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[Onkyo CP-1007A] Richtige Auswahl Phonoverstärker und Tonabnehmer

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Beitrag
donpumba
Neuling
#1 erstellt: 07. Feb 2015, 09:24
Hallo liebes Forum,

seit Tagen quäle ich nun schon das Internet aber so richtig schlau bin ich noch nicht, daher hoffe ich, dass mir hier jemand helfen kann.

Derzeit betreibe ich einen Onkyo CP-1007A mit originalem Tonabnehmer/Nadel (2,5mV) an einem PP2e (34dB) und dahinter ein Onkyo CS-N755 Kompakt HiFi System (150mV Line-In).

Den Klang würde ich subjektiv als "gut" bezeichnen, wobei dies mangels Vergleichen relativ wenigsagend ist. Mein eigentliches Problem ist, dass ich für vernünftige Gesamtlautstärke mein HiFi System schon auf mindestens 25/40 drehen muss und daher vielleicht ein Verstärker mit 40dB besser passen würde.
Im Auge habe ich hier jetzt die Pro-Ject Phonobox E oder den Cambridge Azur 551P (mein Favorit). Ich denke damit würde ich das Signal schon entsprechend hoch bekommen.

Da ich jedoch auch mittelfristig zumindest die Nadel tauschen will, stellt sich die Frage ob denn nicht gleich ein anderer Tonabnehmer, wie der oft besprochene Ortofon OM 10 MM (4mV) eine sinnvolle Investition wären und mit diesem Tonabnehmer dann 40dB wiederum zu viel durch das größere Ausgangssignal (oder ist das ohnehin kein Problem, und das HiFi System hat einfach weniger zu tun?).

Also die Möglichkeiten was ich sehe:
- NAD PP2e mit original Tonabnehmer
- NAD PP2e mit OM10 Tonabnehmer
- Azur 551P mit OM 10 Tonabnehmer

Bitte liebe Experten, was wäre eine gute Wahl, was sagt ihr dazu?

lg


[Beitrag von donpumba am 07. Feb 2015, 10:58 bearbeitet]
akem
Inventar
#2 erstellt: 07. Feb 2015, 13:28
Das OM10 leidet unter einer mangelnden Qualitätskontrolle. Die Wahrscheinlichkeit, ein brauchbares System mit sowas wie Hochtonwiedergabe zu kriegen, ist eher beschränkt. Imho rausgeschmissenes Geld. Dann lieber das AT95E. Verzerrt zwar wie Sau, aber es tut im Hochton wenigstens so als ob. Das Seriensystem ist übrigens trotz Rundnadel besser als die beiden...
Für all diese Systeme wäre ein neuer Phonovorverstärker rausgeschmissenes Geld.

Kauf Dir lieber das Sumiko Pearl (gibt's in England um die 100€). Das ist mehrere Klassen besser, verdient ernsthaft das Prädikat Hifi und es wäre eine ordentliche Basis für den weiteren Systemausbau. Dann halte Ausschau nach einem gebrauchten Musical Fidelity VLPS oder VLPS II. Wenn Du einen findest dann greif sofort zu (Gebrauchtverkäufe sind bei diesen Geräten selten). Der Cambridge verfärbt ein klein wenig, beim NAD fehlt's (angeblich) in der Auflösung.

Gruß
Andreas
donpumba
Neuling
#3 erstellt: 07. Feb 2015, 17:32
Schade das zu hören mit der OM 10, habe heute als ich unterwegs war zu einem akzeptablen Preis eine bekommen und gleich zugeschlagen (Nadel wollte ihn ohnehin ersetzen, meiner Platten zuliebe). Durch das etwas höhere Signal hätte ich mir aber auch ein wenig bessere Auflösung erhoft.
Ansonsten habe ich eigentlich kaum was negatives darüber gelesen und 100€ möchte ich (derzeit) einfach nicht in den Tonabnehmer investieren.

Wegem dem PreAmp: Derzeit habe ich keinen, der PP2 war nur geliehen. Es geht also wirklich um eine Neuanschaffung, kein Upgrade.
Von den Musical Fidelity liest man überall nur das Beste; der V90-LPS ginge neu so für 150€ her, das wäre gerade noch im Budget (Cambride wären 115 und NAD 100) und für die paar Euro mehr kann ich mich was den PreAmp angeht auch bei zukünftigen Upgrades zurücklehnen.
Oder macht es mit der Nadel absolut keinen Sinn eine Musical Fidelity Kiste hinzustellen?


