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Technics SL-J1 allgemeine Frage und gutes T4P-System?

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implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 26. Jan 2016, 15:58
Hallo erst einmal an Alle, denn ich bin neu hier - auch wenn ich mich "passiv" bereits längere Zeit hier umschaue.

Nachdem nach meinem Umzug die Hifi-Anlage neu verkabelt wurde (kürzere/bessere Chinch- und Lautsprecherkabel) und im neuen Wohnzimmer nun eine andere Konfiguration realisiert werden konnte (die Anlage war vorher auf Wohnzimmer und Studio "verteilt") wollte ich gerne mal wieder Schallplatte hören, ich gebe zu, die Vinyls hatten jahrelang ein Schattendasein geführt.
... Zumal auch mein alter Technics SL-J1, den ich mir ca. 1984 kaufte, in Sachen Elektronik schwächelte (Cueing und Titelwahl sowie die Stop-Taste gingen nicht mehr).
Vor schon vielen Jahren kaufte ich mal eine neue Nadel oder auch ein ganzes System, ich erinnere mich aber leider nicht mehr daran (drin ist ein System Technics EPC-P30).
Nachdem auch der Riemen schlapp machte tauschte ich den vor ca. 4 oder 5 Jahren und würde den in Kürze wohl auch noch mal erneuern.

Heute traute ich mich dann endlich mal ran und nahm den Dreher ein wenig auseinander. So weit es ging gereinigt und ausgeblasen, das Bedienteil abgebaut und mit Elektronikreiniger und Druckluft gereinigt, zusammengebaut und siehe da, alles geht wieder, sogar die Titelwahl klappt. Klasse.

Und nun zu meinen Fragen:
• Aufgefallen ist mir an dem Teil des Motors, auf den der Riemen kommt, dass die Lauffläche etwas oxidiert ist und nicht zu reinigen geht. Bekommt man den Motor als Ersatzteil noch irgendwo her?

• Das integrierte Netzteil brummt hörbar, wenn ich mit dem Ohr nah an den Dreher gehe - auch wenn es akustisch über die Anlage wohl nicht durchschlägt, selbst bei vollster Lautstärke. Gibt es hier für mich Möglichkeiten, das Netzteil zu wechseln oder vielleicht sogar ein externes und gutes Netzteil anzuschließen (... ok, wohl auch eine Kostenfrage und Frage der Notwendigkeit, wenn es akustisch nicht hörbar ist)

• Am meisten interessiert es mich aber, ob ich das T4P-System nicht gegen ein besseres austauschen kann, da ich sowieso eine neue Nadel bräuchte. Gibt es da von Eurer Seite Empfehlungen?
Meine Recherche:
- Günstig wäre ein Technics P34 zu bekommen (ca. 40,-)
- AT bietet einige Modell an, sind sogar allesamt günstiger als der Technics, aber wäre das eine "Verbesserung" mit z.B. einem AT-3474 EP?
- Ein Shure M92E liegt bei ca. 70,- (der wiegt aber "nur" 5,9 und nicht 6gr, und die Nadel ist scheinbar in flacherem Winkel zum Gehäuse, kann das ein Problem werden?)
- Ortofon OMT10 scheint leider nicht mehr erhältlich zu sein, ein OMP20 scheint mir aktuell schon etwas übertrieben mit satten ca. 190,-

Der ganze Hintergrund hier ist aber auch, dass ich in letzter Zeit irrsinnig viele Stunden mit Recherche hier im Forum, in Testberichten und in Anzeigen gemacht hatte, da ich mir einen neuen oder gebrauchten Dreher im Ersatz zulegen wollte und einfach keine Entscheidung treffen konnte. Gebraucht war bisher nichts dabei oder für irrsinnige Mondpreise (oder Kleinanzeige aus Polen ..... :-) ).
In Sachen Neugeräte bin ich eher enttäuscht in Sachen Gleichlaufschwankungen und Preis/Leistung aktueller Geräte. Teure Geräte ohne Endabschaltung, Geräte an denen keine Geschwindigkeitsjustierung vorgenommen werden kann, etc.
..... Obwohl mir ein konfiguriertes Teil wie Music Hall mmf 7.1 mit "Mojo" Tonabnehmer oder auch ein Pro-Ject 2 Xperience Classic Acryl mit 2M Red gut gefallen würde, ich mich aber selber noch nicht überreden konnte, so viel Geld in die Hand zu nehmen - Auch wenn ich, was Design betrifft, da affin bin ;-)

Ich denke, ich beobachte mal weiter den Gebrauchtmarkt und vielleicht fällt mir ja was Gutes in die Finger, bis dahin möchte ich aber meinen SL-J1 noch gut betreiben und würde auch noch mal einen Hunni für eine Klangverbesserung in die Hand nehmen.

