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Transrotor Goldenshadow Erbstück

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Autor
Beitrag
veronika_lenz
Neuling
#1 erstellt: 31. Jan 2016, 11:36
Hallo,

ich höre viel und gern Musik von Platten, bisher auf meinem Technics Plattenspieler aus den 80ern.

Ich habe aber nun einen alten Transrotor Golden Shadow geerbt.
Ich fand diesen Plattenspieler schon immer wunderschön und bin nun am überlegen, ob ich ihn in Zukunft benutzen möchte.
Dieser Überlegung stehen aber einige Kleinigkeiten im Wege, z.b. ist der Transrotor ziemlich groß und passt nicht auf den Platz, auf dem mein jetziger Plattenspieler steht... aber mein Hauptproblem ist folgendes:

Beim ersten abspielen einer Schallplatte hatte ich ein schlimmes Skating, daß ich auch durch rumprobieren nicht 100%ig in den Griff bekommen habe.
Ich kenn mich leider mit der Technik nicht sehr aus. Scheinbar wurde an dem Spieler auch rumgebastelt. An der Achse des Tellers befinden sich einige Unterlagscheiben, die so aussehen, als ob sie da nicht hingehören.

Meine Überlegung ist jetzt:

Soll ich versuchen, den Plattenspieler selbst in Ordnung zu bringen (Geld für eine Überholung beim Fachmann habe ich leider im Augenblick nicht)?

Gäbe es dazu online irgendwo Unterlagen, anhand derer ich sehen kann, wie der Transrotor im Original aufgebaut war?

Oder wäre es besser, ihn einfach auf ebay zu verkaufen und das einem erfahrerenem Menschen zu überlassen?

Wie viel ist denn so ein Gerät heute noch Wert?

Eigentlich finde ich ihn echt wunderschön und es würde bestimmt Spaß machen, den Transrotor täglich zu benutzen.
Zeit für eine Überholung könnte ich auch investieren.
akem
Inventar
#2 erstellt: 31. Jan 2016, 13:38
Stell doch mal Bilder ein, so ist es ein Stochern im Nebel. Z.B. Skatingproblem: was ist überhaupt für ein Tonarm verbaut und wie äußert sich das Skatingproblem? Verzerrungen? Bleibt die Nadel nicht in der Rille? Ist die Auflagekraft überhaupt richtig eingestellt oder liegt der Arm auf der Liftbank auf?
Zu den Beilagscheiben: wo sind die genau platziert und was passiert, wenn Du sie einfach mal entfernst?

Gruß
Andreas
veronika_lenz
Neuling
#3 erstellt: 31. Jan 2016, 14:18
okay, ich mach mal ein paar bilder.
wird aber etwas dauern... ;-)
Compu-Doc
Inventar
#4 erstellt: 31. Jan 2016, 16:15
Unterlegscheiben, das hört sich spannend an! Bilder, bitte
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 31. Jan 2016, 16:26
Hallo!

Ohne ein Minimum an Eigenleistung und etwas Geld wird es mit der Restauration eines solchen Gerätes nichts.


......Geld für eine Überholung beim Fachmann habe ich leider im Augenblick nicht ........


Zumindestens Geld für die notwendigen Ersatzteile ohne die man gar nicht erst anfangen soll ein solches Gerät zu Restaurieren sollte schon verfügbar sein.


.....Gäbe es dazu online irgendwo Unterlagen, anhand derer ich sehen kann, wie der Transrotor im Original aufgebaut war.........


Machst du Witze? Das ist eines der am häufigsten dokumentierten Plattenspieler auf dem Netz, hier sollte sich praktisch alles dazu finden lassen, alleine mit der Foren-Suchfunktion hier dürfte schon ein gehöriger Batzen einschlägiges Material zustandekommen.


......Oder wäre es besser, ihn einfach auf ebay zu verkaufen und das einem erfahrerenem Menschen zu überlassen?......


Kannst du natürlich machen, -gekauft wird nahezu alles-, nur sollte dir klar sein das du den Plattenspieler weit unterhalb des Wertes den er eigentlich hat verkaufen wirst ausser du hast das Glück das sich ausgerechnet um deinen Transrotor zwei verbissene Sammer zu zanken anfangen, -das ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich.


......Beim ersten abspielen einer Schallplatte hatte ich ein schlimmes Skating, daß ich auch durch rumprobieren nicht 100%ig in den Griff bekommen habe........


Dann solltest du dir als erstes die einschlägige Literatur zum verbauten Tonarm z.B. von hier:

http://www.vinylengine.com/

kostenlos besorgen, zumeist sind auf diesen alten Transrotoren SME-Tonarme verbaut für die es noch alle Ersatzteile gibt wenn auch zu gesalzenen Preisen.

