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dual CS 505-3 / topp Zustand / leider kein saft

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dualski
Neuling
#1 erstellt: 26. Nov 2004, 17:57
hallo ihr,
ich habe eine sehr schönen plattenspieler auf dem sperrmüll gefunden (ja es gibt kranke leute).
es handelt sich um einen dual CS 505-3 der serie audiophile concept, in schwarzem holz eingebettet, dn 165 E als system.
alles sieht wie aus dem ei gepellt aus. das problem ist nur, dass er keinen saft hat. da ich mich mit elektronik nicht so gut auskenne, möchte ich lieber nicht so gerne ohne plan daran rumwerkeln. ich habe schon einen tipp bekommen, dass der tonarm bei diesem modell die spannung einschaltet. das normale klacken bei der heranführung des armes gen plattenteller ist vorhanden. evtl. ist auch nur eine sicherung durch. ich habe auch schon versucht den plattenteller abzunehmen. die abnahme der sicherung in der mitte ist mir schon nicht so recht gelungen und ich möchte das gerät auch nicht zerschiessen. die zwei schrauben rechts und links frontal am plattenspieler lassen sich auch nicht wirklich ganz herausschrauben.
ich habe super bock, dass dieses schmuckstück meine plattensammlumg, meine großen boxen und meine nachbarn kennen lernt. vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen.
gruß
jan
DrNice
Moderator
#2 erstellt: 26. Nov 2004, 18:38
Moin!

Woran merkst Du, dass kein Strom da ist?

Möglicherweise ist der Riemen einfach nur gerissen. Führe mal den Tonarm in Richtung Plattenteller bis das klackende Geräusch kommt. Dann leg' Dein Ohr direkt an den Plattenspieler - Handwerker würden sagen: "bündig"

Wenn Du ein summendes Geräusch vernimmst, das dem Geräusch eines laufenden Elektromotors gleicht, ist es der Riemen
dualski
Neuling
#3 erstellt: 26. Nov 2004, 18:59
hallo,
danke für den raschen beitrag. der gibt leider keinen ton von sich - vielleicht doch eine sicherung defekt?

jan
DrJ
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Nov 2004, 22:41
Hallo dualski,

hoeren ist vielleicht doch nicht so zuverlaessig...

Plattenteller abnehmen ist relativ einfach: das Plastikteil in der Mitte muss verdreht werden (nach abnehmen der Gummimatte), dabei ist der Teller fesztzhualten (das geht manchmal etwas schwer). Wenn es ausgehakt ist kannst du den Teller abheben. Dann den Armtest wiederholen, die Motorachse ist gut sichtbar, einen neuen Riemen kriegst du bei z.B. bei PhonoPhono falls es daran liegt.

Falls der Motor nicht geht, koennte ein Sicherungswechsel das Problem loesen. Dazu muss der gesamte Spieler aus dem Gehauese gehoben werden (sonst kommst du nicht an den Motor heran), das geht nur wenn die Transportsicherungsscrauben nach innen verkantet werden (keine Gewalt anwenden). Ich bin mir allerdings nicht sicher wo die Sicherung sitzt.

Falls gar nichts klappt, ich bin an so einem Geraet zu Bastelzwecken interessiert. Aber vorher solltest du schon alles ausprobieren.

Beste Gruesse,
Joerg
PPM
Stammgast
#5 erstellt: 26. Nov 2004, 22:50
Hallo,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Sperrmüllfund. Der 505-3 war mein erster Plattenspieler, danach kam der Dual 1219 dazu, ebenfalls ein Sperrmüllfund!
Um zu prüfen ob der Motor läuft bzw. der Riemen gerissen ist, brauchst Du zunächst nicht den Teller abzunehmen. Einfach die Tellermatte runternehmen und eines der beiden Löcher im Teller auf "sieben Uhr" drehen. Dann siehst Du den Motor und den Antriebsriemen!
Falls der Riemen gerissen sein sollte, mußt Du den Teller abnehmen, wie oben beschrieben. Am einfachsten kannst Du den schwarzen Ring in der Tellermitte bewegen, indem Du einen Schraubenzieher in eines der Langschlitzlöcher steckst und dann gegen den Uhrzeigersinn drehst. Vorsichtig!

