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Beyerdynamic DT880 / AKG K701 / Sennheiser HD650 - Review & Vergleich

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HifiTux
Stammgast
#1 erstellt: 30. Jan 2011, 22:27
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BEYERDYNAMIC DT880 & AKG K701 & Sennheiser HD650
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Die Kopfhörer DT880 von Beyerdynamic, K701 von AKG und HD650 von Sennheiser gehören zu den am meisten diskutierten Modellen der dynamischen Kopfhörer im Hifi-Forum und auch sonst im Internet. Mittlerweile bekannt als „die großen drei“, sind die drei Kopfhörer sehr häufig Teil von Kaufberatungen, Fragen und Empfehlungen. Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte zu finden, trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Kopfhörer aufgrund der hohen Nachfrage noch ein weiteres Review verdient haben. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, diesen Vergleich zu schreiben. Ziel dieses Artikels ist keinesfalls eine direkte Kaufberatung, dazu ist er auch viel zu subjektiv gehalten, viel mehr möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen mit den jeweiligen Modellen preisgeben mit der Hoffnung, dass Suchende und allgemein Kopfhörer Interessierte davon profitieren können. GANZ WICHTIG: Probehören ist unbedingt notwendig, denn jeder empfindet Klang anders. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich erwähnen, dass abgesehen einiger Fakten und technischer Daten, der gesamte Inhalt dieses Reviews subjektiv ist. Alle beschriebenen Eigenschaften sind nur Resultate meiner persönlichen Vorstellungen und Vorlieben. Dieser Vergleich ist hauptsächlich den Klangeigenschaften gewidmet und weniger Faktoren wie Verarbeitung, Preis/Leistung und Tragekomfort (wie auch immer, trotzdem werde ich ein paar Zeilen dazu schreiben).

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass dieser Artikel kein Kurzreview ist und auch keine Zusammenfassung, die einen unkomplizierten und schnellen Vergleich darstellen soll. Viel mehr versuche ich eine möglichst große Fülle an Erfahrungen, die ich mit den Kopfhörern gesammelt habe, in eine informativ verwertbare Form zu bringen. Wer Interesse an den Modellen hat sollte sich die Mühe machen und die Texte zur Kenntnis nehmen. Wenn euch das ganze zu ausführlich wird, hilft vielleicht ein Sprung ans Ende des Artikels, wo ich versuche in Form von Empfehlungen, die Klangeigenschaften der Kopfhörer noch einmal zusammenzufassen.

Während K701 und HD650 nur in einer Modellversion vorliegen (die Gerüchte um den „neuen“ K701 kann ich nicht bestätigen) gibt es den DT880 in zahlreichen Versionen. Leider gab es zum Zeitpunkt des Kaufes keine '03 Version mehr im Handel, deshalb ist Teil dieses Reviews der neuere DT880, welchen es jedoch auch in drei Versionen (32Ohm, 250Ohm, 600Ohm) gibt. Da die 600 Ohm Version ein spürbarer Fortschritt gegenüber den anderen Modellen ist, habe ich mich damals für dieses Modell entschieden.

Ich habe alle beschriebenen Kopfhörer über einen längeren Zeitraum besessen und ein Haufen verschiedene Genres, verschiedene Quellenqualitäten auf verschiedenen Lautstärken gehört.

Los geht’s!


Beyerdynamic DT880

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Der Beyerdynamic DT880 hat mich beim ersten Hören wirklich begeistert. Er klingt unglaublich detailliert, klar und präzise. Der Klang lässt sich als sehr transparent beschreiben, nichts bleibt verborgen. Auch der Bass ist extrem klar und genau. Der DT880 kommt nie in die Gefahr zu viel Bass zu produzieren. Bei keinem Song gerät der Bass außer Kontrolle und frisst andere Frequenzen, außer die Aufnahme hat dies so vorbestimmt. Während diese unglaubliche Durchsichtigkeit und Klarheit mich bei den ersten Alben noch begeisterte, wurde mir bald klar, dass der Beyer sich seine Klarheit durch die doch sehr starke Anhebung des Hochtonbereichs erkauft. Wer Beyer kauft, muss seine Höhen einfach lieben, das steht fest. Der definierte, präzise Bass kombiniert mit den spitzen, präsenten Höhen sorgt für das Gefühl von Freiheit, Klarheit und „luftigem Klang“. Wie auch immer, nach einiger Zeit schaffte diese Abstimmung es aber mich etwas zu stören. Während der Bass nie zu viel ist, passiert es mir doch öfter, dass er zu schwach ist. Ich rede hier keinesfalls von der Qualität des Basses, diese ist wirklich sehr, sehr gut. Es geht mir eher um die Quantität. Ich bin keinesfalls ein waschechter Basshead, trotzdem fehlt manchmal einfach der Punch und das Volumen im Bass des DT880. Manche Songs erfordern eine Gewisse Fülle im Bassbereich, damit das gesamte Klangbild nicht zu dünn erscheint. Der Bass des DT880 ist so präzise, dass es bei manchen nicht ganz perfekten Aufnahmen schon etwas unnatürlich wirkt. Bei einem gut aufgenommenen Kontrabass klingt die schmale und präzise Struktur des Bassbereiches noch echt, ein E-Bass in einer Rock Aufnahme aber z.B klingt schon etwas zu dünn und schreit nach mehr Volumen um das Gesamtklangbild etwas zu füllen. Der Bass wird öfter als „langsam“ beschrieben. Keine Frage, es existieren schnellere Kopfhörer auf dem Markt, jedoch finde ich die Bezeichnung „langsam“ ziemlich übertrieben, verglichen mit so manch anderem Kopfhörer überzeugt die Geschwindigkeit des DT880.

Die Höhen des DT880 können durchaus interessant sein. Es gibt zahlreiche Aufnahmen bei denen ich die Höhen sehr gut finde, weil z.B ein schön gespieltes HiHat-Pattern fein heraussticht. Wichtig zu sagen ist, dass die 600 Ohm Version die Höhen wesentlich besser unter Kontrolle hat als die andern beiden. Trotzdem stören sie einfach manchmal. Es gibt Momente in denen es kaum Höhen gibt, man kaum Höhen hören möchte und trotzdem verpasst einem der Beyer die volle Ladung. Außerdem sorgt die Höhenbetonung gepaart mit dem sparsamen Bass für ein sehr helles Klangbild, was man gut finden kann, aber nicht muss. Trotzdem muss immer erwähnt bleiben, dass der Beyer unglaublich detailliert und fein aufspielt und das über alle Frequenzen verteilt. Die Mitten klingen sehr natürlich und weisen mehr Energie und Präzision auf als so manch ein anderer Hörer. Akustikgitarren profitieren stark durch die Abstimmung des Beyers. Die über den gesamten Frequenzgang vorhandene Klarheit verleiht Akustikgitarren, welche ja über den gesamten Frequenzgang verteilt spielen, einen schönen und homogenen Klang.

