Hochwertiger In-Ear (~150 €) für Cowon J3

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basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Apr 2011, 19:13
Hi Leute,

wie dem Titel zu entnehmen ist, bin ich seit einiger Zeit auf der Suche nach einem neuen In-Ear für meinen Cowon J3.

Meine aktuellen Favoriten sind:

1. Phonak Audéo PFE 112
2. Sennheiser IE8
3. Ultimate Ears UE700
(4. Westone UM1)
(5. Ultimate Ears Super.Fi 5 Pro)

Ein paar Anmerkungen zu dieser Liste: eigentlich bin ich fast durch mit der Entscheidung zugunsten der Phonak, weil sie ein überragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen. Das Einzige das mir noch im Weg steht sind diese Filter... Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob diese Segen oder Fluch sind.
Vor ein paar Tagen bin ich dann auf die Sennheiser gestoßen, die in mehreren Foren (auch hier) fast durch die Bank hervorragend bzgl. der Klangeigenschaften rezensiert werden. Aber eigentlich sind mir die schon zu teuer...
Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Ultimate Ears meine alternative Wahl zu den Phonak. Aber ich muss ehrlich gestehen - auch wenn dies nur zweitrangig ist - mir gefallen sie optisch nicht so wirklich. Klanglich sollen sie aber auf ähnlichem Niveau wie die Phonaks aufspielen.
Die Westone hab ich bereits (auch für mich) ausgeklammert weil ich in mehreren Threads schon herauslesen konnte, dass diese im Vgl. mit den Phonaks in beinahe allen Belangen den Kürzeren ziehen sollen...
Und vorhin sind mir die UE Super.Fi 5 Pro wieder in den Sinn gekommen. Diese waren bis letztes Jahr das Objekt meiner Begierde Aber auch diese ziehe ich nur bedingt in Betracht; man bekommt sie wohl nur noch vereinzelt, und auch sie sind mir fast zu teuer. Gefallen würde mir hier aber das austauschbare Kabel und die wohl herausragenden Klangeigenschaften.

So, viel Text, aber ich dachte lieber etwas ausführlicher als zu wenig Information. Überhaupt hoffe ich, Euch genügend Information gegeben zu haben.

Ach ja, ein paar essentielle Infos hab ich doch noch vergessen:
musiktechnisch höre ich oft quer Beet, aber meist entweder im weitesten Sinne Rockiges (aktuell z.B. Rise Against oder 30 Seconds To Mars, aber auch bspw. Milow) bzw. allerlei hip-hoppiges.
Auf dem Cowon liegt Musikmaterial entweder als flac oder mit LAME codierte MP3s (>=192 kbit/s) vor.
Ich bin deshalb auf der Suche nach einem feinauflösenden, möglichst präzisen Sound, um so viele Details wie möglich hören zu können. Zu Hause verwende ich (teilweise auch am Cowon) einen Ultrasone HFI-580. Daher weiß ich mittlerweile was z.B. gute Auflösung bedeuten kann...

Ich hoffe es ist klar geworden, warum ich Euch mit so nem langen Text belästige und dass Ihr mir bei der Entscheiung etwas unter die Arme greifen könnt...

Vielen lieben Dank bereits im Voraus,

Grüße
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Apr 2011, 19:22
Hallo,

also bei deinen Anforderungen sehe ich den Phonak PFE 11x vorne.

Der IE8 ist einfach ziemlich stark bassbetont. Der Bass überbügelt dabei auch gerne mal Details. Ich glaube nicht, daß das ist, was du suchst.

Der UM1 ist mittenbetont. Gemacht eher für Sänger (auf der Bühne) oder für Hörspiele etc. Zum Musikhören nur bedingt geeignet (obwohl einige Akkustik-Sachen damit auch ziemlich gut kommen können).

Der super.fi 5 pro ist auch ziemlich gesoundet (recht starke Bass- und vor allem Höhenbetonung). Außerdem glänzt diese Modellserie nicht gerade mit Haltbarkeit (es ist oft von Defekten zu hören).

