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Probleme mit Schön-Schablone Typ 2 / Onkyo CP 700

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herschell_g_lewis
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 31. Aug 2013, 14:05
Hallo Forum,
gestern kam mein neues Baby von der Restauration zurück (Danke nochmal an Etus-Landgraf in Karlsruhe: super Arbeit)!
Abends wollte ich dann meinen neuen TA einbauen.
Problem: nachdem ich mit der Schön-Schablone versucht habe den TA richtig auszurichten, saß der richtig "schief" im Headshell. Bin stur nach der Beschreibung auf der Schablone vorgegangen: Erst auf Punkt C den Überhang eingestellt, dann auf den Punkten A und B mittels Bleistiftmine ausgerichtet. Nach der Schablone gesehen stimmt alles, trotzdem sitzt das Ding (verglichen mit den Headshellkanten) total schief. Ignorieren? Woran könnte das liegen?
Das Headshell ist das Original, welches beim Plattenspieler damals dabei war, System ist ein Sumiko Black Pearl.
Bin für alle Tips dankbar!
Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 31. Aug 2013, 15:13
Hallo!

Ich denke mal das der Überhang keine 14 mm beträgt und somit auch die Kröpfung nicht stimmt.

Bei falsch eingestelltem Überhang können sich zwar unzählige Kröpfungswinkel ergeben die scheinbar stimmen aber im Endeffekt ergibt keine dieser Kombinationen wirklich eine verzerrungsarme Abtastung.


MFG Günther
Albus
Inventar
#3 erstellt: 31. Aug 2013, 16:25
Tag,

zu älteren japanischen Plattenspielern sind die Überhang-Daten typisch falsch im sinne von unbrauchbar, darunter auch bei diversen Onkyo-Produkten. Dass man dazu, CP 700M, mit der dazu noch so extraspeziellen Schön Schablone II auf nur ein merkwürdig anzusehendes Einstellresultat kommt, ist keine Überraschung.
Für den Arm wäre nach Lofgren A gut:
Überhang 17,5 mm, Kröpfung 24°, Nulldurchgänge 63,1 und 119,2 mm, effektive Länge dann aber 223,5 mm (statt 'original Onkyo' von 220 mm mit 14 mm Überhang - bei Kröpfung?). Eine gewisse Korrektur bei Überhang und Kröpfung ist also angezeigt.

Freundlich
Albus
herschell_g_lewis
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 31. Aug 2013, 16:55
Aha! Und wie stell ich das jetzt als Neuling (beim TA Einbau) jetzt genau ein? Dachte eigentlich, dass ich mit der Schablone nix falsch machen kann? Kann ich die dazu trotzdem nutzen?
Fhtagn!
Inventar
#5 erstellt: 31. Aug 2013, 18:15
Wieder mal viel Theorie und keine praktische Erfahrung.

Stell den TA nach IEC Norm ein, das passt. So läuft mein 700M auch.

Ausdrucken, aber in Originalgröße.
http://www.vono.ch/a...ler/SchabloneIEC.pdf
Albus
Inventar
#6 erstellt: 31. Aug 2013, 19:22
Tag erneut,

das kann man so machen wie von Haakon bevorzugt (IEC 66/120,9), dann kommt man heraus bei Überhang von 18,5 mm (statt 14 mm), Kröpfung 24.6° (statt 21.45°) und effektiver Länge von 224,5 mm (statt 220 mm). Die Abspielgrenzen liegen dann bei kalkulierten 60,325 mm innen und 146,05 mm außen, d.h. nur LP, keine Singles, innen bis 53,975 mm.

Die nominelle Geometrie des Onkyo setzt noch die 7 Zoll-Single voraus, Abspielbereich bis weit nach innen, 53,975 mm (und in Einzelfällen noch weiter ins Zentrum) mit den Nulldurchgängen 57,9/103,0 mm - Kröpfung 21.45°. Für die Single-lose Zeit ist das überholt. Um Anpassung ist man nicht verlegen (siehe oben und vorher).

