Technics 1210 MKII vs. Thorens TD 126 MKIII

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MOS2000
Stammgast
#1 erstellt: 13. Dez 2013, 17:20
habe viel hier gelesen und die SuFu bemüht...möchte trotzdem die Diskussion dazu nochmal neu anstossen weil nichts so wirklich zu 100% gepasst hat.

Ich habe ein (Luxus-)Problem
Momentan habe ich endlich seit langer Zeit wieder die Möglichkeit meine Plattenspieler ausfzustellen und zu verwenden...das tue ich auch reichlich. Neue Software ist ebenfalls reichlich im Zulauf.

Aus 1993 habe ich zwei Technics 1210 MK2 - Damals meine "Arbeitsgeräte".
Ansonsten Zuhause benutzt; mit stark abnehmender Tendenz je älter die 90er wurden.

Da ich jetzt wieder regelmäßig Platten höre, habe ich einen aufgerüstet mit einem neuen System - Ein Ortofon S-120, was auch eine merkliche Verbesserung gegenüber dem betagten Pickering DJ 150 gebracht hat. Aber...ich glaube es ginge noch ein wenig mehr.

Bezüglich Qualität der Schallplatenwiedergabe bin ich Realist. Ich mache kein Religion aus dem Zeuch und glaube auch nicht dass Vinyl (automatisch) besser als CD klingt.

Ich ringe derzeit mit 2 Optionen die beide verlockend klingen:

1.) Thorens TD126 MKIII mit SME Series III Arm / System weiß ich noch nicht gebraucht kaufen
_ Das wäre dann die "Hobbygrundlage", Zustand ist technisch angeblich 1a, es ist der bessere SME Series III Arm verbaut und das System gibt es auch dazu. Also auch gleich ready 4 play... Laut Auskunft des Verkäufers hat er das Gerät über all die Jahre schon genutzt, allerdings nie exzessiv (Technisch 1a, eben geringe Gebrauchsspuren vom Umgang damit). Ob und wie ein Service gemacht wurde weiß ich auch noch nicht. Er ist Erstbesitzer und ich schaue mir den Dreher wahrscheinlich am WE mal an. Als Preis ruft er momentan 555 EUR auf, was allerdings imho zuviel ist, es sei denn da ist ein sehr gut erhaltenes, exotisches System drauf...das weiß ich jetzt noch nicht. Muss ich schauen. Ist halt Verhandlungssache; mal sehen. Die Technics würden dann verkauft und der Erlös fließt in den 126er.

2.) Meine Technics "tunen"...also eigentlich nur einen...nach den Jahren sind 1-2 Lämpchen kaputt, aber Laufwerksmäßig funktionieren beide 1a. Einer könnte gehen, der andere vom "Erlös" profitieren. Also z.B. neue Verkabelung, neuer Arm, gutes System...etc. Eben so auf was man Lust hat. Bei den 1210ern geht eine ganze Menge...

Als Investitionsvolumen wäre ich schon bereit was reinzustecken, in beide Dreheralternativen; allerdings keine utopischen Unsummen.
So als absolute Schallmauer: Wenn ich noch mal 1.000 EUR reingesteckt habe, dann muss ich aber auch "angekommen sein" - ich habe auch noch andere kostspielige Hobbys

Ich glaube beide Dreher spielen Klanglich mehr oder weniger in einer Liga, man muss eben die optimale Kombination für sich selbst finden.
Technisch moderner & robuster scheint mir der 1210er, Mehr Convenience und einen Hauch "Finesse" bietet der Thorens.

Optisch gefallen mir beide. Dreher-Esoterik kommt für mich nicht in Frage (Transrotor / Micro Seiki / Masselaufwerke .... Linnflation - selbst wenn es da zweifelsohne "besseres" als meine Optionen gibt) - der Dreher steht nachher ohnehin in einem Schrank und "erfreut" nur mein Auge. Dual gefallen mir nicht so recht, wenn sie auch sicher solide Technik bieten.

Eigentlich spuken mir trotz des langen Textes nur diese Fragen im Kopf rum:
Welcher bietet mehr "Potenzial" wenn man ihn hegt und pflegt?
Was glaubt Ihr, welches Vorhaben verspricht "mehr Gewinn"?
Inwieweit ist Riemenantrieb gegen Direktantrieb zu bewerten?