Bleiben der UE700 und der Phonak. Beim Phonak kann man mittels Filtertausch den Klang beeinflussen. Dabei kommt der Phonak mit den (mitgelieferten) grauen Filter von der klanglichen Abstimmung dem UE700 am nähesten. Der UE700 ist dabei zwar noch etwas detaillierter und feinzeichnender, durch einen leichten Peak irgendwo in den Höhen finden manche Leute aber, daß er die Musik etwas "seziert". Der Phonak ist mehr für "entspanntes Hören" gut, auch wenn die Auflösung für den Preis ebenfalls sehr gut ist.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 12. Apr 2011, 19:23 bearbeitet]
sofastreamer
Inventar
#3 erstellt: 12. Apr 2011, 19:25
meine meinung zum pfe und ie8,
die anderen habe ich nicht gehört.

ie8 bullerbass maschine selbst auf niedrigster stufe der basschraube. ich find den se215 besser, wenn man sowas sucht.

der pfe kann sich imo schon mit einem shure se530 messen. viel fehlt da nicht. ich denke für rock die bessere wahl.

die superfi 5 pro haben wohl auch eher nur bässe und höhen und dazwischen nicht viel. imo auch besser für elektronisches.

die ue700 sind sicher nen blick wert, da mangelt es aber an fertigungsqualität.

wenn man behutsam damit umgeht sind die sicher nicht verkehrt.
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 12. Apr 2011, 19:56
Wow, Leute, tausend Dank für die Blitzantworten!!!

Also dann war ich mit meiner Auswahl schon recht gut dabei. Allerdings - ich hoffe ich darf noch kurz nachhaken - was ist Eure persönliche Meinung/Erfahrung zu den Filtern? Ich hab zwar schon mehrere Threads zu diesem Thema studiert, aber wie ich vorhin schon beschrieben habe, bin ich mir noch nicht ganz sicher ob diese Filter-Geschichte positiv oder negativ zu bewerten ist.
Positiv ist sicherlich, dass man selbst Klangveränderungen vornehmen kann. Aber ich hab eben hier und da schon gelesen, dass die Filter verschleißen und man diese dann ersetzen muss. Falls dies wirklich so ist, müsste ich ja in den nächsten Jahren weiter in die Phonaks investieren (wenn auch nur 15 €/Paar Filter), aber irgendwie kann ich mich mit genau diesem Gedanken nicht so recht anfreunden.

Und habt Ihr persönlich Erfahrungen mit dem Cowon J3 gemacht? Würdet Ihr sagen, dass die beiden "auserwählten" In-Ears zu diesem Gerät passen? Ich beziehe dies vor allem auch auf den berühmt-berüchtigten Cowon-Bassabfall. Ich glaub Du, Bad_Robot, hast da bereits einige Diagramme zu den Frequenzverläufen für die Kombination Cowon J3 + UE700 gepostet, wenn ich mich recht entsinne.

Oder hättet Ihr mir evtl. zu anderen In-Ears geraten?

Vielen Dank an Euch Alle und

viele Grüße
ZeeeM
Inventar
#5 erstellt: 12. Apr 2011, 19:59
Die Filter verdrecken nicht mehr oder weniger als bei anderen Hörern auch. Nur bei den Phonak kannst du sie tauschen, bei manch anderen nur der Hersteller oder entsprechende Werkstätten.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 12. Apr 2011, 20:12
Jop.

Und der Phonak passt schon gut zum J3. Der auftretende Bassabfall ist vernachlässigbar.

Und wenn deine Vorauswahl den angestrebten Preisbereich reflektiert, dann fällt mir auch kein passenderer InEar ein als der Phonak. Es sei denn, du weitest dein InEar-Budget bis 250 Euro oder gar 350 Euro aus. Dann könnte man eventuell über einen Westone UM2 oder UM3x nachdenken.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 12. Apr 2011, 20:13 bearbeitet]
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 12. Apr 2011, 20:29
Ja über die höherpreisigen Westone-Modelle hab ich schon auch einiges gelesen. Was mir an den Westones allgemein imponiert, ohne sie jemals gehört zu haben, sind die tolle Verarbeitungsqualität, von der man oft liest, und die verdrillten Kabel. Und - speziell die UM3x - sehen meiner Meinung nach total geil aus.
Aber wie gesagt, sie sind mir momentan einfach zu teuer (armer Student... ).

