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Welcher Phono-Pre als Ersatz für Cambridge 640p?

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Autor
Beitrag
alexfra
Inventar
#1 erstellt: 01. Jul 2014, 06:37
Hallo!

Offenbar hat mein Cambridge 640p den Umzug nicht überlebt. Zumindest macht er keinen Mucks mehr. Nur die LED leuchtet
Das ist eine gute Gelegenheit für ein Upgrade.

Die relevanten Geräte:
Pro-Ject RPM 5.1
Goldring 1042 (MM)
Marantz AV7701

Die genutzte Vorstufe besitzt zwar einen Phono-Eingang, ich hätte aber gern ein externes Gerät.
Mit dem Cambridge war ich im Grunde zufrieden, allerdings war mir der Klang eine Idee zu hell.

Der neue Pre sollte besser als der Cambridge sein. Preisliche Obergrenze würde bei etwa 400€ liegen.
Der Pre sollte nach Möglichkeit für MM und MC geeignet sein.
Impedanz / Kapazität sollten auf jeden Fall einstellbar sein.

Geräte die ich spannend finde (aber auf dem Gebiet kenne ich mich nicht gut aus):
Trigon Vanguard II
Clearaudio Smartphone V2 (wahrscheinlich zu teuer)
Pro-Ject Phono Box DS(+)

Ich freue mich über Hilfe und Vorschläge!


Viele Grüße
Alex


[Beitrag von alexfra am 01. Jul 2014, 06:40 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 01. Jul 2014, 07:13
Hallo!

Es ist auf jeden Fall sinnvoll sich einen der anpassbaren externen Entzerrer zuzulegen da ein solches Gerät bei schon vorhandenem internen Phonoteil ehrlich gesagt ansonsten eigentlich ziemlich überflüssig ist und allenfalls etwas Flexiblität bei der Plattenspieler-Aufstellung bringt.

Gerade bei einem Goldring-Magnettonabnehmer der ohnehin von der Anschlußkapazität her gesehen recht kritisch ist bringt ein Gerät mit Kapazitätsanpassung ernorme Vorteile wenn es deutliche Abschlüsse unter 100 Pikofarad zuläßt da hier von dem Tonabnehmer Gesamtkapazitäten von 150-200 Pikofarad gefordert werden und dad Phonokabel zusammen mit der Tonarmverdrahtung schon Werte aufweisen kann die bei 120-150 Pikofarad liegen können.

Also würde ich an deiner Stelle ohne wenn und aber auf einen Trigon Vanguard (gebraucht) oder auf einen Trigon Vanguard II (neu oder gebraucht) setzen.

MFG Günther
alexfra
Inventar
#3 erstellt: 01. Jul 2014, 07:45
Hallo!

Stimmt. An Dinge wie Eingangskapazität hatte ich gar nicht gedacht.

Das ist bei mir eh sehr kritisch.

Momentan komme ich leider nicht drum herum, ein sehr langes Phonokabel zu verwenden. (Neugierige Kleinkindhände...).

Ich habe das Sommer Carbokab im Einsatz. Welche Kapazität ist hier relevant? Ader/Ader (46pF/m) oder Ader/Schirm (90pF/m)?
Bei meinen 2,5m kommt da schon einiges zusammen.
Von daher sollte die Einstellbare Eingangskapazit der Vorstufe möglichst gering ausfallen.
Der Vanguard II hat als minimale Einstellung irgendwas zwischen 107 und 147pF (Laut BDA eingestellte Kapazität + Grundkapazität 60-100pF).
Wenn dann noch das Tonarmkabel hinzukommt, liege ich ja schon deutlich über den idealen Werten des Tonabnehmers.

Wenn ich es richtig sehe, haben die genannten Pro-Ject Pres 47pF als minimale Kapazität. Müsste dann doch eigentlich besser passen?
Gibt es andere bezahlbare Vorstufen, die noch niedrigere Eingangskapazitäten als der Vanguard II bieten?


