Rega, Project, Linn?

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Ungustl
Inventar
#1 erstellt: 03. Sep 2019, 07:41
Hallo Vinyl-Freunde,

ich stehe vor einer Entscheidung, für mich schwierig, da ich mich mit der Materie quasi nicht auskenne, hier im Forum scheint jeder "Kenner" eine andere Meinung zu vertreten usw... ähnliche Themen wurden hier auch mehrfach durchgekaut...

Zur Vorgeschichte: Vinyl hat mich schon seit meiner Jugend begleitet, aber immer nur als Randerscheinung, mal mehr, mal weniger... vor einigen Jahren habe ich mir einen Rega RP3 optisch/mechanisch selbst bissl upgegradet Link, den ich jetzt ev. verkaufen möchte, der Grund wäre:

Ein Bekannter hat mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, einen Pro-Ject Debut (den neuen, mit der Quarz-Steuerung... laienhaft ausgedrückt, bin halt kein Kenner), durch eine neue Innenverkabelung, Modifikationen des Netzteils und mit einem 2M Blue bzw. Silver, das ganze gegenüber meinem RP3 hörbar zu verbessern. Außerdem hab ich selbst einen Linn entdeckt, der mir sympathish ist.

Vinyl steht bei mir nicht unbedingt im Vordergrund, die Frage ist, ob ich das Ganze brauche. Ich bin nicht der geborene Bastler, die Upgrades meines RP3 waren keine große Sache, mehr möchte/kann ich nicht machen und meine "Upgradeitis" kann ich auf anderer Ebene auch befriedigen, wobei es irgendwann Schluss sein muss. Am liebsten würde ich beim RP3 bleiben, der Linn würd mich eher wg. des "Namens" reizen, und weil der Verkäufer relativ nahe wohnt... der Pro-Ject auch nur ein anderer Brettspieler wie der RP3... hmmm...

Bitte versucht beim Thema zu bleiben und meine Frage(n) zu beantworten, dass es hier unzählige andere Möglichkeiten gibt, weiß ich auch, bzw. lese ich hier regelmässig... bitte keine Grundsatzdiskussion zum Thema Brettspieler etc. starten, dazu gibt es unzählige Threads
Am liebsten wäre es mir, wenn sich jemand, der sich wirklich auskennt per PM meldet... den nächsten Weltkrieg soll der beschränkte Ami mit der Sturmfrisur oder der dicke Koreaner entfachen

Danke im Voraus für eure Tipps...
Ro
cone-A
Stammgast
#2 erstellt: 03. Sep 2019, 08:31
Sowohl mit dem Linn als auch mit dem Pro Ject machst Du eigentlich einen Schritt seitwärts. Der Rega ist doch ganz gut beieinander und hat einen Tonabnehmer mit gutem Nadelschliff.

Die Frage bei den Regas ist doch meistens, ob sie richtig drehen (also richtige Drehzahl und keine Schwankungen). Da würde ich mal nachmessen und ggf. anpassen. Mit der Motorsteuerung dürfte das ja kein Problem sein.

Wenn danach noch akutes GAS besteht, würde ich in einen (noch) besseren Tonabnehmer investieren. Mehr lohnt sich bei Gelegenheitshören beim besten Willen nicht.
8erberg
Inventar
#3 erstellt: 03. Sep 2019, 09:08

rrp73 (Beitrag #1) schrieb:

Ein Bekannter hat mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, einen Pro-Ject Debut (den neuen, mit der Quarz-Steuerung... laienhaft ausgedrückt, bin halt kein Kenner), durch eine neue Innenverkabelung, Modifikationen des Netzteils und mit einem 2M Blue bzw. Silver, das ganze gegenüber meinem RP3 hörbar zu verbessern.




Hallo,

es gibt erheblich einfachere, bessere und erheblich günstigere Möglichkeiten hörbar zu verbessern.