Ich denke dann ist die Entscheidung wohl endgültig gefallen. Ich werd die Dinger wohl die nächsten Wochen bestellen, sobald meine Finanzen es hergeben. Ich hoffe, dass ich meinem (für mich überragenden) Cowon J3 und seinen Möglichkeiten damit mehr gerecht werde als mit den Creatives ;). Und dass ich nochmal so ein Wow-Erlebnis haben darf wie damals mit meinen Ultrasone.
Falls es jemanden interessiert, kann ich gerne mal ein persönliches Feedback zu der Kombination Cowon + Phonak geben, um hier (wenn auch auf relativ amateurhaftem Niveau) Konstruktives zum Wissensbestand im Forum beitragen zu können.
Also vielen Dank nochmal an Eure fixen Antworten, so macht ein Forum wirklich Spaß...

Viele Grüße
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 12. Apr 2011, 20:53
*räusper* Markus, wolltest du nicht auch mal den Panasonic empfehlen? *hust*
here2chill
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 12. Apr 2011, 21:12
Also die Phonak kann ich auch nur empfehlen, habe mir die auch aufgrund der Beschreibungen hier im Forum gekauft und gefallen mir sehr gut.
Achja die Filter kosten nicht 15€/Paar Filter sonder 15€ für 4 Paar Filter. Außerdem hast du bei den pfe112 insegesamt och 3 Paar Wechselfilter, also sollte es schon eine Weile reichen
Wünsche dir viel Spass beim Hören!!! Ich hatte bei meinen ein WOW Erlebnis....
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 15. Apr 2011, 18:45
So Leute,

ich wollt mich nochmal abschließend melden, die letzten drei Tage waren nur recht stressig...

Vielen Dank nochmal an alle, die sich gemeldet haben, und vor allem so schnell! Das bin ich von anderen Foren nicht gewohnt. Daumen hoch!!

Dieses Forum begleitet mich jetzt schon knapp drei Jahre lang als fortwährendes Informationsmedium und Entscheidungshilfe in Sachen Hi-Fi - unter anderem auch bei meinen Ultrasones, die in meinen Augen absolut bombig sind.

Also bin ich mir in Sachen Phonak auch im Voraus schon beinahe sicher, dass ich den Kauf nie bereuen werde!

In diesem Sinne,

viele liebe Grüße

P.S.: Wie kann man diesen Thread schließen?!


[Beitrag von basti350z am 15. Apr 2011, 18:47 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#11 erstellt: 15. Apr 2011, 18:48

basti350z schrieb:
P.S.: Wie kann man diesen Thread schließen?!

Das kann nur die Moderation machen.
Allerdings fehlt da ein immens wichtiger, aber häufig vergessener Part: Die Erfahrung die man aufgrund der Beratung gemacht hat.
Also... es wird sicher auf ein Abschlussbericht gewartet.
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 15. Apr 2011, 20:50
Dann wird ein Solcher sicher kommen, verlasst Euch drauf! Es kann nur noch ein Weilchen dauern, bis ich die guten Stücke hab.

Bis dahin,

Grüße

... und der Thread kann meinetwegen gerne geschlossen werden. Mein "Problem" wurde ja erstmal gelöst!
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 16. Apr 2011, 09:46
Warte mal ab.

Ultrasone-Fans lieben auch den HJE900! Ich hatte vorher den PFE112 und finde das war ein super Wechsel von dem toten Klang des Audéo.
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 13. Okt 2011, 12:26
So, nach langer Abstinenz nun endlich das vesrprochene Feedback zu den Phonaks (PFE112), die es nun tatsächlich geworden sind. Ich bemühe mich um Ausführlichkeit für all die Interessierten, die noch vor einem möglichen Kauf stehen und um jede Information froh sind, auch wenn es evtl. schon das ein oder andere ausführliche Review zu diesem Thema gibt... Noch zur Info: die einzige Vergleichsmöglichkeit in Sachen In-Ears sind für mich die Creative EP-630.
Ich hab die PFE112 jetzt seit gut einem Monat und nutze sie fast täglich, teilweise auch mehrere Stunden - ich denke also dass sie mittlerweile "eingespielt" sind (sofern es dieses Phänomen tatsächlich geben sollte) und ich auch ausreichend Erfahrungen sammeln konnte, um im Rahmen meiner Möglichkeiten ein ausführliches Fazit geben zu können.