Vielen Dank schon mal und liebe Grüße aus dem fränkischen.
akem
Inventar
#2 erstellt: 26. Jan 2016, 17:11
• Aufgefallen ist mir an dem Teil des Motors, auf den der Riemen kommt, dass die Lauffläche etwas oxidiert ist und nicht zu reinigen geht. Bekommt man den Motor als Ersatzteil noch irgendwo her?
--> Wohl kaum. Du kannst mal einen Glasfaserstift kaufen und die Glasfasern bei drehendem Motor an das Pulley halten. Riemen vorher natürlich abnehmen...

• Das integrierte Netzteil brummt hörbar, wenn ich mit dem Ohr nah an den Dreher gehe - auch wenn es akustisch über die Anlage wohl nicht durchschlägt, selbst bei vollster Lautstärke. Gibt es hier für mich Möglichkeiten, das Netzteil zu wechseln oder vielleicht sogar ein externes und gutes Netzteil anzuschließen (... ok, wohl auch eine Kostenfrage und Frage der Notwendigkeit, wenn es akustisch nicht hörbar ist)
--> Man könnte bestenfalls den Trafo auslagern. Es kann sein, daß der mit Gummiringen schwimmend gelagert ist, die im Laufe der Jahrzehnte verhärtet sind. Vielleicht kann man dafür Ersatz auftreiben?

• Am meisten interessiert es mich aber, ob ich das T4P-System nicht gegen ein besseres austauschen kann, da ich sowieso eine neue Nadel bräuchte. Gibt es da von Eurer Seite Empfehlungen?
--> Meine Empfehlung: behalte das EPC30! Keines der genannten Systeme ist besser und der Klang des TA hängt sowieso von der Nadel ab. Und für das Technics gibt es von Jico eine Reihe von guten Nadeln zu kaufen - leider nicht alle in Deutschland. In Deutschland am ehesten ist die SAS-Nadel zu kriegen (meist knappe 200€). In Japan bei Jico direkt kostet sie 133$, da kommen aber Versand und Einfuhrumsatzsteuer noch dazu... In USA gibt es darüber hinaus eine hyperelliptische und eine Shibata-Nadel, beide ebenfalls von Jico. Da kommen dann auch wieder Versand und Einfuhrsteuer drauf... Klar kosten die erstmal viel Geld, dafür klingen sie auch viel besser als Billignadeln und halten auch erheblich länger. Ne Standard-Ellipse hält vielleicht 800h, eine Shibata oder SAS an die 2000h...
hyperelliptisch: http://www.turntable...DHE-copy_p_3817.html
Shibata: http://www.turntable...-718-DSH_p_3717.html
SAS: http://www.jico-styl...h=10&products_id=622

Gruß
Andreas
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 26. Jan 2016, 18:38
Danke schon mal "akem" :-)

Den Glasfaserstift probiere ich mal, Danke.

Wegen der Nadel habe ich mir die Links von Dir angeschaut, da steht nirgendwo eine echte Kompatibilität zu dem EPC-P30. Dazu habe ich nur den hier gefunden, bei dem das System auch wirklich in der Liste steht: http://www.turntable...0-series_p_3943.html ... oder eben nur andere "billige" Nadelvarianten für unter 20 Dollar.

Im Falle: Was muss man denn da noch an Nebenkosten rechnen (Zoll, Steuer, ....?)

Zudem hatte ich heute beim reinigen den Eindruck, dass der Nadeleinschub nicht mehr wirklich "fest" ist . Kann es sein, dass der Einschub am System selber ausgeleiert ist und es dadurch auch zu Übertragungsproblemen kommen kann? Auch deshalb mit die Idee, gleich das System zu wechseln .....