Zum ersten: die Pro-Ject Debuts haben keine Quartz-Steuerung. die "Silver"-Ausführung des 2m ist reines Marketing, da auch nur ein gebondeter Stein statt (wie beim 2m blue) wenigstens ein ganzer - sogar sehr schöner - Stein, der nur etwas stumpf ist...

Der "Rest" ... Naja, wers braucht. Ich würds eher in ein gescheites System mit vernünftiger Nadel stecken.

Peter
akem
Inventar
#4 erstellt: 03. Sep 2019, 09:28
Ich sehe es ähnlich wie cone-A, mit den genannten Kandidaten wirst Du (wenn überhaupt) nur einen Schritt seitwärts machen.
Ich habe durchaus Verständnis dafür, daß irgendwann der Wunsch nach Veränderungen bzw. ein gewisser Spieltrieb aufkommt. Aber um Dich hörbar zu verändern ist der Tonabnehmer der größte Hebel, den Du hast. Der Plattenspieler selber macht klanglich gar nicht besonders viel aus, sofern der Hersteller nicht wirklich was falsch gemacht hat (sei es Sparsamkeit an der falschen Stelle, sei es bewußtes Sounding).
Beispiel: ich habe mal mit großer Vorfreude nach mehreren tollen "Tests" einen Vyger Baltic M gekauft. Später habe ich den mal gegen meinen ersten Eigenbau (in seiner damals ersten, noch gar nicht optimierten Version) basierend auf Rega-Technik antreten lassen. Dazu habe ich dem Eigenbau eine SME-12"-Tonarmbasis spendiert, so daß ich innerhalb von ca. 1min den kompletten SME-Arm des Vyger mitsamt Benz Wood L2 Tonabnehmer umsetzen konnte. Ergebnis: die beiden klangen hübsch gleich, vielleicht hatte der Vyger im Subbass die Nase einen klitzekleinen Tick vorne. Aber da kann auch der Wunsch der Vater des Gedanken gewesen sein oder schlichtweg eine minimale Abweichung des VTA durch eine minimal andere Tonarmhöhe relativ zum Teller. Aber von "Welten" konnte keine Rede sein obwohl der Preis- und Gewichtsunterschied genau das hätte vermuten lassen...
Jedenfalls habe ich den Vyger dann irgendwann verkauft und noch zwei weitere Dreher selber gebaut, einen ebenfalls auf Rega-Basis, einen mit Dual EDS-1000 Direktantrieb. Natürlich habe ich auch noch ein paar Kauf-Dreher, aber keinen für den ich mehr als 500€ gebraucht ausgegeben hätte (der teuerste war ein Kenwood KD-990 für eben jene 500€).

Gruß
Andreas
Ungustl
Inventar
#5 erstellt: 03. Sep 2019, 10:24
Super, danke für eure schnellen Antworten!

So wie es aussieht, werde ich dann den RP3 behalten und irgendwann in einen besseren Tonabnehmer investieren...
Bei den von mir genannten Optionen, hätte ich wahrscheinlich nach 2 Bier den größeren klanglichen Sprung...
burki111
Inventar
#6 erstellt: 03. Sep 2019, 12:07
Nun, ich bin nicht der Meinung, dass mehr oder minder ausschließlich das TA den Ton macht.
Nach dem Kauf meines Transrotors Zet 1habe ich ohne große Erwartung diesen (beide mit einem Sumiko Blue Point Special bestückt und direkte Umschaltung an der Goldnote PH-10) mit meinem Pro-Ject 2.9 Wood verglichen.
Der Unterschied war für deutlich zu hören.

Trotzdem täte auch ich hier (wenn optische bzw. verarbeitungstechnische Gründe keine Rolle spielen) beim Rega bleiben, doch hier (falls noch nicht eingesetzt) mit der passenden Wandhalterung experimentieren.


[Beitrag von burki111 am 03. Sep 2019, 12:08 bearbeitet]
Narobik_Bigosu
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Sep 2019, 12:10
Moin,

Wenn es Dir schon nach Linn ist, bist Du eh verloren. Du wirst verschiedene Geräte probieren und immer wieder doch noch nach dem schwabbelnden Schotten schielen. Dann lieber gleich dem Herzen folgen. Erspart ganz trivial viele unnötige Ausgaben zwischendurch – das nur am Rande.