Wo fang ich an... am besten bei dem Drumherum - ich arbeite mich sozusagen von Außen nach Innen vor ;-) :
Gekauft hab ich die Teile bei nem kleinen, aber gut sortierten Fachhandel in Nürnberg für die normalen 129 €. Außer den Ohrhörern selbst sind noch 3 Paar Silikonaufsätze in S,M und L sowie Comply-Foam-Tips in M. Desweiteren ein kleines Etui zum Aufbewahren und das Werkzeug inklusive Ersatzfilter in einem kleinen Extra-Etui. Und nicht zu vergessen ein Paar transparente Silikonkabelführungen für's Ohr, die ich gerne nutze. Man könnte sicher noch etwas mehr an Zubehör beipacken (z.B. verschiedene Größen der Comply Foams oder Flanges), aber ich bin soweit damit zufrieden.
8/10 Punkten

Optik:
Was das anbelangt kann ich nicht wirklich etwas Negatives verlieren. Die Ohrhörer selbst sehen für mich klasse aus, sehr dezent, auch die Gehäuseform finde ich gelungen. Einzig der "Audéo"-Schriftzug sieht etwas billig aufgedruckt aus. Aber darauf kommt es schlussendlich ja nun wirklich nicht an... Alles in Allem wirkt das gesamte Paket für mein Empfinden sehr hochwertig.
9/10 Punkten

Haptik:
Auch wunderbar! Vor allem der dick ummantelte untere Teil des Kabels ist toll, auch wenn es dadurch etwas steif wirkt, aber das stört mich gar nicht. Dafür dürfte so schnell nix kaputt gehen. Im oberen Drittel teilt sich das Kabel dann in zwei einzelne Leitungen auf - diese Kabel sind deutlich dünner, machen aber trotzdem einen guten und solide verarbeiteten Eindruck. Außerdem ist der Teil, in dem sich das Kabel aufteilt, extra von einem gut zwei Zentimeter langen Gehäuse ummantelt. Mir gefällt diese Lösung sehr gut, und vor Allem glaube ich dass sie für eine gute Langlebigkeit des Kabels sorgen kann (natürlich ein standesgemäßer, pfleglicher Umgang vorausgesetzt).
Was die Haptik des In-Ear-Gehäuses an sich anbelangt, so schließt sich mein diesbezügliches Fazit nahtlos an das Kapitel Optik an: alles wirkt hochwertig verarbeitet und fühtlt sich demzufolge auch so an. Hierfür gibt's die Maximalpunktzahl!
10/10 Punkten

