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Effektive Tonarmmasse erhöhen

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d0um
Stammgast
#1 erstellt: 02. Apr 2010, 15:30
Hallo und froher Ostern allerseits,

Ich frage mich, ob es möglich ist die eff. Tonarmmasse durch Gewichte zu erhöhen um so experimentell auf die ideale Resonanzfrequenz zu kommen.

Sinn des Ganzen soll sein ein System mit niedriger Compliance an einem leichten Tonarm zu betreiben.
Und es werden ja keine solch hohen Gewichte verwendet, dass das Tonarmlager Schaden nimmt.

Ich habe mir vorgestellt von einem Bleiblech dünne Streifen abzuschneiden und die Menge bzw. deren Position so zu variieren, dass man auf eine ideale Resonanzfrequenz kommt.

Um die Resonanzfrequenz zu messen habe ich folgende Konstruktion vorgestellt.
Einen alten Tonabnehmer so in einem Stativ einzuspannen, dass die Nadelspitze den Tonabnehmer berührt.
Dann nur noch ein Oszilloskop an einen Ausgang(Oder an beide Kanäle?) und so die Frequenz bestimmen.

Ich weiß, es hört sich abenteuerlich an und die Experten werden sagen "Kauf dir einfach nen schweren SME Tonarm aus der Portokasse" aber rein theroetisch sollte es doch funktionieren?

MfG
Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Apr 2010, 15:44
Moin,

ob deine Resonanzfrequenzmessung funktioniert, kann ich nicht beurteilen.

Bei so niedrigen Frequenzen wirst du aber vermutlich keine brauchbaren Ergebnisse bekommen.


Z.B. bei einem Denon DL103 hört man recht gut, ob ihm die effektive Masse des Arms bekommt.

Bei zu wenig Masse klingt es aggressiv und etwas dünn im Bassbereich.

Das dürfte bei anderen Systemen ähnlich sein.

Du kannst die effektive Masse durch Messen des Auflagegewichtes ohne Gegengewicht recht genau herausfinden.

Natürlich muss die Nadel dabei geschützt sein, wenn du mit System misst.

Bei den ca 10-30g Armgewicht fällt das Gewicht des Nadelschutzes nicht gross auf.


Du kannst als sehr einfache Maßnahme Knetgummi oder Dichtmasse aus dem Automobilbereich (Kotflügelmatschband) an die Headshell pappen.

Das gleiche Gewicht in Gramm könntest du bei Erfolg dann aus Blei "schnitzen".

Das Knetgummi dämpft zusätzlich noch etwas, kann daher sogar auf Dauer vorteilhafter sein.

Ausprobieren.

Je weiter das Gewicht zum System hin liegt, desto kleiner darf es sein.
(ist klar, ich schreib´s halt trotzdem)

Evtl. muss du auch das Gegengewicht beschweren, damit ein Ausbalancieren möglich bleibt.


Gruss, Jens
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 02. Apr 2010, 15:50
So kommste damit nicht weiter, da diverse Faktoren zusammen die Resonanz ergeben. Und dies nicht nur in Hertz, sondern auch in Dezibel mit entsprechendem Pegelabfall und möglicherweise sogar Oberwellen.

Zudem wird bei unterschiedlichsten Auflagekräften und dem Wellental des Vinyl's der Dämpfergummi des Nadelträgers unterschiedlich belastet.

etc. p.p.

Am pragmatischsten sehen das letztendlich " Die Toten Hosen " : Zitat = " Mach' mal lauter ! "

MfG,
Erik
d0um
Stammgast
#4 erstellt: 02. Apr 2010, 16:00
Hallo und vielen Dank,

Ich habe mir die Resonanzfrequenz einigermaßen stabil vorgestellt.
Klar, wenn das ständigt schwankt kommt das Oszi mit der Triggerung nicht nach.

Als Beispiel würde ich gerne ein System mit Compliance von 5 an einen Tonarm mit eff. Masse von 7g schrauben.
Und da treffen ja Gegensätze aufeinander

Und bevor nun der Tonarm mit 25Hz vor sich hin summt würde ich es eben mal mit Blei, Knete ect. probieren.

