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Warum immer wieder Vinyl contra CD ?

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WBC
Inventar
#1 erstellt: 19. Sep 2017, 09:07
Moin all,

Warum immer wieder Vinyl contra CD ?

jedes mal - aber auch immer wieder jedes mal - wenn ich in's Forum schaue, sind wieder nahezu 100e neuer Posts mit Ansichten, Fragen, Provokationen und auch Beleidigungen zu diesem Thema zu finden und zu lesen und ein Ende scheint leider nicht absehbar.
Mir ist schon klar, dass dieses Thema schier unerschöpflich und sicherlich auch prädestiniert dafür ist, seine Meinung vehment darstellen zu können und auch dazu, zu zeigen, wie fähig man ist, andere nur durch Ausdruck und Wortwahl "in den sprichwörtlichen Sack" stecken zu können - aber mal ganz ehrlich, muss das denn wirklich immer wieder sein...? Es kommen mittlerweile doch immer wieder identische Argumente und Fakten auf den Tisch...und warum? - Weil zu diesem Thema inzwischen alles, aber auch wirklich alles "gesagt" ist. Mehrfach. Gebetsmühlenartig. Langweilig.

Ich höre Musik wegen der Musik - woher die kommt, ist mir total egal. Habe ich sie auf Vinyl, dann höre ich sie von Vinyl. Habe ich sie auf CD, dann lege ich die CD ein. Und wenn mir danach ist, mach ich sie auch selbst...

Ich differenziere für mich noch nach der Art, wie ich hören möchte - laut oder in Zimmerlautstärke z.B. Möchte ich es krachen lassen, dann greife ich meistens zur CD - möchte ich mich beim Hören Behaglich fühlen, dann fällt meine Wahl oft auf die Schallplatte - natürlich vorausgesetzt, ich habe das entsprechende Musikmaterial auf dem jeweiligen Tonträger vorliegen - wenn nicht, hat sich die Frage nach dem "womit" ja schon von vornherein erübrigt.

Ich bin begeistert, wenn das, was ich dann höre, mich packt und mitreißt - weil Klang, Dynamik, Präzision, Stereobild oder auch einfach nur die schiere Wucht mich erreicht und fasziniert...

Genau das ist für mich Musik erleben und auch der Grund, warum eines meiner Hobbies "HiFi" heisst...

Natürlich lebt dieses Forum auch gerade durch solche Streitthemen - hier besteht unglaublich viel Potenzial für Dissenz und Reibung, es gibt 1000 Möglichkeiten und Gelegenheiten, sich zu solidarisieren und bestimmte/andersdenkende Personen niederzumachen und anzufeinden - viel mehr, als es das "real Life" bietet - und dazu noch fast konsequenz -und straflos.
Auch das ist sicherlich für manche ein Grund, immer wieder bei diesem Thema einzusteigen und auf potenzielle "Opfer" zu lauern...
Sicherlich gibt es viele User hier, die - sachlich - und mit guten Argumenten nachvollziehbar darlegen, warum sie diese oder jene Technik favorisieren - das ist dann auch gut "bekömmlich" und in Ordnung, aber dieses ganze Gehacke unter die Gürtellinie wird mit der Zeit einfach nur öde und hin und wieder auch richtig peinlich.
Oft fällt es schwer, sich vorzustellen, dass "am anderen Ende der Leitung" erwachsene Männer mit teilweise hohem bis sehr hohem Bildungsgrad sitzen...

Mir ist schon klar, dass sich durch mein Geschreibsel hier absolut gar nichts an dieser Situation ändern wird - wahrscheinlich werde ich nun von vielen Seiten belächelt und gedanklich mit vielfältigsten "Schmeichlereien" bedacht, aber das stört mich nicht im geringsten, denn vielleicht wollte ich ja auch nur mal meine Meinung zu diesem Thema kundtun, wie das so viele andere auf Ihre Art und Weise ja auch immer wieder in den angesprochenen Freds tun...

Und deshalb sage ich jetzt auch nur noch


Feuer frei...

und


Carsten
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 19. Sep 2017, 09:35
Nun gut, ich vermute zumindest, dass recht viele hier im Forum nebst Platten ihren Sound auch ab CD (oder anderen digitalen Quellen) hören. Möglicherweise wird diese Diskussion auch etwas übertrieben.

Ich selber habe beides Platten und CD's (mit Downloads und Streaming dagegen kann ich mich nicht anfreunden, das machen meine jungen Arbeitskollegen). Wobei mir ehrlich gesagt Vinyl halt einfach schon viel mehr Spass macht - die Haptik, das Cover, das Auflegen, das Knistern, Du weisst sicher was ich meine.

Auf der anderen Seite werden einem derzeit CD's regelrecht nachgeschmissen. Noch viel krasser als es mit den Platten Ende der 80er war. Wenn da für Kleinstpreise (oder sogar gratis) CD's angeboten werden greife ich nicht selten zu. Klanglich, und das lässt sich meines Erachtens nicht wegdiskutieren, ist die Qualität ab CD besser. Weil dann aber wieder der analoge (oder ist es post-infantile?) Spieltrieb mit mir durchgeht nehme ich auf meinem Tapedeck* dann Mix-Tapes wie zu guten alten Jugendzeiten auf.


*) Natürlich nicht auf dem Fisher-Cassettenrecorder sondern aufm Revox B215, einem Hifi-Spielzeug für Männer.

LG
Manuel
Wish
Stammgast
#3 erstellt: 19. Sep 2017, 09:57
Die Frage wäre halt, welches "Ansinnen" dieser Thread hat, wenn eh schon alle x-fach durchgekaut wurde?

Dass es in dieser "Art" von Threads zu Streitereien kommt, die dann hin und wieder auch mal persönlich werden, liegt in der Natur der der Sache. Ob man sich dem anschließt, obliegt ja jedem selber.

Ich habe in dem anderen "Vinyl vs. CD"-Thread auch schon mal eine recht konstruktive Phase miterlebt (ist einige Monate her), als Vinyl-Ripps hochgeladen und zur allgemeinen "Beurteilung" freigegeben wurden. Das war für alle Beteiligten sehr aufschlussreich.

Ich selber präferiere halt CD/digital, da das Medium "alle Möglichkeiten" bietet, auch wenn diese heute eben nicht mehr so genutzt werden wie noch vor 25 Jahren in der "Pre Loudness War"-Ära. Und obwohl ich vereinzelte aktuelle LP's durchaus für klanglich besser halte als die digitalen Pendants, ist der Anteil für mich letztlich zu gering, um noch mal ernsthaft Interesse an dieser Technik zu entwickeln. Da investiere ich lieber in alte CD's.
Holger
Inventar
#4 erstellt: 19. Sep 2017, 10:31

Warum immer wieder Vinyl contra CD ?


Ich kann gerne erklären, warum ich mich (meist) an solchen Diskussionen beteilige.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bisher niemand in der Lage war, nach den ersten Takten von Musik mit Sicherheit zu sagen, ob diese von einer CD oder von einer LP abgespielt wurden - wenn nicht gerade ein Knackser die Platte verraten hat.
Dies bedeutet für mich, dass beide Medien extrem nahe beieinander liegen können, was die Performance in den üblicherweise heimischen vier Wänden angeht.
Lese ich nun, dass CD grundsätzlich das haushoch überlegene Medium sei, so kann ich nicht anders als Einspruch in Form von Radio Eriwan zu erheben "Im Prinzip ja, aber...".

Das heißt mitnichten, dass CD nicht technisch weitaus besser ist, das ist ja völlig richtig - nur im "wirklichen Leben" halt, und in diesem bewegen wir uns und hören nun mal (Kopfhörer mal außen vor), da spielt das eben eine weitaus geringere Rolle als einem ein "haushoch überlegen" suggeriert.
WBC
Inventar
#5 erstellt: 19. Sep 2017, 11:00

Wish (Beitrag #3) schrieb:
Die Frage wäre halt, welches "Ansinnen" dieser Thread hat, wenn eh schon alle x-fach durchgekaut wurde?


