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Linn LP12 Sondek aufrüsten oder doch nicht?

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tigerpaul
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Dez 2017, 02:03
Hallo zusammen,

meinen Sondek in der Basisversion aber mit EKOS-Tonarm und mit Archive-Cardridge habe ich etwa in 1995 als Gebrauchtgerät bei einem offiziellen Händler gekauft und bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Lt. Seriennummer (73228) ist das Baujahr 1987. Jetzt habe ich mir bei einem bekannten Onlinehändler ein Vinylalbum gekauft, welches allerdings 45 RPM erfordert, was mein LP12 aber nicht ermöglicht........ dumm gelaufen.... Schuldfrage soll hier nicht das Thema sein. Das Ganze hat mich dazu veranlasst, mich mal wieder mit der aktuellen Situation der Schallplattenspieler zu beschäftigen.
Und jetzt überlege ich, wie ich mit der Situation umgehen soll und es ergeben sich 3 mögliche Varianten:

1. Ich finde mich damit ab, dass ich nur Platten mit 33 1/3 RPM abspielen kann, was mich nix kostet
2. Ich mach´ ein Upgrade auf Lingo 3 für 1580 EUR, was mir auch 45 RPM ermöglicht und hoffentlich auch zusätzliche Klangqualität beschert.
3. Ich mach´ Pos. 2 und zusätzlich noch ein Upgrade auf das Subchassis Kore, was nochmals 980 EUR kostet, also insgeamt 2560 EUR.

Wenn ich die damaligen Anschaffungskosten von ca. 1700 EUR berücksichtige, hätte ich dann einen LP12 für etwa 4300 EUR

Meine Frage an euch wäre:
macht eine Aufrüstung eines 30 Jahre alten Spielers überhaupt noch Sinn?

Danke und Gruß
Reinhard
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 12. Dez 2017, 08:53
Moin Reinhard,

für eine Platte bestimmt nicht.
Insgesamt entwickelt sich so ein LP 12 schnell zu einem Geldgrab.
Günstiger ist es auf jeden Fall die LP zurück zu senden.
directdrive
Inventar
#3 erstellt: 12. Dez 2017, 12:57
Hallo Richard,

für eine LP würde ich mir kein Lingo kaufen, sondern einfach einen Linn Motorpulley-Adapter für 45 U/min nehmen. Gibt's bei jedem Linn-Händler und kostet ca. 40,- €. Sowas: Linn Adapter

Grüße, Brent
Beaufighter
Inventar
#4 erstellt: 12. Dez 2017, 13:06
Wow das sind ja Zahlen...

Dafür bekommst du einen Super Plattenspieler der alle Drehzahlen beherrscht und bestimmt nichts schlechter macht als dein Linn.

Ich wusste gar nicht das ein LP 12 nicht 45 und 33 1/3 kann.

Gruß Beaufighter
Holger
Inventar
#5 erstellt: 12. Dez 2017, 13:11

directdrive (Beitrag #3) schrieb:
Sowas: Linn Adapter


+1
MAG63
Stammgast
#6 erstellt: 12. Dez 2017, 15:23
Die einfachste und günstigste Lösung ist der bereits erwähnte Adapter, jede Investition lohnt sich aber nur, wenn du auch vorhast
das Laufwerk auch zu nutzen, nicht nur für eine Platte.

Für deinen Linn LP12 Sondek bekommst du auf dem Gebrauchtmarkt noch ein paar Euronen, zusammen mit dem 2560,- € für die
Aufrüstung hast du ein Budget, mit dem du ein gutes neues oder sehr gutes gebrauchtes Laufwerk bekommst. Ich bin und werde es
auch nie werden, ein Linn Fan, von daher möge man mir meine Aussage verzeihen.
gapigen
Inventar
#7 erstellt: 12. Dez 2017, 15:34
Investiere die Kohle lieber in einen hervorragenden Tonabnehmer und spare den Rest, vielleicht mal für neue Lautsprecher-irgendwann. Die 45er würde ich an die Wand hängen, die ist eh zu schnell zu Ende.
Dan_Seweri
Inventar
#8 erstellt: 12. Dez 2017, 18:52
Ein Plattenspieler ohne 45er-Modus ist für mich wie ein Auto ohne Rückwärtsgang: Man braucht ihn nicht ständig, aber manchmal eben schon. Und dann fehlt er, wenn er nicht vorhanden ist.