Der DT880 ist bei diesem Vergleich der Kopfhörer, der am wenigsten von teureren Kopfhörerverstärkern profitiert. Die 600 Ohm Variante erfordert technisch bedingt zwar eine Menge Saft und damit auch einen kräftigen Verstärker, der Klang profitiert aber im Vergleich zu K701 und HD650 eher wenig, wenn auch spürbar. Auch ist der DT880 derjenige, welcher sich am wenigsten in der Einspielphase verändert. Ich halte den DT880 für einen guten Allrounder. Er kann Spaß machen und mitreisend spielen. Wichtig ist, dass man sich mit den Höhen anfreunden kann. Wenn man damit zurecht kommt, wird der Klang auch nie ermüdend und der Beyer kann mächtig Laune machen.


AKG K701

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Beim AKG K701 teilen sich die Meinungen wirklich stark. Er gehört zu diesen „love it or hate it“ Dingen. Ohne Zweifel, der K701 ist wirklich eine Sache für sich.
Genauso wie der DT880 gehört auch der K701 zu den heller klingenden Kopfhörern. Der Hochtonbereich des K701 ist jedoch wesentlich zahmer und kontrollierter. Bezüglich der K701 Höhen lässt sich auch einige Kritik finden, ich halte die K701 Höhen jedoch für unglaublich natürlich und angenehm. Stimmen bringt der K701 wirklich genial rüber, hier gewinnt der K701 ganz klar gegenüber den anderen beiden Kopfhörern in diesem Vergleich. Besonders bei Frauenstimmen glänzt der K701, Männerstimmen hingegen sind öfter das Ziel von Kritik, welche ich jedoch nicht bestätigen kann. Gute Aufnahmen von Männerstimmen wird der K701 auch gut bringen. Dieser Kopfhörer ist zweifelsfrei einer der neutralsten, welche ich jemals gehört habe. Das kann jedoch nicht nur Vorteile haben. Viele Aufnahmen, besonders heutzutage, sind nicht dafür gemacht über neutrales Equipment gehört zu werden. Vielmehr werden sie dem „Klangbild“ moderner Billiganlagen und iPod Ohrstöpsel angepasst. Dies gilt besonders für Mainstream Musik, weniger für Klassik und Jazz. Der K701 ist unglaublich genau, er zeigt einfach alles was auf einer Aufnahme zu hören ist, was ihn sehr anfällig für schlechte Qualität macht. Es bringt absolut keinen Spaß mp3s mit niedriger Bitrate auf dem K701 zu hören. Der Bassbereich des K701 ist als Folge der sehr neutralen Abstimmung eher sparsam. Ich würde den Bass als die größte Schwäche des K701 bezeichnen.

Um ehrlich zu sein glaube ich dass es wesentlich mehr Leute gibt, die mit dem K701 nichts anfangen können, als die, die ihn lieben. Es reicht ein Blick in den Thread auf Head-fi „Worst high end equipment you head“ - der Name des AKG K701 fällt unglaublich oft. Das Problem des K701 ist der sehr kleine Anwendungsbereich, bei dem er wirklich gläzt und das ist Klassik. Für dieses Budget wird man wohl kaum einen Kopfhörer finden, der Klassik so gut wiedergibt wie der K701. Wie auch immer, als echter Klassikfan sollte trotzdem noch der AKG K501 ausprobiert werden, welcher ähnliche Qualitäten aufweist und teilw. sogar von manchen bevorzugt wird. Neben Klassik wird der K701 auch öfter für Jazz / Acoustic / Songwirter etc. eingesetzt – allgemein akustische, gut aufgenommene Sachen. Auch wenn der K701 hier Spaß machen kann, finde ich dass er bei diesen Genres in jeder Beziehung vom DT880 übertrumpft wird. Wer Elektro, Rock, Metal, Pop oder ähnliches hört sollte eher in eine andere Richtung schauen, hier ist der K701 nicht der richtige. Der K701 kann bei falscher Musik, welche wie bereits gesagt leider eine deutliche Mehrheit bildet, sehr klinisch und metallisch klingen.

Der AKG K701 ist ein sehr schwer anzutreibender Kopfhörer. Trotz der vergleichsweise niedrigen Impedanz von 62 Ohm, braucht der K701 sehr viel Saft um hohe Lautstärken zu erzeugen. Auch der Klang kann bei guten Kopfhörerverstärkern sehr stark profitieren. Hier im Forum gibt es schon zahlreiche Threads die sich mit der Verstärkersuche für den K701 auseinandersetzen. Der Kopfhörerausgang eines Laptops / PCs / MP3-Player wird dem K701 nicht gerecht, es geht unglaublich viel Potential an Klang und Lautstärke verloren.
Der K701 verändert sich stark in der Einspielphase. Ich hatte mal die Möglichkeit einen nagelneuen K701 gegen einen gebrauchten (300h+) zu testen, der Unterschied ist sehr stark ausgeprägt. Die Höhen klingen zu erst etwas agressiv und die Bässe sind sehr zurückgesetzt. Das Review bezieht sich komplett auf den eingespielten Kopfhörer!


Sennheiser HD650

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Dem Sennheiser HD650 wird eine Menge nachgesagt, besonders der berüchtigte „Sennheiser Teppich“. Dieser Teppich – auch Schleier genannt – soll ausdrücken, dass der Sennheiser im Vergleich zu anderen Kopfhörern etwas verwaschen und unklar klingt. Sozusagen als ob eine Gardine zwischen den Instrumenten und dem Hörer hängen würde.
Zuerst einmal: JA, dieser Teppich existiert. Das ist Fakt. Allerdings wird dieser Teppich DEUTLICH gemindert durch bessere Kopfhörerverstärker. Während der Sennheiser nicht ganz so viel Saft wie seine beiden Konkurrenten braucht, so ist er doch derjenige, dessen Sound sich am meisten verändert durch teureres Equipment. Er profitiert mit fast jedem Upgrade. Ich hatte die Chance den HD650 an einem ß22 zu hören, ein exzellenter Kopfhörerverstärker, es ist einfach unglaublich wie sehr sich der HD650 verändert. Der „Teppich“ reduziert sich deutlich, bleibt allerdings trotzdem vorhanden. Fakt ist, wer den HD650 genießen will, muss mit dieser Klangeigenschaft zurecht kommen.

Während K701 und DT880 als „hell“ gelten, wird der HD650 immer als „dunkel“ beschrieben. Das ist weder schlecht noch gut, man muss seine Entscheidung selbst treffen. Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass der Sennheiser besonders dunkel im Vergleich zu den anderen klingt – eher andersrum: DT880 und K701 klingen eher hell im Vergleich zu sehr vielen anderen Kopfhörern.

