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Bekomme Brummen beim Dreher/ Verstärker nicht in den Griff!

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Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#1 erstellt: 05. Mrz 2014, 20:45
Guten Abend liebe Freunde des audiophilen Wahnsinns,

vor gut einem Jahr habe ich dieses Forum zum ersten Mal besucht und seit dem die Untiefen der Schallplattenspielerwelt in Teilen kennen gelernt.

Mein Projekt, aus meinem optisch etwas tristen Rega RP1 etwas Ansprechenderes zu machen, lief, bis zum heutigen Tag, nach Wunsch. Habe mit einem Freund, sowie Tischler meines Vertrauens, einen neuen Korpus gebaut. Die Bohrungen und Anpassungen haben wir vorgenommen. Alles bestens soweit...

An meinen Rega RB 100 (den ich bei Zeiten durch den RB 301 ersetzten möchte) habe ich statt des Originalkabels ordentliche gelötet. Auch hier verlief alles reibungslos. Kein Brummen, nichts. (Eingesetzt habe ich die neue Verkabelung noch im Rega-"Korpus".)

Bei den Einbauarbeiten in das neue Gehäuse sind die Lötstellen beschädigt worden. Habe diese neu gelötet (war bisher bezüglich Brummen nie ein Problem), das Ergebnis war jedoch ein grausames Brummen. Habe nochmals die Lötstellen kontrolliert, bzw. verbessert, das Brummen blieb jedoch (immer trotz Masse am Verstärker).

Irgendwann habe ich wieder das Originalkabel von Rega an den Tonarm gelötet, in der Hoffnung, das Problem so zu beheben. Hier wird zudem kein Massekabel benötigt (bzw. gibt es das beim Rega RP1 nicht). Es brummte aber immer noch. Wenn ich meinen Restek Selector Verstärker (mit Phono Verstärker integriert) berühre, nimmt das Brummen ab. Ich habe dann nur das Kabel OHNE Tonarm an den Verstärker angeschlossen (Lötstellen hatten dabei keinerlei Kontakt) und es brummte immer noch.

Allerdings ist das Brummen nur auf dem Phonokanal zu hören, wenn das Kabel drinnen steckt (sowohl das Rega sowie mein eigentlich gedachtes). Bei einem billigen Cinchkabel, das ich durch Zufall zur Hand hatte, brummte jedoch nichts!!

Bin in einen Altbau umgezogen und dachte es könnte an der alten Verkabelung liegen (die allerdings auf den ersten Blick in meiner vorherigen Wohnung kein Deut besser war). Habe mehre Steckdosen probiert und die Anlage um einen Meter verrückt. Keine Besserung zu hören.

Wie also bekomme ich das Brummen eliminiert? Ich hoffe ihr habt einen Rat parat. Mir fällt dazu nichts mehr ein (meine beiden Phono Kabel waren bis zu diesem Tage in Ordnung).
Viele Grüße,
Bastian
akem
Inventar
#2 erstellt: 06. Mrz 2014, 09:17
Wenn Du einfach nur das Kabel ohne Tonarm hinten dran ansteckst brummt es schon? Und ein anderes Cinchkabel ist ruhig? Komisch.
Hast Du irgendwas an der Anlage umgestellt? Z.B. Verstärker und Plattenspieler vertauscht?
Kann es sein, daß die Kabel hinter den Steckern geknickt wurden?
Was passiert, wenn Du die offenen Enden des Tonarmkabels irgendwie überbrückst, z.B. ein kurzes Kabel dazwischen löten oder mit ner Kroko-Klemme zusammenklemmen?
Hast Du vielleicht neue Cinchstecker angelötet, in denen eine Lötstelle gebrochen/gerissen ist oder "kalt" ist?
Läuft der Motor des Drehers dabei oder ist der Motor aus?

Gruß
Andreas
HP-UX
Stammgast
#3 erstellt: 06. Mrz 2014, 13:01
Hallo Bastian,

ich vermute mal hier gibt es ein Problem mit dem Masse Kabel vom Plattenspieler zum Verstärker.
Hast du dir mal die Anschlüsse genau angesehen.
Habe ich auch mal gehabt, da hatte ich das Massekabel versehentlich mit der Isolierung in den Verstärkeranschluss gesteckt.

