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Goldring G1042 an Technics SL1210

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Autor
Beitrag
Califax3
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Apr 2015, 18:28
Hallo,

da es ja auch dieses Jahr wieder diverse Gelegenheiten geben wird, sich beschenken zu lassen (Weihnachten ist doch bald, oder? ) muss ich jetzt mal bei Euch eine Frage platzieren, die mir schon lange auf den Nägeln brennt.

Also; Ich betreibe an meinem Technics SL1210 im Moment ein Shure V15III mit original NOS Nadel.
Alternativ habe ich aber auch noch ein Broadcast E im Einsatz.
Eigentlich bin ich mit dem Shure V15III äußerst zufrieden.

Es begab sich allerdings, dass ich bei einem Freund ein Goldring G1042, montiert an einem Project Dreher (der teureren Art) hören durfte.
Ich muss zugeben, dass mich der Sound absolut begeistert hat.
Angeschlossen war das ganze wahlweise an einem Klassiker Receiver (Pioneer / Hitachi) oder an einem, sagen wir, recht preisgünstigen Dynavox VV.

Seit diesem Erlebnis kämpfe ich mit mir selbst (300+ € wollen auch erarbeitet sein), deshalb hier die Frage:
Hat jemand das Goldring G1042 an einem SL1210 in Betrieb?
Kann jemand vielleicht sogar einen Vergleich Shure V15III zu G1042 am SL1210 liefern?

Meine Bedenken bestehen hauptsächlich in 2 Dingen.
1. Passt der TA zum Tonarm (Gewicht)?
2. Man liest immer wieder, dass der TA recht kapazitätskritisch sein soll. Was heißt das klangtechnisch am Ende?

Wie kann man den Klang, am 1210er, verglichen zum V15III beschreiben?

Angeschlossen ist der SL1210 über Project Phonobox MKII an Sansui 9090DB.
(Der Sansui Phonoeingang gefällt mir klanglich nicht.)

Also, ist der G1042 ne gute Wahl für den 1210er, oder soll ich ihn lieber von meiner Wunschliste streichen?
Meine Hörpreferenz ist garantiert nicht "audiophil" .
Ich mag klare Mitten, keine schneidenden, aber klare Höhen und nen satten "Kuschelbass" .

Gruß
Thomas
kinodehemm
Inventar
#2 erstellt: 08. Apr 2015, 18:54
Moin

aus dem Bauch raus würde ich sagen, es geht- wohl auch gut..

Der 1210er Arm ist keine Sissy, die nur mit ganz bestimmten will..

Aufgrund seiner im Mittelfeld angesiedelten eff.Masse sollte das 1042 gut harmonieren.

aber, geschissen auf den Konjunktiv: Wenn der typ mein! Kumpel wäre, hätte ich ihm den goldenen Ring schon lange mal zum testen abgeschwatzt.
Probiers aus und entscheide selbst-kaputt machen kannste (anpassungsseitig) nichts..
Califax3
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 08. Apr 2015, 19:25

kinodehemm (Beitrag #2) schrieb:
Wenn der typ mein! Kumpel wäre, hätte ich ihm den goldenen Ring schon lange mal zum testen abgeschwatzt.
Probiers aus und entscheide selbst-kaputt machen kannste (anpassungsseitig) nichts..



Keine Chance, das Refugium wird nicht angefasst, sonst .
Aber das verstehe ich 100%ig.
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 08. Apr 2015, 20:13
Nabend !

Da der Technics in der Gesamtkonstruktion etwas völlig anderes als der nicht genauer spezifizierte Pro-Ject ist, wird es bei einem 1:1 Vergleich merkbare Klangunterschiede geben. Meiner Erfahrung und meines Wissens nach zugunsten des Pro-Ject.

MfG,
Erik
akem
Inventar
#5 erstellt: 08. Apr 2015, 20:17
Ich kenne das Goldring als eher schlank klingendes System. Eigentlich eher das Gegenteil der ganzen Shures, die ich bisher gehört habe (ein V15 war aber nicht daber...).

Gruß
Andreas
tomtiger
Moderator
#6 erstellt: 09. Apr 2015, 14:52
Hi,

das Goldring will 150 bis 200pF, die Project Phonobox hat 120pF. Lässt nicht viel Spielraum für die Verkabelung.

Außerdem ist das Goldring empfindlich bezüglich korrekter Justage.

Am original Project Alu-Tonarm (da wird die Tonarmhöhe mit einer Madenschraube fixiert) kann die Justage des Goldring eine Sisyphosarbeit sein.

Also Deinen Freund fragen, was für einen Phonopre er hat bzw. wie der eingestellt ist.

LG Tom
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 09. Apr 2015, 17:38
Pro-Ject 9 Tonarm hat 2 Inbus-Madenschrauben im Sockel.

MfG,
Erik
raindancer
Inventar
#8 erstellt: 09. Apr 2015, 18:43
Ich hatte beide Systeme, allerdings an unterschiedlichen Plattenspielern, aber an einem Pioneer SX 760: V15 III am Dual 721, Goldring am Thorens TD160 II. Das V15 III war mir noch in Erinnerung aus der Schulzeit, und zwar in guter, konnte diesen Eindruck aber nicht wiederholen. Beide Systeme halte ich für nicht begehrenswert, verglichen mit einem Ortofon VM silver.