Das ist doch eigentlich garnicht so schwer - dieser Thread soll nicht der X-te "Vinyl contra CD" Thread werden - das war definitiv nicht so gedacht und wäre auch völlig sinnfrei, hätte ich mit dessen Eröffnung dieses Ansinnen verfolgt - nein, ich wollte vielmehr - weit weg von jeder Technikdiskussion - gerne lesen, welche Emotionen euch bewegen, so vehement dieses oder jenes Medium zum "heiligen Gral" zu erklären und nebenbei vielleicht die Gedanken der Leser hier in die eigentlich doch viel wichtigere "Kernrichtung" (so nenne ich es jetzt mal), nämlich der "Musik" zu lenken...
Nicht falsch verstehen, ich bin kein "Hare Krishna" oder selbsternannter Weltverbesserer - so von wegen "jetzt faßt euch endlich alle an den Händen und habt euch wieder lieb" - das liegt mir absolut fern - nein, ich wollte mal eine andere Art von Diskussion anstoßen, eine ohne Meßdiagramme und so weiter...

Tywin
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 19. Sep 2017, 11:03
Hallo,


Warum immer wieder Vinyl contra CD ?


ich mag es nicht wenn von ahnungslosen Menschen dummes Zeug erzählt wird und dieses womöglich von ahnungslosen Menschen geglaubt wird und diesen dadurch ein finanzieller Schaden entsteht.

Fakt ist, dass digitale Technik einen riesigen Fortschritt gegenüber der antiquierten Phono-Technik darstellt. Musik kommt so wie sie produziert wurde in den Verstärker zu Hause.

Für die Schallplatte muss die Musikproduktion entsprechend ab-bereitet werden, Frequenzen müssen für den Schnitt geändert werden, es muss eine Mutter-Matritze gestochen werden, damit werden Väter produzierte mit denen dann Schallplatten aus Kunststoffkuchen gepresst werden. Die Musik muss dann mit einer Nadelspitze mehr oder weniger verzerrt aus der möglichst sauberen und unbeschädigten Rille gekratzt, in Strom verwandelt, entzerrt und vorverstärkt werden.

Kinders .... wer diesen Prozess kennt, kann doch nicht bei klarem Verstand sein wenn in dieser Technik hinsichtlich HiFi ein Vorteil gegenüber digitaler Technik gefunden wird.

Trotzdem macht die Beschäftigung mit dieser alten Technik Spaß, das Ergebnis kann trotz der Defizite hörbar sehr gut gefallen, Schallplatten Sammeln macht Spaß.

Aber bitte trennt diese Faktoren und erzählt nicht dummes Zeug.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Sep 2017, 11:42 bearbeitet]
kölsche_jung
Moderator
#7 erstellt: 19. Sep 2017, 11:15
das Problem ist die "Uninformiertheit"

Holger hat eigentlich alles gesagt ... faktisch man kann mit beiden Medien gut Musik hören ... leider ist dieses Wissen weder zu den HardcoreDigitalisti, noch zu den HardcoreVinylisti vorgedrungen, die glauben an die Überlegenheit des präferierten Mediums...

ergo: aus Glauben folgen Glaubenskriege ... Wissen und Kompetenz (aka Aufklärung) könnte da helfen ... da habe ich allerdings wenig Hoffnung, der gläubige Mensch ist allgemein eher wissensresistent
Passat
Moderator
#8 erstellt: 19. Sep 2017, 11:18
Klar ist die CD technisch überlegen.
Aber braucht man das in der Praxis?
Eher nicht.
Selbst extrem dynamische Musik kommt vom Dynamikumfang an knapp 70 dB ran.
Da hätten 14 bit, wie sie ursprünglich geplant waren (Sony hat dann bei der Entwicklung der CD auf 16 bit bestanden), locker gereicht.
Übrigens haben alle PCM-Prozessoren (Ausnahme Sony, lassen sich auf 16 bit umschalten) auch nur 14 bit.
Und alle Digitalaufnahmen aus den 70ern haben auch nur max. 14 bit.
Und selbst nicht totkomprimierte Popmusik hat selten 20-30 dB Dynamikumfang.

Der mögliche Dynamikumfang von Vinyl von ca. 60 dB reicht also in der Praxis fast immer locker aus.

Völlig absurd wird es dann mit High-Res.
24 bit sind völliger Unsinn.
Und 96 kHz, 192 kHz oder gar 384 kHz sind auch Unsinn.
Oder dieser Schwachsinn mit DSD 5.6 oder gar 11.2.
DSD 5.6 entspricht schon 352,8 kHz und DSD 11.2 gar 705,6 kHz.
Das ist höchstens für Fledermäuse relevant.

Hinzu kommt, das die meisten Lautsprecher und Kopfhörer solche hohen Frequenzen gar nicht wiedergeben können.
Und selbst spezielle High-Res Mikrofone machen bei 50 kHz Feierabend (Durchschnittliche Mikrofone sogar schon bei ca. 15 kHz).
D.H., mehr als 48 kHz Audiofrequenz (96 kHz Samplingfrequenz) kann schon gar nicht in der Aufnahme stecken.
Weshalb sollte dann das Tonformat mehr können als aufgenommen werden kann?
High-Res ist pure Aufgeilerei an großen Zahlen ohne Praxisnutzen!

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 19. Sep 2017, 11:28 bearbeitet]
thomasfoerster
Inventar
#9 erstellt: 19. Sep 2017, 11:19
Nun ja, @Holger..

Im "wirklichen Leben" war ich früher halt 'ne faule Sau und habe die Platten nicht immer gut behandelt.
Auch nicht wirklich schlecht, aber wenn man den Staub vor Abspielen oder dem Zurück-in-die-Hülle Schieben nicht entfernt, ist das ja schon mal nicht gut.
(Und wenn auf'm Sofa die Freundin wartet, hat man als junger Mensch eben nicht immer die notwendige Ruhe...)

Wenn Kumpels zu Besuch waren, wollte ich mich auch nicht als Korinthenkacker aufspielen, und habe nicht jede Platte selbst aufgelegt.
Das alles führte eben so manches Mal zu ungewollter Lagerfeuerromantik.

Gleich "schlecht" behandelte CDs waren da weniger nachtragend.
Die Aussicht auf Knister-/Knack-/Rauschfreies Hören trotz sorglosen Umgangs, die trieb mich schnell zum Umstieg.
Und das Urteil "haushoch überlegen" war nach meinen damaligen Kriterien völlig richtig.

Platten verleihen? Hätte ich niemals gemacht, denn meine Kumpels waren ja noch viel nachlässiger im Umgang mit den Platten!
CD verleihen? Klar, warum nicht, denn die Regeln zum Umgang mit CDs hatten dann doch alle drauf.

Mein Standpunkte in der "Vinyl contra CD" Debatte liegt also in meiner Biografien begründet.

Mich trieb nur Sentimentalität zurück zum Vinyl, und ich merke, dass ich es (leider?) nur ganz, ganz selten nutze.
Ich bin halt im tiefsten Innern immer noch 'ne faule Sau.

Zur Klangdebatte (im Sinne von was finde ich besser?) könnte ich aber aufgrund meines nachlassenden Hörvermögens nichts sinnvolles Beitragen.
doc_barni
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 19. Sep 2017, 11:20
Hallo,

und besonders @ WBC

du schreibst:



Ich höre Musik wegen der Musik - woher die kommt, ist mir total egal. Habe ich sie auf Vinyl, dann höre ich sie von Vinyl. Habe ich sie auf CD, dann lege ich die CD ein. Und wenn mir danach ist, mach ich sie auch selbst...


das ist auch 100% meine Position, incl. : ... "mach ich sie auch selbst".

Nebenher:

Ich kann mich übrigens noch gut erinnern, wie die Gänshaut kam, wenn ich manchmal auf "Hilversum III" das passende Stück hörte, 675 kHz, Mittelwelle Incl. Fading, Rauschen, Gebrutzel, wenn irgendwo Gewitter war, der Emotion hat das keinen Abbruch getan....klar, Mono

oder noch früher, Radio Caroline, Radio Veronica...

nicht falsch verstehen:
Ich brauche die Nebengeräusche nicht, aber bei mir kommt erst die Musik, der "technische Rest" ist ein anderes, untergeordnetes Thema.....