Patrick
dualski
Neuling
#6 erstellt: 28. Nov 2004, 15:46
hallo jörg, hallo patrick.
ich habe den teller abgenommen bekommen, der riemen ist nicht gerissen und soweit mein laien-blick das zu erkennen vermag sieht auch alles super aus.
jetzt ist es wahrscheinlich an der zeit den spieler aus dem holzgehäuse zu nehmen und vor allem wieder mal tipps zu bekommen, wie ich am besten vorgehen soll!!.(das geht nur wenn die Transportsicherungsschrauben nach innen verkantet werden.) jörg, ich bekomme das nicht filigran über die bühne, ich weiß nicht wie ich die tps-schrauben verkanten soll und die angst des zerstörens sitz mir tief im nacken.

wenn ich den spieler von unten betrachte finde ich auf 7,11,3 uhr öffnungen, jedoch nicht mit herrkömmlichen schrauben. interessant wäre auch zu wissen, wo evtl. eine sicherung auszustauschen wäre, bzw. der schalter des tonarmes zur spannungeinschaltung sitzt.

für eure bemühungen bedanke ich mich
jan
Dennis_R.
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Nov 2004, 16:40
Servus,
der 505-3 hat keine Sicherung! Wenn du das Chassis aus dem Gehäuse nimmst ( Transportsicherungschrauben und Kabelklemme hinten am Gerät/Gehäuse abschrauben) siehst du auf der Unterseite eine große Plastikabdeckung in Nähe des Motors, daran hängt der Schalter der gerne mal klemmt. Auch kannst du sehen ob irgendwelche Transistoren/Kondensatoren beschädigt sind.

Wichtig : Kannst du die Motorwelle noch mit der Hand drehen oder sitzt die fest ?

Gruß
Dennis

P.S.
Der 505-3 hat entweder 3 oder 2 Transportsicherungsschrauben -TS- (wenn nur 2 sitzt hinten links evtl. noch ne Schraube zum lösen)
Du mußt die TS lösen (z.b. mit 5 Cent Münze), nach außen drücken und das Gerät rausheben aus dem Gehäuse
dualski
Neuling
#8 erstellt: 28. Nov 2004, 22:44
hallo,
so ich habe nun den spieler aus dem holz bekommen und bemerkt, dass der riemen (der kleine untere, innen geriffelte) doch gerissen ist. das habe ich von oben nicht gesehen. aber dennoch müßte sich doch da einiges tun. es gibt keinerlei anzeichen, dass strom fließt, kein motorgeräusch und auch mein test-papagei klebt nicht dran. kein rädchen dreht sich, nichts passiert, was darauf hindeutet, dass mit einem neuen riemen die show rollt. ich denke, dass zusätzlich der motor auch noch im eimer ist. ansonsten sieht es unterhalb des spielers sehr gut aus. keine schmauchspuren, verkokeltes oder sonstig angemoppertes.

dank
jan
PPM
Stammgast
#9 erstellt: 29. Nov 2004, 06:48
Moin,

der geriffelte Riemen istr für die Pitcheinstellung - der Spieler sollte auch ohne diesen Riemen laufen.
Ob sich der Motor dreht, kannst Du leicht erkennen: wie oben beschrieben den Teller so drehen, daß ein Loch auf "7.00 Uhr" steht. dort siehst Du den Motor und auch ob der Antriebsriemen aufgespannt ist.

Patrick
Dennis_R.
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 30. Nov 2004, 08:04
Hast du denn jetzt mal geguckt ob der Schalter in Ordnung ist und ob du den Motor per Hand drehen kannst (oder sitzt der fest) ?

Gruß
Dennis
dualski
Neuling
#11 erstellt: 30. Nov 2004, 12:45
hallo dennis,
der schalter scheint zu funktionieren, der motor sitzt fest und lässt sich leider nicht drehen. Muß ich den jetzt austauschen oder gibt es einen trick ihn wieder in schwung zu bekommen.

