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Tonabnehmer für Revox B 795 gesucht

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katersammy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Okt 2014, 17:08
Guten Abend,

durch Zufall bin ich zu einem Revox B 795 gekommen. Das Gerät gefällt meiner Frau sehr gut, da sie es leicht bedienen kann. Also soll er bleiben.
Leider kommt er im direkten Hörvergleich nicht annähernd an meinen Technics M5GE (TA Rondo Red) heran.
An dem Revox spielt noch ein AKG Original. Welcher TA würde passen um ihn nach vorne zu bringen? Bitte nur aktuelle TA vorschlagen (kein Nadelwechsel). Ich bin nicht im Besitz des Montagekit Nr. 05790!
Vorschläge für den TA bis max. 600 Euro.
Vielen Dank und schönen Abend noch
Jörg
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 25. Okt 2014, 18:00
Hallo Jörg

Mit dem Thema Tonabnehmer für den B795 habe ich mich eingehend auseinandergesetzt, schliesslich steht so ein Teil auch bei mir im Wohnzimmer. Grundsätzlich: Der Tonabnehmerwechsel ist bei Revox-Plattenspieler leider ziemlich eine Raketenwissenschaft. Hier lohnt es sich, den Fachmann ranzulassen, dann hat man auch die Sicherheit, dass der Tonabnehmer perfekt justiert ist. Dann nämlich klingt so ein B795 schon sehr gut.

Der Tonarm bzw. das Miniding des B795 ist extrem leicht, daher fallen ziemlich viele Tonabnehmer schon mal durch, u.a. fast alle MC-Tonabnehmer. Gut laufen am B795 die meisten Ortofon-MM's. Da lohnt es sich aber, nicht das billigste zu nehmen. Seit einigen Wochen spielt an meinem ein Ortofon OM40. Dieses kostet rund 300.- und gilt mittlerweile als Auslaufprodukt, passt aber perfekt an den B795, hat eine Nadel mit dem raffinierten Gyger-Schliff und ist in Deutschland im Fachhandel noch problemlos erhältlich. Etwas günstiger ist das OM30 mit der FIneline-Nadel. Auch gut am B795 geht Ortofons aktuelle 2M-Reihe (Verso-Version nötig). Hier ist meiner Meinung nach aber das Preis-/Leistung-Verhältnis schlechter als bei der OM-Reihe. Vor dem OM40 hatte ich ein 2M Blue, das spielte ganz ordentlich auf, gutes Stereobild und schön Druck, hat aber bei der Feinzeichnung mitunter mal Details verschwiegen. Deshalb: Wenn 2M, dann mindestens 2M Bronze. Dieses System hat ebenfalls einen Fineline-Schliff, kostet aber in etwa gleich viel wie das noch raffiniertere OM40. Noch eine Klasse darüber ist das 2M Black mit der Shibata-Nadel, nur kostet das auch entsprechend. Ich habe das lange gegeneinander abgewogen und bin dann zum Schluss gekommen, dass das OM40, das nicht mal halb so teuer ist wie das 2M Black, fast genauso gut ist am B795. Der Revox-Service in Regensdorf/CH empfielt übrigens die 2M-Reihe, früher hatte man die OM-Reihe verbaut - und auf Wunsch bekommt man die auch heute noch.

Alternative wäre ev. ein Shure 97xME. Dieses gibt es unter 100.- Allerdings würde ich dann sofort die Nadel mit einer SAS-Nadel des japanischen Spezialisten Jico (http://stylus.export-japan.com/product_info.php?products_id=1526) austauschen. Damit kommt man praktisch auf das Niveau des legendären Shure V15V. An meinem Zweitplattenspieler habe ich ein solches V15 (vorher war es übrigens an einem Revox B790); im Klang ist es ein Hauch wärmer als die Ortofon-Tonabnehmer - und ich würde es zu den besten MM-Systemen überhaupt zählen.