Falls du ein Messgerät hast, kannst du mal den Widerstand zwischen (Metallteil am Plattenspieler) und dem Verstärker messen. Der Widerstand sollte so bei ca. 1 Ohm liegen.

Gruß
Martin


[Beitrag von HP-UX am 06. Mrz 2014, 13:01 bearbeitet]
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#4 erstellt: 06. Mrz 2014, 15:33
A:Wenn Du einfach nur das Kabel ohne Tonarm hinten dran ansteckst brummt es schon?
---> Genau so ist es. Bei dem fertig konfektioniertem Rega Kabel (was simpel aber auch entsprechend robust ist) wundert mich das besonders.
A: Und ein anderes Cinchkabel ist ruhig? Komisch.
---> Verstehe ich auch nicht.
A: Hast Du irgendwas an der Anlage umgestellt? Z.B. Verstärker und Plattenspieler vertauscht?
---> Aufbau ist exakt identisch. Nur aufgrund Umzug an einer anderen Stelle.
A: Kann es sein, daß die Kabel hinter den Steckern geknickt wurden?
---> Nein, Kabel sind aufgrund ausreichend Platz nie stark gebogen worden.
A: Was passiert, wenn Du die offenen Enden des Tonarmkabels irgendwie überbrückst, z.B. ein kurzes Kabel dazwischen löten oder mit ner Kroko-Klemme zusammenklemmen?
---> Wie genau meinst Du das?
A: Hast Du vielleicht neue Cinchstecker angelötet, in denen eine Lötstelle gebrochen/gerissen ist oder "kalt" ist?
---> Auch hier, da nur die Phonokabel betroffen sind (das Cinchkabel ohne Brummen ist kein explizites Phonokabel) und vorallem das Regakabel billig aber robust ist, kann das nicht die Ursache sein.
A: Läuft der Motor des Drehers dabei oder ist der Motor aus?
--->Habe es mit und ohne Motor probiert, das Brummen blieb immer gleich.

Jedoch hat das Brummen sich abgeschwächt, wenn ich den Verstärker (Stahlgehäuse) angefasst habe.

Vielen Dank für Deinen Rat, Andreas!
akem
Inventar
#5 erstellt: 06. Mrz 2014, 16:59

Dreher_Marke_Eigenbau (Beitrag #4) schrieb:
A: Was passiert, wenn Du die offenen Enden des Tonarmkabels irgendwie überbrückst, z.B. ein kurzes Kabel dazwischen löten oder mit ner Kroko-Klemme zusammenklemmen?
---> Wie genau meinst Du das?


Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du vom Rega-Tonarm das Cinchkabel unten rausgenommen. Da ist ja so ein Pfropfen dran, der seitlich per Madenschraube fixiert ist. Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du die Innenkabel abgelötet und die tonarmseitigen lötstellen "hängen in der Luft". Wenn Du die Lötstellen mit kurzen Kabeln verbindest, dann hast Du dort einen Kurzschluß. Wenn noch kurze Kabel dranhängen kannst Du die auch zusammenklemmen. Eine Krokoklemme ist halt leitfähig, Du kannst aber auch die blanken Drahtenden mit ner Wäscheklammer zusammenklemmen. Nur berühren darfst Du die offenen Enden nicht (sonst brummt's erst recht...).
Wenn das Kabel im Tonarm eingebaut ist kannst Du das gleiche mit den Clips machen, die man am Tonabnehmer anschließt.

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#6 erstellt: 06. Mrz 2014, 22:20
Hallo Martin,
das Rega Kabel kommt sogar ganz ohne Massekabel aus. Bisher gab es hier nie Probleme. Mein selbst konfektioniertes Kabel hat ein Massekabel, auch damit ging das Brummen nicht ganz weg (war aber besser als zuvor).

Ein Messgerät habe ich nicht. Weißt Du was das gute Ding kostet?

Danke und viele Grüße,
Bastian
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#7 erstellt: 06. Mrz 2014, 22:32
Hallo Andreas,
da forderst Du mich als Löt-Novizen mal ganz ordentlich...