MfG
Marcel
cptfrank
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 02. Apr 2010, 16:04
Die ganzen theoretisch herausgefundenen Resofrq. sind mMn nicht wirklich praxistauglich. Am besten eine Testplatte kaufen und die Frq. praktisch durch Abspielen ermitteln.
Hierbei bekommt man die Frq. selber heraus, ausserdem die Amplitude und zusaetzlich noch ob sie vertkal oder horizontal am ausgepraegtesten ist.
Viel Spass beim probieren!
Frank
rorenoren
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 02. Apr 2010, 16:07
Moin,

du kannst auf dem Oszilloskop keine so niedrigen Frquenzen stabil betrachten, es sei denn, es ist ein Speicheroszi, bzw. digital.

Ich würde einfach den Tonarm samt System ohne Gegengewicht wiegen.

Damit kannst du die Resonanzfrequenz errechnen.
(steht hier irgendwo im Forum, ich kann´s nicht)

Dann rechnest du aus, welches zusätzliche Gewicht benötigt wird und setzt es möglichst nahe beim System ein.

Dann wieder wiegen und rechnen.

Gruss, Jens

Edit:
cptfranks Methode ist natürlich genauer, weil "in Echt".


[Beitrag von rorenoren am 02. Apr 2010, 16:08 bearbeitet]
d0um
Stammgast
#7 erstellt: 02. Apr 2010, 16:08
Hallo,

Also kann es funktionieren ein steifes System an einen leichten Arm zu schrauben wenn man etwas mit Knete ect. rumtüftelt?

Denn wenn es null Erfolgschance gibt brauche ich das Stanton System nicht erst abschrauben....

MfG
Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 02. Apr 2010, 16:21
Moin Marcel,

zumindest wird es nicht schlechter.

Der Arm ist aber nicht für so hohes Gewicht vorgesehen.

Das kann die Lager minimal schwergängiger werden lassen.

Spielt aber bei niedriger Compliance eh eine geringere Rolle.
(falls das Problem überhaupt nennenswert auftreten sollte)

Einfach ausprobieren, das klappt schon.

Welches System soll denn in welchen Arm?

Gruss, Jens
d0um
Stammgast
#9 erstellt: 02. Apr 2010, 16:36
Hallo,

Das Nagaoka "der Klotz" NM11A in einen Thorens TP30 Tonarm.
Wird hoch gelobt das System als alternative zum DL130.

MfG
Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 02. Apr 2010, 16:40
Moin,

interessant.

Berichte mal, wenn´s dran ist!

Gruss, Jens
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 03. Apr 2010, 17:53
Hallo!

Um das Nagaocka im dem leichten Thorenstonarm bei einer Resonanzfrequenz im Zivilen Bereich nutzen zu können wäre eine zusätzliche Masse von mindestens 18 Gramm in der Headshell notwendig. Ganz abgesehen vom Verhalten des Tonarmes bei einer solchen Masseverteilung denke ich nicht das du das mit dem Original-Kontergewicht noch austarieren kannst. Somit ist hier ein recht schweres neues Gegengewicht nötig. Wie sich die nicht auf eine solche Zusatzbelastung ausgelegten Tonarmlager dabei verhalten weiß der Himmel. Ebenso steht das Verhalten de Tonarmrohres auf die zusätzlichen auftretenten Kräfte in den Sternen.

MFG Günther
MikeDo
Inventar
#12 erstellt: 03. Apr 2010, 18:12
Theoretisch - und auch praktisch - kann man auch einen Schrumpfschlauch benutzen, um die Masse des Tonarms zu erhöhen. Somit würde sich die Masse nicht auf eine Stelle konzentrieren, sondern verteilt über den Tonarm. Ich habe früher mal damit experimentiert. Sieht nicht unbedingt super aus, aber eine Überlegung wäre es wert.

rorenoren
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 03. Apr 2010, 18:23
Moin Mike,

18g Schrumpfschlauch?