gruß
jan
Dennis_R.
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 30. Nov 2004, 21:09
Hi,
Motor auseinandernehmen und die Lager oben und unten schmieren/ölen... dann sollte es wieder laufen...
dualski
Neuling
#13 erstellt: 06. Dez 2004, 11:52
hallo, ich habe mich entschieden das gerät abzugeben.
da das problem wohl am motor liegt, möchte ich lieber nicht daran rumbasteln ohne das nötige verständnis.
also der kleine pitch-riemen muß erneuert werden und die motorwelle liegt fest. so scheint es. ansonsten wie gesagt ist er in einem sehr guten zustand, keinerlei verletzungen am holz, die abdeckhaube hat zwar gebrauchspuren ist jedoch nicht angebrochen. das system sieht optisch super aus.
ich denke bei einem von euch liebhabern ist er besser aufgehoben. ich habe gesehen, dass ein funktionstüchtiges gerät dieser serie mit um die 150 euro gehandelt wird und würde mich über 50 euro freuen. versandkosten würden dann noch 10 euro dazu kommen.
ihr könnt auch gerne bei mir auf eine tasse kaffee vorbeikommen und das gerät in augenschein nehmen. ich wohne in düsseldorf-mitte. 0211-7356717.

gruß und danke für die hilfreichen tipps
jan
barsik
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 06. Dez 2004, 19:42
>>>ich habe gesehen, dass ein funktionstüchtiges gerät dieser serie mit um die 150 euro gehandelt wird und würde mich über 50 euro freuen.

Warum denn SO GÜNSTIG?
mateo50
Neuling
#15 erstellt: 29. Jun 2008, 15:02
So, jetzt hab ich das gute Stück vom Jan bei ibäh ersteigert für 37,50 Euronen.

Hab Ihn gerade aus der Zarge gehoben und durchgemessen. Es ist der Schalter! Neuen Mikroschalter eingelötet, und schon dreht er wieder. Sehr schöner Klang mit dem Ortofon System.
Jetzt wird er noch gründlich gereinigt und aufpoliert, die Haube hat nicht einen tieferen Kratzer, die sieht nachher wie neu aus. Dann kriegt er noch ein hochwertiges Cinch Kabel mit Goldsteckern, der Motor die heilige Ölung und der Drehzahlschalter nen neuen Riemen, und dann darf er sich in meine Sammlung einreihen.
Besonders schön find ich die Headshell mit dem Ortophon, die sieht wie ein Insekt aus. (aber bitte nicht draufhauen )
Wenn er komplett fertig ist, stell ich mal ein par Photos ein.
Wer sowas in den Sperrmüll stellt hat doch wohl ein oder mehrere Räder ab! Dank an Jan für die lebensrettenden Sofortmassnahmen.

So, jetzt seid beruhigt, er hat ein gutes zu Hause gefunden.
Ein richtig schöner Tag wenn wir heut abend noch die Spanier wegputzen...................................

Bis dann mal,
Mateo
armindercherusker
Inventar
#16 erstellt: 29. Jun 2008, 18:43
Hallo mateo50 ... und Willkommen im Forum !

Dann Viel Spaß - mit dem Dual und beim Fußball !

Gruß
Gulba
Neuling
#17 erstellt: 18. Nov 2011, 15:15
eine frage zu dem widerstand,
bekommt man noch so ein teil irgendwo, die kondesatoren habe ich schon gefunden die gibts noch.

zum ölen des motors muß man ihn auseinander nehmen ?

ich versuche gerade meine 505-3 nach fünf jahren kelleraufenthalt wieder in schuß zu bekommen.

der plattenteller fängt sich nur an zu drehen wenn man ihn manuell einen drehmoment mitgibt.
Debris1
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 05. Mrz 2014, 15:48
will mal den Beitrag reanimieren, weil habe das Gleiche problem: wo bekommt man ein solches Ersatzteil, habe ebenfalls für einen Freund den 505-3 in der Obhut, wo der Einschalter ebenfalls defekt ist, wo kriegt man das Ersatzteil her und wie ist die genaue Bezeichnung , ist es wirklich "Mikroschalter"? :-) Gruß
svenbo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 23. Jan 2016, 17:00
Hallo Forumskolleginnen und -kollegen,

heute war ich auf dem Bauhof um alte PC-Hardware zu entsorgen.

Und was sehe ich in einer der Gitterboxen? Unter einem alten Tintenstrahldrucker steht doch ein Dual-Plattenspieler und wartet auf seine Entworgung. Schnell mal den Drucker auf die Seite gehoben. Ein Dual 505-3 in optisch fehlerfreiem Zustand, allerdings mit einer Nikotin-/Staubschicht überzogen. System noch dran, Haube mit Kratzern von dem Drucker, aber nicht gesprungen und sogar die Bedienungsanleitung lag noch fein säuberlich auf dem Plattenteller. Also konnte ich nicht widerstehen, den schnell und unauffällig in meine Reisetasche zu packen, in welcher ich den PC-Schrott angeliefert habe.

