Elac ESG

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wendy-t
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 11. Mrz 2018, 10:41
Hallo zusammen!

Ich höre mit meinem Elac ESG 793 mit Jico-Ersatznadel sehr zufrieden meine Platten. Dennoch frage ich mich, ob ein Wechsel des Systemkörpers auf ESG 796 sich klanglich positiv auswirken würde. Die Werte des ESG 796 sind schon ein bisschen besser als die des ESG 793.

Hat jemand mal einen direkten Vergleich gemacht bzw. beide Systeme besessen?
Sollte ich mich auf die Lauer legen, um ein 796er Systemkörper zu erwischen?

Viele Grüße
Philip
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 11. Mrz 2018, 10:51
Hi,


wendy-t (Beitrag #1) schrieb:
Die Werte des ESG 796 sind schon ein bisschen besser als die des ESG 793.


das kommt von der Nadel, nicht vom Body.
(vergleiche AT 100 und AT 150 MLX)
jickmagger
Stammgast
#3 erstellt: 11. Mrz 2018, 10:52
Dan Seweri ist da glaube ich gut ausgestattet. Er wird´s wissen.

Ich habe meine NOS 793 E30 gegen eine Jico SAS gewechselt und
bin begeistert.

gruß udo
Dan_Seweri
Inventar
#4 erstellt: 11. Mrz 2018, 11:02
Zwischen einem 793 und 796 jeweils mit SAS-Nadel hört man keinen Unterschied.
wendy-t
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 11. Mrz 2018, 11:04
Hallo JC. und Udo!

Danke für eure Antworten.
Als Nadel habe ich eine "alte" SAS - und noch eine in der Schublade. Es klingt ja auch so richtig gut. Ich habe mir nur die Frage gestellt, ob ich mit relativ wenig Geldaufwand den Klang nochmal steigern kann.

@JC.
Ich denke aber, dass die Übersprechnungsbedämpfung und die Kanaltrennung etwas mit dem Systemkörper zu tun haben, oder täusche ich mich da? Hier unterscheiden sich die Werte doch deutlich.

Hoffentlich meldet sich Dan Seweri noch. Wäre schön.

Viele Grüße
Philip
wendy-t
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 11. Mrz 2018, 11:05
Ah, unsere Antworten haben sich überschnitten.
Vielen Dank, Dan Seweri.

Viele Grüße
Philip
Dan_Seweri
Inventar
#7 erstellt: 11. Mrz 2018, 11:21
Das 796 hat den (theoretischen) Vorteil, dass es 3-fach lamellierte Polschuhe hat. Zumindest steht es so in den alten Elac-Prospekten. Bei den "niedrigeren" Systemen wie dem 793 scheinen die Polschuhe nur aus zwei Blechlamellen zu bestehen bzw. Elac sagt gar nichts dazu aus. In der Praxis höre ich aber wirklich nullkommanull Unterschied zwischen den unterschiedlichen Generatoren, wenn dort jeweils die SAS-Nadel aufgesteckt ist.
wendy-t
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 11. Mrz 2018, 11:35
Das reicht mir schon.
Ob das ESG 796 theoretisch besser klingt ist für mich nicht so wichtig. Nur wenn es für meine Ohren einen wirklichen Unterschied machen würde, würde ich mich auf die Suche machen.
Danke für deine Hilfe, Dan Seweri!

Viele Grüße
Philip
kamikaze7777
Stammgast
#9 erstellt: 11. Mrz 2018, 17:00
Kleiner Nachtrag. Meines Wissens hatte nur der ESG796HSP in der Jubiläums Edition die dreifach Polschuhe. Jubiläums H30 und H24 mit VdHII Schliff und anderer Compliance nicht. Nicht Jubiläums HSP auch nicht. Habe ich mal im Analog Forum mitbekommen. Kann man hier nachlesen:
http://www.hifimuseum.de/elac-esg796-hsp-h30.html
Von außen kann man übrigens am Systemkörper die Jubiläums Edition nicht erkennen. "Jubiläums Edition" war nur auf der Umverpackung entsprechend beschriftet. So wie hier:
Elac 796 HSp Jubille
Platten-Spieler
Stammgast
#10 erstellt: 11. Mrz 2018, 18:22
...und wenn es auch ein STS144 von 1967 wäre - ich würde den Generator nehmen, bei dem die Spulen die (annähernd) gleichsten Widerstandswerte ergeben (Kanalgleichheit).
Die findet man "leider" nicht zwangsläufig bei den teuersten Modellen...
Gruß,
Andreas
wendy-t
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 11. Mrz 2018, 18:29
Hallo!