Abzuklären wäre als Alternative allenfalls noch, ob das Audi Technica Mla440, das es für ca. 170.- gibt, an den B795 passt. Ich nehme zumindest an, dass dieses System am leichten Tonarm recht gut aufspielen könnte. In der Schweiz gibt es ausserdem einen Revox-Spezialisten, der für den B795 Grado-Tonabnehmer empfiehlt. Diese gelten als eher dunkler im Klang, und es sind auch relativ simple Nadelschliffe. Vielleicht hat hier im Forum jemand entsprechende Erfahrungen gemacht.

LG
Manuel
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 26. Okt 2014, 09:37
Und nochmals ich: Wenn MC gewünscht, könnte das Denon DL304 die beste Wahl sein - sofern Dein Verstärker punkto Eingangskapazitäten das packt. Das DL-304, das u.a. eine relativ starke Nadelnachgiebigkeit hat, fühlt sich an leichten bis sehr leichten Tonarmen wohl. Ich selber kenne diesen Tonabnehmer aber nicht aus eigener Erfahrung.

Hier noch ein Thread, in dem die damalige Revox-Liste mit kompatiblen Tonabnehmern aufgeführt ist - ist halt mittlerweile alles vintage... :
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-14746.html
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur schreiben, das von denen das V15V meine erste Wahl ist, das Sonus Gold Blue ein tolles mehrdimensionales Klangbild vermittelt und das Ortofon VMS20E ein solider, gutmütiger Allrounder ist.

LG
Manuel
Killwalz
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Okt 2014, 10:25
Leider klingen diese Revoxe wirklich nicht so gut wie andere Player mit gleichen Systemen. Gut bedienbar sind sie allerdings. Da gibts aber auch noch andere Tangentialplayer, mit etwas längerem Tonarm, die besseren davon klingen sehr gut, oft schlagen die klanglich jeden "Normalen". Die Bedienung der "Tangentialen" ist fast immer identisch oder ähnlich dem Revox. Der kurze Revox-Tonarm hat leider wirklich so seine Nachteile (wie die ganze Tonarmkonstruktion), es sollte von Zeit zu Zeit alles geprüft, gewartet und neu ausgerichtet werden, auch die Tonarmbrücke.

Am Revox läuft auch meines erachtens nach ein Shure V15 IV oder V am Besten. Das Bürstchen mit dem Dämpfer bügelt einige Nachteile des kurzen Tonarms weg. So ein Teil zu kriegen, das ist ne ganz andere Sache. Es gibt noch andere von Shure die das könnten, die bauen aber meistens zu hoch. Muß es nicht Super-Spitzenklang sein, dann geht auch das preiswerte aktuelle SHURE M97xE. Für unter 100 Euro ist das Klasse, und der Dämpfer ist ebenfalls dran, ist wohl ein bisschen Glücksache mit der Nadelqualität. Das System mit einer Jico-SAS (Japannadel) oder einer anderen guten Nadel (z. B. mit Shibata-Schliff) sieht das aber schon ganz anders aus, damit spielt das System in der obersten Liga.

Ich würde mir aber keinen Revox-Tangential-Player mehr zulegen. Ohne komplette Überhölung (incl. der Gehäusefarbe (klebt häufig oder bald)), ist das nix. Klanglich sowieso nicht, kommt darauf an ob man wirklich Spitzenklang will und einen Vergleich hat. Findet man die Optik toll und beeindruckt einen die Technik, muß man halt zuschlagen und mit den Nachteilen leben. Gibt eh nix ohne Nachteile.

PS. Tonabnehmer wechseln ist wirklich Fummelei, ein bisschen Wissen und eine Waage gehört mindestens dazu. Mit zwei linken Händen: Finger weg.