Also: Musikhören, wer Musik liebt. Wer zanken mag, kann das auch tun, aber ohne mich.....

freundliche Grüsse

Wolfgang


[Beitrag von doc_barni am 19. Sep 2017, 11:28 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#11 erstellt: 19. Sep 2017, 11:28
Mein wirkliches Leben heißt:
  • Viel klassische Musik, Kammermusik, Solo-Klavier
  • Viel hören über Kopfhörer


Daher kann ich ganz einfach sagen und auch belegen: die CD ist grundsätzlich das haushoch überlegene Medium!
Ist halt einfach so.

Die ständigen Auseinandersetzungen kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass sich da Leute unter (innerem) Rechtfertigungszwang sehen, weil es nicht sein darf, dass ihre mühsam und teuren errichteten Vinyltempel technisch den allermeisten aktuellen Billiggeräten hinterher hinken, das ihr persönliccher Musikgeschmack technisch anspruchslos ist, und es ihnen nicht ausreicht, dass etwas auch einfach nur aus Spass seine Rechtfertigung haben kann.

Technisches Unverständnis und Lernresistenz tun ein übriges.

Parrot
Holger
Inventar
#12 erstellt: 19. Sep 2017, 11:32
@thomasfoerster

Absolut in Ordnung. Das sind Gründe, die denke ich jeder nachvollziehen kann.

Aber eben genausowenig allgemeingültig wie meine schon immer sehr ausgeprägte "Schonbehandlung" der LP, egal wie auch immer die Restsituation seinerzeit gewesen sein mag (feuchtfröhliche Party, leckeres Mädel auffe Couch).

Die Mischung macht's, es müssen alle Facetten beleuchtet werden, wenn sich jemand beispielsweise für den Neueinstieg in Vinyl entscheidet.
Holger
Inventar
#13 erstellt: 19. Sep 2017, 11:36

ParrotHH (Beitrag #11) schrieb:
Mein wirkliches Leben heißt:
  • Viel klassische Musik, Kammermusik, Solo-Klavier
  • Viel hören über Kopfhörer


Daher kann ich ganz einfach sagen und auch belegen: die CD ist grundsätzlich das haushoch überlegene Medium!
Ist halt einfach so.


Korrekt.

Aber auch da gehört eigentlich ein "Im Prinzip ja, aber..." dahinter.

Denn du bist mit den oben gelisteten Kriterien genauso wenig Mainstream wie ich mit meinem supergepflegten Jazz-Japanpressungen.
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 19. Sep 2017, 11:47
und ich mache bei solchen Diskusionen deswegen mit, das Absolutisten wie Tywin oder der Vogel regelmässig den ersehnten Gegenwind bekommen.
Da wird das eigene, mediokre Analog-Equipment und die hauseigene Musikanlage als Basis für Sätze wie

[quote]Daher kann ich ganz einfach sagen und auch belegen: die CD ist grundsätzlich das haushoch überlegene Medium![/quote]
[quoteich mag es nicht wenn von ahnungslosen Menschen dummes Zeug erzählt wird und dieses woglich von ahnungslosen Menschen geglaubt wird und diesen dadurch ein finanzieller Schaden entsteht..............]Kinders .... wer diesen Prozess kennt, kann doch nicht bei klarem Verstand sein wenn in dieser Technik hinsichtlich HiFi ein Vorteil gegenüber digitaler Technik gefunden wird.[/quote] genutzt..

Da heb ich dann doch gerne mal die Hand für nen Zwischenruf..

..und die Unendlichkeit solcher Diskusionen liegt darin begründet, das halt manche ihr Equipment als völlig ausreichend für eine solch 'klare' Meinung halten- oder einfach ohnehin nur anhand von ausgewählten Daten und technischen Nebenkriegsschauplätzen eine unbedingte Überlegenheit der CD postulieren.
Leider ist lautstarkes Behaupten eben keine anerkannte Beweisführung- und so dreht sich die Platte mit 33 1/3 in der Auslaufrille weiter..
Wish
Stammgast
#15 erstellt: 19. Sep 2017, 11:57

WBC (Beitrag #5) schrieb:

Wish (Beitrag #3) schrieb:
Die Frage wäre halt, welches "Ansinnen" dieser Thread hat, wenn eh schon alle x-fach durchgekaut wurde?


Das ist doch eigentlich garnicht so schwer - dieser Thread soll nicht der X-te "Vinyl contra CD" Thread werden - das war definitiv nicht so gedacht und wäre auch völlig sinnfrei, hätte ich mit dessen Eröffnung dieses Ansinnen verfolgt - nein, ich wollte vielmehr - weit weg von jeder Technikdiskussion - gerne lesen, welche Emotionen euch bewegen, so vehement dieses oder jenes Medium zum "heiligen Gral" zu erklären und nebenbei vielleicht die Gedanken der Leser hier in die eigentlich doch viel wichtigere "Kernrichtung" (so nenne ich es jetzt mal), nämlich der "Musik" zu lenken...


Na ja, für Dich ist die "Kernrichtung" eben die "Musik", egal von welchem Medium, wie Du selber einräumst. Für andere ist der Klang vielleicht ebenso wichtig, für wiederum andere vielleicht das „Handling“ des Mediums.

Die eigene „Kernrichtung“ muss halt nicht die selbe sein wie die aller anderer. Da kommt es dann halt mal zu Meinungsverschiedenheiten. Wie „vehement“ man die dann wieder austrägt, ist eine andere Frage. Und beschränkt sich in diesem Forum auch nicht alleine auf diesen Thread….
ParrotHH
Inventar
#16 erstellt: 19. Sep 2017, 12:04

kinodehemm (Beitrag #14) schrieb:
[...]

Wer Dein Posting ansieht, bekommt eine Ahnung davon, wie es um die die technische Kompetenz vieler Vinyliban bestellt ist.

Parrot
vinylrules
Inventar
#17 erstellt: 19. Sep 2017, 12:09
Davon abgesehen, dass die Diskussion jetzt schon wieder in die Richtung CD contra LP geht finde ich die Fragestellung nicht uninteressant. Mir fällt gerade hier im HF immer wieder auf, wie Fragesuchende bekehrt werden sollen. Wenn jemand ankommt und erzählt, er möchte wieder einen PS kaufen - sich also selbst aus welchen Gründen auch immer dazu entschieden hat - garantiert zu hören kriegt, was das für eine antiquierte Technik ist, es sich nicht lohnt, hoffnungslos unterlegen usw. Aber danach hatte er ja gar nicht gefragt. Und wofür ist dann überhaupt ein Bereich wie "Analogtechnik/Plattenspieler" da?

Blödsinn soll korrigiert werden und uninformierte vor Schaden bewahrt werden. Das finde ich eine ziemlich vermessene Begründung, um sein Dogma durchzudrücken. Auch wenn analoge Technik der digitalen unterlegen ist, haben sich die Leute doch sehenden Auges in ihr "Unglück" begeben und wollen mit Gleichgesinnten darüber reden oder suchen Informationen. Sicher muss man nicht jeden Unsinn unkommentiert lassen, aber von vornherein immer gleich die Anti-Analog-Keule zu schwingen kommt mir reichlich kontraproduktiv vor und tut dem Hobby nicht gut.
ParrotHH
Inventar
#18 erstellt: 19. Sep 2017, 12:17
Hallo vinylrules,

man darf und sollte - gerade bei Neulingen - schon mal zum Beginn der Diskussion das Motiv des Fragesuchenden hinterfragen. Wenn jemand seine CD-Sammlung aufgeben will, weil er irgendwo aufgeschnappt hat, Vinyl sei der CD überlegen, dann finde ich es richtig, ihn auf simple technische Fakten hinzuweisen, ebenso auf die Kosten, die für qualitativ "mediokres" Equipment anfallen, sowie auf praktische Aspekte des Mediums, die eben nicht für jeden als Vorteil gesehen werden.