Btw, sehne mich nach dem Shure V15 V MR zurück, aber wohl vergeblich. Und wer weiß, vlt wärs ja auch ne Enttäuschung...

aloa raindancer
Marsilio
Inventar
#9 erstellt: 09. Apr 2015, 18:56

raindancer (Beitrag #8) schrieb:
Das V15 III war mir noch in Erinnerung aus der Schulzeit, und zwar in guter, konnte diesen Eindruck aber nicht wiederholen. Beide Systeme halte ich für nicht begehrenswert, verglichen mit einem Ortofon VM silver.

Btw, sehne mich nach dem Shure V15 V MR zurück, aber wohl vergeblich. Und wer weiß, vlt wärs ja auch ne Enttäuschung...

aloa raindancer


Shure V15V MR (mit SAS-Nadel) und OM40 (praktisch = VM Silver) sind die Standardtonabnehmer an meinen beiden Plattenspielern. Beide sind imo gleiche Liga, das Shure vielleicht ein Tick wärmer/harmonischer, das Ortofon ein Hauch analytischer, eher CD-like. Plattenhören macht mit beiden viel Spass!

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 09. Apr 2015, 18:58 bearbeitet]
Califax3
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 09. Apr 2015, 19:06

tomtiger (Beitrag #6) schrieb:
Hi,

das Goldring will 150 bis 200pF, die Project Phonobox hat 120pF. Lässt nicht viel Spielraum für die Verkabelung.



Das sind ja eben meine Bedenken.
Mit dem original Technics 1210 Kabel bin ich da locker drüber.
Aber hört man das auch?
Keine Ahnung.

Eigentlich bin ich mit dem V15III ja zufrieden, aber ihr kennt es selbst, der Spieltrieb ist groß 8).
Ich habe allerdings auch schon manchen € sinnlos versenkt und die Regierung schaut dann immer so böse .

Habe noch einen DUAL CS627Q mit Ortofon DN155E.
Die Technics/V15III Kombi ist schon einen ganzen Tick besser (für mich wohlgemerkt).
Besser aufgelöst, mehr Dynamik.
Da kommt eben die Frage auf; Geht da noch wesentlich mehr (im angemessenen preislichen Rahmen natürlich)?
Ich setzte da mein Limit irgendwo um die 300,-€, und da würde das G1042 gut reinpassen.

Wahrscheinlich wird es wohl auf das gleiche Spiel wie immer hinauslaufen.
Probieren und bei Nichtgefallen als Lehrgeld verbuchen
Könnte mir ja auch ein anderes Hobby zulegen, fällt mir nur nichts ein

Gruß
Thomas
Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 09. Apr 2015, 19:38
Nabend !

" Dank " des Fernabsatzgesetzes zahlt der Kunde ggfs. kein Lehrgeld, denn der Händler hat den Wertverlust, weil der zurückgesendete Artikel nicht mehr neu ist.

MfG,
Erik
Califax3
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Apr 2015, 10:50
Hi Erik,

ist mir schon klar, nur irgendwie gehöre ich zu den Menschen, die nur bei echten Defekten was zurückschicken.
Alles mögliche ausprobieren und dann den Händlern das Problem überlassen,, ist nicht mein Ding, auch wenns einfach geht.

Gruß
Thomas
sandmann319
Inventar
#13 erstellt: 10. Apr 2015, 12:00
@Califax


Das sind ja eben meine Bedenken.
Mit dem original Technics 1210 Kabel bin ich da locker drüber.
Aber hört man das auch?


Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% nein.

In den angegebenen Kapazitätswerten sollen seit mehreren Jahren eine Kabelkapazität von 150 pF bereits berücksichtigt sein
und sich damit der Wert nur noch auf die Phonovorstufe beziehen.

Deckt sich auch mit meinen Erfahrungen im letzten Jahr.

Gebe ich einmal ungeprüft weiter.

Und noch etwas,
die Hersteller der Abtaster wissen genau was Sie da machen
und denen ist auch bekannt das die meisten Phonostufen so um 220 pF. haben.

Gruß Gerd


[Beitrag von sandmann319 am 10. Apr 2015, 12:01 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#14 erstellt: 10. Apr 2015, 16:37
Hi Thomas,


Califax3 (Beitrag #10) schrieb:
Aber hört man das auch?
Keine Ahnung.


ja.


Eigentlich bin ich mit dem V15III ja zufrieden, aber ihr kennt es selbst, der Spieltrieb ist groß 8).


Das V15VxMR würde ich ähnlich gut auflösend nennen, allenthalben mehr Tiefton, also Rock, Metal, etc. würde ich eher mit dem Shure hören, Klassik eher mit dem Goldring.



sandmann319 (Beitrag #13) schrieb:
In den angegebenen Kapazitätswerten sollen seit mehreren Jahren eine Kabelkapazität von 150 pF bereits berücksichtigt sein
und sich damit der Wert nur noch auf die Phonovorstufe beziehen.