Viele Grüße
Alex


[Beitrag von alexfra am 01. Jul 2014, 08:07 bearbeitet]
akem
Inventar
#4 erstellt: 01. Jul 2014, 08:46
Die Aikido vom Otto. Ist zwar eher unbekannt, aber dennoch sehr gut. Aber klanglich leider auch ein bischen auf der hellen Seite. Aber dafür kannst Du damit bis auf gerade mal 5pF runterkommen.

Aber versuche doch einfach, das Phonokabel sehr kurz zu halten und die Phonostufe direkt am Dreher zu platzieren. Die Ausgangskabel der Phonostufe richtung Verstärker dürfen dann ruhig 3m lang sein.

Daß eine Phonostufe beim Umzug kaputt geht, glaube ich eher nicht. Da müßte die schon irgendwo runtergefallen sein. Bestenfalls ein Wackelkontakt an einer Cinchbuchse, der beim Einstecken eines Steckers entstanden ist. Wackel doch da mal ein bischen rum - tut sich da was? Sind die Kabel okay oder ist da vielleicht ein Knick oder eine Quetschung entstanden?

Gruß
Andreas
alexfra
Inventar
#5 erstellt: 01. Jul 2014, 08:52
Hallo!


akem (Beitrag #4) schrieb:
Die Aikido vom Otto. Ist zwar eher unbekannt, aber dennoch sehr gut. Aber klanglich leider auch ein bischen auf der hellen Seite. Aber dafür kannst Du damit bis auf gerade mal 5pF runterkommen.


Das Gerät werde ich mir mal (virtuell) anschauen.


akem (Beitrag #4) schrieb:

Aber versuche doch einfach, das Phonokabel sehr kurz zu halten und die Phonostufe direkt am Dreher zu platzieren. Die Ausgangskabel der Phonostufe richtung Verstärker dürfen dann ruhig 3m lang sein.


Siehe oben. Das geht leider momentan nicht. Der Dreher steht auf einer Wandplattform und die Phonostufe etwas weiter weg im Schrank. In ein paar Jahren wird sich das Problem lösen lassen.


akem (Beitrag #4) schrieb:

Daß eine Phonostufe beim Umzug kaputt geht, glaube ich eher nicht. Da müßte die schon irgendwo runtergefallen sein. Bestenfalls ein Wackelkontakt an einer Cinchbuchse, der beim Einstecken eines Steckers entstanden ist. Wackel doch da mal ein bischen rum - tut sich da was? Sind die Kabel okay oder ist da vielleicht ein Knick oder eine Quetschung entstanden?


Fand ich auch merkwürdig. Die Kabel sind es nicht, das hatte ich als erstes ausprobiert. Auch ein Ruckeln an den Steckern brachte nichts. Und wie gesagt: Die LED der Phonostufe leuchtet. Das Netzteil kann es also auch nicht sein.


Viele Grüße
Alex
akem
Inventar
#6 erstellt: 01. Jul 2014, 09:02
Was hindert Dich daran, die Phonostufe mit auf die Wandplattform zu stellen? Wenn das Brett zu klein ist, besorg Dir halt ein größeres...

Gruß
Andreas
alexfra
Inventar
#7 erstellt: 01. Jul 2014, 09:36
Das Brett ist eine Pro-Ject Ground It Basis und soll auch weiterhin optisch was her machen.
Eventuell könnte ich noch probieren den Pre unter die Basis zu hängen.

Aber das ist hier ja eigentlich auch gar nicht Thema.


Viele Grüße
Alex
andre11
Inventar
#8 erstellt: 01. Jul 2014, 09:55

alexfra (Beitrag #1) schrieb:
...Cambridge 640p...Goldring 1042...Klang eine Idee zu hell...