[Beitrag von donpumba am 07. Feb 2015, 17:33 bearbeitet]
akem
Inventar
#4 erstellt: 07. Feb 2015, 18:44
Schade, daß Du das OM10 schon gekauft hast. Der Klang des Drehers steht und fällt mit der Qualität des Tonabnehmers. Da sollte man den Löwenanteil des Budgets investieren.
Die Musical Fidelities haben eine Eingangskapazität von etwa 100pF, was für die OMs etwas zu wenig ist. Da solltest Du einen kleinen Kondensator mit 100...200pF in einen Cinchstecker löten (für Stereo natürlich zwei mal) und dann per Y-Stecker parallel dazu stecken. Ohne diese Zusatzmaßnahme wird das OM10 noch dumpfer klingen als es eh schon tut.
Dennoch: in einem Punkt hast Du recht. Mit diesem Phonopre bist Du sehr gut bedient und der ist auch mit erheblich besseren Tonabnehmern (auch im Kiloeurobereich) nicht gleich überfordert. Danach kannst Du ein wenig sparen und dann irgendwann vielleicht einen besseren TA kaufen.

Ach ja: so einen ähnlichen Onkyo hatte ich in meiner Schul- und Studentenzeit auch mal. Meiner hatte keine Erdungsleitung, die Erdung wurde über die Abschirmung des linken Kanals geführt. Das Ergebnis war, daß es links permanent etwas gebrummt hat und eines Tages war der linke Kanal des Tonabnehmers hin... Wenn Du ein wenig handwerklich begabt bist, solltest Du ihn mal aufmachen und die schwarzen Drähte, die da unterm Tonarmsockel mit den anderen Drähten vom Tonarm zusammenlaufen, von da weglöten und über eine seperate Leitung zum Phonopre führen. Eine Leitung mit 0,5 Quadratmillimeter reicht dabei völlig.

Gruß
Andreas
donpumba
Neuling
#5 erstellt: 07. Feb 2015, 19:14
Danke für die rasche Antwort. Das mit der Eingangskapazität ist ein guter Hinweis, ich habe nämlich beim besten Willen keine Informationen dafür gefunden beim V90.

edit: Ist ein Zwischenstück mit Kapazität wirklich empfehlenswert, immerhin addieren sich hier auch zusätzliche Stecker (Übergangswiderstände) in die Signalleitung.

Momentan schwanke ich eigentlich zwischen Cambridge und MF V90. Mein eigentliches Budget waren 40€ für PreAmp und etwas weniger für Nadel/Tonabnehmer aber da habe ich gleich gemerkt das wird nix

Was den Tonabnehmer angeht: Meine Hörprobe mit Pink Floyd und dem OM10 am PP2 hat mir prinzipiell nicht so schlecht gefallen, daher denke ich, ich werde mit dem OM10 schon eine Weile meine Freude haben. Wie sehr ist die Nadel eigentlich als Verschleißteil zu sehen, also was kann man da an Lebensdauer erwarten?


[Beitrag von donpumba am 07. Feb 2015, 20:40 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 08. Feb 2015, 13:46
Bei der gebondeten Nadel des OM10 würde ich mal 600-700 Stunden als Lebensdauer ansetzen. Scharfe Nadeln mit anspruchsvollem Schliff halten auch 2000 Stunden und mehr (van den Hul gibt seinen besten Schliff mit bis zu 4000 Stunden an).

Zu den Übergangswiderständen. Was glaubst Du, wie viele Übergangswiderstände Du im Tonarm und in der Phonostufe hast. Da machen zwei zusätzliche Übergänge das Kraut nicht mehr fett. Außerdem fließen hier Ströme im homöopatischen Bereich, so daß der ohmsche Spannungsabfall an den Übergangswiderständen so klein ist, daß Du ihn wahrscheinlich auch mit bester Meßtechnik nicht erfassen kannst. Bei Lautsprecherkabeln machen sich ein oder zwei zusätzliche Übergangswiderstände um Größenordnungen mehr bemerkbar, da hier die fließenden Ströme um mehrere Zehnerpotenzen höher sind. Da fallen dann wirklich Spannungen an den Übergängen ab.
Aber es ist im Audiobereich ein gängiger Denkfehler, daß je kleiner die Signalspannung und der -strom wird, die Empfindlichkeit gegenüber zusätzlichen Widerständen im Milliohm-Bereich größer wird. Das genaue Gegenteil ist der Fall!

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 08. Feb 2015, 14:16
Ich betreibe ein OM40 mit einem Musical Fidelity V-LPSII so wie er ist ohne Probleme.

@donpumba: Auf den Body Deines OM10 kannstDu natürlich auch eine bessere Nadel der OM-Serie stecken. 20er-Nadel ist schon etwas besser, ie 30er-Nadel (mit Fineline-Schliff) ist deutlich besser und die 40er-Nadel (Gyger-Schliff) ist richtig klasse. Allerdings kosten diese Nadeln schon eine Kleinigkeit, dafür halten sie auch länger.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 08. Feb 2015, 14:18 bearbeitet]
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