Die AKG-Tonabnehmer waren mal sehr gut. Leider sind die Nadellager speziell bei AKG inzwischen fast alle hart. Die klingen wirklich nicht mehr. Ist aber nur die Nadel. Da gibts ein paar Spezialisten. Nadellager und wenn notwendig Nadel erneuern lassen, und Du hast ein SuperDuper-Spitzentonabnehmer der keinen Vergleich zu scheuen braucht, z. B. hier: hier.


[Beitrag von Killwalz am 26. Okt 2014, 10:26 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 26. Okt 2014, 10:53
Jetzt muss ich aber trotzdem noch eine Lanze brechen für das Revox-Tangentialkonzept: Nebst den vom Vorschreiber erwähnten Nachteilen gibt es im Vergleich zu den klassischen Plattenspielern auch Vorteile. So muss man sich nie Gedanken zum Antiskating machen. Die Abtastung ist immer genau gleich gut, egal ob erstes oder letztes Stück einer Platte. Je nach Tonabnehmersystem sind hier bei meinen anderen Plattenspielern schon kleine Unterschiede hörbar. Und punkto Gleichlauf und Rumpelwerte kann zumindest ich keinen Unterschied zum vielgelobten Dual 704 heraushören.

Zur erwähnten Überholung: Das ist in der Tat lohnenswert, um vor allfälligen stinkenden Überraschungen gefeit zu sein. Eine technische Revision inkl. Montage und genauer Ausrichtung eines neuen TA beim Revox-Spezialisten würde ich mal auf ca. 200 bis 300.- (zzgl. evtl. neuer TA) schätzen. Wenn man das den Revox-Service machen lässt gibt es dafür Garantie - und man kann davon ausgehen, dass man die nächsten 20 Jahre wieder Ruhe hat. Eine Neulackierung der Nextel-Beschichtung dagegen muss nicht zwingend sein - bei meinem Exemplar sieht die immer noch prima aus.

LG
Manuel

EDIT: Hätten die AKG's nicht das Problem mit den verhärteten Nadelträgergummis wären das wirklich klasse Tonabnehmer. Der von Killwalz verlinkte AKG Super Nova könnte am B795 wirklich gut klingen: http://www.schallpla...-Super-Nova-VDH.html. Die original an den B795 verbauten AKG's (zum Teil sogar gelabelt unter der Bezeichnung "Revox) waren meines Wissens nie so der Brüller.


[Beitrag von Marsilio am 26. Okt 2014, 10:58 bearbeitet]
katersammy
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 26. Okt 2014, 12:24
Schönen guten Tag,

vielen Dank für die ersten Antworten. Hier noch ein paar Erklärungen zum Thema.
Ich betreibe einen PM Pearl KI und als Phonopream eine ECP 1 von Electrocompaniet.
Der Technics an der Vorstufe hört sich sehr gut an. Der Revox soll an den Marantz, wahrscheinlich doch MM.
Die Empfehlung eines 2M Black ist vielleicht jetzt die erste Wahl, oder das genannte OM 40.
Die Vorstufe spielt ihre Qualität an MC einfach besser aus. Ich hatte vor dem Rondo Red ein VM Blue an dem Technics und das war auch ein deutlicher Unterschied in allen Belangen meines Hörvermögens.
Da ich einen Bekannten habe aus einem bekannten Berliner HiFi-Laden, darf er die Montage übernehmen.
Für mich ist immer wichtig das die Besitzer Ratschläge vermitteln.
Meine Frau findet ihn toll, die Bedienbarkeit gefällt Ihr, aber hören kann sie auch sehr gut. Deshalb soll er besser klingen als jetzt. Das ist das Ziel. Vielen Dank bis jetzt und vielleicht kommt noch was.
Jörg
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 26. Okt 2014, 22:42
Nabend !

@ Killwalz und Marsilio:

Diese Modifikation von Herrn Schürholz wird weiterhin umstritten bleiben. Ich will hier nicht wieder etwas aufwärmen, aber welcher Kunde von Herrn Schürholz kann denn konkretes über das Ergebnis der Modifikation berichten ?