In dieser Kombination kein Wunder.
Wie schon geschrieben, sind die Goldring ziemliche Zicken was die Kapazität angeht, also ist eine Anpassmöglichkeit Pflicht.
Ich habe ein 1042 zusammen mit einem (auch schon vorgeschlagemen) Trigon Vanguard II - das funktioniert vorzüglich.
Kabel bis zur Phonostufe kurz (1 m) halten, danach ist egal.
Phonostufe zur Not hochkant stellen?
alexfra
Inventar
#9 erstellt: 01. Jul 2014, 09:59

andre11 (Beitrag #8) schrieb:
In dieser Kombination kein Wunder.
Wie schon geschrieben, sind die Goldring ziemliche Zicken was die Kapazität angeht, also ist eine Anpassmöglichkeit Pflicht.
Ich habe ein 1042 zusammen mit einem (auch schon vorgeschlagemen) Trigon Vanguard II - das funktioniert vorzüglich.
Kabel bis zur Phonostufe kurz (1 m) halten, danach ist egal.
Phonostufe zur Not hochkant stellen?


Danke für Deinen Erfahrungsbericht.
Dann passt die Trigon-Stufe also. Sehr schön.

Hochkant stellen wäre eine Idee. Oder, wie gesagt, ich könnte versuchen sie unter die Plattform zu schrauben. Kannst du mir vielleicht sagen, wie lang das Netzteilkabel ist? Ist ja leider kein Standardstecker dran.


Viele Grüße
Alex
andre11
Inventar
#10 erstellt: 01. Jul 2014, 10:44
Ja, passen tut sie!
Vom Aikido hört man aber auch nur Gutes - in der Hand gehabt habe ich sie noch nicht.

Das Kabel... ja, das ist lang.
So genau kann ich das gar nicht sagen, weil es schon viele Jahre zusammengerollt im Schrank liegt.
Vom eigentlichen Netzteil (Größe in etwa wie ein Laptop-Netzteil) bis zum Gehäuse sind es bestimmt 1,5m.
Zwischen Steckdose und Netzteil ist es dann aber wieder ein Standardkabel (Kaltgerätekabel) und die gibt es ja in diversen Längen.
alexfra
Inventar
#11 erstellt: 01. Jul 2014, 10:46
Ich werde mal bei Trigon nachfragen. Die sollten ja wissen, wie lang ihr Kabel ist ;-)

Grüße
Alex
DVDMike
Inventar
#12 erstellt: 01. Jul 2014, 11:59
Hi,

mit 399 Euro würde der ifi-iphono ja genau in Dein Budget passen:

http://www.ifi-audio.de/iFi-Micro/iPhono::2.html

Laut Tests muß das Teil genial sein für den Preis. Ich überlege schon die ganze Zeit, mir den zuzulegen, ist aber leider etwas über meinem Budget.

Gruß,
Michael
Pilotcutter
Administrator
#13 erstellt: 01. Jul 2014, 12:18

alexfra (Beitrag #11) schrieb:
Ich werde mal bei Trigon nachfragen. Die sollten ja wissen, wie lang ihr Kabel ist ;-)


Ich habe den Vanguard II daheim (auch Nachfolger vom CA 640P), ich kann nachher mal schauen und messen. Empfehlen würde ich ihn auch und mitunter bekommt man ihn etwas günstiger, wie <<< HIER >>>.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 01. Jul 2014, 12:19 bearbeitet]
andre11
Inventar
#14 erstellt: 01. Jul 2014, 12:23
So teuer ist der inzwischen?????
Pilotcutter
Administrator
#15 erstellt: 01. Jul 2014, 12:41
Ich wollt's nicht sagen. Ich habe meinen auch noch für € 299,00 gekauft und das ist vielleicht 2 Jahre her.
alexfra
Inventar
#16 erstellt: 01. Jul 2014, 12:41

Pilotcutter (Beitrag #13) schrieb:
...ich kann nachher mal schauen und messen.


Das wäre super.
Danke!

Momentan reizt mich am Aikido, dass noch eine deutlich geringere Kapazität als am Vanguard eingestellt werden kann.