Der Einfachheit halber antworte ich wie gehabt auf Deine Tipps:

A: Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du vom Rega-Tonarm das Cinchkabel unten rausgenommen. Da ist ja so ein Pfropfen dran, der seitlich per Madenschraube fixiert ist. Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du die Innenkabel abgelötet und die tonarmseitigen lötstellen "hängen in der Luft".
---> Genau, bis hierhin kann ich Dir noch folgen.

A: Wenn Du die Lötstellen mit kurzen Kabeln verbindest, dann hast Du dort einen Kurzschluß. Wenn noch kurze Kabel dranhängen kannst Du die auch zusammenklemmen.
---> Du meinst am Pfropfen?
A: Eine Krokoklemme ist halt leitfähig, Du kannst aber auch die blanken Drahtenden mit ner Wäscheklammer zusammenklemmen.
---> Am Pfropfen vermute ich. Drähte müßte ich da dranlöten.
A: Nur berühren darfst Du die offenen Enden nicht (sonst brummt's erst recht...).
---> D.h. wenn ich die am Propfen angelöteten Drähte verbinde (Tonarm ist dabei nicht im Spiel, oder?), dürfte es nicht brummen? Meintest Du nicht dass das einen Kurzschluss verursachen würde?
A: Wenn das Kabel im Tonarm eingebaut ist kannst Du das gleiche mit den Clips machen, die man am Tonabnehmer anschließt.
---> Diesen Schritt verstehe ich leider nicht.

Danke Dir für Deinen Input!

Viele Grüße,
Bastian
akem
Inventar
#8 erstellt: 06. Mrz 2014, 22:38
Ja, ja, Rega und seine Masseführung. Du muß das dünne schwarze Kabel, das aus dem Armrohr kommt, von dem Signalkabel trennen und separat herausführen. Dann gibt es da noch eine Lasche, die zwischen der Zugentlastung des Cinchkabels und dem Sockel des Tonarms eingeklemmt ist. Wenn Du einen der älteren Arme hast, must Du diese Lasche auch vom Signalkabel trennen und entweder ganz weglassen oder mit dem schwarzen Massekabel verlöten. Das ganze dann mit dem seperaten Massekabel zum Verstärker legen. Wenn eines von beidem noch mit dem Signalkabel verbunden ist, hast Du eine Masseschleife. Und daß die dann brummt ist kein Wunder...

Ein Multimeter kostet je nach Qualität, Marke und Ausstattung von ~10€ rauf bis mehrere 1000€. Um nur mal ein Kabel durchklingeln zu können reicht ein ziemlich billiges durchaus aus.

Gruß
Andreas
akem
Inventar
#9 erstellt: 06. Mrz 2014, 22:48
A: Wenn Du die Lötstellen mit kurzen Kabeln verbindest, dann hast Du dort einen Kurzschluß. Wenn noch kurze Kabel dranhängen kannst Du die auch zusammenklemmen.
---> Du meinst am Pfropfen?
--> ich meine das kleine runde Platinchen, wo sonst die 4 Signalkabel aus dem Tonarm angelötet sind.

A: Nur berühren darfst Du die offenen Enden nicht (sonst brummt's erst recht...).
---> D.h. wenn ich die am Propfen angelöteten Drähte verbinde (Tonarm ist dabei nicht im Spiel, oder?), dürfte es nicht brummen? Meintest Du nicht dass das einen Kurzschluss verursachen würde?
--> Der Kurzschluß ist genau der Sinn der Sache. Damit simulierst Du eine Signalquelle bzw. einen Tonabnehmer mit Null Ohm Quellwiderstand. Mit diesem Test kann man ausschließen bzw. nachweisen, daß das Kabel irgendwo gebrochen ist. Wenn es innen einen Bruch hat, wird es auch mit dem Kurzschluß noch brummen, wenn das Kabel als solches okay ist, wird es mit dem Kurzschluß ruhig sein.

A: Wenn das Kabel im Tonarm eingebaut ist kannst Du das gleiche mit den Clips machen, die man am Tonabnehmer anschließt.
---> Diesen Schritt verstehe ich leider nicht.
--> Die Frage erübrigt sich jetzt, da Du ja jetzt bestätigt hast, daß Du das Kabel vom Tonarm abgenommen ist.

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#10 erstellt: 06. Mrz 2014, 23:44
Hallo Andreas,

jetzt verstehe ich! Werde ich dann ausprobieren und Dich wissen lassen wie das Ergebnis ist!