Eben grade zu Hause angekommen, das Teil mal auf Gut-Glück in die Steckdose gesteckt, aber leider bewegt sich nichts.

Mit etwas Tüftelei dahintergekommen, wie der Teller abzuheben ist. Antriebsriemen OK, aber Motor dreht nicht.

Dann habe ich mich an die Methode erinnert, mit welcher Dual Chassis aus der Zarge genommen werden (Schrauben lockern, oben nach außen verkanten und vorsichtig so lange daran wackeln und ruckeln, bis die Schrauben unten an den Chassisbefestigungen vorbeirutschen.

Dann fielen mir erstmal Stücke des Zahnriemens entgegen, der -wie ich hier gelesen habe- für erste Tests nicht wichtig ist, sondern "nur" für die Pitcheinstellung benötigt wird.

Also besteht meine Hoffnung, dass es nur der Mikroschalter ist. Ich werde versuchen, ob ich diesen testhalber mal überbrücken kann, um zu sehen, ob der Motor läuft. (Per Hand lässt er sich drehen)

Mal gespannt, ob ich das Teil wieder flott bekomme. Ist doch schade, so ein Gerät in die Müllpresse wandern zu lassen.

(wenn ich allerdings die anderen Beiträge hier lese, kommt mir manchmal die Fantasie auf, dass dieses Gerät vielleicht schon von einigen anderen Froumskollegen aus dem Müll gefischt wurde, festgestellt wurde, dass es nicht läuft und dann wieder zurückgebracht wurde ?!? )

Viele Grüße

Sven
Wuhduh
Inventar
#20 erstellt: 24. Jan 2016, 00:31
Nabend !

Selbstverständlich sollte man sich analog zu einem bekannten polnischen Fummler immer als Fräsenmetzger betätigen und Ersatzteile horten.

Schade um die Haube.

Bedienungsanleitung und Servicemanual wie immer kostenlos über Vinylengine.

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#21 erstellt: 24. Jan 2016, 10:58
Hallo,

wenn der Motor nicht läuft kommt kein Saft an, dafür gibt es neben den Schalter nur noch die 2. Möglichkeit: es hat jemand dran rumgebastelt ohne zu wissen was er tut.

Die Synchronmotoren sind fast unkaputtbar.

Peter
svenbo
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 24. Jan 2016, 11:38
Hallo allerseits,


ich bin jetzt etwas weiter:

Ich habe per Hand unten das Gestänge mal so bewegt, dass es es auch den Schalter dabei betätigt. Das war vorher bei Bewegung des Tonarms nicht der Fall, das funktioniert jetzt wieder! (Obwohl ich eigentlich nichts getan habe, außer das Gestänge mal mit der Hand zu bewegen.)


Aber auch bei Betätigung des Schalters läuft der Motor nicht an. Dafür wird der graue Widerstand auf der Platine sofort heiß. Gleich Stecker wieder gezogen.


Also gibt es nun aus meiner Sicht zwei Fehlermöglichkeiten:

a) Die Kondensatoren sind hinüber und verursachen einen Kurzschluss.
b) Der Motor ist hinüber und hat einen Wicklungsschluss.

Ich hoffe auf a) und halte es auch für wahrscheinlicher. Bestelle nun mal einen Satz Kondensatoren. Wenn ich herausfinde, welchen Wert der Widerstand hat, werde ich den gleich auch mitbestellen, da dieser ja nun heiß wurde und evtl nun auch seinen Wert verändert hat.

Falls der Austausch dieser Bauteile den Motor nicht zum laufen bringt, dann ist dieser wohl hinüber und das Gerät aus meiner Sicht "Totalschaden".

Dann werde ich jedoch die Zarge, die Haube und das System aufbewahren.

*** Nachtrag: Den Widerstand konnte ich als 5,1kOhm/5Watt-Typ identifizieren. Offenbar hat er seine Wert auch noch. Bestelle sicherheitshalber dennoch ein paar als Ersatz mit.

Viele Grüße

Sven


[Beitrag von svenbo am 24. Jan 2016, 11:55 bearbeitet]
akem
Inventar
#23 erstellt: 24. Jan 2016, 12:07
Läßt sich denn der Motor per Hand drehen? Vielleicht hat da "nur" jemand ein flasches Öl reingekippt, welches verharzt ist und den Motor blockiert...