Der Bass des HD650 ist Angriffspunkt vieler Kritiker dieses Kopfhörers. Er wird mit Attributen wie „verwaschen“, „unpräzise“, „übertrieben“ dargestellt. Also, tatsächlich ist der HD650 kein Kopfhörer, den man als neutral beschreiben kann. Er verfärbt den Klang spürbar, teilw. Auch durch die nicht zu verachtende Bassanhebung. Er hat deutlich mehr Bass als seine beiden Konkurrenten, was meiner Meinung nach Musik genussvoller macht.
Bass ist immer so eine Sache bei HiFi, meistens verurteilen viele „Audiophile“ Bassbetonungen weil sie angeblich eine billige Masche wären und den Klang nur verfälschen würden. Für mich bringt die Bassbetonung des HD650 mehr Emotionen in die Musik, mehr Ausdruck. Trotzdem muss erwähnt werden, dass der Bass schon recht dick und matschig sein kann. Was Klarheit und Präzision des Bass angeht hat sich der HD650 klar unter DT880 und K701 zu ordnen. Die Höhen des HD650 klingen natürlich, wenn auch leicht zurück genommen. Der K701 bringt hier mehr Energie mit sich, während der HD650 eher smooth klingt und so nicht in die Gefahr kommt bei hochtonlastiger Musik zu nerven. Im Hochtonbereich seh ich beim HD650 einen krassen Kontrast zum DT880, welcher praktisch genau das Gegenteil macht.

Die Mitten des HD650 sind seine klare Stärke. Ein Punkt, wo sich sogar sehr viele Hifi Freaks einig sind (wow, das ist selten). Der Mittenbereich dieses Kopfhörers ist sehr ausgeprägt, die Mitten klingen klar, natürlich und angenehm. Angenehm ist sowieso das Wort, welches den HD650 am besten beschreibt. Eine bassbetonte, höhenreduzierte Abstimmung sorgt für eine entspannte Stimmung, alles klingt sehr „laid-back“ und einfach nur gemütlich. Gerade bei Musik die schon so gemacht ist, klingt das sehr toll. Ein langsames Klaviersolo mit einer ruhigen Frauenstimme als Begleitung klingt einfach gigantisch. Zum Aufwachen und Einschlafen sind diese Kopfhörer wirklich gut geeignet :-)
Der Umkehrschluss lässt natürlich erwarten, dass die HD650 nicht fähig sind richtig Spaß zu machen, richtig Druck aufzubauen, zum Tanzen aufzufordern. Nunja, das kann man schon so sehen. Ich finde schon, dass sie es schaffen bis zu einem gewissen Grad Energie und Leben aufzubauen. Wenn ich z.B Feuer Frei von Rammstein höre dann macht das echt Laune und ist keinesfalls ermüdend.
Trotzdem fehlt es ihm manchmal an Energie und Leben, hier ist der DT880 eine feine Ergänzung. Die Höhenbetonung sorgt einfach für ein aktives und spaßiges Hören.
Trotzdem fehlt dem DT880 für diesen Zweck etwas der Punch im Bass, welcher beim HD650 wesentlich stärker ausgeprägt ist.



Bühne, Verarbeitung und Tragekomfort

Die Bühne des K701 überrascht beim ersten Hören sehr. Es klingt zu erst schon fast wie in einem Konzertsaal. Der Klang scheint weit weg zu sein und sehr gut räumlich abzubilden. Nach etwas längerem Höhen verschwindet diese Begeisterung, die Bühne fängt an künstlich zu wirken. Was wirklich nerven kann ist dass die Bühne sehr breit geht, d.h stark nach links und rechts ausgeprägt ist, während sie nicht gerade weit nach vorn und hinten geht. Trotz der leicht künstlichen Übertreibung kann die Bühne des K701 überzeugen, viele sind gerade deshalb Fans dieses Kopfhörers.

Die Bühne des DT880 ist kleiner als die des K701, dafür aber wesentlich „runder“. Soll heißen sie geht ähnlich weit nach vorn und hinten wie zu den Seiten. Das wirkt auf mich etwas natürlicher und auch angenehmer bei manch einer Musik, trotzdem vermisst man nach dem Wechsel von K701 auf DT880 manchmal diese „Konzerthalle im Kopf“.

Die Bühne des HD650 ist ohne oder mit schwachem Verstärker die schlechteste der Dreien. Sie ist nicht wirklich groß, hat aber auch nicht diesen „In your Face“ sound wie man es von vielen geschlossenen Kopfhörern kennt. Richtig verstärkt wiederum, halte ich sie für noch ein Tick besser als die von K701 und DT880. Ich würde trotzdem behaupten, dass die Bühne des DT880 die allgemein tauglichste ist.

Dem K701 wird oft ein schlechter Tragekomfort nachgesagt aufgrund des Lederbandes was viele wohl unangenehm finden. Ich hatte keine großen Probleme mit dem Tragekomfort, trotzdem finde ich die beiden anderen Kopfhörer besser in dieser Beziehung. Die Verarbeitung des K701 ist edel und er sieht meiner Meinung nach wirklich gut aus.

Der HD650 kann am Anfang sehr unangenehm sein, denn er ist extrem fest. Das ändert sich aber schon nach kurzer Zeit. Je länger man ihn trägt, desto weiter wird er. Man kann den Prozess auch beschleunigen, in dem man ihn nachts streckt z.B über ein paar Bücher.
Wenn er erst mal „angepasst“ ist, finde ich ihn relativ bequem, ich habe nichts gegen den festen Druck. Die Verarbeitung und das Aussehen des HD650 finde ich nicht spektakulär, einfach „normal“ halt. Nicht besonders gut aber auch nicht besonders schlecht.

Der DT880 sieht meiner Meinung nach nicht sehr schick aus, ist dafür aber sehr gut verarbeitet und hat den besten Tragekomfort. Man spürt ihn kaum und auch nach langem Hören hat man kein Verlangen ihn abzusetzen.



Kaufempfehlungen

Man darf nie vergessen, dass es sowas wie den perfekten Kopfhörer nicht gibt und auch nie geben wird. Jeder hat andere Vorstellungen davon, wie etwas klingen soll. Trotzdem lassen sich einige Empfehlungen aussprechen, da manche Abstimmungen gut zu mancher Musik passen. Bitte unbedingt Probe hören, keine Beschreibung im Internet wird das ersetzen!