Parrot
Holger
Inventar
#19 erstellt: 19. Sep 2017, 12:24

ParrotHH (Beitrag #18) schrieb:
Wenn jemand seine CD-Sammlung aufgeben will, weil er irgendwo aufgeschnappt hat, Vinyl sei der CD überlegen...


Sowas lese ich allerdings nur sehr selten, die meisten wollen einfach mal probieren oder auch wieder-einsteigen und die evtl. noch vorhandene kleine Vinylsammlung wieder zum Leben erwecken.
Und diese Leute sollte man mbMn nicht sofort mit dem Teufel an der Wand verschrecken.
Mal ganz davon abgesehen, dass da sowieso früher oder später von einem der Vinyl-Anhänger der Hinweis kommt, sich nicht zu viel zu versprechen, denn "im wirklichen Leben" klingen CD und Vinyl nun mal sehr sehr ähnlich.
Allerdings - und das kommt dann oft von mir - sollte man's auch "richtig machen".


[Beitrag von Holger am 19. Sep 2017, 12:27 bearbeitet]
Tywin
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 19. Sep 2017, 12:27
Hallo,


Blödsinn soll korrigiert werden und uninformierte vor Schaden bewahrt werden. Das finde ich eine ziemlich vermessene Begründung, um sein Dogma durchzudrücken.


leichtgläubige/unkritische... Menschen werden durch Werbung und Marketing beeinflusst und sehen sich genötigt zur Erfüllung audiophiler Träume einen Plattenspieler zu kaufen.

Dieser Maschinerie mittels Informationen und Denkanstößen zu begegnen halte ich für erste Hilfe zur Selbsthilfe. Wer dann - wie ich - trotzdem Platten und Plattenspieler kauft, weiß dann wenigstens was und warum er macht.

Es gibt aber Menschen die leben in ihrer Blase und wollen darin nicht gestört werden. Fakten zu ignorieren und mit fremdem Dogma zu verwechseln halte ich übrigens nicht für klug.

Trolle füttere ich übrigens nicht

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Sep 2017, 13:11 bearbeitet]
Wish
Stammgast
#21 erstellt: 19. Sep 2017, 12:34

vinylrules (Beitrag #17) schrieb:
Davon abgesehen, dass die Diskussion jetzt schon wieder in die Richtung CD contra LP geht finde ich die Fragestellung nicht uninteressant. Mir fällt gerade hier im HF immer wieder auf, wie Fragesuchende bekehrt werden sollen.


Das beschränkt sich hier aber nicht nur auf „Vinyl vs. CD“. Da könnte ich auch noch andere Themen hier zitieren….

Sobald jemand eine subjektive Meinung zu etwas abgibt, das sich technisch nicht „beweisen“ lässt, kommen alle „Aufgeklärten“ dieses Forums aus ihren Löchern und knüppeln das als „Geschmacksverirrung“ nieder.

Wenn man das weiß und beachtet, kommt man hier aber ganz gut zurecht….
Holger
Inventar
#22 erstellt: 19. Sep 2017, 12:35

Tywin (Beitrag #20) schrieb:
Menschen werden durch Werbung und Marketing beeinflusst und sehen sich genötigt zu Erfüllung audiophiler Träume einen Plattenspieler zu kaufen.


>>> Werbespot
Danzig
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 19. Sep 2017, 12:54

kinodehemm (Beitrag #14) schrieb:

..und die Unendlichkeit solcher Diskusionen liegt darin begründet, das halt manche ihr Equipment als völlig ausreichend für eine solch 'klare' Meinung halten- oder einfach ohnehin nur anhand von ausgewählten Daten und technischen Nebenkriegsschauplätzen eine unbedingte Überlegenheit der CD postulieren.
Leider ist lautstarkes Behaupten eben keine anerkannte Beweisführung- und so dreht sich die Platte mit 33 1/3 in der Auslaufrille weiter..


Also ich hab drei hochwertige Plattenspieler (insgesamt hatte ich über 20 Plattenspieler) und über zehn hochwertige Systeme daheim. Mein restliches Equipment geht denke ich mal in Ordnung und mein Hörraum ist raumakustisch optimiert.

Weil die Platte mehr "Spaß" macht (mir auch), heißt das lange nicht, dass die FLAC, CD etc. nicht besser klingelt weil sie eben nicht selbst klingeln und auch keine Nebengeräusche erzeugen und alle hörbaren "Umwelteinflüsse" aus ihrer Wiedergabe raus halten. Ne CD ist mehr "HiFi" als ne Platte, daran rüttelt auch unser persönliches Empfinden nichts. Wenn man allerdings verschiedene Masterings im Quervergleich hört, dann hat die "digital Remaster" CD meistens auf Grund von was ganz anderem das nachsehen. Das hat aber mit dem Medium CD an sich nichts zu tun, denn das ist auch ganz ohne "Nebenkriegsschauplätze" überlegen.

Der einzige Vorteil der Vinyl besteht für mich darin, dass ich mit verschiedenen Systemen mehr auf meine persönlichen klangliches "Gusto" abstimmen/eingehen kann, als mit ner CD. In allem anderen ist die CD technisch überlegen. Die "Freude" beim Platten auflegen und die teilweise (!!!) besser und dynamischer klingenden Masterings (vor allem bei alter Musik) hat aber nichts damit zu tun, dass die Vinyl besser klingt als die CD oder ein anderes digitales Medium. Das muss man auch als Vinyl Fan mal eingestehen. Mach doch mal den Test und digitalisiere dir deine Lieblingsschallplatte auf CD oder FLAC auf die Festplatte. Du wirst, ohne dass du siehst welches Gerät gerade läuft, keine klanglichen Nachteile oder einen Unterschied feststellen können. Versprochen. Ich wette auf eine Trefferquote von nicht mal 50%, die aber auch nur geraten ist.

Ich bin selbst Vinyl Fan, aber was du da behauptest ist Schwachsinn.
vinylrules
Inventar
#24 erstellt: 19. Sep 2017, 13:01

Tywin (Beitrag #20) schrieb:
Hallo,


Blödsinn soll korrigiert werden und uninformierte vor Schaden bewahrt werden. Das finde ich eine ziemlich vermessene Begründung, um sein Dogma durchzudrücken.



Trolle füttere ich übrigens nicht

VG Tywin


Meinst Du mit den Trollen mich

Ich proklamiere hier weder die Überlegenheit des einen noch des anderen Mediums. Wer in einer Blase sitzt, dem ist sowieso nicht zu helfen. Allerdings sehe ich jetzt auch kein übermäßiges Marketing auf dem Markt pro Analog, vor dem man Unbedarfte besonders schützen müsste.

Es ist eben prinzipiell eine höchst subjektive Geschichte. Leute, die über alte Röhrenverstärker an britschen Kleinlautsprechern hören und da dann die LP überlegen finden haben genauso recht, wie diejenigen, die über eine moderne vollaktive Kette CD hören und die CD präferieren. Wobei letztere im Hifi-Sinne zwar jedes Argument auf ihrer Seite haben, aber eben auch nur für ihren Anwendungsfall sprechen können. Dazu sind die Vorlieben einfach zu verschieden.

Wobei auch die Digitalfraktion manchmal etwas voreingenommen ist. Ein Bekannter hat an einer Bryston-Vorstufe Neumann KH 310 hängen. Wer nun erwartet spätestens hier würde die analoge Quelle absaufen muss seine Meinung dann nach dem Gehörten (natürlich sehr subjektiv) relativieren. Beides klingt hervorragend (je nach Aufnahme) und ist teilweise so gut wie nicht zu unterscheiden. Die Überlegenheit der CD kann man sicher messen, aber warum?

Ich selbst kaufe übrigens schon lange gar keine LPs mehr, da die neuen Produktionen eh nicht mehr richtig gemastert werden, teuer sind und qualitativ oft unterirdisch. Bin auch einfach zu oft umgezogen mit dem Zeug und keine 30 mehr. Hoffe, dass mein Technics-Resteverwalter noch lange hält, die Preise für Hifi und für den analogen Kram finde ich persönlich total abgedreht.
Holger
Inventar
#25 erstellt: 19. Sep 2017, 13:06

Danzig (Beitrag #23) schrieb:

Ich bin selbst Vinyl Fan, aber was du da behauptest ist Schwachsinn.