Vorausgesetzt der Spieler ist nicht verbastelt und technisch einwandfrei, kannst Du m.E. nichts falsches machen.

Mir erging es vor einiger Zeit so ähnlich. Lange gar kein Plattendreher mehr, dann einen einfachen alten Technics vom eigenen Dachboden entstaubt, dann was billiges Gebrauchtes… dann kamen die ganzen typischen Schwankungen zwischen Pro-Ject und Co. … Am Ende habe ich doch vergleichsweise viel Geld für einen aktuellen Majik ausgegeben. Immerhin war es ein sehr gutes Angebot als Demoware. Je ne regrette rien!!


[Beitrag von Narobik_Bigosu am 03. Sep 2019, 12:13 bearbeitet]
Ungustl
Inventar
#8 erstellt: 03. Sep 2019, 13:02
Danke Leute, die Entscheidung beim RP3 zu bleiben, ist schon gefallen, die Verkaufsanzeige ist bereits deaktiviert Danke für eure Tipps/Hinweise/Meinungen...

lieber gleich dem Herzen folgen. Erspart ganz trivial viele unnötige Ausgaben zwischendurch

Da ist was Wahres dran, der Dreher war beim Kauf neu, einige Upgrades waren aber notwendig (da "Montagsgerät"), einige nur Kosmetik, Macken wurden in Eigenregie (mit wenig Aufwand) beseitigt...

Da der Player schon länger auf einer Wandkonsole steht, hab ich wieder die Original-Alu/Gummi-Füße dran gemacht, das Klangbild ist insgesamt ruhiger geworden, der Glasteller (Filzauflage) wirkt sich eher negativ aus... ich denke, bevor ein anderer (besserer) TA kommen wird, wird der momentane Stand der Dinge reichen... und da es schon 12 vorbei ist, packe ich Pfeil und Bogen und geh mal ein Gnu schießen
akem
Inventar
#9 erstellt: 03. Sep 2019, 14:41

rrp73 (Beitrag #8) schrieb:
der Glasteller (Filzauflage) wirkt sich eher negativ aus... ich denke, bevor ein anderer (besserer) TA kommen wird, wird der momentane Stand der Dinge reichen... und da es schon 12 vorbei ist, packe ich Pfeil und Bogen und geh mal ein Gnu schießen :D

Wo wohnst denn Du? Afrika??
Ersetze mal die Filzmatte durch eine Kork-Kautschuk-Tellerauflage. Bringt nicht viel aber lohnt sich meiner bescheidenen Meinung nach absolut. Die berühmten Nuancen eben... Und der Preis hält sich auch in überschaubaren Grenzen, so daß man das durchaus mal ausprobieren kann. Der Glasteller selber ist nämlich gar nicht so schlecht. Einen Versuch wert wäre auch die Variante, jegliche Tellerauflage mal wegzulassen.

Gruß
Andreas
Ungustl
Inventar
#10 erstellt: 03. Sep 2019, 15:15
tja, mit Afrika liegst du nicht mal so falsch , hifi-quellen-mässig, kaum Vergleichsmöglichkeiten, Hifi-Begeisterte (ohne Sonos, Bose & Co) in der näheren Umgebung sind so gut wie nicht vorhanden... immer die gleichen 3-4 Leute (ich bin einer davon, hardwaremässig schon in Poleposition oder zumindestens in der ersten Startreihe)... und wenn man einem Händler alles glauben würde... weißt eh...

Das Ganze klingt allerdings mit den original Alu-Gummi-Füßen und dem Acryl-Drehteller (ohne Auflage) recht annehmbar... kein Vergleich zu vorher... werde in den nächsten Tagen bissl herumspielen, hab Urlaub und die nötige Zeit dafür...


[Beitrag von Ungustl am 03. Sep 2019, 15:18 bearbeitet]
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