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Dual 714 Q einmotten?

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R!ddick
Stammgast
#1 erstellt: 25. Feb 2016, 15:47
Hallo,

meine Art des Musikhörens ist es zwar nicht gerade, aber hin und wieder packt es einen doch: Schallplattenhören.

Da ich mich noch dunkel an Zeiten erinnere, wo mehr LP's im Ladenregal standen, als MC's oder CD's, ist es kaum verwunderlich, daß sich ein paar Langspielplatten in meinem Besitz befinden. Diese sind eigentlich zu schade, um vor sich hin zu gammeln. Drum holte ich mal wieder den alten Dual 714 Q meines Vaters aus dem Keller.
Nach einer äusserlichen Reinigung erklangen schon die ersten Töne: Pink Floyd - The Wall machte einen erstaunlich guten Eindruck, bin ich doch eher von einer sehr kurzen digitalen Kette (Quelle->Aktivbox) verwöhnt.

Online findet man eine Bedienungsanleitung. Muß mich mit der Einstellung des Tonarms mal beschäftigen. Zudem gibt es einen Serviceplan, wonach man hin und wieder das Gerät ölen muß. Das hat bestimmt noch nie jemand gemacht.

Meine Frage:
Die Nadel dürfte def. hinüber sein. Lohnt es sich, noch Geld zu investieren? Oder soll ich für den gelegentlichen Analogausflug einen neuen (günstigen) Plattenspieler anschaffen? (Oder es ganz bleiben lassen, weil das Nostalgiegeschwelge eh nur von temporärer Natur ist.)
Einige Kontaktprobleme gibt es wohl auch. Beispiel: Die Tonarmaufsatzhilfe funktioniert sporadisch nicht, genau so der Schalter links vorne für die quarzgenaue Einhaltung der Nenn-Drehzahl.
Lohnt es, sich mit diesem Gerät noch zu beschäftigen? Oder soll ich ihn in Frieden ruhen lassen?

Gruß Bert

Dual 714 Q Dual 714 Q Dual 714 Q Dual 714 Q
Rillenohr
Inventar
#2 erstellt: 25. Feb 2016, 16:59
Neu und günstig kommt an dieses Gerät nicht so schnell heran. Die 700er Reihe war die Oberklasse von Dual.
Wenn das Gerät jahrelang sich selbst überlassen wurde, sind ein paar Zipperlein nicht verwunderlich. Ihn flott zu machen lohnt sich m.E. allemal.
Auf der anderen Seite, wenn das Gerät nicht oder nur wenig benutzt wurde, ist der Zustand der Nadel vielleicht gar nicht so schlecht. Ein vertrauensvoller Fachmann, der nicht unbedingt eine neue verkaufen möchte, gibt dir sicher eine ehrliche Antwort nach Sichtung unter der Lupe.

Aber ob das aktuelle Interesse nur ein kurzfristiges Nostalgiegeschwelge bei dir ist, kannst nur du selbst beantworten.


[Beitrag von Rillenohr am 25. Feb 2016, 17:00 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 25. Feb 2016, 17:42
Hallo,

der 714 hat schon eine tolle Qualität. Ein Dreher mit der Performance wäre heute als Neugerät verdammt teuer.

Der Aufwand ist überschaubar, meist ist über die Jahre das Schmiermittel wie Honig geworden.

Den Schalter schalte mal 10 x ein und aus. Es kann einfach nur eine kleine Oxydschicht draufsein, die durch die Beanspruchung abgeht.

Die 60er Nadel ist schon nicht übel, das ULM klingt damit sehr fein. Korrekt einstellen und justieren (braucht bei dem leichten Tonarm was länger... Geduld sollte man mitbringen) ist immer zu empfehlen.

Wenn Du Dir die Arbeiten selber nicht zutraust frag im Dual-Board nach, ein nettes Mitglied in Deiner Nähe wird sich finden.

Peter
R!ddick
Stammgast
#4 erstellt: 26. Feb 2016, 09:33
Vielen Dank für Eure Anregungen.

Habe gestern Abend noch etwas recherchiert (u. A. im Dual Board) und konnte zumindest schon mal eine Grundeinstellung für den Tonarm vornehmen.

Da ich Uhrmacher bin, sehe ich mich schon in der Lage einfache Wartungsarbeiten vorzunehmen.
Heute habe ich die Nadel unter gutem Licht mit der starken Uhrmacherlupe begutachtet. Nach einer kurzen Reinigung wage ich zu behaupten, daß die Nadel noch in Ordnung zu sein scheint. Ich erkenne einen sehr kleinen Kegel, mit blanker Oberfläche, ohne Einschlüsse, oder Beschädigungen.

Die beiden sporadisch aussetzenden Schalter gehen nun nach mehrmaliger Betätigung auch wieder zuverlässig.

Am wichtigsten für mich war zu verstehen, wie die Antiskating Funktion arbeitet und einzustellen ist. Bislang dachte ich, es sei kaputt. Aber dem ist nicht so.


[Beitrag von R!ddick am 26. Feb 2016, 09:39 bearbeitet]
akem
Inventar
#5 erstellt: 26. Feb 2016, 11:39
Den Verschleiß der Nadel kann man leider nur mit einem Mikroskop beurteilen und selbst da braucht man noch etwas Erfahrung. Eine Lupe vergrößert nicht stark genug, damit kann man bestenfalls größere Schäden sehen wie einen verlorengegangenen gefaßten Diamanten oder eine Absplitterung.
Zum Antiskating: viele Duals haben mehrere Skalen, die mit Symbolen gekennzeichnet sind. Um die richtige Skala zu wählen muß man den Nadelschliff kennen: Rundnadel, elliptisch oder "CD4", wobei hierunter alle scharfen Schliffe fallen dürften. Eine Feinjustage nach Gehör muß man dann eh noch vornehmen, da z.B. auch ein elliptischer Nadelschliff so oder so ausfallen kann (unterschiedliche Radii).

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 26. Feb 2016, 12:40
Hallo,

160er Nadel = elliptischer Schliff, genau 6 x 18 my.

Peter
raphael.t
Inventar
#7 erstellt: 26. Feb 2016, 13:53
Hallo Bert!

Ein Uhrmacher wird sich bald mit der Mechanik eines Dual zurechtfinden! Ich besitze auch einen 714 und er hat genau die richtige Menge Automatik, nicht zuviel und nicht zuwenig.
Meiner läuft präzise wie ein Quartz-Uhrwerk und klingt ausgezeichnet, ein absolut erhaltenswerter Dreher!

Grüße Raphael
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