Wenn Dir der LP12 grundsätzlich gefällt, dann könnte es vielleicht eine Option sein, das vorhandenen Gerät zu verkaufen und mit dem Geld und etwas Zusatzinvestition (weit unter 1500 oder 2.500 Euro) einen anderen gebrauchten LP12 zu kaufen, der besser ausgestattet ist. Es fährt am Gebrauchtmarkt doch so viel gute Gerätschaft herum, da braucht man meines Erachtens nicht unbedingt beim Händler eine Aufrüstung zum Listenpreis kaufen.
ad-mh
Inventar
#9 erstellt: 12. Dez 2017, 20:26
Was spricht gegen einen zweiten Plattenspieler?
Beaufighter
Inventar
#10 erstellt: 12. Dez 2017, 21:23
Das habe ich auch vorsichtig anzutesten versucht.
ad-mh
Inventar
#11 erstellt: 13. Dez 2017, 00:45
Ich kenne zwei, drei oder auch vier Leute, die das ganze Spielchen schon "durch" haben. Das ist allerdings gut 20 Jahre her.

Kauft eigentlich jemand einen 40K Neuwagen ohne Bremsen und kauft dann noch die Bremse als Option für 10K dazu?

Die Eingangsfrage würde ich für mich so beantworten:
Nein. Ein LP 12 macht Spaß, wenn er eingestellt ist und funktioniert. Gebraucht ist ein Kauf vollkommen in Ordnung.
Bei der Preispolitik ist eine Aufrüstung allerdings purer Nonsense.

Darüber kann man diskutieren oder aber es lassen. Wie immer beim Thema Linn.

Viel Spaß mit dem wirklich schönen Plattenspieler.
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#12 erstellt: 13. Dez 2017, 03:25
Hallo
Wenn wirklich nur das ganz einfache Basisnetzteil ohne Valhalla verbaut ist, würde ich die "Hercules 2" Platine neu kaufen und einbauen lassen. Gibts bei Ebay aus England oder auch direkt aus China. Diese funktioniert hervorragend und du wirst dich wundern wie deutlich der klangliche Zugewinn ist. Man glaubt es kaum aber es ist ein ganz anderer Klang.
Habe dies an meinem Linn Basik Dreher erfolgreich getan und es ist weiß Gott kein großer Akt. Nebenbei kann man dabei auf elektronischem Weg von 33 auf 45 umstellen.
Die Platine kostet um die 280 Euro und wird einfach ansteller des einfachen Basik Netzteils verbaut.


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 13. Dez 2017, 03:27 bearbeitet]
raindancer
Inventar
#13 erstellt: 13. Dez 2017, 12:00
Wenn dein System - ich nehme an das soll Arkiv heissen (?) - von 1995 ist solltest du hier auch mal an eine Erneuerung denken. Ansonsten wüßte ich nicht, was gegen updates spricht, außer das einem tief in die Taschen gegriffen wird. Es gibt aber auch vom Gebrauchtmarkt Lingo 1 oder 2, damit wär die 45rpm option geboten.

aloa raindancer
Holger
Inventar
#14 erstellt: 13. Dez 2017, 12:50

raindancer (Beitrag #13) schrieb:
Wenn dein System - ich nehme an das soll Arkiv heissen (?) - von 1995 ist solltest du hier auch mal an eine Erneuerung denken.