Aber trotzdem eine gute Idee, weil das Zeug auch Resonanzen dämpft.

Es gibt ja einige Plattenspieler mit Kunststoffummantelung des Armrohrs.

Die Verteilung des Gewichts muss nicht sinnvoll sein, weil es dann insgesamt mehr sein muss.
(Hebelgesetz)

Das belastet die Lager dann noch mehr.

Wenn es um wenige Gramm geht, aber eine praktikable Methode.

Besser wäre es natürlich, einen passenden Arm, bzw. einen kompletten Dreher zu verwenden.
(z.B. Lenco L75 oder 78 mit Bahnschanken- Tonarm)

Den Thorens nur wegen eines ausgefallenen Systems zu zerstückeln, halte ich für eher nicht sinnvoll.

Gruss, Jens
MikeDo
Inventar
#14 erstellt: 03. Apr 2010, 18:31

18g Schrumpfschlauch?


Na soviel sicherlich nicht.


Besser wäre es natürlich, einen passenden Arm, bzw. einen kompletten Dreher zu verwenden.
(z.B. Lenco L75 oder 78 mit Bahnschanken- Tonarm)


Sicherlich, bevor man alles verfrickelt.
Ich halte natürlich Lösungen á la Schrumpfschlauch nicht für das Optimum. Nicht, das man das falsch versteht.
Um zu experimentieren aber ganz okay.




[Beitrag von MikeDo am 03. Apr 2010, 18:36 bearbeitet]
d0um
Stammgast
#15 erstellt: 03. Apr 2010, 20:30
Hallo,

Ich würde den Thorens halt schon gerne weiter verwenden.
Die anderen Plattenspieler die ich habe sind der letzte Müll.

Habe aber auch keine Lust den Thorens zu verkaufen um dann festzustellen, dass das System Müll ist.

Naja, ich werde es mal probieren.

Ich verstehe es eh nicht. Früher hat man nen Plattenspieler gehabt wie Heute nen CD oder DVD-Player und kaum jemand hat sich mit effektiven Tonarmmassen oder Compliance beschäftigt...der hat einfach funktioniert in der Stereoanlage.

Und Heute.....

Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 03. Apr 2010, 23:30
Moin,

funktionieren wird das Nagaoka auch ohne Beschweren des Tonarms.

Klingt vermutlich etwas dünn und evtl. verzerrt.

"Früher" hat man sich nicht ganz so sehr darum geschert, weil man mit Klangreglern fast alles ausgleichen konnte und Vergleiche meistens fehlten.

"Heute" kennt man die CD und deren relativ verzerrungsfreie Wiedergabe.

Da einige Verstärker keine Klangregler haben, muss schon von Anfang an alles halbwegs stimmen.

Es gibt nur 2 "saubere" Möglichkeiten:

System passend zum Thorens kaufen, oder

Plattenspieler passend zum Nagaoka kaufen.

Alles andere ist Lotteriespiel.
(aber durchaus reizvoll, schon allein, weil´s anders ist)

Gruss, Jens
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 04. Apr 2010, 13:11
Hallo!

@d0um

"Früher" hat der HiFi-Händler sich um das passende Matching von Tonarm und System gekümmert, den Plattenspieler Justiert und gewartet und auch noch beim Kunden zuhause aufgestellt. Da brauchten Kunde sich nicht um dioe Zusammenhänge zu kümmern.

Aber kein Händler der sich einigermaßen auskannte hätte dir ein solches Mismatching zusammengestellt wie du im Sinn hast. Vermutlich wärest du damit als Beispiel was passieren kann wenn man die Kunden selbst fummeln läßt auf einer Tagung erwähnt worden.

HiFi-Händler wurden "früher" auf dhfi-Schulungen ausgebildet. Heute gibts allenfalls ein Voodoo-Lehrgang mit reichlich Bier bei Ingo Hansen.

