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"Größe" von Netzteilen bedenklich?

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Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 26. Jan 2014, 07:18
Guten Morgen Fachleute,

oft ist es schwierig, für alte Geräte die originalen Ersatzteile zu beschaffen. Beispiel Thorens Plattenspieler: Ich habe hier ein Original-Steckernetzteil, das 16 Volt AC und 160 mA liefert. Bei ebay kann man 16V-Netzteile mit 300 bzw. 500 mA kaufen.

Meine Frage: Können solche "größeren" Netzteile Schaden (z.B. am Motor) anrichten? Welche Bedeutung hat überhaupt eine Erhöhung des mA-Wertes.

Kann jemand weiterhelfen?

Grüße Kuddel
tjs2710
Inventar
#2 erstellt: 26. Jan 2014, 07:43
Hallo Kuddel,

ne, da brauchst du keine Angst haben.
Der Motor nimmt sich das, was er braucht, mehr nicht.

Thorens hat mal die Leistung der Netzteile zB sogar mal erhöht, weil sie immer am Limit waren und öfter mal abgekackt sind.

Wenn du also anstelle von 160 jetzt auf 300 oder 500mA was findest musst du dir keine Sorgen machen nur die Spannung sollte passen!


Als dan!
thomas
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 26. Jan 2014, 07:56
Moin !

Soweit ich weiß, kann kein Schaden entstehen. Wichtig ist die Sekundärspannung von 16 Volt AC, bei der zum Glück nur auf die Steckerform, aber nicht auf dessen Polarität geachtet werden muß. Manchmal ist der schwarze Isolatorring zwischen Minus und Plus etwas gnubbelig ausgeprägt und der Stecker sollte sowieso nicht kräftig in die Anschlußbuchse eingeschoben werden. Mit etwas Feingefühl merkt man schon den Rastpunkt der Kontaktfeder.

Ich favorisiere Steckernetzteile mit Zeichen VDE + GS + FTZ. Die Firmen FRIWO bzw. EBRO sind bekannt für Fertigungsqualität. Typenbezeichnung beginnt mit " FR " zum Bleistift.

Asiatische Billig-Netzies haben erhebliche Fertigungstoleranzen, was sich preislich auswirkt. Manche Messungen zeigten sogar ca. 18 Volt, was für sensible Elektronik schon zuviel sein könnte, auch wenn mit einem Leistungsabfall unter Last zu rechnen ist. Die Multi-Netzies 3 - 12 Volt ( jaja ), die auch für Campingleuchten und Körperpflegegeräte verwendet werden, sind ein klassisches Beispiel für billich-und-egal.

Einige Plattenspieler habe ich sogar mit den Steckernetzies der Firma Zettler betrieben, die früher u. a. Anrufbeantworter herstelle. Null Problemo. Ein Stück lief, also gleich auffem Trödelmarkt noch einmal 10 Stück aus der Kiste gefischt und erfolgreich getestet.

Zu dem Wert des max. Sekundärstromes in Milliampere schreibt lieber jemand anderes etwas kurz und präzise. Ich sage mal: 1A geht auch.

MfG,
Erik ... bei minus 12 Grad
tjs2710
Inventar
#4 erstellt: 26. Jan 2014, 08:20
Hallo nochmal!

Die Wechselspannung (AC), die du in deinen Thorens reinschickst, wird darin gleichgerichtet und dann auf, ich glaube, 12V, runtergeregelt.
Wenn die 16V ein wenig nach oben driften, alleine schon wegen Netzschwankungen unvermeidlich, kann deinem Dreher nichts passieren, weil eben intern die Spg auf ihren korrekten Wert gebracht wird.

Und schon unter #2 geschrieben, die ganze Elektronik incl. des Motors nimmt nicht mehr auf als sie benötigt. Da musst du dir wirklich keine Sorgen machen. Das Einzige ist, wenn du ein Netzteil nimmst, dass 1A oder noch mehr liefern kann brauchst du mehr Platz an deiner Steckdosenleiste. Darum würde ich eher bei 300mA oder in der Größe was suchen. Das ist wirklich absolut unbedenklich.


