Billige, stromsparende und gute Verstärker um passive Lautsprecher am Echo Dot zu betreiben.

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AndreasHelke
Stammgast
#1 erstellt: 25. Feb 2019, 18:34
Ich bin schon länger auf der Suche nach kleinen Verstärkern. Die sollen bei zwei Echo Dots, die zur Zeit verwendeten alten Receiver mit für den Zweck besser geeigneten Verstärkern ersetzen.

Ich bin seit einigen Jahren ein Anhänger der gut begründeten Theorie, dass alle gut konstruierten und korrekt funktionierenden Audio Elektronik Geräte gleich klingen. Das heißt in einem korrekt durchgeführten Blinden Hörtest nicht unterscheidbar sind.

Leider wird dieser erstklassige Klang bei vielen real existierenden Verstärkern durch zu hohes Grundrauschen ruiniert. Und bei älteren Geräten durch interessante aber sehr störende Zusatzgeräusche, die meist wohl von Kontaktprobleme in den Schalter und Potentiometern stammen.

Mein Bedarf:
Essentiell: niedriges Rauschen - unhörbar wenn man bei Laut eingestellter Musik bei Musikpausen weiter als 1 Meter vom Lautsprecher entfernt ist.

Wichtig: Stomverbrauch im Betrieb unter 5 Watt
Anschluss von 2 Lautsprecher Paaren. Wenn, nötig verwende ich dazu eine externe Umschaltbox.

Balanceregler, weil meine Equalizer App im Smartphone und die Amazon Echo Lautsprecher keine Balance Regelung bieten.
Eine Kopfhörer Buchse wäre auch schön.

Ich habe es bisher nicht geschafft im Preisbereich von 20 - 100€ den Verstärker zu identifizieren, der meinen Bedarf optimal befriedigt.

Aber wenigstens einen Chip mit dem man einen geeigneten Verstärker bauen kann. Das ist der Texas Instruments TPA3116D2

Das ist ein Class D Verstärker Chip, der 2x50W an 4 Ohm leistet wenn er mit 24 V Versorgungsspannung betrieben wird. Mit geringerer Ausgangsleistung darf die Versorgungsspannung bis auf 4.5 V Sinken.

Mit 102 dBA SNR sollte sich auch das Rauschen leise genug sein um die zu niedrige Ausgangsspannung der Echo Dot zu verkraften. Und der Chip ist bei Musik mit Zimmerlautstärke sehr genügsam. Vermutlich weniger als 2 Watt. Und noch deutlich weniger wenn er ohne angelegtes Eingangssignal eingeschaltet ist.


lg Andreas


[Beitrag von AndreasHelke am 25. Feb 2019, 20:03 bearbeitet]
AndreasHelke
Stammgast
#2 erstellt: 27. Feb 2019, 00:41
Ich habe inzwischen weiter recherchiert und die chinesischen Firmen Nobsound und Sabaj gefunden. Beide haben diverse kleine und sparsame Class D Verstärker im Angebot. Oft mit Zusatzfunktionen wie DAC, USB Soundinterface und Bluetooth Empfänger. Und mit DSP Processing im Verstärkerchip. Das wird für Lautstärke, Equalizer. Bass und Höhenreglung verwendet. Leider haben alle angebotenen Verstärker keine Möglichkeit die Balance zu Regeln.

Die Balanceregelung brauche ich selten. Aber wenn dann dringend. Und weder Android Geräte noch Echo Lautsprecher bieten eine Balanceregelung im System. Und ich habe auch keine Apps dafür gefunden.


[Beitrag von AndreasHelke am 27. Feb 2019, 02:00 bearbeitet]
Donsiox
Moderator
#3 erstellt: 27. Feb 2019, 04:17
Hallo Andreas,


niedriges Rauschen

Ich hatte hierfür diesen Verstärker eine Zeit lang im Einsatz: https://www.amazon.d..._title?ie=UTF8&psc=1
Sehr beliebt sind auch Modelle von SMSL https://www.amazon.d...+%2Caps%2C161&sr=8-2

Hier noch zwei Modelle des Musikhändlers Thomann:
https://www.thomann.de/de/the_tamp_pm40c_endstufenmodul.htm
https://www.thomann.de/de/the_tamp_ta50.htm

Wofür genau benötigst du denn die Balance Regelung?

Beschreibe doch einmal dein Projekt genauer, vielleicht fällt uns dann noch etwas ein
AndreasHelke
Stammgast
#4 erstellt: 01. Mrz 2019, 20:07
Hallo Donsiox,

deine Vorschläge machen meine Wahl noch komplizierter. Beim Oneu Verstärker mag ich das Design. Der t.amp TS50 könnte auch interessant sein. Leider fehlt beiden der Kopfhöreranschluss ,den ich für den Verstärker an meinem Bett haben will.

Und Stromerbrauchsangaben habe ich ich für die Verstärker auch noch keine gefunden. Ich kann es schlecht mit meinem Klimagewissen vereinbaren, Audiogeräte im 24x365 Dauerbetrieb einzusetzen, die mehr Strom verbrauchen als für den Job unbedingt nötig ist.