Ist der Musikgeschmack dabei wichtig?
Ich höre vieles, allerdings _gar nicht_: Jazz / Volxmucke oder Hitparadenzeuch
Hab nen Phono-Pre der sowohl MM als auch MC frisst, da passt alles und es wird nix nachgerüstet.

Danke für Meinungen und/oder Alternativen.

Liebe Grüße
MOS2000
Burkie
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2013, 17:48
Hallo,

ich würde die Technics behalten und lediglich Defekte reparieren, also Lampen wechseln, evtl. die Pitch-Regler, abgegriffene Tasten und Knöpfe erneuern. Je nach Abnutzungsgrad evtl. den Tonarm gegen neuen Arm gleichen Typs wechseln. Neue Hauben besorgen.
Kabel würde ich nur wechseln, wenn unglücklicherweise das hoch-kapazitive verbaut ist, dann gegen nieder-kapazitives von Technics tauschen. Schau mal in diesen Link New Interconnect Cable Has High Electrical Capacitance.

Ich mag Geräte im Originalzustand, also Original-Teile, keine "getunten" oder "verbastelten" Geräte.

Wenn Du die Technicse abgeben willst, medle Dich mal, vieleicht kommen wir ins Geschäft.

Grüsse


[Beitrag von Burkie am 13. Dez 2013, 19:02 bearbeitet]
MOS2000
Stammgast
#3 erstellt: 13. Dez 2013, 18:09
Ich halte mal fest:

Technics vs. Thorens: 1:0

Danke schon mal für die Meinung.

Liebe Grüße
MOS2000
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 13. Dez 2013, 18:42
Hallo!

Technisch gesehen sind deine beiden SL-12xx MKII dem Thorens sowohl vom Laufwerk her als auch dem SME Series-III vom Tonarm her überlegen.

Eine neue Verkabelung bringt so gut wie gar nuichts da das Technics-Phonokabel bereits recht niederkapazitiv ist und das ist das einzige meßbare und hörbare Kriterium bei einem Phonokabel sofern Magnetsysteme verwendet werden. -Bei MC´s spielt nicht mal dieser Parameter eine Rolle-.

Hier würde ich beim Abtastsystem ansetzen, -so würde z.B. ein System vom Range eines Benz-Micro ACE einen ernorman Sprung bedeuten.

Tonarmseitig wäre eine klare Verbesserung z.B. mit einem gebrauchten Linn Ittok LV-II oder höher zu erzielen aber gegenüber der Verbesserung durch eines der hochwertigeren Systeme hält sich diese Verbesserung in Grenzen.

MFG Günther
MOS2000
Stammgast
#5 erstellt: 13. Dez 2013, 20:03
Ok...dann steht es:

Technics vs. Thorens: 2:0



Nichtsdestotrotz gehe ich mir den Thorens morgen mal ansehen...kleiner Ausflug kann nicht schaden.
Inzwischen habe ich auch mit dem Besitzer nochmals telefoniert. und einige weitere Infos erhalten.
Der Thorens ist von 1980, er ist der Erstbesitzer. Der Dreher spielt einwandfrei nach seiner Auskunft..
Das System konnte er mir nicht nennen, aber es ist seit 1980 nicht getauscht worden - Die identische Nadel kratzt also seit 33 Jahren durch seine Rillen.
Da bin ich nicht besonders optimistisch dass mit dem TA noch was anzufangen ist.
Den Riemen hat er vor 3 oder 4 Jahren mal gewechselt und nimmt ihn ab wenn er keine Platten hört, will er Musike, dann zieht er ihn wieder drauf.
Der Player hat keine Stürze oder rabiate Umzüge mitgemacht..."der hat nie irgendwas gehabt".