@Kamikaze
Danke für die Informationen.
Wirken sich die dreifachen Polschuhe deiner Meinung hörbar auf den Klang aus?

@Andreas
Genau diese Werte meinte ich auch. Kanalgleichheit und Übersprechen waren die Werte, bei denen mir ein Vorteil bei dem höher anzusiedelnden 796er aufgefallen waren. Hier stellt sic für mich eben die Frage, ob diese eher theoretisch einen Vorteil bringen oder ob ich das auch wirklich höre. Dan Seweri sagt ja - und ich sehe keinen Grund ihm da nicht zu glauben - dass sich beide Systeme mit identischer Nadel gleich anhören. Mhhhh....

Viele Grüße
Philip
Platten-Spieler
Stammgast
#12 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:19
Hallo Philip,

"Kanalgleichheit" hat nur mit dem Generator zu tun. "Übersprechen" kann überall stattfinden und "Kanaltrennung" ist eher von der Schwingeinheit/Nadelschliff abhängig.

Sehr schön kann man das an den Ortofon-OM(B)-Systemen sehen, die bekanntermassen alle den gleichen Generator haben, sich aber bei den Werten erheblich durch den verwendeten Nadeleinschub (Nadel 5 bis Nadel 40) unterscheiden.

Schönen Abend,
Andreas
wendy-t
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:28
Hallo Andreas!

Dass das Übersprechen an mehreren Stellen stattfinden kann.... da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Das habe ich schon mal gelesen.
Aber dass die Kanaltrennung nur von der vordersten Abtasteinheit ausgeht, war mir neu. Ich hätte jetzt amateurhaft gedacht, dass sich die Unterschiede ebenfalls im Systemkörper entscheiden. Super, eine Wissenslücke mehr geschlossen.

Vielen Dank und einen schönen Gruß
Philip

Nachtrag: Aber dennoch werden für Tonabnehmer Werte für das Übersprechen angegeben. Auch wenn das Problem an vielen Stellen auftreten kann, wäre es doch gut, wenn der Wert beim Tonabnehmer so gering wie möglich wäre, oder?


[Beitrag von wendy-t am 11. Mrz 2018, 21:32 bearbeitet]
Platten-Spieler
Stammgast
#14 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:41
Hallo Philip,

lass mich etwas Relativieren.
"in den Grenzen", die für die jeweilige Systemfamilie das Maximum darstellen.
Das kann z.B. bei Ortofon anders sein, als bei Empire, als bei AKG, etc.
Gruß,
Andreas

P.S.
ja, da hast Du Recht. Es ist bestimmt gut, in jeder "Stufe" möglichst wenig
Übersprechen zu haben, denn es addiert sich bis in die Endstufe...
wendy-t
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:44
Alles klar.

Viele Grüße
Philip
wendy-t
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:47
Hallo Andreas!

Ich muss doch noch einmal nachfragen: Das Maß des Übersprechens entscheidet sich aber im Systemkörper, oder?
kamikaze7777
Stammgast
#17 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:48

wendy-t (Beitrag #11) schrieb:
@Kamikaze
Danke für die Informationen.
Wirken sich die dreifachen Polschuhe deiner Meinung hörbar auf den Klang aus?


Sorry kenne nur den besagten Jubilee 796HSP mit Original und Jico SAS Nadel (seinerzeit von Dan Seweri empfohlen). Die SAS Nadel machts...

Habe übrigens den entsprechenden Thread gefunden. War im Dual Board:
http://www.dual-boar...esg-796-h-sp-jubile/
Vielleicht hilft es.
wendy-t
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:53
Hallo Kamíkaze !