Was behauptet er denn?

Dass "halt manche ihr Equipment als völlig ausreichend für eine solch 'klare' Meinung halten" beweisen du selbst gerade eben und jeder andere und natürlich ich auch immer doch am laufenden Band...
frank60
Inventar
#26 erstellt: 19. Sep 2017, 13:12

kölsche_jung (Beitrag #7) schrieb:
Holger hat eigentlich alles gesagt ... faktisch man kann mit beiden Medien gut Musik hören ... leider ist dieses Wissen weder zu den HardcoreDigitalisti, noch zu den HardcoreVinylisti vorgedrungen, die glauben an die Überlegenheit des präferierten Mediums...

+1
Das sagt eigentlich alles Wichtige. Manche User sind eben leider zu sehr von ihrem präferierten Medium überzeugt und lassen nichts Anderes gelten. Die sind mir auf beiden Seiten ein Graus.

Mir ist es relativ egal, auf welchem Medium die Musik, die ich gerade hören will, vorliegt, Hauptsache, ich kann sie hören. Das ist, wenn ich sie ergattern kann, die Vinylversion, allein schon, um meinem Sammelhobby nachzugehen, ich schrecke aber auch nicht davor zurück, bei Nichtverfügbarkeit physikalischer Datenträger auf Downloads aus den iTunes Store zurückzugreifen.

Ich halte ja sonst nix vom Blödmarkt, aber ihr aktueller Werbeslogan "Hauptsache, Ihr habt Spaß" trifft es auf den Punkt.
Tywin
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 19. Sep 2017, 13:15
Hallo vinylrules,


Meinst Du mit den Trollen mich


hab ich Dich nicht genügend gefüttert


Wobei letztere im Hifi-Sinne zwar jedes Argument auf ihrer Seite haben




Nein, Dich meinte ich nicht. Du schreibst und argumentierst doch sinnvoll.

@Holger

ging es da nicht um die Finanzierung der Anschaffung eines audiophilen Hundes

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 19. Sep 2017, 13:22 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#28 erstellt: 19. Sep 2017, 13:22

Holger (Beitrag #25) schrieb:
Was behauptet er denn?

Ein beliebtes - an anderer Stelle zum gleichen Thema getätigtes - Bonmot ist z. B. seine Aussage, digitalisierte Vinylaufnahmen würden ungefähr einer Polaroid-Aufnahme eines Fotos entsprechen, das mit einer Vollformat-Kamera aufgenommen wurde...

Schön ist auch, dass gerade er, der anderen mieses Equipment unterstellt, seine eigenen Gerätschaften praktisch nie erwähnt. Hat sicher Gründe.

Parrot
WBC
Inventar
#29 erstellt: 19. Sep 2017, 13:46
Und auch jetzt, nach gut 4 Stunden, sind alle drei Lager und einige deren härteste Verfechter wieder vollständig versammelt - mit übrigens m.M.n. durchaus klaren und sachlichen Argumenten. Einige sind 100%ig auf meiner Linie - andere weniger, aber das muss ja auch nicht.

Klar ist für mich, dass die "Hardcoreverfechter" welcher Seite auch immer, auf dem Standpunkt stehen, jeder, der nicht deren Meinung ist, irre grundsätzlich.

Wobei die Ansicht eines einzelnen ja durchaus von "Subjektivität" also "Empfindungen" geprägt sein kann - und dafür gibt es nun mal kein "falsch" oder "richtig" -
und genau das wird hierbei m.M.n. zu oft nicht bedacht.
ParrotHH
Inventar
#30 erstellt: 19. Sep 2017, 14:00

WBC (Beitrag #29) schrieb:
Klar ist für mich, dass die "Hardcoreverfechter" welcher Seite auch immer, auf dem Standpunkt stehen, jeder, der nicht deren Meinung ist, irre grundsätzlich.

Wobei die Ansicht eines einzelnen ja durchaus von "Subjektivität" also "Empfindungen" geprägt sein kann - und dafür gibt es nun mal kein "falsch" oder "richtig" -
und genau das wird hierbei m.M.n. zu oft nicht bedacht.

Gegen eine Meinung oder eine Vorliebe, die subjektiv begründet ist, ist ja auch nichts einzuwenden.

Es macht ja auch z. B. wenig Sinn, mit jemand anderem darüber zu diskutieren, ob ich einen Menschen schön finde oder nicht. Wenn der mir dann aber sagt, dass der- oder diejenige ja richtig fett sei, obwohl er über einen BMI von 20 verfügt, hört der Spass auf.

Denn man hat eben nicht das Recht auf eigene Fakten. Und das maßen sich dann eben doch einige an.

Parrot
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 19. Sep 2017, 14:03
@Parrot

ja, wenn einem garnichts als Entgegnung einfällt, einfach mal ein Leerzitat und 'denk drüber nach' drunterschreiben..
Schopenhauer würde sich erhängen

@Danzig

schade, das du meinen post nicht verstanden hast, sonderlich komplex war er ja nicht..

Das schrieb ich

..und die Unendlichkeit solcher Diskusionen liegt darin begründet, das halt manche ihr Equipment als völlig ausreichend für eine solch 'klare' Meinung halten- oder einfach ohnehin nur anhand von ausgewählten Daten und technischen Nebenkriegsschauplätzen eine unbedingte Überlegenheit der CD postulieren.


und du antwortest:

Ich bin selbst Vinyl Fan, aber was du da behauptest ist Schwachsinn.


Ich behaupte nur , das ich - oder andere- nicht im stillen Kämmerlein entscheiden, was jemandem subjektiv besser gefällt.
Was soll daran Schwachsinn sein?

Ich kenne wirklich niemanden, der ein manierliches Analog und Digital-Setup hat und solche Sprüche kloppt.
Das kenne ich eigentlich nur aus den Reihen jener, die tatsächlich nie mit guter Analog-Ausstattung gehört haben..

Von 10x , wo ich mich beim Hören erwische, das ich 'in der Musik drin' bin, ist das halt am häufigsten bei ner schönen Schallplatte -und bei lowbit mp3 kann ich nicht die Finger vom DSP lassen, da nichts 'richtig' klingt..

Aber nur weiter, keine Beisshemmung.

@Parrot

und du bist sicher, das ich nichtmal versehentlich deiner Herzdame zu Nahe gekommen bin, so wie du hier gegen meine Person rumflamest?
Wenn ja, was es ganz sicher unabsichtlich und kommt nicht wieder vor


- und ja, so ähnlich (Polaroid) hatte ich den Vergleich gezogen.. Ein Foto eines Sonnenunterganges vermittellt, Auflösungs-und Qualitätsunabhängig, nicht das feeling, das man beim Betrachten hatte.
Aber da sich ja hier die checker auch einfach youtube-files anhören und dann sinnieren, ob nun der TA falsch eingestellt sei oder sowas die allgemeine Unerlegenheit des Vinyl belegt, habe ich auch vor hinkenden Vergleichen keine Scheu..


..achso- die Erwähnung des eigenen Setups dient ja in der Regel hier nur als Aufforderung zum Schwanzvergleich und ist so nachprüfbar wie die Authenzität aller anderen 'isch schwör'-Ausagen hier. Das überlasse ich dann gerne jenen, die ohnehin die Hose immer etwas offen tragen..

Muss mich halt damit abfinden, das alle hier offensichtlich über mehr Geld, Hör-Erfahrung, besseres Equipment und naturwissenschaftliche skills als ich verfügen..


[Beitrag von kinodehemm am 19. Sep 2017, 14:10 bearbeitet]
Holger
Inventar
#32 erstellt: 19. Sep 2017, 14:12
doc_barni
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 19. Sep 2017, 14:18
Hallo,


auch in diesem neuen Fred hier wieder sehr rege Diskussion.

Da ja bekanntlich " alle guten Dinge drei sind " , könnte man vielleicht ja noch einen Fred starten, so in Etwa:

" Wasn nu wirklich besser: CD oder Platte??"