MFG Günther
veronika_lenz
Neuling
#6 erstellt: 31. Jan 2016, 17:16
akem
Inventar
#7 erstellt: 31. Jan 2016, 18:15
Beilagscheiben hab ich da jetzt nirgends sehen können.
Zum Skating: Du mußt auch das Antiskating einstellen. Das ist das Fadengewicht, das ist jetzt an der ersten Raste was einer Auflagekraft von 0,5g entsprechen dürfte. Das muß je nach Auflagekraft in die richtige Kerbe eingehängt werden. RTFMF...
Wobei der Dreher mit dem verbauten Tonabnehmer ziemlich "untermotorisiert" ist. Da solltest Du möglichst bald was anständiges kaufen. Das Shure M75 kann man auf so einem Dreher bestenfalls als Verlegenheitslösung bezeichnen.

Gruß
Andreas
arizo
Inventar
#8 erstellt: 31. Jan 2016, 18:18
Hallo!

Das ist doch ein toller Plattenspieler!
Ich würde schon versuchen, ihn wieder fit zu machen.
Auf meinem Thorens TD160 ist, so wie ich das sehe, der gleiche Arm drauf.
Die Bedienungsanleitung findest du hier:
http://www.analogue-...nual/Thumbnails.html
Wenn du zum Einstellen des Arms einfach stur nach der Bedienungsanleitung gehst, ist das eigentlich ziemlich einfach.

Ansonsten wäre vielleicht noch für dich mein Thread über den TD160 hilfreich.
Darin habe ich von verschiedenen Nutzern sehr viel Hilfe bekommen.
Vielleicht liest du einfach mal ein bisschen rein...
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=20500

Viel Spaß mit dem tollen Dreher!


[Beitrag von arizo am 31. Jan 2016, 18:21 bearbeitet]
veronika_lenz
Neuling
#9 erstellt: 31. Jan 2016, 18:33

akem (Beitrag #7) schrieb:
Beilagscheiben hab ich da jetzt nirgends sehen können.



auf dem letzten bild kann man sie sehen.
anscheinend sollten sie den teller niedriger hängen?!?
akem
Inventar
#10 erstellt: 31. Jan 2016, 19:01
Stimmt, da sind sie zu sehen. Kann es vielleicht sein, daß da mal Spiralfedern drin waren, die ein Subchassis aufgehängt haben?

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#11 erstellt: 31. Jan 2016, 21:58
Nabend !

Ihr habt so einen Spieler nicht gut im Gedächtnis , hmmm ?

Dies ist - siehe letztes Bild - eindeutig ein weitaus hochwertigeres Modell namens " AC " und nicht " nur ein Golden Shadow "

Ersichtlich aus den verschwommen im Hintergrund abgebildeten leicht V-förmigen , verchromten " Standbügeln " . Der olle Shadow hat nur 4 gefederte Füße, die genauso gerne im Alter zerbröseln wie die Gummipubbel auf den Tellergewichten. Die morschen Pubbel sind auch auf 2 Photos zu sehen.

Das Antiskating-Fadengesicht ist falsch eingehängt worden. Da das eingebaute Shure z. B. mit mindestens 20 mN Auflagekraft betrieben werden könnte, muß gemäß Anleitung für den Tonarm der Faden ein paar Kerben weiter nach hinten.

Evtl. später möglich: Motorschaden, Riemenprobleme und Risse in der Kantenverklebung der schweren Haube

MfG,
Erik
veronika_lenz
Neuling
#12 erstellt: 31. Jan 2016, 22:03
es gibt so viele modelle dieses plattenspielers, da schwirrt einem ja der kopf.

wo finde ich denn nun die passenden unterlagen für dieses modell? hat da jemand einen tipp?
veronika_lenz
Neuling
#13 erstellt: 31. Jan 2016, 22:13

arizo (Beitrag #8) schrieb:

Die Bedienungsanleitung findest du hier:
http://www.analogue-...nual/Thumbnails.html
Wenn du zum Einstellen des Arms einfach stur nach der Bedienungsanleitung gehst, ist das eigentlich ziemlich einfach.


danke arizo, diese anleitung ist gut verständlich.
danach werde ich vorgehen und dann berichten...
cbv
Inventar
#14 erstellt: 31. Jan 2016, 22:44

Wuhduh (Beitrag #11) schrieb:
Dies ist - siehe letztes Bild - eindeutig ein weitaus hochwertigeres Modell namens " AC " und nicht " nur ein Golden Shadow "

Auch nicht.
Der Transrotor AC entsprach im Grossen und Ganzen dem Michell Prisma und war aus Acryl.