Grüße
Alex
andre11
Inventar
#17 erstellt: 01. Jul 2014, 16:11

alexfra (Beitrag #16) schrieb:
...deutlich geringere Kapazität als am...

Ja, man könnte tatsächlich noch mehr die Kabelkapazität abfangen.
Aber ob das Sinn macht?
Kabel vom Dreher zur Phonostufe gehören kurz.
Mit längeren Kabeln fängt man sich nur zu schnell andere Probleme ein.

Aber stimmt schon - je mehr Anpassung möglich ist, umso besser. Lieber haben als brauchen!

@ Olaf: Superpreis
Ich war mit meinen 320 schon sehr zufrieden.
Pilotcutter
Administrator
#18 erstellt: 01. Jul 2014, 16:34
Alex, der Stromanschluss des Vanguard II besteht aus einem Kaltgerätekabel mit ca. 30 cm Länge als Netzteil Input und vom Netzteil zum Gerät selbst geht's weiter mit einem 200 cm Kabel mit CAT Stecker.

Gruß. Olaf
akem
Inventar
#19 erstellt: 01. Jul 2014, 17:52

alexfra (Beitrag #16) schrieb:

Momentan reizt mich am Aikido, dass noch eine deutlich geringere Kapazität als am Vanguard eingestellt werden kann.


Im Prinzip kann man jeden Phonoeingang seiner zugeschalteten Eingangskapazität berauben. Dann kommen auch solche Werte dabei raus. Wäre auch bei Deiner Cambridge möglich, wenn sie's denn noch tun würde...
Im Worst Case könnte es dann nur passieren, daß sich irgendwelche HF-Störungen ins Gerät mogeln und dort etwas Unheil anrichten (z.B. Empfang des "berühmten" Radio Eriwan...).

Gruß
Andreas
alexfra
Inventar
#20 erstellt: 02. Jul 2014, 06:29

Pilotcutter (Beitrag #18) schrieb:
Alex, der Stromanschluss des Vanguard II besteht aus einem Kaltgerätekabel mit ca. 30 cm Länge als Netzteil Input und vom Netzteil zum Gerät selbst geht's weiter mit einem 200 cm Kabel mit CAT Stecker.


Herzlichen Dank fürs nachschauen!
Die 2m zwischen Netzteil und Stecker sollten vom Schrank zum Dreher reichen.

Nun habe ich also die Qual der Wahl.
Vanguard II oder Aikido 1+.
Beim Aikido kann ich niedrigere Kapazitäten einstellen (dafür aber nicht so hohe), der Vanguard wäre auch für ein Low Output MC geeignet.

Wahrscheinlich mache ich mit keinem der beiden Geräte etwas grundlegend falsch.


Viele Grüße
Alex
akem
Inventar
#21 erstellt: 02. Jul 2014, 07:17
Der Vanguard ist klanglich halt das glatte Gegenteil des Aikido. Der Aikido klingt transparent und löst gut auf, der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz. Zumindest war das bei dem Exemplar so, das ich mal hatte, das ich aber zugegebenermaßen nur im MC-Modus gehört habe. Angeblich soll das besser werden, wenn man ihn permanent am Strom und eingeschaltet läßt, aber sowas finde ich persönlich absolut indiskutabel.

Du kannst übrigens auch beim Aikido höhere Kapazitätswerte einstellen (lassen). Der Herr Otto bietet die Realisierung von Sonderwünschen an und ich schätze mal, daß auch später eine Modifikation des Kapazitätswertes möglich ist, wenn man das Gerät zu ihm schickt. Wobei man das aber a auch selber machen kann und b geht das auch durch externe Zuschaltung von Kondensatoren. Du brauchst bloß den benötigten Kondensator als Folie oder Keramiktyp in einen Cinchstecker einlöten und diesen dann per Y-Adapter parallel zum Tonarmkabel anstecken.