Tragekomfort:
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich die In-Ears sehr gerne trage. Sie sind absolut bequem, drücken nicht o.Ä. Ich spüre sie nach kurzer Zeit nicht mehr und nutze sie teilweise stundenlang. Desweiteren passen sie sich so flach in die Ohrmuschel ein, dass man sich damit auch mal auf die Seite legen kann, ohne dass die Dinger im Weg sind.
Ich nutze bisher meist die Comply-Foams in Verbindung mit den Kabelführungen, eine bequeme Kombination. Überhaupt finde ich diese Silikonführungen ne tolle Sache, sie erhöhen den Tragekomfort noch einmal deutlich und vor Allem sorgen sie für eine weitere Zugentlastung am In-Ear.
Nach kurzer Umgewöhnungsphase habe ich mich auch schnell mit dem Einsetzen der In-Ears angefreundet und halte die Lösung, das Kabel hinterm Ohr entlang zu führen, für absolut sinnvoll.
Einzig das Kabel könnte noch nen Tick länger sein - wenn ich unterwegs bin und das Kabel am Rücken entlang führe, reicht das Kabel gerade so bis in die Hosentasche. Aber dann darf ich bei meiner Körpergröße (181 cm) nicht großartig den Kopf drehen...
Noch ein Punkt, der mir zum Thema Kabel gerade einfällt: Tragegeräusche beim Gehen kann ich gar keine ausmachen, im Vergleich zu den Creative EP-630 ist da für mich eine deutliche Verbesserung zu erkennen.
Aber noch ein wichtiger Punkt, den ich hier unbedingt ansprechen will und wobei ich auf ein paar Tipps Eurerseits hoffe: mir fällt, seitdem ich die Phonaks habe, auf dass die Anatomien meiner beiden Gehörgänge wohl deutliche Unterschiede aufweisen. Will heißen: rechts sitzt der In-Ear absolut perfekt, aber links will es einfach nicht so recht klappen mit dem korrekten Seal. Egal ob mit Silikonaufsätzen (hab schon alle Größen ausprobiert) oder den Comply-Foams, ich habe immer das Gefühl, das der linke In-Ear nach kurzer Zeit wieder etwas aus dem Gehörgang rutscht und so nicht mehr richtig abdichtet und natürlich auch der Sound entsprechend nicht mehr so ist wie er sein könnte. Mit den Foamies hab ich noch das beste Resultat, aber perfekt ist anders. Würden mir Flanges evtl. helfen? Bzw. gibt es hier zufällig noch andere User, die dieses Problem haben? Ich hab in nem anderen Thread gelesen, dass die Shure-Aufsätze oder auch die von CM passen sollen. Würde mich freuen wenn ihr mir hier noch ein paar Tipps geben könntet.
Das Abdichten an sich ist für mich tadellos, allerdings nur auf der rechten Seite ;-) Wenn ich noch Aufsätze finde, die links passen, gäb's da für mich nicht wirklich was auszusetzen. Ist aber auch nicht wesentlich besser als bei den Creatives finde ich, was nicht negativ gemeint ist.
Insgesamt bin ich von dem Tragekomfort der Phonaks absolut überzeugt und würde hier (in der Hoffnung, dass mir andere Aufsätze das Problem beheben werden) ebenfalls volle Punktzahl geben! Ich wüsste an sich nicht, was noch bequemer sein soll.
10/10 Punkten

Klang:
Als ich die Dinger das erste Mal in den Ohren hatte, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Ich hab mich im Vorfeld schon regelrecht darauf eingeschworen, kein zu großes Aha-Erlebnis im ersten Moment zu haben, aber irgendwie hat das nicht funktioniert... Es war einfach alles so... langweilig und irgendwie leblos. Ich muss dazusagen, dass ich sämtliche Regler des Equalizers meines Cowon J3 auf 0 gestellt und alle Klangverbesserer ausgeschaltet hatte.
Aber ich hab mich nicht beirren lassen und erstmal die schwarzen Filter eingebaut. Etwas besser, dachte ich mir, mehr Bass und etwas voller, aber es hat mich immer noch nicht wirklich vom Hocker gehauen, auch wenn ich durchaus angetan war von dem tatsächlich (und von mir auch erhofften) sehr feinaufgelösten Klang.
Durch viel Experimentieren mit den Klangeinstellungen, von denen der J3 ja zum Glück reichlich bietet, konnte ich aber recht schnell ein Klangbild erreichen, das meinen Erwartungen, die ich im Vorfeld an die Phonaks hatte, schon sehr nahe kam, und so gefielen mir die Hörer von Tag zu Tag besser.
Ich hab dann aus Interesse nochmal die grauen Filter rein gepackt, von denen ich am Anfang recht enttäuscht war, und was soll ich sagen: das war für mich der endgültige Durchbruch! Nach nochmaligem Anpassen des Equalizers war das der Sound, den ich mir gewünscht hatte! Glasklar, präzise und fein aufgelöst, ich hör alle Details. Es passt einfach, vor allem bei akustischen Sachen find ich den Klang genial! Die schwarzen Filter wirken mir irgendwie zu dumpf, die mittleren dagegen würden an sich total mittenbetont klingen, aber durch den Equalizer hab ich das für meine Begriffe gut ausgleichen können.
Das einzige, das soundtechnisch meine Erwartungen nicht ganz perfekt erfüllt, ist der Bassbereich. Es ist ok, ich bin auch soweit zufrieden, aber etwas mehr könnt's für meine Begriffe sein. Ich musste am Equalizers die unteren Frequenzbänder schon deutlich anheben. Aber zu wenig ist es mir eigentlich meist eher bei elektronischer Musik oder Hip-Hop, wofür die In-Ears wohl auch nicht in erster Linie gedacht sein dürften. Da war ich von den Creatives halt um einiges mehr gewohnt, was nicht zwangsläufig positiv sein muss. Fazit: Die Phonak bieten in dieser Hinsicht quantitativ weniger als die Creative, was ich auch irgendwie erwartet habe, aber qualitativ mehr. Da wo Bass sein soll ist er auch in richtiger Art und Weise vorhanden, wo nicht, da nicht. Ganz plump und einfach ausgedrückt.
Letztendlich bin ich also damit glücklich geworden, dass ich mir am Cowon einfach ein zweites Klangprofil "Bass" eingerichtet hab, das für meine Ausflüge in genannte Musikgefilde dann genügend Bumms erzeugt.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich jeden Tag aufs neue regelrecht stolz bin, diese In-Ears einschieben und erleben zu dürfen. Es geht sicher noch besser, aber wohl nicht in dem Preisbereich. Meine Erwartungen wurden nach kleinen Startproblemen also mehr als erfüllt.
An dieser Stelle noch eine zweite Anregung an alle Cowon (J3)-Nutzer, die an diesen Geräten ebenfalls die Phonaks verwenden: man könnte sich doch mal über die Equalizer-Einstellungen austauschen?! Ich fände es interessant mal zu hören, mit welchen Einstellungen andere User diese Kombination verwenden. Was haltet Ihr davon?
Noch schnell die Punkte: ich geb auch hier volle Punktzahl, weil die Phonak letztendlich das liefern, was ich mir von ihnen gewünscht habe, und zwar zu 98% ;-) Die letzten beiden Prozentpunkte sind dem Bassbereich geschuldet, der für mich schon noch etwas Luft nach oben lässt, auch wenn ich wie gesagt einen Kompromiss gefunden habe, mit dem ich sehr gut fahre.
10/10 Punkte