Bei genauerem Überlegen brauche ich die Balanceregelung gar nicht so dringend. Bei meinen üblichen Amazon Echo Hörplätzen geht es entweder auch ohne Balanceregelung einigermaßen gut. Oder ich muss so weit neben den Lautsprechern sitzen, das die Änderung der Balance auch nichts mehr retten kann. Balanceregelung ist dann mehr eine Vorsorge für den Fall das ich meine Zimmer umgestalte.


Bluetooth ist an und für sich ein nettes Feature aber für Echo Tonausgabe überflüssig. Und ein potentielles Bedienungsproblem. Ich hoffe das das Bluetooth sich da raushält, solange kein Bluetooth Gerät gekoppelt ist.


Ich habe drei Gründe um die 90er Jahre Receiver, die zur Zeit den Job erledigen zu ersetzen. Während der beim Echo Lautsprecher betrieb häufigen Wiedergabe Pausen, gibt es deutlich hörbares und bei einem der Receiver sogar störendes Rauschen. Bei den Echo Lautsprechern muss ich die Lautstärke am Receiver deutlich weiter Aufdrehen, als bei angeschlossenen CD Playern.

Die elektronische Eingangswahl der Receiver schaltet inzwischen manchmal spontan den Eingang um. Das ist besonderst dann ärgerlich wenn dabei ein Wecker unhörbar wird.

Der Stromberbrauch von 15 Watt bei Zimmerlautstärke ist mir zu hoch. Übliche aktuelle Audio oder AV Geräte sind leider auch nicht sparsamer. Oft sogar noch Strom hungriger.

Meine Messungen bei einem Lokalen Händler ergaben 13 Watt für eine Pioneer X-HM260B Mini Kompakt Anlage mit CD und DAB+ Tuner und Class D Verstärker.

Das Nubert nuPro A-200 Aktivlautsprecher Paar an meinem PC braucht 17.6 Watt Strom.

Ein Yamaha R-N602 Stereo Receiver braucht 21.4 Watt.

Ein Pioneer 7.2 AV Receiver (VSX 932 B) im Einrichtungsmodus genehmigt sich sogar 36.7 Watt

Leider sind Stromverbrauchsangaben bei 1 W Ausgangsleistung unüblich. Man muss selber messen . Das ist leider bei den kleinen China Verstärkern die es nur im Versandhandel gibt nicht möglich. Da bleibt nur noch zu hoffen, das Besitzer dieser Geräte den Verbrauch messen und im Internet oder in diesem Forum veröffentlichen.

Die Angaben die ich in Amazon Kundenrezensionen bisher gefunden habe deuten darauf hin, dass die kleinen China Verstärker bei Zimmerlaustsärke eventuell mit einzelnen Watt Stromverbrauch begnügen.

Jetzt zu meinem konkreten Projekt.

Als wichtigstes der Austausch des Receivers den ich für die Beschallung meines Betts in einer Nische im Dachgeschoss verwende. Und mit einem 2. Standlautsprecherpaar den Rest des Zimmers. Das Gerät sollte ich einen Kopfhöreranschluss haben. Ich habe noch einen Lautsprecherumschalter den ich verwenden kann, um zwei Lautsprecherpaare an einen Lausprecherausgang anzuschließen.

lg Andreas


[Beitrag von AndreasHelke am 01. Mrz 2019, 20:09 bearbeitet]
DB
Inventar
#5 erstellt: 02. Mrz 2019, 11:56
@AndreasHelke:


Ich kann es schlecht mit meinem Klimagewissen vereinbaren, Audiogeräte im 24x365 Dauerbetrieb einzusetzen, die mehr Strom verbrauchen als für den Job unbedingt nötig ist.


Stromsparen ist gut und schön. Wenn man aber wirklich sparen will, dann läßt man irgendwelchen Elektroniktrödel nicht das ganze Jahr durch grundlos in Betrieb. In diese Falle bist Du ja schon einmal erfolgreich getappt (zumal dieses Echo Dot ja nicht aus der sauberen Luft empfängt, sondern auch mit irgendwelchem IT-Gedöns zusammenhängen wird).
Wenn Du Strom sparen willst, wirst Du nicht umhinkommen, Dein Elektrozeugs zusammenzustreichen. Schalterleisten vor Rechnerzeugs, einfacher Radiowecker auf den Nachttisch, zur Hintergrundberieselung ein Radio.

Nicht immer sind neue Gerätschaften zwingend verbrauchsärmer als ältere. Ich habe hier einen 2x 40W-Verstärker von 1979, der nimmt ohne Programm 12W auf, der zugehörige Tuner nimmt 7,2W auf. Damit habe ich rund um die Uhr Musik und Nachrichten. Wöllte ich Ähnliches per Internet, müßten statt der 7,2W vom Tuner für Kabelmodem, Router und Streamer zusammen 14,7W aufgewendet werden.