Du kannst gerne mit irgendwelchen Systemen mit zum Tonarm unpassenden Parametern herumspielen, dabei lernst unter Umständen sogar was bei einem Plattenspieler geht und was nicht. Oder einmal richtig Geld für ein gutes Systen ausgeben. Obwohl das einige nicht gern hören, nicht umsonst kosten gute Systeme auch gutes Geld. Die ganzen Preishämmer und Schnäppchen sind im Endeffekt bloß früher oder später für eine Ernüchterung gut.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 04. Apr 2010, 13:32 bearbeitet]
d0um
Stammgast
#18 erstellt: 04. Apr 2010, 13:22
Hallo,

Ich habe mir Heute auf dem Flohmarkt einen Lenco L75 gekauft(Mittlerweile stehen 8 Dreher hier rum...)

Der sollte von der eff. Masse besser zu dem Nagaoka System passen.

Ansonsten werde ich einfach ein bisschen kombinieren und basteln.
Und solange ich vorsichtig bin sollte da auch keine Technik geschädigt werden...

MfG
Marcel
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 04. Apr 2010, 13:31
Hallo!

Der Tonarm des Lenco L-75 hat 22 Gramm, auch hier sollte noch eine Gewichtsplatte von ca. 3-4 Gramm in die Headshell gesetzt werden um die Resonanzfrequenz mit dem Nagaoka auf etwas unter 12 Hz zu drücken.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#20 erstellt: 04. Apr 2010, 13:54
Hallo,

Da ich ja nun irgendwann mal bei einem Dreher bleiben möchte frage ich mich welcher das sein wird.
Welcher von diesen ist der "Beste". Welchen würdet Ihr behalten?

Thorens TD 115 MKII
Dual 601
Lenco L75
CEC BD3200

Ich würde sie am liebsten alle behalten, habe aber nur Platz für einen...

Marcel
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 04. Apr 2010, 17:38
Hallo!

Entweder den CEC BD3200 oder den Dual. Den TD-115 MKII hatte ich schon schon mehrmals hier, ich finde den Plattenspieler nicht besonders gut, zum einen ist er durch den Tonarm und die Thorens-Hausnorm stark eingewschränkt, zum anderen gefällt er mir auch haptisch-optisch gar nicht. Er macht auf mich einen billigen Eindruck.

Der Lenco ist ein prima Bastelgerät aber für den Alltag wäre er nix für mich, da ziehe ich ein etwas moderneres Laufwerk auf das ich problemlos unterschiedliche Tonarme mit beliebigen Systemen setzten kann doch vor.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#22 erstellt: 04. Apr 2010, 18:48
Hallo,

Ja, den Thorens finde ich auch nicht sooo besonders gelungen.
Der Dual ist auch in meiner engeren Auswahl. Allerdings muss dort noch Einiges gemacht werden.

Allerdings verstehe ich folgende Aussage nicht:


Der Lenco ist ein prima Bastelgerät aber für den Alltag wäre er nix für mich, da ziehe ich ein etwas moderneres Laufwerk auf das ich problemlos unterschiedliche Tonarme mit beliebigen Systemen setzten kann doch vor.


Gerade Dieser ist doch mit seinem 4kg Plattenteller und manueller Bedienung prädestiniert für Umbauten aller Art.
Wäre es evtl. möglich den Tonarm des CEC´s in den Lenco einzubauen?

Ich finde dieses Monstrum mit seiner Laufruhe und der rustikalen Bauart einfach faszinierend

Ich finde in dieser Hinsicht "Der Weg ist das Ziel"...ich finde die Materie einfach interessant und bastel lieber rum als einen Dreher zu haben wo ich nichts mehr ändern kann/muss.

In dieser Hinsicht sollte der Lenco doch ideal sein?
Das Reibrad und das Lager ist bei meinem Exemplar perfekt erhalten.
Nur die Tonarmlagerung(V-blocks) sind hinüber...
Aber die gäbe es für rund 9€ neu oder eben anderer Tonarm.
Evtl. auch neue Zarge bauen aus MDF?

MfG
Marcel


[Beitrag von d0um am 04. Apr 2010, 18:52 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 05. Apr 2010, 08:56
Hallo!