Tante EDIT:
Habe auf der Seite "turntableneedles" noch mal recherchiert sowie Einfuhr/Steuer recherchiert. Über € 22,- und unter € 150,- kommt MwSt. drauf, über 150 Einfuhrzoll.
Wäre es da für mich nicht eine Alternative, dort ein noch erhältliches Ortofon OMP10 (ca. €81,- zzgl. MwSt und wohl Versand) zu ordern, dieses erst einmal zu bespielen und wenn das fertig ist auf ein OMP20 oder 30 oder sogar 40 zu gehen? Denn die nadeln bekommt man auch in Deutschland wohl noch ohne Probleme .....

Thx und Gruß


[Beitrag von implied am 26. Jan 2016, 19:07 bearbeitet]
akem
Inventar
#4 erstellt: 26. Jan 2016, 19:02
Die Nadeln von ECP 24 bis 33 und noch ein paar anderen sind allesamt kompatibel.
Wenn sie nicht mehr fest sitzt ist eine Ferndiagnose schwierig. Das können schlichtweg Toleranzen eines Nachbaus sein, es wäre aber theoretisch auch denkbar, daß die Führung im Systeminneren ne Meise hat. Das halte ich aber für eher unwahrscheinlich, sofern da nie eine Nadel mit Gewalt reingeschoben wurde.

Zu den Zusatzkosten: es kommt ein relativ teurer Übersee-Versand dazu und dann die Einfuhrumsatzsteuer von 19% auf Warenwert plus Versand. Ja, auch auf den Versand... halte ich zwar für unverschämt aber gegen den Staat und seine Steuergesetze kann man sich halt nicht wehren...

Gruß
Andreas
evilknievel
Inventar
#5 erstellt: 27. Jan 2016, 12:49
Hallo,

falls du den Technics noch länger betreiben möchtest, lege ich dir das Digitrac 300E ans Herz. Das ist das beste T4P System zu einem noch vernünftigen Preis.

Für den Fall, daß in näherer Zukunft doch ein anderer Dreher ins Haus steht, kann die Nadel auch an Ortofon OM Bodys berieben werden, wenn man einen kleinen Pin abknipst.

Gruß Evil
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 27. Jan 2016, 13:57
Danke @evilknievel,
das Digitrac 300E hatte ich auch schon im Sinn :-)

Diese Recherche macht mich noch wahnsinnig. Vor allem da ich sehe, dass eigentlich wohl keines der (noch) angebotenen T4P-Systeme eine "dauerhafte" Lösung zu sein scheint, es gibt immer weniger.
Nur ein paar Jahre im forum zurück geschaut gab es noch mehr Auswahl. Außerdem finde ich es frech von den Herstellern, die Preise in so kurzer Zeit dermaßen hoch zu schrauben, obwohl man erwarten müsste, dass mit fortschreitender Produktionstechnik zu gleichem Preis besseres gemacht werden kann.

Na ja, der Dreher ist ja nun schon über 30 Jahre alt, so sehe ich mich immer mal wieder um und werde auch mal wieder Flohmärkte besuchen gehen..... Vielleicht fällt mir ja was schönes in die Finger, bei dem es sich dann wirklich auch lohnt, in mit gutem System/Nadel aufzubohren.
Denn in Kleinanzeigen oder Auktionen braucht man zur Zeit auch nicht schauen. Wenn ein Dreher wie mein SL-J1 schon um € 160,- drin steht, braucht man wohl etwas mehr als nur "Glück".

Egal, habe gerade die Moonmadness von Camel (1979) und Bostons "More than a feeling" voll aufgedreht.... und das geht auch mit aktuellem System noch ziemlich gut.
Gute räumliche Auflösung, Bässe nicht so sehr präsent aber noch knackig, in den Höhen etwas schwächer aber auch noch ok. Dann habe ich mal von Van Halen die "1984" aufgelegt und war sogar etwas positiv überrascht: Leise oder laut klingt das verdammt gut. Ok, Bass könnte einfach mehr kommen, vielleicht sogar die Mitten leicht weniger aber die Höhen passen und es "zerrt auch nichts an den Ohren" - Obwohl zu der Zeit HiHats immer sehr hoch und knackig waren und auch so abgemischt wurden. (teilweise übertrieben hell) .