Interessant am Rande:

Herr Schürholz ist an einem Ankauf von gealterten Nadeleinschüben der 8ES-Serie und deren ATR-Ableger nicht interessiert ! Mag auch für das sehr seltene 8MF gelten. Begründung unbekannt. EGAL !

MfG,
Erik
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 26. Okt 2014, 22:54
@Erik: War ja nur eine Nach-/Nebenbemerkungen mit dem Super-Nova-AKG. Das müsste man halt mal anhören können, ursprünglich war das ja schon ein wirklich guter TA.

Meine Empfehlungen, die mittlerweile auf eigener Erfahrung beruhen, bleiben: OM-40 als Sofortlösung sowie Shure V15V mit Jico-SAS-Nadel wenn's nicht so eilt und man auch etwas Zeit ins Suchen investieren gewillt ist (bzw. den Umweg über M97xE nimmt). Und wer es sich leisten will - das 2M Black wird am B795 garantiert ebenfalls super aufspielen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 26. Okt 2014, 22:56 bearbeitet]
Killwalz
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 27. Okt 2014, 10:38

Nebst den vom Vorschreiber erwähnten Nachteilen gibt es im Vergleich zu den klassischen Plattenspielern auch Vorteile


Klar, die gelten aber für jeden Tangentialplayer (z. B. Sony PS-X555ES). Diesen extrem kurzen Tonarm gibts aber nur bei Revox und genau der bringt Nachteile. Der für einen Tangentialarm recht große Restfehler beim Spurwinkel gibts auch nur beim Revox. Der ist leider zu hören. Die Tonarme der tangentialen Revoxe die ich hatte, wurden alle nicht (wie sonst üblich) konstant geführt + Nachführung wenn nötig, sondern immer erst transportiert wenn der Tonarm schon recht weit aus dem rechten Winkel war. Vergleicht bitte mal die in den techn. Daten angegebenen höchsten Spurfehlerwinkel, z. B. zwischen dem Revox und dem Sony 555. Der Unterschied ist gavierend und hörbar.


War ja nur eine Nach-/Nebenbemerkungen mit dem Super-Nova-AKG

Genau. Dass Schürholz sich nicht für einen Ankauf interessiert der Super-Nova interessiert, glaube ich aufs Wort. Er wird die Reparaturen (Gummi- und/oder Nadelwechsel) nicht oft genug verkaufen. Der Preis dafür ist zu hoch. Wenn man sich die damaligen Tests des Super-Nova mal anschaut, dann ist das System auch nicht so gut wie angenommen. Das System wurde in den Tests oft geziehlt mit schlechteren verglichen (nicht unbedingt billiger) aber fast nie mit Systemen wie Shure V15 IV/V MR oder Elac 796 Jubi usw. Das sind/waren u. A. die "echten" Konkurrenten und klingen deutlich besser. Ich benutze zur Zeit ein Elac Jubi, das Beste NOS was ich bisher kriegen konnte. Die Nadel war beim Kauf unbenutzt und die Verpackung original versiegelt. Der Revox "braucht" aber das Bürstchen (den Dämpfer) der Shure Systeme um einigermaßen gut zu klingen. Ich würde auch gern wieder ein Shure V15 V oder IV MR verwenden (ohne Dämpfer), konnte aber bisher nichts im preislich leistbaren Bereich finden. Habe aber noch ein Shure M110HE (mit neuer NOS-Nadel). Auch das klingt sehr gut, so gut, dass ich mich zwischen dem Shure und dem Elac schwer entscheiden kann. Sowas passt aber nicht an den Revox, das System baut zu hoch. Das gilt auch für die Besseren aus der Reihe (dann mit Bürstchendämpfer). Ich würde, wenn es unbedingt ein Revox sein soll, dafür ein SHURE M97xE besorgen, wegen der ungleichmäßigen Herstellungsquaulität der Nadel so lange umtauschen bis es passt (evt. stimmts ja sogar auf Anhieb) oder gleich eine Jico-SAS dazu besorgen. Die Systeme ohne Dämpfer machen den Revox leider wirklich klanglich noch schlechter als er mit dem Stummelarm eh schon ist.