Auch hier wären bestimmt zahlreiche User bereit, einmal ( mehr ) ihre Ansicht zu dem Thema darzulegen und bei Widerspruch auch zu verteidigen.....

freundliche Grüsse

Wolfgang
gyps_ruepelli
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 19. Sep 2017, 14:19
Ich glaube, Subjektivität ist das richtige Stichwort. Wir alle hören ja Musik, weil es uns Freude bereitet. Wenn man jetzt philosophisch argumentiert kann man sogar sagen, dass Musik für nichts anderes da ist als für den Zweck, Menschen Freude zu bereiten. Dass Musik Geschmackssache ist, ist ja auch unbestritten. Der eine mag AC/DC, andere mögen Helene Fischer oder Jean Sibelius. Und ich glaube, dass nicht nur die Musik selbst Geschmackssache ist, sondern auch die Art, wie sie gehört wird. Musik ist eine Frage von Feeling und wie das Feeling aufkommt, ist höchst individuell. Für mich muss es ein Abspielgerät sein und ein Medium, das man in die Hand nehmen kann. Sozialisiert bin ich mit der CD, deswegen ist das mein primärer Musik-Datenträger, von dem ich eigentlich gar nicht weg möchte. Ich freue mich an meiner CD-Sammlung, die angesichts gepurzelter Preise im Moment rasant wächst und ich freue mich, mich vors regal zu stellen und mich zu fragen "Was höre ich jetzt?".

Andere sind glücklich, mit dem Smartphone permanenten Zugriff auf ihre Musik zu haben und Track für Track von der Festplatte starten zu können. Ich denke, das ist mit den Mitteln der Vernunft nicht zu verstehen. Das ist sicher hoch emotional. Ich glaube, Musik hat viel mit Erinnerungen zu tun. Lieder wecken - das weiß jeder - Emotionen. Und ich glaube, dass das auch Medien tun. Nehmen wir die bereits andiskutierte Erinnerung an die junge Dame auf dem Sofa. Genauso wie man vielleicht sentimental wird wenn man sich erinnert, wie man zu "More than words" von "Extreme" mit ihr geschmust hat - vielleicht erinnert man sich genauso an das zittrige Gefühl in der Hand, als man die Platte damit aufgelegt hat und sich auf das Lied und die Freundin gefreut hat. Wieso soll man es da jemandem verdenken, wenn er seine Plattensammlung hegt und pflegt, wo doch so viele schöne Erinnerungen daran hängen und man gleichzeitig das Gefühl hat, dass das die Art und Weise ist, in der man Musik hören möchte.

Der permanente Konflikt, ob die LP in der Qualität ausreichend oder Silberscheibchen ihr ebenbürtig sind, zeigt für mich eigentlich nur, dass der hörbare Unterschied offenbar gering sein muss. Mir scheint, dass dem aufwändigen Produktionsweg zum Trotz mit der LP eine verdammt gute Aufnahmequalität erreicht werden kann (mir fehlt da die Erfahrung - ich habe einen Receiver mit Phono-Eingang, aber das ist auch mein gesamter Überlapp mit der Benutzung von Vinyl). Es scheint mir ein sehr geschultes Ohr zu brauchen um zu entscheiden, ob die Digitalscheibchen besser sind. Ich will niemandem absprechen, dass er es wahrnehmen kann, aber selbst wenn er es hört, sollte er doch dem anderen doch zubilligen, dass er andere Prioritäten setzt - oder vielleicht etwas anderes hört. Denn schließlich hören wir ja auch subjektiv.
Nisser99
Gesperrt
#35 erstellt: 19. Sep 2017, 14:21
Warum immer Vinyl contra CD?

Genau das frage ich mich auch, ich habe diese Frage bereits in einem anderen Thread gestellt. Hier ging es darum, Gründe zu finden warum man heute noch einen Plattenspieler braucht.

In jenem Thread habe ich gelernt, dass man - sobald man nur sagt, dass man digital hört, zum Vinylfeind abgestempelt wird. Vinyl -> CD

Ich habe gelernt, dass man zum Ziel allgemeinen Spotts wird, wenn man auf digitalen Wegen hört, selbst wenn man einen Plattenspieler nutzt, um besser als die entsprechende CD-Version klingende Vinylversionen in das eigene digitale System zu integrieren. Vinyl -> Digital

Von Staub, Kratzern oder gar Rumpeln darf man gar nicht reden, um nicht einen Shitstorm hervorzurufen, vom Verurteilen der Person über arrogantes Verhalten bis zu ganzen Waschanleitungen. Vinyl -> CD

Es ist immer Vinyl contra CD, selten umgekehrt oder innerhalb der eigenen Reihen.

Ich beobachte diese Dinge, genau wie Du in vielen Thrads zum Thema Vinyl, oft sehr zum Schaden der dort stattfindenden Kommunikation.

Ich habe mir dann mal einen der Wortführer herausgepflückt und ihn nach dem Sinn seiner Worte gefragt, nachgehakt, Ausflüchte und Schutzbehauptungen offen gelegt und am Ende dann erfahren, dass ich ihn nicht interessiere, weil ich ein Vinylfeind sei.

In Wirklichkeit ist es so, dass ich zwei ganz ordentliche Plattenspieler habe, sie aber mangels Material und Nutzwert gar nicht erst angeschlossen habe. Mindestens 1500 Alben in meiner digitalen Sammlung sind Vinyl-Rips. Sie verschmutzen nicht, verbrauchen sich nicht, sie sind überall und immer parat, seit dreißig Jahren kein Verlust, weder als Ausfall, noch als Qualitätsverlust.

Nun bin ich ein Troll, bin aggressiv, provokativ, weil ich nachgehakt habe und überlege mir ernsthaft, ob ich irgendeinem der Vinylterroristen oder Vinylfaschisten hier noch einmal die Hand ausstrecke.

Ich sehe gerade, die Wogen schlagen schon wieder hoch. Also Chips auf den Tisch, einen Kaffee daneben, später vielleicht ein Bier, und abwarten was so passiert.
Holger
Inventar
#36 erstellt: 19. Sep 2017, 14:46
weeping
Passat
Moderator
#37 erstellt: 19. Sep 2017, 14:52

ParrotHH (Beitrag #28) schrieb:

Ein beliebtes - an anderer Stelle zum gleichen Thema getätigtes - Bonmot ist z. B. seine Aussage, digitalisierte Vinylaufnahmen würden ungefähr einer Polaroid-Aufnahme eines Fotos entsprechen, das mit einer Vollformat-Kamera aufgenommen wurde...


Das wurde schon in den späten 80ern widerlegt.

Damals hat die Zeitschrift Stereoplay diverse Schallplatten digitalisiert und dann einen Doppelblindtest Original gegen Digitalisiert durchgeführt.
Die Anlage war damals das Beste, was in der Redaktion vorhanden war.
Als Abspieler der Vinylscheiben kam selbstverständlich das Gerät zum Einsatz, das auch bei der Digitalisierung Abspieler war.
Ebenso Vorverstärker etc.

Anwesend bei dem Hörtest waren nicht nur die Redakteure, sondern es waren sehr viele damals namhafte Entwickler und Goldohren am Hörtest beteiligt.

Nicht eine einzige Person konnte Original und Digitalisiert auseinanderhalten.
Und das mit den damals im Verhältnis zu heute schlechten ADCs und DACs.

Man hat damals bewusst Vinyl digitalisiert anstatt die gleiche Aufnahme auf CD zu nehmen.
Denn die CD würde sich bei so einem Vergleich dadurch verraten, das ihr die typischen Abspielgeräusche einer Platte fehlt.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 19. Sep 2017, 14:54 bearbeitet]
vinylrules
Inventar
#38 erstellt: 19. Sep 2017, 15:03

Passat (Beitrag #37) schrieb:

Man hat damals bewusst Vinyl digitalisiert anstatt die gleiche Aufnahme auf CD zu nehmen.
Denn die CD würde sich bei so einem Vergleich dadurch verraten, das ihr die typischen Abspielgeräusche einer Platte fehlt.