Ich fürchte, dass das nicht so ist. Wenn Du das Goldring mit 150pF am Phonopre betreibst, klingt es furchtbar.

LG Tom
sandmann319
Inventar
#15 erstellt: 10. Apr 2015, 16:45
Hallo Tom


Wenn Du das Goldring mit 150pF am Phonopre betreibst, klingt es furchtbar.

Was klingt denn da furchtbar?
Hast du das Goldring 1042?
und mit welcher Abschlußkapazität betreibst du es?

Würde mich jetzt wirklich interessieren.

Gruß Gerd
tomtiger
Moderator
#16 erstellt: 10. Apr 2015, 16:59
Hi Gerd,

ich habe mein G1042 (Project mit D42 Nadeleinschub) schon länger nicht gehört, zuletzt mit 80pF am Phonpre, ca. 1 Meter VdH The Second (glaube so um die 70pF pro Meter) plus Tonarmkabel (nicht bekannt). Werde es aber wieder mal montieren.

LG Tom
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 10. Apr 2015, 17:03
Hallo, Gerd !

Spontaner Widerspruch, auch wenn jemand anders zu " Mister Picofarad 2014 " inoffiziell gewählt wurde:

Meineserachtens ignorieren die Hersteller die Kapazität der gesamten Tonarminnenverkabelung, die - wie bekannt - zur Anschlußkapazität addiert werden muß.

Rein mathematisch wäre bei den ständig kritisierten Nagaoka und Goldring dann bei 100pF Innenkabel und 100pF Preamp Ende der Fahnenstange. Die Werte würden sich nur entsprechend verschieben. Und diverse Tonabnehmer wären eine schlichtweg unverkäufliche Fehlkonstruktion, weil die empfohlenen Anschlußwerte in der Summe sehr häufig überschritten werden. Bei den billigen Blechbüchsen im Low-Preis-Segment möchte ich nicht die Herstellerangaben nachmessen. Die (Nicht-)Antwort auf berechtigte Rückfrage kann man erahnen, weil ... EGAL.

Wie weiterhin bekannt, sind u. a. unsere deutschen FTZ-Richtlinien seit Ewigkeiten die Ursache für üppige bis überdimensionierte Picofarad-Werte.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Entwickler einen Tonabnehmer so konstruiert, daß dieser auf dem Meßschrieb einen abschreckenden Frequenzverlauf zeigt und erst unter realen Bedingungen, die nicht definiert werden können, seine klanglichen Qualitäten beweist.

Means: <200pF = " Auweia " versus >200pF = " Aber-Hallo "

Um meine Gedanken noch einmal fernab eines Werbespots zu verdeutlichen:

1. Wie will Nagaoka seine Tonabnehmer verkaufen, wenn die Abschlußkapazität so wichtig wäre ?
2. Wären alle Nagaoka-Kunden reif für den HNO-Arzt ?
3. Ist es nicht wahrscheinlicher, daß sich vielmehr durch die gesamte Hörkette und den Hörraum ein subjektiv befriedigender Klangeindruck entsteht ?

MfG,
Erik
akem
Inventar
#18 erstellt: 10. Apr 2015, 17:50
Du hast 4. und 5. vergessen:
4. Interessiert es die Leute überhaupt, wie es klingt, oder sind sie nicht mit irgendeinem amplitudenmodulierten Geräusch völlig glücklich?
5. Haben sie in der Mehrheit überhaupt Anlagen, die den Unterschied darstellen können oder haben sie nicht minderwertiges Zeug, das eh schon massiv verfärbt, so daß es wurscht ist, wie der TA klingt?

Gruß
Andreas
Califax3
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 11. Apr 2015, 18:07
Hehe, nicht streiten!

Ich habe das Goldring gehört, angeschlossen an eine Pio Receiver und auch an einem Hitachi 804 Receiver (der jetzt auch mein ist) .
Des Weiteren habe ich es an einem (zu mindest vom Preis her) recht simplen Dynavox Pre gehört.
Es hat mich eigentlich immer begeistert.

Und jetzt mal Butter bei die Fische; Wenn eurer Meinung nach der 1210er Arm nicht zu schwer für das Goldring ist,
werde ich es probieren und mich entweder ärgern oder happy sein.

Hören tue ich von Rock/Pop, Heavy Metal, Blues bis Klassik alles, je nach Tagesform und Laune.

Bei mir steht sicher kein High End, aber schon was ordentliches zum gut Musik hören.

Viele Grüße
Thomas
frank60
Inventar
#20 erstellt: 11. Apr 2015, 19:34
Wie schwer ist der Arm denn?
Ich betreibe den 1042 am Yamaha YP-D71 ( Arm 15g dynamische Masse) + 9g Ortofon Headshell. Spielt unverschämt gut. Löst gut auf, fülliger Klang. Das Beste ist aber die Unempfindlichkeit gegenüber Störungen wie leichte Kratzer, Staub, ..., in der Beziehung ist kein anderer meiner TAs so gut.
akem
Inventar
#21 erstellt: 11. Apr 2015, 19:56
Die 15g des Armes sind bestimmt inklusive dem Original-Headshell. Das Gewicht dieses Headshells mußt Du abziehen bevor Du das Gewicht des Ortofon-Headshells dazu rechnest.
Der Technics-Tonarm hat inklusive des Original-Technics-Headshells 12g eff. Masse. Dieser Wert wird zumindest überall genannt. (Nachgemessen hab ich nicht... ich hab nicht mal so nen Dreher.)