Tja, da ärgere ich mich heute doch schon etwas, dass ich in meinen jungen Jahren einen Technics SL-3210 durchrockte, den verschenkte ich dann irgendwann um die Zeit als ich den SL-J1 kaufte. dabei war wohl nur die Nadel duch. :-)

... Mal sehen was so kommt in nächster Zeit.
Vielen Dank Euch
raphael.t
Inventar
#7 erstellt: 27. Jan 2016, 14:49
Hallo!

Ich kann Ortofon 320 empfehlen, die Nadel gibt es noch original, Fine-Line gebondet um ca. 70 Euro,
man kann den Korpus von 305 oder 310 ebenfalls verwenden und mit der Nadel upgraden, wenn man denn einen solchen hat.

Grüße Raphael
evilknievel
Inventar
#8 erstellt: 27. Jan 2016, 16:54
Ted Templeman hat den Van Halen Brüdern eine richtig schicke Produktion geklöppelt. Insbesondere der nach "Holz" klingende Sschlagzeugsound ist erste Sahne.
Mit einem geeigneten Tonabnehmer wirst du weder Bass noch Mitten vermissen. Mit einem sauberen Abtaster kann man dann auch nachvollziehen, wie tricky der Alex die Becken bearbeitet, ohne das alles in einem dauernden schhhhhhh untergeht.
Bei Camels Moonmadness ist der Bassbereich wie von dir beschrieben. Das war damals scheinbar so gewollt. Die remasterte CD Version von 2002 bringt klanglich/dynamisch auch keinen Zugewinn. Camel Scheiben sind tendenziell dynamikmäßig nicht aus dem vollen Holz geschnitzt. Mirage ist von den alten 70er Jahre Schinken vielleicht am besten.
Boston, hier insbesondere Foreplay/Longtime kommt mit einem ausdrucksstarken Bass, jedoch ohne Tiefbassanteil. Das dürfte ebenfalls dem in den 70er Jahre bevorzugten Klangempfinden geschuldet sein.
Ich habe immer das Gefühl, daß in den 70ern die guten Produzenten/Sound Engineers an den Mischpulten der Funk und Soul Bands saßen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gruß Evil
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 27. Jan 2016, 17:13
Ja, @evilknievel,

ist natürlich soundmäßig auch viel der "Zeit" geschuldet, habe ich aber auch schon etwas mit "berücksichtigt". Muss noch ein paar Platten mehr rauskramen....

Hatte vorhin noch die "GRP Live in Session" (ein Projekt mit Lee Ritenour und Dave Grusin) drauf, die für einen Live-Mitschnitt sehr gut gemischt ist, dann noch die "Product" von Brand X (die aber auch etwas ... ich sage mal "matter" ist) und auch die kommen für mich in aktueller "Dreher-Konfiguration" noch richtig gut hin.

@raphael.t:
Habe dazu mal recherchiert, aber 305, 310 oder 320 als System nicht zu bekommen ....
Marsilio
Inventar
#10 erstellt: 27. Jan 2016, 17:40
Ha, die "GRP Live in Session" hatte ich vor sicher 20 Jahren auf eine TDK SA-Kassette aufgenommen - und erst vor wenigen Wochen mal wieder gehört. Wirklich gut abgemischt (und sensationell ist auch die TDK-Kassette. die Aufnahme ist super erhalten, Pegel wie ab CD, keinerlei Dropouts).

Aber zurück zum Thema: Ich habe den Eindruck, dass Du "reif" bist, wieder so richtig ins Vinylhobby einzusteigen. Nichts gegen Deinen T4P-Dreher, für Gelegentlich-Hörer absolut ok., aber eben: Punkto Tonabnehmersystemen ist man schon eingeschränkt - und wenn Du schon willens bist, 150 oder noch mehr Euro auszugeben wäre ev. der Wechsel auf einen Plattenspieler mit normalem 1/2-Zoll-Tonabnehmeranschluss keine schlechte Sache. Für unter 100.- wären beispielsweise der Technics SL-Q2 oder Q3, der Saba PSP250 oder PSP350 oder auch ein Hitachi-Direktriebler (mehrere Modelle der HT-Reihe, PS38, PS48) interessante Kandidaten.

