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Ortofon 2M Bronze -> zu viel erwartet?

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Reality2000
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 17. Mrz 2014, 12:47
Hallo Forum!

Ich höre nun seit gut einer Woche meine Platten mit einen Ortofon 2M Bronze. Zuvor hatte ich an meinem Technics SL-2000 den original National/Panasonic 270C-II am laufen.

Was stört mich konkret?

Der Klang mit dem 270C-II war insgesamt sehr warm, stimmig, freundlich. Aber auch etwas dumpf, nur wenig Höhen. Sehr mittenbetont, aber nicht nervig. Angenehm bei z.B. Vocal-House. Es fehlten nur die Höhen...

Ich bin dann zum 2M Bronze gewechselt... WOW! Ich bin überrascht, wie digital analog klingen kann! Frisch, luftig, präzise, vor allem dieser Hochton! Ich bin baff und hätte nie gedacht, daß so viel Hochton im Vinyl stecken kann! Eigentlich top!

Aber: Untenrum fehlts am Klang total, fas so, als hätte einer (bespielsweise) bei 60Hz abgeschnitten.

Nun meine Fragen dazu: Fehlts dem Bronze grundsätzlich am Tiefton? Auflagegewicht und AS sind korrekt abgestimmt. Oder habe ich zu viel erwartet? Oder könnte das System einen Defekt haben?

Was meint ihr? Was wäre eine gleichwertige Alternative, welche mindestens so brilliant im Hochton auflöst, aber auch nen knackigen Tiefton zaubert?

Danke und Gruß

sascha
enexur
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 17. Mrz 2014, 13:44
Also das 2m Bronze ist kein Basswunder tonal ist es für mich eher zu Hell. Im Bassbereich hat mir aber eigentlich nichts gefehlt. An was für einem Vorverstärker hängt das 2m Bronze? Die eher Preiswerten Modelle klingen gerne mal etwas Dünn.
Als Alternative kann ich das Audio Technica AT33 PTG/II empfehlen. Das ist aber eine MC System. Es kommt tiefer aber es klingt aber etwas Neutraler und hat nicht den etwas angehobenen Hochtonbereich des 2m Bronze. Es kostet aber etwa doppelt so viel wie das Bronze. Evtl . auch das AT150 MLX das ist in der Preisklasse des 2m und macht praktisch alles besser wie das AT440Mla. Vorausgesetzt der Tonarm von dem Technics Dreher passt. Den Dreher kenne ich nicht und kann entsprechend nix zum Tonarmgewicht sagen. Beide Audio Technicas benötigen mittelschwere bis schwere Tonarme.


[Beitrag von enexur am 17. Mrz 2014, 13:54 bearbeitet]
Albus
Inventar
#3 erstellt: 17. Mrz 2014, 14:18
Tag,

da liegt es nahe, zunächst die Klangregler zur Korrektur zu verwenden. Beispielsweise Bass +2 (Absicht: Anteile <100 anheben), Treble -1 (bei den üblichen 5 Stufen +/-). Und auch eine Probe auf "tragfähige Bassregion?" machen, zum Zweck dann Treble -4 - Bassregion da oder nicht da?

Freundlich
Albus
akem
Inventar
#4 erstellt: 17. Mrz 2014, 14:56
Wenn es untenrum "wie abgeschnitten" klingt würde ich erstmal auf ein ungünstig ausgelegtes Subsonic-Filter tippen. Schaut mal in der Bedienungsanleitung der Phonostufe bzw. des Verstärkers, ob da ein Subsonicfilter drin ist und ob man den evtl. deaktivieren kann. Subsonicfilter sollten eigentlich nur subsonischen Müll unter 20Hz dämpfen. Leider legen viele Hersteller diese Filter so aus, daß sie schon im Hörbereich abschneiden.
Ansonsten sind Ortofon-Systeme tonal relativ ausgewogen und neutral. Daß im Baß was fehlt kommt da eigentlich nicht vor.

Gruß
Andreas
Reality2000
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 17. Mrz 2014, 15:51
Vorverstärker ist ein V90-LPS von Musical Fidelity.
selbstbauen
Inventar
#6 erstellt: 17. Mrz 2014, 15:58
Hallo Sascha,

bei mir habe ich festgestellt, dass die 2M's recht launisch auf den kapazitiven Abschluss reagieren. Ortofon sagt, sie müssten mit 150 bis 300 pF abgeschlossen werden. Nimmt man das Kabel mit etwa 100 pF an, so müssten etwa 100 pF bis 200 pF als Kondensatoren im Eingang des Verstärkers dazu geschaltet werden.