Gruß
Andreas
frank60
Inventar
#22 erstellt: 12. Apr 2015, 09:18
Originale Yamaha Headshell 8,4g, Ortofon Headshell 9g. (Alles Herstellerangaben). Die 0,6g Unterschied sollten also vernachlässigbar sein.

Wenn der Technics Arm 12g hat, sollte der Goldring sehr gut passen. Ich hatte den Ta vorher am Thorens TD 296 MK IV, mit 9g schwerem Arm. Auch daran hat er hervorragend gespielt.
Califax3
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 12. Apr 2015, 10:05

frank60 (Beitrag #20) schrieb:
Das Beste ist aber die Unempfindlichkeit gegenüber Störungen wie leichte Kratzer, Staub, ..., in der Beziehung ist kein anderer meiner TAs so gut.


Genau das ist mir auch sehr positiv in Erinnerung.
Ich werde es versuchen und zur Zeit berichten.

Danke für eure Beiträge.

Gruß
Thomas
peter1397
Neuling
#24 erstellt: 19. Aug 2016, 22:27
Ich habe einen 1210er im Originalzustand und daran das G1042, Phono-Pre Supa 3.0e mit zusätzlich gesteckerter Kapazität von 47pF (für das Gerät selbst ist eine "Eingangsimpedanz" von 100k/90 pF angegeben). Weiters ein Accuphase E-210 und Vienna Acoustics Beethoven Concert Grand LS. Damit höre ich v.a. Klassik, auch etwas Jazz.

Der resultierende Klang ist schrill, kratzig, "Kreissäge" - war bisher der Meinung, dass Schallplatten halt so klingen, mit einer unangenehmen Betonung der Höhen. zB hohe Streicher klingen klirrend, kreischend; das ganze Klangbild wirkt unruhig, fast hysterisch. (CDs von meinem CD-Player klingen hingegen wunderschön, also ich vermute das Problem schon zwischen Plattenspieler und Phono-Pre.)

Gestern habe ich ein anderes G1042 an einem Rega Plattenspieler gehört, der direkt an einen Musical Fidelity A5 Vollverstärker angeschlossen ist, und habe meinen Ohren nicht getraut: Da klingt das G1042 plötzlich seidenweich, der Klang ruht in sich - großartig!! Klingt wie CD, nur noch runder und angenehmer.

Vergleichsweise habe ich mein eigenes G1042 auf dem uralten Technics-Plattenspieler meiner Eltern angehört, der direkt an einen kleinen, aktuellen Denon-Vollverstärker angeschlossen ist: Exakt gleicher unangenehmer Klang wie bei mir zu Hause.

Für Tipps, wie ich aus meinem Klangdesaster herauskommen könnte, wäre ich extrem dankbar!! Ich will diesen seidenweichen Klang, der macht süchtig...

Ich hoffe, es liest noch wer diesen Thread und weiß guten Rat!! Vielen Dank im Voraus!


[Beitrag von peter1397 am 19. Aug 2016, 22:28 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#25 erstellt: 20. Aug 2016, 06:00
Moin Peter,


peter1397 (Beitrag #24) schrieb:
Für Tipps, wie ich aus meinem Klangdesaster herauskommen könnte, wäre ich extrem dankbar!! Ich will diesen seidenweichen Klang, der macht süchtig...


willkommen im Forum.

Gib mal: Kapazität, Tonabnehmer und Aikido in die Suche ein.
Tywin
Inventar
#26 erstellt: 20. Aug 2016, 06:27
Hallo,

Dein Goldring-System will gemäß Hersteller eine Abschlusskapazitât 150-200pF um einwandfreien Klang zu bewirken.

Die Kapazität vom Tonabnehmer bis einschließlich dem Phonovorverstärker ergibt sich aus den Kapazitäten der Verkabelung vom Tonabnehmer bis zum Pre + der Eingangskapazität Deines Pre.

Stelle wenn möglich an Deinem Pre die niedrigste Kapazität pF (nicht Impedanz Ohm) ein und verwende ein kurzes kapazitätsarmes Kabel.

