 nicht soooo super klingen, _aber_ dann nehme ich einen anderen KH und tja, es kann dann mal 'n Tick mehr "Spaß" machen. Allerdings "nervt" dann der dazuerfundene Ober/Midbass (das macht ja meist einen großen Teil von "Spaß-KH" aus) dann häufig auch nach kurzem Hören wieder und man stellt fest, dass einefach die Aufnahme nicht so gut ist und letztlich auf keinem KH / Anlage dann halt richtig "super" klingen wird. In letzter Zeit höre ich dann häufig unterm Strich dann immer noch am liebsten mit dem 601. Seine einzige Schwäche könnte man meiner nach ggf. als gaaaanz leicht abfallenden Hochton sehen -- aber ich sehe das sogar eher als Vorteil, da dadurch auch schlechtere Aufnahmen noch o.k. klingen. Ich denke, dies gibt ein wenig den "runden" Klang des 601. Wenn man auf den ehemaligen Taunussound (Bummsbass und Zischelhöhen) steht, dann ist das natürlich nichts, aber wenn man eher "englische" Abstimmung mag, dann ist der 601 sicher 'ne gute Idee. Der 701 dagegen würde ich nie als "englisch" bezeichnen. Trotz aller großen Ähnlichkeit der 2 KH, finde ich unterm Strich die Unterschiede _für_mich_ recht groß.

Nebenbei bin ich im Moment sogar fast soweit, dass ich meinen Zweit-KH, den HD600, wieder verkaufen würde, da ich ihn nur noch selten nutze. Der geschönte "Spaßklang" kommt im ersten Moment bei manchen Aufnahmen ganz gut, aber unterm Strich fehlt für mich dann doch oft wieder die Natürlkichkeit, die der 601 schon ziemlich gut hat. In Einzelbereichen sind andere KH besser, aber in der Summe (und zumal für den Preis) ist für mich der 601 der beste KH. Bin mal gespannt, wenn ich den Wochenvergleich zum HD800 haben werde. Ähnlich ist der 701 nicht ganz so universell, wie der 601. Allerdings, meine 701-Eindrücke beziehen sich auf gesamt die zwei Wochen Testzeit und danach noch gesammelt ca. 2 bis 3 Stunden. In der Dauerbenutzung (hätte gern mal den 701 für 'ne Woche oder zwei in Ruhe) _könnte_ sich das anders darstellen, wobei ich nicht damit rechne. Aber man weiß nie...

Davon abgesehen geht meine persönliche Musik-Gern-Hören-Situation wieder verstärkt zu LS, da der Spaß im Bass über KH einfach nicht wirklich aufkommt und mir ein tiefer, präziser Bass wichtig ist. Den hat man zwar beim KH-Hören, aber das Bass-Gefühl kommt da eben nicht rüber... Schön ist dagegen die absolute Konzentration und "Ruhe" beim KH-Hören -- was auch etwas für sich haben kann.

Also wenn man zuviel Geld hätte würde ich mir 'nen 701, 601, HD800 (statt HD600 als "Schönfärber) und MS Pro kaufen und dann nach Laune den jeweiligen Hörer aussuchen -- evtl. auch noch 'n Stax. Denons oder Beyerdynamics treffen _mein_ Musikempfinden dagegen irgendwie nicht.... :-o Hätte ich all die obigen KH, die ich ergänzend zueinander durchaus interessant fände, vermute ich, dass der 601 wohl immer noch am meisten Spielzeit bekäme.


[Beitrag von rpnfan am 08. Apr 2011, 21:09 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#22 erstellt: 12. Apr 2011, 06:11
Also für mich reicht zur Zeit der 601er. Ich hatte mal den
Sennheiser 800 probegehört, der war für mich noch mal nen
Tick besser: aber das zum 5fachen Preis? Keine Relation!

Wenn, dann würde es bei mir in Richtung stax gehen - obgleich die nicht so bequem sind. gruß Wilke
rpnfan
Inventar
#23 erstellt: 12. Apr 2011, 18:03

Wilke schrieb:
Also für mich reicht zur Zeit der 601er. Ich hatte mal den
Sennheiser 800 probegehört, der war für mich noch mal nen
Tick besser: aber das zum 5fachen Preis? Keine Relation!

