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Erdung von Plattenspieler und Receiver zur Vermeidung des Brummens

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Lou_Conda
Neuling
#1 erstellt: 06. Jul 2010, 19:33
Meine (hoffentlich) Retter!

Ich bin neu hier und absoluter Laie! Ich habe nun schon des Öfteren bei euch reingeschaut, doch nun komme ich nicht mehr weiter und bitte daher um Rat.
Ich habe mir einen Stanton T62 Plattenspieler gekauft und bald müsste mein neuer Verstärker Kenwood KR-5020 eintreffen. Mir ist nun nicht 100%ig klar:
A) Benötige ich einen Vorverstärker?
B) Es sollte einer mit Erdung sein, richtig?
C) Muss ich in beide Richtungen erden? Also Stanton T62 in Vorverstärker und Vorverstärker in Kenwood KR-5020?
D) Wie sind denn korrekte Bezeichnungen für Vorverstärker und Cinchkabel mit Erdung, denn bei Ebay finde ich da nur ganz wenig, was mich stutzig macht, ob ich denn die richtige Bezeichnung verwende.

Ich bedanke mich schon jetzt für hilfreiche Antworten und nicht allzu lautes Gelächter ob meiner Unbedarftheit und verbleibe mit liebem Gruß
mgki
Inventar
#2 erstellt: 06. Jul 2010, 20:38
Hallo und willkommen im Forum!

A) Nein,denn der Kenwood hat einen Phonoeingang.
B) Phonoverstärker haben alle einen Masseanschluß.
C) Wenn man einen seperaten Phonoverstärker verwendet,wird nur dieser über Masse mit dem Plattenspieler verbunden.
D) Gute Frage. Kann ich dir leider auch nicht sagen.
Du kannst aber auch ein normales Cinchkabel verwenden und nimmst für die Masseverbindung einfach ein Stück Klingeldraht. Funktioniert genauso gut.

Gruß

Stefan
Jeck-G
Inventar
#3 erstellt: 06. Jul 2010, 20:46
Es gibt auch Cinchkabel mit einer Leitung in der Mitte zwischen den beiden Kabeln. Findet man eher im Car-HiFi-Bereich, diese Leitung wird für Remote (Einschalten der Endstufe übers Autoradio) benutzt. Beispiel

Aber wie bereits gesagt, man kann für die Erdung auch eine x-beliebige Leitung/Schaltlitze nehmen.

Edit:
wenn der Kenwood einen Phono-Eingang hat, so wird er auch daneben einen Erdungsanschluss für den Plattenspieler (nicht für Schutzleiter!) haben.


[Beitrag von Jeck-G am 06. Jul 2010, 20:48 bearbeitet]
Lou_Conda
Neuling
#4 erstellt: 07. Jul 2010, 07:02
Vielen Dank für die raschen und konstruktiven Antworten.
Ja, der Kenwood hat nen Phonoeingang und ich habe extra drauf geachtet, dass ein GND vorhanden ist. Das heißt, wenn ein Phonoeingang vorhanden ist, dass ich gar keinen Vorverstärker benötige? Mag mir jemand erklären wodurch das Signal vom Plattenspieler dann vorverstärkt wird? Bedeutet ein Phonoeingang im Receiver, dass dieser einen Vorverstärker integriert hat? Will ja nicht dumm sterben.

Liebe Grüße
Lou_Conda
Neuling
#5 erstellt: 07. Jul 2010, 08:45
Zur Info an meine Helfer:
Kenwood Receiver angekommen, angeschlossen (ohne Vorverstärker)und alles läuft ohne Rauschen, ohne Brummen, ABER ab und zu knackt es. Klingt wie Entladungen, die dann durchs Tonabnehmersystem über den Receiver verstärkt werden. Ist das normal bei nigalnagelneuen Plattenspielern oder liegt das am Tonabnehmersystem? Hat da jemand eine Idee?
Archibald
Inventar
#6 erstellt: 07. Jul 2010, 10:33
Hallo Lou_Conda,

erst einmal : "Herzlich willkommen im Forum !".

Die wahrscheinlichste (aber nicht unbedingt einzige) Ursache für das Knacken sind elektrostatische Entladungen. Im Forum (Analogtechnik) werden unterschiedliche Ansätze zur Lösung des Problems diskutiert. Ich für meinen Teil spiele meine Platten nass ab, das Thema ist für mich damit erledigt. Zusätzlich halten Nadeln und Schallplatten länger. Nachteilig ist, dass man die Platten, wenn man sie wieder trocken abspielen will, aufwändig reinigen muss. Die Original Lenco Clean-Vorrichtungen sind mittlerweile sehr selten geworden und sie werden (ebenso wie die Ersatzbürsten) zu "Mond"-preisen gehandelt. Zwar vertragen die meisten Systeme, wenn man Platten nass abspielt, bei mir hat allerdings ein Thorens TMC 63 (Sonderform des EMT TSD 15) erhebliche Schwierigkeiten gemacht.