Sehr empfehlenswerte Tonabnehmer gibt es z.B: von Audio Technica (AT440Mla für 170.-, AT150MLX für 320.- . die haben alle eine Microline-Nadel, also eine Nadel mit rafiniertem Multifacettenschliff, die wirklich alle Details aus der Platenrille holen und auch mindestens doppelt so lange halten wie "normale" elliptische Nadeln.

LG
Manuel
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 27. Jan 2016, 18:35
@Marsilio:
Da liegst Du richtig, bin wieder (und endlich) richtig "infiziert" :-)
Liegt vielleicht auch etwas an meiner "neuen" Konfiguration der Anlage und dem Wohnzimmer, in dem die Akustik insgesamt einfach besser ist als in der vorherigen Wohnung.
Betreibe (da ich eben auch Video mit fettem Surround-Sound mag) mittlerweile einen Yamaha RX-V659 mit Mainspeakers "Jamo S 608" (hammergeile Teile für schmales Geld) und für den Surround 5 Stück Regalboxen von Dual (2-Wege, weiß aber wirklich nicht, was das für Modelle sind, Holzgehäuse, grau und grau bespannt).

Jupp, Saba, Hitachi, Dual alles schon mal in den Kleinanzeigen recherchiert, liegen mir preislich meist zu hoch angesetzt, verhandeln lassen die gerade alle nicht mit sich (obwohl die Anzahl der Anzeigen für Plattenspieler schon hoch ist) - oder es sind schon optisch abgerockte Geräte.
Habe auch aktuell Technics SL-Q2, SL-Q3, SL-1510 MK2 im Blick, oder auch einen SL-1200MK2.
Hier sollte man mal auf den Sommer abwarten, Technics legt den tatsächlich neu auf "http://www.technics.com/global/introduction/hifi-direct-drive-turntable-system-sl-1200gae/"), vielleicht gehen dann die Gebrauchtpreise mal ein wenig runter.....
Zitat: "Ab Sommer 2016 wird eine Limited Edition der Grand Class SL-1200GAE mit einer weltweiten Auflage von 1.200 Stück im Handel erhältlich sein." Sollte man fast schon drauf sparen ;-)

Dazu habe ich mit einem sehr "vinylaffinen" Freund gerade erst über Thema "Dreher" gesprochen, der wiederum hat ein paar Kontakte, über die vielleicht auch mal was geht.......

Und während ich das schrieb hörte ich Pierre Morlins GONG "Downwind" ... WOW, wie das Vibraphon durch den Raum schwebt!
Marsilio
Inventar
#12 erstellt: 27. Jan 2016, 19:55
Der SL.1200 bzw. 1210 ist halt eine Legende - und entsprechend schweineteuer. Gut hatte Technics damals auch Heim-Versionen aufgelegt. Schau doch mal nach SL-1300, SL-1310, SL-1610, SL-1700, SL1710. Die sind genauso gut, in der Bedienung aber komfortabler.

Die Neuauflage des SL-1210 wird bestimmt sehr teuer...

Alternativen: Dual 704, 721, Kenwood KD990, KD7010, KD8030 (alle leider sehr teuer), Thorens TD320 usw.

LG
Manuel
tomtiger
Moderator
#13 erstellt: 27. Jan 2016, 21:17
Hi,


Marsilio (Beitrag #10) schrieb:
Sehr empfehlenswerte Tonabnehmer gibt es z.B: von Audio Technica (AT440Mla für 170.-, AT150MLX für 320.- . die haben alle eine Microline-Nadel, also eine Nadel mit rafiniertem Multifacettenschliff, die wirklich alle Details aus der Platenrille holen und auch mindestens doppelt so lange halten wie "normale" elliptische Nadeln.


es schwimmen öfters gebrauchte AT T4P Systeme in der Bucht, wo die gängigen AT Nadeleinschübe auch passen. Ob dass dann von wegen Nadelnachgiebigkeit mit dem T4P Standard bei eine AT440 Einschub passt, müsste man vorher prüfen.

