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Kurze Frage zur Tonabnehmerjustierung

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Autor
Beitrag
Tauern
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 23. Sep 2014, 15:47
Hallo,

eine kurze Frage zur Tonabnehmerjustierung.

Bei einem Technics SL-D202 habe ich bei effektiver Tonarmlänge von 230mm und 15mm Überhang (S-förmiger Tonarm mit gleichen Maßen wie SL-1210 (gem. wegavision pytalhost Katalog 1980)) eine Distanz von Nadelspitze zum Anfang SME-Anschluss des Heashells von 52mm.

Bei einem anderen PS mit Tonarm (S-förmig, 230,5mm effektive Tonarmlänge und 16mm Überhang gem. Hersteller) habe ich ebenfalls 52mm Abstand zwischen Nadelspitze und Anfang SME-Anschluss des Headshells gewählt. Das ist doch o.k., oder?

Viele Grüße

Lutz
tomtiger
Moderator
#2 erstellt: 23. Sep 2014, 17:40
Hi,

Du musst den Tonabnehmer trotzdem justieren.

LG Tom
Tauern
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 23. Sep 2014, 17:55
Hallo Tom,

dass der TA hinsichtlich Auflagekraft und Antiskating genau zu justieren ist, ist klar. Mir geht es jedoch um die Ausrichtung des TA im Rahmen der Justierung.

Viele Grüße

Lutz
Albus
Inventar
#4 erstellt: 23. Sep 2014, 18:22
Tag,

die bekannte Geometrie der Technics - 230, 215, Überhang 15, Kröpfung 22°, dazu das Headshell-Überhanglehremaß von 52 mm - ist das eine, Nullpunkte 58.8/113.5 mm mit tauglichem Verlauf für den weiten LP-Abspielbereich 57.5-146.05 mm (DIN).
Eine andere Geometrie, zwar ähnlich im Millimeterbereich - 230.5, 214.5, 16 Überhang - wird im Winkelmaß der Kröpfung sicherlich nicht 22° aufweisen; und also ist sorgfältig zu justieren. Wenn mit 22° gemacht, dann ergibt das eine für mittlere Ansprüche bereits untaugliche Geometrie mit Verlauf.
Summe: Überhang und Kröpfung im zweiten Fall sorgfältig adjustieren. Oder einen auf "Anything goes" machen?

Freundlich
Albus

Zusatz: Hier kann einer sich Geometrien vergleichsweise berechnen lassen, also: http://www.vinylengi...e=d&submit=calculate


[Beitrag von Albus am 23. Sep 2014, 18:24 bearbeitet]
Tauern
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Sep 2014, 18:35
Hallo Albus,

vielen Dank für deine Rückmeldung. In der Tat liegt mir für den zweiten Plattenspieler keine Angabe für die Kröpfung vor. Ich habe deinen Link angesehen. Auch hierfür vielen Dank. Ich glaube, da komme ich um eine Justierschablone nicht herum. Ich habe bislang einen eher pragmatischen Wert der Justierung gesucht. Es gibt ja diverse Schablonen, für offensichtlich verschiedene Geometrien. Welche wäre empfehlenswert?

Grüße

Lutz
Albus
Inventar
#6 erstellt: 23. Sep 2014, 18:58
Tag,
und Tag Lutz,

um welches Plattenspielermodell handelt es sich im zweiten Fall? Typisch ist die originale Geometrie in den gängigen Quellen auffindbar. Es wäre der erste Zugriff, vor irgend Experimenten.

Freundlich
Albus
lini
Inventar
#7 erstellt: 23. Sep 2014, 19:15
Lutz: Meines Wissens ist bei den S/J-Arm-Japanern eher was Stevenson-Artiges die gängigere Variante, aber Du kannst Dich natürlich auch für 'ne etwas andere Einstellung etwa nach Baerwald/Loefgren A oder Loefgren B entscheiden - nur musst Du halt dann kucken, ob sich das mit dem vorliegenden Headshell auch praktisch vernünftig ausgeht.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Tauern
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 23. Sep 2014, 19:18
Hallo Albus,

es handelt sich um einen Omnitronic DD-2550, einen der vielen dem Technics SL-1200 nachempfundenen Nachbauten von Hanpin aus Taiwan. Unter Vinyl Engine habe ich Daten für den Vorgänger Omnitronic DD-2250 gefunden. An der Geometrie wurde vom DD-2250 auf den DD-2550 wurde nach meiner Kenntnis nichts geändert. Ich habe nachgemessen (pivot to spindle: 214 mm scheint übereinzustimmen). "spindle to needle" sind derzeit 233mm bei Abstand "Nadel zu SME-Anschluss" von 52mm. Ich gebe zu, dass mich derzeit die Informationsfülle auf Vinyl-Engine tendenziell überfordert. Andererseits juckt es mich, die vielen Details und ihre Bedeutung richtig zu verstehen und für mein Anliegen richtig zu nutzen.