Der Name des besagten Drehers ist im ersten Bild zu sehen -- es ist ein Hydraulic Reference, schön zu erkennen u.a. am dritt- und vorletzten Bild. Da kann man wunderbar den charakteristischen Knauf der Geschwindigkeitseinstellung rechts neben dem Plattenteller sehen.

Der Golden Shadow wiederum entspricht dem Hydraulic, besitzt aber weder Nadel- noch Mitlaufbesen, sowie keinen Pitch.


[Beitrag von cbv am 31. Jan 2016, 22:57 bearbeitet]
jeffl
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 31. Jan 2016, 23:01
Mach am besten eine Anfrage bei Räke in Bergisch Gladbach. So teuer ist das gar nicht. Vor allem hast Du ihn dann wieder gut in Schuss und wirst lange Spaß damit haben.
Viele Grüße
Jeffrey
cbv
Inventar
#16 erstellt: 31. Jan 2016, 23:11
Da ich ebenfalls einen Hydraulic Reference besitze, habe ich einen kurzen Blick darunter geworfen. Die Platte der Laufwanne ist ebenfalls abgehängt, aber nur mit je 3 Unterlegscheiben gleicher Größe. An Deinem ist definitiv gebastelt worden. Zuviele Scheiben und die Schrauben sind zu lang.

Eventuell wurde beim Transport der Teller nicht entfernt und hat das Diamantplättchen unter der Achse zerbrochen. Bei der Reparatur wurde dann geschlampt.


[Beitrag von cbv am 01. Feb 2016, 10:00 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 01. Feb 2016, 06:23
Moin !

Auweia, linkes Argusauge war leicht verschleiert ... Augentropfen vergessen !

,
Erik
cbv
Inventar
#18 erstellt: 01. Feb 2016, 10:04
Abgesehen davon, dass der AC das Acryl-Chassis des Michell Prisma besitzt, stammte der Plattenteller vom Michell Reference Electronic. Der hatte keine punktuellen Auflageflächen, sondern die wesentlich breiteren.

Aber höherwertig war schon richtig
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 01. Feb 2016, 11:02
Hallo!

Als erstes solltest du das gesamte Gerät erstmal säubern, mit neuem Lageröl und einem neuen Transmissionsriemen versehen, inwieweit das Laufwerk an sich dann Funktionsfähig ist wird sich so zeigen und die Ausgaben halten sich so in sehr engen Grenzen. Ob man es unbedingt (bei Geldmangel oder desinteresse für solche Ausgaben) wieder in den originalen Zustand versetzen muß läßt sich vermutlich trefflich Streiten aber es sollte auf jeden Fall seine Funktion fehlerfrei erfüllen können.


Danach kommt die Arbeit an dem alten SME-3009 imp. , eine Montage-/Demontage-Anleitung dafür gibt es hier:

http://www.vinylengine.com/library/sme/3009.shtml

Wenn die Messerlager noch in Ordnung sind gibt es keinen Grund den alten Tonarm nicht auch weiter zu nutzen aber man sollte seine Grenzen kennen. Der alte SME ist ohne (teueren) Umrüstsatz von SME nur für Abtaster bis zu einem Auflagedruck von 1,5 Gramm konzipiert und durch seine eff. bewegte Masse sowie -konstruktiv bedingt durch die verbauten Messerlager bei der Wahl des Abtasters ein wenig eingeschränkt. Hier wäre es zwar möglich das alte M-75 zu belassen und sich eine der -leider nur noch sehr eingeschränkt verfügbaren-, NOS ED-Nadeln zu besorgen m.E. wäre es aber die bessere Wahl es durch ein Shure M97xE -das recht gut in den alten SME passt zu ersetzen.

Absolut notwendig ist aber auf jeden Fall eine Kontrolle der eingesttellen Auflagekraft und eine neueinstellung des Antiskatings, -wie das bei dem alten SME korrekt geht wirst du ebenfalls in den bei der Vinylegine downloadbaren Anleitung finden. Ebenso sollte der Überhang kontrolliert und gegebenenfalls neu eingestellt werden. Die dafür notwendige SME-Schablone respektive ein verwendbarer Ersatz dafür bekommst du natürlich ebenfalls bei der Vinilegine.

Ansonten wutrde gerade über die SME-Tonarme hier und anderswo praktisch schon alles zig-mal geschrieben was es hier zu Wissen oder zu Fragen gibt.

Viel Spaß noch mit dem alten Dreher wünsche ich dir.

MFG Günther
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