Wenn's noch gut spielt, ist das mE nicht nötig. Ich habe hier jede Menge Siebziger- und Achtziger-Jahre-Systeme, die noch super aufspielen.
Tendaberry
Stammgast
#15 erstellt: 13. Dez 2017, 18:39
Moin Reinhard,
es lohnt sich auf jeden Fall noch den LP12 auf 45 Touren aufzurüsten. Dein spieler ist ja schon sehr gut ausgestattet. Folgende Möglichkeiten sehe ich:
1. Adapter kaufen - die günstigste Lösung um einfach Singles und Audiofil-Lp's abspielen zu können.
2. Hercules 2 - Gut und günstig, wird wohl besser sein als dein Valhalla Netzteil, das ja auch nicht mehr ganz frisch ist.
3. Gebrauchter Lingo 1, 2 oder 3 - Die Lingo 1 brauchen jetzt einen Re-Cap, falls sie das nicht bekommen haben. Einen Lingo 3 habe gerade für 1.000,- gesehen. Ein Tausch von Valhalla auf Lingo klingt außerdem deutlich besser, am meisten bringt ein Lingo 3 (Radikal erwähne ich aus Preisgründen nicht).
4. Neuer Lingo 3 - Eine sehr gute Wahl, hat dein LP12 verdient
5. Bevor ich einen Kore kaufe, würde ich überprüfen ob dein Spieler schon das Cirkus Lager bekommen hat. Hatte dein LP12 nicht ab Werk, aber könnte natürlich bis 1995 nachgerüstet worden sein. Das Cirkus Lager bringt in deinem Fall mehr und ist mit 590,- günstiger als ein Kore.
Ob dein Arkiv noch frisch ist, kann ich nicht sagen. Mein Akiva hat sich 12 Jahre gehalten und ist gerade aus Italien mit neuem Boron-Nadelträder und Ogura PH Diamanten zurückgekommen (noch nicht montiert).


[Beitrag von Tendaberry am 13. Dez 2017, 18:41 bearbeitet]
donnerkatz
Stammgast
#16 erstellt: 13. Dez 2017, 19:08
Lingo 3 1580€ für ein Netzteil Respekt
Beaufighter
Inventar
#17 erstellt: 13. Dez 2017, 19:59

Tendaberry (Beitrag #15) schrieb:
Moin Reinhard,
es lohnt sich auf jeden Fall noch den LP12 auf 45 Touren aufzurüsten. Dein spieler ist ja schon sehr gut ausgestattet. Folgende Möglichkeiten sehe ich:
1. Adapter kaufen - die günstigste Lösung um einfach Singles und Audiofil-Lp's abspielen zu können.
2. Hercules 2 - Gut und günstig, wird wohl besser sein als dein Valhalla Netzteil, das ja auch nicht mehr ganz frisch ist.
3. Gebrauchter Lingo 1, 2 oder 3 - Die Lingo 1 brauchen jetzt einen Re-Cap, falls sie das nicht bekommen haben. Einen Lingo 3 habe gerade für 1.000,- gesehen. Ein Tausch von Valhalla auf Lingo klingt außerdem deutlich besser, am meisten bringt ein Lingo 3 (Radikal erwähne ich aus Preisgründen nicht).
4. Neuer Lingo 3 - Eine sehr gute Wahl, hat dein LP12 verdient
5. Bevor ich einen Kore kaufe, würde ich überprüfen ob dein Spieler schon das Cirkus Lager bekommen hat. Hatte dein LP12 nicht ab Werk, aber könnte natürlich bis 1995 nachgerüstet worden sein. Das Cirkus Lager bringt in deinem Fall mehr und ist mit 590,- günstiger als ein Kore.
Ob dein Arkiv noch frisch ist, kann ich nicht sagen. Mein Akiva hat sich 12 Jahre gehalten und ist gerade aus Italien mit neuem Boron-Nadelträder und Ogura PH Diamanten zurückgekommen (noch nicht montiert).


Ja wenn das die Maßstäbe sind mit denen Vinyl konsumiert wird, da kann ich dann nix mehr dazu sagen.

Ich halte ein Netzteil für 1580€ für exorbitant überteuert.