Schön II will (schlägt nachdrücklich vor) statt der irgend angelegten Geometrie seine 62,5/117,2 mm als Maß des Optimums an(zu)sehen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 31. Aug 2013, 19:24 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#7 erstellt: 31. Aug 2013, 19:35
Singles höre ich nicht, darum stört mich das nicht.
juergen1
Inventar
#8 erstellt: 01. Sep 2013, 02:36

herschell_g_lewis (Beitrag #4) schrieb:
Aha! Und wie stell ich das jetzt als Neuling (beim TA Einbau) jetzt genau ein? Dachte eigentlich, dass ich mit der Schablone nix falsch machen kann? Kann ich die dazu trotzdem nutzen?
Hallo Lewis, ich halte die Schönpunkte aus verschiedenen Gründen für sehr brauchbar. Wenn Dein Arm für eine andere Geometrie ausgelegt ist, wird der Tonabnehmer damit zwangsläufig nicht gerade sitzen. Aber sonstige Nachteile ergeben sich nicht.
Ganz geraden Sitz hättest Du nur bei Einstellung auf die Original-Nullpunkte.
Gruß
Jürgen
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 01. Sep 2013, 07:24
Immer dieses Theater um die Nulldurchgänge. Es sind Näherungswerte, keine Optimalwerte. Die Abtastung wird, egal bei welcher Einstellung, nie auf der gesamten Platte optimal sein. Dazu benötigt man einen Tangentialarm.
Albus
Inventar
#10 erstellt: 01. Sep 2013, 09:29
Tag,

die erforderliche Schiefstellung des Tonabnehmers muss einem nicht zusagen; wenn so, dann bleibt einer bei der Herstellergeometrie. Was sich dann auch anhand der Schön II einstellen lässt (ergänzende Daten sind weiter oben in einem Absatz genannt, siehe: Beitrag Nr. 6, Absatz 2). Also,...

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 01. Sep 2013, 09:30 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#11 erstellt: 01. Sep 2013, 14:34

Fhtagn! (Beitrag #9) schrieb:
Immer dieses Theater um die Nulldurchgänge. Es sind Näherungswerte, keine Optimalwerte. Die Abtastung wird, egal bei welcher Einstellung, nie auf der gesamten Platte optimal sein. Dazu benötigt man einen Tangentialarm.
Hakoon, es gibt kein Theater.
Der TE frägt lediglich, wie er seinen Tonabnehmer einstellen soll.
Gruß
Jürgen
tomtiger
Moderator
#12 erstellt: 01. Sep 2013, 16:45
Hi,


herschell_g_lewis (Beitrag #1) schrieb:
Ignorieren?


ja.

LG Tom
herschell_g_lewis
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 02. Sep 2013, 04:50
Mir geht's ja in erster Linie darum, dass ich meinen TA so eingestellt haben möchte, das weder der TA, noch mein Vinyl durch ungünstige Abtastkriterien in Mitleidenschaft gezogen werden! Deshalb ja auch die Frage, welche Einstellung den besten Kompromiss zwischen Klang und Abtastkriterien darstellt.
Also sprich: Überhang vernachläßigen und lieber auf Parallelität des TAs zum Headshell achten, oder den Überhang korrekt einstellen und einen etwas schief sitzenden TA bevorzugen?
Albus
Inventar
#14 erstellt: 02. Sep 2013, 09:15
Tag,

die damalige Orientierung an der 7 Zoll-Single, deren Abspielbereich innen weit ins Zentrum, bis 53.975 mm, hinein reichte, ist überholt. - Die 30 cm-LP geht nach DIN bis 57,5 mm innen, was aber in der großen Mehrzahl der Platten nicht ausgenutzt wird; die im Schön-Begleittext erwähnten Einzelfälle weit nach innen noch bespielter Platten sind bekannt, es gibt durchaus noch weitere, die auch noch die Single-Schwelle nach innen überschreiten, aber als Leitfaden können diese Einzelfälle wohl nicht angesehen werden. Kurz, in praktischer Hinsicht ist der Unterschied zwischen den Geometrie-Varianten mit den zugehörigen maximalen Spurwinkelabweichungen, max. resultierenden Verzerrungen, durchschnittlichen Verzerrungen - in der Simulation nicht wirklich groß, etwa 0,5 % höhere Verzerrungsmodi bei der originalen Einstellung gegenüber einer der verbesserten Varianten. Letztlich ist eine Korrektur auf einen erhöhten Überhang mit der Folgekorrektur einer ebensolchen Kröpfung naheliegend.
Die Korrekturen fallen unter "So stellen Sie Ihren Tonarm richtig ein" (Ludwig Klapproth, einstiger Chefentwickler von Thorens).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 02. Sep 2013, 09:16 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#15 erstellt: 02. Sep 2013, 11:42