Nicht jeder Tonarm passt auf jeden Plattenspieler, hier gibt es unterschiedliche Tonarmlängen, Überhänge und Einbaumaße. Der Lenco hat eine Metalldeckplatte vmit einem Loch für den Tonarm, entweder nutzt man so nur Tonarme mit den entsprechenden Einbaumaß oder man verbohrt die Zargr. Beides gefällt mir für ein Alltagslaufwerk nicht sonderlich.

Ich ziehe hier Laufwerke mit separaten Tonarmbrettern oder tauschbaren Basen vor. (Z.B. der sich gerade bei mir vorwiegend in Gebrauch befindliche Technics SL-110A) hier legt man sich einfach eine ganze Anzahl Basen zurecht auf denen die Tonarme idealerweise schon Vormontiert sind odeer nutzt gleich ein Laufwerk mit meheren Basen.

Genau das meinte ich,


Ich finde in dieser Hinsicht "Der Weg ist das Ziel"...ich finde die Materie einfach interessant und bastel lieber rum als einen Dreher zu haben wo ich nichts mehr ändern kann/muss.



als ich das hier schrieb:


Der Lenco ist ein prima Bastelgerät aber für den Alltag wäre er nix für mich, da ziehe ich ein etwas moderneres Laufwerk auf das ich problemlos unterschiedliche Tonarme mit beliebigen Systemen setzten kann doch vor.


Allerdings bastle ich den größten Teil meiner (Frei)Zeit eben nicht an den Geräten rum sondern höre wenn mir danach ist einfach damit Musik. Dabei möchte ich wenn mir nach einer aneren System-Tonarm-Kombination ist den Wechsel so einfach wie möglich durchführen anstatt Stundenlang zu schrauben.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#24 erstellt: 05. Apr 2010, 13:29
Hallo,

Es wird bei mir nie auf einen schnellen Wechsel zwischen Tonarmen ankommen.
Denn man sich die Preise von Tonarmen anschaut...bei aller Liebe.

Aber letztendlich kann man jeden Tonarm, sofern er eine eigene Antiskatingeinrichtung besitzt, benutzen wenn man das passende Loch bohrt?

Das Laufwerk selber läuft einwandfrei. Es hapert nur an dem Tonarm.
Ich habe Heute versucht mir neue Lager aus einem Radiergummi zu schnitzen. Funktionierte zwar schon besser aber der Tonarm kommt immer noch nicht selbst auf die Platte.

Man liest ja über den Lenco Tonarm geteilte Meinungen.
Von Schrott bis absolut OK ist alles dabei.
Das "Schwänzchen" ist bei meinem Tonarm noch ok und es fehlen lediglich die Antiskatinggewichte(als 4g Gewicht habe ich eine zurecht gefeilte Mutter..) und eben das Lager streikt.
Von daher frage ich mich ob es in meinem Fall(Ich werde nie hochpreisige Tonabnehmer besitzen!) überhaupt Sinn macht den Tonarm zu tauschen?

Wie gesagt wir reden hier von einem recht niedrigen Maßstab. Meine anderen Komponenten sind alles andere als Hing End und ich werde nie Opern oder klassische Musik hören sondern nur ab und an mal ne Platte auflegen damit "es rockt"

MfG
Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 05. Apr 2010, 14:41
Moin,

mit dem Nagaoka sollte der Lenco Arm gut klarkommen.
(wie Hörbert schon schrieb, evtl. noch beschweren?)

Wenn du die Lager richtig reparierst (versuch´s nochmal!), bzw. den Lift richtig einstellst, ist er so schlecht nicht.

Er ist halt extrem schwer.

Die Messerlager sind schon eine Schwäche, aber ich denke nicht, dass das klanglich ins Gewicht fällt.
(mit extrem teuren/guten Systemen vielleicht eher)

Ich würd´s ausprobieren.

Grossartig etwas beschädigen wirst du damit kaum.

Man kann mit dem Lenco schon ganz gut leben, so wie er ist.

Viel ist nicht dran, also geht auch nicht viel kaputt.

Gruss, Jens
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 05. Apr 2010, 18:56
Hallo!