Gruß Beaufighter
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#18 erstellt: 13. Dez 2017, 20:33
Es gibt auch noch ein externes schönes Netzteil auf Basis des Hercules 2 aber mit kräftigeren Endstufen ähnlich wie die beim Linn Axis. Natürlich auch in China für unter 500,- .
Holger
Inventar
#19 erstellt: 13. Dez 2017, 20:54
Ich würde - alternativ zu dem, was ich bereits in '5 unterstützt habe - einen Zwei-Player favorisieren, z. B. einen Dual 1219 oder 1229, der kann dann sogar noch 78 U/min. zusätzlich.
Das Schlimmste, was dann passieren kann, ist die Erkenntnis, dass selbst ein oller Reibradler so gut aufspielen kann wie ein LP12.
Einen hörbaren Gegenwert bekommt man mbMn nämlich selbst mit einem noch so ausgeklügelten - und teuren - Netzteil nicht.
Ich habe jedenfalls seinerzeit nie die 45 an meinem LP12 vermisst, und den LP12, nachdem ich ihn letztendlich verkauft hatte, auch nicht.
Wobei ich immer sehr gerne mit ihm gehört habe (Ende des vergangenen Jahrtausends gekauftes Anniversary-Modell in Cherry mit Ittok und Benz Glider, dazu der Linto-Phonovorverstärker).
.JC.
Inventar
#20 erstellt: 13. Dez 2017, 21:06
Hi,


ad-mh (Beitrag #11) schrieb:
Kauft eigentlich jemand einen 40K Neuwagen ohne Bremsen und kauft dann noch die Bremse als Option für 10K dazu?


richtiger müsste man sagen: ohne ABS und kauft dann ...

die Preise bei Linn sind vollkommen absurd, aber das Marketing ist genial.
Hörbert
Inventar
#21 erstellt: 13. Dez 2017, 21:25
Hallo!


......die Preise bei Linn sind vollkommen absurd,...........


Nicht nur bei Linn.

Natürlich ist ein Netzteil für den Preis absurd, -aber auch schon ein Netzteil für 500 Euro das einen Syncronmotor "antreiben" soll ist absurd überteuert-.

Davon abgesehen ist ein LP-12 ein Plattenspieler wie jeder andere auch den man aus optischen- oder Prestigegründen mögen kann oder auch nicht.

Die (frühere) Beschränkung auf 33 1/3 U-min hat die allermeisten Linn-Besitzer nie wirklich gestört und ein zweit-Plattenspieler wäre m.E. hier wirklich die einfachste Lösung.

MFG Günther
gapigen
Inventar
#22 erstellt: 13. Dez 2017, 23:19
Für mich dreht ein Plattenspieler primär die Platte. Der Klang kommt eher vom Tonabnehmer (und von den Lautsprechern und durch die Raumakustik).
Was soll im Verhältnis dazu ein Netzteil bewirken???
Dan_Seweri
Inventar
#23 erstellt: 13. Dez 2017, 23:39
Ein teures Netzteil gibt ein gutes Gefühl...

Was meint eigentlich der Threadersteller zu den bisherigen Vorschlägen? Bisher gibt‘s nur Schweigen. Ist er erkrankt, verstorben oder einfach nur vor der Steuerfahndung geflohen?
Holger
Inventar
#24 erstellt: 13. Dez 2017, 23:44
Du weißt doch, wie gut manche Leute hören - sogar das Material der Headshellschräubchen wird "erhört", da kannst du NATÜRLICH auch ein besseres Netzteil hören.
8bitRisc
Inventar
#25 erstellt: 14. Dez 2017, 00:23
Kaum zu glauben, die Preispolitik bei Linn.
Ich kann mich noch gut an meine Jugend erinnern. Irgendwann kaufte ich mir mein erstes (oder zweites ?) HIFI-Magazin. Darin war ein Testbericht zum LP12 abgedruckt. Es wurde erwähnt, dass er nur 33,3 Upm kann und keinerlei Komfortfunktionen besitzt. Und dann der Preis von einigen tausend DM. Das habe ich damals nicht verstanden; alleine schon aus dem Grund dass man keine Maxisingles damit abspielen konnte (die waren in meiner Jugend so ca. um 1987 u.a. auch wegen ihrer Klangqualität gefragt).

Ich kann (oder will) mir so einen kostspieligen Plattenspieler nicht leisten. Ich bin zufrieden mit meinen Dual und Thorensgeräten. Auch ein 1210er von Technics steht bei mir. 45Upm ist bei allen Geräten mit an Board.