Wenn, dann würde es bei mir in Richtung stax gehen - obgleich die nicht so bequem sind. gruß Wilke


Der 800er kostet doch quasi immer 1000 Euro, den 601 bekommt man an vielen Stellen für 150 Euro. Das ist fast der 7-fache Preis... Die Staxe finde ich zum Teil auch interessant (die Leuchtigkeit), aber hatte dann den Eindruck, dass die manchmal sogar fast unangenehm klingen können. So ein 3020 oder 3030 oder 3050-Set würde ich aber auch gern mal ein / zwei Wochen hören. Erst dann wäre ich mir wirklich in meinem Urteil sicher.
Lightning_Wolf
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 05. Okt 2011, 14:20
Hi,

man jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Habe inzwischen den K702 mal Probehören können, leider nur ca. 15min, aber er hat mir sehr gut gefallen.
Da der K701 und K702 sehr ähnlich sind und der Q701 noch etwas mehr Bass haben soll, werde ich mir diese mal in einem Direktvergleich anhören, allerdings kommt dein Bericht bezüglich K601 mir jetzt etwas "in die Quere", also wird es dann nicht nur ein Duell zwischen den drei 7 sondern auch noch dem K601.
Mein armer Geldbeutel
gouvernator
Stammgast
#25 erstellt: 05. Okt 2011, 19:57
Mein Sennheiser HD600 fliegt schon ewig in der Ecke. Vom Klang her für 80er POP gefällt er zwar gut aber das Problem ist halt die klapprige Verarbeitung. Bei größeren Pegeln und mehr Bass dröhnt er teilweise wie Sau.
servicegedanke
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 05. Okt 2011, 19:57
Vergiß den Quatsch mit dem mehr Bass beim Q701. Ist nicht und wird nicht! Der hat eher weniger Bass, meiner jedenfalls und das dürfte auch an der Serienstreuung bei AKG liegen,die wohl ziemlich heftig ist.
Lightning_Wolf
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 05. Okt 2011, 20:44
Warum denn, jeder hört anders, ich bin da neugierig und möchte es selber hören.
servicegedanke
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 05. Okt 2011, 21:42
Das ist natürlich richtig. Er hat aber trotzdem nicht mehr Bass. Denn bei 2 gleichen Hörern spielt das unterschiedliche Hören keine Rolle.;) Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, denn MICH hat eben diese Erkenntnis doch ziemlich gewurmt! Dämliche Messung auf Headphone.
Lightning_Wolf
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 05. Okt 2011, 21:49
Ach, das ist mir eigentlich Wurst was es für Kurven gibt und was diese aussagen. Ich bin ganz neu im Bereich HiFi und achte lieber auf mein Gehör als auf Messungen die man meist nicht hören kann. Ich beziehe mich auf eine Aussage bei der beide getestet wurden, im Endeffekt wirst du wohl recht haben und ich hörs nicht. Aber dann habe ich wenigstens mein Gewissen beruhigt und weiss es wirklich


[Beitrag von Lightning_Wolf am 06. Okt 2011, 05:31 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#30 erstellt: 06. Okt 2011, 05:47
Ja,
ich würde Dir auch das Selberhören ans Herz legen.
gruß wilke
klablu
Neuling
#31 erstellt: 07. Okt 2011, 09:28
Also mein Q701 hat eindeutig "mehr Bass", als der K701 eines Kollegen, mit dem ich ihn intensiv verglichen hatte! Er klingt dadurch für mich wesentlich "runder".
Es kann aber natürlich auch sein, daß dies u.a. an der langen Einspielzeit liegt, die der Hörer geniessen durfte. Er hing nämlich vor dem Kauf mindestens zwei Wochen an der Präsentationswand im Saturn. Dadurch hat er auch nur 250 Euro gekostet.
Reiniman
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 07. Okt 2011, 09:38

klablu schrieb:
Also mein Q701 hat eindeutig "mehr Bass",


Also das halte ich für schlicht unmöglich.
Lightning_Wolf
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 10. Okt 2011, 06:19
Weshalb sollte dies unmöglich sein?
Hast du ihn selbst gehört oder spekulierst du?

Mein Test zwischen den drei 7 wird noch ein ganzes Weilchen nicht zu stande kommen. Da ich erstmal vier geschlossene KH für unterwegs teste, dann vier offene für zuhause. Erst dann, die drei 7 + K601
ATHome
Stammgast
#34 erstellt: 10. Okt 2011, 15:29

Reiniman schrieb:

klablu schrieb:
Also mein Q701 hat eindeutig "mehr Bass",


Also das halte ich für schlicht unmöglich. ;)


Bei der Serienstreuung von AKG kann es durchaus sein dass der K701 ein basschwaches Modell und der Q701 ein basstarkes war.
Reiniman
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 10. Okt 2011, 17:03
........man muß nur ganz fest dran glauben.
petitrouge
Inventar
#36 erstellt: 10. Okt 2011, 18:05
Nein muss man nicht, alles schon mit mehreren 701'er ausgetestet worden bei einem Treffen im Siegerland.



Grüsse Jens
ATHome
Stammgast
#37 erstellt: 11. Okt 2011, 03:46
Genau das, haben wir damals mit 3 K701, von denen einer Bass hatte und 2 relativ bassfrei waren ziemlich sicher bestätigt.