Achte bei Vergleichen von Pre hinsichtlich der verschieden starken Vorverstärkung auf die gehörte Lautstärke da eine höhere Lautstärke als besserer Klang empfunden wird, damit aber nichts zu tun hat.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 20. Aug 2016, 09:10 bearbeitet]
akem
Inventar
#27 erstellt: 20. Aug 2016, 08:59
Technics hat mitunter Cinchkabel verwendet, die extrem viel Kapazität hatten. Beim 1210er reden wir da schnell von deutlich über 300pF. Hängst Du dann noch 90+47pF hintendran, dann bist Du mehr als Faktor 2 über dem erlaubten Bereich...
Also: Kürze das Kabel des Technics auf das unbedingt nötige Minimum oder baue ein kapazitätsarmes Kabel ein. Dann sollte das was werden.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#28 erstellt: 20. Aug 2016, 09:33
Tag,

das Verfärbungsdesaster (schrill, scharf) geht zu annähernd 100% zu Lasten des SUPA 3.0e, dessen 100 Kiloohm - statt der Norm 47 kOhm - zusammen mit den weiter verderbenden >200 pF das Goldring G1042 am Technics SL-1210 Mk (?) unbrauchbar machen.
Die Technics SL-Serie brachte typisch 125 pF an Kapazität mit, für kurze Zeit für die Modelle Mk II auch 325 pF, ausgenommen das Modell M5G mit Technics High Fidelity Audio Cord mit nur 70 pF (einschließlich Tonarmkabel!).
Nach dem Zeitraum und der Erscheinungsweise der Kabel 325 pF gegen 125 pF kann man unter KABUSA und SL-1210 Mk II suchen lassen (hier im Forum). Oder direkt: http://www.kabusa.com/production_rpt.htm

Um welchen 'aktuellen kleinen Denon' handelt es sich? Wenn ein PMA-520AE/720AE, die haben nominell 200 pF an Eingangskapazität, plus die streuende Kapazität der Spule des eingängigen RL-Filters, ca. 50 pF; somit ca. 250 pF. Mit 125 pF eines Technics SL-1210 Mk II (oder so), dann sind das ca. 375 pF, zu hoch für ein G1042.
Die Rega haben typisch 110-120 an Pikofarads, die MFs bestimmt keine 100 kOhm im MM-Phono-Modus. Nachgesehen (Hifiengine), nominell 47 kOhm bei Eingangsempfindlichkeit 2,5 mV und hoher Verstärkung ca. 43 dB (132-fach), Kapazität typisch bei MF um 100 pF (+/-30 pF). Was an einem Rega gerade noch tauglich sein kann.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 20. Aug 2016, 13:08 bearbeitet]
frank60
Inventar
#29 erstellt: 20. Aug 2016, 14:57
Mein 1042 war zuerst am Thorens TD295MKIV montiert. Am Denon PMA700 Phonoeingang klang es, na ja, bei Weitem nicht so gut, wie es sollte. Verzerrungen, zischende S-Laute, die ganze Palette an Störungen. Nach Anschaffung eines GrahamSlee Preamps war er nicht wiederzuerkennen, der Klang entsprach dem, was ich erwartet hatte.
Dann habe ich ihn am Yamaha YP-D71 (15g Arm) betrieben, mit relativ schwerer AT MG10 Headshell, am Phonoeingang des Marantz 2265B und wahlweise am Trigon Vanguard II, Klang auch perfekt.
Aktuell hängt er an einem Fisher MT-6225, immer noch mit der AT Headshell, klingt ebenfalls perfekt.

Dazu muß ich aber auch sagen, daß ich ihn an allen 3 Drehern mit selbstgebauten optimierten Kabeln, also mit so wenig wie möglich Kapazität, betrieben habe.
peter1397
Neuling
#30 erstellt: 20. Aug 2016, 21:15
Liebe JC, Tywin, akem, Albus und frank60,

riesigen Dank für Eure Hilfe!!!

Ich habe div. Hinweise verfolgt und gehe heute klüger schlafen, als ich in der Früh aufgewacht bin :-)

zB habe ich herausgefunden, dass mein 1210 MK II mit den 325 pF Kabeln ausgestattet ist, also DER Wahnsinn. Die hau' ich raus, darauf freue ich mich schon.

Unter einem von den Links aufgrund der Suchempfehlung von JC habe ich einen Kommentar von Dir, Albus gefunden, wo Du Industriekabel vom Typ RG 62 empfiehlst. Habe gerade bei Conrad geschaut, die haben da mehrere Modelle. Ich nehme an, da kann ich mir irgendeines kaufen, das physisch (Dicke und Flexibilität) ca dem alten entspricht, sodass ich es in den 1210er einlöten kann? Das heißt dann zB so: "Koaxialkabel RG62 A/U 93 Ohm Schwarz Helukabel 40005 Meterware"

Bzgl. Problem der 100 kOhm:

In der Betriebsanleitung zum SUPA steht: "MM-Betrieb: Der Widerstand Re auf der Platine hat 100 Kohm. Dieser Widerstand kann durch einen weiteren 100 Kohm Widerstand für MM- Betrieb im Anpass-Cinchstecker auf die Buchsen Cpl/Cpr auf der Geräte-Rückseite auf gesamt 50 kOhm ergänzt werden. Der beigelegte 100k Widerstand ist dann zu dem vorhandenen Anpass-Kondensator (100, 220, 470 pF) parallel einzulöten." Klingt für mich widersinnig: 100+100=50?! Wäre damit das Problem gelöst, dass das Goldring einen Eingangswiderstand von 47 kOhm haben will (dem wir mit 50 ja deutlich näher wären als mit 100)??