Ich habe auf der Auktionsseite noch ein weiteres Bild entdeckt, welches ich vorher übersehen hatte, da erkennt man jetzt deutlich, dass es sich um den etwas besseren Series III Arm handelt - aber beim TA habe ich wieder keine Chance. Kann den TA anhand dieser Bilder jemand identifizieren?

http://bilder.hifi-forum.de/max/415461/ta-thorens-126_379639.jpg

Schaut ja schon ein wenig seltsam montiert aus...so extrem weit vorne. Er klingt wie ein etwas älterer Herr, daher wollte ich ihn jetzt nicht mit Handyfoto-Anforderungen belasten...ich guck mir das Ding ja eh morgen an.
So wie er das erzählt hat, hat er den Dreher wohl einfach mit dem "Standardsystem" erworben welches es 1980 zu dieser Ausführung gab.

Liebe Grüße
MOS2000
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 13. Dez 2013, 20:40
Hallo!


Na ja....

Bei einem SME hast du keine Wahl wie das System in der Headshell sitzt da es hier keine Langlöcher gibt und dafür der Tonarm an der Basis verschiebbar ist.

Wenn er es seit 33 Jahren nicht für notwendig befunden hat den Tonabnehmer zu wechseln sind m.E. wohl alle seine Aussagen bezüglich des Plattenspielers mit etwas Skepsis zu betrachten. Ich kann mir nicht vorstellen das er ihn überhaupt regelmäßig genutzt hat, wahrscheinlich nichts weiter als ein Staubfänger in einem fragwürdigen Erhaltungszustand. Nach 33 Jahren dürfte das Tellerlager längst Trockenlaufen und eventuell dadurch im Eimer sein, -respektive ausgeschlagen-.

Unter Umständen also eher eine zwar Restaurationswürdige Baustelle aber kein spielbereiter Plattenspieler, hier ist der Preis Gewissenssache, eventuell als Halbjahres-Restaurationsprojekt für lange Winterabende interessant.

MFG Günther
MOS2000
Stammgast
#7 erstellt: 13. Dez 2013, 21:16

Hörbert (Beitrag #6) schrieb:
..... Nach 33 Jahren dürfte das Tellerlager längst Trockenlaufen und eventuell dadurch im Eimer sein, -respektive ausgeschlagen-...

Kann man das am Laufgeräusch hören? Oder mit einem Blick bestimmen?
Alles was ich morgen checken kann hilft mir..


Hörbert (Beitrag #6) schrieb:
....Ich kann mir nicht vorstellen das er ihn überhaupt regelmäßig genutzt hat, wahrscheinlich nichts weiter als ein Staubfänger in einem fragwürdigen Erhaltungszustand....

Der gute Mann klang so als ob er mal eine aktivere "Plattenzeit" hatte...dass der Dreher aber problemlos spielt nehme ich ihm ab...er bot die Vorführung sofort und ohne Zögern an; eben so als hätte er gestern noch damit gelauscht.

Man wird sehen.

Aber danke für die Meinung. Auch für den TA Tipp - Muss ich mit mir ausmachen ob ich dann bereit bin die Flocken für so einen Abnehmer hinzublättern. Ist schon ein harte Ansage...
Auch danke @Burkie für den Link zu der krassen Ersatzteilseite
Meine 1210er sind absolut Original von 1993...da scheine ich mit dem Original-Kabeln auf der sicheren Seite zu sein.
Beim Gerät das momentan unbenutzt ist scheint ein Stecker ein wenig lädiert...bzw. der Kunststoff ist spröde geworden. Daher wäre das was kosmetisches was zu flicken wäre. Eigentlich mag ich die Originaloptik auch am liebsten. Werde daher wohl am Arm nichts ändern wenn einer bleiben darf.

Liebe Grüße
MOS2000
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 13. Dez 2013, 21:37
Hallo!


.....Kann man das am Laufgeräusch hören? Oder mit einem Blick bestimmen?....


Riemen abnehmen und Teller mit der Hand anschubsen, der Teller sollte sich ca. 1 Minute lang drehen, dann ist das Lager wahrscheinlich in Ordnung.

Direkt hören kannst du ein kaputtes Lager eigentlich nur am erhöhtem Rumpel, hier tust du dir bei einer fremden Anlage und ohne direkten Vergleich mit einem Zweitgerät gleicher Ausstattung und Konfiguration schwer da du nicht weißt ob des bei dem alten Thorens so üblich ist oder ob nur einfach das System runter ist o.ä.

