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Bass/Grundton fehlt?

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xenokles
Stammgast
#1 erstellt: 03. Jan 2013, 16:47
Folgende Situation stellt sich meinen Ohren: Bass und Grundton sind bei meinem Thorens TD520 quasi kaum vorhanden, der Klang ist deutlich zu dünn und hell. Ich habe mit den Systemen Audio Technica AT20sla (war montiert) und Ortofon Vinyl master red an Phono-pres von NAD und Dynavox probiert. Ausrichtung, Auflagekraft...scheint alles zu stimmen. Klingt trotzdem...bescheiden. Als Kabel ist ein Oehlbach NF1 angelötet. Hat jemand eine Idee, wo das Problem liegen könnte...?
akem
Inventar
#2 erstellt: 03. Jan 2013, 18:53
Vielleicht ist der Tonarm zu hoch? Die Montagefläche des Tonabnehmers (also die Fläche, die Kontakt zum Headshell hat) muß für die allermeisten Tonabnehmer waagrecht sein und damit parallel zur Platte. Wenn der Arm hinten zu hoch steht, steht die Nadel nicht richtig in der Rille und es klingt zu hell.
Bei MM und MI Systemen kann aber auch eine elektrische Fehlanpassung in der Phonostufe die Ursache für zu hellen Klang sein. Nämlich dann, wenn die Summe aus Kabelkapazität und Eingangskapazität der Phonostufe höher ist als das, was der Hersteller für den Tonabnehmer empfiehlt. Gerade die Vinylmaster vertragen schon einiges an Kapazität, aber wer weiß? Es gab durchaus Zeiten, in denen absurd hohe Eingangskapazitäten in Phonoeingängen verbaut wurden (aus EMV-Gründen).

Gruß
Andreas
applewoi
Stammgast
#3 erstellt: 03. Jan 2013, 21:14
Ich tippe mal auf die Headshellkabel.
Passiert öfter als man denkt, und dann schmeissen die Leute den Plattenspieler weg weil ein Käbelchen vertauscht wurde...auch die Farbmarkierungen, wenn vorhanden, sind nicht immer ein zuverlässiger Garant für die richtige Phase.
Hast Du auch keine Mittenortung und es klingt hell, diffus und verwaschen?

Einfach mal zwei Kabel am Headshell umstecken und schauen ob sich was ändert. Auch woanders kann sich ein Phasendreher eingeschlichen haben.
xenokles
Stammgast
#4 erstellt: 03. Jan 2013, 21:17
...dann werde ich morgen nochmal den Arm kontrollieren und mir die Kabel an der Headshell ansehen. Vielen Dank erstmal, werde berichten!
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 04. Jan 2013, 10:29
Hallo!

@xenokles

Im Vergleich zu was klingt den dein Analog-Setup zu hell?

Das du von Analogschallplatten nicht das gleiche Tieftonfundament erwarten kannst wie z.B. bei einer CD ist dir doch wohl klar?

Spätestens bei 40 Hz ist bei den allermeisten Schallplatten Schluß mit Tiefton.

Bei Analogschallplatten wird im übrigen der Tieftonbereich ab etwa 150 Hz mono abgemischt um Platz auf dem Tonträger zui sparen, das ist bei CD´s nicht der Fall, somit liegt hier eine der möglichen Fehlerquellen, falls also deine Lautsprecher verpolt sind oder du eine Seite des Tonabnehmers verpolt angeschlossen hast ist eine Auslöschung der Tieffrequenten Anteile durch gegenphasiges Verhalten der Lautsprecher eine mögliche Folge.