Obwohl ich denke, dass der AKG K701 technisch gesehen ein beeindruckend gut gelungen Kopfhörer ist, denke ich dass er den wenigsten gefallen kann. Ich wage zu behaupten, dass ein Großteil „typischer Musikhörer“ nicht mit dem Bass zurecht kommen wird. Obwohl der Bass recht kontrolliert und präzise ist, fehlt es für die meiste Musik einfach an Volumen, an Quantität. Wer ein reiner Klassikhörer ist sollte unbedingt über diesen Kauf nachdenken, denn da macht sich der K701 wirklich sehr gut. Alle anderen sollten Probe hören und sich versuchen zu überzeugen. Selbst wer viel ruhige Musik hört (hier für wird der 701 oft empfohlen ) ist denke ich mit dem DT880, wenn er auf die analytische Nummer steht, oder mit dem HD650, wenn er auf die gemütliche Nummer steht, besser beraten. Der K701 klingt für viele Ohren zu steril, klinisch und blechern.

Der DT880 ist tauglich für viele Arten von Musik. Wer 1) mit der Höhenbetonung zu recht kommt und 2) nicht zu viel Bass verlangt ist mit dem DT880 sehr gut beraten. Er präsentiert Musik sehr klar, differenziert, hochauflösend und energiereich. Der DT880 ist trotzdem eher für den „analytischen Hörer“ gedacht, der sich hinsetzt und ganz genau den Tönen lauscht.

Der HD650 sorgt für ein gemütliches Klangerlebnis, der betonte Bass kann Spaß machen aber auch zu viel des guten sein. Wer vor hat teureres Equipment (KHV, DAC..) anzuschaffen, wird mit dem HD650 noch glücklicher sein. Der HD650 ist nicht gerade neutral, er verfärbt den Klang spürbar, kann aber gerade dadurch sehr gefallen. Die Mitten sind einsame spitze.

Bitte vergisst auch nie die Alternativen zu beachten. Wer z.B viel Metal, Elektro oder Hip Hop hört ist evtl. mit bekannten, geschlossenen Kopfhörern à la Audio Technica ATH-M50 oder Shure SRH 750 besser dran. Ebenfalls interessant ist der D2000 von Denon, der eher „spaßig“ abgestimmt ist, d.h mit viel „Leben, Energie und Kick“ spielt. Auch der HD600 von Sennheiser ist eine echte Alternative, für viele sogar besser als der HD650. Ich hoffe dieser Thread hilft einigen suchenden

~ so long


[Beitrag von HifiTux am 31. Jan 2011, 11:26 bearbeitet]
Uriex
Inventar
#2 erstellt: 31. Jan 2011, 07:30
Sehr schön geschriebenes Review
Hüb'
Moderator
#3 erstellt: 31. Jan 2011, 07:49
x2!

Das wird sicher vielen Lesern weiterhelfen, zumal quasi die Standardfrage in dieser Preisklasse behandelt wird.

Grüße
Frank
Interessierter4711
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 31. Jan 2011, 11:04
@HifiTux: Danke auch für das sehr ausführliche und informative Review. Eine Frage zum DT-880 hätte ich noch. Ich habe hier irgendwo gelesen, dass der KH bei Großklassik etwas Probleme mit den Details hat. Er soll die einzelnen Instrumente nicht so gut auflösen, was der AKG 701 besser lösen soll. Der Beyer ist damit angeblich etwas überfordert. Hast du das zufällig ausprobiert bzw. kannst du das nachvollziehen?

Gruß, Werner
Leipziger
Stammgast
#5 erstellt: 31. Jan 2011, 11:16
Superber Bericht, der sich mit meinen Erfahrungen deckt. Danke dafür.

Gruß
Frank
HifiTux
Stammgast
#6 erstellt: 31. Jan 2011, 11:20
Hi,

ich kann die Kritik nachvollziehen. Der K701 ist wirklich einsame spitze was das angeht. Die künstlich in die Breite gezogene Bühne kann das ganze noch unterstützen, da die Instrumente sozusagen "auseinander gezogen" werden.

Ich würde generell eher den K701 empfehlen für den reinen Klassikhörer. Wie gesagt solltest du in diesem Fall auch den K501 Probe hören, viele Leute finden den sogar besser als den K701.

Der Beyer wird zweifelsfrei auch eine gute Figur machen, aber wenn man sowieso nur Klassik hört, ergibt es viel mehr Sinn gleich zum Spezialisten zu greifen.

lg
Leipziger
Stammgast
#7 erstellt: 03. Feb 2011, 13:15
Es ist leicht, den K701 zu respektieren. Es ist schwer, ihn lieb zu gewinnen.

Gruß
Frank
lowend05
Stammgast
#8 erstellt: 04. Feb 2011, 17:00
Hi!
Super Vergleich! Er deckt sich auch mit meinen Erfahrungen (nur HD 650 und 701, DT 880 kenne ich nicht).

Allerdings gehöre ich zu denen, die den 701 lieben Ich mag es sehr, wie er die Details rausschält. Der HD 650 mumpft irgendwie alles etwas zu. Mir reicht auch bei Rockmusik der Bass des AKG.
Also bei mir bekommt der AKG jedenfalls deutlich mehr Spielzeit als der Senni. Vielleicht versuche ich ja mal den HD 800, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er seinen stolzen Preis wirklich Wert ist...
Viele Grüße
lowend05
audiophilanthrop
Inventar
#9 erstellt: 04. Feb 2011, 17:37
Es ist etwas unglücklich, daß keiner der "Großen Drei" für sich in Anspruch nehmen kann, wirklich neutral zu sein. Da wäre ein HD600 schon näher dran.

Aber meine Güte, was sind die Sennis teuer geworden. Es gab Zeiten, da bekam man einen HD600 für 180 und einen HD650 für 230 Fragezeichen, heute kommt man kaum unter 250 bzw. 290 weg. Aua. In der Preislage gibt's bei Beyer wenigstens 'ne bombastische Verarbeitung, während gerade beim HD600 immer noch Wackelstecker und leicht scheußliches Marmorfinish regieren.


[Beitrag von audiophilanthrop am 04. Feb 2011, 17:40 bearbeitet]
HifiTux
Stammgast
#10 erstellt: 04. Feb 2011, 18:22
Die Preisentwicklung ist wirklich relativ interessant. So war der K701 am Anfang doch wesentlich teurer, jetzt ist er mit 200€ der günstigste der großen Drei.

Ich finde den K701 schon relativ neutral, wenn auch der HD600, wie du sagtest, noch etwas näher dran ist. Der HD600 ist sowieso ein sehr guter Kopfhörer meiner Meinung nach. Er ist ja, zumindest hier im Forum, seltener Teil von Kaufempfehlungen. Ich glaube viele haben dem HD600 garkeine Chance gegeben und gleich zum HD650 gegriffen. Ich finde aber, dass der HD600 wirklich ganz anders klingt als der HD650, für viele evtl. auch "besser".