Danke Dir!

Viele Grüße,
Bastian
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#11 erstellt: 07. Mrz 2014, 17:49
Hallo Andreas,

das Kabel ist in Ordnung. Bei Kurzschuss auch ohne Massekabel kein Brummen...

Der Verstärker hat bisher keine Probleme verursacht. Kann es aber an ihm liegen? Wenn ja, welche Ursache kann bestehen? Der Umzug war nur die Strasse runter. Habe den Verstärker die 200 m wie ein rohes Ei getragen. Da er vorher tadellos funktionierte frage ich mich, ob es etwas mit der neuen Wohnung zu tun haben kann. Habe aber wie gesagt mehrere Steckdosen ausprobiert (die aber wahrscheinlich alle am gleichen Kreislauf hängen), sowie die Anlage zumindest einen Meter verschoben. Keine Besserung...

Das nervt. Dreher ist einsatzbereit und jetzt das....

Viele Grüße,
Bastian
akem
Inventar
#12 erstellt: 07. Mrz 2014, 19:50
Wenn es was grundsätzliches wäre, müßten alle anderen Quellen auch brummen. Das einzige, was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte, wäre ein Wackelkontakt an der Cinchbuchse des Verstärkers. Sowas hatte ich (auch nach einem Umzug...) mal an einem Verstärker, da war die Lötstelle des Masseanschlusses der Cinchbuchse gebrochen. Das hat dann auch hübsch gebrummt...

Kauf mal ein Multimeter und dann mach mal folgende Messungen:
- Miß den ohmschen Widerstand des Tonabnehmers (beide Kanäle: rot auf grün und weiß auf blau); vielleicht hast Du beim Umzug per ESD den Tonabnehmer "geschossen", die Rega-Masseführung ist dafür prädestiniert (schau mal im Datenblatt des Tonabnehmers nach Gleichstromwiderstand bzw. DC-Resistance, die Widerstandsmessung muß einen Wert geben, der in der Nähe liegt. ACHTUNG: die Drähte im Tonabnehmer sind extrem dünn und schnell geschossen; halte daher die Meßleitungen nur ganz kurz (<1sec) an die Pins des Tonabnehmers! Wertabweichungen vom Datenblatt sind in gewissem Rahmen normal (erstens Exemplarstreuungen und zweitens Meßtoleranzen).
- dann Tonabnehmer anstecken (also die Pins aufstecken) und dann vom Cinchstecker des Rega-Kabels aus messen. Innenleiter auf Außenleiter und das auch auf beiden Kanälen; der gemessene Wert muß in der gleichen Größenordnung liegen.
- dann Verstärker ausschalten und an den Cinchbuchsen reinmessen. Ein Meßkabel an den Außenring der Cinchbuchse und eines innen reindrücken (etwa 0,5 bis 1cm weit, dabei an die Seite drücken, irgendwo ist der Kontakt). Dabei mußt Du einen Wert von rund 47 Kiloohm messen. Wenn da nix ist, dann ist vielleicht eine Lötstelle gebrochen oder noch schlimmeres.

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#13 erstellt: 08. Mrz 2014, 22:13
Hallo Andreas,

Multimeter ist bestellt.

Melde mich, wenn ich die Werte habe!

Danke und sonniges Wochenende!

Bastian
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#14 erstellt: 23. Mrz 2014, 14:32
Hallo Andreas,

mein Regatonarm ist ein RB 101. Würde sich im Falle des Falles überhaupt eine Tonarmneuverkabelung rechnen? Stelle mir das nicht einfach vor...

Liebäugel mit dem RB 303. Diesen würde ich neu verkabeln. Habe vorher nicht mit Cardas gearbeitet. Das machte das Ganze sehr instabil.

Habe bei einem Phono Höcker einen Transrotor Tonarm von 800 auf 400 € reduziert gesehen. Konnte das Typenschild aber nicht lesen. Denke aber das allein der Name den Aufschlag gegenüber einem Jelco ausmacht, oder? Als Laie frage ich micht auch, inwiefern ein nicht Rega Arm in die Bohrung passt, bzw. ob abweichende Maße eine andere Anordung notwendig machen (denke aber nicht dass jeder Tonarm gleich eine neue Bohrung/ Abstand benötigt). Zudem frage ich mich, ob die Haube des Drehers dann noch schließt. Beim Rega Arn waren noch 3mm nach oben hin Luft...