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Forum hier wirklich toll geholfen hat, nicht nur durch diesen Thread hier. Ich hab mir durch die ganzen Erfahrungsberichte, Schilderungen etc. ein wirklich gutes und vor allem realistisches Bild von den Phonak machen können, so dass meine Erwartungen fast 1:1 erfüllt wurden, und ich kann in der Hinsicht auf wenig Erfahrung zurückgreifen. Auch die Tatsache, dass ich mich vor dem Kauf auf eine gewisse Enttäuschung eingestellt habe, weil die Phonak nicht mehr diesen überrumpelnden, basslastigen Klang wie die Creatives bieten, zeigt mir, dass ich hier richtig aufgehoben war. An dieser Stelle also vielen Dank an Alle!!!
So, ich hoffe dass wenigstens ein paar Leute diese Zeilen noch lesen und sich durch meine ausführlichen Erzählungen gekämpft haben. Falls noch offene Fragen geblieben sind, immer raus damit, ich werde diese gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten beantworten.

Bis dahin,

Basti
Alch
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 12. Nov 2011, 14:13

basti350z schrieb:
...An dieser Stelle noch eine zweite Anregung an alle Cowon (J3)-Nutzer, die an diesen Geräten ebenfalls die Phonaks verwenden: man könnte sich doch mal über die Equalizer-Einstellungen austauschen?!...


Sehr gute idee,

Also ich hab mich auch für die Cowon J3 + Phonak kombi entschieden. Bin eigentlich auch recht angetan vom Sound, alledings höre ich mit den Schwarzen filtern. Hab die Grauen auch noch ausporbiert (mit Equalizer), war mir aber leider zu wenig im Bassbereich.
Der Vorteil der Grauen filter ist aber das die Hörer dadurch lauter werden. Daraus folgt das man den Player nicht so laut stellen muss wodurch wiederrum der Bass in höheren Stufen nicht zerkratzt. Wiederrum bieten die Grauen weniger Bass als die Schwarzen filter... ein hin und her.

Was den Equalizer betrifft:

- BBE & Mach3Bass: richtig geil. Hab ich immer auf volle pulle.
- 3D Surround: ist für mich in niedrigen stufen ganz angenehm.
- MP Enhance: hab ich überhaupt nie an. Dadurch werden die lieder einfach nur etwas lauter was den bass zerkratzt.

- Stereo Enhance: habe ich immer auf volle pulle.
- Reverb: lass ich dagagegen ganz aus. Dieser Echoklang stört mich irgendwie.

Beim Bandequalizer stell ich Standardmäßig...