Das System respektive der Nadeleinschub wird m.E. ohnehin nur noch für die Tonne gut sein, der Tonarm ist wirklich nur etwas für harte SME-Fans und das Laufwerk hat zwar einen gewaltig guten Ruf sollte aber als Restaurationsbedurftig eingestuft werden.

Falls alle diese Bedenken Gegenstandslos sind um so besser, so wirst du halt positiv überrascht anstatt negativ.

MFG Günther
MOS2000
Stammgast
#9 erstellt: 13. Dez 2013, 21:59

Hörbert (Beitrag #8) schrieb:
...Riemen abnehmen und Teller mit der Hand anschubsen, der Teller sollte sich ca. 1 Minute lang drehen, dann ist das Lager wahrscheinlich in Ordnung....
Falls alle diese Bedenken Gegenstandslos sind um so besser, so wirst du halt positiv überrascht anstatt negativ...


Erneut bedankt...sehr wertvolle infos.
Und so wie Du sagst wird es wahrscheinlich sein...
Am Preis wirds dann wohl scheitern.

Liebe Grüße
MOS2000
Burkie
Inventar
#10 erstellt: 13. Dez 2013, 22:04
Hallo,
der Link mit den Ersatzteilen und den Infos zum Plattenspieler stand mal im Stammtisch.

Grüsse
MOS2000
Stammgast
#11 erstellt: 13. Dez 2013, 23:15
Bin ich schon mal drüber gestolpert bei den Recherchen...ist aber auch ein laaaanger Thread.

Liebe Grüße
MOS2000
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 14. Dez 2013, 06:52
Moin !

Schon etwas eigenartig, daß anscheinend der jetzige Thorensianer keine Lust hat, einmal für Dich als Interessenten die Beschriftung oder zumindest ein Symbol am System abzulesen und zu übermitteln.

Ist ein klassischer Retro-Winntatsch-Vorweihnachts-SuchDirEinenDoofen-Wunschpreis, der nicht einmal interessant ist, wenn der 126er eine der seltenen Mahagoni-Zargen hat und es zu dem SME-Arm das kpl. Zubehör inkl. Silikonwanne, 3 Paddel und alle Bleigewichte geben könnte.

Die Technixe würde ich behalten, bis mir ein Gierpickel über den Weg läuft.

MfG,
Erik
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 14. Dez 2013, 11:02
Auch ich würde mindestens den einen deiner Technicse behalten. Da kennst du die Vorgeschichte. Zudem könnte bei einem TD MK III mitunter mal der Motor hinüber sein. Dann wird's mühsam. Daher: Wenn TD 126, dann wäre der Mk II die bessere Wahl.

Ich würde an deiner Stelle das Geld lieber in ein richtig geiles Tonabnehmersystem investieren.
MOS2000
Stammgast
#14 erstellt: 14. Dez 2013, 12:40
Danke auch euch beiden für dei Meinung.
Damit steht es:

Technics vs. Thorens: 4:0

Ein sehr eindeutiges Statement bis jetzt.
Ich glaube da kann ich den Besichtigungstermin quasi absagen.


Liebe Grüße
MOS2000
Holger
Inventar
#15 erstellt: 14. Dez 2013, 15:37
Würde ich nicht tun - erstmal gucken...

Der Thorens ist - wenn er von Thorens mit dem SME ausgestattet wurde - immerhin eine Maschine, die vor >30 Jahren schon mit satten 1698 DM in der Preisliste stand, also schon was richtig Gutes...
MOS2000
Stammgast
#16 erstellt: 14. Dez 2013, 17:02
Hi Holger,

danke für die Einlassung...aber ich auch mit einer weiteren Stimme "pro Thorens" ist noch nicht viel Land gutgemacht.

Technics vs. Thorens: 4:1

Habe den Termin gecancelt weil es wahrscheinlich nur auf eine Schimpftirade wegen erwünschtem Preisnachlass herausgelaufen wäre.
Ist ja auch schwierig jemandem zu erklären dass man statt 555 nur 222 oder so zahlen will.