Viele Grüße

Lutz
Tauern
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 23. Sep 2014, 19:22
Hallo Manfred,

ich habe deinen Beitrag nicht gesehen, da ich an der Antwort auf Albs´ Beitrag befasst war und dabei noch ein bisschen nachgemessen habe. Das verwendete Headshell ist hinsichtlich der Maße mit den SME-Headshells von Technics (SL-B/D 202/303, SL 1200/1210 und viele andere) identisch. Es ist ein - natürlich - Nachbau (bezogen über Conrad, aber passgenau).

Viele Grüße

Lutz
Tauern
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Sep 2014, 19:34
Hallo Albus und Manfred,

derzeit beträgt der Abstand Nadel - Tonarmdrehpunkt 233 mm und entspricht damit gemäß Vinyl Engine tendenziell Lofgren B (genau wären es ja 232,361 mm), nach Stevenson müssten es aber 229,955 mm sein. Sollte ich deshalb den Tonabehmer (Ortofon OM Nightclub E) etwas zurücksetzen und damit die 52mm (Nadel->SME-Anschluss) unterschreiten?

Viele Grüße

Lutz
lini
Inventar
#11 erstellt: 23. Sep 2014, 22:21
Lutz: Die effektive Länge hat mit dem gewählten Geometrie-Ansatz erstmal herzlich wenig zu tun. Und ohne Kröpfungswinkel-Angabe lässt sich die vom Hersteller gewählte Geometrie nicht bestimmen.

Insofern bleibt Dir eigentlich nur die Methode, nach Zweipunktschablone einzustellen, sofern Du kein Original-Headshell mit serienmäßig montiertem System mehr zur Verfügung hast...

Grüße aus München!

Manfred / lini



edit: einen Tippfehler korrigiert


[Beitrag von lini am 24. Sep 2014, 01:01 bearbeitet]
dannewitz
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 23. Sep 2014, 22:42
Moin
Danke Manfred , ich habe schon stark gezweifelt und gewartet bis einer von den " Besserwissern " auch auf diese Idee kommt. Leider Fehlanzeige . Wir Bayern machen es mit der Schablone, andere halt mit dem Zollstock und Muttis Schminkspiegel .
Dannewitz


[Beitrag von dannewitz am 23. Sep 2014, 22:43 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#13 erstellt: 24. Sep 2014, 00:01
Hi,


dannewitz (Beitrag #12) schrieb:
Wir Bayern machen es mit der Schablone,


wie willst Du ein System anders justieren? Mit Ausnahme von SPUs gibt es doch keine andere Möglichkeit, oder? Selbst die originalen SME Arme werden so justiert, nur dass man die noch an der Basis verrücken konnte.

LG Tom
lini
Inventar
#14 erstellt: 24. Sep 2014, 02:34
Tom: Mit 'ner passenden Einstell-Lehre respektive einer entsprechenden Abkürzungsmethode. Bei Technics etwa sind das dann eben meist 52 mm Horizontalabstand von Ende Anschluss-Gummiprömpel bis zur Nadelspitze - bei zentrisch auf der Headshell-Längachse ausgerichtetem System. Damit ist man natürlich dann auf die Hersteller-Geometrie festgenagelt - aber wenn die einigermaßen vernünftig gewählt ist und dem persönlichen Bedarf nicht zuwiderläuft, macht das ja nichts.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Tauern
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 24. Sep 2014, 04:18
Hallo Manfred,

ich habe noch das Original-Heashell mit dem herstellerseitig montierten System. Dort beträgt der Abstand Nadel->SME-Anschluss wie bei Technics 52mm. Ich werde die Justage zunächst dementsprechend durchführen, mir aber dennoch eine Justierschablone besorgen.

Danke für deine Hilfe.

Grüße aus Kiel

Lutz
Albus
Inventar
#16 erstellt: 24. Sep 2014, 08:39
Tag,

die Daten in den Manualen lassen nichts Brauchbares vermuten, gemeint sind die Größen um die angeblichen 20 mm Überhang bei den DD-2250 und DD-2250 V2. Das Modell DD-5250 will dann vernünftigerweise nicht mehr 20 mm Überhang, sondern nur noch 15 mm. Und die zugehörige Kröpfung bleibt unausgesagt. Sakra.
Meine Anregung nach Berechnungen dort:
1. Fall: Plattenmaterial LPs mit Bespielung bis innen nicht unter IEC 60,325 mm, die Masse der Rock/Pop-Platten; dann Lofgren A mit 214, 231.9, Überhang 17.9 mm, Kröpfung 23.8°, dazu die typischen Nullpunkte IEC 66/120.9 mm - so auf der IEC-Schablone weit verbreitet.
2. Fall: Plattenmaterial LPs mit Bespielung bis innen an die Grenze nach DIN, d.i. 57.5 mm, einzelne Rock/Pop, Jazz und aber häufiger im Segment der Klassik; dann auch nach Lofgren A, allerdings mit diesen Größen: 214, 230.9, 16.9 mm Überhang, Kröpfung 23.2°, die Nullpunkte sind die typischen Schablonenmarken von 63.1/119.2 mm.
3. Fall: Es besteht aber der Wunsch, sich im Bereich der Technics-Vorbilder zu bewegen, dann ist die Stevenson-Version tauglich: 214, 230, 16 mm Überhang, Kröpfung 22.7°, mit den Nulldurchgängen 60.325/117.4 mm. Was dann tauglich ist für Abspielgrenzen nach IEC bzw. DIN (60.325 [ja] bzw. 57.5 mm).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 24. Sep 2014, 08:42 bearbeitet]
Tauern
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 24. Sep 2014, 09:23
Hallo Albus,