@d0um

Sage lieber vorläufig anstelle von nie. Das wird die Zukunft zeigen.

Ansonsten kann ich Jens nur zustimmen. Behalte den Originaltonarm des Lenco, der Arbeitsaufwand den du in eine Tonarmmontage stecken mußt kannst du ebensogut in den Lenco-Tonarm stecken. So schlecht ist der Tonarm nicht und wenn du gerade bei den schweren Tonarm-Modellen ersteinmal auf den Geschmack gekommen bist wirst du die Vorteile des Konzeptes schon zu schätzen wissen.

Messerlager sind zwar bezüglich der Führungseigenschaften und der Abtastsicherheit nicht mehr ganz Zeitgemäß aber gerade bei den schweren Tonarmen fällt das weit weniger ins Gewicht als bei Leichttonarmen. Die geringere Präzision der Lager wird hier teilweise durch die höheren Beharrugskräfte kompensiert, die härter aufgehängte Nadel eines passenden Systems tut ein übriges. Mit einem passenden Schliff und der passenden Auflagekraft kann man somit mit dem Lencotonarm ein recht gutes Ergebniss erzielen. Zwar nicht das Ende der Fahnenstange aber deutlich besser als mit einem der heutigen Einsteigertonarme.

MFG Günther
Wuhduh
Inventar
#27 erstellt: 06. Apr 2010, 06:11
Moin, Marcel !

Alle 4 Bastelobjekte weiterreichen und EINEN soliden, guterhaltenen Anti-Bastel kaufen. Und niemals vergessen: Heute flott - morgen Schrott !

MfG,
Erik
d0um
Stammgast
#28 erstellt: 06. Apr 2010, 06:15
Hallo und vielen Dank,

Ich habe jetzt nochmal ein bisschen an dem Radiergummi rumgeschnitzt und nun funktioniert es besser.
Trotzdem finde ich dieses Konzept irgendwie...naja unpraktisch.
Wenn ich mir so die anderen Tonarme dagegen anschaue sind selbst die an den billigsten Plattenspielern besser aufgehängt.

Jetzt muss ich nur nochmal ein Seil an die Mutter binden, weil das andere zu kurz war.

MfG
Marcel
d0um
Stammgast
#29 erstellt: 06. Apr 2010, 06:18
Hallo,


Alle 4 Bastelobjekte weiterreichen und EINEN soliden, guterhaltenen Anti-Bastel kaufen. Und niemals vergessen: Heute flott - morgen Schrott !


Ich denke ums Basteln kommt man nicht herum bei solch alten Drehern.
Und wenns nur der Steuerpimpel bei nem Dual ist.

Außerdem funktionieren fast alle einwandfrei. Der Thorens funktioniert super, der CEC, beim Dual streikt lediglich die Stroboskoplampe und der Lenco scheint nun auch zu funktionieren.

Ich denke bei den Preisen zu denen man die Dreher meistens auf dem Flohmarkt bekommt kann man ruhig mal ein bisschen Basteln.
Es ist ja nicht so, dass es keinen Spaß machen würde.

MfG
Marcel
Hörbert
Moderator
#30 erstellt: 06. Apr 2010, 12:44
Hallo!

Messer- oder Schneidlager waren in den 60ger Jahren, -ja teilweise bis in die 70ger Jahre-, noch durchaus Stand der Dinge bei Tonarmlagern. So zum Beispiel bei den berühmten SME-Tonarmen.

Auf dem Netz lassen sich für die Messerlager des Lencotonarmes auch hochwertigen Ersatz finden. Es muß also nicht bei selbstgeschnitzten Radiergummi-Behelfslagern bleiben.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#31 erstellt: 06. Apr 2010, 12:56
Hallo,

Ja, es gibt Lager aus Messing oder von einem Schwedischen Anbieter welche aus Gummi.
Die aus Messing sind mir eindeutig zu teuer, die anderen kosten gut 7€ das ist OK.
Aber im Moment weiß ich noch nicht ob ich mir lieber ne Strobolampe für den 601 oder die Lager für den Lenco kaufe

MfG
Marcel
Hörbert
Moderator
#32 erstellt: 06. Apr 2010, 13:40
Hallo!