Den Unterschied wird jeder der auch nur mal 5 Minuten vorher im Leben einen Kopfhörer aufhatte im Blindtest bestätigen, da die Unterschiede sehr ausgeprägt sind.
cosmopragma
Inventar
#38 erstellt: 15. Okt 2011, 11:56

Reiniman schrieb:
........man muß nur ganz fest dran glauben ..........
......, daß es bei Kopfhörern oberhalb von 200 Euro keine gewaltige Serienstreung gibt.

Neben AKG ist Grado dafür berüchtigt.
Mir fällt gerade auf, daß beide Firmen in amerikanischem Besitz sind.Mag Zufall sein oder nicht, aber zumindestens nehmen Nordamerikaner es bei vielen Produkten mit der Serienkonstanz nicht so genau.

Eigentlich sollte jeder bei unserer Gesetzeslage von Produkten dieser Hersteller 10 Stück online bestellen, den besten behalten und die anderen 9 zurückschicken.
So lernten sie auf Sicht über die Auslistung durch die Händler auf die harte Tour, daß Qualitätskontrolle sich nicht ausschliesslich darin erschöpft sicherzustellen, daß das Produkt nicht sofort auseinanderfällt.
rpnfan
Inventar
#39 erstellt: 06. Jan 2013, 21:07
Nur ein kurzes Mini-Update.

Habe in den letzten Jahren vermehrt über LS Musik gehört. Daher kamen beide KH nicht mehr so oft zum Einsatz. Zu mindestens 90 % habe ich aber, falls ich nicht mit LS gehört habe, dann den AKG genutzt. Beim Senni hat mich einfach die fehlende Bühne und der daraus resultierende relativ ausgeprägte "Kopfhörerklang" häufig genervt. Beim LS hat man als Vorteil den spürbaren Bass _und_ die natürlichere Räumlichkeit. Die fehlt beim HD600 dann ganz. Die wenigen Situationen, in denen ich dann doch noch den Senni bevorzugt habe, waren so selten, dass der Hörer dann vor 'nem Weilchen gehen musste (auch wenn er für bestimmte Musik, siehe Eingangspost, sicher seine Berechtigung hat).

Hoffe mein 601 hält "ewig", da es -- wie ich beinahe erschrocken feststellen musste -- keine neuen 601 mehr gibt...

Der 601 läuft nun auch schon 'ne Weile mit 701er-Polstern. Das finde ich noch einen Tick besser als mit Originalpolster (Räumlichkeit und Tragekomfort).

P.S.: Auch die "Familie" hat den AKG bevorzugt. Dann allerdings wegen des Tragekomforts und der einseitigen Kabelzuführung.


[Beitrag von rpnfan am 07. Jan 2013, 23:08 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#40 erstellt: 07. Jan 2013, 09:36
Vielleicht wäre auch der AkG 550 noch eine Alternative - auch wenn geschlossen.
MacFrank
Inventar
#41 erstellt: 14. Jan 2013, 20:29
Hey Peter,

schön, nochmal was von dir zu lesen.

@Wilke:
MMn ein anderes Tier, der K550. Der K601 ist noch "alte Schule", was man ihm sofort anhört. Der K550 klingt zuerst viel spannender, voller und mitreißender, auch "breiter", was das Frequenzspektrum angeht; aber was der K601 viel besser kann, ist souveräne Mitten mit "Druck" zu liefern. Keine Ahnung, ob du weißt, was ich meine - der K601 neigt jedenfalls mMn viel weniger zum Klirren, ist "satter" und natürlicher in den Mitten, und halt nüchterner, was seine Bass und Hochtongestaltung angeht. Kein allzu großer Peak bei ~8kHz, keine subtile aber vorhandene Anhebung zwischen 70 und 100Hz. Ich würde nicht sagen, dass einer besser ist als der andere - aber wirklich vergleichbar sind sie mMn nicht.
Der K550 ist zudem nicht ansatzweise so unkompliziert wie der K601 in der Verwendung - für letzteren gilt "Aufsetzen, fertig". Der K550 ist viel sitzkritischer.

Meine Meinung: Der K601 ist mMn ein neutraler, gezähmter SA5000 "für Arme". Beide haben wenig Kickbass, gehen aber sehr tief runter, bringen die Mitten hoch aufgelöst und "mit Nachdruck" (ich kanns nicht anders beschreiben... "körperhaft" evtl noch, aber das ist mir fast zuviel Schwurbelei), und haben einen gut durchhörbaren Hochton. Gut, der SA5000 zeigt mMn hier dem K601 die Rücklichter; aber es geht schon in dieselbe Richtung, mMn. Der schöne Sony hat halt im Vergleich miserabel gestimmte Mitten. Aber spannend klingt er. Oder besser: Klang er. Ich hab' ihn ja nicht mehr, meinen Vergleich hab' ich also aus dem Gedächtnis angestellt.

Was beide zusätzlich verbindet ist, dass sie nicht mehr hergestellt werden. Schade um den großen Sony... der einzige Hörer mit ausreichend Hochton, mMn. Aber darum geht's hier ja nicht...
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