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Revox B 795 selbst zerstört ?

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simi88
Neuling
#1 erstellt: 16. Aug 2013, 13:40
Hallo ihr Guten,
hatte das große Glück an einen Revox B 795 zu kommen, und da dies mein erster Plattenspieler ist, hab ich mir in meiner Euphorie direkt ein NAD pp2i zugelegt um die Musik dann über einen C 320 Bee zu genießen. Hat auch den halben Tag alles wunderbar funktioniert - grandioser Sound. Doch dann ist er während des Betriebs auf einmal ausgegangen und geht ab jetzt auch nich mehr an... Wars das etwa ?? Wie erkenn ich denn was kaputt ist, bzw. lohnt sich das heute noch zu reparieren? Und wenn ja, wo ? ..bin grade bisschen am Boden zerstört muss ich sagen. Hab das Schmuckstück ja erst seit 8 Stunden
doc_barni
Inventar
#2 erstellt: 16. Aug 2013, 15:21
Hallo simi,

soetwas kann bei älteren Geräten schon mal vorkommen, muß aber nicht zwangsläufig das Ende bedeuten. Also erstmal kopfhoch.
Kannst du selbst etwas schrauben? Hast du Erfahrung mit der Reparatur elektrischer Geräte...????

Netzspannung kann einen Menschen töten.

Wie ich gesehen habe müßte im Netz ein ServiceManual verfügbar sein.

Vielleicht beschreibst du den Defekt auch noch etwas präzieser als....."er ist ausgegangen"?

Wenn das heißt: nu ist er mausetod, würde dazu bereits ein defektes Stromkabel reichen.....


freundliche Grüsse
Wolfgang


[Beitrag von doc_barni am 16. Aug 2013, 15:24 bearbeitet]
simi88
Neuling
#3 erstellt: 16. Aug 2013, 16:29
Hallo Wolfgang,
danke für deine Antwort. Leider hab ich wenig bis garkeine Erfahrung was die Reparatur/Bastelei von Elektrogeräten betrifft. Und es leider für mich als Laien entsprechend schwierig eine genauere Diagnose festzustellen.. Ich kann nur soviel sagen: Das Teil is aus, und wenn ichs in die Steckdose stecke und auf "on" klicke passiert einfach garnix. kein brummen, kein licht, keinerlei Regung bei dem guten Ding.

..da die Selbstreparatur nicht in Frage kommt, isses vermutlich am klügsten das von einem Fachmann begutachten zu lassen.. aber wo gibt es so einen Fachmann? Es wär hald auch zu schade das Teil als defekt bei ebay reinzustellen, wenns am ende nur n kaputtes netzteil is.
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 16. Aug 2013, 16:56
Nebst dem Netzteil ist gut möglich, dass sich ein Elko vom Dienst verabschiedet hat. Sowas kann man aber relativ einfach reparieren lassen. Ich liess meinen Revox-Plattenspieler vom Revox-Service in Regensdorf/Schweiz im Frühling revidieren. Dabei wurden verschiedene solche Teile, die altersbedingt als gefärdet gelten, ausgetauscht. Danach gab's sogar eine Garantie auf mein über 30-jähriges Gerät.

In Deutschland gibt es in Villingen ebenfalls einen Revox-Service. Zudem gibt es verschiedene Revox-Spezialisten, welche die Revision der Geräte anbieten. Ist zwar nicht ganz billig, könnte aber gleichwohl günstiger kommen als irgendeinen Schrauber auf das Teil anzusetzen, der es nicht kennt, sich also erst in die Materie einarbeiten muss was letztendlich zu einem höheren Stundenansatz führen dürfte. Musst mal Google anwerfen.

Grundsätzlich lohnt sich imho eine Revision des B795. Ist ein sehr guter Plattenspieler, vor allem, wenn denn auch noch ein ordentliches System drauf ist. Wenn er mal revidiert ist kann er - anders als z.B. ein Thorens - für Jahre wartungsfrei betrieben werden.
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 16. Aug 2013, 18:17
Ja-Ja, Du und Deine Bastelbude.

Wenn ich nur neue Bremsbeläge haben will, lehne ich einen Ölwechsel ab. Purer Konsumzwang.

Aber dazu werden wir 2 nie einen gemeinsamen Nenner finden.

MfG,
Erik
simi88
Neuling
#6 erstellt: 16. Aug 2013, 18:20
Hallo Marsilllo, danke dir für die Antwort. Klingt nach ner guten Idee mit der Revision. Kann man denn ungefähr schätzen was sowas "erstmal" kostet? Mir is bewusst, dass es sich um ein durchaus guten Plattenspieler handelt bei dem B 795.. allerdinngs weiß ich nich ob ich da nochmal 200-300 Euro reinstecken will, v.a. weil mich die Optik von dem Gerät nich wirklich umhaut. Son beogram gefällt mir da schon viel besser
kölsche_jung
Inventar
#7 erstellt: 16. Aug 2013, 18:30

Marsilio (Beitrag #4) schrieb:
... Wenn er mal revidiert ist kann er - anders als z.B. ein Thorens - für Jahre wartungsfrei betrieben werden.

stimmt ... mein Thorens dreht seit Ende der 80er /Anfang der 90er (also bereits Jahrzehnte) seine Runden ... ohne Revision ...
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 16. Aug 2013, 22:23

kölsche_jung (Beitrag #7) schrieb:

Marsilio (Beitrag #4) schrieb:
... Wenn er mal revidiert ist kann er - anders als z.B. ein Thorens - für Jahre wartungsfrei betrieben werden.

stimmt ... mein Thorens dreht seit Ende der 80er /Anfang der 90er (also bereits Jahrzehnte) seine Runden ... ohne Revision ...