Besten Dank für den Link. Das lese ich mir in Ruhe durch.

Viele Grüße
Philip
Dan_Seweri
Inventar
#19 erstellt: 11. Mrz 2018, 21:56
Och, Kinners, vergesst doch mal die Prospektangaben. Bzw. bedenkt, dass die Marketingabteilung bei allen Prospektangaben die Finger im Spiel hatte. Das Ziel der Marketinabteilung ist doch immer, dass die teureren Produkte auf dem Papier besser aussehen. Damit kann man den den höheren Preis verargumentieren. Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass bei "niedrigeren" Linien bewusst schlechtere technische Werte angeben als bei den "höheren" Produktlinien - und dies, obwohl die Produkte (hier: Tonabnehmergeneratoren) eigentlich gleich sind.

Gerade bei Tonabnehmergeneratoren, deren Leistung (Frequenzbereich, Übersprechen, Kanalgleichheit) kein Endkunde richtig kontrollieren kann, liegt es doch nahe, aus Kostengründen ein einheitliches Modell zu produzieren und dann im Prospekt die günstigeren Modelle einfach etwas schlechter zu machen, als sie tatsächlich sind. Dazu werden dann Werte angegeben, die schlechter als bei den Spitzenmodellen sind, aber immer noch gut genug, um damit nicht negativ aufzufallen.


[Beitrag von Dan_Seweri am 11. Mrz 2018, 21:57 bearbeitet]
wendy-t
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:00
Das wäre natürlich auch ´ne Erklärung.
Aber wie oben schon geschrieben: Ich bin mit meiner Kombination ja auch sehr zufrieden.
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:07
Hi,


Platten-Spieler (Beitrag #12) schrieb:
Hallo Philip,

"Kanalgleichheit" hat nur mit dem Generator zu tun.


nein.

Der Generator ist re/li ziemlich gleich gewickelt (+/- 5 %), aber der bewegte Magnet induziert die Spannung.
Recht einfach zu verstehen ist das beim V System, das 2 getrennte Magneten hat zB. beim AT 150 MLX
Wenn da die Magnetisierung der Stäbchen unterschiedlich ist, was schon vorkam, dann sind auch die Ausgangsspannungen unterschiedlich.

Was anderes ist die Kanaltrennung, das Übersprechen, da sind die V Systeme besser.
Platten-Spieler
Stammgast
#22 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:36
Hallo Philip,

im Tonabnehmer ist das "Übersprechen" hauptsächlich von der Architektur des Generatormodelles abhängig.
Aber auch die "Nadel"/Schwingeinheit (Nadelschliff, Nadelträgerart und Material,...) hat einen gewissen Einfluß auf das Übersprechen.

Ansonsten bin ich ganz bei DanSeweri und sehe das ganze auch aus wirtschaftlicher Sicht.
Den Aspekt, daß " bei "niedrigeren" Linien bewusst schlechtere technische Werte angeben als bei den "höheren" Produktlinien" finde ich äusserst interessant und auch logisch.

Und sorry .JC. - von defekten Nadeleinschüben bin ich nicht ausgegangen. Gibt es natürlich auch.
Eine Abweichung von bis zu +-5% deckt sich mit meinen zahlreichen Messungen und da habe ich festgestellt, daß das ab 2% deutlich zu hören ist. Die 5% habe ich witzigerweise häufig bei teuren und hochgelobten Systemen gemessen.

Gruß,
Andreas
wendy-t
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:44
Hallo JC. und Andreas!

Danke für eure Antworten und Informationen.
Ich denke, jetzt bin ich erst mal gut informiert. Wieder ein Mosaikstein zum Verständnis über die Zusammenhänge im Analogbereich dazugekommen. Super.

Viele Grüße
Philip
.JC.
Inventar
#24 erstellt: 11. Mrz 2018, 22:46
Platten-Spieler
Stammgast
#25 erstellt: 11. Mrz 2018, 23:01
Prima.
Gute Nacht!
wendy-t
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 11. Mrz 2018, 23:10
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