Gruß
Andreas
alexfra
Inventar
#22 erstellt: 02. Jul 2014, 07:20
Hallo Andreas,

vielen Dank für deine Einschätzung.
Hilfreich, dass es jemanden gibt, der beide Geräte kennt. Wobei ich sich deine Klangbeschreibungen des Vanguard nicht wirklich mit dem decken, was ich sonst über ihn gehört / gelesen habe.


Viele Grüße
Alex
ParrotHH
Inventar
#23 erstellt: 02. Jul 2014, 08:13

akem (Beitrag #21) schrieb:
... der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz. Zumindest war das bei dem Exemplar so, das ich mal hatte, das ich aber zugegebenermaßen nur im MC-Modus gehört habe. Angeblich soll das besser werden, wenn man ihn permanent am Strom und eingeschaltet läßt...


... hmm, also ich habe zwei Vanguards II bei mir stehen, Deine Aussagen kann ich nicht nachvollziehen!

Ich habe vorher einen NAD PP3i gehabt, im Vergleich zu diesem hat der Vanguard deutlich mehr Druck untenrum. Meine Vermutung ist, dass der NAD da mit seinem Subsonic-Filter was wegschneidet. Aber den Vanguard als "dumpf" zu bezeichnen, halte ich für eine ... gewagte Aussage, die sich bestenfalls über eine völlige Fehlanpassung erklären lässt.

Die Geschichten mit dem "permanent am Strom und eingeschaltet lassen" halte ich bei dieser Art von Elektronik für ausgemachten Schwachsinn!

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 02. Jul 2014, 08:14 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#24 erstellt: 02. Jul 2014, 08:47

akem (Beitrag #21) schrieb:
der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz. Zumindest war das bei dem Exemplar so, das ich mal hatte


Dann hast Du schlichtweg - und in aller Deutlichkeit gesagt - ein defektes Gerät gehabt, die falschen Einstellungen gewählt oder sonst etwas war nicht in Ordnung. Allein Deine nachgeschobene Einschränkung ihn "zugegebenermaßen nur im MC-Modus gehört zu haben" lässt jedenfalls darauf schließen.
Mir liegt nichts ferner als Dir Deine Hörerfahrungen abzusprechen, noch will ich als Hilfsadvokat von Trigon auftreten aber solch eine Beschreibung wie "der Vanguard klingt dumpf" ist nicht korrekt! Wir können gerne darauf näher eingehen und Du berichtest mit welchem System und mit welchen Einstellungen Du ihn betrieben hast. Ich habe ihn mit einigen hochwertigen Systemen betrieben, u.a. mit dem sehr empfindlichen Denon DL-304 (ein MC System, dass mit 1.000 Ohm abgeschlossen werden muss bei nur 0,19 mV Output) und der Vanguard II leistete dort eine hervorragende Arbeit und man hat genau bei solchen schwierig zu verstärkenden Systemen den Unterschied zum Cambridge 640P (mit statischen 100 Ohm in der MC Schaltung) gehört. Der Trigon Vanguard II ist ein - auch hier im Forum und darüberhinaus - weitverbreiteter Phono-Vorverstärker, der ständig in diesem Forum zusammen (mit dem Music Fidelity) empfohlen wird und er klingt nicht einen Hauch dumpf. Ich habe ihn mit mindestens 5 verschiedenen und hochwertigen Systemen betrieben (siehe Liste im Profil) und es ist mir bis heute keinerlei Schwäche aufgefallen. Auch nicht im Vergleich zu den jeweiligen digitalen Pendants.

Solche Bewertungen sind schnell geschrieben und sie stehen hier und sind die nächsten Jahre nachlesbar und eine solche Bewertung wie "klingt dumpf" für ein HiFi erät dieser Preisklasse, braucht mehr als nur eine Gegenstimme um es wieder ins Lot zu bringen.

Gruß. Olaf
alexfra
Inventar
#25 erstellt: 02. Jul 2014, 08:51
Nun, der Vanguard ist noch im Rennen.

So viele positive Stimmen können eigentlich nicht irren...