Sicherlich war der 126 vor 30 Jahren absolut Top und kann heute auch noch problemlos mithalten, aber ich bin auch eher davon überzeugt dass der Dreher als solches reines Mittel zum Zweck ist. Oder anders: Bei einer Skala mit den wichtigen Punkten würde ich das was sich dreht eher mal bei den weniger wichtigen Punkten einordnen wenn es um "den Klang" geht. Klar darf nix rumpeln oder eiern und man muss irgendwie für Entkoppelung sorgen, da hat der Thorens mit dem Subchassis vielleicht geringe Vorteile, aber bislang war das bei dem Aufstellungsplatz des Technics noch nie ein Problem. "Laut" höre ich im Moment sowieso zu 80% mit Kopfhörer da im Mietshaus, insofern habe ich keine Probleme mit Mikrofonie oder Resonanzen.

Vielleicht tauchen ja jetzt, wenn ich mich näher damit befasse, irgendwelche Probleme auf, aber dann ist das eben so und es kommt auf die Service-Liste.
Ich werde mich dann mal auf die Suche machen wie man den guten, alten Kollegen die maximale Pflege angedeihen lassen kann bei sinnvollem Einsatz der Mittel
Gibt es vielleicht schon irgendwo eine "Checkliste" für so was?

Letzter Task wird dann vielleicht neuer Arm + TA...da wende ich mich wieder vertrauensvoll an Euch.
In diesem Jahr startet da sowieso nicht mehr viel, da ich mich kurz nach dem Fest der Liebe erst mal für 3 Wochen nach Sri-Lanka verdrücke.
Da das quasi die Enscheidung ist, habe ich erstmal wieder ein paar hundert Stunden Lesestoff.

Vielen Dank für die Unterstützung.

Liebe Grüße
MOS2000
akem
Inventar
#17 erstellt: 14. Dez 2013, 17:15

MOS2000 (Beitrag #14) schrieb:

Technics vs. Thorens: 4:0


Technics vs. Thorens: 5:0
Ich halte den 126 für einen der wenigster interessanten Thorense. Und der Tonarm geht gar nicht. Das ist ein sehr leichter Tonarm, mit dem Du bestenfalls 2% aller heute verfügbaren Tonabnehmer halbwegs gut betreiben könntest. Ich denke dabei an Ortofon OM und VM. Evtl. noch 2M. Das war's dann aber auch schon. Gut, irgendwelche Töne werden aus einem MC natürlich auch rauskommen...

Gruß
Andreas
MOS2000
Stammgast
#18 erstellt: 14. Dez 2013, 18:33
Hi Andreas,

auch Dir danke für die "Stimmabgabe".
Wenn ich Holgers Fürsprache in die Betrachtung reinnehme, dann steht es immerhin:

Technics vs. Thorens: 5:1



Liebe Grüße
MOS2000
applewoi
Stammgast
#19 erstellt: 14. Dez 2013, 19:23

akem (Beitrag #17) schrieb:

Ich halte den 126 für einen der wenigster interessanten Thorense. Und der Tonarm geht gar nicht. Das ist ein sehr leichter Tonarm, mit dem Du bestenfalls 2% aller heute verfügbaren Tonabnehmer halbwegs gut betreiben könntest.


Is irgendwie gut das nicht alle den selben Geschmack haben, sonst wären solche Wintätschthorense vermutlich komplett unbezahlbar. Das Ding ging jedenfalls abgöttisch gut mit einem Pioneer MC3.
Jawohl, das ist ein _leichtes_ System, aber MC mit wechselbarer Nadel und wie für den SME3009 III gemacht. Ich glaube nicht, dass ein Technics 120 MKII da mit seiner Pörfohrmähnz rankommt. Hängt aber auch von der Anlage und der Musik ab. Ein OM40 wäre sicherlich auch noch angemessen.
Zur 126/II v. /III Problematik wäre noch zu sagen dass die /III-Motoren nun auch nicht sooo oft übern Jordan gehen, und wenn kann man immer noch einen billigen Plaste-TD115 schlachten, um an ein Ersatzaggregat zu kommen. Ausserdem ist ein /II mittlerweile selten(die meisten werden und wurden durch unsachgemässen Versand zerstört ), das Angebot an /IIIern ist um ein vielfaches grösser.
MOS2000
Stammgast
#20 erstellt: 14. Dez 2013, 20:07
Um die Robustheit der Motoren IIer vs. IIIer geht es hier nicht...das ist ein Nebenschauplatz.