STP hat auch mal einen Test gemacht, wo identische Aufnahmen auf zwei Plattenspielern und einem CD-Player über eine Referenzanlage abgehört wurden. Die LPs wurden nass gefahren, um Störgeräusche zu vermeiden. Zumindest Normalhörern war es nicht möglich, einen Unterschied herauszuhören.

Man darf bei der Geschichte aber auch nicht vergessen, dass heute oftmals ganz anders produziert wird. Ich habe einiges auf CD, das man so allein technisch nicht auf eine LP bringen könnte. Da ist einfach zu viel Pegel ganz tief unten vorhanden. Das kann man vielleicht noch schneiden, aber ein handelsüblicher Abtaster nicht mehr zuverlässig in Schall umsetzen, schon gar nicht mit dem Druck. Insofern ist die Formatfrage natürlich auch eine der Musikvorlieben.

Aber eigentlich wollte ich hier doch gar nichts mehr schreiben......
Danzig
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 19. Sep 2017, 15:08

kinodehemm (Beitrag #31) schrieb:


Ich kenne wirklich niemanden, der ein manierliches Analog und Digital-Setup hat und solche Sprüche kloppt.
Das kenne ich eigentlich nur aus den Reihen jener, die tatsächlich nie mit guter Analog-Ausstattung gehört haben..



Was ist denn ein manierliches Analog und Digital-Setup?
Und ab wo beginnt ne gute Analog-Ausstattung?

Beginnt das ab nem bestimmten Hersteller oder ab ner bestimmten Preisklasse?
Nenn mir bitte mal ein Beispiel.
Passat
Moderator
#40 erstellt: 19. Sep 2017, 15:14
Nicht zu vergessen, warum sich die CD eigentlich durchgesetzt hat:
Nicht wegen der theoretisch besseren Klangqualität, sondern wegen der Handhabung.
Eine CD ist kleiner, unempfindlicher, hat keinen Verschleiß, etc.
Der CD-Boom hat allerdings erst eingesetzt, als Playerpreise und CD-Preise deutlich gesunken waren.
Anfangs waren CDs nämlich noch mehr als doppelt so teuer wie LPs.
Und Player gabs erst ab 2.000,- DM.

Das Klangqualität für den Normalkonsumenten keine sehr große Rolle spielt, zeigt auch der Flop der SACD und DVD-A.
Beide haben außer der Klangqualität (und 5.1) keinen Vorteil gegenüber der CD.

Ähnlich sieht es auch bei Kassetten aus.
Die MD hatte erhebliche Handhabungs- und Größenvorteile gegenüber der DCC, obwohl sie klanglich etwas schlechter war.
Und deshalb war die DCC ein Flop.

Aus dem gleichen Grund hat dann auch mp3 etc. die MD verdrängt.

Grüße
Roman
oremilac
Stammgast
#41 erstellt: 19. Sep 2017, 15:19
Moin!

Ich trage jetzt auch was dazu bei.
Warum fühle ich mich als Vinylfreund immer in der Rolle des Rechtfertigende wieder?

Das mit dem Rechtfertigungsdrang ist in der Entwicklung der CD Einführung begründet.
So gradlinig wie in der Rückschau gesehen war es nicht.
Als 1982 die CD mit viel brimborium auf den Markt gebracht wurde, wurde gleichzeitig
in der Fachpresse der sofortige Tod der Schallplatte heraufbeschworen, mit gleichzeitiger
Diffamierung der Vinylfreunde als Anhänger einer veralteten Technologie, die natürlich von
nun an auch kein"Hifi" mehr wahr.
Interessanterweise, war in meinem Umfeld und ich kannte viele Musikfreunde, die CD lange kein Thema.
Zu teuer, war da oft als erstes zu hören und auch etwas Technikfeindlichkeit schwang mit,
in den alternativen Kreisen. Eine richtige Rockplatte war schwarz mit einem Loch in der Mitte,
CD war was für Popper und Angestellte.
Ab so 88/89 bemerkte ich dann erst richtig den Durchmarsch der CD, immer mehr Leute holten sich
einen CD-Player, in den Plattenläden gab es erstmals mehr CD's als Platten und wieder kam ich in die
Situation das Vinyl und auch mich selber verteidigen zu müssen/meinen.
Ein Schlüsselerlebnis war eine Situation so ca. 1990 in einem Second Hand Plattenladen in
Oberhausen. Neben mir Stand jemand am Thresen und bot dem Ladenbesitzer eine Kiste mit wohl
100 Lp's an. Der Ladenbesitzer sagte sinngemäß, den Schrott kann ich nicht Loswerden, kannse
draußen in den Container werfen.
Der Mann ging raus und warf sie Tatsächlich weg. Platten von Led Zeppelin, Pink Floyd, Grobschnitt, u.a.
landeten im Müll. Noch heute denke ich, warum bin ich nicht in den Container geklettert?
1992 gab ich dann dem Trend nach und wechselte zur CD, auch weil es bei uns keinen Laden mehr mit Platten gab
und ich dachte, das Ende der LP ist da.
Ich konnte, trotz ansteigen meiner CD-Sammlung, nie fertigbringen, mich auch nur von einem Teil
meiner Plattensammlung zu trennen, plante aber eine Komplettdigitalisierung.
Mittlerweile fühlte ich mich auch ganz wohl mit CD
Erst in 2012 änderte sich dass, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich denke, das es vielen Vinylfreunden ähnlich ergangen ist. Wir mussten unsere Entscheidung
immer wieder verteidigen und wenn man das lange macht reagiert man auch schon mal reflexartig
auf Sprüche von CD/Digital-Freunden.

Vinyle Grüße
Thomas =8)
WBC
Inventar
#42 erstellt: 19. Sep 2017, 15:29
Das kann ich absolut so stehen lassen und da finde ich mich auch hin und wieder in meinem Umfeld wieder...

Allerdingens lasse ich da erst gar keine Diskussion aufkommen sondern hole grinsend 'ne schöne Scheibe raus und lege diese dann auf...(insofern sich diese Situation denn bei mir zuhause darstellt...)

Bisher war dann nix mehr zu hören von wegen "olles Vinyl"... komisch...

Und das heißt jetzt nicht, dass ich etwa der Meinung wäre, Vinyl wäre "besser" als CD (Ich hab mir erst heute Vormittag wieder 4 Silberlinge zugelegt...) ...nein, nur anders...Vinyl ist einfach anders als CD.

Das eine hat u.a. unbestreitbare Handlingvorteile, dafür hat das andere Medium m.M.n. in anderen Bereichen Vorteile.




[Beitrag von WBC am 19. Sep 2017, 15:35 bearbeitet]
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 19. Sep 2017, 15:34
@Danzig

wo und wann etwas anfängt, ist natürlich nicht mit 'Dreher x' und 'TA Y' zu beantworten.
Aber wenn offensichtlich hier etliche user nur unter Schmerzen (oder Schmerzmitteln) ein paar Minuten Platte hören können, weil sie sonst von der fehlenden Dynamik, dem fehlenden Bass oder dem ständigen Rauschen und Knistern kapitulieren müssen, dann würde ich zumindest bei denen mal annehmen, das der analoge Zweig irgendwo 'underperfomt', wie man heute wohl sagt.

Ansonsten kann ich mir dieses Empfinden nicht erklären.

Da ja mein Equipment hier offensichtlich nicht bekannt ist, hier die Dreher, die eigentlich immer 'on air' sind:

Ein SL110, original TA, mit nem AT 33EV drunter.
Ein SL151MkII mit SMEIV und meist nem mittelpreisigen MC drunter , irgendwas zwischen AT150Mlx, nem Benz Glider und dem DL103S
Ein SL1210, Originalzustand, mit nem Shure Whitelabel drauf.
Das Masselaufwerk ist ein Eigenbau (allerdings war ich da händisch gottseidank unbeteiligt) mit ner Motordose vom Erzkanzler, nem Ortofon 309S und nem SPU (aktuell Meister,Rundnadel ) drunter.
Diverse ÜT, von 1:5 bis 1: 23, ne LITE, ne Musical Surroundings Phonomena und der MM-in meines Audio Innovations..
Mit das wichtigste Utensiel:Ne Hannl Mera für 30,60 und 90°

Also nichts völlig spaciges, auch kein Kernschrott - manierlich halt, aus meiner Sicht..
Der CD-Player ist ein altes Schlachtross von Meridian, die 200er Kombi aus LW und Wandler, andere DACs sind als Alternative vorhanden.
oremilac
Stammgast
#44 erstellt: 19. Sep 2017, 15:36
Moin!