Und ein Widerstand verändert nicht gleich seinen Wert, nur weil er mal heiß wird. Solange er nicht von außen sichtbar verkohlt ist hab ich da keine Bedenken.

Gruß
Andreas
svenbo
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 24. Jan 2016, 12:38
Ja, der Motor lässt sich von Hand drehen. Auch wenn ich den Sub-Teller (Den Plastik-Teller unter dem Plattenteller) per Hand drehe, so treibt dann dieser über den Riemen deutlich erkennbar den Motor an. Beweglich ist dieser also.

Das Gerät macht auch nicht den Eindruck, als wäre es schon jemals geöffnet worden oder als hätte jemand bereits daran herumgebastelt.


Ich hoffe immer noch, dass nur die Kondensatoren hinüber sind. Insgesamt habe ich 3 Stück "gefunden": 0,01uF, 0,068uF und 0,33uF, sowie den 5,1kOhm/5Watt-Widerstand, diese Teile habe ich nun nachbestellt. Der Schalter funktioniert ja offenbar, wenn der Widerstand bei Betätigung heiss wird ;-)

Nuns muss das Gerät auf das Eintreffen der Teile und aufs nächste Wochenende warten...

Viele Grüße

Sven
svenbo
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 24. Jan 2016, 13:12
hmmm, immer erstaunlicher: Mit gelöster Platine das Gerät doch nochmal vorsichtig mit der Oberseite nach oben auf den Tisch gelegt. Die Kabel der Schalterplatine sind grade eben lang genug, das letztere dann neben dem Plattenspieler auf den Tisch gelegt werden kann.

Dann in die Steckdose und vorsichtig den Schalter betätigt: Der Motor dreht samt Plastikteller (ob die Drehzahl stimmt kann ich mit bloßem Auge nicht beurteilen). Allerdings wird der Widerstand sehr heiß dabei.

Dual 505-3 mit gelöster Schalterplatine
8erberg
Inventar
#26 erstellt: 24. Jan 2016, 14:50
Hallo,

war also wahrscheinlich nur etwas verharzt.

Synchronmotoren haben die Eigenschaft die Drehzahl beizubehalten, wird also passen (ausser der Riemen hat zuwenig Grip, Subteller und Pulley-Laufflächen des Riemens reinigen, evtl. neuer Riemen.
Die Sinterlager des Motors können auch ein paar Tropfen Oel gebrauchen.

Peter
akem
Inventar
#27 erstellt: 24. Jan 2016, 15:03
Wenn einer der Kondensatoren parallel zum Motor / Schalter liegt wird das ein Entstörkondensator sein. Die gehen gerne mal nach ein paar Jahrzehnten kaputt. Das Gehäuse wird brüchig und der Kondi zieht Luft. Vielleicht war das auch der Grund dafür, daß der Dreher auf dem Wertstoffhof gelandet ist weil das dann meist mit einem Knall und strengem Geruch verbunden ist. Wer das nicht kennt denkt dann, da ist was Großes kaputt gegangen...
Und wenn der dann einen (Beinahe-)Kurzschluß macht könnte das den heißen Widerstand erklären.

Gruß
Andreas
svenbo
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 24. Jan 2016, 20:18
Hallo allerseits,

@Peter: ich vermute, dass Du recht hast und die Mechanik, insbesondere die Lager etwas frisches Öl gebrauchen könnten. Es kommt mir so vor, als würde sich die Einheit aus Motor und Platteninnenteller -für Plattenspielerverhältnisse- etwas schwergäng drehen. Auch wenn ich den Riemen abnehme und den Plastikteller anschubse, dreht er sich, aber so wie mein Finger ("der Antrieb") weg ist, bleibt das Teil stehen und wenig "Lust" noch weiterzulaufen. Hier würde ich eigentlch erwarten, dass das Teil noch kurze Zeit (ein, zwei Sekunden) weiterdreht.

aber hier die Frage: Habe als Hobbykoch zwar extra-virgin-Olivenöl, was dem ganzen sicher ein angenehmes Aroma verleiht, aber hier sicher wenig angebracht ist

Im Forum wird häufig synthetisches Motoröl empfohlen. Habt ihr da Erfahrungen? Habe ohnehin noch mehrere Plattenspieler und Tonbandgeräte im Keller, die auf "Restaurierung" warten. Da werde ich ohnehin noch häufiger zum Öl greifen müssen.