Die Messinglager kosten doch nur 36 Euro. Das finde ich alles andere als teuer: http://kleinanzeigen...co-l-75-l-78/2763273

Zusätzlich noch ein wenig polieren und der Tonarm funzt besser als im Neuzustand.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#33 erstellt: 06. Apr 2010, 14:01
Hallo,

Ich finde das schon arg teuer für zwei kleine Messingteile.
Ich meine es sind ja keine auf den 1/100mm gedrehte Präzisionsteile sondern anscheinend "nur" Messingprofil mit Einschnitt...

Marcel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 06. Apr 2010, 16:35
Moin,

als Bastler kannst du auch versuchen, solche Messingteile selbst zu basteln.

Entweder du kannst richtig gut feilen (Messingklotz), oder du kaufst dir einen Messingwinkel und schneidest ihn passend.
(Alu geht auch, ist aber weicher)
Die Lücke füllst du mit Knetmasse/Kitt/Kotflügelmatschband.

Nicht perfekt, aber wenn die Messingwinkel schon ohne zusätzliches Zeugs stramm in der Halterung sitzen (und gerade!), durchaus brauchbar, denke ich.

Die Messingwinkel müssen allerdings eine recht scharfe kante innen haben, sonst gibt´s Spiel.

Ich habe das aber selbst noch nicht getestet.

Ansonsten kannst du ja ausrechnen, was du (theoretisch) in der Zeit des Feilens und Bastelns an Geld verdienen könntest.
(zur Not Zeitung austragen....)

Dann kannst du abwägen, was dir lieber ist, fertige Teile für 36 Euro, oder stundenlanges Basteln.
(ich würde evtl. trotzdem Letzteres favorisieren und später kaufen, wenn´s in die Hose gegangen ist)

Gruss, Jens
Hörbert
Moderator
#35 erstellt: 06. Apr 2010, 17:54
Hallo!

Dafür das so etwas pro Lenco eine einmalige Ausgabe ist und mir einige Stunden Arbeit erspart die ich sonst mit der Selbstanfertigung verbringen müßte halte ich die 36 Euro für einen angemessenen Preis.

Zudem finde ich das man beim Hobby nicht so auf den Cent schauen sollte, ich will schließlich meinen Spaß dabei haben. Wenn ich den bei der selbstanfertigung der Winkel habe gut, wenn nich sind die 36 Euro wirklich kein Geld. Wahrscheinlich würde ich mir erstmal die Winkel kaufen und dann versuchen sie irgendwo noch mit einer Chromauflage versehen zu lassen, anschließend polieren und dann erst einsetzen. Das macht zwar das Lager nicht wesentlich besser aber ich hätte das Gefühl alles nur erdenkliche getan zu haben damit das Lager so leichtgängig wie möglich wäre.

Natürlich bekommst du die Winkel auch für 2-3 Euro oder gar umsonst wenn du jemanden kennst der in einem Metallbetrieb arbeitet und der das entsprechende Werkzeug zur verfügung hat. Aber diese Möglichkeit hat eben nicht jeder.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#36 erstellt: 06. Apr 2010, 18:36
Hallo,

1m 10x10mm Vierkant Messingprofil kosten mit Porto rund 30€.
Allerdings könnte man damit 100 Lager, bzw. 50 Tonarme ausstatten....

Habe leider keine Möglichkeit es exakt zu bearbeiten...

Und sowas geht mir prinzipiell gegen den Strich wenn Jemand Wucherpreise für Centartikel nimmt...
Und einmal die Säge eingestellt kann man die Dinger in Sekundenschnelle herstellen...

Ich denke ich bleibe bei den Kunststoffprofilen. Für meine Ansprüche sicherlich ausreichend.

Marcel
Hörbert
Moderator
#37 erstellt: 06. Apr 2010, 18:46
Hallo!

Jeder wie er will.