MfG
DB


[Beitrag von DB am 02. Mrz 2019, 12:02 bearbeitet]
AndreasHelke
Stammgast
#6 erstellt: 02. Mrz 2019, 19:42
Hallo DB,

den Energiebedarf des Internets und meiner Internetanbindung rechne ich nicht mit. Das Internet läuft ohnehin ununterbrochen egal ob ich Echo Lautsprecher benutze oder nicht. Und für Musikstreaming als meine Hauptmusikquelle gibt es für mich keine sinnvolle Alternative. Der Energiebedarf, für meinen Anteil am Musikstreaming übertragen, wird sich wohl in Grenzen halten. Leider habe ich da keine Daten. Und wie viel Energieaufwand mit dem Senden von Internetradio verbunden ist, wäre auch sehr interessant zu wissen.

Was in meinem Haushalt sehr häufig läuft ,ist Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Da das bei mir über UKW kaum zu Empfangen ist läuft es inzwischen als Internetradio.

Der Echo Dot ist mit etwa 1.5 Watt sehr Sparsam. Der normale Echo 2 bei gleicher Lautstärke braucht etwa 2.5 Watt. Und über 5 Watt bei Sprache mit maximaler Lautstärke. Dann braucht Echo Dot 2 Watt ist aber erheblich leiser als der Echo. Wenn er bootet oder Sprache verarbeitet kann auch der Echo Dot 5 Watt brauchen.

Inzwischen habe ich auch Verbrauchsangaben für eine Verstäakerplatine mit TPA3116D2 gefunden. Bei leiser Musik sind das 35 mA bei 17V. Das sind 0.6 Watt. Das gesamte Musiksystem mit Echo Dot also 2 Watt für heimischen Anteil an der Musikwiedergabe.

Hintergrundberieselung gibt es bei uns fast nie. Wenn ich Musik hören will ,dann ist das speziell ausgesucht. Und meist eine ganz bestimmte Klassik Interpretation. Die AI in Alexa und die unglaublich unbrauchbaren Suchalgorithmen der Musikstreaming Anbieter sind leider völlig unfähig diese Interpretation herauszusuchen, wenn ich das mit Sprachsteuerung versuche. Deshalb ist dann die Eigentliche Musikquelle eine Streaming App auf meinem Smartphone.

lg Andreas


[Beitrag von AndreasHelke am 03. Mrz 2019, 14:49 bearbeitet]
AndreasHelke
Stammgast
#7 erstellt: 13. Mrz 2019, 17:30
Billig und Stromsparend habe ich inzwischen gefunden. Ob gut ist noch offen. Die KKmoon TPA3116D2 Platine die ich zum ausprobieren, für 10.59€ bei Amazon gekauft habe, hat vermutlich ein defektes Potentiometer. Der kombinierte Einschalter und Lautstärkeregler hat einen Drehbereich von 210 Grad. Zwischen 0 und 30 Grad ist alles ok aber zu leise. Zwischen 30 und 180 Grad macht starkes Rauschen den Verstärker unbrauchbar. Ab 180 Grad nimmt das Rauschen stark ab und ist ohne Audiosignal gerade noch störend. Aber an ungeregelten Quellen wie einem CD Player spielt der Verstärker dann viel zu Laut.

Der 3.5mm Klinke Audioeingang hat auch ein Problem. Ohne eingestecktes Kabel, oder mit Kabel aber ausgeschaltetem Quellgerät, tritt starkes Brummen und Rauschen auf. Das könnte auf einen zu Hochohmigen weil nicht ausreichend geerdeten Eingang hinweisen.

Getestet habe ich mit einem 9V Akku, einem 12V und einem 19V Netzteil. Laut Datenblatt des Texas Instruments TPA3116D2 Verstärkechips arbeitet er ab 4.5V. Also auch mit einem USB Netzteil wenn man sich bei der Lautstärke etwas zurückhält.

Der Chip liefert bein 6V 10 Watt pro Kanal mit einem 4 Ohm Lautsprecher. Und bei Laustärkespitzen schnell sehr starke aber nicht unbedingt hörbare Verzerrungen. Gehobene Zimmerlautstärke in einem kleinen Raum braucht weniger als 1 Watt pro Kanal. Bei 10 Watt hören die Nachbarn mit.
DB
Inventar
#8 erstellt: 14. Mrz 2019, 16:32

AndreasHelke (Beitrag #7) schrieb:
Zwischen 30 und 180 Grad macht starkes Rauschen den Verstärker unbrauchbar. Ab 180 Grad nimmt das Rauschen stark ab und ist ohne Audiosignal gerade noch störend.

Möglicherweise stört sich das Ding selber. Aufgrund des Schaltbetriebes müßte die Platine, will man sich keine HF-Schleuder in die Bude holen, vermutlich komplett in ein geerdetes Blechgehäuse sowie Ein- und Ausgänge zusätzlich HF-dicht verdrosselt werden..

Aber man spart wenigstens. Fürs Klimagewissen...
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