@WBC
Ja mittlerweile stehe ich da auch drüber,
nennt man wohl Altersweisheit oder Senilität.

Vinyle Grüße
Thomas =8)


[Beitrag von oremilac am 19. Sep 2017, 15:39 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#45 erstellt: 19. Sep 2017, 15:43

Danzig (Beitrag #39) schrieb:
Was ist denn ein manierliches Analog und Digital-Setup?
Und ab wo beginnt ne gute Analog-Ausstattung?

Beginnt das ab nem bestimmten Hersteller oder ab ner bestimmten Preisklasse?
Nenn mir bitte mal ein Beispiel.

Gut, dann mach ich mal die Hose auf...

Bei mir reicht folgendes offenbar nicht aus:
  • Ein gut gepflegter Thorens TD320 MK II (ich bin der Erstbesitzer)
  • Tonabnehmer Benz Micro ACE SL
  • Phono-Pre Trigon Vanguard II
  • Verstärker T+A Powerplant MK II
  • Lautsprecher KEF XQ40
  • Subwoofer Nubert nuLine AW-600
  • Aktive Entzerrung über DSPeaker Anti-Mode 2.0 Dual Core
  • Raumakustische Maßnahmen über Diffusoren und Absorber
  • Manchmal auch Kopfhörer Audeze LCD-2 oder neuerdings Audio Technica ATH DSR9BT (ein Bluetooth-Polaroid)

Mit so einem Scheiß kann man natürlich nix hören.
Und meine anderen drei Anlagen in anderen Räumen bzw. Wohnungen sind leider nicht besser.

Edit: hier noch die Liste des Schrottes, den ich nach Lust und Laube unter meine 6 Dreher hänge.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 19. Sep 2017, 15:58 bearbeitet]
Nisser99
Gesperrt
#46 erstellt: 19. Sep 2017, 15:51

oremilac (Beitrag #41) schrieb:
Moin!

...

Ich denke, das es vielen Vinylfreunden ähnlich ergangen ist. Wir mussten unsere Entscheidung
immer wieder verteidigen und wenn man das lange macht reagiert man auch schon mal reflexartig
auf Sprüche von CD/Digital-Freunden.

Vinyle Grüße
Thomas =8)


Vermutlich ist das die Antwort auf die Frage des Thread.

Ich sehe das sehr ähnlich, zumal ich die ganze Geschichte aus der Perspektive des Früh-Digitalisierers erlebt habe, der sich auch eine Zeitlang für die Nutzung der neuen Möglichkeiten ständig erklären musste. Da gabs auch viel Hohn und Spott, der dann nach und nach mit der Verbreitung von Sonos oder Raumfeld leiser wurde. Diese Phase dauerte auch ihre fünfzehn Jahre, und man brauchte gerade am Anfang viel Geduld.

Ich selbst kann mich jetzt damit bei Laune halten, dass die Geschichte diese Zweifler Lügen gestraft hat, im Fall von Vinyl sehe ich allerdings eher ein Potenzial für Verhärtungen.

Die eigentlich gar nicht notwendig sind, denn es besteht ja ein breiter Konsens bezüglich der erreichbaren Qualität.

kinodehemm
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 19. Sep 2017, 15:59
@parrot

es ist müssig, darüber zu spekulieren, wer jetzt 'richtig' oder 'falsch' hört, wahrnimmt oder geniesst..

Aber da es zwei scheinbar unvereinbare und konträre Standpunkte gibt, was das goutieren von Platte vs CD angeht, kann nur das Gehör (und der Rest dahinter) oder das Equipment für die Ergebnisse verantwortlich sein.

Oder es ginge schlicht nur ums streiten, aber das unterstelle ich hier keinem.

Ob einem nun ein wertiger Bordeaux oder ein ebensolcher Burgunder besser schmeckt, ist einfach eine Frage, ob ich die jeweilige Traube und den Kellerstil mag - imo aber keine der absoluten Qualität.

Ich mag Kalbshaxe lieber als Kalbsrücken - macht mich das automatisch zu nem schlechten Menschen?
Wish
Stammgast
#48 erstellt: 19. Sep 2017, 16:04

Passat (Beitrag #40) schrieb:
Nicht zu vergessen, warum sich die CD eigentlich durchgesetzt hat:
Nicht wegen der theoretisch besseren Klangqualität, sondern wegen der Handhabung.
Eine CD ist kleiner, unempfindlicher, hat keinen Verschleiß, etc.


Nun ja, aber die Unempfindlichkeit/fehlenden Verschleiss darf man ja durchaus mal der Kategorie „Klangqualität“ zurechnen, wenn man da selber Wert drauflegt, oder? Und wenn man sieht, mit welcher Dynamik gerade die ersten Digitalaufnahmen ausgestattet waren, dann war das schon ein Thema am Anfang – die CD konnte es eben! Dass eine Analogaufnahme von LP nicht schlechter klingen muss als von CD - ein entsprechendes Set-Up (oder Know-How) vorausgesetzt - würde aber auch ich nicht bestreiten wollen.


Der CD-Boom hat allerdings erst eingesetzt, als Playerpreise und CD-Preise deutlich gesunken waren.
Anfangs waren CDs nämlich noch mehr als doppelt so teuer wie LPs.


Dass war eigentlich bis zum (vorläufigen) Ende der LP 1990 so: CD 30 Mark, LP 15 Mark. Und heute? Wie die Zeiten sich ändern…..



Das Klangqualität für den Normalkonsumenten keine sehr große Rolle spielt, zeigt auch der Flop der SACD und DVD-A.


Ich denke, das kann man nicht vergleichen. „HiRes für Fledermäuse“ ist halt kein marktdurchsetzungsfähiger „Mehrwert“ für reines Stereo. Da hatte die CD damals doch wesentlich mehr zu bieten.
Holger
Inventar
#49 erstellt: 19. Sep 2017, 16:15

kinodehemm (Beitrag #47) schrieb:
Aber da es zwei scheinbar unvereinbare und konträre Standpunkte gibt, was das goutieren von Platte vs CD angeht, kann nur das Gehör (und der Rest dahinter) oder das Equipment für die Ergebnisse verantwortlich sein.


Viele stören sich ja auch den den systemimmanenten Nebengeräuschen - von diesen dann auch oft Störgeräusche genannt.

Was das angeht, ist "der Rest" hinter dem Gehör und das Equipment in der Tat entscheidend. Rillengeräusche und leises Bandrauschen z. B. auf Jazz-Aufnahmen aus den Fünfzigern sollte man, wenn man sich auf die Musik konzentriert, mbMn durchaus ausblenden können, Knistern und Knacksen sind durch pfleglichen Umgang und gelegentliche Reinigung durchaus auf ein extrem geringes Maß zu reduzieren.
Letzteres meine ich übrigens, wenn ich von "richtig machen" schreibe.
kölsche_jung
Moderator
#50 erstellt: 19. Sep 2017, 16:21

oremilac (Beitrag #41) schrieb:
... Wir mussten unsere Entscheidung immer wieder verteidigen ...

was dann mE aber eher ein selbstauferlegtes Leid war ... ich mußte mich nie zwischen LP und CD unterscheiden ... ich hatte einfach beides
ParrotHH
Inventar
#51 erstellt: 19. Sep 2017, 16:25
Holger,

da haben wir wohl einen anderen Anspruch. Ich will nix ausblenden müssen. Und es sind eben Störgeräusche, sie gehören da nämlich nicht hin, und je nach Musik (und natürlich Zustand der Platte) sind sie deutlich hörbar, und dann "neben" sie mich nicht, sondern sie stören.

Wenn ich esse, dann erzeugen in der Nähe sitzende Raucher ja auch keine "Neben-", sondern üble "Störgerüche"!

Parrot
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