Naja, das ist eigentlich kein Profil was da für 36 Euro angeboten wird sondern ein Block aus dem ein Winkel ausgefräst ist. Insofern kommt deine Rechnung nicht ganz hin.

Die einfache Winkellösung würde nicht funktionieren dazu müßtest du deinen Winkel wiederum auf einen Träger montieren das ergäbe zusätzliche Arbeitszeit und zusätzliche Materialkosten, da ist die hier verwendete Blocklösung mit fräsen und schleifen wohl günstiger und eleganter.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#38 erstellt: 07. Apr 2010, 07:43
Hallo,


Naja, das ist eigentlich kein Profil was da für 36 Euro angeboten wird sondern ein Block aus dem ein Winkel ausgefräst ist


Davon habe ich ja geredet als ich Vierkantprofil meinte.
Aber ist ja auch egal.

Wenn das Nagaoka System kommt teste ich es mal auf dem Dreher.
Vielleicht reicht das Lager ja auch.
Das Nagaoka wird wohl mit 3-4g Auflagegewicht gefahren. Da sollte die vertikale Leichtgängigkeit nicht soooo wichtig sein.

Ich habe ohnehin erstmal einen billigst Verstärker aus einem Forum erworben. Dynavox TC-750.
Wenn das soweit funktioniert werde ich die Originalkabel gegen ein kurzes Stück(Nur 30cm) hochwertiges Coaxial Kabel tauschen.
Das sollte schonmal die Kapazität runterbringen.

MfG
Marcel
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 07. Apr 2010, 08:36
Hallo!

Der Kabeltausch ist unnötig, das Originalkabel ist von der Kapazität her gesehen im grünen Bereich. Du solltest nicht aus den Augen verlieren daß eine zu niedrige Kapazität eine ebenso negative Auswirkung auf das Ergebniss hat wie eine zu hohe. Wichtig ist das dein System innerhalb der Kapazitätsspanne betrieben wird die dir der Hersteller des Systems angibt. Falls du also das Phonokabel aus Spaß an der Freude tauschen willst solltest du auf einen ungefähr gleichen Wert achten.

Deine Radiergummilager werden es schon für eine ganze Weile tun, auch wenn die resultierende Lagereibung recht hoch sein dürfte. Da du ja ohnehn keinen direkten Vergleich hast wird dir eine mögliche schlechtere Abtastung Aufgrund der Lager gar nicht bewußt werden.

Das Nagaoka sollte mit 3-3,5 Gramm eigentlich gut laufen, bei 4 Gramm dürfte die Abnutzung sich etwas erhöhen. Aber für etwa 400-500 Betriebsstunden sollte die alte Stricknadel trozdem gut sein.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, -möglicherweise kommst du ja mit dem alten Lenco auf den Geschmack und fällst in eine richtige Restaurations-Orgie-. Dann kannst du dir ja die Messinglager immer noch zulegen.

MFG Günther
d0um
Stammgast
#40 erstellt: 08. Apr 2010, 09:06
Hallo,

Das Nagaoka System ist heute angekommen.
Ich habe nur grob den Überhang eingstellt aber es klingt schon phantastisch

Es ist einfach alles da. Satter Bass, brilliante Höhen und eine Präsenz die ich bisher noch nicht gehört habe.
Top!

MfG
Marcel

edit: Nichts desto trotz verzerren die Platten zur Mitte hin. Naja, werd ich mich wohl dran gewöhnen müssen


[Beitrag von d0um am 08. Apr 2010, 09:55 bearbeitet]
d0um
Stammgast
#41 erstellt: 09. Apr 2010, 09:53
Hallo,

Heute ist der Dynavox Verstärker angekommen.
Ich bin ziemlich enttäuscht...

Das ist ein richtiger Rückschritt zu meinem AVR.
Leider bin ich drauf angewiesen, weil ich den Dreher entfernt vom AVR stehen habe. Vorher habe ich ihn auf dem Boden gehabt aber das war nur provisorisch.

Ich muss mich nun mal nach einem anderen Vorverstärker umsehen.

MfG
Marcel
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