Danke für Deine Antwort, habe hier schon gelesen, dass Du einen RB 303 verkabeln wolltest. Das Lager ist wohl das sprichwörtliche Bottleneck. ;-)

Habe die letzten Wochen das Thema Dreher verdrängt, da ich leicht gefrustet bin auf den letzten Metern von einem nicht erwarteten Problem eingeholt zu werden...

Wünsche Dir einen schönen Sonntag!

Bastian
akem
Inventar
#15 erstellt: 23. Mrz 2014, 15:03
Laß lieber die Finger vom RB303. Ich hab erst neulich einen geschrottet. Beim 101 kein Problem, beim 25x auch kein Problem. Bei den 30x aufwärts: vergiß es. Wenn Du da das falsche machst ist er hin. Und den dann wieder hin zu kriegen ist richtig schei**. Das Glump ist alles geklebt...

Bei dem Transrotor-Arm sollte man wissen, welcher es ist. Ist es der Rega-Ableger oder der Jelco-Ableger?
Die Basen der beiden sind nicht kompatibel. Der Rega wäre für MM besser, der Jelco ist für MC besser. Und beim Jelco besteht eigentlich keine Gefahr von Brummen...

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#16 erstellt: 23. Mrz 2014, 17:45
Hallo Andreas,

danke für Deine schnelle Antwort. D.h. eine /Tonarmneuverkabelung beim RB 101 ist Deiner Meinung nach auch für Laien machbar? Wenn ich den defekten RB 101 bei Ebay loswerden will (was schade wäre, da er erst 3/4 Jahr alt ist) wird´s dafür nicht viel geben. Da ich den 101 zuletzt mit nem Ortofon Red gehört habe, ist da abe noch Luft nach oben. Den Blue soll er noch gut rüberbringen. Scheue mich (vielleicht verständlich) zu schnell vom alten Tonarm abzulassen. Wohl wissend, dass ne Tonarmverkabelung etwas für Fast-Profis ist. Allerdings sind 400 € auch nicht eingeplant gewesen für nen neuen Tonarm.

Fazit: Wenn Du meinst, dass der 101 halbwegs pflegeleicht in der Verkabelung ist, würde ich es vorher probieren. Kaputt machen kann ich nicht mehr viel... (Wenn ja, wüßte ich gerne, welche Verkabelung, etc. Du empfehlen könntest, sowie gerne Tipps für eine erfolgreiche Umsetzung).

Vielen Dank und ebensolche Grüße!

Bastian
akem
Inventar
#17 erstellt: 23. Mrz 2014, 19:11
http://www.krishu.de/rega-tonarm-mods/

Hier findest Du fast alles, was Du wissen mußt. Der RB101 sollte ziemlich identisch aufgebaut sein. Eine Feder an der Seite mit Auflagekraftskala hat er ja nicht, oder?

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#18 erstellt: 23. Mrz 2014, 20:29
Hallo Andreas,

nein, eine Feder gibt es beim 101 nicht.

Da ich im "Feinlöten" nicht bewandert bin. Was hältst Du von dieser Lösung?

http://www.ebay.de/i...ash=item461b6e5c32##

Ist das Einstellen des Lagers danach sehr tricky?

Würde das sonst tatsächlich versuchen. Vielleicht steht mir das Anfängerglück bei... ;-)