Aber mal im Ernst; ich denke dass mehr Entwicklungsleistung in den damaligen Spitzenplattenspielern der etablierten Hersteller steckt als in einem LP12.
Ein großer Dual hatte immer Vollautomatik und wurde in großen Stückzahlen gebaut. Und jedes verkaufte Exemplar hat wahrscheinlich über Jahrzehnte einwandfrei funktioniert.
Die Klangqualität dürfte sich unter Voraussetzung eines entsprechenden Tonabnehmers in etwa auf dem Niveau des LP12 befinden.
günni777
Inventar
#26 erstellt: 14. Dez 2017, 00:40
"Sondek" ist ein schottischer Slang. Die deutsche Übersetzung kann man mit "sonderbar" beschreiben.

Ich hatte auch mal so ein Teil mit Linn K9 für 500 DM, also umgelabeltes AT 95 E.
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#27 erstellt: 14. Dez 2017, 04:39
das einfache Basic Netzteil gibt nur die reine Wechselspannung vom Netz an den Motor weiter um wird nur in der Spannung von ca 230 auf ca 110 Volt reduziert. Der Motor läuft exakt in der Netzfrequenz von 50hz und diese bestimmt die Drehzahl. Da aber die reine Netzspannung nicht perfekt sauber ist und auch keine lupenreines Sinus darstellt, die Frequenz auch minimal schwankt, läuft die Drehzahl auch nicht hundertprozentig sauber!! Das ist Fakt.
Der Motor muss sich pro Umdrehung dutzende mal drehen und gibt die Unsauberkeiten auf den Plattenteller weiter. Die besseren Netzteile ab dem Valhalla erzeugen eine lupenreine neue(!!) Wechselspannung mit perfekter Frequenz und somit läuft der Motor auch wesentlich präziser. Bei den größeren Lingo usw gibt es noch weitere Feinheiten und die Spannung wird nach dem Anlaufen des Motors drastisch reduziert (40-70 Volt) was den Motorlauf noch weiter verbessert. Dies kann das Herkules 2 Netzteil bzw die Platine leider noch nicht aber trotzdem sind die klanglichen Fortschritte vom Basik zum Herkules oder Lingo dramatisch.
Ich hätte es auch nicht geglaubt wenn nicht persönlich erlebt. Selbst der kleinste Linn Basik Dreher legt damit so drastisch zu, daß die 280 Euro plus Einbau ganz schnell vergessen sind.
Lingo 3 wäre natürlich ein Traum wenns nicht so teuer wäre.
Der LP12 gehört erst mit einem guten Netzteil zu den besten Drehern der Welt und deshalb hält er sich auch trotz heftiger Preisentwicklung immer noch stabil wie ein Fels in der Brandung. Hätte wirklich gerne selbst einen..
Aber ich bin echt froh, daß mein jetziger Linn Axis 2 schon eine Art Lingo eingebaut hat und auch die Spannung nach dem Anlaufen runter fährt.


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 14. Dez 2017, 04:50 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#28 erstellt: 14. Dez 2017, 10:46
Moin,


Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #27) schrieb:
.. die Frequenz auch minimal schwankt, läuft die Drehzahl auch nicht hundertprozentig sauber!! Das ist Fakt.


hier kannst du dir die Netzfrequenz anschauen
und jetzt überlege mal wie genau der Riemen gefertigt sein muss, um nicht seinerseits Schwankungen der Drehzahl zu verursachen.

Man könnte noch viel schreiben (unterschiedliche Bremswirkung der Abtastung, die deshalb notwendige Regelung, ...)
aber dazu habe ich jetzt keine Lust.
Beaufighter
Inventar
#29 erstellt: 14. Dez 2017, 10:47

Motor läuft exakt in der Netzfrequenz von 50hz und diese bestimmt die Drehzahl. Da aber die reine Netzspannung nicht perfekt sauber ist und auch keine lupenreines Sinus darstellt, die Frequenz auch minimal schwankt, läuft die Drehzahl auch nicht hundertprozentig sauber!! Das ist Fakt.


Was soll denn Lupenrein sein?

In diesem unseren Lande haben wir eine hervorragende Netzfrequenz Stabilität.

Für diese minimalsten Schwankungen haben die Hersteller Plattenteller mit einem gewissen Eigengewicht entwickelt die diese minimalen Schwankungen ausgleichen. Ich halte diese Theorien über solche Netzteile für Unfug.