MFG Günther
*mps*
Stammgast
#6 erstellt: 04. Jan 2013, 10:47
Du musst mit dem Popo hinten am Tonarm experimentieren (rauf-runter)

Probiers aus,das geht dann schon in die gewünschte Richtung

Güsse
Michael
xenokles
Stammgast
#7 erstellt: 05. Jan 2013, 19:34
So, die Tonarmverkabelung habe ich geprüft, da waren immerhin linker und rechter Kanal vertauscht, aber das hat ja nichts mit meinem Problem zu tun. Der Tonarm scheint hinten allerdings tatsächlich "zu hoch" zu sein. Da sich die Bedienungsanleitung von Thorens zur Einstellung der Tonarmhöhe ausschweigt, habe ich einfach mal eine weitere Platttentellermatte untergelegt, so dass ich vorne höher komme und mit dem Tonarm nun fast waagerecht bin. Hilft schon etwas, aber ist natürlich nicht die optimale Lösung. Also muss ich jetzt mal sehen, wie ich die Tonarmhöhe einstellen kann.
applewoi
Stammgast
#8 erstellt: 06. Jan 2013, 18:00
Hast Du denn vorne am Headshell versuchsweise mal grün und blau getauscht? Oder rot und weiss?

Was für ein Tonarm ist denn montiert auf dem TD 520? Wenn es ein TP16MK... ist kann man den recht einfach in der Höhe verstellen. Im Tonarmflansch verstecken sich auf 12 und 3 Uhr Position zwei 2mm Innensechskantmadenschrauben, die fixieren den Tonarm im Flansch.
Wenn man die vorsichtig löst, ohne dass der Arm gleich nach unten saust, dann kann man da mit Gefühl die Tonarmhöhe anpassen. Vorsichtig, falls ein Endabschaltung vorhanden ist, kann man durch unbedachtes Einstellen die Sichel abbrechen. Wenn Du Dich nicht traust lass es jemand machen der sich damit auskennt, bei der Gelegenheit auch gleich mal die Verkabelung auf Verpolungen checken lassen.


[Beitrag von applewoi am 06. Jan 2013, 18:01 bearbeitet]
xenokles
Stammgast
#9 erstellt: 06. Jan 2013, 19:07
Die Verkabelung habe ich vom Abnehmer bis zum Cinch-Stecker durchgemessen, wie gesagt, da war nur links und rechts vertauscht. Zur Einstellung der Tonarmhöhe (ist ein TP16) hatte ich schon was gefunden, bin nur noch nicht dazu gekommen...
applewoi
Stammgast
#10 erstellt: 06. Jan 2013, 19:31
Ich meinte nicht rechts links vertauscht.
Ein Bass- und grundtonarmer verwaschener Klang deutet auf einen Phasenfehler hin. Das heisst , vielleicht i
sind bei einem Kanal die Leiter vertauscht gegenüber dem anderen.

http://www.rega.co.u...able-wiring-diag.gif

Bei diesem Bild by rega, sieht man es hoffe ich deutlicher, was ich meine. Die normale Zuordnung ist rot/grün linker Kanal, blau/weiss rechter Kanal. Wenn jetzt z.B blau und weiss vertascht und rot und grün richtig angeschlossen sind, hat Du einen blechernen "out of phase" Klang mit den von Dir beschriebenen Symptomen. Das wirkt sich bei den meisten Anlagen viel deutlicher aus als eineTonarmhöhenverstellung.

Check das bitte noch mal, es reicht, einen Kanal testweise zu vertauschen, nicht beide zusammen.
akem
Inventar
#11 erstellt: 07. Jan 2013, 09:15
Genauer gesagt: er DARF nur einen Kanal vertauschen, nicht alle beide (sonst ist er genauso weit wie jetzt auch...).

