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Unterlage/Isolation Plattenspieler

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roamling
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Jan 2011, 11:56
Hallo,

ich betreibe einen Pro-Ject RPM 1.3 und suche nach einer Lösung wie ich den Motor (steht ja aussen) am besten vom Untergrund entkoppeln und gleichzeitig den Plattenspieler vor Vibrationen schützen kann.

Das Teil steht grade auf einem IKEA Regal und bei 45rmp macht der Motor hörbare Geräusche weil die Deckplatte des Regals die Vibrationen aufnimmt.

Ich habe es mal mit einer SSC Flatbase versucht. Die hat zwar das Motorgeräusch absorbiert aber dann gleich weiter an den Plattentellen und dann beim Abspielen auf die Nadel weitergeleitet. Also geht so nicht.

Kann ich mit einer Acrylplatte als Unterlage (z.B. 500mm x 400 mm x 8mm stark) und Absorberfüssen unter der Acryl-Platte das Motorgeräusch isolieren, also ohne das es an dem Plattenteller übertragen wird?

Gruß, Roberto
Fritz_42
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 07. Jan 2011, 13:03
Moin,

geh mal in den nächsten Baumarkt und besorg Dir ne Granit-Gehwegplatte. Die sind im Allgemeinen 40x40cm groß und in verschiedenen Stärken erhältlich. Oberfläche geschliffen, damit es schön glatt ist. Dann noch ein paar Filzgleiter druntern.

Hässlich? Je nach Anspruch... Aber zum Ausprobieren, ob das funktioniert bzw. was bringt ist es völlig ausreichend. Meine Granitplatte 40x40x3 hat 15kg... Und wenns was bringt kann man das Ding immernoch rausschmeißen und durch was schöneres ersetzen

Wo man allerdings Acryl (PMMA) in Stärken >1cm herbekommt entzieht sich meiner Kenntnis. Mal beim Glaser fragen?!

Abgesehen davon: Stell den Motor mal auf dünnen Schaumstoff. Hilft auch. Hübscher geht das dann auch hinterher

Geringbudgetierte Grüße vom Fritz!
roamling
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 07. Jan 2011, 13:10

Fritz_42 schrieb:


..Wo man allerdings Acryl (PMMA) in Stärken >1cm herbekommt entzieht sich meiner Kenntnis. Mal beim Glaser fragen?!..

Geringbudgetierte Grüße vom Fritz!


Gibts in der Bucht, in verschiednen Größen und Stärken.

Frage ist halt ob sich im Acryl Vibartion übertragen, also ob es vibriert?
Fritz_42
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 07. Jan 2011, 14:02
... oder direkt beim Hersteller (Beisüielsweise hier: http://www.ernst-kienzle.de/lieferprogramm/platten_gs.php).

PMMA ist Kunststoff und als solcher schonmal ganz gut dämpfend (wenn nicht mit Glasfasern, etc. gefüllt). Das Gegenteil wäre eine Stahlplatte bzw. Stein (siehe oben). Je nach dem, was Du vorhast, kannst Du mal rumprobieren:

Alternativ kannst Du auch mal mit MDF (Faserplatte) experimentieren. Auch sehr schwer und sehr gut dämpfend.

Gedämpfte Grüße vom Fritz!

P.S.: Nicht mein Fachgebiet
roamling
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 07. Jan 2011, 14:26
also mein Problem ist halt das sich auf einer MDF Platte die Motorvibration (Motor ist in eigem Gehäuse über Riemen mit dem Laufwerk verbunden)auf das Laufwerk und den Tonabnehmer übertragen. Die MDF Platte hat durch den Motor physisch angeregt vibriert und das will ich vermeiden.

Also noch mal die Frage etwas spezifischer: eignet sich Acryl als Werkstoff dazu die Motorvibration so aufzunehmen, zu absorbieren quasi, OHNE das der Werkstoff Acryl vibriert und diese Vibration auf das Laufwerk überträgt?

Gruß, Roberto
Fritz_42
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 07. Jan 2011, 14:44
Alles eine Frage der Masse... Oder, um es mit meinem Maschinenbau-Prof zu sagen: "Dicker Träger, ruhiger Schlaf!"

Ist zwar eigentlich anders gemeint, trifft hier aber auch zu. Wenn Du nur ne 5mm-Platte hast vibrierts natürlich. bei 50mm dürfte Ruhe sein.

Massive Grüße vom Fritz!
privilegia
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 07. Jan 2011, 15:06
Nimm eine ordentliche Schieferplatte!