- 80 Hz auf 6 (wide)
- 13 kHz auf 4 (wide)

Die anderen 3 lass ich auf der Standardeinstellung. So ergibt das ganze für mich den besten Klang. Ich war am anfang ziemlich angetan vom erdrückenden Teifbass des Cowon aber mittlerweile erwische ich mich selbst dabei wie ich den Bassregler gelegentlich runterstelle. Vieleicht hab ich mich am bass satt gehört, wird zeit mal wieder die Grauen hörer zu probieren

Was ich überhaupt noch fragen wollte: Im vergleich zu meinem alten Creative Zen XFI erreicht mein Cowon schon starken Teifbass (80 Hz). Obwohl ich mir nicht vorstellen kann das es noch tiefer geht (bzw das man den Bass dann überhaupt noch wahrnimmt) soll der Meizu M6 ganz besondere Einstellungsmöglichkeiten im Tiefbass. Wie groß wäre denn der unterschied?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 12. Nov 2011, 15:27
Hallo,

der Unterschied ist gewaltig. 80Hz ist noch nicht wirklich tiefbassig. Ich finde sogar, gerade Tiefbass ist überhaupt nicht Cowon's Stärke.

Der Meizu greift bei seiner Bassanhebung runter bis 30 / 40 Hz. Das hört man schon noch. Ziemlich deutlich sogar. Das ist nochmal eine ganze Oktave tiefer.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 12. Nov 2011, 15:27 bearbeitet]
Alch
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 14. Nov 2011, 17:40
Vielen dank für die info, schade das die Produktion vom Meizu eingestellt wurde.

Da wären aber noch 2 sachen:

basti350z schrieb:
Gekauft hab ich die Teile (Phonak) bei nem kleinen, aber gut sortierten Fachhandel in Nürnberg für die normalen 129 €.

Wo ist den dieser Laden? Ich wohne in Nürnberg und habe mit hochdruck nach einem Geschäft in meiner nähe gesucht welches Phonak vertreibt. Wurde leider nicht fündig und musste sie letzten endes aus Berlin einliefern lassen. Also es würde mich schon sehr interessieren wo ich diesen Fachhandel finde.

Meine zweite Frage wäre: Wo gibt es eigentlich sowas wie Costom Firmware für den Cowon J3? Ich glaube mal irgendwo sowas gelesen zu haben das manche dieser Firmware sogar die hauseigene übertreffen. Leider konnte ich werder über die suchfunktion noch über google was finden.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 14. Nov 2011, 17:45

Alch schrieb:
Meine zweite Frage wäre: Wo gibt es eigentlich sowas wie Costom Firmware für den Cowon J3?

Das sind keine custom Firmwares, sondern custom UIs. Schau' zum Beispiel mal hier:

http://www.hifi-foru...ad=7182&postID=16#16

Viele Grüße,
Markus
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 11. Dez 2011, 01:16

Wo ist den dieser Laden? Ich wohne in Nürnberg und habe mit hochdruck nach einem Geschäft in meiner nähe gesucht welches Phonak vertreibt. Wurde leider nicht fündig und musste sie letzten endes aus Berlin einliefern lassen. Also es würde mich schon sehr interessieren wo ich diesen Fachhandel finde.

Der Laden nennt sich AudioVideum und befindet sich in der Wiesenstraße in der Südstadt, nahe der Christuskirche. Bin da auch nur zufällig drauf gestoßen. Ist ein kleiner Fachhandel, der sich wohl auf eher hochwertiges HiFi-Equipment spezialisiert hat. War aber nur für ca. 10 min im Laden um die Kopfhörer zu kaufen.


Was den Equalizer betrifft:

Cool dass jemand darauf eingeht... Hab meinen Player grad nicht zur Hand, aber ich werd die Tage mal meine Settings posten!

Grüße
sepinho
Stammgast
#20 erstellt: 11. Dez 2011, 09:34
OT, aber Allmächd, wieviele Nämbercher sind denn hier unterwegs? AudioVideum werde ich mir gleich mal angucken, wenn ich übernächste Woche in der alten Heimat bin. Irgendjemand am 20. Dez. im Max-Morlock-Stadion?
basti350z
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 12. Dez 2011, 11:44
Ja, ich... Wird bestimmt lustig!
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