vielen Dank für die detaillierten Informationen.

Ich gebe zu, ich muss mich damit noch eingehend auseinandersetzen. Aber diese Herausforderung wird mir Freude bereiten.
Ich habe den Eindruck, dass die Tonarmmaße des Omnitronic DD-2550 nicht vollständig identisch mit denen des DD-2250 sind. Ich habe parallel gestern Abend Steinigke angemailt.Du hast Recht, die Kröpfung des Tonarms muss wegen der leicht abweichenden Maße vom Technics geringfügig stärker als 22° sein.

Meine aktuelle Einstellung müsste den Vorgaben von Stevenson weitgehend entsprechen. Der Klang ist an sich gut, auch bei zunehmender Nähe zur Innenrille. Aber ich möchte das ganze einfach einmal 100%ig genau eingestellt haben.

Viele Grüße

Lutz
tomtiger
Moderator
#18 erstellt: 24. Sep 2014, 10:18
Hi,


lini (Beitrag #14) schrieb:
Bei Technics etwa sind das dann eben meist 52 mm Horizontalabstand von Ende Anschluss-Gummiprömpel bis zur Nadelspitze - bei zentrisch auf der Headshell-Längachse ausgerichtetem System.


ah, danke, wieder was gelernt. Habe mich wohl zu sehr am SME der Headshell orientiert, und immer normal mit Schablone justiert.

LG Tom
juergen1
Inventar
#19 erstellt: 24. Sep 2014, 19:14

Tauern (Beitrag #17) schrieb:
Der Klang ist an sich gut, auch bei zunehmender Nähe zur Innenrille. Aber ich möchte das ganze einfach einmal 100%ig genau eingestellt haben.
Hallo Lutz, Klang in den Innenrillen ist der ultimative Prüfstein. Wenns hier nicht verzerrt, ist eigentlich in Ordnung.
Um 100% die Originalgeometrie einzustellen (die nicht unbedingt die beste sein muß), brauchst Du die Originalnullpunkte, oder die genauen Tonarmdaten, um sie selber zu berechnen. (Geht ganz einfach.)
Oder die genau zum Arm passende Lehre.
Hier in meinem Beitrag #20 Schablone hab ich eine Schablone für eine sehr gute Fremdgeometrie eingestellt.
Gruß
Jürgen
Tauern
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 24. Sep 2014, 19:51
Hallo Jürgen,

vielen Dank für deinen Beitrag. Schablone downgeloaded. Werde ich mich morgen Abend mit auseinandersetzen.

Frage: kann ich diese Schablone, die ja für den NAD angedacht ist, so für den Omnitronic DD-2550 verwenden?

Grüße

Lutz
juergen1
Inventar
#21 erstellt: 24. Sep 2014, 19:55

Tauern (Beitrag #20) schrieb:
Frage: kann ich diese Schablone, die ja für den NAD angedacht ist, so für den Omnitronic DD-2550 verwenden?
Zweipunktschablone ist universell einsetzbar.
Wenn die Headshell Langlöcher mit genügend Spiel hat.
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 24. Sep 2014, 19:58 bearbeitet]
Tauern
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 24. Sep 2014, 20:07
Danke, Jürgen!

PS: höre gerade Clapton & Friends "The Breeze" über Kopfhörer. Keine Verzerrungen feststellbar. Aber jetzt will ich´s wissen und das Gerät perfekt einstellen - auch wenn´s nur ein Hanpin-Omnitronic ist.
Tauern
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 25. Sep 2014, 18:43
Hallo Jürgen,

ich habe heute die Schablone ausgedruckt und das Machwerk meiner bisherigen Einstellung geprüft.

Ergebnis: alles o.k.. Für den Omnitronic DD-2550 gelten offensichtlich weitgehend diegleichen Anhaltspunkte wie für Technics (SL-1200, SL-D202). Offensichtlich ist er geringfügig anders als der Vorgänger Omnitronic DD-2250.

Vielen Dank an dich und die anderen Teilnehmer an diesem Thread!

Grüße

Lutz
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