Aber ob Vanguard oder Aikido die bessere Wahl wäre, kann mir wahrscheinlich niemand sagen. Beide bestellen und dann wieder einen zurückschicken fände ich eigentlich doof.
Münze werfen?


Grüße
Alex
alexfra
Inventar
#26 erstellt: 02. Jul 2014, 08:56
Auf die Pro-Ject-Geräte ist noch niemand eingegangen.

Genießen die einen so schlechten Ruf?

Zumindest von der Ausstattung und dem Preis her finde ich die Modelle Phono Box DS und Phono Box DS+ sehr interessant.


Grüße
Alex
andre11
Inventar
#27 erstellt: 02. Jul 2014, 16:49

akem (Beitrag #21) schrieb:
...der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz...

Ich höre gerade damit - da stimmt nichts von!
Hörbert
Moderator
#28 erstellt: 03. Jul 2014, 06:04
Hallo!

@akem

Hm,


.........der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz.......


Irgendwas ist da bei dir seltsam gelaufen, ich hatte mit beiden Modellen zu tun und muß sagen daß das Gerät eigentlich gar keinen Eigenklang aufweist falls es richtig eingestellt ist. Bei zwei meiner Bekannten die damit mangelns Wissens um die Zusammenhänge bei der analogen Abtastung nicht wüßten wie sie die Eingangswerte eizustellen hattwen habe ich den Vangurd sowie den Vanguard II entsprechend konfiguriert, beide haben absolut keine Probleme seither mit dem Gerät gehabt.

Möglicherweise hast du hier versehentlich eine falsche Einstellung gewählt oder dein verwendetes System hat die von dir erwähnten Eigenschaften aufgewiesen.

MFG Günther
akem
Inventar
#29 erstellt: 03. Jul 2014, 08:02
Wie gesagt hab ich den Trigon nur im MC Modus gehört und da hatte ich die gleichen Einstellungen wie bei anderen Phonostufen auch immer. Und ich weiß auch durchaus, inwieweit sich ein Klangbild eines MCs in Abhängigkeit von der Last verändern kann. Insbesondere die Denon 103er habe ich schon mit allen möglichen Lasten zwischen 100 und 1kOhm gehört. Aber auch diverse Ortofons oder sonstwas.

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#30 erstellt: 03. Jul 2014, 14:34
Hallo!

Na ja, ausser einem etwas erhöhten Rauschen und einer etwas verrigerten Lautstärke hat man bei einem MC mit einem zu geringen Anpasswiderstand eigentlich keine Probleme, Die Kennlienie verschiebt sich halt ein wenig in Richtung Leistungs- anstatt Spannungsanpassung. Bei einem zu großenAnpasswiderstand passiert sogar noch weniger, nämlich gar nichts da es nach vollzogener Spannungsanpassung keine Veränderung mehr gibt, noch Spannungsangepasster als Spannungsangepasst gibt es bloß in der Werbung ( wie hieß das einst so schön: "Weisser als weiß" )

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 03. Jul 2014, 15:14 bearbeitet]
andre11
Inventar
#31 erstellt: 03. Jul 2014, 14:45

akem (Beitrag #29) schrieb:
...Trigon nur im MC Modus...

Dann musst Du wirklich einen kaputten Kasten erwischt haben.
Hatte mit einem AT-OC 9 auch jede Menge Spaß.
ParrotHH
Inventar
#32 erstellt: 03. Jul 2014, 18:06

andre11 (Beitrag #31) schrieb:
Hatte mit einem AT-OC 9 auch jede Menge Spaß.


Höre gerde in diesem Moment mit meinem Thorens TD 320 MK II und AT OC9 über den Vanguard II.
Nix dumpf! Einfach gut!

Parrot
alexfra
Inventar
#33 erstellt: 04. Jul 2014, 06:09
Um die Interessierten auf dem Laufenden zu halten:

Ich habe mich nun für den Aikido entschieden.