Nachtrag: ein AKG Super-Nova hab ich hier noch rum liegen. Nadel: hat sich erledigt, Trägerröhrchen: hat ne Delle, Nadellager: wie üblich nach der Zeit, hart. Mal abgesehen davon, dass der Schürholz den originalen Nadelträger ohne Delle braucht, wäre die Instandsetzung fast so teuer wie das von Ihm angebotene komplette System und dann ohne den originalen Nadelträger. Das war/ist zwar schon immer so, gute oder originale Ersatznadeln liegen oft im Preis bei 80% des Komplettsystemes, ist mir aber wirklich zu teuer. Zumal andere spitzenklasse Systeme (NOS) mit wenig Verschleiß sehr günstig zu haben sind. Die Nadellager sind z. B. bei Shure, Elac, Ortofon usw., auch nach 30 Jahren nicht das Problem. Mit unverbrauchter Nadel klingen die heute noch richtig Klasse.
Dass Schürholz sehr gut restauriert ist aber bekannt. Hab bisher nur Positives über seine Ergebnisse gefunden. Zumal er gerade bei dem Super-Nova schreibt: "Das System ist geprüft und ist so gut wie neu". Wenn das nicht stimmt, und es nicht wie neu klingt, kann man es ja zurück geben. Aber warum soll das nicht stimmen. Van De Hul war/ist sicher nicht der Einzige der sowas kann. Die Systeme sind ja früher auch von Menschen gemacht worden. Der Jüngste ist er auch nicht mehr. Jetzt mach ich mal Werbung, weil es mir nicht gefällt wenn, wie hier, auf jemandem rumgehackt wird ohne das Fakten vorliegen: Hier. Evtl. lasse ich mich ja doch mal dazu herab das AKG auszuprobieren. Ein neues Nadellager würde meinem Elac sicher auch gut tun. Aber so lange es gut klingt und die Abtastfähigkeit bei 60 µ noch sauber ist, ist das ja eigentlich nicht notwendig.


das 2M Black wird am B795 garantiert ebenfalls super aufspielen

Evtl. besser als Experimente. Aber beim Preis werde ich blind. Dafür hats dann (m. E. bei Revox notwendig) nicht mal einen Dämpfer. Dafür kriegt man per USA auch ein komplettes V15V MR. Dann weiß man wenigstens das es wirklich gut passt. Trotzdem, ich halte beide System bei dem Preis für zu teuer am Revox. Lieber an einem "anständigen" Tonarm montieren. Es gibt ja auch Plattenspieler mit "normalem" Tonarm und gleichem Bedienungskomfort wie der Revox. In den letzten Jahren der Schallplattenplayer gabs jede Menge gut klingende Plattenspieler mit super Komfort. Egal ob "normal" oder tangential. Alles Vollautomaten und bei geschlossenem Deckel 100% bedienbar. Ja es gab ja sogar Plattenspieler die beide Seiten der Schallplatte automatisch abspielen konnten und bei den die Titel einzel per Nummerntaste anwählbar und/oder programmierbar waren. Sogar Vorder- und Rückseite gemischt.


[Beitrag von Killwalz am 27. Okt 2014, 11:53 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#10 erstellt: 27. Okt 2014, 14:34
Sorry, aber das mit dem Dämpfer an TA für den Revox kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe hier NEBENEINANDER einen Revox B795 (mit neuem OM40, vorher 2M Blue) und einen Dual 704, das ich wahlweise entweder mit einem Shure V15V (nicht Type III) und SAS-Nadel von Jico oder dem legendären Sonus Gold Blue betreibe.