herschell_g_lewis (Beitrag #13) schrieb:
...die Frage, welche Einstellung den besten Kompromiss zwischen Klang und Abtastkriterien darstellt.
Also sprich: Überhang vernachläßigen und lieber auf Parallelität des TAs zum Headshell achten, oder den Überhang korrekt einstellen und einen etwas schief sitzenden TA bevorzugen?
Hallo Lewis, auf Überhang brauchst Du überhaupt nicht zu achten. Der regelt sich bei Einstellung über Zweipunktschablone sozusagen automatisch.
Parallelität zur Headshell, also unverdrehten Sitz, kriegst Du nur bei Justierung auf die Originalnullpunkte.
Beste Einstellung ist ein endloses Thema.
Aus verschiedenen Gründen halte ich DIN für besser als IEC, und Schön für besser als DIN. Also Nullpunkte so in etwa bei 62/117. Hab sie jetzt nicht genau im Kopf.
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 02. Sep 2013, 11:42 bearbeitet]
eenBerliner
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 03. Mrz 2015, 06:29
Vielleicht als "laienhafte" Meinung auf das von Andreas eingangs gestellte Problem:

Ich habe seit gestern auch eine Schön-Schablone (Version 2), habe damit an einem S-förmigen Tonarm (Reloop RP 7000, Nachbau Technics 1210) einen Tonabnehmer im Technics-SME-Headshell justiert, und zwar genau nach Anleitung beschrieben (zuerst mit C/G und A den Überhang, dann mit B die Kröpfung einstellen). Der Tonabnehmer sitzt auch ganz leicht nach (von vorn gesehen) links gedreht im Headshell, nicht mehr parallel zu den Kanten des Headshells.

Ein anschließender "Testlauf" ergab: Eine LP, die sehr weit nach innen geschnitten ist (also bis dicht an das Label heran), wird verzerrungsfrei abgespielt.

Liebe Grüße von

Robert!
WBC
Stammgast
#17 erstellt: 10. Sep 2015, 09:51
Hallo all,
jetzt mal für ganz blöde (ich bin nach langer Zeit wieder so richtig vom Vinyl- Fieber befallen worden und will mich nun wieder eingehender damit befassen...)
Ich bin erschlagen von den vielen Meinungen und Einstellwerten/Tabellen, nach denen man sein System einstellen soll/ muss...
Bisher war ich der Meinung, dass ich mein System (Technics) auf die angegebenen 52 mm von der Kante des Anschlusses bis zur Nadelspitze bringen muss und dann das ganze auch noch schön mittig und parallel zum Headshell ausgerichtet und gut ist.
Klang immer gut, klingt immernoch gut.
Muss ich zukünftig mehr Aufwand treiben...??? "Verschenke" ich Klang ?

LG Carsten
sandmann319
Inventar
#18 erstellt: 10. Sep 2015, 10:08
Hallo Carsten,
so, wie du es bisher gemacht hast, ist es richtig.
52mm und mittig,
ist halt die von Technics berechnete Geometrie
und daran solltest du dich auch weiterhin halten.

Gruß Gerd
WBC
Stammgast
#19 erstellt: 10. Sep 2015, 12:44
Danke Dir, Gerd.
Genau das wollte ich hören..

LG Carsten
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 10. Sep 2015, 15:05
Ob die Originalgeomerie eines Tonarmes auch wirklich gut ist, kann man grundsätzlich nie sagen.
Aber solange man keine Verzerrungen hört, besteht kein Handlungsbedarf.
Gruß
Jürgen
Wuhduh
Inventar
#21 erstellt: 10. Sep 2015, 22:04
Dieses Posting signalisiert ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis, garniert mit einem Hauch Kompromißfindung.

,
Erik
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