LG Tom
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 28. Jan 2016, 00:54
Die Gerüchteküche zum 2016er SL-1210 kocht den Preis grad auf 4.000 $
Das ist in meinen Augen definitiv zu viel, auch für einen M5GE 2.799,- aktuell hin zu legen ist schon sehr heftig ... Aber ok, wenn manche 400,- für ein 1,5m Phonokabel ausgeben, wundert mich nichts mehr.....
:-)
akem
Inventar
#15 erstellt: 28. Jan 2016, 11:38

implied (Beitrag #11) schrieb:

Habe auch aktuell Technics SL-Q2, SL-Q3, SL-1510 MK2 im Blick, oder auch einen SL-1200MK2.


Den 12x0 hier im Biete-Bereich hast Du gesehen? Imho ein faires Angebot angesichts des offenbar makellosen Zustands.

Gruß
Andreas
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 28. Jan 2016, 12:33
Tja, 600,- Teuros scheinen nicht so schlecht zu sein für einen "makellosen" MK2.
Ich möchte aber aktuell einfach noch ein wenig weiter schauen, Preise vergleichen und mal die örtlichen Kontakte erst noch richtig nutzen - bin ja nicht soooo fixiert auf Technics.

Ich beobachte dabei trotzdem schon diverse Kleinanzeigen. Ich habe da MK2 schon unter 500,- gesehen, manche verkaufen gleich 2 Stück MK5 (teilweise mit Case und auch einer mit Serato SL1 ) im dreistelligen €-Bereich.
Da könnte man das nicht benötigte weiter veräußern.....

Einige sind für mich leider zu weit weg, einige nah genug, einer in der Nähe eines Freundes.
Habe aber auch das "Gefühl", dass die, die 2 x SL im "günstigen" Bereich verkaufen wollen, eher Betrüger sind. Waren auf meine Anfragen nun schon 2 dabei, die auf eine erste Nachfrage sofort reagierten, dann bei Frage nach Adresse und Termin wegen Selbstabholung nicht mehr reagierten.
:-) Ein Schelm, wer böses denkt.
akem
Inventar
#17 erstellt: 28. Jan 2016, 12:59
Naja, Dreher im Flightcase würde ich eher nicht kaufen. Denn das sind die Exemplare, die mit einiger Sicherheit in Klubs und auf Partys tätig waren und da weiß man nie, was die schon alles durchgemacht haben... Auch der optische Zustand solcher Dreher ist meist nicht mehr uneingeschränkt wohnzimmertauglich. Okay, die 12x0 stecken schon einiges weg: ein Kumpel von mir hat mal zwei Stück für nen Appel und ein Ei aus einer ausgebrannten Disko rausgekauft und denen ist definitiv warm geworden (angeschmortes Gehäuse). Geputzt, neue Tonabnehmer und die Dinger laufen heute noch - seit mittlerweile über 20 Jahren...

Gruß
Andreas
tomtiger
Moderator
#18 erstellt: 28. Jan 2016, 13:50
Hi,


akem (Beitrag #17) schrieb:
Okay, die 12x0 stecken schon einiges weg:


kommt auf den Einsatz an. Neues Lager, neuer Tonarm (ohne Basis) kann man für verhältnismäßig wenig Geld neu erwerben. 20 Jahre Disco tun so einem Dreher eher wenig, 5 Jahre intensives scratchen und andere "Performances", und das Serato lässt das vermuten, ....

Allerdings: Wenn der TE solche abgerockte SL-12xx für sich bzw. den Weiterverkauf sanieren will, auch wenn er für seinen keinen Wert auf Pitchregler etc. legt, bei dem, den er verkauft, muss der gehen, da können im Einzelfall schon mal einige hundert Euro für die Ersatzteile drauf gehen.

Wenn man rechnet 2x SL-12xx inkl. Serato SL1 für 900 Euro, dazu 400 Euro Ersatzteile im beide SL-12xx als "einwandfrei" verkaufen zu können, macht z.B. 1.300, zieht man davon das Serato SL1 ab (keine Ahnung, schätze 100 bis 200 Euro kann man dafür bekommen) dann haben die beiden Sl-12xx je 550 bis 600 Euro gekostet.