Als dann!
thomas
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 26. Jan 2014, 09:55
Ja - herzlichen Dank für die Infos! Wenn sich der Motor nur das nimmt, was er benötigt, dann müssten 500 mA ja auch funktionieren. Also der Ebay-Anbieter (concentus-magica) rüstet seine Thorens-Spieler alle mit diesem Wert aus.

Und noch einen: Seit gestern habe ich einen Musical Fidelity V90 LPS Phono-Vorverstärker. Bei leicht erhöhter Lautstärke hat es gebrummt. Konnte ich mir nicht erklären und so habe ich alle Kabel neu verlegt etc. . Nichts passierte! Dann habe ich mir das "streichholzschachtel-große" Netzteil angeguckt - nachgedacht - und gegen ein größeres (mit gleichen technischen Werten) ausgetauscht. Der Brumm ist weg! Wie kann es sein, dass MF so ein Scheiß ausliefert?

Grüße Kuddel
tjs2710
Inventar
#6 erstellt: 26. Jan 2014, 13:29
Tach auch!

Ganz einfach, MF setzt auf die aktive Mitarbeit seiner Kunden, einfach nur kaufen kann jeder!

Hört sich mich an, als wäre die Siebung, die aus der gleichgerichteten Spannung eine wirkliche Gleichspanung macht, nicht so gut und ein gewisser Brummanteil würde sich da hörbar machen.

Einfach hinnehmen würde ich das nicht, wär ein Grund zu einer Reklamation; vielleicht ist etwas defekt im Netzteil(chen).


Als dann!
thomas
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 26. Jan 2014, 18:00
MF's Kalkulation ist auch gewinnbringend orientiert. Also wird irgendwas eingekauft, was technisch ansatzweise läuft, optisch GUT AUSSIEHT und so billig ist, daß ein Austausch nicht der Rede wert ist.

Ich danke für den Hinweis. Habe hier ein höherwertiges Netzteil mit 2A für einen MF, welches ich nun doch lieber eingelagert lasse.

MfG,
Erik
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 26. Jan 2014, 19:35
Moin,
Ich hab den Vertrieb angeschrieben. Mal sehen, ob es eine Äußerung gibt. Ansonsten ist der V90 (mit anderem Netzteil) sehr schön.

Grüße Kuddel
lini
Inventar
#9 erstellt: 27. Jan 2014, 00:32
Kuddel: Ganz so trivial ist es leider nicht nicht mit den Netzteilen. Denn eine höhere Stromlieferfähigkeit schadet zwar prinzipiell nicht, aber bei Wechselspannungs- und ungeregelten Gleichspannungsnetzteilen kann's durchaus einen nennenswerten Unterschied zwischen Leerlaufspannung und der angegebenen Nominalspannung (typischerweise unter Maximallast) geben. Sprich: Wenn das Ersatznetzteil eine deutlich höhere Stromstärke liefern kann, kann's sinnvoll sein, sich von der Spannung her eher am unteren Limit für das zu versorgende Gerät zu orientieren. So würd ich z.B. als Ersatznetzteil für meinen TD280II (laut Service-Manual zu versorgen mit 16 bis 19 V) eher ein Velleman PS1505AC (15 V/500 mA) nehmen als ein PS1810AC (18 V/1000 mA)...

Grüße aus München!

Manfred / lini
tomtiger
Moderator
#10 erstellt: 27. Jan 2014, 02:42
Hi,

im Fehlerfall (wenn also das Gerät einen Defekt hat), kann mehr Schaden passieren. Ich mache mir da aber keine Sorgen.

LG Tom
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 27. Jan 2014, 07:31
Guten Morgen,
dann könnte ich mir also bedenkenlos 16V 500 mA - Netzteile auf Ebay kaufen, ja? Oder doch lieber besser 16V mit 300 mA?

Grüße Kuddel
(PS. Habt ihr draußen auch so viel Schnee?)
akem
Inventar
#12 erstellt: 27. Jan 2014, 07:39
Das ist aber auch nur dann der Fall, wenn das Gerät nicht vernünftig abgesichert ist. Das wäre dann also ein Konstruktionsfehler des Gerätes.
Außerdem sollte man es auch mal so sehen: viele Aufrüstoptionen von diversen Herstellern bestehen ja nur daraus, ein dickeres Netzteil zu verwenden.