Wenn ja, würde ich halt so einen Stecker ohne Anpasskondensator, aber mit Eingangswiderstand basteln.

Wenn ich jetzt rechne, sollte das System hinhauen: Der 1210er wäre mit einem niederkapazitiven Kabel vielleicht irgendwo unter 100 pF, der SUPA hat 90, gibt irgendwas zwischen 150 und 190 - sollte passen. Und der Eingangswiderstand wäre mit 50 auch im tolerablen Bereich.

Passt diese Milchmädchen-Rechnung, oder haut das so nicht hin?

Wiederum vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße aus Wien!

Peter


PS und @ Albus: Ja, der alternative Verstärker war ein Denon 520AE, furchtbar mit dem G1042. Jetzt verstehe ich auch, warum :-)
.JC.
Inventar
#31 erstellt: 20. Aug 2016, 21:24
Hi,


peter1397 (Beitrag #30) schrieb:
.. gibt irgendwas zwischen 150 und 190 pF
..
Passt diese Milchmädchen-Rechnung, oder haut das so nicht hin?


theoretisch passt das, jetzt musst Du es nur noch praktisch umsetzen



ps
mein SL 1710 hat 125 pF Adern
da brauche ich mit dem Aikido mit 50 pF nichts zu tun

Glück gehabt.
ParrotHH
Inventar
#32 erstellt: 20. Aug 2016, 22:52
Für meine nächsten Dreher-Projekte (irgendwann ist ja der April vorbei und es wird Herbst) habe ich mir dieses Kabel besorgt. Es ist etwas steif, dafür sehr kapazitätsarm (70pF/m) und bringt schon eine Leitung mit, die man als Masse nutzen kann.

Bisher habe ich immer das Sommer Cable Onyx benutzt, höhere Kapazität (120pF/m), dafür sehr flexibel.

Bei beiden Varianten kann man die Zugentlastung des 1210ers wahrscheinlich nicht mehr richtig nutzen, weil das neue Kabel zu dick dafür ist.

Beim Löten bitte aufpassen. Die Platine ist recht empfindlich.

Parrot
frank60
Inventar
#33 erstellt: 21. Aug 2016, 06:49
Ein sehr gutes Kabel für Dreher ist auch das Oehlbach NF1.
Nicht ganz billig, aber mehr als einen Meter braucht man eher selten, da halten sich die Kosten in Grenzen. Von den Werten her perfekt (59pF/m), sehr gut zu verarbeiten, seeehr flexibel.
Habe ich schon einige Male verarbeitet und war zufrieden.


[Beitrag von frank60 am 21. Aug 2016, 06:50 bearbeitet]
Albus
Inventar
#34 erstellt: 21. Aug 2016, 10:30
Tag,
und Tag Peter,

SUPA 3.0e, die 100 kOhm werden nach Ergänzung in Schaltungs-Parallelität (was der Fall ist) tatsächlich zu 50 kOhm. Die Rechnung sieht wie folgt aus:
(100 x 100) dividiert durch (100 + 100), also
10000 : 200 = 50, somit 50 kOhm als Eingangswiderstand.

Als Ersatzkabel kann man eines der RG 62 wählen (45-55 pF/m Kapazität, Belden 1505F ist die F = flexible Version, 1505A die steife Variante)), eben ausgesucht nach den Erfordernissen an Flexibilität und Durchmesser.
Ein anderes Kabelprodukt mit geringem Durchmesser (<4 mm) ist das RG 180, Kapazität 50 pF/m. Beispiel ist hier Belden 83266.
Bei Kabeln mit Alufolienschirm bedenke man die schlechte Lötbarkeit (eigentlich gar nicht des Folienschirms, als Abdeckung verbleiben dann weniger als die spezifizierten 100%).

Das Tonarmkabel der SL12xx-Serienmodelle bringt 20-25 pF an Kapazität mit, wollte man dies von vornherein berücksichtigen.

Schließlich kommt man in den Bereich der Tauglichkeit eines Goldring G1042 - und man hat gewonnen. Gut.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 21. Aug 2016, 10:52 bearbeitet]
peter1397
Neuling
#35 erstellt: 21. Aug 2016, 21:33
Hallo und wiederum riesigen Dank für Eure weiteren Tipps und Kommentare!

Ich habe mir das Oehlbach NF1 bestellt und werde es Anfang September einlöten, gleiches gilt für die Kondensator-Lösung. Das Oehlbach Kabel hat Durchmesser 5,5mm, das Originalkabel 3,5 - wird also im Einbau nicht ganz optimal, aber was soll's. Ich gebe Euch dann Bescheid, ob es funktioniert hat!

In der Zwischenzeit werde ich vielleicht dem Spieltrieb nachgeben und das vorhandene Kabel einfach abschneiden... :-)

Übrigens, mir war gar nicht bewusst, dass ich so einen "feinen" Tonabnehmer habe. Den habe ich 2009 bei Mantra-Audio um ca 200,- Euro gekauft. Heute schau' ich wieder auf die Seite, kostet er doch glatt um die 400,- Euro. Für meine Eltern (die haben auch das Goldring, weil es damals nicht schlimm teuer war - aber jetzt geht der linke Kanal nicht mehr, komisch weil kaum verwendet) habe ich jetzt ein Ortofon OM 5E gekauft. Das scheint nämlich hohe pFs zu vertragen. Bin neugierig, ob ich klangliche Unterschiede zum Goldring hören kann. (Ist dort aber wurscht, weil die haben Pioneer-Boxen aus den 60ern..)