Vielleicht schreib ich irgendwann noch ein HD600 vs HD650


lg
denkprekariat
Inventar
#11 erstellt: 04. Feb 2011, 20:47
Gefällt mir das Review. Sehe viele Sachen ähnlich. Nur dass ich den Sennheiser furchtbar fand, zumindest bei manchen Sachen. Ich finde, ihm fehlt grade die Emotion. Einer, der alles gut aber nichts richtig macht.
HifiTux
Stammgast
#12 erstellt: 04. Feb 2011, 21:36
Tja, so unterscheiden sich Meinungen
War auch ne Zeit lang anderer Meinung, mittlerweile bin ich aber übezeugt, dass der Senn der klare Gewinner der Dreien ist.

Naja, alles subjektiv

lg


[Beitrag von HifiTux am 04. Feb 2011, 21:36 bearbeitet]
Kakapofreund
Inventar
#13 erstellt: 05. Feb 2011, 01:20

HifiTux schrieb:
Tja, so unterscheiden sich Meinungen
War auch ne Zeit lang anderer Meinung, mittlerweile bin ich aber übezeugt, dass der Senn der klare Gewinner der Dreien ist.

Naja, alles subjektiv

lg


Obwohl ich ein Sennheiser-Fetischist bin, bin ich der Meinung, dass ein K701 (bass heavy version) dem HD650 überlegen ist, weil er einfach mehr Details zeigt und den natürlicheren Klang hat.

Der HD650 lässt sich aber entspannter hören.

Die ultimative Symbiose aus beiden stellt meiner Meinung nach der HD800 dar.

Den DT880 habe ich schon immer als überflüssig angesehen...

Jedem seine Meise... äh Meinung.
Trance_Gott
Inventar
#14 erstellt: 05. Feb 2011, 10:18
AKG701 bass heavy version! Hab ich da etwas verpasst? Ist das ein neuer mod?
Kakapofreund
Inventar
#15 erstellt: 05. Feb 2011, 11:47
Nun ja... einige K701 klingen ziemlich basslos, während andere doch einen guten und recht knackigen Bass bieten.

Letztere nenne ich einfach mal "bass heavy".
lowend05
Stammgast
#16 erstellt: 05. Feb 2011, 12:54
Hi!
Also meiner hat wirklich genug Bass. Als Bass-Heavy würde ich das allerdings noch nicht bezeichen

Gruß
lowend05
trapister
Stammgast
#17 erstellt: 05. Feb 2011, 14:01
Sehr schöner Review,
ich bin ja auch bekennender K701-Fan. Ich mag ihn auch bei vielen rockigen Stücken wie Tool. Nur bei wuchtigem Gittarenrock ala Audioslave, Queens of the Stoneage etc. finde ich ihn zu wenig basslastig.
Den Beyer finde ich allerdings auch sehr interessant. Da ich den AKG jedoch geschenkt bekommen habe und mich erst dadurch mit Hifi im allgemeinen und KH im speziellen angefangen habe zu interessieren war mein Gehör und Geschmack wohl schon beeinflusst.
Ich bin gerade dabei mich für einen Zweithörer umzuschauen. Mal schauen welcher das wird. Ich hoffe einen zu finden der die Schwächen des AKG perfekt ergänzt. Ich werde mich mal in Richtung Denon umhören.

Grüße
Trapister


[Beitrag von trapister am 07. Feb 2011, 14:43 bearbeitet]
Leipziger
Stammgast
#18 erstellt: 07. Feb 2011, 09:21
An dieser Stelle nochmals Danke an HifiTux, diese drei modernen Klassiker nochmals ins Rampenlicht geholt zu haben.

Dies erscheint mir umso notwendiger, als dass ich auf headfonia einen doch recht despektierlichen Bericht über das "old-school-trio" las. Der Autor hält dieses Trio angesichts von HD 800/ T1 auf der einen und Custom-In-Ears auf der anderen Seite augescheinlich für überflüssig. Gut, dem DT 880 und dem HD 650 wird immerhin die Existenzberechtigung attestiert, beim K 701 siehts noch trüber aus.

Nun sage ich dazu: Nur weil es jetzt besseres (zu einem wesentlich höheren Preis!) gibt, werden doch die ehemals großen Drei nicht schlechter? In der Preisklasse von 200 - 300 EUR ist noch immer nichts besseres nachgewachsen.

Musste mal raus.

Grüße Frank
denkprekariat
Inventar
#19 erstellt: 07. Feb 2011, 19:25
Jap, meiner Meinung nach ziemlich idiotisch, die großen Drei zu degradieren, nur weil man auch besseres bekommen kann. Die Big3 sind absolut fantastische Kopfhörer mit einem insgesamt guten P/L Verhältnis.
lotharpe
Inventar
#20 erstellt: 07. Feb 2011, 19:58

denkprekariat schrieb:
Die Big3 sind absolut fantastische Kopfhörer...


Beim DT880 und HD650 muß ich zustimmen.
Kakapofreund
Inventar
#21 erstellt: 07. Feb 2011, 20:30

lotharpe schrieb:

denkprekariat schrieb:
Die Big3 sind absolut fantastische Kopfhörer...


Beim DT880 und HD650 muß ich zustimmen. :prost


Und ich beim K701 und HD650, wenn auch nicht "absolut".
denkprekariat
Inventar
#22 erstellt: 08. Feb 2011, 18:42
Geschmackssache würde ich sagen. Ich kann dem 650 auch nicht sooo viel abgewinnen...
HifiTux
Stammgast
#23 erstellt: 09. Feb 2011, 17:19
Ich hoffe nur jeder der den HD650 verurteilt, hat ihn mal an einem richtig guten Verstärker gehört.
Bei allem Respekt zu K701 und DT880, find ich schon dass der HD650 sie bei korrekter Verstärkung an die Wand spielt.

lg
ZeeeM
Inventar
#24 erstellt: 09. Feb 2011, 17:31

denkprekariat schrieb:
Geschmackssache würde ich sagen. Ich kann dem 650 auch nicht sooo viel abgewinnen... :)


Den 650er hatte ich mal auch über ein Wochenende. War auch nicht so meine Sache. Etwas im Bereich um 2KHz angehoben war die Sache schon besser.
Ich sehe aber auch ab einem bestimmten Level den Faktor indivdueller Geschmack als sehr maßgeblich.
Was nutzt mir die technisch perfekte Wiedergabe, wenn diese kein Wohlbefinden generiert? Ob man dann seine Gewohnheiten der Technik anpassen muß, damit das Investment eine Rechtfertigung hat, das halte ich für fragwürdig.
lotharpe
Inventar
#25 erstellt: 09. Feb 2011, 18:55

HifiTux schrieb:
Ich hoffe nur jeder der den HD650 verurteilt, hat ihn mal an einem richtig guten Verstärker gehört.