Dann ist Ruhe im Karton. Und das Klangbild wird noch positiv beeinflusst.

mfg

Maik
roamling
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 07. Jan 2011, 16:09
Hat schon mal jemand die Ground It Deluxe 2 Plattform von Pro-Ject gehabt? Ist zwar nicht ganz billig aber wer weiss....
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 08. Jan 2011, 04:29
Bei Projekt gab es häufiger Probleme mit reihenweise defekten Motoren die gebrummt oder vibriert haben.

Vielleicht ist das hier ja eher die Baustelle?
Großmogul
Stammgast
#10 erstellt: 08. Jan 2011, 09:35
Mal zum Verständnis, wenn Motor und Laufwerk auf demselben Untergrund stehen vibriert der Motor so stark, dass sich das über den Untergrund auf das Laufwerk überträgt?
Wie wirkt sich das aus? Was heisst "an die Nadel weitergeleitet"?

Die einzige Existenzgrundlage für einen Riemenantrieb ist die Abkopplung von Antrieb und Teller und wenn der Motor wirklich dermaßen heftig rappelt, dann ist er defekt und ein Fall für eine Reklamation. Zumal Project ausdrücklich darauf hinweist, dass der Motor keine Verbindung zum Chassis hat und dadurch die "Übertragung von Vibrationen unterbindet". Hast Du den Motor wie in der BDA beschrieben aufgestellt (darf das Chassis nicht berühren).
Ist das Laufwerk denn irgendwie gedämpft?

Gruß
Großmogul
roamling
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 08. Jan 2011, 15:28

Detektordeibel schrieb:
Bei Projekt gab es häufiger Probleme mit reihenweise defekten Motoren die gebrummt oder vibriert haben.

Vielleicht ist das hier ja eher die Baustelle?


wenn der Motor normal auf 33rpm lauft ist Ruhe. Normal wird fuer 45rpm einfach der Riemen auf ein groessere
Scheibe umgelegt ohne das sich die Motorrehzahl aendert. Ich hab aber eine Speedbox angeschlossen die die Drehzahl des Motors erhoeht, erst da kommen die Vibrationen.

Ich habe jetzt mal duenne Filzmatte untergelegt, jetzt ist fast Ruhe

Gruss, Robert
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 08. Jan 2011, 17:03
Mann ist das alles umständlich. Das Ding soll doch nur die Platte drehen.
UniversumFan82
Inventar
#13 erstellt: 08. Jan 2011, 17:27
@ roamling:
Du sagst, es tritt nur auf, wenn Du die 45 Touren mit Speedbox fährst, nicht aber mit dem Umlegen auf die eigentlich vorgesehene Riemenscheibe?
Dann kann der Motor wohl die erhöhte Drehzahl nicht laufruhig fahren!
Dann müsste ohne Speedbox das Problem doch behoben sein, oder?

@ Detektordeibel:
Ich gebe Dir Recht, das Ding soll einfach nur Plattendrehen - offensichtlich machen das aber nur Klassiker. Mein quarzgesteuerter DD aus 1981 macht das nun schon 30 Jahre störungs- und vibrationsfrei.

Gruß und ein Hoch auf die Klassiker,
Manfred
Guido64
Stammgast
#14 erstellt: 08. Jan 2011, 18:31
Hallo,


Gruß und ein Hoch auf die Klassiker


schon verwunderlich das man bei der Konstruktion und Fertigung des Motors so sehr spart, dass man mit einer normalen Aufstellung nicht vernünftig Musik hören kann. Das legt die Vermutung naha, dass man bei einer Plattenspieler-Neuanschaffung doch etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Gruß
Guido
Detektordeibel
Inventar
#15 erstellt: 08. Jan 2011, 19:43
Bei diesen Plattenspielern kommt es mir eher so vor als ziehen die Leute ein Detektor-Radio mit ner vergoldeten Spule auf nem Lackierten Holzbrett einem Hifi-Tuner zum Radiohören vor.

Mag ja sein das ein Plattenspieler der aussieht als hätte hätte man ein Gramophon aus einer Musiktruhe ausgebaut ne gewisse Ästhetik hat, aber bei derartigen Konstruktionen wo man sich dann für 200€ ne Holzplatte gefüllt mit Sand dazu kaufen soll das es nicht rumvibriert.
Warum tut man sich sowas denn überhaupt an?
Ich will wirklich niemanden ärgern, aber ich würde das gerne nachvollziehen können.


Nein, ich glaube nicht das zuwenig ausgegebenes Geld das Problem ist.