Viele Grüße,
Bastian
akem
Inventar
#19 erstellt: 23. Mrz 2014, 23:07
Um das Kabel von vorne einzuschieben mußt Du die Achse für das Gegengewicht herausschrauben. Das ist zwar ein Schraubgewinde, aber es wird zusätzlich geklebt. Je nachdem wie viel Kleber da drin ist, kann es verflixt schwierig sein, die Achse da raus zu kriegen. Bei meinem RB250 war es pippifax, ein RB303 hat mich zur Verzweiflung getrieben und ich hab dabei sogar die Lager geschrottet...
Also Armrohr ausbauen, Gummistopfen raus (da, wo das Kabel aus dem Arm rauskommt und wo es in die Basis reingeht - Rega ist zwar der Meinung, daß die zwei notwendig sind, um ein Durchscheuern der Kabel an der Stelle zu verhindern, aber ich denke, es geht auch ohne...). Dann Gegengewichtsachse raus drehen, mit ner Zirkelnadel den Plastikstopfen herauspopeln, der vorne am Headshell so ne Art Zugentlastung darstellt. Dann das Kabel rausziehen und das neue Kabel von vorne einschieben. Am Ende des Rohres mit einer Pinzette, die man von hinten einschiebt, das Kabel durch die Öffnung nach unten rausschieben. Dann das Kabel durch den Sockel schieben (Massekabel nicht vergessen!) und den Arm wieder in der Gabel mit den Seitenschrauben fixieren. Zunächst ist es noch egal, wie fest die Schrauben sind.
Dann unten den Stecker verlöten und in den Sockel einbauen.
Dann die beiden Lagerschrauben so verschrauben, daß der Tonarm zwar noch kein Spiel hat, aber die Kugellager so leicht wie irgendmöglich laufen. Wenn der Arm ausbalanciert ist sollte er bei geringster Zusatzlast schon "nicken". Richtig gute Arme reagieren schon auf einen Schnipsel Papier 1cm x 1cm.

Aber noch eine generell Warnung: zum Anschluß brauchst Du dann ein Tonarmkabel mit 5-pol DIN-Buchse auf Cinch. Solche Kabel sind nicht billig... Und: Du brauchst eines mit einem möglichst kurzen gewinkelten Stecker. Aber selbst dann kann es Dir passieren, daß Du den Dreher "aufbocken" mußt... Von daher wäre es nicht die schlechteste Idee, das originale Cinchkabel beizubehalten. Du kannst das neue Innenkabel auch da anlöten. Nur das Massekabel mußt Du verlängern, mit einer Zugentlastung versehen und in den Gummipömpel der Rega-Zugentlastung eine kleine Rille einfeilen. Da verlegst Du dann das Massekabel nach draußen.

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#20 erstellt: 23. Mrz 2014, 23:50
Hi Andreas,

ich werde dann, bevor ich die Innenverkablung bestelle, erstmal den Arm demontieren (dabei viele Fotos machen, um das Ding nacher wieder in den Ursprungszustand zurück zu versetzen). Bei der Verkabelung wollte ich mit meinen selbst konfektionieren Kabeln arbeiten. Die sind von guter Qualität. Werde dafür die Tonarmkabel an RCA/XLR Adapter (so heißen die glaube ich) anlöten. Mir sind beim Zusammenbauen des Drehers immer die Lötstellen trotz bestmöglich Zugentlastung gebrochen (war direkt Kabel an Kabel gelötet...). Vom Platz ist das ein kluger Hinweis von Dir. Mein Dreher Marke Eigenbau ist von den Dimensionen wie ein Linn LP 12 (etwas höher). Im inneren des Drehers habe ich etwas mehr Platz als normal unter den Regas.

Du hast geschrieben:

Dann unten den Stecker verlöten und in den Sockel einbauen.
---> Meintst Du den 5 poligen Rega Stecker?

Du hast geschrieben:
Und: Du brauchst eines mit einem möglichst kurzen gewinkelten Stecker. Aber selbst dann kann es Dir passieren, daß Du den Dreher "aufbocken" mußt...
---> Das werde ich mir noch mal genau anschauen. Im Zweifelsfall anwinkeln. Kann keine gebrochen Lötstellen mehr sehen ;-)

Nochmals danke. Wenn ich den Arm demontiert habe, bin ich schon etwas schlauer. Noch mal abschließend: Lieber eine Van den Hul MSS-7 Tonarm-Innenkabel, oder das Set aus UK? Beim Van den Hul müßte ich die Teile die fehlen nachkaufen. Das wäre dann eben so. Außerdem ist mein normaler Lötkolben dann vielleicht nicht fein genug, oder? Gerade die Lötstellen zur Nadelvorrichtung scheinen filligran zu sein.

Dir einen guten Start in die Woche!

Viele Grüße und nochmals danke,
Bastian
akem
Inventar
#21 erstellt: 24. Mrz 2014, 09:07

Dreher_Marke_Eigenbau (Beitrag #20) schrieb:
Du hast geschrieben:

Dann unten den Stecker verlöten und in den Sockel einbauen.
---> Meintst Du den 5 poligen Rega Stecker?