Bezüglich Klang höre ich logischerweise Unterschiede. Das Shure ist einen Hauch wärmer und insgesamt der TA, der mir am besten gefällt. Das OM40 ist ein präziser Feinzeichner, das Sonus das dreidimensionale Wunder. Das sind eben unterschiedliche Tonabnehmer mit unterschiedlichen Nadelschliffen. Qualitativ hingegen spielen die beiden Dreher mit den erwähnten Tonabnehmern punkto Abtastverhalten in der selben Liga. Der Revox fällt in keiner Weise ab. Interessanterweise ist es sogar die Kombi B795/OM40, die mit stark verwellten Platten immer noch klarkommt, derweil der TA beim Dual längst wegkatapultiert wird. Bei meinem Exemplar handelt es sich aber auch nicht um irgendein verranztes Ebay-Fundstück sondern um ein vom Revox-Service komplett revidiertes und perfekt justiertes Exemplar.

Aber das ist nur meine Meinung...

Vorbehaltlos unterscheiben kann ich hingegen Killwalz' Aussage zur Ortofon-Preispolitik. Auch ich finde das 2M Black deutlich zu teurer.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 27. Okt 2014, 14:40 bearbeitet]
katersammy
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Okt 2014, 17:35
Guten Abend,

jetzt wird es wieder etwas kontrovers, war nicht mein Ziel.
Zur Erklärung den Revox habe ich geschenkt bekommen in einem sehr guten Zustand.
Er stand 10 Jahre lang gut eingepackt bei meinem Nachbarn.
Für das 2M Black zahle ich den Einkaufspreis + Mehrwertsteuer zirka 360 Euro. Insgesamt gesehen ist er mir das wert.
Ich habe noch den Technics M5GE und einen Thorens321 mit SME 3009 Improved (braucht auch einen neuen TA-schwierige Angelegenheit). Der hat zur Zeit ein DL 110 was mir klanglich nicht gefällt.
Vielleicht hat jemand einen Vorschlag?
So jetzt habe ich mich entblättert.
Gruß
Jörg
Pamina54
Neuling
#12 erstellt: 27. Okt 2014, 22:10
Hallo

Ich habe einen revidierten B790 mit Grado Prestige Gold 1. Einen ruckhaften Vorschub des TA Schlittens oder grössere Verzerrungen kann ich nicht bestätigen - jedenfalls solange die Platte nicht zu exzentrisch ist.

Ausserdem besitze ich noch einen Rega P6 mit einem Benz Gold. Der Klangcharakter ist etwas unterschiedlich, der Revox ist (typisch für Grado) etwas mittenbetonter, auf eine angenehme Weise, ohne dumpf zu klingen. Insbesondere bei Jazz und klassischer Musik gefällt mir der Revox an meiner Anlage sogar besser, sowohl tonal als auch in der Auflösung und der Stabilität des Klangbildes.

Ich habe auch ein paar Messungen mit Testschallplatten gemacht. Der Revox läuft deutlich stabiler (Gleichlaufschwankungen), hat interessanterweise auch einen besseren Rauschabstand im Bassbereich (besser gedämpfte und höher liegende Eigenfrequenz bei ca 13...14 Hz) und kleinere Verzerrungen (abgesehen vom Frequenzbereich 5...8 kHz, wo der Grado höhere 2. Harmonische hat). Das Abtastverhalten ist auch besser. Es ist keinerlei Netzbrummen vorhanden (im Gegensatz zum Rega, wenn sich der TA der Plattenmitte nähert).

Ich habe keinen Vergleich mit einem anderen TA für den Revox, kann aber den Grado empfehlen.