Allerdings hast Du mich auf einen schlimmen Fehler im Titel aufmerksam gemacht...der geht natürlich gar nicht und wurde bislang von mir komplett übersehen: Meine Tastatur hat offensichtlich eine "1" gefressen...das könnte wahrscheinlich nur ein Mod editieren.

Technics 1210 MKII vs. Thorens TD 126 MKIII

soll der natürlich lauten

Und dass es gut ist wenn nicht alle den selben Geschmack haben erachte ich als selbstverständlich. Die Umschreibung der restlichen Attribute die mit dem 1210er in Verbindung gebracht werden mutet euphemistisch an. Gerne kannst Du eine Aussage treffen und dem Thorens Deine Stimme geben. Dafür gibt es von mir keine Kritik, und sollten sich noch weitere 4 Kollegen finden die das auch so sehen, dann überdenke ich meine Entscheidungen gerne. HIer wird nichts mit Gewalt übers Knie gebrochen und keiner hat es eilig.



Liebe Grüße
MOS2000
Marsilio
Inventar
#21 erstellt: 14. Dez 2013, 20:17
Meine Stimme hast Du ja bereits berücksichtigt.

Aber für den Fall, dass Dich ein Thorens dennoch reizt: Verkauf' einen Deiner beiden Technicse, mit dem Erlös solltest Du einen TD126 (mit "normalem" Tonarm) finanzieren können (zumindest hier in der Schweiz werden die TD126 derzeit sogar günstiger als die Technicse gehandelt). Dann hast Du beides und kannst vergleichen, was Dir besser gefällt.

Schönen Urlaub übrigens!
Hörbert
Moderator
#22 erstellt: 14. Dez 2013, 21:20
Hallo!

Den SME-Tonarm würde ich im Falle einer Entscheidung für den Thorens auf jeden Fall schnellstmöglich ersetzen, mag sein das der Tonarm zu seiner Zeit seine Berechtigung gehabt hat allerdings ist er heute nicht mehr sehr sinnvoll einzusetzen da er nur 5g eff. bewegte Masse hat und somit die Systemwahl arg einschränkt.

Zudem ist der zumindestens von den verbauten Lagern her dem Tonarm des Technics unterlegen. nur weil SME draufsteht ist das genausowenig ein besonders guter Tonarm wie z.B. der SME 3009 S2 imp.

MFG Günther
Pilotcutter
Administrator
#23 erstellt: 15. Dez 2013, 09:03

MOS2000 (Beitrag #20) schrieb:
könnte wahrscheinlich nur ein Mod editieren.

Technics 1210 MKII vs. Thorens TD 126 MKIII


Morgen!
Als Threadersteller kannst Du selber den Titel ändern (oben links "Titel ändern") aber ich habe es zu 1210 korrigiert.

Gruß. Olaf
Wuhduh
Inventar
#24 erstellt: 15. Dez 2013, 10:11
Zur Erinnerung bzgl. des ultraleichten SME:

Die Frickler und Wastler erfreu(t)en sich immer an der Wanne fürs Silikonöl und den 3 Paddeln. Mann experimentierte mit Ölen verschiedenster Viskosität, tauschte die Bleigewichte bis man kleine Augen hatte ... und konnte z. B. letztendlich erfolgreich auch ein Ortofon MC20 MKII daran betreiben. Das zeigen auch Vergleichsteste der Fachzeitschriften von damals.

Das subjektive Hörempfinden entschied letztendlich über den Klanggenuß. Resonanzfrequenz und -amplitude wurden sekundär.

KABUSA bietet Moddingmöglichkeiten zu den Technixen, in dem z. B. eine Armbasis für die Rega angeboten wird. Aufgrund des gleichen Montageabstandes könnte man konstruktiv die gesamte Palette von Rega-Armen nebst sämtlicher Veränderungen durch OriginLive, MarioGrözinger, etc. nutzen, um sich einen individuellen Technix fernab von Goldauflagen zusammenzustellen. Und es gibt auch noch die anderen Chassisoberseiten ( -schalen ) in Wunschfarben bzw. verchromt.