Ich mein ja bloß.
Da würd ich mir als Neugerät eher einen billigen Reloop mit Direktantrieb hinstellen, der ist vielleicht nix für die Disko wofür er eigentlich gedacht sein soll.
Aber als Heimgerät erfüllt das Ding vom Gleichlauf wenigstens die alte Hifi-Din und bekommt immerhin "schockabsorbierende Füße", kann die Geschwindigkeit ohne Riemenverschleißende Verstellaktionen und ohne teuer extra verkaufte "Speedbox" umschalten, und das Ding bringt immerhin fast 10 Kilo auf die Waage. Solang man nicht im morschen Lebkuchenhaus wohnt vibriert da normal gar nix.

Mag sein der der Tonabnehmer ab Werk nix besonderes ist, aber bevor man sich für 200€ ne Sandkiste kauft kann man sich zweimal das Ortofon 2M Red hinhängen. Wäre damit dann immernoch günstiger als ein Debut 3 + Konsorten zum Ladenpreis.


[Beitrag von Detektordeibel am 08. Jan 2011, 19:44 bearbeitet]
Plankton
Stammgast
#16 erstellt: 08. Jan 2011, 21:19
Soooo schlecht ist der Pro-Jekt nun auch nicht aber er ist halt nur ein Einstiegsdreher bei dem Kompromisse eingegangen wurden.
Gerade im Analogbereich kommt von nichts auch nichts. Ich habe auch schon einiges an Plattenspielern hinter mir und seit dem ein
Masselaufwerk Einzug gehalten hat, ist nun endlich Ruhe eingekehrt.
Detektordeibel
Inventar
#17 erstellt: 08. Jan 2011, 21:34

er ist halt nur ein Einstiegsdreher bei dem Kompromisse eingegangen wurden


Joah, man kann heutzutage ja nicht mehr erwarten einfach einen funktionierenden Plattenspieler für 300€ zusammenzuschustern der sich technisch nicht an einer Wäscheschleuder orientiert.
Früher gabs Ingenieure, heute konstruiert der Medizinmann.
UniversumFan82
Inventar
#18 erstellt: 08. Jan 2011, 21:52

Detektordeibel schrieb:

er ist halt nur ein Einstiegsdreher bei dem Kompromisse eingegangen wurden


Joah, man kann heutzutage ja nicht mehr erwarten einfach einen funktionierenden Plattenspieler für 300€ zusammenzuschustern der sich technisch nicht an einer Wäscheschleuder orientiert.
Früher gabs Ingenieure, heute konstruiert der Medizinmann.

Volle Zustimmung, ich habe Dreher für unter 10 Euro aus der Bucht gefischt, die genauer laufen als ein Pro-ject und für den halben Preis dessen habe ich hier einen Luxman PD-289 inklusive neuer Nadel und Komplettüberholung stehen. Aber wir kommen vom Problem ab!

Mich würde vom Themenersteller mal ein Kommentar zu meiner Problemdarstellung in Post #13 interessieren!!!!!

Gruß,
Manfred
Plankton
Stammgast
#19 erstellt: 08. Jan 2011, 22:21

Detektordeibel schrieb:
Früher gabs Ingenieure, heute konstruiert der Medizinmann.


Die gibt es heute auch noch aber sie sind dort wo man noch einen Absatzmarkt hat bei dem sich Entwicklungsarbeit auch rentiert und der ist bei Plattenspielern ganz bestimmt nicht in der Holzklasse.
roamling
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 09. Jan 2011, 00:14
ok, thema beendet
Großmogul
Stammgast
#21 erstellt: 09. Jan 2011, 10:57
Blöde Frage, was gibt's an Plattenspielern noch zu entwickeln?

Alle drei Wochen ein neues, natürlich unglaublich innovatives Riemenlaufwerk mit Synchronmotor, das einen zentnerschweren Teller braucht, um einen einigermaßen erträglichen Gleichlauf hinzukriegen???

Alles, was nötig ist, um eine Platte möglichst gleichmäßig und nahezu vollkommen ruhig zu drehen, gab's schon vor 30 Jahren. Und die Gültigkeit der alten Konzepte sieht man derzeit z.B. an Brinkmanns neuem DD, der einen Motor einsetzt, der im wesentlichen ein für das hohe Tellergewicht adaptierter EDS 900 Motor ist, der damals im Dual 704 eingesetzt wurde (Brinkmann gibt das auch ohne weiteres zu). Damals waren diese Motoren Brot und Butter Klasse, wurden 10.000-fach verbaut, heute gibt es keinen mehr, der die Dinger rationell fertigen will/kann, von entwickeln ganz zu schweigen.

Gruß
Großmogul
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