Ich habe ihn noch nie verurteilt und auch oft geschrieben, dass der HD650 mit seinem Antrieb wächst.
Am V200 z.b. klingt er richtig gut, war beim ersten Test sehr angetan.
An welchem Verstärker betreibst Du den 650er?
Der Zuspieler, DAC u.s.w. würde mich auch interessieren.

Edit: ein schönes Review, hatte es ganz vergessen zu schreiben.


[Beitrag von lotharpe am 09. Feb 2011, 19:02 bearbeitet]
Uriex
Inventar
#26 erstellt: 09. Feb 2011, 19:37

ZeeeM schrieb:

Was nutzt mir die technisch perfekte Wiedergabe, wenn diese kein Wohlbefinden generiert? Ob man dann seine Gewohnheiten der Technik anpassen muß, damit das Investment eine Rechtfertigung hat, das halte ich für fragwürdig.


So sehe ich das auch. Ich persönlich komme einfach nicht mit der Abstimmung zurecht, auch wenn ich ihn technisch schon recht gut fand.
lotharpe
Inventar
#27 erstellt: 09. Feb 2011, 19:44
Man darf aber nicht vergessen, dass es vom HD650 etwas heller abgestimmte Exemplare gibt, mein KH gehört dazu.
PEG96
Stammgast
#28 erstellt: 09. Feb 2011, 21:44
Tolles Review, mit tollen Kopfhörern, welche jetzt wem gefallen, muss jeder ja für sich selbst entscheiden, mir gefallen die Senni HD650 sehr gut.
FoxSpirit
Stammgast
#29 erstellt: 10. Feb 2011, 13:41
Tolles review.
Ich hab selbst den DT880pro(250Ohm) und verzweifel leicht mit ihm.
Unglaublich schnell und präzise, gibt vor allem Sachen wie Hi-Hats, Schellen und andere schnelle Percussions Instrumente fantastisch wieder. Wirklich mitreissend.

Aber die Höhen sind für meine Ohren langsam ein Problem. Am Anfang toll aber nach 20 Minuten ist dann immer Schluss. Eine Spur zurückhaltung und er wär so grossartig.

Manche sagen dass ein Röhrenverstärker hier viel verbessert, hat da wer Erfahrung?

Ach ja, hab den 650 schon öfter gehört, fand ihn immer toll. Vielleicht nicht super präzise aber dafür sehr ansprechend im Klang. Vielleicht mal in der Zukunft.

edit: Beim schreiben kam mir die Idee, den Hochton für die DT880 am Verstärker zurückzuschrauben. Manchmal steht man echt auf der Leitung. Viel besser


[Beitrag von FoxSpirit am 10. Feb 2011, 13:54 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#30 erstellt: 10. Feb 2011, 14:22

FoxSpirit schrieb:
Manche sagen dass ein Röhrenverstärker hier viel verbessert, hat da wer Erfahrung?


Wenn so gebaut wurde.
Es gibt keinen Grund, das ein Röhrenverstärker das Klangbild verfärbt, es sei denn es ist beabsichtig oder entspringt der Unfähigkeit des Konstrukteurs.

Frag mal am Kopfhörerstammtisch den User Noxter, ob er da ein Tipp hat, wie man die Dämpfung etwas ändern kann.
Kakapofreund
Inventar
#31 erstellt: 10. Feb 2011, 15:13

FoxSpirit schrieb:

Aber die Höhen sind für meine Ohren langsam ein Problem. Am Anfang toll aber nach 20 Minuten ist dann immer Schluss. Eine Spur zurückhaltung und er wär so grossartig.


Das war auch mein Hauptproblem mit dem DT880.

Aber ob die Höhen am Verstärker herunter zu schrauben wirklich eine gute Lösung ist?!
FoxSpirit
Stammgast
#32 erstellt: 10. Feb 2011, 16:50
Wie meinst Du das?

edit: war da nicht gerade ne Antwort über den DT880 an 120Ohm hier?? *wunder*


[Beitrag von FoxSpirit am 10. Feb 2011, 17:00 bearbeitet]
Musikaddicted
Inventar
#33 erstellt: 10. Feb 2011, 20:55
Schöner Vergleich!
Toll geschrieben und alles Wichtige benannt. Ich kann vieles nachvollziehen und aus eigener Erfahrung bestätigen. Gerade das KHV-Verlangen des AKG und die letztendliche Vorliebe für den HD650 trotz aller seiner Schwächen. Genau auf meiner Linie.

Zwei Daumen hoch!


[Beitrag von Musikaddicted am 10. Feb 2011, 20:56 bearbeitet]
FoxSpirit
Stammgast
#34 erstellt: 11. Feb 2011, 11:51

Nordwestlicht schrieb:

FoxSpirit schrieb:

Aber die Höhen sind für meine Ohren langsam ein Problem. Am Anfang toll aber nach 20 Minuten ist dann immer Schluss. Eine Spur zurückhaltung und er wär so grossartig.


Das war auch mein Hauptproblem mit dem DT880.

Aber ob die Höhen am Verstärker herunter zu schrauben wirklich eine gute Lösung ist?!


Na ja, sie bringt zumindest ein wenig. Aber eine echt Lösung ist es nicht. Ich werd vielleicht den KH tauschen... oder als zukünftiges Mahnmal dafür behalten, falls mich ein KH mal wieder mit so hellen, klaren Höhen anspricht.

Na ja, ein wenig traurig bin ich schon
HifiTux
Stammgast
#35 erstellt: 11. Feb 2011, 13:26
Danke allen für die netten Worte



An welchem Verstärker betreibst Du den 650er?
Der Zuspieler, DAC u.s.w. würde mich auch interessieren.


Meistens mit

foobar flacs > DAC Magic > HPA V100

Hätte liebend gerne einen ß22, war sehr begeistert als ich ihn testen könnte. Aber leider kann ich das selber bauen nicht so gut und hoffe deshalb irgendwann mal einen Deal mit nem guten Selbstbauer machen zu können.

lg
FoxSpirit
Stammgast
#36 erstellt: 11. Feb 2011, 13:43
Wie is Deine Meinung zum DAC-Magic, ein echtes Upgrade zu nem guten (~€300, Yammi CDC600 mit BurrBrown Dac) CD-Player?

Ach ja, hast Du meine PM erhalten??
Kakapofreund
Inventar
#37 erstellt: 12. Feb 2011, 00:02

FoxSpirit schrieb:


Na ja, ein wenig traurig bin ich schon :(


Absolut verständlich.
joachim-s
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 23. Feb 2011, 04:06

HifiTux schrieb:
[...] Der HD600 ist sowieso ein sehr guter Kopfhörer meiner Meinung nach. Er ist ja, zumindest hier im Forum, seltener Teil von Kaufempfehlungen. Ich glaube viele haben dem HD600 garkeine Chance gegeben und gleich zum HD650 gegriffen. Ich finde aber, dass der HD600 wirklich ganz anders klingt als der HD650, für viele evtl. auch "besser".