Ohne diese Zusatzkondensatoren klangen meine 2M's recht spitz und sehr scharfem S. Daher erscheint dann der Bass schwach, weil man die Lautstärke eher nach den höheren Frequenzen wählt. Ich habe letztendlich 180 pF dazu geschaltet.

Gruß
sb

Nachtrag: Grad sehe ich deinen Vorverstärker. Ein Rezensent sagt: Eingangskapazität von 128pF.
Wenn das Kabel eine niedrige Kapazität aufweist, dann ist das zu wenig.
sb


[Beitrag von selbstbauen am 17. Mrz 2014, 16:02 bearbeitet]
akem
Inventar
#7 erstellt: 17. Mrz 2014, 16:10
Naja, 128pF plus runde 100pF für's Cinchkabel plus noch ein bischen was für die Tonarm-Innenverkabelung, da kommt man schon über 250pF. Schaltet man nochmal 100pF parallel dazu hat man doch schon zu viel...

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 17. Mrz 2014, 17:28
Salute !

Ich vermute eher, daß das Technics für eine merkliche Überbetonung in den Tiefen in einem bestimmten Frequenzbereich sorgte, welche nicht durch die nachgeschaltete Elektronik nebst Boxen ausgeglichen wurde.

Selbstverständlich liegen in jeglicher Hinsicht Welten zwischen beiden Systemen und das Bronze ist das audiophilere.

Es könnte sein, daß sich hier wieder einmal eine Kombination aus Plattenspieler und System ergeben hat, die nicht harmonisch klingt und damit eine Fehlinvestition bzgl. des Systems zeigt. Das Ergebnis wird bei vielen anderen Plattenspielern ganz anders sein, selbst wenn man die möglichst passende Abschlußkapazität nicht erreicht hat.

In diesem beschriebenen Fall zeigt sich einmal wieder, daß eine Systemempfehlung nur eine grobe Richtung zur Orientierung darstellen kann. Ich hatte z. B. noch nie einen SL-2000 und kann deshalb nix konkretes dazu sagen. Tendentiell ... hätte ich von einem Bronze abgeraten.

Also: Am Baßregler drehen oder einen anderen Pladdenspüler kaufen !

MfG,
Erik
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 17. Mrz 2014, 20:14
Hi,


Wuhduh (Beitrag #8) schrieb:
Salute !

Ich vermute eher, daß das Technics für eine merkliche Überbetonung in den Tiefen in einem bestimmten Frequenzbereich sorgte, welche nicht durch die nachgeschaltete Elektronik nebst Boxen ausgeglichen wurde.


das vermute ich auch.
Ein klarer, präziser Bass klingt ggü. einem aufgeblähten, massiven Bass zunächst einmal ziemlich schlank.
Wenn dann noch die anderen Komponenten diese Charakteristik betonen, dann ..
Reality2000
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 26. Mrz 2014, 10:08
Hallo zusammen!
Nun melde ich mich auch noch einmal zu Wort.

Gestern habe ich konzentriert noch einmal Musik mit dem 2M gehört und dabei festgestellt, daß nicht zwingend die unteren Frequenzen fehlen, vielmehr der Klang an sich stark verzerrt ist. Es erinnerte mich daran, wenn man Musikkassetten damals bei der Aufnahme zu stark ausgesteuert hat.

Einzig der mittlere Bereich klingt okay. Zusammenfassend: Hochton stark verzerrt, fast zu laut. Tiefton nur ganz wenig vorhanden.

Mein Verdacht: Ich habe den Tonabnehmer gebraucht erworben mit angegebenen 200 Stunden Laufzeit. Entweder ist die Nadel fertig oder ich habe den Tonabnehmer völlig falsch jusitiert.

Was meint ihr?

LG Sascha
elchupacabre
Inventar
#12 erstellt: 26. Mrz 2014, 10:08
Falsch justiert, selbst bei 200 Stunden Spielzeit hast du nicht solche Defizite.
2xmono
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 26. Mrz 2014, 12:12
Öhm, ich kenn weder den Plattenspieler noch das Ortofon aber wen's verzerrt solte man die Parameter überprüfen.
Ich geh dabei wie folgt vor:
1. Diamant penibelst sauber und nicht verschlissen
2. Azimut i.O.? ( Spiegelprüfung)
3. einstellen nach einer Schablone ( welche Schablone ist Geschmacksache)
4. Vertikaler Abtastwinkel i.O.? ( Nadel sollte senkrecht oder leicht nach vorne kippen)
ansonsten lege ich meisst etwas unter, wen man die Tonarmhöhe nicht verstellen kann.
5. Platte gereinigt und intakt.
6. Elektrischer Abschluss i.O. (Potenzialausgleich geschaffen, Kapazität, Widerstand)

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