Bei dem Motor habe ich wohl Schwierigkeiten an das Lager zu kommen. Ich werde erstmal das Plattenteller lager zu verarzten versuchen.

@Andreas: Ich denke und hoffe, dass es die Kondensatoren sind. Neue sind auf dem Weg zu mir.

Inzwischen habe ich die Zarge und die Haube gereinigt, sowie den Plattenteller und die Gummimatte. Bei der Haube ich zufällig festgestellt, dass sich Reinigungsmittel für Ceran-Kochfelder recht gut eignet, um Kratzer aus Acrylhauben auszupolieren! (Hat auch solche Schmirgelstroffe drin.)

Falls ich der 505er nicht reaprieren lassen sollte, könnte ich auch noch ein aus einer Kompaktanlage aussgeschlachtetes Dual 601-Chassis in die Zarge einsetzen, falls das passt. (noch nicht ausprobiert.)
Erstmal bin ich optimistisch, den 505er wiederbeleben zu können.

Viele Grüße

Sven
8erberg
Inventar
#29 erstellt: 24. Jan 2016, 21:38
Hallo,

der Aufnahmerahmen ist der gleiche, aber der 601 hat einen recht hoch bauenden Motor.

Das untere Lager des Motors kann man einfach abschrauben und das Sinterlager neu oelen. Am Besten wäre natürlich ein Sinterlageröl, aber es geht auch feines Nähmaschinenöl (oder Modellbahnöl).

Fürs Tellerlager kann man auch 15W40 nehmen. Dual sagte Haftöl, Renotac 343 - kenn ich aber nur im 200 lt. Fass...

Peter
svenbo
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 27. Jan 2016, 19:04
Hallo allerseits,


inzwischen sind die neuen Kondensatoren und Widerstände da. Habe die Kondensatoren soeben ersetzt und nochmals per Hand den Mikroschalter betätigt. Der Motor dreht, allerdings wird -wie vorher auch- der Widerstand innerhalbe von Sekunden heiß und nach 1 Minute so heiß, daß er zu qualmen beginnt.

Also sehe ich nun noch 2 Möglichkeiten: Entweder ist durch altes zähes Öl der Motor so schwergängig, dass er den Widerstand überlastet, oder der Motor hat einen Wicklungsschluss....


Nun ist der Motor in ein recht kompaktes Metallkästchen eingearbeitet und darüberhinaus ist er am Chassis mit solchen "Sprengringen" befestigt. Hier habe ich leider wenig Ahnung, wie man diese fachgerecht löst. Und wie man neue anbringt.

Da nicht mehr viel zu verlieren ist, werde ich mir nun im Netz etwas über den Umgang mit diesen "Sprengringen" zusammensuchen. Dann veruschen, den Motor so fachmännisch wie möglich vom Chassis zu lösen und zu schauen, welche Möglichkeit der Ölung/Schmierung dieser bietet....

Ansonsten sehe ich mich nochmal nach Möglichkeiten eines Austauschmotors eines Schlachtgerätes um, bevor ich das Gerät aufgebe...


Viele Grüße

Sven
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 27. Jan 2016, 19:44
Hallo,

Du kommst von "unten" bequem an den Motor ran. Du kannst von unten das Gehäuse öffnen und dann guggst Du schon auf die untere Lagerschale.

Vorab: Gugg in die Serviceanleitung ob jemand an der Verkabelung rumgepfuscht hat. Serviceanleitung zum fast gleichen http://dual.pytalhost.eu/505-2s/

Wenn der Motor zu schwer drehen sollte liegt es meist an mangelnder Schmierung des unteren Sinterlagers.
Sollte der Lagerspiegel schon eingelaufen sein kannst Du den nochmal drehen. Lager reinigen und das Sinterlager mit Motoröl beträufeln.

Peter
svenbo
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 27. Jan 2016, 20:28
Hallo,


danke für den Hinweis! Ich war jetzt doch mutig genug, den Motor zu lösen. Dann musste ich etwas an dem Blechgehäuse des Motors "herumfummeln", um es zu öffnen. (Übrigens: an der Verkabelung hat niemand etwas gemacht. Die deckt sich 100% mit dem, was in dem Mini-Schaltbild im Plattenspielerinneren zu sehen ist.)