Nochmals herzlichen Dank Euch allen!

Grüße aus Wien,

Peter
peter1397
Neuling
#36 erstellt: 25. Sep 2016, 22:45
Guten Abend,

und vielen Dank nochmals an alle, die mich mit Infos unterstützt haben. Hier möchte ich noch kurz meine Ergebnisse schildern.

Vorausschicken muss ich, dass ich leider Eingangs Äpfel mit Birnen verglichen habe (siehe in #24 in diesem Thread, wen dieser Text interessiert, sollte ab dort nachlesen). Mein 1210er mit G1042 hat nämlich eigentlich immer völlig OK geklungen. Nichts, was ich seither unternommen habe, hat den Klang wesentlich verändert. Gut aufgenommene Platten klingen drauf gut, schlechte schlecht.

Hier, wie es zu meinem Irrtum gekommen ist:

Einerseits habe ich VERSCHIEDENE Platten auf dem Rega RP6 mit G1042 auf der Anlage meines Bekannten gehört. Diese Anlage (Musical Fidelity A5 Verstärker, Vienna Acoustics Beethoven Concert Grand, teure Kabel, etc. ) klingt ganz toll samtig, warum auch immer. „Samtig“ bedeutet hier „in den Höhen gedämpft“, was zunächst einmal einfach „anders“ klingt, aber so hört man das ja nicht, sondern: [anders = neu = geil]. Später habe ich bemerkt, dass das durchaus auch Nachteile haben kann (bei Schubert-Liedern mit Fischer-Dieskau fand ich die Textverständlichkeit deutlich reduziert ggü meiner Anlage).
Andererseits hörte ich - obendrein an einem anderen Tag - EINE SPEZIFISCHE Platte, die sehr unschön scharf klingt (Brahms Violinkonzert mit Oistrach und Klemperer), auf meiner Anlage (1210er mit G1042, SUPA 3.0e Phonoamp, Accuphase E-210, Vienna Acoustics Beethoven Concert Grand). Meine Anlage, in meinem Wohnzimmer, hat vergleichsweise ein wesentlich helleres Klangbild als die meines Bekannten in seinem Hörraum.

Aus diesem völlig windschiefen Vergleich schloss ich messerscharf, dass der Klang meines 1210ers mit G1042 furchtbar scharf und klirrend ist.

Hier alles, was ich unternommen habe, auf der Suche nach dem samtigen Klang (alles mit dem SUPA 3.0e Vorverstärker eingestellt auf Eingangsimpedanz 47 kOhm, 90 pF). Wie gesagt, ohne dass einer dieser Schritte zu für mich wahrnehmbaren Klangunterschieden geführt hätte:

• Das Original-Plattenspielerkabel des 1210ers gekürzt (damit Reduktion der Kapazität von 325pF auf geschätzte 80-100pF)
• Ein neues Kabel in den 1210er eingelötet (Oehlbach NF1, 1,25m)
• Die Justage des Systems anhand der Justagelehre des 1210ers und anhand einer „Tonabnehmer Einmesslehre“ (Just 1 von analogis) überprüft
• Die Tonarmhöhe überprüft und testweise deutlich verändert
• Das Auflagegewicht mit einer Ortofon-Waage überprüft und exakt auf 1,75g eingestellt, verglichen mit Auflagegewicht 2g
• Mit dem Antiskating herumexperimentiert (1,75; 2,5; 3)

Danach bin ich von dem optimal justierten SUPA 3.0e + Accuphase E-210 umgestiegen auf einen Billigsdorfer Sony TA-FE530R mit einem MM-Phonoeingang, dessen Eingangsimpedanz in der Betriebsanleitung nicht drinnen steht. Das ist übrigens eine Differenz der Neupreise von ca 3.300 Euro auf 200 Euro … noch immer kein Klangunterschied.

Ein Zwischenschritt war, dass ich meinen 1210er genommen habe und damit zu meinem Bekannten gepilgert bin. Dort hat er exakt gleich geklungen wie der Rega RP6.

Nicht ersparen möchte ich der Gemeinde auch meine Überraschung darüber, dass das billige Ortofon OM-5E in meinen Ohren auch nicht wirklich anders klingt als das G1042.

Völlig zerstört war ich schlussendlich bei folgendem: Stereoplay hat eine CD „Vinyl Classics“ herausgebracht (Heft 03/2014). Darauf der 3. Satz des Beethoven Violinkonzerts mit Schneiderhahn, mit absurd überteuerten Gerätschaften von LP digitalisiert. Zufällig habe ich die original LP in meiner Sammlung. Ursprünglich war ich auch in diesem Fall überzeugt: „Samtiger Klang“ hier (Stereoplay-CD), kratziger da (mein 1210er). Jetzt mache ich nochmal einen Vergleich mit direkter Umschaltmöglichkeit zwischen den 2 Quellen (CD-Player und 1210er), und auch dieser Klangunterschied verwischt sich bis zur Unkenntlichkeit – einmal abgesehen von den Kratz- und sonstigen Laufgeräuschen, die bei Stereoplay wesentlich geringer ausfallen.