MfG,
Erik
silberfux
Inventar
#25 erstellt: 15. Dez 2013, 19:05
Hi, meinetwegen kann es hier 20 zu Null stehen, ich bevorzuge auf jeden Fall den Thorens und finde auch den SME Arm gut. Wenn man ihn mit einem passenden TA ausstattet, bringt er hervorragende Ergebnisse. Wenn er nicht gefällt, kann er ausgetauscht werden. Z.B. gegen einen 10,5 Zöller von Feickert/Jelco. Da ist dann eher der Technics limitiert, obwohl er ebenfalls insgesamt ein gutes Gerät ist.

BG Konrad (der 2 Stück 126 II betreibt)
MOS2000
Stammgast
#26 erstellt: 15. Dez 2013, 19:21
OK...weitere Infos...mehr Stimmen.
Sehr schön. Das Bild wird immer kompletter.

@Pilotcutter
Danke. Wieder was gelernt

@Wuhduh
Danke fürs Namedropping, ich werf mal den Gockel nach den Namen an...

@silberfux
...unbenommen... Dein Voting erhöht auf

Technics vs. Thorens: 5:2

Ich kann für Deine 2 126er leider nur eine Stimme annehmen

Liebe Grüße
MOS2000
lini
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2013, 06:48
Mos2k: Das fragliche System sieht mir schwer nach Micro Acoustics aus - vielleicht ein QDC1e oder PPD3. Da bestünde also durchaus ein gewisser Schmankerl-Verdacht - bei den zugehörigen Ersatznadeln wär die Lage indes eher düster.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Archibald
Inventar
#28 erstellt: 16. Dez 2013, 07:25
Hallo MOS2000,

Du darfst noch eine Schippe bei Thorens drauflegen! 1981 habe ich auch vor der Wahl gestanden und mich für den TD 126 Mk. III entschieden (Isotrack TP 16 III). Das einzige, was ich bedauert habe ist, dass der TD 126 Mk. III nicht besser klingt als sein Vorgänger bei mir, ein TD 125 Mk. III - und das, obwohl die ganze "Fach"-Presse den TD 126 Mk. III bei seiner Einführung als das beste Laufwerk angesehen hat. Wie dem auch sei, seit 1981 ist das Thema "Plattenspieler" bei mir erledigt. Aus meiner Sicht kommt erschwerend hinzu, dass Direktantriebe je nachdem recht kräftige Magnetfelder erzeugen, die mit den starken Magneten in MC- oder MI-Systemen in Wechselwirkung treten können und im einfachsten Falle nur dazu führen, dass Du in der jeweiligen Situation nicht weißt, mit welcher Auflagekraft Dein System gerade in die Rille drückt.

To cut long speeches short : Der Technics ist auch in meinen Augen eine Legende, aber ich wäre und würde nie auf den Gedanken kommen meinen TD 126 III gegen einen einzutauschen !

Was die Langzeitstabilität angeht : Es geht die Redewendung, dass man bei einem Thorens (alter Bauart !) nach 25 Jahren den Plattenteller aufhebt, den Staub wegpustet und weitere 25 Jahre Ruhe hat. Ich gebe zu, dass ist etwas plakativ, entspricht aber meinen Erfahrungen. Das Thema "Riemenverschleiß" ist in dieser Liga total überbewertet. Bei den TD 14x und TD 16x wird die Geschwindigkeit mechanisch umgeschaltet, was durchaus zu einem höheren Rienemverschleiß führen kann. Die TD 12x und TD 52x (sowie einige weitere) schalten jedoch elektronisch um, so dass man mit einem Riemen sehr lange hören kann.

Gruß Werner aka Archibald
Burkie
Inventar
#29 erstellt: 16. Dez 2013, 07:50
Hallo,

seit wann haben den Technics Probleme mit einstreuenden Magnetfeldern...? Das ist doch eher ein Problem von Riementrieblern ( ich sage nur, Projekte).