Vielleicht schreib ich irgendwann noch ein HD600 vs HD650


lg

Einen solchen Vergleich fände ich sehr interessant. Vor allem, wenn die Frage erörtert würde, wann man eher zum HD 600, und wann zum HD 650 greifen sollte ...
KoRnasteniker
Inventar
#39 erstellt: 02. Mrz 2011, 00:41

HifiTux schrieb:
Wer Elektro, Rock, Metal, Pop oder ähnliches hört sollte eher in eine andere Richtung schauen, hier ist der K701 nicht der richtige.


Najaa, so pauschal kann man das nicht sagen. Wie schon von dir erwähnt, hat ja jeder andere Höreindrücke. Aber, dass ein M50 etc. mit stark angehobenem Bass wirklich immer der bessere Hörer bei Musik ist, die von Haus aus schon einen etwas hervorgehobenen Bass besitzt bezweifle ich. Das relativ bassig aufgenommene Album von White Hinterland (Kairos) ging mit m50 und Co. gar nicht. Da hatte ich vor lauter Bass, sonst nichts mehr gehört. (klingt dann fast so wie bei einem Discobesuch ).

Einen K701, als auch einen DT880 mit Elektronischer Musik befeuert und beide Male als ausreichend druckvoll im Bass empfunden (auch wenn das Kosheen Album Resist ganz und gar nicht bassig aufgenommen wurde).

Sogesagt gibt es also auch Leute, die den K701 genauso als Allroundhörer ansehen wie einen DT880 (zum Bleistift meine Wenigkeit ;))

Gruss, Thomas

PS.: Auch bei Blackmetal ala Lunar Aurora (Weltengänger) kam mir der K701 keineswegs dünn vor.
D@rko
Stammgast
#40 erstellt: 02. Mrz 2011, 11:12
An einem Vergleich zwischen HD600 & HD650 wäre ich auch sehr interessiert. Der HD600 ist einer der wenigen KH, den ich noch nie Probehören konnte. Er ist einfach zu selten anzutreffen.

Ansonsten tolles Review, stimme auch mit dir größtenteils überein. Mein Lieblingshörer von den dreien bleibt der HD650. Ist am entspanntesten, geht schön weit runter und verliert mit meinem KHV auch diesen "Schleier".
Der Beyerdynamic ist auch ganz nett, nur besitzt er mir zu krasse Höhen. Mir tun die Ohren nach einiger Zeit damit weh. Dementsprechend nichts für mich.
Den AKG konnte ich bis jetzt nur als "Bass Heavy" Version hören, und da wusste er auf jeden Fall zu gefallen. Dann kann er definitiv auch für andere Genres als Klassik eingesetzt werden
Ansonsten ist das Einsatzgebiet des K701 ziemlich beschränkt und da mann halt sehr viel Glück beim Kauf braucht, wird keiner zu mir ins Haus kommen.
Kakapofreund
Inventar
#41 erstellt: 02. Mrz 2011, 14:27
HD600 klingt gegenüber dem HD650 im gesamten Klangbild heller, bringt aber etwas weniger Details im Hochton.

Er klingt alles in allem ausgeglichener und sogar noch entspannter und bietet eine mini-minimal kleinere Bühne.

Bei einigen Muskstücken ist er einfach die bessere Wahl gegenüber dem HD650, der manchmal gerade des Basses wegen etwas zu viel Dunkelheit mitbringt.

Noch heller abgestimmt, als der HD600 sind HD565 und HD545, wobei HD565 in etwa die gleiche Fülle an Details wie der HD650 bietet, während der HD545 etwas weniger Details als alle anderen aufweist.

HD545 bietet letztlich die größte Bühnendarstellung von allen.

Die hellere Abstimmung geht bei HD545 und HD565 in Richtung AKG K701. Der Bass ist beim HD565 minimal kräftiger, als beim 545er, die Höhendarstellung ist bei beiden gleich. Sibilanten/Zischlaute sucht man vergeblich.

Kurzum würde ich sagen:

Der HD650 klingt am plastischsten.
Der HD600 klingt am entspanntesten.
Der HD565 klingt am realsitischsten.
Der HD545 trumpft bei einzelnen Stücken auf (z.B. Also sprach Zarathustra, R. Strauss, Wiener Phil., H.v.Karajan, Decca, 1959 - keiner beherrscht diese spezielle Aufnahme so umwerfend, wie er)


[Beitrag von Kakapofreund am 02. Mrz 2011, 14:28 bearbeitet]
joachim-s
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 02. Mrz 2011, 15:01
Hat der HD 650 also quantitativ gesehen am meisten Bass, wenn man die restlichen HD 5xx/6xx zum Vergleich heranzieht?
Kakapofreund
Inventar
#43 erstellt: 02. Mrz 2011, 15:12
So ist es.
aaarghh
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 07. Mrz 2011, 11:09
@HifiTux:
Super Review. Vielen Dank dafür!

Hast Du die beiden heller abgestimmten KH (701 und 880) mal an einem Röhren-KHV gehört (z.B. a la Brocksieper Earmax) und wenn ja, wie verhalten sie sich daran? Kommt ihnen das z.B. bei Jazz und Singer/Songwriter entgegen oder verlieren sie dabei an Präzision und Auflösung?

Danke & Gruß, Marc
einser00
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 13. Mrz 2011, 11:04
Ich habe seit wenigen Tagen den K 701. Ich höre ihn am Meier Corda Opera mit einem EQ davor, da meine Ohren einen starken Hochtonverlust haben. Der EQ verstärkt Baß und Höhen um ca 20 db. Der AKG braucht unglaublich viel Saft, der Opera steht (bei meinen Lautstärken) im Anfang des letzten Drittels.

Er klingt unglaublich räumlich, luftig und dennoch prägnant und druckvoll. Die Höhen sind sehr ausgeprägt, die Mitten etwas zurücktretend, dafür die Bässe mehr als zufriedenstellend. Sogar der Kickbaß ist durchaus eindrucksvoll. Genesis "Conversation with 2 stools" aus "Live over Europe" ist durchaus druckvoll und überzeugend, kommt zwar nicht an meine JH 16 dran, ist aber auch eine ganz andere KH-Klasse.

Meine Frau verlangte nach dem linearen Hören spontan nach der EQ-gefärbten Einstellung, was mir klar macht, daß der K 701 kein Baßwunder ist.

Sologesang wie Tok Tok Tok ist hingegen ein Genuß, die weibliche Stimme ist phantastisch konturiert und einschmeichelnd, man meint, man steht neben den Beiden. Das Arbeiten der Finger am Kontrabaß habe ich noch nie so eindrücklich und plastisch gehört.