Edit (weil sich noch jemand "dazwischengemogelt" hat): ich beziehe mich auf den Post von Tom.

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 27. Jan 2014, 07:40 bearbeitet]
tjs2710
Inventar
#13 erstellt: 27. Jan 2014, 08:58
Guten Morgen!

Also sind wir nun wieder dort wo wir schon unter #2 waren:
Du kannst ruhig das NT mit 16V/500mA und brauchst keine Angst haben müssen.


Als dann!
thomas
8bitRisc
Stammgast
#14 erstellt: 27. Jan 2014, 20:23
Wenn ein Netzteil mit 16V/500mA beschriftet ist, bedeutet dies das bei 500mA mit einer Effektivspannung von 16V zu rechnen ist. Das Netzteil (wahrscheinlich Universal- oder Printtransformator) hat also eine Leistung von 8VA.
Die Leerlaufspannung liegt um den Faktor von ca..1,3 höher als die Nennspannung. Wenn man den Trafo mit halben Nennstrom belastet kommt man auf ca. 1,1-1,2 (grob geschätzt). Praktisch gesagt bedeutet das bei Deiner Anwendung eine Spannung von ca. 18V. Da sich im Plattenspieler höchstwahrscheinlich ein Längsregler befindet, wird sich der Spannungsabfall und somit die Verlustleistung erhöhen.
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 27. Jan 2014, 20:41
Interessant! Bist du auch der Meinung, dass das NT mit 16V und 500 mA gefahrlos den Plattenspielermotor antreibt?

Grüße Kuddel
germi1982
Moderator
#16 erstellt: 27. Jan 2014, 22:53
Ich bin auch der Meinung. Zudem ist da wahrscheinlich eh nur ein Trafo drin und nicht mehr, da der Plattenspieler ja mit 16 VAC läuft. Da heißt also lediglich, das ein größerer Trafo mit größerer Stromlieferfähigkeit drin steckt. Der Motor zieht sich aber nur das was er braucht, das heißt das Netzteil wäre geringfügig überdimensioniert für den Plattenspieler. Negative Auswirkungen hat das keine, aber auch keine Positiven. Das Netzteil wurde vom Hersteller halt für 160 mA ausgelegt weil der Plattenspieler nicht mehr Strom ziehen wird. Und selbst wenn du ein 300 mA-, ein 500 mA- oder ein 10 A-Netzteil anschließt wird er nicht mehr als 160 mA ziehen...


Da sich im Plattenspieler höchstwahrscheinlich ein Längsregler befindet, wird sich der Spannungsabfall und somit die Verlustleistung erhöhen.


Korrekt, allerdings ist bei einem Trafo auch die Eingangsspannung entscheidend. Wenn also die Netzspannung höher als 230V ist, dann ist auch die Ausgangsspannung höher. Ich denke mal das geht innerhalb der zulässigen Toleranz unter, schließlich darf die Netzspannung ja eine Toleranz von +/- 10% von der Nennspannung betragen. Und in dem Bereich müssen die Geräte ordentlich funktionieren. Das heißt zwischen 207 und 253 V muss die eingebaute Elektronik die entsprechend variierende Sekundärspannung des Trafos abkönnen.


[Beitrag von germi1982 am 27. Jan 2014, 22:57 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#17 erstellt: 28. Jan 2014, 13:24
Hallo,

Manfred hat schon recht, ganz so simpel ist es nicht. Ein einfacher Trafo gibt seine Nennspannung stets bei Nennstrom ab. Unterhalb des Nennstromes kann die Spannung ein gutes Stück höher liegen, ich hab schon 50% mehr im Leerlauf gemessen. Dies ist durch die Verluste im Trafo bedingt, wenn Strom gezogen wird.

Bei den genannten Größenordnungen hier sehe ich aber auch kein Problem.


Gruß
Benjamin
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 11. Feb 2014, 20:05
Moin,
habe das 16V-Netzteil mit 500 mA gekauft. Läuft am Thorens prima. Alles klar. Vielen Dank für die Infos.
Gruß Kuddel
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