Das Problem ist, wer einen SL-12xx für 300 bis 400 Euro verkauft, kennt entweder die Marktpreise nicht, oder er weiß ganz genau, dass das Ding abgerockt ist und man erstmal Zeit und Geld reinstecken muss, damit er wieder "wie neu" ist.

Das selbe bei hochpreisigen SL-12xx, kann sein, dass sich der VK auskennt und weiß, dass das Gerät gut in Schuss ist und den Preis wert. Kann sein, dass sich der VK nicht auskennt, eine Klapperkiste hat, die erst aufwändig saniert werden muss, sich aber aus Unwissenheit an den üblichen hohen Preisen orientiert. Kann auch sein, dass sich der VK auskennt, und hofft, einen uninformierten Käufer zu finden,

LG Tom
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 28. Jan 2016, 14:13
Warum muss es denn unbedingt ein 12x0er-sein? Einen 17x0er bekommt man mit etwas Glück für 200.-, einen SL-Q2 sogar für unter 100.-; da wären im Vergleich zum 1200er noch 400.- respektive 500.- für ein richtig geiles Tonabnehmersystem übrig, beispielsweise ein AT33PTG. Mir wäre diese Lösung lieber, denn da hat man hohe Qualität bei der "Hardware" (Dreher) und bei der "Software" (Tonabnehmer/Nadel).

LG
Manuel
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 28. Jan 2016, 14:56
1710MK2 wäre wohl meine nächste "Wahl" für einen direct drive, aber die werden leider auch gerade einfach zu teuer gehandelt oder sind optisch "abgerockt" - Was mir dann auch nicht gefallen würde, auch wenn man mit Wassertransferdruck und Lack da schon schöne Sachen machen kann....

Frage: Was kann oder sollte maximal ein (zumindest optisch schon mal gut erscheinender) Thorens TD320 MK2 mit TP90-Arm ohne System kosten?

Ach ja, Danke @akem für die Idee mit dem Glasstift, das hat prima geklappt, der Pulley ist wieder sauber :-)
akem
Inventar
#21 erstellt: 28. Jan 2016, 15:10

implied (Beitrag #20) schrieb:

Frage: Was kann oder sollte maximal ein (zumindest optisch schon mal gut erscheinender) Thorens TD320 MK2 mit TP90-Arm ohne System kosten?


Die werden ohne System so um die 400€ gehandelt.

Gruß
Andreas
implied
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 29. Jan 2016, 09:59
Tja, leider kommt noch eine Frage bzw. ein Defekt nach:

Ein paar Tage lief er echt prima, doch heute ging auf einmal nichts mehr. Verwundert fragte ich mich, was das wohl sein kann, denn im "unteren" Bereich war ja alles in Ordnung.
Also Deckel abgemacht und Mechanik vom Tonarm angeschaut.

Dabei habe ich festgestellt, dass oben ja auch noch mal ein Riemen sitzt, der die Mechanik über einen Pulley antreibt. Ok, den könnte man noch tauschen, der ist schon gelängt. Das ist es aber nicht.
Drücke ich leicht an den Pulley oder gebe dem Motor sozusagen etwas "Schwung", geht es immer mal für 1 oder 2 Bewegeungen.
Also die Signale vom Tonarm (die anzeigen, dass nachgeführt werden muss) und die Steuerung als solches sind ok, nur der Motor will nicht von alleine "anlaufen".
Da es den Motor als Ersatzteil wohl nicht mehr gibt: Passt da auch der Motor vom SL-JS1? Da könnte ich einen mit defekt (ohne Riemen, eine Deckelhalterung gebrochen) zum ausschlachten für schmales Geld bekommen, vielleicht 20, 30 Euro die es mir Wert wäre - Wenn da noch mehr Teile verwendbar sind wäre es ja auch prima.
Oder auch ein SL-J3, da läuft grad eine Auktion, die noch niedrig steht. Oder SL-Q2/3?

Oder kann ich mit dem Motor selber was machen, dass der wieder richtig "anläuft"?
Da frage ich mich, ob es Sinn macht, da Kontaktspray reinzuhauen oder ob ich da nicht dann mehr kaputt mache mit.

Ich möchte das Teil doch so gerne noch retten :-)


[Beitrag von implied am 29. Jan 2016, 10:01 bearbeitet]
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