Nicht, weil ich der Meinung bin, dass der Vanguard II schlechter wäre, ich bin davon überzeugt, dass ich auch mit ihm glücklich geworden wäre. Zumal er das schickere Gehäuse hat.

Aber nach einem Gespräch mit Herrn Otto haben wir uns darauf verständigt, dass es ein Aikido1 werden wird. Und zwar mit zwei Schalterstellungen. Einmal die "Standardeinstellung" und einmal auf mein System angepasst (inkl. Berücksichtigung der verwendeten Kabel). Hinzu kommt noch, dass Herr Otto mir Befestigungsbleche an das Gehäuse baut, damit ich den Pre direkt unter meine Wandplattform schrauben kann. Da werde ich locker mit 0,75m Kabel auskommen. Und was auch nicht ganz unerheblich ist: Der Aikido1 wird mit meinen ganzen Sonderwünschen deutlich günstiger als ein Vanguard II. Zu dem Preis würde ich ihn kaum gebraucht bekommen.

Wenn ich meine Kabel neu konfektioniert und mich ein wenig eingehört habe, berichte ich gern.


Viele Grüße
Alex
aberlouer
Inventar
#34 erstellt: 04. Jul 2014, 06:24

akem (Beitrag #21) schrieb:
Der Vanguard ist klanglich halt das glatte Gegenteil des Aikido. Der Aikido klingt transparent und löst gut auf, der Vanguard klingt dumpf und hat eine subjektive obere Grenzfrequenz irgendwo zwischen 10 und 15kHz.

Gruß
Andreas


Interessante Erfahrung. Meine Erfahrung mit dem Trigon ist allerdings so, wie du es für den Aikido beschreibst. Und zwar bei MM und MC. Ich denke mal, du hattest den Trigon nicht richtig an deinen TA angepasst.

Die kleinste einstellbare Kapazität beim Trigon ist übrigens 0 pF, wenn man S1 und S2 auf 0 stellt.


[Beitrag von aberlouer am 04. Jul 2014, 06:28 bearbeitet]
akem
Inventar
#35 erstellt: 04. Jul 2014, 07:16
Das ist eben die Stärke vom Otto, daß er tatsächlich individuelle Anpassungen macht. Sieht zwar dann vielleicht nicht mehr nach High End aus, aber Form follows eben Function Und ich hab lieber ein nicht so schickes aber optimales Gerät als eines, das zwar toll aussieht, aber suboptmal ist.
Aber warten wir erstmal ab, wie die "Ohren" dann aussehen

Zum Trigon: irgendwie wundern mich Eure Erfahrungen schon ein wenig. Würde mir jetzt oberflächlich betrachtet auch den Verdacht nahelegen, daß mit der Kiste was nicht gestimmt hat. Aber ich habe Trigon damals angemailt, das Problem geschildert und um den Schaltplan zwecks Optimierung gebeten. Ergebnis: keine Reaktion. Wenn ich nur um den Schaltplan gebeten hätte, wäre das noch verständlich, aber auch zu den klanglichen Problemen gab es keine Reaktion. Wenn es der Vanguard eigentlich besser kann und ich schildere denen solche Probleme, dann wundert es mich, daß die mir das nicht auch so schreiben und mich eher zum Einschicken des Gerätes auffordern... Also hab ich mir gedacht, daß das so der Sollzustand ist.

Gruß
Andreas
ParrotHH
Inventar
#36 erstellt: 04. Jul 2014, 07:34

akem (Beitrag #35) schrieb:
Das ist eben die Stärke vom Otto, daß er tatsächlich individuelle Anpassungen macht. Sieht zwar dann vielleicht nicht mehr nach High End aus, aber Form follows eben Function Und ich hab lieber ein nicht so schickes aber optimales Gerät als eines, das zwar toll aussieht, aber suboptmal ist.