Nebenbemerkung: Außerdem habe ich mir ein neues Multimeter geleistet, das auch die Kapazität messen kann. Es ist mir nicht gelungen, bei einem Kabel ein Messergebnis zu erhalten. Bei Messung eines Audiokabels (also die Elektroden des Messgeräts angehalten an den Innenpol an beiden Enden des Kabels) war das Ergebnis so, als ob ich die Elektroden des Messgerätes kurzgeschlossen hätte. Wenn ich zwischen Kabel und Elektroden noch einen Kondensator gehalten habe, dann hat das Messgerät lediglich den Wert des Kondensators angezeigt. (Habe allerdings keinerlei Bildung in Elektronik, man kann das wohl so nicht messen.)

Mein Schluss aus dem Ganzen: Die verschiedenen Stufen des „Wiener Vergleich“ haben sich für mich in diesen Tests und Vergleichen voll bestätigt, ebenso wie die auf der Seite Hifi-Aktiv aufgestellten Thesen (keine Klangunterschiede zwischen Verstärkern, Kabeln, Plattenspielern, nur mäßige zwischen Tonabnehmern). Im Wesentlichen klingt der 1210er für mich genauso wie der Rega RP6 (und damit wohl wie jeder andere halbwegs anständige Plattenspieler), und das sehr robust in Hinblick auf einige Justage-Parameter wie Auflagegewicht, Antiskating-Einstellung, Tonarmhöhe. (Konstant war bei mir immer die waagrechte Ausrichtung des Gerätes und die über den Daumen richtige Justage des Tonabnehmers – weil, seinen wir uns ehrlich, auch mit der Justagelehre oder irgendwelchen Justageschablonen kann von einer feinmechanisch präzisen Justage keine Rede sein).

Ich möchte damit nicht behaupten, dass es absolut keine Klangunterschiede gibt – nur, dass diese für mich, und unter Verwendung einer halbwegs brauchbaren Anlage, nicht mit Entschiedenheit feststellbar sind und somit keinerlei gesteigerten Aufwand rechtfertigen.

Hoffentlich erregt diese Feststellung nicht den Zorn jener, die wesentlich bessere Ohren haben als ich (so es solche gibt). Ich rate nur jedem, der in seinen Plattenspieler viel Geld investieren will, vorher nach Möglichkeit sehr gut zu testen, ob das tatsächlich irgendetwas bringt – am besten mit einem so weit wie möglich „blinden“ Vergleich, zumindest aber mit einer direkten Umschalt-Möglichkeit zwischen Setup A und Setup B im laufenden Betrieb. Wenn man 2 verschiedene Setups mit zeitlichem Abstand hört, auch wenn nur 5 Minuten dazwischen sind, hat man keine Chance auf einen realistischen Vergleich, sondern wird immer haushohe Unterschiede zu hören glauben.

Abschließend scheinen mir 2 Effekte eine sehr stark Wirkung zu haben: Einerseits der Gewöhnungseffekt – die eigene Anlage wird einem sehr schnell langweilig. Andererseits jener Effekt der besagt, dass beim Nachbarn die Wiese immer grüner ist.

Mit besten Grüßen aus Wien,

Peter

PS: Einbau des Oehlbach-Kabels ist suboptimal, wegen des stärkeren Durchmessers, geht aber. Es hat 2 Schichten Plastik-Isolierung, wenn man die äußere entfernt passt sogar die original-Zugentlastung des Technics mit etwas gutem Willen.
lcts
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 26. Sep 2016, 20:43

Ich möchte damit nicht behaupten, dass es absolut keine Klangunterschiede gibt – nur, dass diese für mich, und unter Verwendung einer halbwegs brauchbaren Anlage, nicht mit Entschiedenheit feststellbar sind und somit keinerlei gesteigerten Aufwand rechtfertigen.


Das deckt sich mit meinen Erfahrungen: Ich hab dieselben Platten mit verschiedenen Abnehmern (allerdings bei weitem nicht deine OM5 <-> Goldring-Spannweite) digitalisiert und dann blind (und über geschlossene Kopfhörer), vergleichend gehört und bin zu exakt demselben Schluss gekommen.

Eine Ausnahme: Besonders bei stark gebrauchten Platten (das sind bei mir viele) klang meine konische Nadel relativ deutlich dumpfer als die elliptischen. Ich vermute das liegt daran, dass eine 50 Jahre alte Platte hauptsächlich konische Nadeln gesehen hat, und man mit einer anderen Nadelform eine frischere Stelle der Rille abtastet. Bei Flohmarktplatten und sonstiger Gebrauchtware sollte also vllt. sogar ein Holzohr wie ich zumindest in eine elliptische Nadel investieren.
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