Grüsse
akem
Inventar
#30 erstellt: 16. Dez 2013, 09:12
Er meint keine einstreuenden Magnetfelder sondern Magnetfelder, die ein MC-System richtung Plattenteller ziehen und damit die Auflagekraft beeinflussen (hier: erhöhen). Das höre ich bei Direktantrieben aber auch zum ersten Mal. Ich kenne das bisher nur von Plattentellern aus Eisen oder Stahl.

Gruß
Andreas
Archibald
Inventar
#31 erstellt: 16. Dez 2013, 09:23
Hallo Andreas, hallo Burkie,

ich meine nicht nur anziehende Kräfte, sondern ggf. auch abstoßende Kräfte, abhängig von dem jeweils erzeugten Magnetfeld und der Polung im System. DD-Laufwerke haben durchaus potente Elektromagnete, damit sie eine kurze Hochlaufzeit ermöglichen. Dieses Thema war durchaus in der Diskussion in den 70ern und 80ern, wichtiger als das : Es ist physikalisch plausibel.

Gruß Werner aka Archibald
MOS2000
Stammgast
#32 erstellt: 16. Dez 2013, 15:41

Archibald (Beitrag #28) schrieb:
...Du darfst noch eine Schippe bei Thorens drauflegen!...


Technics vs. Thorens: 5:3

Hi Archibald...ist hiermit geschehen...
Wenn das so weitergeht werde ich noch wankelmütig. Aber wie immer im Netz: Am Ende könnte ein Patt auf der Uhr stehen, was aber dann immerhin meine Vermuitung stützt dass die Player wahrscheinlich "ebenbürtig" sind wenn man es objektiv betrachtet.
Danke für Deine Meinung.

Liebe Grüße
MOS2000
Jazzy
Inventar
#33 erstellt: 16. Dez 2013, 16:53
Ich habe einen TD 2001 gegen den 1210er getauscht und es nicht bereut.Nachteile beim Thorens: die Federn,der Riemen.Der 1210er sollte auf ein Wandboard,dann ist auch bei sehr hoher Lautstärke keine Rückkopplung zu befürchten.Ich habe den 1210er leicht modifiziert: ein AVM-Kabel, eine Acryl-Tellermatte und ein PG+ Gewicht von bfly.Auüerdem ein Ortofon Rondo Red.Ich höre viel Jazz und Klassik und bin sehr zufrieden.
burningtiger
Stammgast
#34 erstellt: 16. Dez 2013, 22:53
Auch wenn hier von Magnetfeldern gesprochen wird, ich ziehe Direkttriebler in jedem Falle vor.
Ich hab 3 direkte Sony PS-X50 und 40 und Pionier PL-L800 und 2 Riemen TD320 und TD105.
Die TDs werden verschwinden, obwohl ich die Tonarme mit meinen AT20Sla gut fand. Aber dafür hab ich ja dann noch den L800.
Ich hatte mal früher nen TD125 mit SME, den hab ich auch verkauft, der X50 aus der gleichen Zeit habe ich behalten. Der hatte damals ein XL44, das ist aber leider kaputt. Jetzt ist ein AT30e dran.
Schwierig ist es halt immer mit den mittel- bis schweren Armen, der X50 ist ein ähnliches Kaliber wie der 1210.
Bei leichteren Armen hab ich mit den Systemen, die ich besitze, bessere Karten.
Aber auf Dauer geht mir die Subchassis-Schwabbelei auf die Nerven.
Wenn Du beim 1210 den Arm wechseln willst, hast Du dann das Beste aus beiden Welten.
Hörbert
Moderator
#35 erstellt: 17. Dez 2013, 09:48
Hallo!

Die Motoren der Technics-SL-12xx Varianten haben eine Energieaufnahme von etwa 1. Watt, das daraus resultierende Magnetfeld ist oberhalb der Telleroberkante direkt über dem Motor kaum noch meßbar, es reicht zwar noch um z.B. einen Kompaß abzulenken aber nicht mehr um irgendwelche Störfelder in das System zu induzieren oder um mit den Magnetfeldern eines MC´s zu interagieren. Berichte darüber sollten als urbane Mythen betrachtet werden.

MFG Günther
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