Fazit: Dieser KH bleibt! Für 199 Euronen nach dem Erscheinen des Q 701, der ein nur in winzigen Details veränderter K 701 ist, ein echtes Schnäppchen! Er wird eine echte Höralternative zu meinen JH 16 sein.

Verarbeitung, Tragekomfort und Design (meiner ist weiß!) sind über jegliche Kritik erhaben. Der kleine Ständer ist eine nette Dreingabe, die zeigt, daß man in Österreich durchaus mitdenkt.

lg Matthias


[Beitrag von einser00 am 13. Mrz 2011, 11:06 bearbeitet]
HifiTux
Stammgast
#46 erstellt: 14. Mrz 2011, 21:55
Hey, war hier 'ne Zeit lang nicht aktiv.

@einser00: Wenn einem der K701 richtig gut gefällt, dann ist er mit 199€ wirklich ein echtes Schnäppchen. Interessant eig., wenn man bedenkt, dass der 701 nicht immer der günstigste unter den Dreien waren. Im Gegensatz dazu ist der Senni zB erschreckend teuer geworden. Dass die meisten, wie auch du gesagt hast deine Frau, mit einer V-formigen EQ anpassung des K701 besser zurecht kommen, kann ich gut nachvollziehen. Ich persönlich habe etwas gegen EQs.. weiß selbst nicht genau warum, aber irgendwie ist mir jegliches Audio Equipment, dass mir nicht ohne Verfälschung gefällt, unsympathisch. Aber wenn du Probleme mit deinen Ohren hast ist ein EQ natürlich selbst verständlich sinnvoll.

@KoRnasteniker: Klar gibt es bestimmt einige Leute, die den K701 sehr ansprechend finden, sogar als AllArounder. Deshalb sage ich auch immer wieder: selbst Hören geht über alles!
Trotzdem würde ich bei einer objektiven Kaufberatung den K701 niemals als allgemein tauglichen KH empfehlen. Da sind andere einfach "attraktiver". Dass du gut Metal und Elektro hören kannst mit dem Ding find ich schön, ich kann es irgendwie nicht. Das Klangbild ist mir viel zu blutleer, drucklos und schrill. Andersrum punktet der K701 wirklich, wie einser00 gesagt hat, bei Sologesang etc. - gerade bei Frauenstimmen.

@aaarghh: Den K701 leider nicht, den DT880 hab ich an verschiedenen Röhren KHVs gehört. Meine Erfahrung ist, dass es sich durchaus lohnen kann, wenn man ein Modell erwischt, dass so konstruiert ist, dass es den nachgesagten "Röhrensound" hat. Ich hab mich aber nicht eingehen damit beschäftigt. Geräte die absichtlich den Klang verändern sind nicht wirklich meine Freunde, für mich ist das nur ein "unabänderbarer Hardware-EQ" - nichts für mich
Den KHV, den du genannt hast, kenn ich leider nicht.
Gehört habe ich zB am Little Dot und Woo Audio 3 und 6.
An Auflösung verlieren sie mMn. nach nicht.

@joachim-s, D@rko: HD600 vs HD650 kommt noch!

@alle anderen: danke für die netten Kommentare!

lg
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 15. Mrz 2011, 13:57
Ich habe mir letztens den Denon AH-D2000 und den AKG Q701 ausführlich an einem Accuphase Verstärker anhören können. Leider hatte ich nicht meine eigene Musik dabei und so musste ich mich mit einer audiophilen Test-CD begnügen.

Dabei hat der AKG den Denon allerdings ordentlich zur Sau gemacht! Im direkten Vergleich waren die Höhen vom Denon zu scharf und der Bass zu aufgeblasen. Männerstimmen klangen leblos, fast hohl.
Der AKG war viel angenehmer, hatte super Höhen ohne aufdringlich zu wirken, einen ganz präzisen Bass und einfach nur traumhafte Stimmen!

Wollte deswegen jetzt bald meinen HFI-780 mit dem K701 ersetzen, doch je mehr ich lese, desto mehr befürchte ich einen Fehlkauf zu begehen. Es scheint nicht als ob der AKG mit meinem gelegentlichen Drang nach fetzigen Sound zurecht kommen würde. Aber man kann ja schließlich nicht immer nur Softie-Jazz und Klassik hören...

Den DT880 und auch den HD650 habe ich noch in keinem Laden gefunden. Der Sennheiser interessiert mich zwar nicht die Bohne, aber so ähnlich habe ich vorher vom AKG auch gedacht.
Hat jemand noch ein paar andere "große Namen", die ich mir anhören sollte? Am liebsten wäre mir ein lebendiger Klang mit gutem Timbre. Also die Frequenzkurve muss nicht absolut gerade sein solange sich Instrumente und Stimmen echt anhören.
petitrouge
Inventar
#48 erstellt: 15. Mrz 2011, 14:21
Dann schau Dich mal nach einen Alessandro MS1 oder MS-Pro um das dürfte dann denke ich am eheseten Deinen Geschmack treffen.



Grüsse Jens
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 15. Mrz 2011, 14:51
Danke!
Von Grado/Alessandro habe ich schon oft gelesen, doch wegen der Optik und den Preisen ebenso oft vergessen.

Doch wenn ich nicht einmal einen Beyer im Laden finden kann, wie soll ich dann einen Alessandro finden? Der MS2 liest sich sehr gut. In China wird der zum aktuellen Kurs für rund 200€ verkauft. Nur anhören kann ich ihn nicht.
petitrouge
Inventar
#50 erstellt: 15. Mrz 2011, 15:32
Solltest Du irgendwann einmal in der Nähe vom Bodensee verweilen darfst Du gerne einmal bei mir vorbeikommen bezüglich MS-Pro (gemoddeter Ultimate).

Ansonsten wäre noch mindestens ein MS-Ulti im Raum Giessen falls das näher sein sollte für Dich.



Grüsse Jens


PS: Ganz nebenbei habe ich meinen MS-Pro auch nicht neu gekauft gehabt.....manchmal muss man einfach warten um dann zuzuschlagen. Ich gestehe es war ein Blindkauf, doch bereut habe ich den bis dato noch nicht.


[Beitrag von petitrouge am 15. Mrz 2011, 15:37 bearbeitet]
Kakapofreund
Inventar
#51 erstellt: 15. Mrz 2011, 21:13

HuoYuanjia schrieb:
Instrumente und Stimmen echt anhören.


HD800.

Ich habe genügend Kopfhörer gehört und auch ausreichend "live-Erfahrung", um behaupten zu können, dass hier Instrumente und Stimmen am echtesten klingen. Für mich zumindest!

Allerdings klingen schlechte Aufnahmen auch wirklich beschissen damit.

Den MS Pro habe ich noch nicht gehört, aber der MS1i klingt eher nervig, als "echt". Die Verarbeitungsqualität ist sowieso unter aller Sau.
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