Gruß
Andreas
xenokles
Stammgast
#12 erstellt: 07. Jan 2013, 22:45
Wie ich schon geschrieben habe: da war lediglich rechts und links vertauscht. Durch die zusätzliche Tellerauflage ist es schon sehr viel besser. Für die "richtige" Lösung, also Einstellung der korrekten Tonarmhöhe, werde ich erst am WE Zeit finden. Danke für die Hinweise!
joba
Stammgast
#13 erstellt: 08. Jan 2013, 23:13
Hi
habe schon oft mit verschiedenen Tonarmhöhen "gespielt". Einfach weil mein Dreher die Möglichkeit bietet und mich mögliche Unterschiede interessiert haben. Kleinere Differenzen bei "zu hoch" oder "zu niedrig" meine ich auch wirklich herausgehört zu haben, aber sicher nicht so große Unterschiede wie kein Grundton etc. Bin daher sicher, daß Dein Problem nix mit Tonarmhöhe zu tun hat. Eher könnte ich mir eine elektrische Fehlanpassung vorstellen.
joba
max130
Stammgast
#14 erstellt: 09. Jan 2013, 18:17
Hi Joba,
meiner Erfahrung nach gibt es gutmütige Systeme und nicht so gutmütige bzgl. Tonarmbasishöhe.

Z. B. haben Denon DL-103 und mehr noch Shure V15-III schon deutlich hörbar reagiert. Auch Experimente in den späten 80ern mit Audio Technika haben Unterschiede gezeigt.
Ganz extrem hat ein Decca London auf verschiedene Höhen der Tonarmbasis reagiert, das war gar nicht anzuhören, wenn nur der Winkel ein bischen falsch war. Extrem dünn und schrill klang es dann.

Vielleicht ist Dein Tonabnehmer einer von der gutmütigen Art oder du warst zu Vorsichtig beim Verstellen.

Viele Grüsse
Stefan
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 09. Jan 2013, 22:26
Hallo!

Es gibt in der Tat nur ganz wenige Systeme bei denen es zu wirklich großen Veränderungen kommt, normalerweise sind hier schon extreme Abweichungen von 10-12° notwendig um reproduzierbare Effekte zu erzielen.

Hingegen gibt es recht viele andere Möglichkeiten die hier zutreffen könnten.

So schreibt der Treadersteller z.B:


... Als Kabel ist ein Oehlbach NF1 angelötet..


Möglicherweise hat sich hier ein Bastler mit viel Efer und wenig Sachverstand ausgetobt und auf einer Seite die Tonarmverdrahtung verdreht angeschlossen, das würde den Tieftonabfall eerklären.

Zudem ist immer noch nicht klar im Vergleich zu was der Analogplattenspieler zu hell klingt.

MFG Günther
joba
Stammgast
#16 erstellt: 09. Jan 2013, 23:39
Ich habe es mit verschiedenen Systemen ausprobiert. U.a. ein Shure 15VIII mit JICO SAS, ein MC9, ein Nagoaka 555 und ein DL103. Bei allen waren die Effekte bei mehr oder weniger starker flascher Höheneinstellung des Tonarms zwar hörbar aber doch sehr dezent. Manchmal wundere ich mich deswegen, was manche alle mit ein paar cm Tonarmanheben oder absenken anstellen können. Jeder Systemwechel hat bei mir jedenfalls deutlich stärkere Veränderungen gebracht.
Joba
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 10. Jan 2013, 08:20
Hallo!

@joba

Es gibt eine ganze Reihe von Punkten bei der Justage bei denen es stärker ausgeprägte Effekte gibt, du mußt nur einmal einen der anderen möglichen Punkte für Überhang und kröpfung einstellen die dein Tonarm zuläßt so daß die beiden Nulldurchgänge woanders liegen. -Aber gut das sind Verzerrugsmaxima und -minima die hierdurch verschoben werden-, das ist u.U.recht deutlich zu merken.

Jedenfalls bin ich recht skeptisch daß sich mit einer Tonarmanhebung respektive -senkung das Problem (-so es denn eines ist-) in den Griff zu bekommen ist.

MFG Günther
joba
Stammgast
#18 erstellt: 10. Jan 2013, 09:36
Günther - volle Zustimmung


[Beitrag von joba am 10. Jan 2013, 09:37 bearbeitet]
xenokles
Stammgast
#19 erstellt: 14. Jan 2013, 23:08
Nachdem ich nun dazu gekommen bin, die Tonarmhöhe zu korrigieren, bin ich mit dem klanglichen Ergebnis zufrieden. Danke für den Tip!
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