Habe dann bequem die Motorsteuerung samt Motor ohne Plattenspieler vor mich auf den Tisch legen können. Das untere Motorlager habe ich mit einem Wattestäbchen trockengetupft und mit frischem Öl versehen. Der Motor ist auch relativ leichtgängig. Dann habe ich das untere Lage wieder angeschraubt, Strom drauf gegeben, aber der Effekt bleibt gleich: Der Serienwiderstand wird heiß und beginnt nach ca. 1 min. zu qualmen.

Den kann ich auch noch austauschen, aber bisher hat er seinen Wert behalten. (5,1kOhm)

Also scheint der Motor wirklich eine Macke zu haben. Ich werde mal versuchen, in den "einschlägigen Quellen" nach Ersatz zu suchen. Wenn ich was finde: Prima! Wenn nicht: Pech gehabt....

Muss ja nichts überstürzen.

Habe das ganze Schlamassel mal ins Bild gesetzt:
Restaurierungsversuch Dual CS 505-3

Rechts der wieder zusammengesetzte Plattenspieler nun ohne Antrieb,
links daneben vorne die ausgelöteten Kondensatoren,
links daneben vorne Motor und Steuerungsplatine mit ersetzten Kondensatoren.
Dahinter die Gehäuse von Motor und Motorsteuerung.
Und die Überreste des gerissenen Zahnriemens.

Viele Grüße

Sven
svenbo
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 27. Jan 2016, 21:05
...sehr praktischer Testaufbau des Antriebs alleine. Schön, dass der Pinabstand auf der Platine grade passend gewählt ist, dass man das Ganze mit so einem Euro-Kaltgerätekabel das Teil mit Strom versorgen kann :-)

Motortest Dual CS  505-3

Viele Grüße,

Sven
svenbo
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 29. Jan 2016, 19:30
Hallo allerseits,


Motor nochmal sorgfältig überall geölt mit "Mineralöl für Präzisionsgeräte". Er dreht sich ziemlich leichtgängig. Dann an den dargestellten Testaufbau angeschlossen. Er dreht ganz leicht brummend. Der Widerstand wird nach wie vor qualmend heiß. Dann habe ich mal mein Multimeter parallel zu dem Widerstand eingeschaltet: Es fallen am Widerstand ca. 120V AC ab. Das ist -so wie ich das Schaltbild gelesen habe- so gewollt!!! Die halbe Versorgungsspannung, damit am Motor ca. 115V übrig bleiben.

Nach meiner Berechnung müssten somit durch den Widerstand ca. 24mA Strom fliessen und somit knapp 3 Watt permanent in Wärme umsetzen. Was offenbar reicht, dass minimaler Staub auf dem Widerstand ausreicht, dass sich der Staub in Qualm verwandelt. Laut Spezifikation müsste der Widerstand da mitspielen. Ich habe ihn dennoch mal gegen einen frischen Widerstand ausgetauscht. Aber dieser wird erwartungsgemäß genauso heiß.

Ist nicht grade eine elegante Lösung, die Anpassung von 115V auf 230V mittels eines entsprechend heiß werdenden Vorwiderstandes zu lösen. (Ich bekomme ja Angst, dass das Teil irgendwann im Betrieb abfackelt.) Da das offenbar normal und so geplant ist, werde ich nun versuchen, das Gerät erstmal zusammenzusetzen. Wenn er dann ansonsten gut funktioniert, werde ich einen 230V/110V Trafo bestellen (gibt es für wenige Euro) und den Spieler intern auf 115V umverkabeln. Dann fällt dieser Widerstand aus dem Stromkreis raus. Diese Lösung wäre mir dann einiges sympathischer, als das permanente "wegkochen" der überflüssigen Spannung in einem kleinen Widerstand.

Wenn ich mich nicht irre, müsste JEDER Dual 505-3 an diesem eingabuten Wiederstand im Betrieb so sehr heiss werden.

Viele Grüße

Sven
akem
Inventar
#35 erstellt: 29. Jan 2016, 20:07
Sitzt der Widerstand vielleicht am Metallchassis, so daß dieses als Kühlkörper fungiert und der Widerstand im zusammengebauten Zustand nicht gar so heiß wird?
Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, einen deutlich höher belastbaren Widerstand zu kaufen. Z.B. 25W oder so. Wenn das "auf Kante" dimensioniert ist wird so ein Widerstand schon verflixt heiß...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#36 erstellt: 30. Jan 2016, 11:26
Hallo,

son Keramikwiderstand kann das aber ab, meist muss der sich erst einmal nur "freistinken"...