Generell würde ich Dir empfehlen, Dein Problem in der Rubrik "Analogtechnik" zu schildern (auch wenn man dort das Nassabspielen nicht sonderlich schätzt).

Gruß Archibald
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 09. Jul 2010, 16:31

mgki schrieb:

D) Gute Frage. Kann ich dir leider auch nicht sagen.
Du kannst aber auch ein normales Cinchkabel verwenden und nimmst für die Masseverbindung einfach ein Stück Klingeldraht. Funktioniert genauso gut.

Gruß

Stefan



Bloß kein normales Cinch-Kabel verwenden! Dessen Kapazität ist viel zu hoch!

Meistens hat der Plattenspieler das Kabel fest angebracht, die sehen zwar meist nicht so aus, sind aber für den Zweck optimal. Ansonsten gibts fertige Kabel, die sind aber in meinen Augen zu teuer. Als Alternative kann man niederkapazitives Koaxialkabel nehmen wie z.B. RG 58. Das hat eine Kapazität von ca. 100 pF/m, sollte dann etwa 1m lang sein.
Jeck-G
Inventar
#8 erstellt: 09. Jul 2010, 16:55
Komisch nur, dass meine Cinch-Kabel unter 100pF/m sind...

Und in Discotheken (höhere Anforderungen als bei HiFi, was Einstreuungen angeht) habe ich schon oft die typische Standardlakritze gesehen, sofern man die Rückseite vom Plattenspieler sehen konnte.

Man sollte natürlich die Verbindung zwischen Plattenspieler und Phono-Pre (egal ob separat oder Phono-Eingang vom Verstärker) so kurz wie möglich halten.
Bei den E-Grammophonen hat sich leider keine symmetrische Signalübertragung (wie bei Mikrofonen) durchgesetzt, dank symmetrischer Übertragung sind bei Mikrofone (ähnlicher Pegel wie Tonabnehmer vom Plattenspieler) auch 50m Kabel und mehr nahezu störungsfrei möglich, wovon man beim Plattenspieler nur träumen kann.


[Beitrag von Jeck-G am 09. Jul 2010, 17:03 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 09. Jul 2010, 17:06
Unter 100 pF geht auch, es sollte in Summe aber wieder passen, denn der Phonoanschluss kommt auch dazu. Die Hersteller von Moving Magnet-Systemen geben (oftmals) eine Empfehlung ab welche Kapazität optimal ist, das ist nicht nur ein Wert, sondern ein ganzer Bereich. Meistens so zwischen 200 und 400 pF. Und ein bisschen Toleranz ist auch noch...


Und in Discotheken (höhere Anforderungen als bei HiFi, was Einstreuungen angeht) habe ich schon oft die typische Standardlakritze gesehen, sofern man die Rückseite vom Plattenspieler sehen konnte


Hast du meinen Post nicht gelesen? Ich schrieb doch dass die auch vollkommen ausreicht und eigentlich für den Zweck optimal ist, auch wenn es nicht so aussieht...

Wenn das Kabel aber defekt ist oder man nur Terminals vorfindet braucht man logischerweise ein neues Kabel. Und die Methode mit RG 58 und Cinch-Stecker anlöten ist die billigste, selbst mit sehr guten Steckern bleibt man unter 10€, und genauso gut wie die fertig gekauften Phonokabel die dann aber über 100€ kosten...


[Beitrag von germi1982 am 09. Jul 2010, 17:23 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#10 erstellt: 09. Jul 2010, 17:38

Und in Discotheken (höhere Anforderungen als bei HiFi, was Einstreuungen angeht) habe ich schon oft die typische Standardlakritze gesehen, sofern man die Rückseite vom Plattenspieler sehen konnte.
War auch eher auf das bezogen.
Bloß kein normales Cinch-Kabel verwenden! Dessen Kapazität ist viel zu hoch!


Statt RG58 (50Ohm, 101pF/m) sollte man eher RG59 (75Ohm, 68pF/m) nehmen, denn das kann man auch für digitale Übertragung (SPDIF) und als Antennenkabel benutzen, oder gleich ein Antennenkabel nehmen. Leider haben diese HF-Kabel einen starren Innenleiter.

Für analoge Audiosignalübertragung wäre sowas eine Alternative, sehr flexibel und robust.
germi1982
Moderator
#11 erstellt: 09. Jul 2010, 18:03
Mit normalem Cinch-Kabel meine ich das was man ansonsten benutzen würde um einen CD-Player oder sowas anzuklemmen. Das ist ungeeignet da die Kapazität viel zu hoch ist, für Hochpegelquellen ist das egal, aber bei Phono siehts wieder anders aus.


[Beitrag von germi1982 am 09. Jul 2010, 18:04 bearbeitet]
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