Da hört man verschiedene Ansichten dazu. (Uebrigens habe ich überhaupt nix gegen Thorens - vielleicht gibt's bei mir eines Tages auch mal einen. Nur habe ich gerade hier im Forum oft gelesen, dass es für Einsteiger einfachere Geräte gibt).

@Simi88: Ich habe in meinen B795 ziemlich investiert: Inklusive neuem Ortofon 2M Blue-System (und Systemjustierung) total 640 CHF, entspricht ca. 480 Euro. Bei Deinem Exemplar stellt sich nun die Frage,ob auch ein neues Tonabnehmersystem nötig ist oder ob eine technische Ueberholung reicht. Etwas gilt es auch zu bedenken: Zweifellos kann man günstigere Plattenspieler finden als einen Revox, hier im Forum gibt es viele Tipps. Vor dem Revox hatte einen Lenco L65 - vor etwa 15 Jahren für umgerechnet vielleicht 25 Euro gekauft und seither betrieben, ohne je Geld in das Stück zu stecken. Das Teil ist übrigens immer noch da. Bei diesem PS-Kauf hatte ich aber auch Anfängerglück, war doch ein relativ gescheites Shure-System montiert. Aber zurück zum B795: Wie ebenfalls schon geschrieben, ist das ein wirklich guter Player aus der Hochblütezeit der Plattenspieler, in den sich imho zu investieren lohnt. Ich würde das Tangentialprinzip sogar als genial bezeichnen. Nachteil: Selber daran herumbasteln ist angesichts der etwas komplexeren Technik nicht ganz einfach. Eine Systemjustage etwa, die man bei einem Thorens in der Regel selber hinkriegen sollte, ist beim Revox deutlich schwieriger vorzunehmen (zumindest mein Eindruck - beim Lenco schaffte ich das locker, beim Revox musste ich passen).

@Erik: Was hast Du eigentlich für ein Problem mit Revox? Wie eben geschrieben habe ich zuvor 15 Jahre lang sozusagen nichts für Plattenspieler ausgegeben und in dieser Zeit stattdessen in den Aufbau meiner Plattensammlung investiert - da durfte der Revox nun schon eine Kleinigkeit kosten.


[Beitrag von Marsilio am 17. Aug 2013, 08:15 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#9 erstellt: 17. Aug 2013, 08:10
Hi Marsilio,

das "Problem" bei den Thorensen ist, dass die so einfach aufgebaut sind, das jeder Honk meint, daran rumbasteln zu müssen. "Kaputtreparieren" ist wohl der richtige Begriff dafür.
... und die so "demolierten" Geräte landen dann bei ebay ... und finden immer einen unerfahrenen Käufer

Ich stimme dir übrigens auch zu, dass man so ein Gerät nach 20 - 30 Jahren ruhig mal zur Revision geben darf.
Wenn ne Kleinigkeit zu machen ist, muss man die Kiste eh aufmachen ... dann kann man das alles in einem Aufwasch erledigen.

... und so einem Revox sollte man die 300€ (ohne System) durchaus gönnen ...
Holger
Inventar
#10 erstellt: 17. Aug 2013, 08:31

kölsche_jung (Beitrag #9) schrieb:
jeder Honk meint, daran rumbasteln zu müssen. "Kaputtreparieren" ist wohl der richtige Begriff dafür


DAS kann man mbMn gar nicht fett genug unterstreichen.

Mir sind in den vielen Jahren, die ich mich jetzt schon recht intensiv mit Thorens-Plattenspielern beschäftige, sehr viele Exemplare begegnet, die ohne jedes Wenn und Aber seit zwanzig oder dreißig oder gar noch mehr Jahren problemlos liefen und dies, als sie dann den Besitzer wechselten, auch weiterhin taten.
Außer mal ein paar Tropfen Öl und vielleicht mal einem neuen Riemen braucht's da nicht (das "vielleicht" aus dem Grund, weil es selbst sehr alte Riemen durchaus tun, man muss dem Teller ggf. nur zu Beginn mit der Hand etwas Andrehhilfe geben - wenn er dann läuft, dann läuft er).
Gut, wenn ein oder beide Cinchstecker einen Wackler haben, weil das Kabel in der Nähe der angegossenen Stecker gebrochen ist (manche Geräte wurden halt doch öfter mal an andere Plätze gestellt und umgestöpselt, da kann sowas im Laufe der Jahre passieren), dann muss das ersetzt werden, aber sonst gibt's da meiner Erfahrung nach nichts, was von Dringlichkeit wäre.
kölsche_jung
Inventar
#11 erstellt: 17. Aug 2013, 08:51

Holger (Beitrag #10) schrieb:

kölsche_jung (Beitrag #9) schrieb:
jeder Honk meint, daran rumbasteln zu müssen. "Kaputtreparieren" ist wohl der richtige Begriff dafür


DAS kann man mbMn gar nicht fett genug unterstreichen.
...
aber sonst gibt's da meiner Erfahrung nach nichts, was von Dringlichkeit wäre.

... und gleich kommt irgendwer um die Ecke, der dir die Erfahrung abspricht und erzählt, wie er seinen funktionsfähigen Thorens in einen nicht-funktionsfähigen "getunt" hat ...

lasst uns mal lieber bei simi88s Revox bleiben ...

aus meiner Sicht bleibt dir nichts anderes übrig, als ihn zur Revision zu geben.
Alternativen wären: a) das gerät in die Tonne zu kloppen (das gäb aber Haue ), b) das Gerät als defekt zu vertickern (bringt zuwenig) oder c) das teil im Keller vergammeln zu lassen (wär echt zu schade drum) ...
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