Gruss,
Günter
Killwalz
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 29. Okt 2014, 12:18
Sicher hat jeder seine eigenen Erfahrungen gesammelt. Die sind manchmal sehr unterschiedlich, zumal jeder auch anders hört. Ich hatte den ersten Revox (790), kaum dass er auf dem Markt war. Der wurde damals mit dem Shure V15IV ausgeliefert. Nervig war ein deutlich hörbares Klingeln des Plattentellers beim Hochlaufen (hatte nat. nichts mit der Klangqualität zu tun) und eben die Unruhe im Klang. Wenn man sich den Tonarm im Betrieb mal ansieht, dann sieht man sogar wie er von Zeit zu Zeit vor steppt (und dabei natürlich den Winkel nicht hält). Übrigens gabs von Revox selbst, auf Anfrage, eine Empfehlung für das Shure mit Dämpfer, mit der von mir genannten Begründung. Wo die Unruhe im Klangbild her rührt, kann ich nat. nicht sagen. Ist einfach nur eine Feststellung die von vielen die den Player sachlich beurteilen können, geübte Ohren usw. haben geteilt wird. Nur Hardcore-Revox-Fans hören das nicht. Ich bin dann zum Thorens 126 gewechselt, diesmal mit dem Shure V15V. Jetzt war die Ruhe im Klangbild da. Alles passte. Den Thorens habe ich dann abgestoßen weil ich kaum noch Schallplatten angefasst habe. Die CD war jetzt das Ding.

Als jetzt es wieder mit Schallplatten los ging, wollte ich mich selbst überzeugen was an dem Hype dran ist. Also habe ich mir wieder einen Player angeschafft. Diesmal natürlich was aktuelleres (Revox 791) den hab ich dann mit einem nagelneuem Shure V15V ausgerüstet (Glück gehabt noch einen zu bekommen). Schön fernbedienbar der Player. Von Revox warten lassen. Leider war sofort wieder die Unruhe im Klang da. Daraufhin wurde ein billiger Dual 721 ersteigert. Klingt mit gleichem System auf Anhieb besser. Unruhe weg. Den hab ich noch + seit einiger Zeit den Sony 555. Der Sony ist haptischer Plastikmißt, klingt aber traumhaft gut.
Killwalz
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 30. Okt 2014, 10:05
Nachtrag zum tangentialen Sony (Zitat hier aus dem Forum), die Unterschiede der Tonarmantriebskonzepte werden dabei klarer:

Beim Sony PS-X 800 (den ich gerade studiere, repariere und abgleiche)
wird um nicht "nur" von der Abweichung zu 0-Grad (Regelgröße) abhängig zu sein
zusätzlich ein Vortrieb gemäß der Tellerdrehzahl (gemittelt gerechnetem Vortrieb durch die Rille selbst) im Playbetrieb eingestellt.

Das garantiert zwar auch nicht immer einen Winkel absolut 0 , (evtl. unterschiedliche Platterillendichte ?),
läßt aber das ganze in Verbindung mit den enorm feinfühligen Hallgebern plus Induktivgebern (inkl. aufwändiger Auswertung dito. Auslenkung) weniger Regelschwanken als ein rein nur winkelgesteuerter Vortrieb.
Auch wird hier, wenn 0 Abweichungen auftreten der Vortrieb Näherungsweise angepasst, nicht sprunghaft und nicht Pausierend.


Der 555 von Sony arbeitet technisch genauso. Der Gerät ist mechanisch einfacher (logischer, m.E. besser) aufgebaut und daher sehr leicht zu warten/reparieren. Anscheinend wurde beim 800 viel gelernt.
Killwalz
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 30. Okt 2014, 18:25

Diese Modifikation von Herrn Schürholz wird weiterhin umstritten bleiben. Ich will hier nicht wieder etwas aufwärmen, aber welcher Kunde von Herrn Schürholz kann denn konkretes über das Ergebnis der Modifikation berichten ?