Du hast geschrieben:
Und: Du brauchst eines mit einem möglichst kurzen gewinkelten Stecker. Aber selbst dann kann es Dir passieren, daß Du den Dreher "aufbocken" mußt...
---> Das werde ich mir noch mal genau anschauen. Im Zweifelsfall anwinkeln. Kann keine gebrochen Lötstellen mehr sehen ;-)

Nochmals danke. Wenn ich den Arm demontiert habe, bin ich schon etwas schlauer. Noch mal abschließend: Lieber eine Van den Hul MSS-7 Tonarm-Innenkabel, oder das Set aus UK? Beim Van den Hul müßte ich die Teile die fehlen nachkaufen. Das wäre dann eben so. Außerdem ist mein normaler Lötkolben dann vielleicht nicht fein genug, oder? Gerade die Lötstellen zur Nadelvorrichtung scheinen filligran zu sein.


Ich meine den 5-poligen Stecker, der in dem Bild mit abgebildet ist.
Zu diesem Stecker gibt es von Cardas auch das Gegenstück zu kaufen. Wenn Du den Dreher in einem geschlossenen Gehäuse hast, spricht nichts dagegen, mit diesem gehäuselosen Gegenstück zu arbeiten und von dort aus an Cinchbuchsen zu gehen, die dann in der Zarge eingebaut sind. Sind halt dann etwas viele Übergänge (wogegen manche Leute "allergisch" sind, aber ich hab da noch nie irgendwelche Klangunterschiede ausmachen können. Da dürften schon die Exemplarstreuungen von Tonabnehmern größer sein...
Das Kabel in dem Link ist das Cardas AWG33. Mag ich gerne, ist verhältnismäßig leicht abzuisolieren, ist paarweise verdrillt und dann nochmal als Ganzes verdrillt. Ist so ziemlich das störfesteste was Du Dir wünschen kannst. Van den Hul Kabel sind halt nur einzelne Litzen und EMV-mäßig offen wie ein Scheunentor (was aber im Normalfall trotzdem problemlos funktioniert - Abermillionen von Plattenspielern wurden und werden so bestückt). Und Vorsicht: es gibt zwei Tonarm-Innenkabel von ihn. Das Teurere davon ist de facto unbrauchbar, bricht verflixt schnell und die Isolierung ist in Nullkommanix an anderen Teilen durchgescheuert. Das Billigere davon sollte da besser sein, auch wenn ich es noch nie verarbeitet habe (bzw. das versucht habe).

Gruß
Andreas
Dreher_Marke_Eigenbau
Neuling
#22 erstellt: 24. Mrz 2014, 22:58
Hallo Andreas,

danke für Deinen Rat! Dann werde ich das Abenteuer Tonarmverkabelung in Angriff nehmen. Drück die Daumen!

Viele Grüße,
Bastian
HP-UX
Stammgast
#23 erstellt: 25. Mrz 2014, 08:27
Hallo Bastian,

Ich würde die Finger davon lassen.
Eine neue Tonarm "innen" Verkabelung bringt fast immer eine Veränderung.
Stichwort: Entlastungsschleife !

Damit veränderst du u.U. die komplette Konstruktion deines Tonarmes.

Gruß
Martin
akem
Inventar
#24 erstellt: 25. Mrz 2014, 10:09
"Auf Zug" darf man es natürlich nicht verlegen. Es muß schön locker verlegt sein und es darf nicht irgendwie verdreht werden, sonst bringt man das Antiskating durcheinander.

Gruß
Andreas
HP-UX
Stammgast
#25 erstellt: 25. Mrz 2014, 10:48
Es darf nicht nur nicht auf Zug verlegt werden, sondern auch die Reibung und Bewegung der Einzeladern muss definiert sein. Wie lang muss die "Entlastungsschleife" sein, um die Drehbewegung auszugleichen?
Welchen Widerstand verursacht das neue Kabel vs. Original Kabel beim Drehen?

Fragen über Fragen???

Also ich bastel ja auch schon gerne an den Drehern, aber das würde ich mir nicht zutrauen, zumal ich auch keine geeigneten Messmittel habe um die "richtige Verlegung" zu überprüfen.

Gruß
Martin
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