Gruß Beaufighter


[Beitrag von Beaufighter am 14. Dez 2017, 10:48 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#30 erstellt: 14. Dez 2017, 11:03
Hi,


Beaufighter (Beitrag #29) schrieb:
Ich halte diese Theorien über solche Netzteile für Unfug.


das ist kein Unfug, sondern Marketing.

Wen es interessiert, der kann sich ja in die Grundlagen der Mess- und Regeltechnik einarbeiten.
wiki hilft.
Beaufighter
Inventar
#31 erstellt: 14. Dez 2017, 11:11
Momentan berichtet mir ein Forums Mitglied etwas über den Sinn eines externen Netzteils. Und diese Theorie halte ich für nicht nachvollziehbar.

Was Linn macht spielt bei meiner momentanen Betrachtung keine Rolle.

Natürlich kann ich das Netz noch weiter Glatt bügeln. Die Frage ist doch was kommt davon am menschlichen Ohr an. Und da bin ich eher bei Holger und seinen Ausführungen.

Gruß Beaufighter
Holger
Inventar
#32 erstellt: 14. Dez 2017, 11:35

Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #27) schrieb:
Der LP12 gehört erst mit einem guten Netzteil zu den besten Drehern der Welt


Meiner gehörte schon mit dem Basic-Netzteil dazu .

Denn: würde man einen solchen LP12 (gerne auch einen Thorens 125/126/127 o.ä.) z. B. neben ein sogenanntes "Superlaufwerk" für Zigtausende stellen und mit identischen Arm-System-Kombinationen ausstatten, auf den Tellern z. B. identische frisch ausgepackte LPs, gerne MFSL o.ä., so würde die geneigte Zuhörerschaft beim Umschalten allenfalls marginale Unterschiede bemerken, und nach mehrfachem verdeckten Umschalten könnte niemand mehr mit Sicherheit sagen, wer da gerade spielt.
Ich bin davon felsenfest überzeugt und habe selbst in der Vergangenheit bei verschiedensten Veranstaltungen genau solche Erfahrungen machen dürfen - solange einem der Vorführer sagt, dass jetzt der Plattenspieler für den vierfachen Preis des Konkurrenten spielt, dann stimmt nahezu jeder zu, dass der Bass natürlich etwas konturierter und die Bühne etwas breiter und/oder tiefer dargestellt wird, wird diese Info aber zurückgehalten und es spielt nur einer nach dem anderen, dann sieht die Sache sehr schnell ganz anders aus.
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 14. Dez 2017, 11:52
Hi,


Holger (Beitrag #32) schrieb:
.. der Vorführer sagt, ... , dann stimmt nahezu jeder zu, ..


das ist die Psychologie dabei --> Placeboforschung

rein technisch kann man die feinen (durch die Abtastung hervorgerufenen) Drehzahlschwankungen
mit einem Riemenantrieb unmöglich ausregeln (Verzögerung Stellglied s.o.).

bei einem Direktantrieb (der Plattenteller ist der Rotor) sieht das schon anders aus
aber auch hier kann man ja mal versuchen einen servogeregelten DD von einem quartzgeregelten DD zu unterscheiden
(bei mir stehen die betriebsbereit nebeneinander)

jedes Mal wenn ich das: trotzdem sind die klanglichen Fortschritte vom Basik zum Herkules oder Lingo dramatisch
lese, denke ich an die Dramatik der Placebos.
anstatt also 2000 € in ein xxx Netzteil zu investieren, sollte man sich ne halbe Stunde sich mit den beiden Themen
(Regeltechnik, Placeboforschung) vertraut machen - das spart ne Menge Geld
höanix
Inventar
#34 erstellt: 14. Dez 2017, 12:17
Aber auch für einen Linn-Besitzer ist es nicht die feine englische Art eine Frage in den Raum zu werfen und sich dann nicht mehr zu melden.
gapigen
Inventar
#35 erstellt: 14. Dez 2017, 16:58

Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #27) schrieb:

Der Motor muss sich pro Umdrehung dutzende mal drehen und gibt die Unsauberkeiten auf den Plattenteller weiter. Die besseren Netzteile ab dem Valhalla erzeugen eine lupenreine neue(!!) Wechselspannung mit perfekter Frequenz und somit läuft der Motor auch wesentlich präziser. Bei den größeren ... Dies kann das Herkules 2 Netzteil bzw die Platine leider noch nicht aber trotzdem sind die klanglichen Fortschritte vom Basik zum Herkules oder Lingo dramatisch.
Ich hätte es auch nicht geglaubt wenn nicht persönlich erlebt. Selbst der kleinste Linn Basik Dreher legt damit so drastisch zu, ...

Respekt vor dem Händler, der Dir diese Weisheiten vermittelt hat. In meinen Augen ist das Marketing in aller höchster Vollendung.
Beaufighter
Inventar
#36 erstellt: 14. Dez 2017, 17:02

Der Motor muss sich pro Umdrehung dutzende mal drehen
spätestens hier steige ich aus mir das bildlich vorzustellen. Da hilft auch kein Netzteil mehr.
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 14. Dez 2017, 17:14
'Wir verspotten, was wir nicht kennen!'

Chevy Chase, Spione wie wir
Beaufighter
Inventar
#38 erstellt: 14. Dez 2017, 17:16
Nö , er meinte sicherlich, dass der Motor sich dutzende mal drehen muss für eine Umdrehung des Plattentellers.
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 14. Dez 2017, 17:21
..klar soweit

Ich hab ja deswegen auch den Antrieb über den ruckelfreien Wegener-drive realisiert, der einfach die tektonischen Verschiebungen der Erdkruste zur Erzeugung der Plattentellerrotation nutzt..
Und wenns dann doch mal ruckelt, freu ich mich, das ich nicht in LA wohne..
Beaufighter
Inventar
#40 erstellt: 14. Dez 2017, 18:03
Ich hatte vor mir ein Loch in den Betonboden schneiden zu lassen um dann noch mal ein 6 m tiefes Fundament entkoppelt vom Haus einarbeiten zu lassen, wonach ich den Plattenspieler darauf platzieren werde. Der Antriebsmotor steht dann selbstredend nicht mit auf dem neuen Fundament.

Da weiß mein Vinyl noch gar nicht was ich da an neuen Klängen aus ihm heraus holen werde.

Gruß Beaufighter
directdrive
Inventar
#41 erstellt: 14. Dez 2017, 18:21
Nur kurz am Rande: eigentlich sollte hier nicht ständig von Netzteilen die Rede sein, sondern von Motorsteuerungen - darum handelt es sich nämlich bei den Linn-Teilen. Vielleicht entfacht das dann auch nicht soviel Widerspruch.
Und noch weiter am Rande, @J.C.: Auch ein quarzgeregelter Technics hat eine Servoregelung, allerdings mit Quarzreferenz.
Beaufighter
Inventar
#42 erstellt: 14. Dez 2017, 18:29

directdrive (Beitrag #41) schrieb:
Nur kurz am Rande: eigentlich sollte hier nicht ständig von Netzteilen die Rede sein, sondern von Motorsteuerungen - darum handelt es sich nämlich bei den Linn-Teilen. Vielleicht entfacht das dann auch nicht soviel Widerspruch.
Und noch weiter am Rande, @J.C.: Auch ein quarzgeregelter Technics hat eine Servoregelung, allerdings mit Quarzreferenz.

Nun, dann hat .JC. ja ins schwarze getroffen. Er bekommt sogar eine Regelung für wenig Geld, während Linn nur eine Steuerung für tausende von Euronen auf die Kette bringt.

Zum Preis einer solchen "Motorsteuerung " bekomme ich einen nigelnagelneuen Technics SL-1200GR

Also mir wäre klar was ich mir kaufen würde.

Gruß Beaufighter


[Beitrag von Beaufighter am 14. Dez 2017, 19:31 bearbeitet]
günni777
Inventar
#43 erstellt: 14. Dez 2017, 18:46
Ach so, Motorsteuerung, also Gaspedal für den Dreher, nicht schlecht. 33 2/3tel U Kosten 500 €, 34 U 1000 € usw. Das "klingt" dann natürlich dem Preis entsprechend besser, logisch.