Auf der anderen Seite legt man sich dann beim Kauf schon auf die Randparameter des genutzten Tonabnehmers fest. Neben meinem Technics 1210er liegen 3 montierte Tonabnehmer, die ich schnell mal auf den Tonarm schrauben kann, und das auch tue. Die haben alle unterschiedliche Eigenschaften.

Man könnte natürlich über die Sinnhaftigkeit der Wechselei streiten, daher sag ich mal ganz deutlich: das ist total sinnlos, so wie die Nutzung eines Plattenspielers und dieser veralteten, empfindlichen und technisch in jeder Hinsicht einer CD oder einem guten Streaming-Format unterlegenen Medien auch total sinnlos ist.

Macht aber eben Spass, und man kann seinen Spieltrieb ausleben.

Das Fummeln am Mäuseklavier gehört dazu


Zum Trigon: irgendwie wundern mich Eure Erfahrungen schon ein wenig. Würde mir jetzt oberflächlich betrachtet auch den Verdacht nahelegen, daß mit der Kiste was nicht gestimmt hat. Aber ich habe Trigon damals angemailt, das Problem geschildert und um den Schaltplan zwecks Optimierung gebeten. Ergebnis: keine Reaktion.


So seltsam finde ich die (Nicht)Reaktion nicht. Die Bitte nach dem Schaltplan geht ja schon recht weit, und je nach Denkstruktur und Erfahrung des Gegenübers könnte man leicht annehmen, dass das geschilderte Problem lediglich vorgeschoben ist. Da stirbt die Lust auf weitere Kommunikation sofort. Aber klar, ein Textbaustein mit dem Inhalt "dann schick das scheiß Teil halt her" sollte schon drin sein.

Parrot
alexfra
Inventar
#37 erstellt: 04. Jul 2014, 07:38

ParrotHH (Beitrag #36) schrieb:
Auf der anderen Seite legt man sich dann beim Kauf schon auf die Randparameter des genutzten Tonabnehmers fest.


Klar. Wenn man flexibler sein möchte, müsste man den Aikido1+ nehmen. Aber da ich nur einen Tonabnehmer habe und Vinyl für mich momentan nur "nettes Beiwerk" ist (ich hoffe, das darf ich hier sagen...), wird es in absehbarer Zeit auch keinen anderen geben.
Da erscheint es mir sinnvoller einen ideal angepassten Phono-Pre zu haben als einen mit mehr Flexibilität.


Viele Grüße
Alex
ParrotHH
Inventar
#38 erstellt: 04. Jul 2014, 08:38

alexfra (Beitrag #37) schrieb:
Klar. Wenn man flexibler sein möchte, müsste man den Aikido1+ nehmen. Aber da ich nur einen Tonabnehmer habe und Vinyl für mich momentan nur "nettes Beiwerk" ist (ich hoffe, das darf ich hier sagen...), wird es in absehbarer Zeit auch keinen anderen geben.


Dann wünsche ich Dir viel Spass mit dem Gerät!
Ich gebe zu, es hat gewiss Charme so eine Art Maßanzug zu besitzen.

Am Rande: der Aikido 1 kann "nur" MM, bei mir kommen MM und MC zum Einsatz, dann wird es auch bei Hr. Otto teurer.

Parrot
akem
Inventar
#39 erstellt: 04. Jul 2014, 08:43
Wenn die Grundkapazität sehr niedrig ist, kann man durch Parallelschalten von Kondensatoren per Y-Adapter immer die benötigte Kapazität herstellen, ohne ins Gerät eingreifen zu müssen. Rauf geht immer - nur runter geht nicht. Wenn man jetzt eine der vielen Phonostufen mit festen 220pF hat (was so ne Art inoffizieller Standard zu sein scheint) hat und nur 50pF brauchen kann, hat man Pech gehabt und muß entweder ne andere Phonostufe kaufen oder einen Eingriff ins Gerät machen.
Aber Otto würde sicher auch bei einem späteren Tonabnehmerwechsel die Phonostufe anpassen, wenn man sie ihm zuschickt.

Gruß
Andreas
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