Ist technisch eine etwas merkwürdige Lösung aber es funzt seit Jahrzehnten, mein damaliger 1257 läuft mit gleicher "Technik" noch immer brav, wenn auch seit einigen Jahren in Aachen.

Peter
svenbo
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 01. Feb 2016, 01:26
Hallo allerseits,

habe den Plattenspieler zusammengesetzt. Den heiß werdenden Widerstand nehme ich nun vorerst in Kauf. Nachdem der "Dreck" (Fingerabdrücke, etc) auf dem Widerstand verbrannt sind, hört er auch zu qualmen auf. Schön finde ich die Lösung nicht, aber erstmal OK.

Allerdings scheint das gefundene Gerät noch weitere Baustellen aufzuweisen: Das Gestänge betätigt den Mikroschalter nicht zuverlässig. Über das Gestänge wird ein Teil bewegt, welches seinerseits an einem Plastikhebel vorbeigleitet, mit zwei "Rastpositionen" für "An" und "Aus". Dieser Plastikhebel wird durch eine Feder in eine Richtung gezogen, gegen die das Gestänge arbeiten muss, um zwischen diesen beiden Positionen umzuschalten. Zur Umschaltung von "Aus" nach "An" genügt jedoch meistens die Kraft des Gestänges nicht. (manchmal, wenn ich es zuvor mit der Hand ganz viel bewegt habe, schon. Manchmal reicht die Kraft so knapp, dass der Motor etwa eine Minute, nachdem ich den Tonarm über die Platte geführt habe erst anläuft.) Das Gestänge ist auf mir noch nicht ganz klar ersichtliche Weise an den Tonarm mit einer Art Rutschkupplung angekoppelt. Nun muss ich nochmal in Ruhe suchen, ob irgendwo eine Feder fehlt, oder irgendwas geölt/geschmiert werden muss.

Auch die Geschwindikeitsumschaltung funktionierte zunächst nicht richtig. Das nachdem ich aber den Motor, der mit seinen Gummihalterungen doch etwas Spiel gegenüber dem Plattenspielerchassis hat (vielleicht 1-2 mm), etwas hin und hergeschoben habe, habe ich eine Position gefunden, in der die Umschaltung wieder korrekt funktioniert.

Wenn es mir gelingt, das Einschaltproblem zu lösen, werde ich auch einen neuen Zahnriemen für "Pitch" bestellen.

Hätte nicht vermutet, so eine umfangreiche Baustelle vorzufinden. Mal schauen, wann ich dazu komme, mir das Teil nochmals vorzunehmen.


Viele Grüße,

Sven
akem
Inventar
#38 erstellt: 01. Feb 2016, 09:29
Das Problem mit dem Mikroschalter kenne ich. Der wird im Laufe der Zeit schwergängig, vermutlich durch einen Mix aus Korrosion und Staub. Man kann das Problem temporär beheben durch irgendwelche Sprays und Zaubermittel, langfristig hilft aber wohl nur der Tausch dieses Schalters. An der Feder liegt das eher nicht.

Gruß
Andreas
svenbo
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 02. Feb 2016, 00:12
Hallo Andreas,


in meinem Fall ist der Schalter "unschuldig", Dieser schaltet sehr leichtgängig und zuverlassig. Nur häufig drückt das Gestänge überhaupt nicht auf den Schalter. Berührt ihn zuweilen nicht mal. Da "kann der Schalter nichts für". Und manchmal bewegt sich das Gestänge ganz ganz langsam in Richtung Schalter und löst den Druck auf den Schalter erst nach 1-2 Minuten aus. Häufig auch gar nicht. Ich denke, ich werde es schmieren müssen. Und evtl. fehlt eine Feder, oder hat nicht mehr die nötige Kraft. Denn das Gestänge muss in jedem Fall den Gegendruck einer anderen Feder überwinden, was kaum (oder nur manchmal) gelingt... Sowie ich ein wneige mit dem Finger nachhelfe, das Gestänge in die zweite Ratsposition zu schieben, berührt es den Schlater und der Motor läuft los.

So ganz habe ich die Kraftübertragung des Tonarms auf das Gestänge noch nicht verstanden. Ich muss mir das genauer ansehen.


Viele Grüße,

Sven
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