Bis zu den 78 U kommen da schnell paar 100 k€ zusammen. Nicht schlecht Herr Specht.
directdrive
Inventar
#44 erstellt: 14. Dez 2017, 18:48

Beaufighter (Beitrag #42) schrieb:

Also mir wäre klar was ich mir kaufen würde.

Hat Dich aber keiner gefragt
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#45 erstellt: 14. Dez 2017, 18:49
habt ihr es getestet?
Ich ja!
Die großen klanglichen Verbesseurngen kommen auch nur wenn man vom einfachsten Kondensator Basik Netzteil auf ein richtiges wie Valhalla, Herkules oder Lingo usw umsteigt.
Der Fragesteller ist mitlerweile im Analogforum unterwegs da dort wesentlich freundlicher miteinander umgegangen wird
Beaufighter
Inventar
#46 erstellt: 14. Dez 2017, 19:00
Was wurde dem TE denn in unfreundlicher Art und Weise geraten?
.JC.
Inventar
#47 erstellt: 14. Dez 2017, 19:05

Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #45) schrieb:
Die großen klanglichen Verbesseurngen kommen ...


wenn das wirklich so ist, dann liefert der Hersteller in der Basik Version ein mangelhaftes Gerät aus.
Ganz einfach.
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 14. Dez 2017, 19:12
Moin

wenn ich in der Basis-Variante nen Trabi-Motor hab, kann man natürlich für 1200ccm,50PS als upgrade zumindest mal den Neupreis eines Sportwagens aufrufen.. Herr Tiefenbohrer weiss genau, wo das Lindenblatt auf dem Geldsäckel seiner Kunden klebte- und verwandelt gnadenlos..


Der Fragesteller ist mitlerweile im Analogforum unterwegs da dort wesentlich freundlicher miteinander umgegangen wird

den hab ich mal den Jungs von der mod drüben geschickt, das die auch ne lustige Vorweihnachtszeit haben..

Das einzige, was drüben in der Tat deutlich weniger angegangen wird, ist alles, was mit Glauben, Eso, Emo, Exorzisten und Wünschlerutengängern zu tun hat..
Holger
Inventar
#49 erstellt: 14. Dez 2017, 19:20

Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #45) schrieb:

Die großen klanglichen Verbesseurngen kommen auch nur wenn man vom einfachsten Kondensator Basik Netzteil auf ein richtiges wie Valhalla, Herkules oder Lingo usw umsteigt.


Ich würd's ja wirklich gerne mal erleben, wie du einen Basik-LP12 und einen mit Lingo 3 nur mit den Ohren sicher auseinanderhältst...
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 14. Dez 2017, 19:25
Holger- egal wie alt du bist oder noch wirst- sowas wird nicht vorkommen..
Auch nicht bei offensichtlichen Quantensprüngen und fallenden Gardinen

Denn leider sind diese Effekte allesamt nahe Verwandte des Wolpertinger und des Bigfoot - und tauchen -kornkreisähnlich- zum einen nur an einsamen Orten auf- und leider nie in Gegenwart von neutralen Zeugen..
Ausser den wenigen Auserwählten, die regelmässig mit ihnen zusammentreffen, bleibt der Rest der Welt aus diesem Kosmos exkludiert...

Schade eigentlich..
.JC.
Inventar
#51 erstellt: 14. Dez 2017, 19:25
Jetzt mal nicht so unfreundlich, gelle !
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Holger am 06.01.2018  –  Letzte Antwort am 21.05.2021  –  626 Beiträge
Linn Lp12
koart02 am 15.10.2006  –  Letzte Antwort am 31.10.2006  –  22 Beiträge
LINN lp12
domy020571 am 04.02.2013  –  Letzte Antwort am 05.02.2013  –  6 Beiträge
Linn LP12 startet nicht
MS11961 am 09.11.2020  –  Letzte Antwort am 07.01.2021  –  15 Beiträge
Linn Sondek oder Rega Planar ?
zweilinkehände am 18.11.2009  –  Letzte Antwort am 25.01.2011  –  40 Beiträge

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