Dazu kann ich jetzt was sagen. Heute ist das SuperNova VdH von Axel Schürholz bei mir eingetroffen. Ich bin ziemlich enttäuscht. Geschenkt war es ja nicht gerade, wenn dann aber die AKG-Montageplatte und der Nadelschutz fehlen ist das schon seltsam. Das Nadelröhrchen zeigt leicht nach links und der Klang ist, gemessen an meinen anderen Systemen, eher bescheiden. Scharfe S-Laute zischen fürchterlich und insgesammt spielt das System sehr grell/hell. Der Bass gefällt mir sehr gut, sonst aber nichts. Ich habe es mit dem von mir in letzter Zeit meistens benutztem Elac 796 Jubi. (NOS) verglichen, ich kenne den Unterschied zu meinen anderen Systemen sehr gut (Ortofon/Shure/Sony). Das Elac bringt tendeziell auch sehr viel Höhen, aber bei dem zischt und kreischt nichts, die sind angenehm. Ich hab ja noch ein Supernova hier bei dem ein Kanal nicht richtig funktioniert, soweit man das dazu heranziehen kann, kreischt da auch nichts. Bei keinem der anderen Tonabnehmer ist das so unangenehm wie bei dem von Herrn Schürholz aufgearbeitetem AKG. Ich habe mir das Ganze mal mit nem USB Microskop angeschaut, die Nadel macht einen guten Eindruck, ob das aber wirklich ein scharfer Schliff ist, mag ich nicht erkennen. Der Nadelträger (das Röhrchen an dem die Nadel hängt), sieht ziemlich vergurkt aus. (Auf Wunsch gibts nächste Woche Photos). Ich hoffe, dass es mit etwas Einspielen besser wird. Der Unterschied der Nadel zum einer echten Van den Hul (in meinem Elac) ist optisch auf den ersten Blick gewaltig. Traktor vers. Porsche.


[Beitrag von Killwalz am 30. Okt 2014, 18:26 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#16 erstellt: 30. Okt 2014, 19:00
Ich glaube, jetzt müssen wir unserem Threadersteller etwas helfen. Wenn ich das richtig verstanden habe sucht er einen Tonabnehmer aus aktueller Produktion, der am B795 gut aufspielt.

Ich fasse zusammen - aus meiner Sicht kommen angesichts des leichten Stummel-Linatrack-Tonarm v.a. MM-Systeme in Frage. Punkto Nadelnachgiebigkeit klappt das mit folgenden Tonabnehmer-Systemen sicher:
- Ortofon OM-Reihe (OM10 bis OM40 - aus klanglicher Sicht würde ich aber einen der teuren Nadelschliffe wählen, also Fineline beim OM30 oder Gyger beim OM40). Klanglich gute, analytische Allrounder. Auslaufprodukt.
- Im Revox-Forum gibt es verschiedentlich auch Berichte von der Ortofon VM-Reihe an den Revox-Plattenspielern (die punkto Nadelschliffe der OM-Reihe entspricht, hier wäre VM Silver = OM40). Ebenfalls Auslaufprodukt.
- Ortofon 2M-Reihe (2M Red, 2M Blue, 2M Bronze, 2M Black - auch hier würde ich einen der teuren Nadelschliffe wählen, also Fineline beim Bronze oder Shibata beim Black, Preis-Leistung-Verhältnis schlechter als bei der OM-Reihe, klanglich aber ebenfalls absolute Allrounderqualitäten.
- Shure M97xE: Mit Originalnadel offenbar das Risiko von stark unterschiedlicher Fertigungsqualität der Nadel, mit SAS-Nadel von Jico annähernd auf dem Niveau von V15V und Ultra500. Ebenfalls gute Allrounder, im Klang etwas wärmer als die Ortofon-TA.
- Ein Schweizer Unternehmen, das auf Revox spezialisiert ist, empfiehlt für Revox-Plattenspieler Grado-Tonabnehmer. Restaurationsobjekte, die zum Verkauf angeboten werden, rüstet die Firma jeweils mit Grado Prestige Gold1-Tonabnehmern aus. Auch Günter alias Pamina54 hat mit diesem TA am B790 gute Erfahrungen gemacht. Preislich günstiger als die erwähnten Ortofon/Shure-Lösungen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 30. Okt 2014, 19:03 bearbeitet]
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